12:55

Die Futures auf die US-Aktienmärkte notieren mit leichten Abschlägen:

- Dow Jones: -0,26 Prozent

- S&P 500: -0,06 Prozent

- Nasdaq 100: -0,07 Prozent

Der Swiss Market Index pendelt derweil um die Nulllinie, während der breite Markt, gemessen am SPI, mit 0,1 Prozent leicht im Plus liegt. 

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12:45

Nach den Gewinnen am Vortag haben die europäischen Börsen ihre Erholung am Donnerstag fortgesetzt. Die anfänglichen Verluste und das überschaubare Plus zeugten allerdings von der Vorsicht der Marktteilnehmer. «Zwar führen die militärischen Schläge der USA zu nachlassenden Raketenangriffen des Iran», sagte Marktanalyst Andreas Lipkow vom Broker CMC Markets. «Dennoch bleibt die Lage angespannt und die Strasse von Hormus das Nadelöhr für die globale Konjunktur.»

Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 stieg am Mittag um 0,33 Prozent auf 5890,2 Punkte. Ausserhalb der Eurozone legte der britische Leitindex FTSE 100 zuletzt um 0,4 Prozent auf 10'609,9 Punkte zu. Der Schweizer SMI tendierte dagegen kaum verändert.

Die Vorsicht spiegelte sich nicht zuletzt in den Verlusten des Reise- und Freizeitsektors wider. Die jüngste Erholung der Anfang der Woche wegen des Iran-Krieges unter Druck gekommenen Branche nahmen Anleger zum Anlass, zu verkaufen.

Zu den schwächeren Sektoren zählten auch die Konsumwerte. Hier standen Aktien von Reckitt unter Druck. Nach neuen Zahlen sank der Wert um 4,3 Prozent. Er fiel damit auf den tiefsten Stand im laufenden Jahr. Die Analysten von Bernstein lobten zwar die Resultate für das vierte Quartal. Doch James Edwardes Jones von der kanadischen Bank RBC verwies auf den lediglich durchwachsenen Ausblick. So habe der Hersteller von Reinigungsmitteln und Haushaltsprodukten darauf hingewiesen, dass das erste Quartal des laufenden Jahres nicht allzu stark werden dürfte.

Etwas besser sah es bei den Technologiewerten aus. Sie profitierten von den Vorgaben der Wall Street und aus Asien. Der US-Halbleiterkonzern Broadcom hatte sich zudem für das laufende zweite Quartal optimistisch geäussert. Zudem legten SAP zu. «Seit dem Start der US-Operation 'Epische Wut' stehen Software-Aktien plötzlich wieder auf der Kaufliste der Anleger», merkte Jochen Stanzl, Chefmarktanalyst der Consorsbank, dazu an.

Auch Ölwerte waren gefragt. Der Ölpreis hatte den mit Beginn des Iran-Krieges gestarteten Höhenflug fortgesetzt. Seit dem Beginn der Angriffe der USA und Israels gegen den Iran am Wochenende hat sich Brent-Öl um mittlerweile etwa 16 Prozent verteuert. Am Dienstag wurde bei 85,12 Dollar zeitweise der höchste Stand seit Juli 2024 erreicht.

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11:55

Am Schweizer Aktienmarkt hat sich am Donnerstag im Vormittagshandel ein recht volatiler Handel gezeigt. Die Nervosität angesichts des Iran-Kriegs ist weiterhin hoch. Es sei derzeit sehr schwer abzuschätzen, wie weit die Eskalationsspirale noch gedreht werde. Zuletzt kam positive Bewegung in die Märkte angesichts eines Posts des stellvertretenden iranischen Aussenministers auf der Plattform X. Demzufolge sei der Iran bereit, sein Atomprogramm aufzugeben, wenn die USA ein attraktives Alternativangebot unterbreiteten.

«Bei den kleinsten Hinweisen auf ein Ende des Konflikts gibt es sofort Gewinne, andersherum sind die Verluste bei neuen Hiobsbotschaften ebenfalls hoch», kommentierte ein Händler. Die Stimmung sei fragil und noch gebe es keine wirklichen Anzeichen für ein nahes Ende des Konflikts. Trotz des klaren Fokus auf der unsicheren Lage im arabischen Raum dürten auch die anstehenden Konjunkturdaten am Nachmittag Beachtung finden. Vor dem morgigen offiziellen US-Arbeitsmarktbericht stehen am heutigen Nachmittag noch die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe im Fokus. Und aktuell werde jedes Datenfragment auf die Goldwaage gelegt, so der Tenor am Markt.

