16:00
Positiv aufgenommene Daten zur Entwicklung der US-Inflation haben der Wall Street am Mittwoch Rückenwind gegeben. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte notierte zur Eröffnung 0,1 Prozent höher bei 51'386 Punkten. Der breiter gefasste S&P 500 rückte um 0,3 Prozent auf 7700 Zähler vor. Der Index der Technologiebörse Nasdaq kletterte um 0,6 Prozent auf 26'964 Stellen.
Der von der US-Notenbank Fed genau beobachtete Preisindex für die persönlichen Konsumausgaben (PCE) stieg im August im Vergleich zum Vorjahresmonat um 3,4 Prozent. Die Kernrate lag bei 3,0 Prozent. Beide Werte fielen niedriger aus als von Analysten erwartet.
Die Daten nährten die Hoffnung, dass die US-Notenbank Fed auf eine weitere Zinserhöhung im Oktober verzichten könnte. «Dass die Inflation nicht so stark wie erwartet ausfällt, verringert den Druck auf die Fed, wenngleich die Teuerung eindeutig zu hoch bleibt», sagte Neil Wilson, Stratege bei der Saxo Bank.
Gefragt bei den Einzelwerten waren unter anderem die Aktien von Robinhood, die um gut fünf Prozent zulegten. Der Online-Broker teilte mit, er werde den Handel mit ausgewählten US-Aktien und ETFs künftig auch am Wochenende anbieten.
Anleger griffen auch bei Boeing zu, nachdem der Flugzeugbauer vom Pentagon den Zuschlag für den Bau eines neuen Tarnkappen-Kampfjets erhalten hatte. Die Papiere von Boeing legten um zwei Prozent zu, die des unterlegenen Konkurrenten Northrop Grumman fielen dagegen um vier Prozent.
Um 3,5 Prozent nach unten ging es für die Papiere von Mattel. Konzernchef Ynon Kreiz tritt dem «Barbie»-Hersteller zufolge zum 2. Oktober zurück, um eine Führungsposition bei einem anderen börsennotierten Unternehmen zu übernehmen.
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15:50
Ein Auftrag in Milliardenhöhe und eine angehobene Prognose treiben die Aktien von Hewlett Packard Enterprise an. Die Aktien des KI-Server-Herstellers steigen an der Wall Street um fast sieben Prozent.
HPE erhielt nach eigenen Angaben einen Auftrag der Cloud-Firma Vultr im Wert von 1,2 Milliarden Dollar für die Lieferung von KI-Systemen. Zudem hob das Unternehmen seine Umsatzprognose für das Netzwerkgeschäft an. Für 2027 rechnet HPE nun mit einem Umsatzwachstum in dem Segment im hohen Zehner- bis niedrigen Zwanziger-Prozentbereich. Zuvor hatte das Unternehmen ein Plus von 14 bis 17 Prozent in Aussicht gestellt.
HPE profitiert wie seine Konkurrenten Dell und Super Micro Computer davon, dass Kunden zunehmend Server und Netzwerkprodukte für KI-Anwendungen wie ChatGPT kaufen. Zudem will das Unternehmen durch die Übernahme von Juniper Networks bis Ende des Geschäftsjahres 2028 nun jährliche Einsparungen von 800 Millionen Dollar erzielen, 200 Millionen mehr als bislang geplant.
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15:20
Die Ankündigung eines Chefwechsels beim «Barbie»-Hersteller Mattel hat die Anleger verunsichert. Die Titel des US-Spielwarenanbieters verlieren vorbörslich fast vier Prozent. Konzernchef Ynon Kreiz tritt laut Mattel zum 2. Oktober zurück, um eine Führungsposition bei einem anderen börsennotierten Unternehmen zu übernehmen.
Kreiz stand seit 2018 an der Spitze von Mattel und trieb die Expansion über das traditionelle Spielzeuggeschäft hinaus in die Bereiche Unterhaltung und digitale Spiele voran. Ihm folge bis zum 2. November das bisherige Verwaltungsratsmitglied Roger Lynch nach. Der Wechsel folgt auf Forderungen des Investors Southeastern Asset Management. Dieser hatte Anfang des Jahres eine Prüfung strategischer Optionen angeregt, darunter eine Übernahme durch den Rivalen Hasbro oder einen Rückzug von der Börse.
