15:00
Nach drei Handelstagen mit nur geringfügigen Bewegungen dürfte der Dow Jones nun wieder etwas zulegen. Der Broker IG berechnete den US-Leitindex am Donnerstag knapp 45 Minuten vor Handelsbeginn mit 50'272 Zählern 0,3 Prozent höher im Vergleich zum Schlusskurs am Mittwoch. Der technologielastige Nasdaq 100 wird 0,4 Prozent im Plus erwartet.
Der US-Aktienmarkt bewegt sich auf Rekordniveau. Er profitiert nicht nur von der Aussicht auf sinkende Zinsen und von der robusten Wirtschaft, sondern auch von der Hoffnung auf sprudelnde Gewinne mit Künstlicher Intelligenz (KI). Doch zuletzt hat sich gezeigt, dass der Einsatz von KI auch traditionelle Geschäftsmodelle in vielen Branchen gefährden kann. Entsprechend hoch ist derzeit die Unsicherheit unter den Anlegern.
Marktstrategin Beata Manthey von der Bank Citigroup sagte: «Dies ist ein Jahr mit einem bullischen, aber auch einem sehr volatilen Aktienmarkt.» Derzeit konzentrierten sich die Anleger auf die Verlierer beim Thema Künstliche Intelligenz. Aber es gelte auch, herausfinden, wer die neuen Gewinner sein werden.
Unter den Einzelwerten richtet sich der Fokus vor allem auf Cisco. Der Netzwerk-Ausrüster gilt eigentlich als einer der Profiteure vom KI-Boom, und so blickt das Unternehmen auch nach einem überraschend gut verlaufenen Quartal positiver auf das gesamte Geschäftsjahr. Dennoch sackten die Aktien im vorbörslichen US-Handel um 6,6 Prozent ab. Denn Marktteilnehmer bemängelten die Prognose für die bereinigte Bruttomarge im laufenden Quartal, die unter den Erwartungen gelegen habe. Damit wurden Befürchtungen geweckt, dass die steigenden Preise für Speicherchips dem Unternehmen zusetzen könnten.
Für ein positives Ausrufezeichen sorgte Equinix mit einem Plus von gut 12 Prozent. Die Umsatzprognose des Rechenzentrumsbetreibers für das laufende Jahr hatte positiv überrascht. Analysten bewerteten die gestiegenen Buchungen positiv und verwiesen zudem auf die angehobene Unternehmensprognose wegen der beschleunigten Nachfrage nach KI.
Abseits der Technologiewerte legten die Anteilsscheine von McDonald's um ein Prozent zu. Ein stärkerer Fokus auf günstigere Menü-Angebote in den Vereinigten Staaten hatte der Fastfood-Kette zu beschleunigtem Wachstum verholfen. Die Quartalszahlen seien angesichts der hohen Messlatte solide ausgefallen, schrieb Analyst Logan Reich von der kanadischen Bank RBC.
+++
14:45
Mit einem Kurssprung um mehr als sechs Prozent auf ein Rekordniveau über 270 Euro gab Siemens dem Dax einen starken positiven Impuls. Der Technologiekonzern hat den lange Zeit unangefochtenen Softwarekonzern SAP als wertvollstes Unternehmen im Dax erneut abgelöst, nachdem der SAP-Kurs zuletzt von Sorgen vor einer KI-Bedrohung schwer belastet wurde.
+++
14:20
Die ersten Geschäftszahlen des Eiscreme-Herstellers Magnum nach seinem Börsendebüt haben die Anleger vergrault. Die Papiere des Anbieters von Marken wie Cornetto und Ben & Jerry's verlieren an der Börse in Amsterdam rund 12,5 Prozent. Damit steuert das niederländische Unternehmen auf den grössten Tagesverlust seit dem Börsengang im Dezember zu.
Magnum erlitt im ersten Jahr nach seiner Abspaltung vom Konsumgüterkonzern Unilever einen Einbruch des Nettogewinns um fast 50 Prozent auf 307 Millionen Euro. Als Grund nannte das Unternehmen Aufwendungen für die Trennung, Umstrukturierung und Finanzierung. «Die Abspaltung von Unilever bedeutete, dass die Zahlen wegen einmaliger Trennungskosten von vornherein kaum sauber ausfallen konnten», sagte Dan Coatsworth von der Investmentplattform AJ Bell. «Dennoch zeigten sich Anleger wenig angetan vom starken Rückgang des Jahresgewinns und des Cashflows.»
