15:05

Die Aktie von SpaceX handelt erst um 10 Uhr New Yorker Zeit oder 16 Uhr europäischer Zeit. Die letzte Preisindikation auf dem Wettplattform Polymarket ist +30 Prozent.

+++

Goldman Sachs hat seine Prognosen für die Rohölpreise im kommenden Jahr wegen eines höheren Angebots und einer geringeren Nachfrage um 5 Dollar je Barrel gesenkt.

+++

14:30

Der Broker IG taxierte den Leitindex Dow Jones gut eine Stunde vor Handelsbeginn mit einem Plus von 0,7 Prozent auf 51.191 Punkte. Der technologielastige Auswahlindex Nasdaq 100 wird nach seinem Vortageszuwachs von über 3 Prozent nochmals um rund 0,6 Prozent höher erwartet bei 29.611 Punkten.

US-Präsident Donald Trump stellte ein baldiges Rahmenabkommen mit dem Iran in Aussicht. Auch der Iran sprach nun von einem möglichen bevorstehenden Verhandlungsabschluss. Die Ölpreise gingen zurück. Die Risikoneigung der Anleger wurde neu entfacht.

Im Blick steht vor dem Wochenende der Börsengang der Weltraumfirma SpaceX von Tech-Milliardär Elon Musk, der der grösste der Geschichte sein wird. Es zeichnet sich ein fulminantes Börsendebüt ab. Dabei hilft das sehr freundliche Börsenumfeld.

Das unter anderem für seinen Satelliteninternet-Dienst Starlink bekannte Unternehmen verkaufte rund 555,6 Millionen Aktien zum Ausgabepreis von 135 US-Dollar - und nahm damit 75 Milliarden Dollar ein. SpaceX kommt damit auf eine Bewertung von 1,77 Billionen Dollar und ist aus dem Stand mehr wert als etwa der Facebook-Konzern Meta .

Der Hype um SpaceX liess vorbörslich auch andere Aktien mit Bezug zu Raumfahrt und Satelliten steigen. Astera Labs , Rocket Lab , Firefly , MDA Space und Viasat gewannen bis zu mehr als 5 Prozent.

Advanced Micro Devices (AMD) legten nach einer Kaufempfehlung der Citigroup vorbörslich um 2,5 Prozent zu. Analyst Atif Malik sieht den Chipkonzern schon länger als Profiteur der starken Nachfrage nach Hauptprozessoren (CPU) im Zuge des KI-Booms. Nun könnte AMD auch im Bereich der Grafikprozessoren (GPU) durchstarten. Es bestehe die Chance, den Löwenanteil des Bedarfs von Meta abzugreifen.

In die andere Richtung mit vorbörslich minus 7 Prozent ging es für die Aktien des Softwarekonzerns Adobe nach Quartalszahlen. Mit dem Weggang des Finanzchefs überschattet ein weiterer Managementwechsel den Bericht. Auch das gesenkte Ziel für die jährlich wiederkehrenden Umsätze (ARR) steht im Fokus.

+++

14:00

Der SMI gewinnt am Nachmittag 1,2 Prozent. 

Nur Swisscom (-0,08 Prozent) und Kühne+Nagel (-0,6 Prozent) büssen Wert ein, alle anderen Titel am Leitindex machen Boden gut. Sika gewinnt mehr als 6 Prozent, Holcim und Geberit je 3,4 Prozent.

Die UBS-Aktie kostet am Freitag mehr als 38 Franken, was letztmals im Januar der Fall war. Mit dem jetzigen Kurs notiert die Aktie zudem auf einem markanten  Mehrjahreshoch, nachdem der Titel letztmals anfangs 2008 einen höheren Wert (38,42 Franken) verzeichnete.

