09:45

Der Schweizer Aktienmarkt fällt gemessen am SMI um 0,9 Prozent. Der Leitindex steht bei 14'227 Punkten. Derweil verliert der SPI ebenfalls 0,9 Prozent, womit er auf 20'016 Zähler absinkt.

Belastet wird die Stimmung insbesondere von neuen Eskalationen im Nahen Osten, welche gleichzeitig den zuletzt stabilen Ölpreis wieder nach oben treiben. Zudem sind die Vorgaben sowohl aus den USA als auch aus Asien mehrheitlich negativ. In Asien ist insbesondere der südkoreanische Kospi nach der Samsung-Schwäche des Vortages weiter nach unten gerauscht. Aber auch an anderen grösseren Börsenplätzen in Europa gehen die Kurse Richtung Süden.

In Reaktion auf Attacken gegen Tanker in der Strasse von Hormus hat das US-Militär Dutzende Ziele im Iran angegriffen. Zudem setzen die USA Sanktionen auf iranisches Öl wieder in Kraft. Irans Militär wiederum kündigte eine Reaktion auf die US-Angriffe an. Kurz darauf meldete die Armee des mit Washington verbündeten Golfstaats Kuwait feindlichen Beschuss. Auch in Bahrain heulten am frühen Morgen die Sirenen. «Was für ein friedvoller Friedensprozess!», kommentierte dies die Onlinebank Swissquote in einem Kommentar.

Parallel zu den neuen Eskalationen im Iran hat der Ölpreis zuletzt auf über 76 US-Dollar wieder stark angezogen. Der Preis für ein Fass der Sorte Brent liegt damit so hoch wie seit zwei Wochen nicht mehr.

Zu den grösseren Verlierern gehören derzeit Roche (-1,4 Prozent). Die Inhaberaktien geben damit die Vortagesgewinne von über 2 Prozent zu einem guten Teil wieder her. Die Aktie fällt in jüngster Vergangenheit mit einer unüblich hohen Volatilität auf.

Aber auch die Verluste von Novartis (-0,7 Prozent) und Nestlé (-0,8 Prozent) belasten den Gesamtmarkt.

Unter erhöhtem Abgabedruck stehen zudem baunahe Werte wie Sika (-1,7 Prozent) am Tabellenende, Holcim oder Geberit (je -1,0 Prozent). Eine deutliche Kurszielerhöhung durch Goldman Sachs verbunden mit der Bestätigung der Kaufempfehlung scheint damit zumindest für den Moment wirkungslos zu verpuffen. Gegen den Trend halten sich bei den Bauzulieferern Amrize (+0,4 Prozent) knapp im Plus.

Stärker legen einzig noch Kühne+Nagel (+1,2 Prozent) zu.

09:10

Der SMI startet 1 Prozent im Minus und notiert damit bei 14'360 Punkten. Der SPI fällt um 0,8 Prozent auf 20'046 Zähler.

Den grössten Zuwachs verzeichnet Kühne+Nagel, die Aktien des Logisikkonzerns steigen um 1,3 Prozent. Deutliche Verluste sehen Sika (-2 Prozent) und Roche (minus 1,5 Prozent).

Am breiten Markt verbessern sich Centiel (plus 1,7 Prozent) sowie BVZ und Idorsia (je plus 1,5 Prozent). Im Minus stehen dagegen die Titel von Belimo (minus 4,6 Prozent), Schlatter (minus 3,2 Prozent) und Lem (minus 2,7 Prozent).

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08:45

Der jüngste Ausverkauf von Tech-Aktien an der Wall Street hat den japanischen Aktienmarkt am ‌Mittwoch ⁠belastet. Der Nikkei-Index rutschte unter die Marke von 67.000 ⁠Punkten und verlor gut zwei Prozent, der breiter gefasste Topix gab ‌1,4 Prozent nach.

Technologieaktien gerieten unter ‌Druck, nachdem der Nasdaq am ​Dienstag deutlich schwächer geschlossen hatte. Zweifel an der Nachhaltigkeit der KI-getriebenen Rallye an der Wall Street brachten vor allem die Chipwerte ins Straucheln. Das Vertrauen in KI-Aktien ‌sei angeschlagen, sagte Daisuke Hashizume, Senior-Stratege bei Daiwa Securities.