+++
13:55
Der Geschäftsbericht des US-Netzwerkausrüsters Cisco hat die Anleger nicht überzeugt. Die Titel rutschen im vorbörslichen Handel an der Wall Street um rund 7,5 Prozent ab. Cisco hat zwar seine Jahresprognose für Umsatz und Gewinn angehoben. Treiber des Wachstums sind Investitionen von Technologieunternehmen in Rechenzentren, die für KI-Anwendungen aufgerüstet werden müssen. Allerdings sank die Bruttomarge des Konzerns im zweiten Quartal auf 67,5 Prozent und verfehlte damit die Analystenschätzung von 68,1 Prozent.
Als Grund nannte Cisco gestiegene Kosten. Der schnelle Ausbau von KI-Infrastruktur durch Branchenriesen wie OpenAI, Alphabet und Microsoft hat einen Grossteil des weltweiten Angebots an Speicherchips aufgesogen und die Preise in die Höhe getrieben. Cisco-Chef Chuck Robbins sagte, das Unternehmen habe als Reaktion darauf die eigenen Preise erhöht und passe die Verträge mit Partnern an. «Wie schnell das Unternehmen seinen Auftragsbestand monetarisieren und daraus tatsächlich Umsatz machen kann, wird in der zweiten Jahreshälfte im Fokus stehen», sagte Jake Behan vom ETF-Anbieter Direxion.
+++
13:35
Die Titel des Zahlungsabwicklers Adyen brechen an der Amsterdamer Börse um mehr als 15 Prozent ein. Das abgewickelte Transaktionsvolumen wuchs im zweiten Halbjahr zwar um 19 Prozent auf 745 Milliarden Euro, verfehlte aber die Analystenerwartungen. Die Ergebnisse und der vorsichtige Ausblick dürften nicht ausreichen, um die allgemein negative Stimmung im Zahlungsverkehrssektor aufzuhellen, sagen die Analysten von KBC Securities.
+++
13:20
Sanofi-Anlegern schmeckt der angekündigte Wechsel an der Spitze des französischen Pharmakonzerns offensichtlich nicht. Die Aktien geraten unter Druck und fallen um bis zu 6,3 Prozent auf ein Zwei-Wochen-Tief von 77,34 Euro. Merck-Chefin Belén Garijo soll Ende April als neue Vorstandschefin auf Paul Hudson folgen, dessen Vertrag nicht verlängert wird. Garijo verfüge über eine breit gefächerte Erfahrung, sei aber nicht auf Produktivitätssteigerungen in der Forschung und Entwicklung grosser Pharmaunternehmen spezialisiert, sagte Berenberg-Analystin Luisa Hector. «Man kann mit Fug und Recht behaupten, dass nicht viele Belén als potenzielle Nachfolgerin auf dem Zettel hatten, da sie bei Merck nie an das Profil ihrer Vorgänger heranreichte.»
+++
13:00
Die Futures auf die US-Aktienmärkte liegen in der Gewinnzone:
Unterdessen steht die Schweizer Börse gemessen am SMI 0,10 Prozent tiefer. Dies, nachdem der Index in der Eröffnung noch ein neues Allzeithoch erreicht hatte.
+++
11:36
Der Schweizer Aktienmarkt tendiert am Donnerstagmittag nur noch etwas höher. Dabei hat der Leitindex nach einem starken Start die Gewinne nahezu vollständig wieder verloren. Der SMI erreichte kurzzeitig gar ein Rekordhoch, welches er dann aber nicht halten konnte. Der Aufwärtstrend dürfte laut Händlern insgesamt aber anhalten. «Aber nicht in grossen Schritten, eher gemächlich», meint ein Händler. Derweil sorgt hierzulande die Bilanzsaison für gewisse Impulse. Im Fokus steht die Swisscom.