+++

13:30

Der Countdown für den grössten Börsengang (IPO) der Geschichte läuft: SpaceX verkaufte rund 555,6 Millionen Aktien zum Ausgabepreis von 135 US-Dollar - und nahm damit 75 Milliarden US-Dollar ein. Nun kommen die Aktien in den Handel. SpaceX debütiert damit an der Börse wie geplant mit einer Bewertung von 1,77 Billionen Dollar.

Der Handel mit Derivaten im Vorfeld des Börsengangs von SpaceX deutet auf einen Kursgewinn zwischen 30 und 50 Prozent hin, da Privatanleger in Scharen auf den mit Spannung erwarteten Börsengang zuströmen. Im regulären Handel allerdings könnte es etwas dauern, bis der erste Kurs von SpaceX feststeht.

+++

12:55

Die US-Futures notieren vor dem Start im Plus:

Dow Jones: +0,5 Prozent
S&P 500: +0,4 Prozent
Nasdaq: +0,3 Prozent

+++

+++

12:15

Der US-Dollar schwächte sich am Vormittag deutlich ab und wird zurzeit bei 0,7951 Franken gehandelt. Am Donnerstag noch hatte der «Greenback» zu gleicher Stunde die Marke von 0,80 Franken kurz überschritten.

Auch der Euro notierte mit 1,1588 Dollar etwas höher als am frühen Morgen mit 1,1565. Das Euro/Franken-Paar tritt derweil bei Kursen von 0,9214 mehr oder weniger auf der Stelle.

+++

11:40

Die wichtigsten Schweizer Aktienindizes bauen ihre Gewinne im Tagesverlauf deutlich aus. Der Swiss Market Index (SMI) steht um 11.25 Uhr 1,52 Prozent höher auf 13'735,41 Punkten. Der SMIM der mittelgrossen Werte legt um 1,54 Prozent auf 3047,69 und der breite SPI um 1,47 Prozent auf 19'359,21 Stellen zu.

Was lange währt, wird nun offenbar endlich gut: Die Verhandlungen über eine Befriedung des Nahost-Konflikts stehen angeblich vor einem Durchbruch. An der Dialogfront ist es aber nicht nur US-Präsident Donald Trump, der ein baldiges Rahmenabkommen mit dem Iran in Aussicht stellt. Dieses Mal spricht auch die Islamische Republik von einem möglichen bevorstehenden Verhandlungsabschluss.

Vor allem die Aktien der Bauzulieferer lassen am Freitag an der hiesigen Börse ihre Muskeln spielen: Mit Sika (+5,9 Prozent), Holcim (+4,5 Prozent) und Geberit (+4,3 Prozent) führen gleich drei Vertreter aus diesem Wirtschaftszweig die Liste der SMI-Tagesgewinner an. Auch Amrize verteuern sich um 3,4 Prozent.

Auch Technologie- und KI-affine Werte wie ABB (+0,8 Prozent), Logitech (+1,6 Prozent), VAT (+1,4 Prozent) oder im breiten Markt AMS Osram (+6,1 Prozent) und Centiel (+2,1 Prozent) stehen mit dem nahenden Mega-Börsengang von SpaceX in den USA im Fokus der Investoren und laufen weiter nach oben.

Die positive Stimmung erfasst weite Kreise an der Börse. So klettern etwa auch verschiedene Finanzwerte wie die zuletzt stark gebeutelten Valoren der Partners Group (+1,7 Prozent), Julius Bär (+3,3 Prozent), oder UBS (+2,6 Prozent) deutlich in die Höhe. Letzter knackt am heutigen Tag die 38-Franken-Marke. Die Versicherer hinken indes etwas hinterher.

Auch die Schwergewichte tendieren deutlich fester - obschon defensive Werte in dieser Gemengelage üblicherweise nicht «en vogue» sind. Novartis (+0,7 Prozent), Roche (+1,0 Prozent) und Nestlé (+1,3 Prozent) tendieren nur knapp unter dem Markt.

