Invest - Stimmen zum Markt

17.02.2017 11:45
Jean Baptiste Berthon, Senior Cross-Asset Strategist, Lyxor Asset Management
Der Lyxor Hedge Fund Index gab im Januar leicht nach (-0,3%), wobei sieben von zehn Lyxor-Indizes eine positive Performance erreichten.Weiterlesen...
14.02.2017 15:05
Marc Pribram, Derivatives & ETFs Public Distribution, Commerzbank
In den vergangenen Monaten hat sich bereits abgezeichnet, was zum Jahresende 2016 dann Gewissheit wurde: Daimler hat BMW den Titel «weltgrösster Premiumhersteller» abgenommen.Weiterlesen...
13.02.2017 17:00
Philippe Ferreira, Head of Research Managed Account Platform, Lyxor Asset Management
Anfang 2017 verloren Value-Aktien an Kraft, da der Überschwang der Märkte abebbte und bei Anlegern die Risiken von Handelskriegen wieder ins Bewusstsein rückten.Weiterlesen...
08.02.2017 15:30
Dr. Cyrill Zimmermann, Head Healthcare Funds & Mandates, Bellevue Asset Management AG
In den USA stehen mit Präsident Donald Trump die Zeichen in der Gesundheitspolitik auf grosse Veränderungen. Für die Unternehmen bedeutet das: neue gesetzliche Rahmenbedingungen und flexiblere neue Geschäftsmodelle.Weiterlesen...
23.01.2017 16:30
Jean-Baptiste Berthon, Senior Cross-Asset Strategist, Lyxor Asset Management
Donald Trump ist nun der 45. Präsident der USA. Er übernimmt sein Amt in einer Zeit mit raschen Verschiebungen der politischen, wirtschaftlichen und geopolitischen Tektonik. Weiterlesen...
18.01.2017 14:17
Simon Przibylla, Director Public Solutions, Leonteq Securities AG
Mit Nahrungsmitteln lässt sich nicht nur der gewöhnliche Hunger stillen, sondern auch eine hohe Rendite erzielen. Weiterlesen...
16.01.2017 14:32
Andreas Stocker, Derivatives & ETFs Public Distributions, Commerzbank
Das Jahr 2016 wurde von politischen Schockwellen heimgesucht. Auch im neuen Jahr droht von dieser Seite Ungemach. Weiterlesen...
13.01.2017 09:17
Eric Blattmann, Leiter Public Distribution Financial Products Zürich, Bank Vontobel AG
In den letzten Jahren befand sich der Ölpreis auf Achterbahnfahrt. Kann die Gold-Öl-Ratio dabei als Navigationshilfe dienen? Verschiedene smarte Möglichkeiten, um an einem potenziell steigenden Ölpreis zu partizipieren.Weiterlesen...
10.01.2017 10:30
Jean-Baptiste Berthon, Senior Cross-Asset Strategist, Lyxor Asset Management
Eine ereignislose Woche für Hedgefonds: Inmitten verringerter Handelsvolumina und einer Pause im Reflation-Trade blieben die meisten Lyxor-Indizes so gut wie unverändert. Weiterlesen...
20.12.2016 15:41
Simon Przibylla, Director Public Solutions, Leonteq Securities AG
Erdöl: Der Hahn geht zu, die Preise hoch. Weiterlesen...
15.12.2016 10:32
Andreas Stocker, Derivatives & ETFs Public Distributions, Commerzbank
Der altbewährte Investmentansatz »Aktien kaufen und liegen lassen« führt in der gegenwärtigen Zeit nicht unbedingt zum gewünschten Anlageerfolg. Die Börsen zeigen sich angesichts zahlreicher Unsicherheiten eher launisch.Weiterlesen...
14.12.2016 14:15
Robin Lemann, Public Distribution Team Schweiz, UBS
Aktuelle Analysen sprechen dafür, dass die verstärkte Präsenz von Frauen in den Chefetagen sowohl die Unternehmens- als auch die Börsenperformance verbessern kann.Weiterlesen...
07.12.2016 14:30
Dominique Böhler, Head of Public Distribution & ETFs Schweiz, Commerzbank
ABB und Siemens vereinen in einem besonderen Masse Tradition und Moderne. Nicht nur im operativen Geschäft, auch an der Börse lieferte sich das Duo einen spannenden Konkurrenzkampf.Weiterlesen...
29.11.2016 15:50
Philippe Ferreira, Head of Research Managed Account Platform, Lyxor Asset Management
In seiner ersten Woche im Amt traf der neue US-Präsident rasch wichtige Entscheidungen. Die US-Börsen jubeln. Hedgefonds machten sich diese Aufwärtsentwicklungen am Markt zunutze. Weiterlesen...