Die seit dem Kriegsbeginn stark gestiegenen Ölpreise bleiben auch weiter auf hohem Niveau, wenn auch die Rekordstände nicht mehr ganz erreicht wurden. «Trotz der von Trump angekündigten Absicherung der Öltanker ist der Verkehr in der Strasse von Hormus aktuell völlig zum Erliegen gekommen», sagte ein weiterer Börsianer.

Dies sei gerade für viele asiatische Länder ein grosses Problem. So müsse beispielsweise Südkorea 97 Prozent seiner Energie importieren - einen Grossteil davon durch die Strasse von Hormus. «Und an den massiven Schwankungen des dortigen Aktienindex Kospi um rund 12 Prozent nach unten und oben sieht man, dass die Lage derzeit alles andere als gut ist», heisst es von Experten.

Auch hierzulande zeigen die Indizes eine erhöhte Volatilität. So schwankte der Leitindex SMI im Vormittagshandel zwischen 13'388 und 13'558 Punkten, gegen 11.50 Uhr lag er mit 0,03 Prozent auf 13'506 Punkte leicht im Plus. Gewinner und Verlierer halten sich in etwa die Waage. Der SMIM-Index für die mittelgrossen Werte zieht derweil um 0,44 Prozent auf 3084,32 Punkte an und der breite SPI steht mit 0,02 Prozent auf 18'623 Punkte leicht grünen Bereich.

Von den Bluechips gibt es am heutigen Handelstag keine stark treibenden Nachrichten. Holcim (+1,48 Prozent) liegen an der Spitze im SMI zu und stützen sich damit auf einen Analystenkommentar von Barclays. Am Indexende bekommen derweil Kühne+Nagel (-1,8 Prozent) die auf der ganzen Branche lastenden Sorgen wegen des Nahostkonflikts und den Auswirkungen auf den globalen Handel zu spüren. Hinzu kommen Zahlen von Konkurrent DHL.

Indes überstrahlen Galderma (+7,3 Prozent) bei den Midcaps nach ihren Jahreszahlen die ansonsten etwas gedämpfte Stimmung. Vor allem der positive Ausblick getragen vom Hoffnungsträger Nemluvio kommt gut an.

In Sippenhaft mit der Konkurrenz werden derweil Sonova (-4,0 Prozent) genommen. Der italienische Hörgerätehersteller Amplifon hatte einen Gewinnrückgang vermeldet, was dessen Aktien in Mailand auf Talfahrt schickte.

Uneinheitlich entwickeln sich Technologietitel nach guten Zahlen von Apple-Zulieferer Broadcom. So verlieren VAT (-1,2 Prozent), während Comet (-0,1 Prozent), AMS Osram (+4,1 Prozent) und Inficon (+1,2 Prozent) zulegen.

Unter den kleineren Werten legten zahlreiche Unternehmen ihre Zahlen vor. Auf positives Echo stiess dabei der Umsatzsprung von Wisekey (+12,5 Prozent). Gefragt sind auch die Titel des Haushaltsgeräteherstellers V-Zug (+1,5 Prozent), obwohl sich die Profitabilität massiv verschlechterte.

Hingegen enttäuschten Cicor (-9,8 Prozent) mit dem Ausblick. Bei Bossard (-5,1 Prozent) lösten die in etwa wie erwartet ausgefallenen Ergebnisse ebenfalls keine Begeisterungsstürme aus.

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11:30

Die Störung von Lieferketten durch den Nahost-Konflikt könnte die Preise für Aluminium Experten zufolge weiter nach oben treiben. Der meistgehandelte Aluminiumkontrakt an der Shanghaier Terminbörse ‌stieg ⁠am Donnerstag zeitweise um 3,5 Prozent auf 25.365 Yuan pro Tonne. Der richtungsweisende Dreimonats-Aluminiumpreis an ⁠der Londoner Metallbörse stieg in der Spitze zunächst um 1,7 Prozent auf 3400,50 Dollar pro Tonne, anschliessend schmolz ‌das Plus jedoch ab. Anleger machten Kasse, nachdem der ‌Preis am Mittwoch den höchsten Stand seit fast ​vier Jahren markiert hatte. Im Vergleich zum Vorwochenschluss ist er um knapp sechs Prozent in die Höhe geschnellt.

