12:00

Der SMI notiert gegen Mittag um 0,6 Prozent tiefer auf 13'341 Punkten und damit auf Tagestief. Der 30 Titel umfassende SLI verliert 0,67 Prozent auf 2160,98 und der breite SPI 0,62 Prozent auf 18'385,11 Zähler. Im SLI stehen 19 Verlierern elf Gewinner gegenüber.

Zwar seien die meisten Anleger aufgrund der brummenden US-Konjunktur und der stabilen Märkte weiterhin zuversichtlich und blendeten die verschiedenen politischen Unsicherheiten, seien dies der Streit zwischen US-Präsident Trump mit dem Fed oder die geopolitischen Spannungen noch aus. Doch vor der beginnenden Berichtsaison nähmen manche Investoren eben einige Chips vom Tisch, sagt ein Händler. Die Luft sei inzwischen dünn.

Im Fokus der Anleger stehen damit neben der Veröffentlichung der zinsrelevanten US-Inflationsdaten die Ergebnisse der US-Grossbank JPMorgan, die den Zahlenreigen der US-Grossbanken beginnt. Dabei legten die Anleger den Fokus vor allem auf die Aussichten der Firmen. Die Bilanzsaison hat mit den Umsatzangaben von Sika und Lindt & Sprüngli auch hierzulande angefangen. In den kommenden Tagen werden mit Partners Group, Richemont, Geberit und VAT vier weitere Grossunternehmen über ihr Geschäft berichten.

Im Fokus stehen Sika (-7,3 Prozent). Der Bauchemie- und Klebstoffhersteller hat 2025 einen Umsatzrückgang von 4,8 Prozent auf 11,20 Milliarden Franken verbucht. Gebremst haben negative Währungseffekte und der schwache chinesische Baumarkt. Händler äussern sich zudem enttäuscht über die Aussichten des Unternehmens im laufenden Jahr. «Der wichtige Markt China zeigt bislang kaum Erholungstendenzen und solange sich China nicht erholt, bleibt es schwierig», meint ein Händler.

Im Sog von Sika geben mit Holcim (-2,1 Prozent), Amrize (-4,0 Prozent) und Geberit (-1,4 Prozent) deutlich nach. Sika habe das Sentiment getrübt, heisst es am Markt.

Auch Lindt & Sprüngli PS (-2,0 Prozent) stehen unter Druck. Sie sind nach einem klar festeren Start ins Minus gerutscht. Dabei hat der Premiumschokoladehersteller hat den Umsatz stärker als erwartet um gut acht Prozent gesteigert. Allerdings ist dies Preiserhöhungen geschuldet. Organisch war das Wachstum negativ. Händler fragen sich nun, wie lange die Konsumenten Preiserhöhungen mitmachen und nicht doch zu billigeren Alternativen wechseln würden.

VAT (-2,4 Prozent) büssen klar Terrain ein. Grund dafür ist eine Ratingsenkung auf «Underperform» von «Hold» durch Jefferies. Allerdings hat der Titel im neuen Jahr schon kräftig zugelegt. Auch von Vorsicht vor den Vorabzahlen am Donnerstag ist die Rede.

Bei Galderma (-2,7 Prozent) gehen die Abgaben neben Gewinnmitnahmen ebenfalls auf einen Analystenkommentar der Deutschen Bank zurück. Der zuständige Experte hat die Abdeckung mit dem «Rating Hold» aufgenommen.

Dagegen sorgt die Deutsche Bank mit Kaufempfehlungen für die Aktien von Julius Bär (+2,7 Prozent) und UBS (+0,5 Prozent) für steigende Kurse.

Zu den Gewinnern zählen auch Logitech (+0,9 Prozent) und die Life Sciences Titel Sonova (+0,9 Prozent), Straumann (+0,6 Prozent) und Lonza (+0,4 Prozent). Auch Givaudan (+0,4 Prozent) rücken vor. Hier verweisen Händler auf den Rivalen Symrise, dessen Aktien deutlich im Plus stehen.

In den hinteren Reihen ruht der Blick auch auf Meyer Burger (-36 Prozent). Die Aktien sind heute letztmals handelbar. Am morgigen Mittwoch werden die Titel des Solarzulieferers, die während Jahren zu den Höhenfliegern an der Schweizer Börse zählten, dekotiert. Das Unternehmen litt in den vergangenen Jahren unter der Konkurrenz durch chinesische Billigimporte, dem Verlust wichtiger Kunden, dem Scheitern der Strategie sowie dem Ausbleiben staatlicher Unterstützung, was letztlich für den Zusammenbruch des Unternehmens sorgte.