Zuletzt hatte Mattel zwar die Umsatzerwartungen der Analysten für das zweite Quartal übertroffen. Der Gewinn war jedoch wegen zollbedingter Kosten und Investitionen, um den Umsatz zu steigern, hinter den Prognosen zurückgeblieben.
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15:10
Vor dem Börsenstart taxierte der Broker IG den Leitindex Dow Jones Industrial 0,3 Prozent höher auf 51'486 Punkte. Den technologielastigen Nasdaq 100 sieht IG ebenfalls 0,3 Prozent fester bei 30'425 Zählern.
Für den vortags durchwachsenen US-Aktienmarkt zeichnen sich am Mittwoch Gewinne ab. Angesichts einiger Konjunkturdaten und vor den Geschäftszahlen des Chipkonzerns Micron blieb die Kaufbereitschaft aber überschaubar. Zudem wirft der am Freitag anstehende Arbeitsmarktbericht bereits seine Schatten voraus.
Bereits vor dem offiziellen Arbeitsmarktbericht der US-Regierung gaben Informationen des Arbeitsmarktdienstleisters ADP Einblick in die Beschäftigungsentwicklung der Privatwirtschaft. Dort ist die Zahl der Beschäftigten im September stärker gestiegen als erwartet.
Im Rahmen von Preisdaten wurde zudem bekannt, dass der sogenannte PCE-Deflator im August im Vergleich zum Vorjahr weniger stark zugelegt hat als prognostiziert. Er gilt als bevorzugte Inflationskennziffer für die US-Notenbank Fed, die ihre Geldpolitik sowohl an der Teuerungsentwicklung als auch am Arbeitsmarkt ausrichtet. Die Inflationsdaten stiessen am Markt erkennbar auf ein positives Echo, da sie den Druck auf die Währungshüter für eine weitere Leitzinsanhebung minderten.
Im Halbleitersektor, der zuletzt mit dem Boom-Thema Künstliche Intelligenz (KI) häufig im Fokus gestanden hatte, zeigten sich die vorbörslichen Aktienkurse überwiegend unauffällig. Mit der Schlussglocke an den US-Börsen legt Micron seine Zahlen vor. Die Aktien zogen um 1,4 Prozent an.
Für die Anteilscheine von HP Enterprise (HPE) ging es um 6,9 Prozent hoch. Der Spezialist für IT-Infrastruktur, Cloud-Lösungen und Technologiedienstleistungen erhielt einen 1,2 Milliarden US-Dollar schweren Auftrag vom Chipriesen AMD. Im Handelsverlauf steht zudem eine Investorenveranstaltung von HPE mit möglicherweise weiteren Unternehmensnachrichten an.
Bei Boeing konnten sich die Anleger über ein Kursplus von 2,5 Prozent freuen. Der kriselnde Flugzeugbauer bekam den milliardenschweren Zuschlag für den Bau des nächsten Kampfjet-Modells für die US-Marine. Er stach damit seinen Konkurrenten Northrop Grumman aus, dessen Aktien vorbörslich um 4 Prozent sanken. Im vergangenen Jahr hatte Boeing bereits den Hersteller Lockheed Martin bei dem neuen F-47 für die US-Luftwaffe übertrumpft.
Für die Moderna -Titel zeichnen sich mit minus 8 Prozent Gewinnmitnahmen nach dem höchsten Stand seit Dezember 2022 ab. Die US-Bank Citigroup stufte die Aktien ab und rät nun zum Verkauf. Der Optimismus wegen der Erfolge des Impfstoff-Spezialisten im Onkologiebereich sei inzwischen mehr als eingepreist, hiess es zur Begründung.
Der SMI konnte die Gewinne am Nachmittag nicht halten und verliert 0,1 Prozent. Partners Group (+2,3 Prozent) bleibt an der Leitindexspitze, gefolgt von Amrize (+1,4 Prozent) und Richemont (+0,9 Prozent). Schlusslicht bilden die Versicherer Swiss Life (-1,7 Prozent), Zurich (-1,0 Prozent und Swiss Re (-1,0 Prozent). Der breitere SPI fällt ebenfalls in die Verluste mit einem Minus von 0,2 Prozent. DocMorris (+6,7 Prozent) baut die Gewinne weiter aus.