Je länger die Strasse von Hormus blockiert bleibt, desto stärker könnten die Preise steigen, sagen Experten. Die Analysten von Citi und JP Morgan halten es für ‌möglich, dass der Preis im Zuge des Krieges auf 4000 Dollar steigen könnte. «Eine länger anhaltende Beeinträchtigung der Strasse von Hormus könnte die Versorgung belasten, weil sie sowohl die Anlieferung ​der für die Aluminiumherstellung benötigten Vorprodukte Tonerde und Bauxit als auch die ​Ausfuhr von raffiniertem Aluminium erschwert», sagte Ulrich Stephan, Chefanlagestratege ​für Privat- und Firmenkunden bei der Deutschen Bank. Besonders in Europa wäre das spürbar, da rund 30 ‌Prozent der Aluminiumimporte aus der Golfregion stammten. Von dort wurden im vergangenen Jahr acht Prozent des weltweiten Aluminiumbedarfs geliefert.

Der Iran hat die für den Welthandel wichtige Wasserstrasse unter seiner Kontrolle ​und Tanker ​angegriffen. Die Meerenge verbindet den Persischen Golf ⁠im Norden mit dem Golf von Oman im Süden ​und dem Arabischen Meer. ⁠An ihrer engsten Stelle ist sie 33 Kilometer breit. Alba, in Bahrain ansässiger ‌Betreiber einer der weltweit grössten Aluminiumhütten, hatte die Lieferungen eingestellt, da der Schiffsverkehr nahezu zum Erliegen gekommen ist. Norsk Hydro hat das Aluminium-Joint-Venture in Katar kontrolliert ‌stillgelegt. Beide beriefen sich auf höhere Gewalt (Force Majeure). «Bei zwei Produzenten in ​der Golfregion ist nun höhere Gewalt eingetreten, was einen klaren Wandel von einem Risiko zu einer tatsächlichen Störung markiert», sagten die Analysten von Citi.

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11:24

Ein pessimistischer Ausblick infolge des Iran-Konflikts zieht die Aktien von Wizz Air nach unten. Die Titel der Billigairline rutschen in London zeitweise um fast acht Prozent ab. Wizz Air teilte am Mittwochabend mit, dass der Krieg im Nahen Osten den ‌Nettogewinn für das ⁠Geschäftsjahr 2026 um etwa 50 Millionen Euro schmälern wird. Das Unternehmen hatte Ende Januar eine Prognose für das Geschäftsjahr 2026 abgegeben, die von einem Verlust von 25 Millionen Euro bis zu ⁠einem Gewinn von 25 Millionen Euro reichte.

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11:02

Sowohl der SMI als auch der SPI legen im Verlauf des Morgens zu und tendieren derzeit in der Gewinnzone. 

Gegen 10.50 Uhr notiert der Schweizer Leitindex 0,15 Prozent im Plus bei 13'530 Punkten, nachdem er zuvor bis zu 0,75 Prozent nachgab. Auch der breite Markt arbeitet sich nach einem verhaltenen Start weiter vor und notiert +0,22 Prozent im Plus.

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10:04

Die Papiere von Cicor zählen am Donnerstag im Vormittagshandel zu den grössten Verlierern.

Mit seinen Jahreszahlen konnte der Elektronikkonzern die Erwartungen zwar erfüllen, der Ausblick für 2026 enttäuscht hingegen am Markt.

Gegen 09.40 Uhr verlieren die Papiere von Cicor 7,9 Prozent auf 146,00 Franken. Der Gesamtmarkt gemessen am SPI steht derweil mit 0,6 Prozent im Minus. Im bisherigen Jahresverlauf stehen die Valoren von Cicor damit aber immer noch gut 15 Prozent höher. Die im Februar gestartete Erholung nach dem Einbruch im Dezember 2025 büsst jedoch an Schwung ein.

Mit seinem Ergebnis für 2025 hat Cicor die Erwartungen der Analysten mehrheitlich erfüllt, oder sogar leicht übertroffen. Die Zahlen boten aufgrund der Gewinnwarnungen im Dezember und einer weiteren Einengung Anfang 2026 auch kaum Überraschungspotenzial.