Die Flut hebt zwar viele Boote - aber nicht jedes. Die Valoren von Lindt & Sprüngli verbilligen sich um 0,3 Prozent. Mit Goldman Sachs und Barclays haben gleich zwei grosse US-Häuser ihr Kursziel für den Schokoladehersteller gesenkt. Beide Banken zweifeln das Wachstumspotential der Kilchberger an und bleiben bei ihrer Verkaufsempfehlung.

Auch Swisscom büssen 0,6 Prozent ein, womit die Verliererliste des SLI bereits abschliessend aufgezählt wäre.

Einen Blick wert sind auch Aktien aus dem Tourismussektor, die von der Hoffnung auf ein Kriegsende gestützt werden. Die Aktien der Jungfraubahnen klettern um 2,2 Prozent und jene des Flughafens Zürich um 4,1 Prozent. Und die Papiere des Dutyfree-Konzerns Avolta kosten aktuell 4,0 Prozent mehr. AMS Osram ziehen um 5,9 Prozent an.

+++

11:25

Die Hoffnung auf ein Friedensabkommen im Nahen Osten beflügelt die zins- und konjunktursensiblen Bankenwerte. Im Dax gehören die Titel der Deutschen Bank und der Commerzbank ‌mit einem ⁠Plus von 5,4 und knapp vier Prozent zu den stärksten Werten. Die Papiere von UniCredit und Barclays rücken um fast fünf Prozent vor. ⁠Der europäische Bankenindex notiert in der Spitze vier Prozent höher und liegt auf dem höchsten Stand seit Anfang Februar.

Die Bankenwerte profitierten von einer nachlassenden Rezessionsangst, zudem verbessere ‌sich die Zinskurve, sagt ein Händler. Die EZB hatte am Donnerstag erstmals seit fast drei Jahren ‌die Leitzinsen angehoben - von 2,0 auf 2,25 Prozent. Sie ist damit ​die erste grosse Zentralbank, die ihre Geldpolitik als Reaktion auf den Ölpreissprung infolge des Iran-Krieges verschärft. Bundesbank-Präsident Joachim Nagel hält eine weitere Zinserhöhung im Juli für möglich.

+++

11:00

Die fallenden Ölpreise machen den Aktien europäischer Energiekonzerne zu schaffen. Die Titel von BP, TotalEnergies ‌und ⁠Shell fallen zwischen 4,2 und drei Prozent. Der europäische Branchenindex rutscht 2,8 Prozent ab. Spekulationen auf einen möglichen ⁠Friedensdeal im Iran-Krieg am Wochenende haben die Preise für Brent und WTI am Freitag um gut fünf Prozent auf 85,80 beziehungsweise ‌83,20 Dollar je Fass einbrechen lassen.

+++

10:40

Die Dax-Rallye nimmt Fahrt auf: Der deutsche Leitindex gewinnt ‌2,2 Prozent ⁠auf 24.753 Zähler. Gleichzeitig geben die Ölpreise immer weiter nach. Das Nordseeöl Brent und das ⁠US-Öl WTI verbilligen sich in der Spitze um gut vier Prozent auf 86,71 beziehungsweise 84,29 Dollar je ‌Fass, das ist der tiefste Stand seit Mitte April. ‌Anleger setzen auf einen baldigen Friedensdeal zwischen den ​USA und Iran. US-Präsident Donald Trump stellte zuletzt eine mögliche Einigung am Wochenende in Aussicht.

+++

10:30

Der Swiss Market Index (SMI) steht 1,59 Prozent höher. Derweil erreicht SPI ein neues Allzeithoch. Der hiesige Aktienmarkt profitiert nicht nur von den Verhandlungen im Nahen Osten, sondern auch vom weiterhin etwas schwächeren Franken. Bis auf Swisscom, die 0,6 Prozent tiefer stehen, legen alle anderen Titel deutlich zu.

