16:20
Gemischt ausgefallene Konjunkturdaten und der anhaltende Iran-Krieg machen die US-Aktienanleger vorsichtig. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte verlor am Donnerstagmorgen (Ortszeit) 0,2 Prozent auf 50.542 Punkte. Der breiter gefasste S&P 500 trat bei 7518 Punkten auf der Stelle. Der Index der Technologiebörse Nasdaq notierte 0,1 Prozent tiefer bei 26.639 Punkten.
Die jüngsten Inflationsdaten zeichneten Experten zufolge kein klares Bild zum künftigen Zinspfad der US-Notenbank. Die Inflation hat sich im April wegen des Kriegs mit dem Iran und steigender Energiepreise beschleunigt. Der für die US-Notenbank Fed massgebliche Preisindex für private Konsumausgaben (PCE) kletterte im Vergleich zum Vorjahresmonat um 3,8 Prozent. «Ich glaube nicht, dass die Daten das Bild verändert haben. Die Zahlen waren nicht so schlecht wie befürchtet. Das dämpft einige Erwartungen hinsichtlich Zinserhöhungen ein wenig», sagte Angelo Kourkafas, leitender Stratege bei Edward Jones. Die US-Wirtschaft startete unterdessen schlechter ins Jahr als bislang angenommen, während die Auftragseingänge für langlebige Güter überraschend stark ausfielen. Die Ölpreise stiegen um mehr als zwei Prozent, während die Renditen von US-Staatsanleihen nachgaben. Die USA hatten in der Nacht trotz der bestehenden Waffenruhe erneut Ziele im Iran angegriffen. Die Revolutionsgarde der Islamischen Republik reagierte mit dem Beschuss eines US-Luftwaffenstützpunktes in der Golf-Region.
Zu den Verlierern am Aktienmarkt zählten Aktien von Fluggesellschaften wie United und Delta, die bis zu 1,7 Prozent nachgaben. Aktien des PC-Herstellers HP verloren 1,2 Prozent. Der Konzern warnte, dass steigende Speicherkosten die Margen belasten würden. Hintergrund sind Engpässe bei Speicherchips, da der Ausbau von KI-Rechenzentren die Kapazitäten aufzehrt und die Preise in die Höhe treibt.
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16:00
Der Dow Jones Industrial fällt um 0,26 Prozent auf 50'517 Punkte, während der Nasdaq 100 um 0,33 Prozent auf 29'873 Zähler zurückfällt.
15:55
15:45
Eine Erholung der Nachfrage hat den US-Einzelhändlern Kohl's und Dollar Tree ein Kursfeuerwerk beschert. Die Titel der Kaufhauskette und des Discounters schnellen an der Wall Street um fast 25 und 13,5 Prozent nach oben. Der Verlust von Kohl's im vergangenen Quartal fiel geringer aus als von Analysten erwartet, während Dollar Tree seine Jahresprognose anhob. Der US-Einzelhandel leidet wegen der gestiegenen Lebenshaltungskosten zwar unter der Kaufzurückhaltung der Kunden.
Die jüngsten Unternehmenszahlen aus der Branche zeigen jedoch, dass einkommensstärkere Amerikaner trotz der wirtschaftlichen Unsicherheit weiterhin konsumieren. Dies spiegelt sich etwa in den jüngsten Finanzberichten von Modekonzernen wie Abercrombie und Ralph Lauren wider. Discounter wie Dollar Tree profitieren dabei zusätzlich von dem Trend, dass wohlhabendere Kunden auf günstigere Angebote ausweichen.
Die Kaufhauskette Kohl's verbuchte einen geringer als erwarteten Verlust, woraufhin die Aktie um 17 Prozent in die Höhe schnellte. Der Discounter Dollar Tree hob zudem seine Jahresprognose an, was die Aktie um 19 Prozent antrieb. Die Zahlen deuten auf eine mögliche Trendwende im US-Einzelhandel hin, der zuletzt unter der Kaufzurückhaltung der Konsumenten litt. Während Kohl's erste Erfolge seiner Sanierungsbemühungen sieht, profitiert Dollar Tree von der Nachfrage preisbewusster Kunden.