Für die UBS kommt das Minus dennoch nicht überraschend. Der Grund ist der Ausblick. Aufgrund der Senkungsrisiken für die Konsenserwartungen 2026 rechnete der zuständige Analyst mit einer erhöhten Volatilität. Seine Kaufempfehlung revidierte er jedoch nicht. Auch der Analyst von Baader Helvea attestierte ein Risiko für eine Senkung beim EBITDA-Konsens um 5 bis 10 Prozent.

«Die 2026 EBITDA-Guidance erachten wir als konservativ, mit der Chance auf Nachbesserung», heisst es bei ZKB-Analyst Bernd Laux etwas positiver. Er erachtet die Papiere, ebenso wie die meisten anderen Analysten, auch weiterhin als attraktiv bewertet.

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09:40

Nach seinem jüngsten Erholungskurs ist der Dax am Donnerstag wieder unter Druck geraten. Der deutsche Leitindex verlor 0,7 Prozent ‌auf 24'046 ⁠Zähler. «Die Schwankungen an den Börsen bleiben hoch und das wird wohl auch ⁠noch für einige Zeit so bleiben», prognostizierte Thomas Altmann von QC Partners mit Blick ‌auf den Krieg in Nahost. Für Nervosität sorgt vor ‌allem der steigende Ölpreis. «Je länger dieser ​Krieg und die Blockade der Strasse von Hormus dauern, desto grösser wird die Auswirkung auf die weltweite Energieversorgung», erläuterte Altmann.

Seit Wochenbeginn sind die Preise für das Nordseeöl Brent und WTI um jeweils mehr als 16 Prozent ‌nach oben geschnellt. Die Wasserstrasse von Hormus ist eine wichtige Transportader für rund ein Fünftel der weltweiten Öl- und LNG-Versorgung. Aktuell ist der Schiffsverkehr hier eingestellt. Iranische ​Streitkräfte haben Öltanker in oder nahe der Strasse von ​Hormus angegriffen.

Zu den grössten Verlierern im Dax ​zählten die Aktien von DHL, die mehr als fünf Prozent nachgaben. Der Umsatz sank 2025 ‌unter anderem wegen schrumpfender Sendungsvolumina der wichtigen Express-Sparte in die USA um 1,6 Prozent auf 82,9 Milliarden Euro, der operative Gewinn (Ebit) legte dagegen dank der ​Einsparungen um ​3,7 Prozent auf 6,1 Milliarden ⁠Euro zu.

Bei Merck fanden die Anleger nur ​schwer eine Richtung. Der ⁠Pharma- und Technologiekonzern stellt sich im laufenden Jahr wegen des Patentverlusts für ‌ein wichtiges Medikament und starker Währungseffekte auf einen Ergebnisrückgang von bis zu zehn Prozent ein. Die Aktien schwankten zwischen einem Plus ‌von 2,8 und einem Minus von einem Prozent. Im MDax ​ging es für die Aktien von Ströer trotz eines Rekordumsatzes um mehr als sechs Prozent bergab. 

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09:27

Der Ölpreis hat am Donnerstag den mit Beginn des Iran-Krieges gestarteten Höhenflug fortgesetzt. Im frühen Handel wurde Brent-Öl aus der Nordsee mit Lieferung im Mai zu 84,05 US-Dollar je Barrel (159 Liter) gehandelt. Das sind etwas mehr als drei Prozent über dem Niveau vom Vorabend. Seit dem Beginn der Angriffe der USA und Israels gegen den Iran am Wochenende hat sich Brent-Öl um mittlerweile etwa 16 Prozent verteuert. Am Dienstag wurde bei 85,12 Dollar zeitweise der höchste Stand seit Juli 2024 erreicht.

Die Strasse von Hormus, durch die ein grosser Teil des globalen Ölhandels verlauft, bleibt die Hauptsorge des Marktes. Der Schiffsverkehr durch diese Wasserstrasse ist nahezu zum Erliegen gekommen. Die faktische Blockade der Wasserstrasse hat die Rohöllieferungen aus dem Iran sowie von anderen Produzenten am Persischen Golf unterbrochen und Förderländer gezwungen, ihre Produktion zu drosseln.

Zuletzt haben iranischen Revolutionsgarden einen Angriff auf einen Öltanker im Norden des Persischen Golfs gemeldet. Auf dem Webportal der Garden heisst es, das Schiff stehe in Flammen. Die Revolutionsgarden erneuerten ihre Drohung, im Kriegsfall die Strasse von Hormus zu kontrollieren. Schiffe der USA, Israels, europäischer Staaten und ihrer Verbündeten hätten keine Erlaubnis für eine Durchfahrt und würden angegriffen.