+++

10:10

Die Erholung des US-Aktienmarktes seit Ende März war bemerkenswert. Nicht nur der Anstieg des S&P 500 um 13 Prozent innerhalb von zehn Wochen war beeindruckend, sondern noch mehr die Tatsache, dass dies bei nahezu unveränderten Bewertungen geschah , schreibt Karsten Junius, Chefökonom der Bank J. Safra Sarasin in einem Kommentar am Freitag. Der Grund für die deutliche Diskrepanz zwischen Performance und Bewertungen liegt in den Gewinnen. Die erwarteten Gewinne je Aktie (EPS) für die nächsten zwölf Monate sind in den USA seit Jahresbeginn um 16 Prozent gestiegen und haben damit das Tempo der Gewinnsteigerungen in den Vorjahren deutlich übertroffen. Im Jahr 2025 beispielsweise, einem Jahr mit recht starken Gewinnen, stiegen die Konsensprognosen für den Gewinn je Aktie innerhalb von zwölf Monaten um 14 Prozent. Dies wurde nun in der Hälfte der Zeit erreicht. Betrachtet man die letzten 30 Jahre, so erreichten nur Erholungen nach Rezessionen (2010, 2021) das Tempo und das Ausmass der Gewinnsteigerungen im Jahr 2026, so der Chefökonom weiter. 

+++

09:55

⁠Fallende Energiepreise angesichts der Friedenshoffnungen im Iran-Krieg schieben ⁠die Aktien aus dem Reise- und Touristiksektor an. Der Branchenindex notiert in ‌der Spitze fast vier Prozent ‌fester und liegt auf ​dem höchsten Stand seit Anfang Februar. Im MDax gehören TUI und die Titel der Lufthansa mit einem Plus von 6,5 beziehungsweise 5,4 Prozent zu den grössten Gewinnern. ‌Die Papiere der British-Airways-Mutter IAG und Air France-KLM rücken um 4,8 beziehungsweise 6,2 Prozent vor. Die Titel des Flugzeugbauers ​Airbus und des Triebwerksherstellers MTU gewinnen im ​Dax jeweils 3,5 Prozent.

+++

09:36

Die Absage geplanter US-Angriffe auf den Iran durch Donald Trump treibt zu Wochenschluss auch die Schweizer Börse in die Höhe. Der Swiss Market Index (SMI) gewinnt gegen 9.25 Uhr 1,02 Prozent auf 13'665,64 Punkte. Der SMIM der mittelgrossen Werte zieht um 1,23 Prozent auf 3038,54 und der breite SPI um 1,10 Prozent auf 19'288,02 Stellen an.

Nicht zuletzt fallende Ölpreise beflügeln die Märkte. Der US-Präsident begründete seine Kehrtwende mit laufenden Gesprächen, die die höchste Ebene der iranischen Führung erreicht hätten. Nach Trumps Darstellung sind Verhandlungen über eine Befriedung des Konflikts einem Durchbruch nahe.

Marktbeobachter denken derweil, dass Trump im Vorfeld des Börsengangs von SpaceX einer guten Börsenstimmung sicherlich nicht abgeneigt ist. Denn Elon Musk will mit dem Verkauf eines fünfprozentigen Anteils seines Raumfahrt-, Satelliten- und KI-Unternehmens rund 75 Milliarden US-Dollar einnehmen, was eine sagenhaft hohe Bewertung von insgesamt fast 1,8 Billionen Dollar ergeben würde. Gleichzeitig könnte der Rekord-Börsengang viel Liquidität im Sektor abziehen.

Die Ölpreise gaben mit den neuerlichen Versprechen für ein Friedensabkommen kräftig nach. Die Nordseesorte Brent etwa fiel deutlich unter die Marke von 90 US-Dollar je Barrel und kostete zuletzt 88,40 Dollar. Das ist der niedrigste Stand seit rund zwei Monaten. Laut Trump wird das Abkommen mit dem Iran die sofortige Wiedereröffnung der Strasse von Hormus beinhalten.