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14:24
An der Wall Street dürfte es für die wichtigsten Aktienindizes am Donnerstag zunächst keine weiteren Rekorde geben. Die Hoffnungen auf eine nachhaltige Friedensvereinbarung zwischen den USA und dem Iran erhielten durch US-Angriffe einen Dämpfer. Da lassen es die Anleger nach einem bislang sehr starken Mai etwas ruhiger angehen. In Werten wie Snowflake oder Aktien aus der Drohnen-Branche brennen derweil dennoch Kursfeuerwerke ab.
Der Gesamtmarkt ist derweil recht ruhig: So wird der Dow Jones Industrial eine gute Stunde vor dem Auftakt vom Broker IG 0,2 Prozent tiefer taxiert auf 50'556 Punkte. Er hatte tags zuvor bei 50'830 Punkten in den Nachkommastellen einen weiteren Höchststand erreicht und im Mai fast zweieinhalb Prozent zugelegt.
Den Nasdaq 100 sieht IG derweil 0,4 Prozent im Minus bei 29'851 Punkten. Er hatte tags zuvor einen Rekord von 30'099 Punkten erreicht, bevor er bereits etwas zurücksetzte - nach fast zehn Prozent Monatszuwachs. Dabei wurde er angetrieben von einer rasanten KI-Rally, die beispielsweise den Marktwert von Micron über die Billionen-Grenze katapultierte.
Das Thema Künstliche Intelligenz spielt aber auch am Donnerstag am Markt eine wichtige Rolle nach den Geschäftszahlen von Snowflake und Salesforce. Brent Thill, Analyst der Investmentbank Jefferies, spricht mit Blick auf die beiden Softwareunternehmen von der «Geschichte der zwei grossen S: Snowflake nimmt Fahrt auf und Salesforce bleibt stabil». Dies zeigt sich auch in den Aktien. Denn während Snowflake vorbörslich um 39 Prozent nach oben schossen auf das höchste Niveau seit Dezember 2025, suchten Salesforce einen klaren Trend.
«Die Bilanzen bestätigen unsere Einschätzung, dass sich die Monetarisierung von KI zuerst und am deutlichsten im Bereich Daten-Infrastruktur zeigt», so Thill. Seine Kollegin Gabriela Borges von Goldman Sachs hält Snowflake für gut positioniert, sich ein grosses Stück vom Kuchen der KI-bedingten Nachfrage nach Cloud-Diensten abzuschneiden.
Die Softwarebranche erlebt insgesamt eher eine schwierige Zeit. Die Anleger schwanken zwischen der Sorge vor Verdrängungseffekten durch KI und den Chancen, die dieser Megatrend andererseits auch bietet. Salesforce versuchen sich ähnlich wie die Aktien des deutschen Konkurrenten SAP auf dem tiefsten Niveau seit 2023 an einer Bodenbildung. Snowflake erholten sich zuletzt bereits deutlicher vom Tief seit 2024.
Im Fokus stehen vorbörslich auch Aktien von Drohnenherstellern wie Unusual Machines, Kratos Defense & Security Solutions oder Red Cat mit zweistelligen Kursgewinnen. Laut einem Bericht des «Wall Street Journal» befindet sich die US-Regierungen in Verhandlungen mit Unternehmen des strategisch wichtigen Sektors über staatliche Finanzhilfen. Durch den russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine wurde die Bedeutung von Drohnen deutlich. Zuletzt hatte der Iran-Krieg dies untermauert.
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13:50
Sorgen über schrumpfende Margen machen den Aktien des PC-Herstellers HP zu schaffen. Die Papiere des kalifornischen Unternehmens geben im vorbörslichen US-Handel rund 2,5 Prozent nach. HP verzeichnete im zweiten Quartal zwar einen Umsatz und Gewinn über den Erwartungen der Analysten. Positiv entwickelte sich vor allem das Geschäft mit für Künstliche Intelligenz (KI) optimierten PCs. Gleichzeitig warnte der Konzern jedoch, dass steigende Speicherkosten die Margen belasten würden. Hintergrund sind Engpässe bei Speicherchips, da der Ausbau von KI-Rechenzentren die Kapazitäten aufzehrt und die Preise in die Höhe treibt.
