Zum aktuellen Geschehen im Dow Jones geht es hier.

Zum aktuellen Geschehen im Nasdaq 100 geht es hier.

+++

17:40

Der Swiss Market Index (SMI) hat den Handelstag mit einem Plus von 0,2 Prozent auf 14'544 Punkte beendet. Nach einem verhaltenen Start in die Sitzung erholte sich der Leitindex im Tagesverlauf und stieg bis auf 14'624 Zähler, ehe er zum Schluss wieder leicht nachgab. Das Tagestief hatte er zu Handelsbeginn bei 14'543 markiert.

Am Ende hielten sich Gewinner und Verlierer bei den 20 SMI-Mitgliedern mit elf Gewinnern und neun Verlierern die Waage. Zu den stärksten Gewinnern gehörten Alcon (+1,6 Prozent), Sika (+1,4 Prozent) und Partners Group (+1,4 Prozent).

Roche (+0,7 Prozent) profitierte von einer Heraufstufung durch Morgan Stanley auf «Overweight» mit stark erhöhtem Kursziel. Auch Novartis (+0,6 Prozent) und Nestlé (+0,1 Prozent) schlossen höher. Lonza avancierte um 1 Prozent, nachdem Barclays das Kursziel angehoben hatte

Auf der Verliererseite stürzte Amrize mit minus 8,8 Prozent ab, nachdem das Unternehmen enttäuschende Zweitquartalszahlen mit gestiegenen Kosten und gesenkter Gewinnprognose vorgelegt hatte. Holcim fiel im Kielwasser der Amrize-Schwäche als Baustoffwert um 2,4 Prozent zurück. Swisscom büsste 2,2 Prozent ein.

In den hinteren Reihen des Marktes setzte Sandoz mit einem Plus von 5,2 Prozent die Erholung nach den überzeugenden Halbjahreszahlen vom Mittwoch fort. Ypsomed legte um 1,9 Prozent zu und profitierte von einer Neuabdeckung durch CFRA. Adecco (+4,4 Prozent) zogen nach einer positiven Studie von Bernstein an, Mobimo (+1 Prozent) dank eines neubewertungsbedingten Gewinnsprungs. Auf der Gegenseite fielen Villars (-5,7 Prozent), Gurit (-3,5 Prozent) oder Komax (-2,3 Prozent) zurück, ohne unternehmensspezifische Neuigkeiten.

+++

17:00

Aktuelle Arbeitsmarktdaten haben die US-Börsen am Freitag gestützt. So ist die Beschäftigung in den Vereinigten Staaten unerwartet gesunken. Dies dürfte Sorgen mildern, dass die US-Notenbank Fed die Leitzinsen bald anheben könnte.

Der Leitindex Dow Jones Industrial legte um 0,3 Prozent auf 54'043 Punkte zu. Auf Wochensicht deutet sich damit für das nahe dem Rekordhoch notierende Börsenbarometer ein Plus von 3 Prozent an.

Der marktbreite S&P 500 gewann am Freitag 0,5 Prozent auf 7749 Zähler. Für den technologielastigen Nasdaq 100 ging es um 0,8 Prozent auf 29'611 Punkte nach oben.

«Der US-Arbeitsmarktbericht für Juli war in nahezu allen Belangen enttäuschend», schrieb Volkswirt Dirk Chlench von der Landesbank Baden-Württemberg. «Angesichts dessen sehen wir uns in unserer Aussenseitermeinung, dass die Fed im weiteren Jahresverlauf keine Leitzinserhöhungen vornehmen wird, bestärkt.»

Im Blick standen zudem die Entwicklungen im Nahen Osten. Der eskalierende Konflikt zwischen Saudi-Arabien und der Huthi-Miliz im Jemen droht eine Friedenslösung im Iran-Krieg zu erschweren. Dagegen geht US-Präsident Donald Trump nach eigenen Angaben weiter davon aus, dass der Iran-Krieg «ziemlich bald» enden und eine Einigung zur Öffnung der Strasse von Hormus bevorstehen könnte. Der Ölpreis legte angesichts der bestehenden Unsicherheiten zuletzt etwas zu.