Die Zinssenkungshoffnungen hätten nach den US-Jobdaten vom Vortag zwar einen leichten Dämpfer erhalten. Bei genauerer Betrachtung der Zahlen seien diese aber gar nicht so «zinsnegativ» gewesen, sagte ein Händler. Im Januar wurden zwar mehr Jobs geschaffen als erwartet, dafür wurde in den beiden Vormonaten der Beschäftigungsaufbau deutlich nach unten revidiert. Damit könnten die US-Inflationsdaten am morgigen Freitag die weitere Ausrichtung der US-Geldpolitik noch stärker beeinflussen. «Derzeit werden zwar nur noch zwei Zinssenkungen erwartet, die erste dabei im Juli. Aber es könnten je nach US-Teuerung schnell wieder drei werden», sagt ein Händler.
Der SMI notiert um 11.28 Uhr um 0,08 Prozent höher auf 13'558,06 Punkten. Im frühen Handel stieg der SMI erstmals über die Marke von 13'600 auf den Rekordwert von 13'603,41 Punkten. Der 30 Titel umfassende SLI rückt um 0,30 Prozent vor auf 2159,25 und der breite SPI um 0,18 Prozent auf 18'718,53 Zähler. Im SLI legen 20 Titel zu und zehn geben nach.
Das Augenmerk der Anleger ist auf Swisscom (-1,0 Prozent) gerichtet. Beim blauen Riesen schlägt die grösste Akquisition der Firmengeschichte aufs Ergebnis durch. Wegen der Kosten für die Eingliederung der übernommenen Vodafone Italia sackte der Reingewinn des Schweizer Branchenprimus um 17,6 Prozent auf 1,27 Milliarden Franken ab. Allerdings wird die Dividende erstmals seit mehreren Jahren erhöht, nämlich auf 26 von bisher 22 Franken je Aktie. Manche Anleger hätten sich zuletzt angesichts der volatilen Märkte in Swisscom-Aktien «versteckt», was den Kurs angeschoben habe, meint ein Börsianer. Und nun komme es eben zu Gewinnmitnahmen.
Schindler PS (+2,0 Prozent) profitierten von Käufen am Tag nach der Bekanntgabe des Jahresabschlusses. Gefragt sind auch Alcon (+1,9 Prozent), die sich vom Vortagseinbruch erholen könnten. Auch Galderma (+1,3 Prozent) und Sonova (+0,7 Prozent) werden gekauft. Die Aktien von UBS (+2,2 Prozent) und Julius Bär (+0,8 Prozent) rücken ebenso merklich vor.
Stark unter Druck stehen auf den hinteren Reihen die Aktien von Leonteq (-12,5 Prozent). Der Derivate-Spezialist schliesst das Jahr 2025 wie angekündigt mit tiefroten Zahlen ab. Enttäuschend entwickelte sich vor allem das Handelsresultat, wo statt des allgemein erwarteten kleinen positiven Ertrags sogar ein Verlust resultierte. Insgesamt liegt das Ergebnis unter dem Konsens. Zudem soll es keine Dividende geben.
Die Aktien von Montana Aerospace (+0,5 Prozent) sind nach Zahlen etwas höher, Bell (-2,1 Prozent) und Dätwyler (-0,2 Prozent) tiefer und Lastminute sind nach Zahlen unverändert.
Die Aktien von Immobilienfirmen und Immobilienfonds neigen ebenfalls zur Schwäche. Die Einbussen belaufen sich aber mehrheitlich auf weniger als ein Prozent. Der Sektor hat nach dem starken Vorjahr seit Jahresanfang weitere deutliche Gewinne verbucht.
+++
10:53
Die Ölpreise haben am Donnerstag nachgeben. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im April kostete am Vormittag 69,13 US-Dollar. Das waren 27 Cent weniger als am Vortag. Der Preis für US-Öl der Sorte West Texas Intermediate (WTI) zur Lieferung im März fiel um 16 Cent auf 64,47 Dollar.