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13:31
Die Kriegswirtschaft von Präsident Trump nimmt Fahrt auf. Einem neuen Bericht zufolge plant das US-Kriegsministerium (DoW) die Vergabe von Fördergeldern an mehrere Drohnenunternehmen. Hintergrund ist, dass das Beschaffungsprogramm des DoW Startups bevorzugt und der Ausbau der amerikanischen Drohnenproduktion im Fokus steht. Die durch den Ukraine-Krieg hervorgerufenen Innovationen haben Kriegstechnologien hervorgebracht, die erst in den 2030er-Jahren verfügbar sein werden.
Das Wall Street Journal berichtet, dass das DoW mit einer Gruppe von Drohnen-Startups und -Zulieferern, darunter Performance Drone Works, Unusual Machines und Neros Technologies, über mögliche Finanzierungspakete verhandelt. Diese könnten Fremdkapital, bedingte Darlehen und gegebenenfalls Kapitalbeteiligungen umfassen. Die Aktien von Unusual Machines steigen vorbörslich um 33 Prozent, Red Cat um 13 Prozent, AeroVironment um 8 Prozent, Kratos Defense & Security Solutions um 8 Prozent und Airo Group um 3 Prozent.
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13:14
Eine Milliardenklage wegen sogenannter Ewigkeitschemikalien (PFAS) setzt die Aktien des US-Mischkonzerns 3M unter Druck. Die Titel geben im vorbörslichen Handel an der Wall Street rund 2,5 Prozent nach. Die australische Regierung fordert mehr als zwei Milliarden australische Dollar (rund 1,2 Milliarden Euro) Schadenersatz wegen der Kontamination durch PFAS-haltigen Löschschaum auf Militärstützpunkten. Sie wirft 3M vor, garantiert zu haben, dass die Substanz sicher zu entsorgen, biologisch abbaubar und ungiftig sei. Der Konzern habe jedoch eigene Testergebnisse zurückgehalten, die «erhebliche schädliche Umweltauswirkungen» belegten, sagte Justizministerin Michelle Rowland. 3M teilte mit, sich vor Gericht gegen die Ansprüche verteidigen zu wollen. Bei PFAS handelt es sich um eine Gruppe von Stoffen, die in der Umwelt nicht natürlich abbaubar sind. 3M sieht sich mit Tausenden von Klagen wegen der Chemikalien konfrontiert.
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13:00
Die US-Futures notieren vor dem Start im Minus:
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11:56
Der US-Dollar hat die davor erzielten leichten Gewinne im Verlauf des Donnerstagvormittags teilweise wieder abgegeben. In der Folge stieg der EUR/USD-Kurs wieder über die Marke von 1,16 und notiert aktuell bei 1,1618. Der USD/CHF-Kurs ging derweil auf 0,7887 von 0,7895 zurück. Die europäische Gemeinschaftswährung kostet gegen Mittag 0,9163 nach 0,9151 Franken am frühen Morgen.
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11:38
Am Schweizer Aktienmarkt geht es am Donnerstag klar nach unten. Die elftägige Gewinnserie scheint damit am Berichtstag ein Ende zu finden. Dabei sind es insbesondere die defensiven Schwergewichte, in welchen Gewinne mitgenommen werden. Der KI-Euphorie scheine zumindest für den Moment der Schnauf etwas ausgegangen zu sein, heisst es in Marktkreisen. Für Verunsicherung sorgen aber auch verschiedene Angriffe im Nahen Osten, die eher auf Eskalation denn Entspannung deuten.