Dem Nasdaq 100 verhalfen deutliche Gewinne bei den Aktien von Microchip Technology , Airbnb und SpaceX auf die Sprünge. So zogen die Anteilscheine von Airbnb an der Index-Spitze um 16 Prozent an. Der Betreiber einer Unterkünfte-Plattform hatte seine Umsatzprognose für das Gesamtjahr erneut angehoben.

Die Papiere von Microchip Technology gewannen fast 13 Prozent. Das Halbleiterunternehmen hatte für das erste Geschäftsquartal einen Gewinnsprung ausgewiesen und einen Ausblick gegeben, der gut ankam.

Mit einem Plus von fast elf Prozent blieben die Aktien von SpaceX auf Erholungskurs. Argus Research hatte die Anteilscheine zum Kauf empfohlen. Die Analysten schrieben, sie seien von der «schnellen Amortisation» der Investitionen des Unternehmens in die KI-Infrastruktur beeindruckt.

Anleger von Cloudflare freuten sich über einen Kursgewinn von fast zehn Prozent. Das Cybersicherheits-Unternehmen hatte mit seinen Geschäftszahlen die Markterwartungen übertroffen und seine Gewinnprognose für das laufende Jahr angehoben.

Unter den im S&P 500 gelisteten Papieren fielen Resmed um mehr als sechs Prozent. Der Hersteller von Beatmungsgeräten war mit seiner bereinigte Bruttomarge und dem bereinigte Betriebsergebnis im vierten Geschäftsquartal hinter den Markterwartungen zurückgeblieben. Analysten wiesen zudem auf Schwächen im Amerika-Geschäft hin.

Am Index-Ende sackten die Anteilscheine von Trade Desk um gut ein Fünftel ab. Das Werbetechnologieunternehmen hatte mit seiner Umsatzprognose für das dritte Quartal enttäuscht.

+++

16:20

Ein scharfer Rückgang des US-Arbeitsmarktes lässt die Renditen von Treasury-Anleihen einbrechen und weckt bei den Anlegern Optimismus, dass die US-Notenbank (Fed) von bevorstehenden Zinserhöhungen absehen wird.

Die Beschäftigung ausserhalb der Landwirtschaft ging im Juli um 23'000 Stellen zurück – eine unerwartet schwache Zahl, die durch eine drastische Abwärtsrevision von insgesamt 103'000 Stellen für Mai und Juni noch verschärft wurde. Die Arbeitslosenquote sank leicht auf 4,1 Prozent, während die Erwerbsbeteiligungsrate weiter zurückging.

Folglich fiel die Rendite der US-Referenzanleihe mit 10 Jahren Laufzeit um fünf Basispunkte auf 4,63 Prozent, während die Rendite der 30-jährigen US-Anleihe um vier Basispunkte auf 5,19 Prozent nachgab. Die politikempfindliche Zweijahresanleihe verlor sieben Basispunkte und fiel auf 4,19 Prozent.

Die Händler von Fed-Funds-Futures sehen nach dem CME FedWatch-Tool nun mit einer Wahrscheinlichkeit von 57,9 Prozent, dass die Zentralbank bei ihrer Sitzung im September 2026 den Leitzins im aktuellen Bereich von 3,50 bis 3,75 Prozent belässt. Das verglichen mit einer Wahrscheinlichkeit von 45,0 Prozent einen Tag zuvor.

+++

15:55

Die Aktien von Wendy's legen zu Handelsbeginn rund 2 Prozent zu. Dies, obwohl die Fast-Food-Kette Quartalsergebnisse veröffentlicht hatte, die einen schwächeren Restaurantverkehr und anhaltenden Margendruck durch Inflation und höhere Lohnkosten widerspiegelten. Die vergleichbaren Umsätze in den USA fielen um 7 Prozent, während die internationalen vergleichbaren Umsätze um 2,3 Prozent zurückgingen – beides verfehlte die Erwartungen.

Grund für den leichten Kursanstieg dürfte ein Umsatzanstieg, der die Schätzungen der Wall Street um rund 13 Millionen Dollar übertraf, gewesen sein. Sowie ein Gewinn pro Aktie von 0,29 Dollar, der sich gegenüber dem Vorquartal verbessert hat.