+++
10:17
Anleger strafen den Kochboxen-Lieferanten und Fertiggericht-Anbieter Hellofresh nach vorläufigen Zahlen für das Jahr 2025 ab. Die Aktien brechen um 12,2 Prozent auf 4,81 Euro ein und damit so stark wie seit sechs Monaten nicht mehr. Der Umsatz schrumpfte der Firma zufolge im abgelaufenen Jahr um 11,8 Prozent auf rund 6,76 Milliarden Euro. Ausblickend hiess es, dass extreme Wetterbedingungen in Europa und den USA die Auslieferungen und Profitabilität im Januar 2026 belastet hätten. Zudem kündigte Hellofresh an, sich aus dem italienischen Markt zurückzuziehen und die Belegschaft in Spanien zu verkleinern.
+++
09:59
Neue Kursziele und Ratings für Schweizer Aktien:
AMS Osram: Deutsche Bank senkt das Rating auf Hold von Buy, Kursziel unverändert bei 9,5 Fr.
Nestlé: Morgan Stanley erhöht das Kursziel auf 74 von 72 Franken, Einstufung weiter Underweight.
Novartis: Deutsche Bank hebt das Kursziel auf 135 von 125 Fr. an, bestätigt Rating Buy.
Sandoz: Jefferies erhöht das Rating auf Buy von Hold, das Kursziel neu 75 nach 51,40 Fr.
Swatch: Octavian erhöht das Kursziel auf 232 von 200 Fr., belässt die Einstufung auf Buy.
+++
09:46
Beflügelt von einem Kurssprung bei Siemens hat der Dax am Donnerstag die psychologisch wichtige Marke von 25'000 Punkten zurückerobert. Der deutsche Leitindex kletterte am Morgen um ein Prozent auf 25'102 Zähler, nachdem ihn überraschend starke US-Arbeitsmarktdaten am Mittwoch ausgebremst hatten. «Was für die Wirtschaft eigentlich ein Segen ist, wird an der Börse mit Argwohn betrachtet: Die Sorge wächst, dass die Federal Reserve angesichts der robusten Lage bei künftigen Zinssenkungen deutlich konservativer agieren wird, als es sich der Markt erhofft hatte», erläuterten die Analysten von ActivTrades. Der Markt halte dennoch dagegen und beweise damit seine grundsätzliche Stärke.
Als Dax-Schwergewicht avancierte Siemens zum Zugpferd. Die Aktien sprangen um 6,7 Prozent auf 273,30 Euro in die Höhe und steuerten auf ihren besten Börsentag seit März 2025 zu. Beim Münchner Technologiekonzern laufen die Geschäfte besser als gedacht, die Gewinnerwartungen für das Gesamtjahr wurden leicht nach oben geschraubt.
+++
09:37
Der Schweizer Aktienmarkt zeigt sich am Donnerstag im frühen Geschäft freundlich und erreicht vorübergehend gar ein neues Hoch. Die Vorgaben aus den USA und aus Fernost sind laut Händlern zwar wenig richtungsweisend, nachdem die US-Indizes am Mittwoch zunächst positiv auf den Arbeitsmarktbericht reagiert hatten. Dann aber gaben sie ihre Gewinne schnell wieder ab. Die US-Jobdaten seien nur auf den ersten Blick stark ausgefallen, heisst es am Markt. Denn der Beschäftigungsaufbau in den beiden Vormonaten wurde deutlich nach unten revidiert. Damit hätten sich die Zinssenkungserwartungen zwar vom Juni auf den Juli verschoben, aber aufgehoben seien sie nicht. Nun dürften die am Freitag erwarteten US-Inflationszahlen mehr Einblick geben in die mögliche weitere US-Zinsentwicklung, heisst es weiter.
Zudem stimmten Äusserungen des US-Finanzministers Scott Bessent die Marktteilnehmer leicht positiv, heisst es weiter. Denn dieser hatte gesagt, die USA hätten ein sehr «angenehmes» Verhältnis zu China. Dies nähre die Hoffnung, dass die beiden Länder ihren «Handelsfrieden» verlängern könnten. Derweil geht hierzulande die Bilanzsaison weiter. Im Fokus steht die Swisscom. Ausserdem haben einige Banken und Industriefirmen Zahlen vorgelegt.