An einem an Nachrichten extrem armen Tag tendieren sämtliche Blue Chips fester. In die Pole-Position haben sich baunahe Werte gebracht; Marktbeobachter verweisen auf einen verteidigenden Kommentar der UBS und die Hoffnung auf ein Ende des Nahost-Konflikts. Aktuell verteuern sich Holcim um 2,8 Prozent, Amrize um 1,8 Prozent und Sika gar um 4,0 Prozent.

Auch Technologie- und KI-affine Werte wie ABB (+1,2 Prozent), Ams Osram (+2,0 Prozent) oder VAT (+1,0 Prozent) stehen mit dem nahenden Mega-Börsengang in den USA im Fokus der Investoren und laufen weiter nach oben.

Defensive Werte wären in dieser Gemengelage zwar nicht «en vogue», schütteln ihre frühen Abgaben aber ab. Novartis (+0,9 Prozent), Roche (+0,9 Prozent) und Nestlé (+0,8 Prozent) tendieren nur knapp unter dem Markt. Einzig Swisscom ziehen lediglich um 0,1 Prozent an.

Auch Lindt&Sprüngli tendieren mit plus 0,3 Prozent deutlich unter dem Markt. Mit Goldman Sachs und Barclays haben gleich zwei grosse US-Häuser ihr Kursziel für den Schokoladehersteller gesenkt. Beide Banken zweifeln das Wachstumspotential der Kilchberger an und bleiben bei ihrer Verkaufsempfehlung.

+++

09:09

Der Swiss Market Index (SMI) eröffnet 0,82 Prozent höher bei 13'638 Punkten. 15 von 20 SMI-Titeln legen zu. Die baunahen Werte Amrize, Geberit, Holcim und Sika gewinnen um mehr als 2 Prozent hinzu, ebenso wie Richemont. UBS können nicht ganz an die vorbörslichen Gewinne anschliessen und notieren 1 Prozent höher.

Am Ende des Tableaus im SMI finden sich Swisscom (-0,6 Prozent), Swiss Re (-0,5 Prozent) sowie Novartis (-0,2 Prozent). Die defensiven Nestlé, Roche und Zurich Insurance kommen ebenfalls nicht auf Touren und notieren nahezu unverändert. 

Bei den Small und Mid Caps stechen DocMorris mit einem Kursplus von 3,7 Prozent sowie Centiel mit 3,6 Prozent hervor.

+++

08:29

Neue Kursziele und Ratings für Schweizer Aktien:

Alcon: Citigroup senkt das Kursziel auf 82 von 90 Fr., das Rarting bleibt weiter Buy.

Burckhardt: Berenberg Bank geht beim Kursziel auf 670 von 720 Fr. und bestätigt Einstufung Kaufen. 

Centiel: Oddo BHF stuft das Rating auf Outperform von Neutral hoch und erhöht das Kursziel auf 8,15 von 5,30 Fr.

Centiel: Zürcher Kantonalbank erhöht fairen Wert auf 8,10 von 6,50 Franken mit einer unveränderten Einstufung Übergewichten. 

Comet: Zürcher Kantonalbank veranschlagt den fairen Wert bei 450 nach 370 Fr., bleibt bei Rating Übergewichten.

Lindt&Sprüngli: Goldman Sachs reduziert das Kursziel auf 95'000 von 100'000 Fr. mit einem unveränderten Sell-Rating. 

Partners Group: Jefferies senkt das Kursziel auf 760 von 1130 Fr., die Einstufung lautet weiterhin Hold.

Richemont: Bank of America erhöht das Kursziel auf 185 von 175 Fr. und belässt die Einstufung auf Buy.

SoftwareOne: Berenberg Bank erhöht Kursziel auf 10 von 9,40 Fr., weiterhin mit Buy. 