Zu den stärkeren Titeln an der Wall Street zählen zudem Airbnb (+15 Prozent), Palantir (+5 Prozent), Natera (+18 Prozent) oder der Goldproduzent Newmont (+6 Prozent).

+++

15:30

Die US-Börsen starten im Plus. Der Dow Jones Industrial avanciert um 0,1 Prozent auf 54’000 Punkte. Für den marktbreiten S&P 500 geht es um 0,3 Prozent auf 7’736 Zähler hoch. Und der technologielastige Nasdaq 100 verbucht mit 29’600 Punkten ein Plus von 0,7 Prozent.

+++

14:55

Vor dem Börsenstart signalisiert der Broker IG für den überwiegend mit Standardwerten bestückten Dow Jones Industrial ein Plus von 0,3 Prozent auf 54.065 Punkte. Die Indikation für den Nasdaq 100 liegt 1,2 Prozent höher bei 29.738 Zählern.

«Der US-Arbeitsmarktbericht für Juli war in nahezu allen Belangen enttäuschend», schrieb Volkswirt Dirk Chlench von der Landesbank Baden-Württemberg in einer ersten Reaktion. «Angesichts dessen sehen wir uns in unser Aussenseitermeinung, dass die US-Notenbank Fed im weiteren Jahresverlauf keine Leitzinserhöhungen vornehmen wird, bestärkt.»

Im Blick stehen zudem die Entwicklungen im Nahen Osten. Der eskalierende Konflikt zwischen Saudi-Arabien und der Huthi-Miliz im Jemen droht eine Friedenslösung im Iran-Krieg zu erschweren. Dagegen geht US-Präsident Donald Trump nach eigenen Angaben weiter davon aus, dass der Iran-Krieg «ziemlich bald» enden und eine Einigung zur Öffnung der Strasse von Hormus bevorstehen könnte. Der Ölpreis legte angesichts der bestehenden Unsicherheiten zuletzt etwas zu.

Unter den Einzelwerten stieg die Aktie von Airbnb im vorbörslichen Handel um 7,2 Prozent. Der Betreiber einer Unterkünfte-Plattform hatte seine Umsatzprognose für das Gesamtjahr erneut angehoben.

Die Papiere von Cloudflare machten einen Kurssprung um 16 Prozent, nachdem das Cybersicherheits-Unternehmen seine Gewinnprognose für das laufende Jahr angehoben und die Markterwartungen übertroffen hat.

Für die Aktie von Resmed ging es zuletzt um 10 Prozent nach unten. Das Medizintechnik-Unternehmen hatte Zahlen für das vierte Geschäftsquartal vorgelegt.

+++

14:50

Der Dollar gibt zum Franken 0,83 Prozent ab und kostet nun 80,57 Rappen.

Auslöser für die rapide Abwertung des Greenback ist der überraschend starke Stellenabbau in den USA. Er deutet auf eine sich abkühlende Konjunktur hin. Das spricht eher für tiefere als für höhere Leitzinsen. Die Aussicht auf eine geringere Zinsdifferenz zwischen den USA und der Schweiz belastet den Dollar.

Die ​US-Notenbank Federal Reserve (Fed) hat den Arbeitsmarkt genau genau ‌im Blick, da sie für Vollbeschäftigung und für stabile Preise sorgen soll. Sie hat ​den ​Leitzins zuletzt in ⁠der Spanne von 3,50 bis ​3,75 Prozent belassen.

+++

14:30

Trübe Geschäftsaussichten belasten die Aktien des Sportartikelherstellers Under Armour. Die Titel geben im vorbörslichen US-Handel um rund drei Prozent nach. Im ersten Quartal sank der ‌Umsatz des ⁠Konzerns in Nordamerika um neun Prozent. Für das Gesamtjahr wird ein Umsatzminus im mittleren einstelligen Prozentbereich erwartet. Bislang war ein «leichter Rückgang» angekündigt ⁠worden.