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11:30

Die Aufhebung ‌der ‌von US-Präsident Donald Trump verhängten Blockade eines Windkraftprojekts durch ein US-Gericht treibt Orsted an. Die Titel des dänischen Windpark-Entwicklers steigen zeitweise mehr als sechs ​Prozent, nachdem ein US-Gericht grünes Licht für ‌die Wiederaufnahme der Arbeiten an ‌dem fast fertig gestellten Projekt Revolution Wind gestattet hat.

Analysten zufolge sinkt damit das Risiko einer Stornierung des Projekts, die einen Verlust von rund 20 Milliarden dänischen Kronen (3,12 Milliarden Dollar) hätte verursachen ⁠können. Die Entscheidung schürt zugleich Hoffnung auf einen ähnlichen Ausgang für weitere Projekte. Aktien von Equinor ziehen in Oslo um drei Prozent ​an. Unter Trump, der Windturbinen als hässlich, kostspielig ‌und ineffizient kritisiert hat, ist es ‍bei Offshore-Windprojekten wiederholt zu Unterbrechungen gekommen.

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11:00

Neben den Wirren um Fed-Präsident Jerome Powell rücken die US-Inflationszahlen (CPI) am Dienstag um 14.30 Uhr mitteleuropäischer Zeit in den Brennpunkt des Interesses.

Nach den wenig aussagekräftigen Zahlen im November wegen des Regierungsstillstands in Washington dürften die Werte für Dezember ein zuverlässigeres Bild abgeben. 

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10:30

Der deutsche Leitindex Dax steigt am Dienstag um 0,1 Prozent auf ​bis zu 25.428,43 Punkte und ‌damit auf ein ‌frisches Allzeithoch. «Es wirkt, als würden nur ausschliesslich positive Nachrichten gelesen, während negative Nachrichten ausgeblendet werden», sagte Thomas Altmann, Portfoliomanager beim Vermögensverwalter ⁠QC Partners. «Themen wie die Proteste im Iran und das Justizspektakel um Jerome Powell verhindern Kursgewinne ​aktuell nicht.»

Bei den Einzelwerten ‌zogen die Aktien von ‍Symrise in der Spitze mehr als sieben Prozent ​an. Der Aromenhersteller hatte am Vorabend einen Aktienrückkauf für bis zu 400 Millionen Euro ‌angekündigt. «Das angekündigte Aktienrückkaufprogramm ⁠ist für Symrise ein Novum ‌und dürfte dafür sorgen, dass die Schätzungen für den Gewinn ‍je Aktie im niedrigen einstelligen Prozentbereich steigen», kommentierten Analysten der DZ ​Bank. 

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10:00

Der SMI notiert um 10 Uhr um 0,25 Prozent tiefer auf 13'392 Punkten. Der 30 Titel umfassende SLI büsst ermässigt sich um 0,36 Prozent auf 2167,75 und der breite SPI um 0,27 Prozent auf 18'449,47 Zähler. Im SLI geben 17 Titel nach, elf sind fester und zwei (Nestlé und Swisscom) unverändert.

Unter Druck stehen Sika (-6,0 Prozent). Der Bauchemie- und Klebstoffhersteller hat 2025 einen Umsatzrückgang von 4,8 Prozent auf 11,20 Milliarden Franken verbucht. Gebremst haben negative Währungseffekte und der schwache chinesische Baumarkt.

In ihrem Sog geben mit Holcim, Amrize und Geberit weitere Bauwerte um bis zu 2,4 Prozent nach.

Auch VAT (-2,0 Prozent) büssen Terrain ein. Grund dafür ist eine Ratingsenkung auf «Underperform» von «Hold» durch Jefferies. Allerdings hat der Titel im neuen Jahr schon kräftig zugelegt.

Lindt & Sprüngli geben ihre anfänglichen Gewinne ab und die PS verlieren nach einer Handelsstunde nun 0,6 Prozent. Der Premiumschokoladehersteller hat dank Preiserhöhungen den Umsatz stärker als erwartet um gut acht Prozent gesteigert.

Zu den Gewinnern zählen auch Julius Bär (+1,0 Prozent) und Givaudan (+0,8 Prozent).

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09:30

Heute ist der letzte Handelstag für Meyer Burger. Am morgigen Mittwoch werden die Aktien des Solarzulieferers, die während Jahren zu den Höhenfliegern an der Schweizer Börse zählten, dekotiert.