+++

08:06

Der Swiss Market Index (SMI) steht bei der Bank Julius Bär vorbörslich 1,0 Prozent höher. Alle 20 SMI-Titel notieren im Plus. UBS legen um 2,1 Prozent zu sowie Amrize und ABB um je 1,8 Prozent.

Bei den Mid Caps steht der SMIM 1,45 Prozent höher. Angeführt wird die Tabelle von AMS Osram mit einem Kursgewinn von 3,5 Prozent. Es folgen Huber+Suhner mit 2,7 Prozent und Swatch mit 2,1 Prozent. Am anderen Ende geben Rieter 1,3 Prozent nach und Polypeptide 0,3 Prozent. 

+++

07:32

Der Goldpreis hat sich am Donnerstagabend auf 4225 Dollar verbessert, nachdem er am frühen Donnerstagmorgen noch auf ein Sechs-Monatstief abgesunken war. Im asiatischen Handel kam es am Freitag zu kleineren Gewinnmitnahmen. Ebenso konnte der Bitcoin die Gewinne nicht weiter ausbauen und notiert unverändert. 

+++

07:21

Der Dax wird am Freitag der Kursentwicklung an den Terminmärkten zufolge fester in den Handel starten. US-Präsident ‌Donald ⁠Trump hat - wie schon oft in den vergangenen Wochen - eine ⁠baldige Verständigung mit dem Iran angekündigt. Ein Abschluss sei in den kommenden Tagen möglich, ‌erklärte Trump. Am Donnerstag hatte der ‌deutsche Leitindex leicht im Plus bei ​24.209,71 Punkten geschlossen. 

+++

07:16

Der Iran-Krieg sorgt beim Energietechnikkonzern Siemens Energy für zusätzliche Nachfrage nach Gasturbinen. Vor allem die Golfstaaten schrieben neue Gaskraftwerke aus, um ihre Energiesysteme zu stärken, sagte Vorstandsmitglied Karim Amin. Dies geschehe zu einer Zeit, in der die Hersteller wegen des massiven Ausbaus von Rechenzentren für Künstliche Intelligenz (KI) bereits mit Aufträgen überflutet seien. Die Nachfrage durch sogenannte Hyperscaler, die Betreiber riesiger Rechenzentren, sei ungebrochen. Entsprechend dürfte auch das Geschäft von Accelleron weiter brummen. 

+++

06:22

Der Swiss Market Index (SMI) wird von der IG Bank vor dem Handelsstart 1,03 Prozent höher indiziert. 

Nach Verhandlungsfortschritten im Iran-Konflikt und einer weniger alarmierenden US-Inflation hängt die Aktienrallye an den Märkten davon ab, ob die neuen SpaceX-Aktien erfolgreich aufgenommen werden können. Die Märkte müssen dabei auch die gewisse KI-Müdigkeit der Investoren überwinden.

Bei SpaceX seien die «animal spirits» vorhanden, so die Meinung an der Wall Street. Für die US-Finanzmärkte ist das IPO wegen der Grösse ein verschärfter Test und könnte zu zusätzlicher Volatilität führen. Mehr als 20 ETF-Produkte mit Bezug zu SpaceX wurden bereits aufgelegt, darunter gehebelte und inverse Fonds. Dadurch wird der Börsengang nahezu unmittelbar zu einem Faktor, der die Marktindizes bewegen kann.

+++

06:16

Die Aussicht auf ein baldiges Friedensabkommen im Nahen Osten hat die asiatischen Aktienmärkte am Freitag kräftig angetrieben. Der breit gefasste MSCI-Index für asiatisch-pazifische Aktien ausserhalb Japans stieg um 3,2 Prozent, angeführt von einem Kurssprung von 7,4 Prozent beim südkoreanischen ‌Kospi. In ⁠Tokio kletterte der Leitindex Nikkei um 4,06 Prozent auf 66.822,56 Punkte, und der breiter gefasste Topix gewann 2,2 Prozent auf 3914,74 Zähler. ⁠Auch in China griffen die Anleger zu: Der Blue-Chip-Index CSI300 legte um ein Prozent zu, während der Hang-Seng-Index in Hongkong ein Plus von 1,3 Prozent verzeichnete.