Sollte es zu weiteren Angriffen auf Öltanker oder auf die Infrastruktur der Ölindustrie oder zu längeren Störungen der Ölindustrie in der Region kommen, könnten die Preise wieder stark ansteigen, heisst es von Analysten des Handelshauses Phillip Nova aus Singapur.

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09:15

Der Schweizer Aktienmarkt eröffnet am Donnerstag mit Abschlägen. Das beherrschende Thema bleibt der Iran-Krieg und die damit sehr unsichere Lage im arabischen Raum. Auch die US-Vorgaben geben keine Unterstützung. Zwar hatten die dortigen Indizes wie auch die Märkte hierzulande einen leichten Erholungsversuch gestartet, sich nach Börsenschluss in Europa aber kaum mehr bewegt. Vage Zeitungsberichte über die Bereitschaft des Iran zum Ende des Kriegs liessen ein wenig Hoffnung aufkommen.

Derweil zieht der noch keine Woche andauernde Krieg immer weitere Kreise und mit einer Rakete in Richtung des Nato-Landes Türkei droht eine neue Eskalationsstufe. «Die Investoren bleiben nervös und das dürfte sich auch in den kommenden Tagen in einer hohen Volatilität bei Aktien, Rohstoffen und Währungen zeigen», kommentierte ein Händler. Es sei derzeit sehr schwer abzuschätzen, wie weit die Eskalationsspirale noch gedreht werde. Vor dem morgigen offiziellen US-Arbeitsmarktbericht stehen am heutigen Nachmittag noch die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe im Fokus. Und aktuell werde jedes Datenfragment auf die Goldwaage gelegt, so der Tenor am Markt.

Der im Brennpunkt stehende Ölpreis hat seinen massiven Höhenflug seit Ausbruch des Krieges zunächst nicht mehr so rasant fortgesetzt. Mit rund 83,50 Dollar für die Sorte Brent bliebt der Preise unterhalb der jüngsten Höchststände (85,12 USD), aber immer noch deutlich über dem Niveau von letzter Woche.

Der SMI notiert gegen 09.10 Uhr um 0,40 Prozent tiefer bei 13'452 Punkten. 14 der 20 Titel stehen im Minus.

Der breite Markt, gemessen am SPI, dreht nach vorbörslichen Aufschlägen ebenfalls ins Minus mit -0,39 Prozent auf 18'547 Punkte. Hier fällt vorallem der Anstieg bei Galderma (+7,2 Prozent) nach Jahreszahlen auf. Die Hautspezialistin hat die Erwartungen erfüllt und einen sehr zuversichtlichen Ausblick gegeben. Zudem wurde das Mittelfristziel für den Spitzenumsatz des Hoffnungsträgers Nemluvio verdoppelt.

Bei den weiteren SMIM-Werten schaffte Bossard (-0,4 Prozent) mit einem stabilen Gewinn und einer unveränderten Dividende quasi eine Punktlandung im Vergleich mit den Schätzungen.

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08:25

Die Börsen in Asien haben sich am Donnerstag nach den starken Verlusten der Vortage deutlich erholt. Die Nervosität blieb allerdings gross wegen der Spannungen im Nahen Osten und der Unsicherheit über den wichtigen Öltransportweg durch die Strasse von Hormus.

In Tokio stieg der Leitindex Nikkei um rund 2,8 Prozent, nachdem er am Vortag noch deutlich gefallen war. Auch andere Märkte legten kräftig zu: In Taipeh gewann die Börse mehr als drei Prozent, während der südkoreanische Kospi um gut zehn Prozent nach oben schoss. Am Tag zuvor hatte der Index noch einen historischen Einbruch von zwölf Prozent verzeichnet.

Besonders stark erholten sich Technologiewerte: Die Speicherchip-Hersteller Samsung Electronics und SK Hynix verteuerten sich um rund zwölf Prozent. Analysten sprechen von einer technischen Gegenbewegung nach den massiven Verkäufen zuvor. Die grundlegende Lage der asiatischen Halbleiterunternehmen habe sich nicht verändert. Unterstützung kam auch von der Wall Street, wo besser als erwartete US-Konjunkturdaten die Kurse gestützt hatten.