Der Konflikt habe die anfängliche Schockphase überwunden, heisst es indes in einem Marktkommentar des Vermögensverwalters Candriam. Derzeit sei er von einer Abfolge wiederholter Eskalationen, teilweiser Deeskalationen und anhaltender Störungen geprägt. Die Ölpreise blieben zwar hoch, die Schifffahrtswege seien weiterhin beeinträchtigt und die Inflationserwartungen gestiegen. Die Aktienmärkte hätten sich jedoch weitgehend vom anfänglichen Schock erholt und würden nicht mehr automatisch auf jede geopolitische Schlagzeile reagieren. Würden sich die Hinweise auf eine Übertragung des Konflikts auf die globale Wirtschaft verstärken, könnte es zu einer Neubewertung der Risiken kommen. Am Nachmittag gibt es diesbezüglich mit einer Reihe von Daten aus den USA neue Hinweise.
Der Swiss Market Index (SMI) notiert um 11.25 Uhr 0,98 Prozent tiefer bei 13'447,21 Punkten. 17 der 20 SMI-Titel geben dabei nach. Der SMIM der mittelgrossen Werte büsst 0,58 Prozent auf 2986,65 Punkte ein und der breite SPI 1,15 Prozent auf 19'009,03 Zähler.
Laut BNP Paribas Schweiz befindet sich für den SMI nach dem Absinken unter 13'500 die nächste charttechnische Unterstützung beim April-Hoch von 13'427.
Alcon (-1,6 Prozent) geben ebenfalls klar nach. Der Titel hat zwar ebenfalls in den beiden Vorwochen einen Erholungsversuch gestartet, notiert aber noch nicht weit über dem Jahrestief von Mitte Mai. Seit Jahresbeginn hat er gemeinsam mit Geberit am meisten Terrain eingebüsst. Letzter liegen derzeit mit einem Tagesminus von 0,8 Prozent im breiten Mittelfeld.
An der Tabellenspitze finden sich Amrize (+0,2 Prozent), ABB und Logitech (je +0,1 Prozent) als einzige Gewinner. Nebst Logitech halten sich auch VAT (-0,3 Prozent) klar besser als der Gesamtmarkt, etwas gestützt vom Rückenwind durch die guten Zahlen von Micron und der Abwendung des Generalstreiks bei Südkoreas grösstem Konzern Samsung.
Im breiten Markt geben Galenica (-0,2 Prozent) nach Zahlen leicht nach und halten sich damit besser als der Gesamtmarkt. Die Gruppe ist Analysten zufolge gut in das neue Jahr gestartet und bekräftigte die für 2026 gesetzten Ziele. Überraschungen - positive wie negative - blieben aus.
Lem (+4 Prozent) ziehen derweil den dritten Tag in Folge deutlich an. Befeuert werden die Gewinne von Übernahmefantasien und weiteren Kurszielerhöhungen.
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10:59
Die neuen Spannungen im Nahen Osten machen dem Bitcoin zu schaffen. Die umsatzstärkste Kryptowährung verbilligt sich um fast drei Prozent auf 73'168 Dollar und erreicht damit den tiefsten Stand seit rund 6,5 Wochen. Unter Druck geraten auch andere Cyber-Devisen, etwa Ether und Ripple, die um jeweils rund 3,5 Prozent abbröckeln. «Der Kryptomarkt bewegt sich derzeit in einem Spannungsfeld aus geopolitischen Risiken, Inflationssorgen und dem Entzug billiger Liquidität», sagt Timo Emden vom Analysehaus Emden Research. «Die Anleger stecken im Klammergriff fest.»
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10:42
Nach der erneuten Eskalation im Iran-Krieg sind Rüstungswerte gefragt. Im Dax stehen die Aktien von Rheinmetall mit einem Plus von 3,6 Prozent an der Spitze des Leitindex - der Konzern vermeldete am Donnerstag einen Auftrag der Bundeswehr im Volumen von knapp über einer Milliarde Euro brutto. Im MDax rücken TKMS, Renk und Hensoldt zwischen 6,7 und drei Prozent vor. Der europäische Branchenindex legt in der Spitze 1,4 Prozent zu. Die USA haben trotz der bestehenden Waffenruhe erneut Ziele im Iran angegriffen.