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14:01
Ein erneuter Aktienkauf durch Firmenchef Ryan Cohen ermuntert Anleger zum Einstieg beim US-Videospielhändler GameStop. Die Aktien legen im vorbörslichen Handel an der Wall Street um rund 1,5 Prozent zu. Cohen erwarb einer Pflichtmitteilung an die US-Börsenaufsicht SEC zufolge 447'000 Aktien für rund 10,56 Millionen Dollar. Bereits Anfang des Monats hatte der für seinen aktivistischen Investmentstil bekannte Manager in zwei Schritten Aktien im Wert von mehreren Millionen Dollar gekauft. Cohens direkter Anteil an GameStop beläuft sich LSEG-Daten zufolge nun auf 8,12 Prozent.
Der US-Online-Broker Robinhood will den Handel am Wochenende ermöglichen und treibt damit seine Aktien nach oben. Die Titel rücken vorbörslich um gut zwei Prozent vor. Das Unternehmen hat mitgeteilt, es werde den Handel mit ausgewählten US-Aktien und ETFs auf das Wochenende ausweiten. Damit ergänzt es sein Angebot, das seit 2023 bereits den Handel an Wochentagen rund um die Uhr umfasst. An handelsstarken Tagen fänden bis zu 25 Prozent des Handelsvolumens ausserhalb der regulären Börsenzeiten statt.
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13:58
Am Rohölmarkt legten unterdessen die Preise erneut zu, nachdem US-Präsident Donald Trump eine Lockerung der Sanktionen gegen den Iran abgelehnt hat. Die Nordseesorte Brent und US-Leichtöl WTI verteuerten sich jeweils um 1,4 Prozent auf bis zu 104 und 90,61 Dollar je Barrel. Trump wies einen Bericht des Nachrichtenportals Axios zurück, demzufolge er bereit sei, im Gegenzug für konkrete Schritte des Iran bei seinem Atomprogramm Sanktionen zu lockern und eingefrorene Gelder freizugeben. Am Vortag hatten die Preise wegen einer Erholung des Rohölangebots aus dem Nahen Osten nachgegeben. Saudi-Arabien hatte die Verladung von Öltankern in seinem Hafen Yanbu am Roten Meer wieder gestartet, nachdem der Betrieb der Ost-West-Pipeline wieder aufgenommen worden war.
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13:05
Der SMI gewinnt nach dem Mittag noch 0,1 Prozent.
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12:00
Am Devisenmarkt haben Inflationsdaten aus der Eurozone die Gemeinschaftswährung gestützt. So stieg die Teuerung in Italien deutlich stärker an als erwartet und liegt weiter klar über dem Ziel der EZB.
Zuvor war bereits die Inflation in Frankreich auf den höchsten Stand seit zwei Jahren gestiegen. Diese Entwicklung macht eine Zinserhöhung durch die Europäische Zentralbank wahrscheinlicher.
Am Nachmittag rücken dann US-Daten in den Fokus. Mit dem ADP-Report gibt es einen ersten Hinweis auf den am Freitag anstehenden offiziellen US-Arbeitsmarktbericht. Zudem wird mit dem PCE-Preisindex das bevorzugte Inflationsmass des Fed veröffentlicht.
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11:44
Der SMI gewinnt gegen Mittag noch 0,2 Prozent auf 13'936,78 Punkte, im frühen Handel war er noch bis auf 14'037 Zähler gestiegen. Insgesamt dürfte es für den Leitindex auch kaum zu einem positiven dritten Quartal reichen – dazu fehlen noch rund 240 Punkte. Der Mid-Cap-Index SMIM notiert unverändert, während der breite SPI um 0,1 Prozent auf 19'746,72 Zähler steigt.