Auch Chinas Börsen legten zu. Investoren richten ihren Blick dort auf die jährlichen politischen Beratungen in Peking, bei denen die Regierung für 2026 ein Wirtschaftswachstum von 4,5 bis 5 Prozent in Aussicht stellte. Weitere Massnahmen zur Stützung der Wirtschaft werden erwartet.

Trotz der Erholung bleiben die Märkte nervös. Anleger verfolgten weiterhin aufmerksam die Entwicklung im Nahen Osten und die Ölpreise. Steigende Energiepreise könnten die Kosten vieler Unternehmen erhöhen.

Unterdessen stiegen die Ölpreise erneut. Der Preis für ein Fass der Nordseesorte Brent kletterte um rund drei Prozent auf knapp 77 Dollar, während US-Öl der Sorte WTI um etwa 2,5 Prozent auf gut 83 Dollar zulegte. Auslöser bleibt die Blockade der Strasse von Hormus, durch die rund ein Fünftel des weltweiten Öl- und Flüssiggastransports läuft. Die USA stellten zwar eine mögliche Eskorte für Tanker in Aussicht, während der Iran erklärte, die Kontrolle über die Passage zu haben.

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08:20

Neue Kursziele und Ratings für Schweizer Aktien:

- Bucher: UBS erhöht auf 385 (373) Franken mit «Neutral»

- Amrize: Barclays erhöht auf 45 (43) Franken mit «Equalweight»

- Kühne+Nagel: UBS erhöht auf 177 (161) Franken mit «Neutral»

- Oerlikon: Julius Bär erhöht auf 4,10 (3,20) Franken mit «Hold»

- Holcim: Barclays senkt auf 87 (89) Franken mit «Overweight»

- Adecco: Goldman Sachs senkt auf 36,40 (42,50) Franken mit «Buy»

- Schweiter: Baader Helvea erhöht auf 289 (229) Franken mit «Add»

08:10

Der Schweizer Aktienmarkt, gemessen am SMI, fällt im vorbörslichen Handel bei der Bank Julius Bär ins Minus. Knapp eine Stunde vor Handelsbeginn tendiert der Swiss Market Index 0,15 Prozent tiefer bei 13'490 Punkten. Dabei verzeichnen 19 von 20 SMI-Titeln Abschläge.

Die Abschläge bewegen sich in einer engen Spanne. Dabei stehen die Valoren von Roche mit -0,25 Prozent am deutlichsten im Minus. Die übrigen Titel notieren zwischen -0,23 Prozent (Sika und UBS) bis -0,10 Prozent (Swisscom). Einzig die Valoren von Richemont vermögen im vorbörslichen Handel zu überzeugen mit einem Plus von 0,72 Prozent.

Der breite Markt hingegen dürfte höher in den Börsentag starten. Dabei fallen die Aktien von Cosmo (+0,82 Prozent) und Galderma (+3,84 Prozent) nach Zahlen positiv auf.

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07:57

Am Devisenmarkt bleibt die Lage angesichts des anhaltenden Kriegs in Nahost angespannt. Eine wirkliche Entspannung ist nicht in Sicht und Anleger fragen sich, wie weit die Eskalationsspirale noch gedreht wird.

Für die Schweiz gebe es zwei Seiten der Medaille, heisst es in einem Bericht der Commerzbank. Unter dem Strich dürfte der Konflikt laut den Analysten an der tiefen Teuerung nichts ändern, da der Franken aufgrund der Risikoaversion an den Märkten weiter erstarke. Entsprechend seien die steigenden Ölpreise nur die Kehrseite.

Dennoch möchte die Schweizerische Nationalbank (SNB) wohl kein Risiko eingehen. Entsprechend hätten sie am Mittwoch an einer Medienveranstaltung erneut ihre «erhöhte Bereitschaft zu Interventionen am Devisenmarkt betont. »Derartige Warnungen von der SNB sind selten", so die Coba-Experten. Der nächste Schritt dürfte dann wohl eine aktive Invervention sein.

Mit Blick auf die Kurse hielt sich das Euro/Frankenpaar mit 0,9060 am frühen Morgen weitgehend stabil, während das Dollar/Frankenpaar mit 0,7810 wieder leicht stieg. Derweil sank der Euro zum US-Dollar mit 1,1599 wieder knapp unter die Marke von 1,16.