Das Unternehmen litt in den vergangenen Jahren unter der Konkurrenz durch chinesische Billigimporte, dem Verlust wichtiger Kunden, dem Scheitern der Strategie sowie dem Ausbleiben staatlicher Unterstützung, was letztlich für den Zusammenbruch des Unternehmens sorgte.

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09:00

Der SMI startet am Dienstag 0,17 Prozent tiefer.

Sika büsst 6 Prozent auf 154.90 Franken ein, nachdem ein Umsatzrückgang im Jahr 2025 vermeldet wurde. Logitech führt den Leitindex derweil mit 0,8 Prozent Kursgewinn an.

Am SPI fallen Swissquote (+2,5 Prozent) und Siegfried (+2,4 Prozent) besonders auf. Die Aktien, sowie auch die Partizipationsscheine von Lindt&Sprüngli legen 1,8 Prozent, beziehungsweise 1,6 Prozent zu.

Zwar sind die Vorgaben aus den USA positiv, nachdem am Vortag im späten Handel neue Höchstkurse verzeichnet wurden. Die Luft sei inzwischen aber doch recht dünn, heisst es von Händlern. Auch werde die Stimmung von dem sich zuspitzenden Streit zwischen US-Präsident Donald Trump und US-Notenbankchef Jerome Powell etwas getrübt. Denn dabei geht es letztlich um die Unabhängigkeit und das Vertrauen in die Notenbank. Aber derzeit bewerteten die Marktteilnehmer die weiterhin brummende US-Wirtschaft noch als wichtiger als die politischen Störungen, meint ein Händler.

Daher stünden auch Konjunkturdaten und Unternehmensergebnisse im Vordergrund. Vor den heute Nachmittag anstehenden US-Inflationsdaten dürften sich die Anleger wohl zurückhalten, heisst es weiter. Ausserdem beginnt heute in den USA die Bilanzsaison mit der Grossbank JPMorgan. Dabei legten die Anleger ihren Fokus vor allem auf die Aussichten der Unternehmen. Auch hierzulande nimmt die Ergebnissaison mit den Umsatzzahlen Fahrt auf. In den kommenden Tagen werden weitere Blue-Chip-Firmen über den Geschäftsgang informieren.

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08:30

Die Furcht vor Lieferausfällen im Iran ​lassen den Ölpreis steigen. ‌Rohöl der Nordseesorte ‌Brent und US-Leichtöl WTI verteuern sich jeweils um 0,8 Prozent auf 64,38 beziehungsweise 59,99 Dollar je Barrel.

«Der ⁠Preisanstieg erfolgt inmitten sich verschärfender Proteste im Iran, was die Möglichkeit einer ​Form von Intervention durch ‌die USA erhöht», konstatierten ‍die Rohstoffstrategen von ING. Der Iran, ​einer der grössten Opec-Produzenten, erlebt die heftigsten Proteste seit Jahren. US-Präsident Donald ‌Trump will sich ⁠am Dienstag mit Beratern ‌treffen, um über Optionen zu beraten. Gebremst ‍wird der Preisanstieg durch die Aussicht auf ein höheres ÖL-Angebot ​aus Venezuela.

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08:00

Der SMI wird bei Julius Bär 0,2 Prozent tiefer erwartet. 18 von 20 Titel notieren ebenfalls im Minus. 

Logitech gewinnt vorbörslich 0,7 Prozent, die UBS 0,2 Prozent. Der CEO der Bank Sergio Ermotti plant laut Bericht der «Financial Times» seinen Rücktritt für April 2027.

Sika verliert 1,6 Prozent nach Veröffentlichung der Umsatzzahlen. Der Bauchemiehersteller musste im Geschäftsjahr 2025 einen Umsatzrückgang hinnehmen. Gebremst haben negative Währungseffekte und der schwache chinesische Baumarkt.

Am breiten Markt fallen ams Osram (+2,6 Prozent), Basilea (+0,9 Prozent), Swissquote (+1,6 Prozent), sowie Lindt&Sprüngli (+0,95 Prozent) positiv auf. Kräftige Preiserhöhungen wegen hoher Kakaokosten haben dem ‌Schokoladenhersteller ‌2025 ein deutliches Umsatzplus beschert.

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07:00

Neue Kursziele und Ratings für Schweizer Aktien:

ABB: Royal Bank of Canada ist für SECTOR PERFORM bis 55 (54) Fr.