Am Schweizer Aktienmarkt versucht sich der SMI am Mittwoch an einem versöhnlichen Quartalsende. Allerdings sind einige der frühen Gewinne wieder abgeschmolzen. Insgesamt stützen sich die Märkte europaweit auf eine Erholung an der Wall Street und positive Notierungen in Japan. Allerdings ist die Lage mit den anhaltend hohen Energiepreisen, nachlassender Konsumlaune und steigenden Anleiherenditen durchaus fragil, heisst es von Händlern. «Die Gefahr einer Stagflation lässt sich nicht länger ausblenden. Zudem nähern sich die Anleiherenditen einem Niveau, das zu einer echten Konkurrenz für Aktien werden kann», sagte ein Börsianer.
Entsprechend gross sei das Interesse an den Preis- und Konjunkturdaten aus den USA am Nachmittag. Sie haben einen wichtigen Einfluss auf die weitere Geldpolitik des Fed. Mit dem ADP-Bericht wird zudem ein erster Hinweis auf den grossen US-Jobbericht am Freitag veröffentlicht. Und mit dem PCE-Preisindex steht das von der US-Notenbank Fed bevorzugte Inflationsmass auf der Agenda. «Für die Aktienmärkte ist dabei weniger entscheidend, ob die Daten gut oder schlecht ausfallen. Vielmehr ist wichtig, welche Reaktion sie am Anleihemarkt auslösen», so der Händler.
Weit vorne im Kurstableau sind Galderma (+0,7 Prozent) zu finden. Neue Dreijahres-Daten zu Nemluvio für die Behandlung von Patienten mit mittelschwerer bis schwerer Neurodermitis stärken laut Analysten die Wettbewerbsposition des Dermatologiekonzerns bei atopischer Dermatitis.
Auch Roche (+0,4 Prozent) lieferte positive Daten. Für sein MS-Medikament Fenebrutinib hat die US-Gesundheitsbehörde den Zulassungsantrag akzeptiert und den «priority review»-Status erteilt.
Die Indexspitze präsentiert sich gemischt durch verschiedene Branchen: Partners Group (+1,9 Prozent) führen vor Amrize (+1,1 Prozent) und Galerma (+0,7 Prozent). Auch auf den hinteren Rängen geht es mit Schlusslicht Swiss Re (-0,6 Prozent), ABB (-0,6 Prozent) und Logitech (-0,5 Prozent) bunt zu.
Bei Julius Bär (-0,8 Prozent) setzen trotz einer Hochstufung durch Morgan Stanley leichte Gewinnmitnahmen ein. Am Vortag hatten die Titel mit dem Abschluss des Finma-Verfahrens über 7 Prozent gewonnen. Bei Kühne+Nagel (-1,6 Prozent) hilft eine Kurszielerhöhung durch Barclays wenig – die Analysten bleiben nämlich mit 200 Franken unter dem aktuellen Niveau von 221,90 Franken und entsprechend bei «Underweight».
Trotz eines überraschenden Abgangs von CEO und VRP Thomas Oetterli legen Rieter (+2,8 Prozent) kräftig zu. Nachfolger auf dem CEO-Posten wird Daniel Lippuner. Laut ZKB hat zwar die Pressemitteilung die Amtszeit von Oetterli positiv bewertet, «der Aktienkurs aber nicht.» Die Börse richtet nun den Blick offenbar nach vorn.
Bei Lindt&Sprüngli (-0,3 Prozent) hagelt es indes nach der gestrigen Umsatzwarnung negative Analystenkommentare. Unter anderem senkt Oddo BHF das Rating auf «Underweight», Goldman Sachs, Barclays und die UBS reduzieren die Kursziele.
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10:50
Der SMI hält sich am Mittwochmorgen in den Gewinnen mit einem Plus von 0,3 Prozent.
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09:37
Neue Kursziele und Ratings für Schweizer Aktien
Lindt&Sprüngli: UBS senkt auf 120'000 (125'000) Fr. - Buy
Lindt&Sprüngli: Goldman Sachs senkt auf 81'000 (90'000) Fr. - Sell
Lindt&Sprüngli: Barclays senkt auf 80'000 (89'000) Fr. - Underweight
Novartis: Goldman Sachs erhöht auf 113 (110) Fr. - Sell
Nestlé: Goldman Sachs senkt auf 91 (92) Fr.