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10:24
Die sich wieder verschärfende Auseinandersetzung im Nahen Osten hat den Dax am Donnerstag wenig beeindruckt. Trotz wieder anziehender Ölpreise verlor der vorbörslich noch schwächere deutsche Leitindex um 10.20 Uhr lediglich 0,03 Prozent auf 25'172 Punkte. Damit bleibt das Rekordhoch bei 25'507 Punkten, dem er sich zuletzt genähert hatte, in Sichtweite.
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10:16
Positive Analystenkommentare geben den Aktien von Infineon Rückenwind. Die Titel des Chipherstellers verteuern sich um rund 2,5 Prozent auf 78,50 Euro und sind damit die zweitgrössten Gewinner im Dax. Die Deutsche Bank schraubte ihr Kursziel auf 90 von 70 Euro nach oben, Morgan Stanley auf 91 von 63 Euro. Die Deutsche-Bank-Experten verwiesen auf ein Treffen mit dem Infineon-Management am Mittwoch. Dabei habe das Unternehmen positive Aussichten für das Wachstum im Autogeschäft und eine starke Nachfrage im Bereich Künstlicher Intelligenz (KI) hervorgehoben. Das höhere Kursziel begründete die Bank zudem mit der starken Positionierung im KI-Geschäft, erheblichem Potenzial für Margensteigerungen und weiteren Marktanteilsgewinnen.
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10:05
Die deutschen Privatbanken rechnen wegen der wirtschaftlichen Folgen des Nahost-Krieges mit einem schwächeren Wachstum. «Aufgrund der aktuellen Belastungen haben wir unsere Wachstumsprognose für dieses Jahr um 0,3 Prozentpunkte auf nur noch 0,7 Prozent gesenkt», sagte Heiner Herkenhoff, der Hauptgeschäftsführer des Bankenverbands BdB, am Donnerstag. «Unternehmen verschieben Investitionen oder streichen sie ganz wegen der hohen Unsicherheiten.» Die Bundesregierung müsse mit Reformen dagegenhalten. «Die Reformschritte sind zu zögerlich. Für Investitionen und Wachstum braucht es schnell entschlossenes Handeln, sonst kommen wir aus der Stagnation nicht heraus.»
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09:37
Der Schweizer Aktienmarkt ist am Donnerstag mit deutlichen Verlusten in die Sitzung gestartet. Dabei belasten insbesondere die schwachen Pharma-Schergewichte den Gesamtmarkt. Nach elf Gewinntagen in Folge kommt es damit zu Gewinnmitnahmen. Die Lage im Nahen Osten ist derweil weiterhin unklar. Für neue Verunsicherung sorgen Angriffe des US-Militärs auf eine iranische Drohnen-Stellung, aber auch Angriffe Israels im Südlibanon und des Iran auf eine US-Militärbasis in Kuwait deuten eher auf Eskalation denn auf Entspannung. Der globale Aktienmarkt halte angesichts des sich wieder verschärfenden Konflikts den Atem an, da der finale diplomatische Durchbruch weiterhin auf sich warten lasse, sagte ein Marktteilnehmer.
«Bomben statt weisser Rauch», meint auch die Commerzbank in einer Einschätzung der Lage. Am Ende der vergangenen Woche habe es noch so ausgesehen, als könnte ein Deal mit dem Iran gar nicht schnell genug kommen. In den letzten Tagen habe die Stimmung aber wie so oft einmal mehr gedreht. Sollten auch heute keine signifikanten Fortschritte bei den Verhandlungen erzielt werden, dürfte sich der Markt am Nachmittag auf die Reihe an US-Daten konzentrieren, die zur Veröffentlichung anstehen, so die Bank.
Der Swiss Market Index (SMI) notiert um 9.25 Uhr 1,14 Prozent tiefer bei 13'471,72 Punkten. Dabei büssen 18 der SMI-Aktien ein, während zwei Titel zulegen. Der SMIM der mittelgrossen Werte gibt 0,38 Prozent auf 2992,44 Punkte nach und der breite SPI 0,71 Prozent auf 19'094,18 Punkte.