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07:42

Versorgungsängste ⁠wegen des Krieges in Nahost treiben den Ölpreis ‌am Donnerstag erneut deutlich ‌nach oben. ​Das Nordseeöl Brent und das US-Öl WTI verteuern sich in der Spitze um mehr als vier Prozent auf 84,74 ‌beziehungsweise 78,09 Dollar je Fass.

Die Sorgen konzentrierten sich auf den Lieferfluss durch die ​Strasse von Hormus, schrieben die ​Analysten der ANZ in ​einem Kommentar. Die Wasserstrasse ist eine wichtige Transportader ‌für rund ein Fünftel der weltweiten Öl- und LNG-Versorgung. Aktuell ist der ​Schiffsverkehr ​hier eingestellt. Iranische Streitkräfte ⁠haben Öltanker in oder ​nahe der ⁠Strasse von Hormus angegriffen.

Seit Wochenbeginn ‌sind die Preise für Brent und WTI um jeweils mehr als ‌16 Prozent nach oben geschnellt.

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07:22

Der Dax wird Berechnungen von Banken und Brokerhäusern zufolge am Donnerstag schwächer starten. Am ‌Mittwoch ⁠waren die Aktienmärkte auf Erholungskurs gegangen, während die Preisexplosion ⁠am Ölmarkt stoppte. Der Dax hatte 1,7 Prozent auf 24'205 Punkte zugelegt. ‌Auch an der Wall Street ging ‌es bergauf. Investoren hofften auf ​eine baldige Entspannung im Nahen Osten.

Die Richtung an den Börsen dürften auch am Donnerstag die Entwicklungen im Iran vorgeben. Die Republikaner im US-Senat blockierten eine parteiübergreifende Resolution, ‌die den Militäreinsatz gegen den Iran stoppen soll. Der Senat stimmte am Mittwoch mit 53 zu 47 Stimmen dagegen, ​die Vorlage weiter zu behandeln. Mit der Resolution ​soll der Kongress sein verfassungsmässiges ​Recht zurückerlangen, Kriege zu erklären.

Hierzulande lassen sich unter anderem Merck ‌KGaA und DHL in ihre Bilanzen schauen. Die Protokolle der jüngsten Zinssitzung der Europäischen Zentralbank dürften Einblick in die internen ​Diskussionen ​der Währungshüter geben. Sie hatten ⁠den Leitzins im Februar weiter ​konstant gehalten, zugleich aber ihre ⁠Flexibilität angesichts der unsicheren geopolitischen Lage betont.

In Peking ‌beginnt die Jahrestagung des Nationalen Volkskongresses. Im Fokus steht der neue Fünfjahresplan, der unter anderem Ziele ‌für den Klimaschutz, die Energiesicherheit und den Abbau ​von Industrie-Überkapazitäten definieren soll.

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06:15

Der Schweizer Aktienmarkt tendiert gemessen am SMI um die Nulllinie mit leicht negativer Tendenz. Im vorbörslichen Handel der Bank IG tendiert der Leitindex 0,04 Prozent tiefer bei 13'520 Punkten.

Am Donnerstag gibt es eine Reihe an Unternehmenszahlen. So legen die BKB, die R&S Group, Cicor oder Galderma ihre Geschäftsergebnisse für das abgelaufene Jahr vor.

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05:30

Die Hoffnung auf eine Deeskalation im Nahost-Konflikt hat die asiatischen Börsen am Donnerstag beflügelt. Nach den kräftigen Verlusten vom Vortag erholten sich die Märkte, ‌nachdem ⁠Berichte über mögliche Gespräche zwischen den USA und dem Iran die Risikobereitschaft der Anleger erhöhten. ⁠Die geopolitischen Spannungen bleiben jedoch hoch, nachdem ein US-U-Boot ein iranisches Kriegsschiff versenkt und die NATO eine iranische ‌Rakete abgefangen hatte. «Das geopolitische Risiko kann sehr schnell wieder ‌aufflammen, daher könnten die frühen Gewinne in ​der asiatisch-pazifischen Region nicht von Dauer sein», warnte Paco Chow vom Vermögensverwalter Moomoo.

In Tokio legte der Nikkei-Index um 1,8 Prozent auf 55'215,8 Punkte zu. Der breiter gefasste Topix notierte 1,8 Prozent höher bei 3699,4 Zählern. Die Börse Shanghai gewann 0,8 Prozent auf 4116,8 Stellen. ‌Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzhen stieg um 1,3 Prozent auf 4662,8 Punkte. China setzte sein Wachstumsziel für das kommende Jahr mit 4,5 bis fünf Prozent etwas ​niedriger an als im Vorjahr.