Die Aktien des Herstellers von Chip-Fertigungsanlagen Tokyo Electron fielen um 3,1 ​Prozent, die des Herstellers von Chip-Testgeräten Advantest ​gaben 4,7 Prozent nach. Auch am ​chinesischen Aktienmarkt hielt sich die Kauflaune in Grenzen.

Der Shanghai-Composite ‌lag knapp im Minus, der CSI300 knapp im Plus. Anders als an der Wall Street oder in Japan erholten ​sich ​die Chip-Aktien. Der CSI Semiconductor ⁠Index gewann drei Prozent. «Es handelt sich ​um eine technische ⁠Erholung», sagte Jason Chan, Stratege bei der Bank of ‌East Asia. Die Chip-Rallye in anderen Märkten verliere an Schwung.

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08:20

Neue Kursziele und Ratings für Schweizer Aktien: 

Swatch: JPMorgan erhöht auf 130 (125) Fr. – Underweight
- Swatch: Research Partners erhöht auf 160 (155) Fr. – Halten
- Barry Callebaut: Deutsche Bank senkt auf 960 (1000) Fr. – Sell
Burkhalter: UBS erhöht auf 140 (133) Fr. – Neutral
- DSM-Firmenich: Jefferies erhöht auf 95 (77) EUR – Buy
Kuros: Berenberg startet mit Buy - Ziel 32 Fr.
Alcon: Goldman Sachs erhöht auf 74 (71) Fr. – Buy
Galderma: RBC erhöht auf 175 (155) Fr. - Sector Perform
Galderma: Octavian erhöht auf 189 (180) Fr. – Buy
Cicor: Kepler Cheuvreux senkt auf 165 (175) Fr. – Buy
ABB: Goldman Sachs erhöht auf 74 (72) Fr. – Neutral
Geberit: Goldman Sachs erhöht auf 596 (561) Fr. – Buy
Schindler: Research Partners erhöht auf 299 (293) Fr. – Halten
Givaudan: CFRA erhöht auf Buy (Hold) - Ziel 4000 (3200) Fr.
- Emmi: Research Partners erhöht auf 1050 (990) Fr. – Kaufen
Dormakaba: Research Partners senkt auf 69 (78) Fr. – Kaufen

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08:05

Der SMI steht im vorbörslichen Handel bei Julius Bär 0,07 Prozent tiefer. 

18 von 20 SMI-Titel verzeichnen Verluste. Ausnahmen sind Geberit (plus 0,91 Prozent) und  Alcon (plus 0,66 Prozent). Einen grösseren Rückgang sieht Kühne+Nagel (minus 0,58 Prozent).

Der breite Markt ist praktisch unverändert (minus 0,01 Prozent). Gewinner gibt es auch hier kaum. Einzig Galderma (plus 0,42 Prozent) und Accelleron (plus 0,19 Prozent) bewegen sich im Plus.

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07:25

Der Dax wird am Mittwoch der Kursentwicklung an den Terminmärkten zufolge niedriger in den Handel starten. Am Dienstag hatte der ‌deutsche Leitindex nach ⁠seiner jüngsten Rally 1,4 Prozent auf 25'465 Punkte nachgegeben. Auch an der ⁠Wall Street ging es bergab. Ein Ausverkauf bei Chip-Werten setzte den Aktien zu.

Für neue Unruhe ‌sorgte am Mittwoch die Entwicklung in Nahost. Die USA ‌haben nach Angriffen auf drei ​Tanker in der Strasse von Hormus eine neue Welle von Luftangriffen gegen den Iran gestartet und Teheran eine wichtige Lizenz zum Verkauf von Öl entzogen. Die Vorfälle stellen eine erhebliche Eskalation dar und gefährden den brüchigen Waffenstillstand, den beide ‌Länder im Vormonat geschlossen hatten.

Die Ölpreise sind wieder merklich im Aufwind. Seit Dienstag haben die Notierungen für Brent und WTI rund fünfeinhalb Prozent auf 76,12 beziehungsweise 72,31 ​Dollar je Fass zugelegt.