+++

14:15

Ein optimistischerer Blick nach vorne dank wachsender KI-Nachfrage beflügelt die Aktien von Cloudflare. Die Aktien gewinnen im vorbörslichen US-Handel ‌mehr als 16 ⁠Prozent.

Der Cloud-Dienstleister rechnet nun mit einem Gesamtjahresumsatz von 2,86 bis 2,87 Milliarden Dollar, gegenüber der bisherigen Prognose von 2,805 ⁠bis 2,813 Milliarden Dollar. Die Analysten von RBC Capital Markets merken an, dass das Unternehmen «über mehrere nachhaltige Wege zur Monetarisierung von KI auf mittel- bis ‌langfristiger Basis verfügt, was eine höhere Bewertung rechtfertigt.» Die Aktien haben seit Jahresbeginn 44 Prozent ‌zugelegt.

+++

13:30

Die Futures der US-Aktienmärkte stehen vor der Eröffnung höher: 

- Dow-Jones-Futures: plus 0,13 Prozent.
- S&P-500-Futures: plus 0,26 Prozent.
- Nasdaq-Futures: plus 0,55 Prozent.

Unterdessen steht der SMI 0,63 Prozent höher. Schub haben die Partizipationsscheine von Roche (plus 2,3 Prozent). Abgestraft wird Amrize für die nachbörsliche Zahlenvorlage vom Donnerstag: minus 10 Prozent. 

+++

13:15

Abnehmende Spekulationen auf eine baldige Zinserhöhung der US-Notenbank treiben den Goldpreis an. Das Edelmetall ‌verteuert sich ⁠um zwei Prozent auf 4321 Dollar je Feinunze und steuert mit einem Zuwachs von mehr ⁠als sechs Prozent auf den grössten Wochengewinn seit Januar zu.

Händler sehen die Chance für eine Zinserhöhung im September bei 55 Prozent, ‌nach 67 Prozent in der Vorwoche. Da das Edelmetall ein zinsloses ‌Investment ist, verliert es in Zeiten höherer ​Zinsen an Attraktivität. Die Strategen der UBS gehen davon aus, dass der Goldpreis in der ersten Hälfte des Jahres 2027 auf 5000 Dollar steigen wird.

+++

11:40

Der SMI steht 0,37 Prozent höher bei 14'572 Punkten, derweil der SPI um 0,43 Prozent auf 20'533 Zähler vorrückt.

Vor dem Wochenende setzen die Investoren am Schweizer Aktienmarkt vor allem auf die defensiven Vertreter. Dabei erweisen sich speziell die beiden Pharma-Schwergewichte als massgebliche Stütze für den SMI. Denn an sich sei die Luft für diese Woche raus - auch wenn am Nachmittag mit dem monatlichen US-Arbeitsmarktbericht auf Datenseite noch der wohl wichtigste Termin für diese Woche ansteht, so ein Händler.

Die geopolitischen Unwägbarkeiten im Nahen Osten blieben einfach zu gross, «auch weil die gegenseitigen Forderungen der Kriegsparteien eine Lösung weiter erschweren», fasst ein Börsianer zusammen. Entscheidend sei, dass den politischen Signalen diesmal belastbare Vereinbarungen folgen. «Anleger dies- und jenseits des Atlantiks erwarten Taten statt Worte», so ein weiterer Börsianer. Am Ende bleibe die Lage weiterhin fragil und der jüngste Zickzackkurs könnte jederzeit in die nächste Runde gehen. «Zu oft wurden Anleger in den vergangenen Monaten von vermeintlichen Friedenssignalen enttäuscht.»

Im SMI halten sich Gewinner und Verlierer mit jeweils 10 Vertretern die Waage. Klarer Ausreisser sind mit -9,1 Prozent Amrize. Der auf Baustoffe in Nordamerika spezialisierte Konzern hat am Vorabend ein durchwachsenes Zahlenset zum zweiten Quartal vorgelegt. Einer dynamischen Umsatzentwicklung stehen gestiegene Kosten und Margendruck gegenüber.

Im Kielwasser von Amrize geben auch die Aktien der ehemaligen Mutter Holcim (-1,2 Prozent) nach. Mit ABB (-0,5 Prozent) und Geberit (-0,8 Prozent) fallen noch weitere baunahe Zykliker klar zurück.