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04:15

Im asiatischen Devisenhandel gewann der Dollar ​geringfügig auf 156,95 Yen und gab 0,1 Prozent auf ​6,8896 Yuan nach. Zur Schweizer Währung notierte er 0,1 Prozent höher bei 0,7798 Franken. Parallel dazu fiel der ‌Euro um 0,2 Prozent auf 1,1613 Dollar und zog leicht auf 0,9058 Franken an.

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03:45

Am Rohstoffmarkt verteuerte sich die Rohöl-Sorte Brent aus der Nordsee um 2,8 Prozent auf 83,67 Dollar je ​Barrel (159 Liter). ​Das US-Öl WTI notierte 3,2 Prozent ⁠fester bei 77,06 Dollar. Die Sorgen über Lieferengpässe aufgrund ​des Nahost-Konflikts trieben die Preise. ⁠

Der Goldpreis profitierte von der Unsicherheit und stieg um 0,8 Prozent auf 5.178,42 Dollar je ‌Feinunze.

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23:40

Hoffnungen auf eine Entspannung im Nahen Osten und Zusagen von US-Präsident Donald Trump zur Stabilisierung ‌der Ölmärkte ⁠haben der Wall Street am Mittwoch Auftrieb gegeben.

Anleger griffen vor allem bei Technologiewerten wieder ⁠zu. Der US-Standardwerteindex Dow Jones gewann 0,5 Prozent auf 48'739 Punkte. Der technologielastige Nasdaq rückte 1,3 Prozent auf 22'807 Zähler ‌vor und der breit gefasste S&P 500 legte 0,8 Prozent auf ‌6870 Stellen zu.

Einem Bericht der «New York Times» ​zufolge haben iranische Geheimdienstmitarbeiter einen Tag nach den Angriffen indirekt Kontakt zur CIA aufgenommen. US-Regierungsvertreter äusserten sich jedoch skeptisch, ob die Regierung Trump oder der Iran tatsächlich zu einer raschen Deeskalation bereit seien. Beruhigend wirkte auf die Märkte Trumps Ankündigung, Öltanker in der Strasse von Hormus durch die ‌US-Marine begleiten zu lassen und Versicherungen gegen politische Risiken anzubieten. Der Ölpreis der Sorte Brent blieb unverändert bei 81,40 Dollar je Barrel und notierte damit auf dem höchsten Stand seit Januar 2025.

Die Schritte des ​Weissen Hauses minderten die Sorge vor massiven Störungen am Ölmarkt, die ​die Inflation anheizen könnten, sagte Jim Awad von Clearstead ​Advisors. Die Erleichterung habe Anleger ermutigt, bei Tech-Titeln einzusteigen, die im Februar stark verkauft worden waren. «Diese Kombination verleiht dem Markt einen ‌gewissen Optimismus, der in den kommenden Wochen auf die Probe gestellt wird», sagte Awad. Man dürfe jedoch weder zu optimistisch noch zu pessimistisch werden. Papiere von Nvidia stiegen um 1,7 Prozent, Amazon um ​3,9 ​Prozent und Tesla um 3,4 Prozent.

Richard Bernstein ⁠von der gleichnamigen Beratungsfirma warnte indes, dass der Krieg die ​Inflation weiter antreiben könnte. Sollten ⁠die Kämpfe länger andauern und die US-Wirtschaft belasten, drohe an den Märkten mehr Volatilität.

Bitcoin stieg ‌um sieben Prozent auf 73'050 Dollar, Gold verteuerte sich um 1,1 Prozent auf 5140 Dollar. Die Beilegung eines langjährigen Patentstreits gab Moderna Auftrieb. Die Papiere des Impfstoffherstellers ‌legten 16 Prozent zu.

Ein verhaltener Geschäftsausblick belastete Papiere des Modehändlers Abercrombie & Fitch, ​die 3,6 Prozent nachgaben. Das Unternehmen rechnet für das Gesamtjahr mit einem Umsatzwachstum zwischen drei und fünf Prozent. Analysten hatten im Schnitt ein Plus von 4,2 Prozent prognostiziert. 

(cash/AWP/Reuters)

Monique Misteli Ringier
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