Sandoz: Kepler Cheuvreux erhöht auf 90 (80) Fr. – Buy
Kühne+Nagel: Barclays erhöht auf 200 (175) Fr. - Underweight
Helvetia Baloise: Julius Bär erhöht auf 205 (200) Fr. - Hold
Glencore: Berenberg erhöht auf 7,80 (7,40) GBP - Buy
DSM-Firmenich: Barclays erhöht auf 98 (92) EUR - Equal Weight
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09:20
Der Swiss Market Index (SMI) startet am Mittwoch 0,8 Prozent höher in den Handel.
Seit einigen Tagen pendelt der Leitindex um die Marke von 14'000 Punkten. Auch der SMIM für die mittelgrossen Werte startet mit +0,5 Prozent freundlich.
Für Roche (+0,7 Prozent) gab es positive Nachrichten zu seinem MS-Mittel Fenebrutinib. Die US-Gesundheitsbehörde FDA hat den Zulassungsantrag angenommen und den Status «priority review» erteilt.
Derweil präsentierte auch Galderma (+1,2 Prozent) neue unterstützende 3-Jahres-Daten zu seinem Medikament Nemluvio für die Behandlung von Patienten mit mittelschwerer bis schwerer Neurodermitis.
Auch Julius Bär (0,7 Prozent) steigen nach einem positiven Analystenkommentar. Morgan Stanley stuft die Papiere nach dem Abschluss des Finma-Verfahrens nun mit «Equal Weight» nach zuvor «Underweight» ein.
Lindt&Sprüngli (-1,2 Prozent) fallen auch einen Tag nach der Umsatzwarnung. Zahlreiche Analysten wie Goldman Sachs, UBS oder Barclays haben ihre Kursziele gesenkt.
Bei Rieter (+1,6 Prozent) wiederum kommt es zu überraschenden Wechseln im obersten Management. CEO und Verwaltungsratspräsident Thomas Oetterli gibt seine Funktionen per Ende Oktober ab. Neuer CEO wird Daniel Lippuner, Carl Illi übernimmt bis zur nächsten Generalversammlung das Amt des Verwaltungsratspräsidenten.
Die Vorgaben der Wall Street und aus Asien sind positiv. Denn sowohl der Dow Jones als auch die Nasdaq hatten sich nach Börsenschluss in Europa noch erholt, in Japan steht der Nikkei klar im Plus. Sorgen bereiten indes die immer weiter steigenden Anleiherenditen. So kletterte die Rendite 30-jähriger US-Staatsanleihen zeitweise auf den höchsten Stand seit 2002. Auch die Ölpreise kamen zwar zurück, bleiben aber klar über der Schwelle von 100 Dollar.
Derweil ist der Konjunkturkalender reich befrachtet. Hierzulande dürfte die KOF Konjunkturprognose und der UBS-CFA Index einen Blick wert sein. Am Nachmittag richtet sich der Fokus dann klar auf die USA. Denn mit dem ADP-Bericht wird der erste Hinweis auf den grossen US-Jobbericht am Freitag veröffentlicht. Und mit dem PCE-Preisindex steht das von der US-Notenbank Fed bevorzugte Inflationsmass auf der Agenda. «Insgesamt bleibt die Lage an den Märkten fragil, die Anspannung unter der Oberfläche nimmt zu», kommentierte ein Händler.
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08:15
Der SMI wird bei Julius Bär vor Handelsbeginn 0,5 Prozent höher gestellt. Alle Blue Chips werden mit Gewinnen erwartet, Amrize werden 0,8 Prozent höher erwartet. Auch die Midcaps sind vorbörslich höher gestellt. DocMorris werden mit einem Plus von 3,5 Prozent erwartet.
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06:15
Der SMI wird bei der IG Bank vorbörslich 0,6 Prozent höher gestellt.