Bei den Versicherern Swiss Life, Swiss Re und Zurich machen Börsianer die Zahlen der deutschen Konkurrenz für die Abgaben von bis zu 1,1 Prozent verantwortlich.

Dem stehen Kursgewinne von 2,1 Prozent auf 372,40 Franken beim Schwergewicht Roche gegenüber. Morgan Stanley hat das Rating auf «Overweight» erhöht und das Kursziel um mehr als ein Drittel auf 410 Franken nach oben geschraubt. Auch Konkurrent Novartis (+1,0 Prozent) gehört zu den Favoriten.

Mit Alcon (+1,2 Prozent) und aus dem SMIM den beiden SMI-Anwärtern Sandoz (+3,6 Prozent) und Galderma (+2,5 Prozent) gewinnen noch weitere eher defensive Vertreter aus der Gesundheitsbranche zum Wochenschluss überdurchschnittlich klar hinzu. Gerade Sandoz haben damit seit der Zahlenvorlage am Mittwoch mehr als 10 Prozent hinzugewonnen.

Derweil wechselt Schwergewicht Nummer drei, Nestlé (-0,1 Prozent), immer wieder das Vorzeichen und pendelt damit in einer engen Spanne um seinen Vortagesschlusskurs.

In den hinteren Reihen hat noch die Immobilien-Gesellschaft Mobimo (unverändert) Zahlen vorgelegt, die Aktie zeigt sich aber unbeeindruckt.

Zu den auffälligeren Werten zählen noch der Laborausrüster Tecan (+2,3 Prozent) und auch Swissquote (-2,5 Prozent). Beide legen in der kommenden Woche Zahlen vor. Bei Tecan stellt sich dann die Frage, ob die Vorschusslorbeeren gerechtfertigt waren, während die Halbjahresbilanz bei Swissquote sich als der dringend benötigte Impulsgeber erweisen könnte, aus der jüngsten Kursstarre auszubrechen.

Im heutigen weiteren Handelsverlauf steht dann noch das eigentliche Highlight dieser Woche an: die monatlichen US-Arbeitsmarktdaten. Sie haben das Potenzial, die Zinserwartungen und das Marktgeschehen zu beeinflussen, auch weil es immer wieder Überraschungen gegenüber der Konsensschätzung gibt.

+++

+++

 

09:40

Der SMI steht 0,44 Prozent höher bei 14'581 Punkten. Zugleich steigt der SPI um 0,41 Prozent auf 20'537 Zähler.

Dem Schweizer Aktienmarkt kommt seine defensive Ausrichtung zum Wochenschluss einmal mehr gelegen. Alle drei Schwergewichte sind im Gewinnerfeld zu finden und schieben den Leitindex SMI nach oben. Generell sei aber die Luft für diese Woche raus - auch wenn am Nachmittag mit dem monatlichen US-Arbeitsmarktbericht auf Datenseite noch der wohl wichtigste Termin für diese Woche ansteht, so ein Händler.

Die geopolitischen Unwägbarkeiten im Nahen Osten blieben einfach zu gross, «auch weil die gegenseitigen Forderungen der Kriegsparteien eine Lösung weiter erschweren», fasst ein Börsianer zusammen. «Das spiegelte sich bereits im gestrigen Handel durch erneut anziehende Rohölpreise wider.» Der Nahostkonflikt bleibe der grösste Bremsklotz für die globale konjunkturelle Entwicklung in den kommenden Monaten. Zwar deute sich eine Erholung in den grössten Wirtschaftsräumen an, aber diese hänge am seidenen Faden der Energiepreise.

Bei den 20 SMI-Werten sind die Verlierer (12) in der Überzahl. Klarer Ausreisser sind mit -8,5 Prozent Amrize. Der auf Baustoffe in Nordamerika spezialisierte Konzern hat im zweiten Quartal 2026 den Umsatz und auch den Gewinn gesteigert. Die Umsatzprognose für das Gesamtjahr wurde leicht erhöht, diejenige für den operativen Gewinn etwas reduziert.