Auslöser für ‌die Kauflaune waren Äusserungen von US-Präsident Donald Trump, wonach bereits an diesem Wochenende ein Friedensvertrag mit ‌dem Iran unterzeichnet werden könnte. Dies würde die für den Welthandel ​wichtige Strasse von Hormus wieder für die Schifffahrt öffnen. «Dies sieht vielleicht etwas greifbarer aus als das, was wir bisher hatten», sagte Ray Attrill, Devisenstratege bei der National Australia Bank. «Wenn wir etwas aus dem Iran hören, das positiv klingt, werden sich die Chancen eindeutig dramatisch wenden.» Zwar erklärte die Regierung in Teheran, es sei noch keine endgültige Entscheidung gefallen, doch die Investoren zeigten sich äusserst optimistisch.

An der Börse ‌in Tokio profitierten vor allem Technologiewerte von der gestiegenen Risikobereitschaft. Die Aktien der Chip-Ausrüster Advantest und Tokyo Electron sprangen um 8,8 beziehungsweise 10,49 Prozent in die Höhe. Der Speicherchip-Hersteller Kioxia gewann 5,94 Prozent, und der Technologieinvestor SoftBank legte um 3,34 Prozent zu. Zu den Verlierern zählten hingegen ​der Personaldienstleister Recruit Holdings und der Elektronikkonzern Sony, die jeweils mehr als ein Prozent einbüssten. Unterdessen kündigte die ​japanische Finanzministerin Satsuki Katayama an, das Angebot an Staatsanleihen für Privatanleger ausweiten zu ​wollen.

+++

06:12

Am asiatischen Devisenmarkt stabilisierte sich die US-Währung nach den jüngsten Verlusten, wobei Händler weiterhin auf mögliche Interventionen der japanischen Behörden rund um die psychologisch wichtige Marke von 160 Yen ‌achteten. Im asiatischen Devisenhandel gewann der Dollar 0,2 Prozent auf 160,28 Yen und gab 0,1 Prozent auf 6,7651 Yuan nach. Zur Schweizer Währung notierte er 0,2 Prozent höher bei 0,7959 Franken. Parallel dazu fiel der Euro um 0,1 Prozent auf 1,1564 Dollar und zog leicht auf ​0,9204 Franken ​an.

+++

06:06

Die Aussicht auf eine geopolitische Entspannung im Nahen Osten drückte die ⁠Ölpreise auf ein Zweimonatstief. Zudem senkte die US-Bank Goldman Sachs ihre Preisprognose für ​2027 auf 80 Dollar pro Barrel ⁠und verwies dabei auf ein steigendes Angebot sowie eine schwächere Nachfrage, da China verstärkt auf Elektroautos setze. Am Rohstoffmarkt verbilligte sich die Rohöl-Sorte ‌Brent aus der Nordsee um 1,2 Prozent auf 89,32 Dollar je Barrel (159 Liter). Das US-Öl WTI notierte 1,1 Prozent schwächer bei 86,76 Dollar.

+++

00:05

Die Absage geplanter US-Angriffe auf den Iran durch Donald Trump hat die New Yorker Börsen am Donnerstag euphorisiert. Die schon davor gute Entwicklung begründete Julian Emanuel von Evercore ISI mit der Angst vieler Anleger am Vorabend des Börsengangs von SpaceX, künftige Kursgewinne zu verpassen.