In den Fokus dürften auch die ​Protokolle der ersten Zinssitzung der US-Notenbank unter Leitung ​des neuen Fed-Chefs Kevin Warsh rücken. Sie werden am Abend veröffentlicht. Börsianer hoffen auf Einblicke in ‌die internen Diskussionen über den weiteren geldpolitischen Kurs der Fed. Die Währungshüter hatten den Leitzins auf der Sitzung im Juni konstant gehalten, aber eine mögliche Straffung im ​Jahresverlauf ​avisiert. Ein Schwächeanfall am US-Jobmarkt hatte ⁠zuletzt die Spekulationen über eine Zinserhöhung gedämpft.

Wie sehr ​der Nahost-Krieg die Wirtschaft ⁠bremst und wie stark er die Inflation anheizt, könnte eine neue Prognose ‌für die Weltwirtschaft zeigen, die der Internationale Währungsfonds (IWF) veröffentlichen will. Deutschland dürfte 2026 und 2027 angeschoben von staatlichen Investitionen deutlicher wachsen als in ‌den vergangenen Jahren.

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07:15

Die Ölpreise sind am Mittwoch nach den erneuten Angriffen der Vereinigten Staaten auf den Iran kräftig gestiegen. Ein Barrel (159 Liter) der Referenzsorte Brent zur Lieferung im August legte im frühen Handel 2,6 Prozent auf 76,09 Dollar zu. Bereits am Dienstag hatte der Brent-Preis wegen der Angriffe auf Tanker in der Strasse von Hormus drei Prozent zugelegt.

In der Nacht auf Mittwoch bombardierten die USA in Reaktion auf die Attacken gegen Tanker Ziele im Iran. Zudem setzten die USA Sanktionen auf iranisches Öl wieder in Kraft. Teheran verurteilte Washingtons Vorgehen umgehend als «schwerwiegenden Verstoss» gegen das Rahmenabkommen zur Beendigung des Krieges.

Der Iran werde «entschlossene Massnahmen ergreifen, um seine nationalen Interessen und seine Sicherheit zu wahren», schrieb Vizeaussenminister Kasem Gharibabadi auf der Plattform X.

Mit gut 76 Dollar liegt der Brent-Preis rund achteinhalb Prozent über dem Zwischentief von vergangener Woche. Anfang Juli war der Preis für ein Fass der Sorte Brent auf 70 Dollar gefallen und damit auf den tiefsten Stand seit Beginn des Iran-Kriegs Ende Februar.

Nach Beginn des Konflikts Ende Februar war der Ölpreis zunächst deutlich gestiegen. Ein Barrel der Referenzsorte Brent hatte zwischenzeitlich etwas mehr als 126 Dollar gekostet. Seit diesem Zwischenhoch Ende April ging es peu à peu nach unten. Grund für den Rückgang war die Hoffnung auf eine Lösung im Iran-Krieg, die durch die jüngsten Entwicklungen jedoch mal wieder einen Dämpfer erhielt.

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06:20

Der Swiss Market Index (SMI) fällt vorbörslich bei der IG Bank um 0,19 Prozent auf 14'332 Punkte.

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06:05

Ein Euro kostet 92,28 Rappen (plus 0,02 Prozent). Ein Dollar ist 80,87 Rappen wert (plus 0,04 Prozent). 

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04:55

Die Eskalation des Konflikts zwischen den USA und dem Iran hat am Mittwoch den Ölpreis in die Höhe getrieben ‌und ⁠für Nervosität an den Finanzmärkten gesorgt. Nach US-Luftangriffen auf Ziele im ⁠Iran und der Wiedereinführung von Sanktionen gegen iranische Ölexporte fürchten Anleger eine Störung der Lieferketten ‌im Nahen Osten.

«Offensichtlich mag der Markt diese Angriffe ‌nicht, aber es ist auch ​keine ausgewachsene Panik», sagte Jason Wong, Stratege bei der Bank of New Zealand. Die Anfälligkeit des Marktes sei jedoch wegen der weltweit niedrigen Reserven hoch.