Dem stehen Kursgewinne von 1,9 Prozent auf 371,60 Franken beim Schwergewicht Roche gegenüber. Morgan Stanley hat das Rating auf «Overweight» erhöht und das Kursziel um mehr als ein Drittel auf 410 Franken nach oben geschraubt. Auch Konkurrent Novartis (+0,9 Prozent) gehört zu den Favoriten, während Nestlé (+0,1 Prozent) den Markt stützen.

Allerdings dürften die Unternehmenszahlen im Handelsverlauf dann in den Hintergrund rücken, denn in den USA stehen am Nachmittag die monatlichen Arbeitsmarktdaten auf der Agenda. Sie haben das Potenzial, die Zinserwartungen und das Marktgeschehen zu beeinflussen, auch weil es immer wieder Überraschungen gegenüber der Konsensschätzung gibt.

+++

09:10

Der SMI schüttelt die vorbörslichen Verluste ab. Er steht 0,4 Prozent höher bei 14'571 Punkten. 

Roche verzeichnet ein 2-prozentiges Plus, derweil Lonza um 1,2 Prozent und Novartis um 0,9 Prozent vorrücken. 

Bis ans Ende des SMI-Tableaus durchgereicht wird Amrize: Die Aktie büsst nach der Zahlenvorlage vom Donnerstagabend 8 Prozent ein.

Am breiten Markt ziehen die Biopharma-Titel von Idorsia (plus 3,7 Prozent), Newron (plus 2,8 Prozent) und Santhera (plus 2,2 Prozent) an. 

+++

08:20

Neue Kursziele und Ratings für Schweizer Aktien: 

Stadler Rail: JPMorgan erhöht auf 22,00 (19,40) Fr. – Underweight
Zehnder: Jefferies senkt auf 72 (76) Fr. – Hold
Ypsomed: CFRA startet mit Hold - Ziel 427 Fr.
Holcim: JPMorgan erhöht auf 87 (84) Fr. – Overweight
Adecco: Bernstein SG erhöht auf 29 (26) Fr. – Outperform
Lonza: Barclays erhöht auf 680 (670) Fr. – Overweight
Zurich: Royal Bank of Canada senkt auf 650 (670) Fr. – Outperform
Tecan: Deutsche Bank erhöht auf 176 (151) Fr. – Hold

+++

08:05

Der SMI steht im vorbörslichen Handel bei Julius Bär 0,23 Prozent tiefer.

Unter Druck steht vor allem Amrize. Die Titel stehen nach der Zahlenvorlage vom Donnerstagabend 5 Prozent tiefer.

Am breiten Markt, der 0,12 Prozent zurückgeht, fallen alle Titel in etwa im Einklang mit dem Gesamtmarkt.

+++

07:40

Der Dax wird am Freitag der Kursentwicklung an den Terminmärkten zufolge mit wenig Bewegung in den ‌Handel ⁠starten. Am Donnerstag hatte der deutsche Leitindex knapp im Plus ⁠bei 26'140,13 Punkten geschlossen. Für gute Stimmung an den europäischen Börsen sorgten vor ‌allem positiv aufgenommene Konzernbilanzen.

An der Wall ‌Street ging es hingegen ​nach unten. Im Mittelpunkt zum Wochenschluss steht der US-Arbeitsmarktbericht für Juli. Experten erwarten ein Plus von 80'000 Stellen, nach 57'000 im Juni. Werte weit unter 100'000 gelten für die USA als sehr ‌niedrig. Die US-Notenbank, die für Vollbeschäftigung und Preisstabilität sorgen soll, achtet genau auf diese Entwicklung.

In Deutschland zeigen wichtige Konjunkturdaten, wie sich ​die Wirtschaft zum Ende des ersten Halbjahrs geschlagen ​hat. Für die Produktion im Juni ​erwarten von Reuters befragte Experten ein kleines Plus von 0,1 Prozent. Im ‌Mai hatte es noch einen Zuwachs von 0,9 Prozent gegeben. Auch bei den Exporten dürfte die Wachstumsdynamik im Juni nachgelassen haben.