Der SMI steigt gegen 09.30 Uhr um 0,23 Prozent auf 13'578,10 Punkte. Dabei ist der SMI erstmals über die Marke von 13'600 Punkte auf den neuen Rekordwert von 13'603,41 Punkte gestiegen. Der 30 Titel umfassende SLI gewinnt 0,49 Prozent auf 2163,37 und der breite SPI 0,41 Prozent auf 18'761,56 Zähler. Im SLI dominieren die Gewinner (22) die Verlierer (7) klar. Sika sind stabil.
Im Fokus stehen Swisscom (-2,4 Prozent). Bei dem blauen Riesen schlägt die grösste Akquisition der Firmengeschichte aufs Ergebnis durch. Wegen der Kosten für die Eingliederung der übernommenen Vodafone Italia sackte der Reingewinn des Schweizer Branchenprimus um 17,6 Prozent auf 1,27 Milliarden Franken ab. Allerdings wird die Dividende erstmals seit mehreren Jahren erhöht, nämlich auf 26 von bisher 22 Franken je Aktie.
Stark unter Druck stehen Leonteq (-14,1 Prozent). Der Derivate-Spezialist schliesst das Jahr 2025 wie angekündigt mit tiefroten Zahlen ab. Allerdings liegt das Ergebnis noch unter dem Konsens. Zudem soll es keine Dividende geben.
Die Aktien von Montana Aerospace (+3,8 Prozent) sind nach Zahlen höher, Bell (-3,7 Prozent), Dätwyler (-2,2 Prozent) und Lastminute (-1,6 Prozent) nach Zahlen schwächer.
+++
09:22
Die Deutsche Börse setzt zum nächsten Milliardendeal an und übernimmt den Daten- und Indexanbieter ISS Stoxx komplett. Die 20 Prozent, die bisher nicht dem deutschen Börsenbetreiber und Finanzdatenanbieter gehören, sollen für 1,1 Milliarden Euro vom Finanzinvestor General Atlantic übernommen werden. Der Preis soll bar und mit Krediten bezahlt werden, wie die Deutsche Börse mitteilte. Ursprünglich hatte der Dax-Konzern einen Börsengang von ISS Stoxx geplant, dieser kam aber nicht zustande und ist nun mit der Komplettübernahme vom Tisch. Der Ausstieg von General Atlantic soll schon Ende März wirksam werden.
+++
08:05
Der Swiss Market Index (SMI) steht bei der Bank Julius Bär vorbörslich 0,35 Prozent höher. Gefragt sind Alcon (+1,3 Prozent) und Novartis (+0,7 Prozent) dank einer Kurszielerhöhung, während Swisscom nach Zahlen nahezu unverändert notiert.
+++
06:22
Der Swiss Market Index (SMI) steht bei der IG Bank vorbörslich 0,17 Prozent höher dank guter Vorgaben vor allem aus Fernost. Dort ziehen neben den dortigen Börsen auch die US-Futures an.
Am hiesigen Markt sind erneut Unternehmensergebnisse im Fokus: Zahlen von BCV, Bell, Dätwyler, Leonteq, GLKB, Lastminute, Montana Aerospace und Swisscom stehen auf dem Programm.
+++
06:15
Die asiatischen Börsen sind am Donnerstag auf ein Rekordhoch gestiegen. Angetrieben wurden die Märkte von unerwartet starken US-Arbeitsmarktdaten, die die Hoffnung auf eine baldige Zinssenkung in den USA dämpften und den Dollar stützten. Der MSCI-Index für asiatische Aktien ausserhalb Japans erreichte einen neuen Höchststand. Besonders die japanische Börse profitierte zudem von der Wahl von Sanae Takaichi zur neuen Premierministerin, die im Wahlkampf mehr Konjunkturhilfen versprochen hatte.
Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index legte 0,2 Prozent auf 57'738,91 Punkte zu, während der breiter gefasste Topix 0,5 Prozent gewann. Die Börse in Shanghai notierte ebenfalls fester. «Das Gesamtbild ist, dass sich die Bedingungen auf dem Arbeitsmarkt zu diesem Zeitpunkt verschärfen könnten», sagte Thomas Mathews, Leiter der Abteilung für Märkte im asiatisch-pazifischen Raum bei Capital Economics. «Wenn dem so ist, könnten die Anleger die Argumente für eine weitere Lockerung überschätzen.» Die Erwartungen an eine Zinssenkung der US-Notenbank Fed im März sind nach den Daten deutlich gesunken.