Der Ölpreis als Barometer für die Befindlichkeiten der Marktteilnehmer zeigt sich am Morgen relativ volatil. Nach einem Tief von unter 95 US-Dollar für ein Fass der Sorte Brent am Vortag, hat sich der Preis in den frühen Morgenstunden vorübergehend wieder auf über 98 Dollar erhöht, zuletzt aber wieder auf unter 97 Dollar abgeschwächt.
Mit Alcon (-1,3 Prozent) gibt ein weiterer Titel aus dem Gesundheitsbereich klarer nach.
Im breiten Markt fallen Centiel (+3,6 Prozent) mit einer positiven Entwicklung auf, gestützt von mehreren positiv formulierten Ersteinstufungen von hiesigen Banken.
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09:15
Bei den Mid Caps führt Centiel die Kursliste mit einem Plus von 6,3 Prozent an. Idorsia gewinnen 3,5 Prozent und Huber+Suhner 2,8 Prozent. Ebenfalls zulegen können die vorbörslich noch schwächeren Comet (+2,5 Prozent).
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08:25
Neue Ratings und Kursziele für Schweizer Aktien:
Avolta: Berenberg erhöht das Kursziel auf 59 von 55 Fr. und bestätigt die Einstufung Buy.
Centiel: Oddo BHF stuft neu mit Neutral ein und einem Kursziel von 5,30 Fr.
Centiel: Octavian vergibt neu das Rating Kaufen mit einem Kursziel von 6,20 Fr.
Centiel: Zürcher Kantonalbank nimmt die Abdeckung mit Übergewichten auf.
Logitech: Kepler Cheuvreux erhöht das Kursziel auf 100 von 95 Fr. und belässt die Einstufung auf Buy.
Swiss Life: Julius Bär erhöht das Kursziel auf 910 von 860 Fr. und belässt die Einstufung auf Hold.
Ypsomed: Research Partners erhöht das Kursziel auf 430 von 420 Fr. und belässt die Einstufung auf Kaufen.
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08:04
Der Swiss Market Index (SMI) wird von der Bank Julius Bär vorbörslich 0,64 Prozent tiefer indiziert. Alle 20 SMI-Titel notieren mit Abgaben. Alcon geben um 1,1 Prozent nach, Holcim um 1,0 Prozent und Richemont um 0,8 Prozent.
Bei den Mid Caps kann sich Basilea positiv in Szene setzen und legen 1,4 Prozent zu, während Galenica nach Zahlen minim höher stehen. Am Ende des Tableaus verlieren SoftwareOne 1,5 Prozent, BB Biotech 1,2 Prozent und Comet sowie Tecan 0,7 Prozent.
Ferner beginnt am Donnerstag der Handel mit den gesplitteten Aktien von Swissquote. Für eine alte Aktie werden nun zehn gehandelt. Basierend auf dem gestrigen Schlusskurs von 440 Franken dürfte der Titel damit bei etwa 44 Franken an der Börse starten.
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07:32
Der Dax wird Berechnungen von Banken und Brokerhäusern zufolge am Donnerstag tiefer starten. Am Mittwoch hatte er kaum verändert bei 25'177 Punkten geschlossen. Widersprüchliche Aussagen zum Stand der Dinge der Iran-USA-Verhandlungen verunsicherten die Investoren.
An der Wall Street ging der Dow-Jones-Index - gestützt von Kursgewinnen bei Gesundheits- und Konsumgüterwerten - auf einem Rekordhoch aus dem Handel. Die Indizes S&P 500 und Nasdaq traten dagegen auf der Stelle. In Asien liessen Anleger Aktien am Donnerstag links liegen.