Amrize: Bank of America erhöht auf 46 (44) Fr. mit NEUTRAL.

Bossard: Jefferies ist für HOLD bis 165 (193) Fr.

Geberit: Bank of America ist für NEUTRAL bis 640 (620) Fr.

Georg Fischer: Aktie für Jefferies ein Kauf bis 74 (82) Fr. 

Interroll: Jefferies erhöht auf 2700 (2600) Fr. mit BUY.

Lindt&Sprüngli: Oddo erhöht auf 114'327 (108'233) Fr. mit NEUTRAL. 

Nestlé: Deutsche Bank senkt auf 82 (88) Fr. mit HOLD. 

Oerlikon: Aktie für die Royal Bank of Canada ein Kauf mit OUTPERFORM bis 3.90 (3.70) Fr.

SFS Group: Jefferies trimmt auf 135 (143) Fr. mit BUY. 

Sensirion: J.P. Morgan ist für NEUTRAL bis 81 (86) Fr.

SPS: Morgan Stanley startet mit UNDERWEIGHT bis 110 Fr.

Sulzer: Jefferies erhöht auf 181 (173) Fr. mit BUY.

Swatch Group: Barclays erhöht bis 119 (108) Fr. mit UNDERWEIGHT.

VAT Group: Jefferies geht auf UNDERPERFORM (Hold) bis 325 Fr.

VAT Group: Royal Bank of Canada mit SECTOR PERFORM bis 400 (270) Fr.

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BioversysSwiss Marketplace Group und Amrize nach der Abspaltung von Holcim: Sie gaben 2025 ihr Debüt an der Schweizer Börse. Für die nähere und fernere Zukunft ist die Pipeline mit Kandidaten wie Syngenta, Syntegon, Infomaniak sowie einigen anderen Unternehmen bestückt, auch wenn es meistens noch keine konkreten Zeitpläne gibt.

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06:10

Der SMI notiert vorbörslich 0,07 Prozent im Minus.

Sika und Lindt&Sprüngli dürften heute im Fokus stehen, beide Unternehmen präsentieren ihre Umsatzergebnisse 2025.

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05:00

Die Hoffnung auf einen Boom durch Künstliche Intelligenz (KI) hat die japanische Börse am Dienstag auf ein Rekordhoch getrieben. Anleger zeigten sich optimistisch, dass die ‌Nachfrage ‌nach KI-Anwendungen das Gewinnwachstum der Unternehmen weiter antreiben wird. «Wir gehen davon aus, dass die globalen Aktienmärkte auch 2026 weiter steigen werden», schrieben Analysten der Citi. «Ein makroökonomisches Umfeld mit einer 'sanften Landung', eine solide Dynamik ​bei den Revisionen und ein sich ausweitender Rückenwind durch ‌KI sollten letztlich ausreichen, um die Gewinne zu ‌stützen.» In Tokio legte der 225 Werte umfassende Nikkei-Index 3,1 Prozent auf 53.560,38 Punkte zu und der breiter gefasste Topix notierte 2,2 Prozent höher bei 3.591,53 Zählern. Die chinesischen Märkte zeigten sich dagegen kaum verändert. Die Börse Shanghai blieb fast unverändert bei 4.163,84 ⁠Stellen. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzhen stagnierte bei 4.790,55 Punkten.

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04:00

Am Devisenmarkt belastete die Unsicherheit über die Unabhängigkeit der US-Notenbank Fed den Dollar. Im asiatischen Handel ​gewann der Dollar zum Yen jedoch 0,4 Prozent auf 158,76 Yen ‌und legte zum chinesischen Yuan leicht auf 6,9756 ‍Yuan zu. Zur Schweizer Währung rückte er etwas auf 0,7977 Franken vor. Der Euro blieb fast unverändert ​bei 1,1657 Dollar und zog zum Franken leicht auf 0,9298 Franken an.

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03:00

Die Ölpreise zogen wegen Sorgen über die Versorgungssicherheit im Iran an. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent verteuerte sich ‌um 0,4 Prozent auf 64,11 Dollar. Das US-ÖlWTI notierte 0,4 Prozent fester bei 59,75 Dollar. Der ‌Goldpreis profitierte von der Unsicherheit und stieg erstmals über die Marke von 4600 Dollar, bevor er sich bei 4582 ‍Dollar je Feinunze einpendelte.