Auf ​der ​Unternehmensseite warten Anleger unter ⁠anderem auf die Bilanzen von Daimler Truck, ​Münchener Rück, Porsche SE, ⁠Lanxess und der Allianz. Ebenfalls am Freitag entscheidet die Hauptversammlung von ‌Thyssenkrupp über die Abspaltung der Werkstoff-Handelstochter tk accelis. Die Zustimmung gilt als Formsache. 

+++

06:20

Der Swiss Market Index (SMI) steht vorbörslich bei der IG Bank 0,19 Prozent tiefer bei 14'510 Punkten.

+++

06:10

Ein Euro kostet 93,64 Rappen (plus 0,08 Prozent). Der Dollar ist 81,26 Rappen wert.

+++

04:55

Die asiatischen Aktienmärkte haben sich am Freitag vor den mit Spannung erwarteten US-Arbeitsmarktdaten uneinheitlich gezeigt. Anleger erhoffen sich von dem später am Tag erwarteten US-Arbeitsmarktbericht Hinweise auf die künftige Zinspolitik der US-Notenbank (Fed). Experten rechnen für Juli mit 80.000 neuen Stellen ‌nach 57.000 im ⁠Juni und einer unveränderten Arbeitslosenquote von 4,2 Prozent. «Da Anleiherenditen und Inflation die grössten Risiken für Aktien bleiben, gehen wir davon aus, dass ⁠gute Nachrichten vom Arbeitsmarkt an den Börsen negativ aufgenommen werden», sagte Michael Feroli, Chefvolkswirt für die USA bei JPMorgan. Ein starkes Beschäftigungsplus würde die Erwartung längerfristig hoher Zinsen ‌untermauern und für weiteren Aufwärtsdruck bei den Zinsen sorgen. Ob es im kommenden Monat zu ‌einer Zinserhöhung kommt, gilt an den Märkten derzeit als völlig offen.

Der ​japanische Nikkei-Index gab um 0,9 Prozent nach. Verluste bei KI- und Chip-Aktien machten breitere Kursgewinne am Markt zunichte. Der breiter gefasste Topix legte dagegen leicht um 0,04 Prozent auf 4057,47 Zähler zu. Auf Wochensicht hat der Nikkei damit 1,2 Prozent gewonnen, der Topix 1,3 Prozent.

Auch die Aktien der SoftBank Group gaben nach, obwohl das Unternehmen die Markterwartungen für das erste Quartal übertroffen hatte. Die Titel der SoftBank Group ‌fielen am Freitag um 4,3 Prozent. Der Technologieinvestor hatte am Donnerstag für das erste Quartal einen Gewinnrückgang um 18 Prozent gemeldet, der damit geringer ausfiel als erwartet. «Das Ergebnis hat den Marktkonsens übertroffen, lieferte aber keine Impulse, die den Aktienkurs hätten beflügeln können», sagte Naoki Fujiwara, leitender Fondsmanager bei ​Shinkin Asset Management.

Der breit gefasste MSCI-Index für asiatische Aktien ausserhalb Japans trat auf der Stelle. Der südkoreanische Kospi ​verlor 0,5 Prozent und verzeichnete damit die siebte Verlustwoche in Folge, während der chinesische CSI-300-Index ​um 0,2 Prozent zulegte.

+++

04:10

Im asiatischen Devisenhandel gewann der Dollar geringfügig auf 158,32 Yen und legte leicht auf 6,7468 Yuan zu. Zur Schweizer Währung rückte er auf 0,8125 ‌Franken vor. Parallel dazu blieb der Euro fast unverändert bei 1,1520 Dollar und zog leicht auf 0,9360 Franken an.

02:50

Die Spannungen im Nahen Osten trieben unterdessen die Ölpreise an. Nordsee-Öl der Sorte Brent verteuerte sich um 1,2 Prozent auf 83,46 Dollar pro Barrel (159 Liter), nachdem der Preis bereits ​am ​Vorabend um 3,8 Prozent zugelegt hatte. Auf Wochensicht zeichnete sich für Brent ⁠jedoch weiter ein Minus von 7,5 Prozent ab; der Preis blieb deutlich unter ​dem jüngsten Höchststand von 102 Dollar, ⁠den die Sorte vor zwei Wochen erreicht hatte.