Nachrichten über einen neuen US-Militärschlag im Iran dämpften die Hoffnungen auf ein baldiges Friedensabkommen. Das US-Militär hat einem Vertreter der US-Regierung zufolge ein Militärgelände im Iran angegriffen. Die iranischen Revolutionsgarden attackierten einem Agenturbericht zufolge daraufhin einen US-Luftwaffenstützpunkt. Am Ölmarkt ging es für die Nordseesorte Brent und das US-Öl WTI nach den jüngsten Verlusten um rund vier Prozent auf 98,20 beziehungsweise 92,52 Dollar je Fass nach oben.
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07:25
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06:22
Der Swiss Market Index (SMI) steht bei der IG Bank 0,5 Prozent tiefer. Ebenfalls schwach präsentieren sich die US-Futures, welche gemessen am S&P 500 Index 0,6 Prozent nachgeben. Der Nasdaq 100 Future steht ein Prozent tiefer, nachdem es nachbörslich zu kräftigen Abgaben bei den Speicherchipherstellern wie Micron oder Sandisk kam. Die Titel verlieren nach der aussergewöhnlichen Rally seit Jahresbeginn bis zu 10 Prozent.
Für Zurückhaltung unter den Anlegern sorgt auch der Nahe Osten. Iranische Medien meldeten drei Explosionen östlich der iranischen Hafenstadt Bandar Abbas. Die Luftabwehr sei für mehrere Minuten aktiviert worden. Die Behörden untersuchten die Ursache der Explosionen. Die Marine der iranischen Revolutionsgarden hatte daraufhin einem Medienbericht zufolge auf einen US-Öltanker gefeuert, der die Strasse von Hormus passieren wollte, und einen Stützpunkt der US-Armee angegriffen.
Am Nachmittag wird der PCE Price Index - PCE steht für Personal Consumption Expenditures - veröffentlicht. Der Index misst, wie sich die Preise für Güter und Dienstleistungen verändern, die von Konsumenten in den USA gekauft werden und ist der wichtigste Inflationsindikator der US-Notenbank Fed.
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06:14
Die Anleger in Asien verhalten sich zögerlich. Nachrichten aus dem Nahen Osten dämpfen die Hoffnungen auf ein baldiges Friedensabkommen. Zudem sorgen die bevorstehenden US-Inflationsdaten für Unsicherheit mit Blick auf Anleihen und Zinsen. Die Angriffe verstärken die widersprüchlichen Signale zu den Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran. «Wir erwarten in den nächsten zwei Wochen entweder eine Einigung auf einen neuen Waffenstillstand oder den Zusammenbruch des derzeitigen Waffenstillstands mit einer Wiederaufnahme der aktiven Feindseligkeiten», erklärte Madison Cartwright, leitender Geoökonomie-Analyst bei der Commonwealth Bank of Australia. Er beziffere die Wahrscheinlichkeit einer Einigung auf 70 Prozent, doch die Zukunft der Meerenge sei weiterhin ungewiss. Die Versicherung für eine Durchfahrt sei «unerschwinglich teuer» geworden. Zudem sei unklar, ob der Iran eine Mautgebühr erheben werde.
Der japanische Leitindex Nikkei gab im frühen Handel um 0,11 Prozent auf 64'928,28 Punkte nach. Am Vortag war der Index zeitweise um bis zu 2,2 Prozent auf ein Rekordhoch von 66'428,81 Punkten gestiegen, bevor er unverändert schloss. Der breiter gefasste Topix-Index verlor 0,22 Prozent auf 3909,21 Zähler. Dabei standen 103 Kursgewinnern 120 Kursverlierer gegenüber. Während die Aktien von Taiyo Yuden und Murata Manufacturing um 17,1 Prozent beziehungsweise 8,9 Prozent zulegten, gaben die Papiere von Fuji Electric und Furukawa Electric um 7,1 Prozent und 5,3 Prozent nach.
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06:12
Im asiatischen Devisenhandel profitiert der Dollar von seiner Rolle als sicherer Hafen und gewinnt leicht. Hintergrund ist ein Bericht der Nachrichtenagentur Reuters über neue US-Angriffe auf ein Militärgelände im Iran. Der Yen gibt dagegen nach.