+++
06:08
Am asiatischen Devisenhandel verlor der Dollar 0,5 Prozent auf 152,41 Yen und gab 0,2 Prozent auf 6,9013 Yuan nach. Zur Schweizer Währung notierte er 0,1 Prozent niedriger bei 0,7704 Franken. Parallel dazu blieb der Euro fast unverändert bei 1,1873 Dollar und gab um 0,1 Prozent auf 0,9147 Franken nach.
+++
06:06
+++
00:05
Auf den ersten Blick starke Zahlen vom US-Arbeitsmarkt haben am Mittwoch an den New Yorker Börsen keine Orientierung geboten. Die Beschäftigtenzahl war in den Vereinigten Staaten im Januar deutlich stärker als erwartet gestiegen. Allerdings wurde der Beschäftigungsaufbau in den beiden Vormonaten deutlich nach unten revidiert.
Der Dow Jones Industrial rutschte zeitweise wieder unter die runde Marke von 50'000 Punkten. Zum Börsenende gab der US-Leitindex um 0,13 Prozent auf 50'121,40 Punkte nach. Am Vortag hatte er noch seinen Rekord auf über 50'500 Zähler weiter nach oben geschraubt, die Gewinne aber nicht halten können. Old Economy hatte im Dow am Mittwoch die Nase vorn: Caterpillar, Verizon und Coca-Cola verbuchten hohe Kursgewinne. Techwerte wie IBM und Salesforce landeten mit deutlichen Abschlägen hinten.
Gleichwohl gewann der von Tech-Schwergewichten dominierte Nasdaq 100 0,29 Prozent auf 25'201,26 Punkte - angeführt von Micron mit einem Plus von rund 10 Prozent. Finanzchef Mark Murphy sprach von einer hohen Nachfrage über 2026 hinaus und gab neue Informationen zur Produktion von HBM4-Speicherchips. Der marktbreite S&P 500 schloss zur Wochenmitte prozentual unverändert bei 6941,47 Punkten.
Ob die Wahrscheinlichkeit für weitere Zinssenkungen in den USA nach den Jobdaten nun sinkt, darüber waren sich Marktbeobachter nicht ganz einig. Für einige Ökonomen gibt der starke Jobbericht keinen Anlass für schnelle geldpolitische Lockerungen. Die Ökonomen der niederländischen ING Bank halten indes weitere Zinssenkungen für möglich. Die deutlich nach unten revidierte Zahl der beiden Vormonate zeige, dass - ausserhalb des Freizeit- und privaten Gesundheits- sowie des öffentlichen Sektors - die Wirtschaft eigentlich beständig Jobs verloren habe, so die Experten.
T-Mobile US zogen um 5,1 Prozent an. Die US-Tochter der Deutschen Telekom verzeichnete im vierten Quartal einen geringeren Zuwachs bei den Mobilfunkkunden als erwartet, beschleunigt aber die Aktienrückkäufe.
Die Aktien von Shopify verloren 6,5 Prozent. Der Dienstleister für den Online-Handel hatte im vierten Quartal mehr umgesetzt als erwartet. Der bereinigte Gewinn verfehlte aber die Prognosen der Analysten.
Anleger von Unity Software mussten einen Kursrutsch von mehr als 26 Prozent verkraften. Schwache Prognosen des Software-Entwicklers für das erste Quartal schürten Ängste vor einer zunehmenden Konkurrenz durch Künstliche Intelligenz.
Die Anteile des Spielzeugriesen Mattel sackten nach einem schlechter als erwartet ausgefallenen US-Weihnachtsgeschäft um ein Viertel ab.
Gilead Sciences gewannen über 5,8 Prozent. Das Biotech-Unternehmen übertraf mit Umsatz und Gewinn für das vierte Quartal die Erwartungen.
(cash/AWP/Bloomberg/Reuters)