Daten aus dieser Woche zeigten, dass die strategischen Ölreserven der USA ‌auf den niedrigsten Stand seit 1983 gefallen sind. An den Aktienmärkten deuteten die Termingeschäfte auf eine schwächere Eröffnung in den USA hin.

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03:15

Am Devisenmarkt profitierte ​der Dollar von der Unsicherheit. Er gewann 0,2 Prozent ​auf 162,35 Yen und legte leicht ​auf 6,7990 Yuan zu. Zur Schweizer Währung notierte er 0,1 Prozent höher bei 0,8086 Franken. ‌Der Euro gab leicht nach und notierte bei 1,1400 Dollar. Zum Franken zog der Euro leicht auf 0,9225 Franken an.

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02:05

Am Rohstoffmarkt verteuerte sich die ​Rohöl-Sorte ​Brent aus der Nordsee um 2,3 ⁠Prozent auf 75,85 Dollar je Barrel (159 Liter). ​Das US-Öl WTI notierte ⁠2,4 Prozent fester bei 72,12 Dollar.

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23:55

Der US-Leitindex Dow Jones Industrial hat sich am Dienstag den vierten Börsentag in Folge zu einem Rekordhoch aufgeschwungen. Wie am Vortag gab das Börsenbarometer jedoch die ohnehin moderaten Gewinne rasch wieder ab und schloss am Ende mit 0,25 Prozent im Minus bei 52'925 Zählern. Damit kam die jüngste Kurs-Rally zum Halt.

Weitaus höhere Verluste als der Dow mussten die Technologie-Aktien hinnehmen. Allen voran die der Halbleiterbranche, nachdem der südkoreanische Elektronik- und Chip-Gigant Samsung den Markt trotz eines Rekordergebnisses nicht hatte überzeugen können. Der am Vortag noch starke Nasdaq 100 büsste 1,77 Prozent auf 29'173 Punkte ein.

Für den marktbreiten S&P 500 ging es um 0,45 Prozent auf 7504 Zähler nach unten. Auch hier bremsten die in dem Index schwer gewichteten Halbleiteraktien. Unter diesen erlitten Micron , Intel , Applied Materials und AMD Kursabschläge zwischen knapp 5 und fast 10 Prozent ein. Die Chip-Branche litt unter Quartalszahlen von Samsung.

Die Resultate des Elektronikriesen seien auf den ersten Blick hervorragend gewesen, stellte Marktbeobachter Stephen Innes fest. Die Aktien seien aber mit derart hohen Ansprüchen der Investoren belegt, dass die Erwartungen kaum noch zu übertreffen gewesen seien. Insgesamt ändere sich gerade die Erwartungshaltung, sagte Innes. Nicht mehr die starke KI-Nachfrage sei entscheidend, sondern ob das Tempo dynamisch genug bleibe, um die bereits hohen Bewertungen zu rechtfertigen.

Grösster Verlierer im Dow waren aber Caterpillar mit einem Verlust von gut drei Prozent. Anleger schichteten Mittel um und zogen sich dabei aus dem Maschinenbausektor zurück. Papiere des Landmaschinenherstellers Deere sackten um fünf Prozent ab.

Der Aktienkurs von Crinetics Pharmaceuticals verdoppelte sich fast auf 83,53 US-Dollar. Zuvor hatte Vertex Pharmaceuticals mitgeteilt, das Unternehmen für 85 Dollar je Aktie in bar übernehmen zu wollen. Die Transaktion hat ein Volumen von rund 10 Milliarden Dollar. Die Vertex-Anteilscheine verloren 1,4 Prozent.

Die Titel von Fiserv gewannen 1,8 Prozent. Am Vorabend waren Berichte bekannt geworden, wonach der Anbieter von Zahlungstechnologie den Verkauf seines Star-Netzwerks - einer wichtigen Infrastruktur für die Abwicklung von Debitkartentransaktionen - an ein Konsortium der grössten US-Banken prüft. Zuerst hatte das «Wall Street Journal» darüber berichtet.

(AWP/Bloomberg/Reuters/cash)

Reto Zanettin
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