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06:05
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00:05
Der US-Leitindex Dow Jones Industrial hat nach einem Tag Pause seine Rekordjagd wieder aufgenommen. Als Antrieb erwiesen sich am Mittwoch Hoffnungen, dass sich die USA und der Iran einer Einigung der vollständigen Öffnung der für den Welthandel wichtigen Strasse von Hormus nähern. Die generelle Zuversicht der Anleger zeigte sich auch an den wieder gesunkenen Ölpreisen. Sinkende Anleiherenditen stützten die Kurse ebenfalls.
Allerdings gab es zuletzt widersprüchliche Meldungen zum Iran-Krieg. So hatten iranische Medien zunächst berichtet, dass sie einen Entwurf für ein Abkommen zur Beendigung des militärischen Konflikts erhalten hätten. Das Weisse Haus aber dementierte den Bericht und bezeichnete ihn als vollständig erfunden.
Experten bleiben für den US-Aktienmarkt optimistisch gestimmt. Eine «aussergewöhnlich starke Berichtssaison der Unternehmen für das erste Quartal» etwa veranlasste die Marktstrategen von Goldman Sachs dazu, das Jahresendziel für den marktbreiten Index auf 8000 Punkte anzuheben. Die Bank schloss sich damit den Fachleuten von Morgan Stanley und der Deutschen Bank an. Diese gehen ebenfalls davon aus, dass das Börsenbarometer das Jahr bei 8000 Punkten beenden wird.
Dem technologielastigen Nasdaq 100 war im frühen Handel mit Mühe ein weiterer Höchststand gelungen, bevor leichte Gewinnmitnahmen einsetzten. Am Ende stand ein Minus von 0,09 Prozent auf 29'973,57 Punkte zu Buche.
Stark gefragt waren Aktien von Weltraumunternehmen, die ihr Geschäft mit Raketen, Satelliten oder Lösungen dafür machen. Der bevorstehende Mega-Börsengang von SpaceX sorgte ebenso für Kauflaune wie die Nachricht, dass die US-Raumfahrtbehörde Nasa dauerhaft Menschen auf dem Mond leben lassen will und ihre Pläne dafür vorantreibt. Mit Dutzenden Missionen sollen dafür in den kommenden Jahren Drohnen und steuerbare Rover-Vehikel zum Erdtrabanten gebracht werden. Alleine in diesem Jahr soll es dafür noch drei unbemannte Missionen zum Mond geben. Die Anteilsscheine von Redwire zogen um knapp neun Prozent an.
Dagegen brachen die Aktien von Verra Mobility um fast 71 Prozent ein. Das Mobilitätssoftware-Unternehmen hatte bekanntgegeben, dass der Autovermieter Avis Budget den Vertrag mit Verra gekündigt habe. Deshalb senkte das Unternehmen sein Gewinnziel für 2026. Daraufhin stuften mehrere Analystenhäuser die Papiere herunter.
Die Aktien von Zscaler sackten als Schlusslicht im Nasdaq 100 um 31,5 Prozent ab, nachdem das Sicherheitssoftwareunternehmen einen Umsatzausblick für das vierte Geschäftsquartal vorgelegt hatte, der hinter den Erwartungen zurückblieb. Die Analysten von Evercore stuften die Papiere ab und verwiesen dabei auf einen Rückgang der Neukunden.
An der Index-Spitze des Nasdaq 100 zogen AppLovin um 10,4 Prozent an. Das Technologieunternehmen im Bereich Ad-Tech und mobile Anwendungen könne Grössenvorteile nutzen und so sein überdurchschnittliches Wachstum aufrechterhalten, schrieben die Analysten von Morgan Stanley.
Die Titel von Axalta Coating Systems gewannen gut ein Prozent. Sie profitierten von Spekulationen um eine Alternative zur Fusion mit dem Lack- und Farbenhersteller Akzo Nobel. Akzo hatte ein Übernahmeangebot von Nippon Paint Holdings unter Beteiligung von Sherwin-Williams zurückgewiesen.
(cash/AWP/Bloomberg/Reuters)