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02:00

Die US-Aktienmärkte haben ihren jüngsten Höhenflug zum Auftakt der neuen Börsenwoche ein wenig ausgebaut. Im frühen Handel hatte der sich weiter zuspitzende Streit zwischen US-Präsident Donald Trump und US-Notenbankchef Jerome Powell noch für etwas Belastung gesorgt. Zudem hatte sich Trump auf die grossen Kreditkartenanbieter eingeschossen und ihnen wegen ihrer Zinspraktiken gedroht.

Der Leitindex Dow Jones Industrial erreichte am Montag im späten Geschäft einen neuen Höchststand und schloss 0,17 Prozent höher bei 49.590,20 Punkten. Der marktbreite S&P 500 erklomm nach seinem Rekordhoch vom Freitag ebenfalls eine weitere Bestmarke und gewann letztlich 0,16 Prozent auf 6.977,27 Zähler. An der Technologiebörse Nasdaq gewann der Nasdaq 100 0,08 Prozent auf 25.787,66 Punkte.

In dem zuletzt eskalierten Streit um die Unabhängigkeit der Fed hatte das US-Justizministerium Fed-Chef Powell mit einer Anklage gedroht. Powell wies die strafrechtlichen Ermittlungen gegen ihn als Versuch der Einflussnahme auf die Arbeit der Notenbank zurück. «Es geht darum, ob die Fed die Zinssätze weiterhin auf Grundlage von Fakten und wirtschaftlichen Gegebenheiten festlegen kann - oder ob die Geldpolitik stattdessen von politischem Druck oder Einschüchterung bestimmt wird», erklärte der Zentralbanker.

Die Papiere der Kreditkartenanbieter Visa , Mastercard und American Express büssten zwischen 1,6 und 4,3 Prozent ein. US-Präsident Trump fordert eine einjährige Obergrenze für Kreditkartenzinsen. Laut dem Analysten Matt Britzman von Hargreaves Lansdown würde dies die grundlegenden wirtschaftlichen Rahmenbedingungen der Branche auf den Kopf stellen.

Von der Angelegenheit in Mitleidenschaft gezogen wurden auch Papiere aus der Bankenbranche, bei der die Anleger auch gespannt auf die in dieser Woche beginnende Berichtssaison warten. Titel der US-Bank JPMorgan , die am Dienstag den Zahlenreigen eröffnet, fielen um 1,4 Prozent, jene der Citigroup um 3,0 Prozent.

Positiv fielen dagegen die Aktien von Walmart auf, die an der Dow-Spitze um 3,0 Prozent zulegten. Die Aktie des Handelskonzerns steigt demnächst auch in den technologiewertelastigen Leitindex Nasdaq 100 auf. Ausserdem kooperiert der Konzern mit dem Google-Mutterkonzern Alphabet , um KI-gestütztes Einkaufen anzubieten.

Die Aussicht auf einen KI-Deal mit Apple hievte die Alphabet-Papiere auf ein weiteres Rekordhoch und zwischenzeitlich erstmals über die Marke von 4 Billionen US-Dollar. Letztlich verteuerten sich die Anteilsscheine der Google-Muttergesellschaft um 1,0 Prozent. Apples verbesserte Sprachassistentin Siri soll künftig von der KI-Technologie Gemini von Google gesteuert werden.

In der Bieterschlacht um das Hollywood-Urgestein Warner Brothers zieht der Konkurrent Paramount vor Gericht. In einer Klage fordert Paramount von Warner vor allem mehr Informationen zur Entscheidung des Managements, das Gebot des Streaming-Riesen Netflix vorzuziehen. Netflix will für rund 83 Milliarden Dollar lediglich das Studio- und Streaming-Geschäft übernehmen. Paramount bietet 108,4 Milliarden Dollar für den gesamten heutigen Konzern. Das Management von Warner sprach sich für das Netflix-Angebot aus, das letzte Wort haben aber die Anteilseigner. Die Warner-Aktien verloren 1,7 Prozent, während die Paramount-Papiere um 0,8 Prozent zulegten und jene von Netflix um 0,1 Prozent sanken.

Einen Verlust von 1,0 Prozent verzeichneten die Anteilsscheine des Krankenversicherers Unitedhealth . Laut dem «Wall Street Journal» kritisierte ein Senatsausschuss die Geschäftspraktiken des Unternehmens mit Blick auf den Umgang mit der öffentlichen Krankenversicherung Medicare.

(cash/AWP/Reuters)

Aisha Gutknecht arbeitet seit Juli 2024 als Redaktorin für cash.ch.
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