Vor allem die zuletzt gebeutelten Technologiewerte waren gefragt: Der techlastige Auswahlindex Nasdaq 100 baute seine Gewinne deutlich aus. Zum Handelsende stand er 3,29 Prozent im Plus bei 29'446,18 Punkten. Für den Leitindex Dow Jones Industrial ging es um 1,86 Prozent auf 50'848,75 Punkte hoch. Der marktbreite S&P 500 gewann 1,75 Prozent auf 7394,30 Punkte. Damit machten die Indizes den schwachen Vortag fast wieder wett. Die Ölpreise gaben kräftig nach.

US-Präsident Trump begründete die Kehrtwende auf seiner Online-Plattform Truth Social mit laufenden Gesprächen, die die höchste Ebene der iranischen Führung erreicht hätten. Nach seiner Darstellung sind Verhandlungen über eine Befriedung des Konflikts einem Durchbruch nahe. Gespräche und endgültige Punkte seien im Detail von allen beteiligten Parteien gebilligt worden. Trump stellte sogar die Unterzeichnung eines Abkommens in Aussicht - Zeitpunkt und Ort würden in Kürze bekannt gegeben, womöglich könne am Wochenende in Europa unterzeichnet werden.

Dass Teheran einem Medienbericht zufolge Verhandlungsfortschritte dementierte und die Positionen der Konfliktparteien in wichtigen Fragen zuletzt deutlich auseinanderlagen, trübte die Stimmung am US-Markt nicht. Zur Wochenmitte hatten Trumps Drohungen gegen den Iran sowie weitere Gewinnmitnahmen im Halbleitersektor noch kräftig auf die Kurse gedrückt.

Derweil dürfte der SpaceX-Börsengang das Anlegerinteresse an Unternehmen mit Bezug zum Boom-Thema Künstliche Intelligenz (KI) auf eine ernsthafte Probe stellen. Tesla-Chef Elon Musk will mit dem Verkauf eines fünfprozentigen Anteils seines Raumfahrt-, Satelliten- und KI-Unternehmens rund 75 Milliarden US-Dollar einnehmen, was eine sagenhaft hohe Bewertung von insgesamt fast 1,8 Billionen Dollar ergeben würde. Der Ausgabepreis wurde auf 135 US-Dollar je Aktie festgelegt. Am Vortag hatte die Nachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf informierte Personen berichtet, dass die Nachfrage nach den Papieren mehr als viermal so hoch sei wie das Angebot.

Nach Geschäftszahlen des Branchenvertreters Oracle hielt der Abwärtstrend im Softwarebereich am Donnerstag an. Hingegen waren Halbleitertitel nach den gestrigen Gewinnmitnahmen wieder gefragt. Die Experten des Analysedienstes Vital Knowledge attestierten Oracle zwar ein ordentliches Quartal. Sie monierten aber anhaltend hohe Geldabflüsse für den Aufbau von Kapazitäten für den wachsenden Auftragsbestand. Mit einem Kursrutsch von 8,5 Prozent beschleunigten die Aktien die Talfahrt der vergangenen Tage.

Für die Titel der Branchenkollegen Adobe, Salesforce und Microsoft ging es um bis zu 6,3 Prozent bergab. Adobe legt nach US-Börsenschluss selbst Zahlen für das vergangene Quartal vor.

Die höheren Ausgaben von Oracle für Rechenzentren setzten Anleger offenbar gleich mit einer weiter kräftigen Nachfrage nach Halbleitern. Im Nasdaq 100 belegten KLA, Lam Research und Micron mit Kursgewinnen von bis zu 12,9 Prozent die vorderen Plätze.

Intel profitierte mit plus 9,3 Prozent auch davon, dass die Bank of America bei ihrer Einschätzung der Aktie eine Kehrtwende vollzog und zum Kauf rät. Analyst Vivek Arya ist nun optimistischer für die Chancen der Kalifornier in den Bereichen Prozessoren und Auftragsfertigung.

(cash/AWP/Bloomberg/Reuters)

Thomas Daniel Marti
Thomas MartiMehr erfahren