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05:15
Steigende Anleiherenditen und Inflationssorgen haben die globalen Anleihemärkte am Mittwoch belastet, während sich die Aktienmärkte weitgehend widerstandsfähig zeigten. Hintergrund sind Sorgen über die Staatsfinanzen, ein hohes Angebot an Neuemissionen und eine steigende Inflation, angeheizt durch hohe Energiekosten infolge des Kriegs zwischen den USA, Israel und dem Iran. Die Renditen für zehnjährige US-Staatsanleihen hielten sich in der Nähe eines 17-Jahres-Hochs. Die Aktienmärkte profitierten hingegen von guten Unternehmensgewinnen und dem anhaltenden Optimismus rund um das Thema Künstliche Intelligenz (KI). Die Börsen in Asien legten zu: Der japanische Nikkei-Index stieg um 1,3 Prozent auf 66'318 Punkte, die Börse in Shanghai gewann 0,3 Prozent.
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04:55
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04:45
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00:30
Die Furcht vor anhaltend hohen Zinsen hat die Wall Street am Dienstag belastet. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 0,3 Prozent tiefer bei 51'349 Punkten. Der breiter gefasste S&P 500 gab 0,2 Prozent auf 7670 Zähler nach, und der Index der Technologiebörse Nasdaq verlor 0,1 Prozent auf 26'797 Punkte.
Zuvor hatten steigende Renditen am US-Anleihemarkt die Aktienkurse belastet. Die Rendite der zehnjährigen Staatsanleihen kletterte zeitweise auf 5,293 Prozent und damit auf den höchsten Stand seit Juni 2007. Die 30-jährigen Papiere erreichten mit 5,6206 Prozent ein Hoch seit Juni 2002. Im Handelsverlauf dämmten die Börsen ihre Verluste ein, da die Renditen wieder leicht sanken und der Chef der US-Notenbank in New York, John Williams, erklärte, die Fed habe Zeit, die Daten vor dem nächsten Zinsschritt abzuwägen. Zudem gaben die Ölpreise nach.
Die Äusserungen von Williams liessen die Erwartungen an eine Zinserhöhung im Oktober laut dem FedWatch-Tool der CME von fast 70 auf gut 51 Prozent sinken. Andere Notenbanker schlugen jedoch schärfere Töne an: Fed-Gouverneur Michael Barr signalisierte weiteren Handlungsbedarf, während der Chef der Fed in Chicago, Austan Goolsbee, warnte, es sei ein «Spiel mit dem Feuer», die Inflation über Jahre hinweg über dem Zielwert zu belassen.
Frische Konjunkturdaten zeichneten ein gemischtes Bild der US-Wirtschaft. Während die Zahl der offenen Stellen im August stärker als erwartet auf rund 7,08 Millionen sank, fiel das Verbrauchervertrauen im September auf den tiefsten Stand seit fast zwölfeinhalb Jahren. Anleger blicken nun gespannt auf den am Mittwoch anstehenden Preisindex für die persönlichen Konsumausgaben (PCE) sowie den Arbeitsmarktbericht am Freitag, um weitere Hinweise auf den Zinskurs zu erhalten.
Bei den Einzelwerten standen Aktien aus dem Bereich der Künstlichen Intelligenz (KI) im Fokus. Aus dem Börsenprospekt der KI-Firma Anthropic ging hervor, dass das Unternehmen eine Bewertung von mehr als zwei Billionen Dollar anstrebt. Papiere von Meta legten um 3,3 Prozent zu, obwohl der Rivale OpenAI neue KI-Agenten vorstellte, die als Konkurrenz zu Metas neuem Produkt Muse gelten.
Der Gebrauchtwagenhändler CarMax verbuchte nach einem Umsatz- und Gewinnanstieg im zweiten Quartal ein Kursplus von 4,7 Prozent.
Die Aktien des Bonitätsprüfers FICO brachen dagegen um 26,5 Prozent ein. Zuvor hatte die Aufsichtsbehörde FHFA angekündigt, dass die staatlich gestützten Hypothekenfinanzierer Fannie Mae und Freddie Mac auf ein einheitliches Preisraster umstellen werden. Der Schritt könnte FICOs langjährige Vorherrschaft bei der Bonitätsbewertung für Hypotheken gefährden. FHFA-Chef Bill Pulte hat FICO wiederholt vorgeworfen, die Kosten für Verbraucher unnötig hoch zu halten.
(cash/Bloomberg/AWP/Reuters)