Zuvor hatten jemenitische Huthi-Rebellen das wichtige Ölförderland Saudi-Arabien angegriffen. Die Regierung in Riad warnte, koordinierte ‌Angriffe der Huthis und vom Iran unterstützter irakischer Milizen stünden unmittelbar bevor. Der Iran prüft zudem einen Gesetzentwurf, dem zufolge Schiffen unter der Flagge der USA, Israels und anderer als «feindlich» eingestufter Staaten die Durchfahrt durch die Strasse von Hormus verboten ‌wäre. Bei Verstössen sieht der Entwurf Geldstrafen von bis zu 20 Prozent des Frachtwerts vor.

Das US-ÖlWTI notierte 1,0 Prozent fester bei 78,09 Dollar.

+++

01:10

Der Leitindex Dow Jones Industrial fiel um 0,85 Prozent auf 53'885,10 Punkte. Der marktbreite S&P 500 verlor 0,18 Prozent auf 7709,96 Zähler. Beide Börsenbarometer hatten zur Wochenmitte einmal mehr Höchststände erreicht.

Für den Nasdaq 100 ging es um 0,39 Prozent auf 29'373,33 Punkte nach unten. In der Tech-Branche gab es einige enttäuschende Unternehmensnachrichten, so dass in dem technologielastigen Index mehrere Werte mit prozentual zweistelligen Kursverlusten herausragten.

Die Titel von Honeywell Aerospace etwa sackten um gut 23 Prozent ab. Eine unerwartete Senkung der Prognose hatte die Anleger nur wenige Wochen nach dem Start des Zulieferers der Luftfahrt- und Rüstungsindustrie als eigenständiges Unternehmen aufgeschreckt.

Applovin, Betreiber einer Plattform für Marketing, mobile Werbung und App-Monetarisierung, hatte mit seinem Umsatz und seinem Margenausblick enttäuscht. Dies straften die Anleger mit einem Kursverlust in Höhe von fast 20 Prozent ab.

Die Aktien von Datadog büssten nach ihrer jüngsten Rally 19 Prozent ein. Hier wiesen Analysten anlässlich der Geschäftszahlen auf die hohen Erwartungen der Anleger im Vorfeld der Ergebnisse sowie auf die verhaltene Prognose des Softwareunternehmens für den Rest des Jahres hin.

Western Digital war mit seiner Prognose für den Umsatz im laufenden Quartal hinter der Markterwartung zurückgeblieben, sodass die Papiere um 13 Prozent fielen. Das Unternehmen stellt Geräte und Komponenten zur Datenspeicherung her.

Die Anteilscheine von Motorola Solutions hingegen zogen um gut acht Prozent an. Der Hersteller sogenannter intelligenter Kameras hatte die Ziele für Umsatz und Gewinn in diesem Jahr nach oben geschraubt.

Derweil stabilisierten sich die Aktien der Weltraum- und KI-Firma SpaceX nach ihrem Kursrutsch zur Wochenmitte und stiegen um gut sechs Prozent. Damit verdauten die Anleger eine nun erfolgte, erste Freigabe von Papieren aus einer gestaffelten Haltefristvereinbarung, die Insider zuvor am Verkauf der Titel gehindert hatte. Bei dieser Anlegergruppe handelt es sich vor allem um Altaktionäre und bestimmte Mitarbeiter, die so eine plötzliche Überflutung des Marktes mit Wertpapieren verhindert hatten.

Ausserhalb der Tech-Branche legten die Anteilscheine von ConocoPhillips um anderthalb Prozent zu. Der Öl- und Gasproduzent hatte im zweiten Quartal dank hoher Energiepreise deutlich mehr verdient als von Analysten im Mittel erwartet. Die Papiere von Ralph Lauren gewannen vier Prozent. Das Modeunternehmen hatte mit seinem bereinigten Gewinn je Aktie positiv überrascht.

(cash/AWP/Bloomberg/Reuters)

Reto Zanettin
Reto ZanettinMehr erfahren