29.11.2016 11:25
Philippe Ferreira, Head of Research Managed Account Platform, Lyxor Asset Management
In Anbetracht von guten US-Konjunkturkennzahlen und einer zum Handeln bereiten US-Notenbank legten die Treasury-Renditen in den letzten Wochen immer weiter zu.Weiterlesen...
22.11.2016 11:00
Simon Przibylla, Director Public Solutions, Leonteq Securities AG
Die Karten in der Welt werden neu gemischt.Weiterlesen...
18.11.2016 15:17
Eric Blattmann, Leiter Public Distribution Financial Products Zürich, Bank Vontobel AG
Wir werden älter – und sind biologisch doch jünger. Immer mehr «jung gebliebene Alte» lassen neue Lebenswelten entstehen.Weiterlesen...
16.11.2016 14:50
Philippe Ferreira, Senior Cross-Asset Strategist, Lyxor Asset Management
Der Lyxor Hedge Fund Index legte im Oktober um 0,9% zu, wobei sechs von zehn Lyxor-Indizes den Monat mit einer positiven Performance beendeten.Weiterlesen...
08.11.2016 14:21
Philippe Ferreira, Head of Research Managed Account Platform, Lyxor Asset Management
Die Risikoscheu legte in den letzten Tagen vor dem US-Wahltag. Sowohl Aktien als auch Anleihen verzeichneten negative Renditen. Gleichzeitig weiteten sich die Kreditspreads aus und die Energierohstoffe gaben nach.Weiterlesen...
04.11.2016 11:20
Simon Przibylla, Director Public Solutions, Leonteq Securities AG
Wenige Monate nach dem Votum der Briten für den Ausstieg aus der EU steht ein weiteres wichtiges Referendum für die Union an. Die Italiener müssen am 4. Dezember über eine tiefgreifende Verfassungsreform befinden. Weiterlesen...
03.11.2016 15:25
Dominique Böhler, Head of Public Distribution & ETFs Schweiz, Commerzbank
Viele Unsicherheitsfaktoren wie die US-Wahl oder auch die Austrittsverhandlungen von Grossbritannien lasten auf den Märkten. Allerdings gibt es auch Hoffnung: Die Konjunktur in der Schweiz nimmt immer mehr Fahrt auf...Weiterlesen...
31.10.2016 16:33
Dominik Gottet, Global Equity Derivatives, UBS Investment Bank
Im schweizerischen Vergleich ein überdurchschnittliches Gewinnwachstum, starke Bilanzen, nachhaltige Dividenden, sowie eine relativ attraktive Bewertung machen laut dem UBS Chief Investment Office Wealth Management ...Weiterlesen...
25.10.2016 17:05
Marc Pribram, Derivatives & ETFs Public Distribution, Commerzbank
Der M&A-Markt verzeichnete in den vergangenen Jahren kräftiges Wachstum. Zwar flaute der globale Boom im ersten Semester 2016 etwas ab, niedrige Finanzierungskosten und prall gefüllte Unternehmenskassen sprechen jedoch...Weiterlesen...
24.10.2016 14:39
Philippe Ferreira, Senior Cross-Asset Strategist, Lyxor Asset Management
Der Lyxor Hedge Fund Index legte im September um 0,14% zu, wobei fünf von zehn Lyxor-Indizes den Monat mit einer positiven Performance beendeten.Weiterlesen...
24.10.2016 12:15
Simon Przibylla, Director Public Solutions, Leonteq Securities AG
Auf dem deutschen Immoblienmarkt läuft es schon heute rund. Dem Anleger bieten sich gute Gelegenheiten. Und mit dem Brexit könnten diese sogar noch besser werden.Weiterlesen...
18.10.2016 14:54
Philippe Ferreira, Senior Cross-Asset Strategist, Lyxor Asset Management
Hedgefonds erlebten eine starke Woche, da die herausragende Performance von Global-Macro-Fonds Auftrieb verliehen hat.Weiterlesen...
17.10.2016 14:00
Andreas Stocker, Derivatives & ETFs Public Distributions, Commerzbank
Der altbewährte Investmentansatz »Aktien kaufen und liegen lassen« führt in der gegenwärtigen Zeit nicht unbedingt zum gewünschten Anlageerfolg. Die Börsen zeigen sich angesichts zahlreicher Unsicherheiten eher launisch.Weiterlesen...
14.10.2016 11:00
Robin Lemann, Public Distribution Team Schweiz, UBS
Mit Unternehmen, die auf den Radar eines Kaufinteressenten geraten, sind meist hohe Kursgewinne möglich. Weiterlesen...
07.10.2016 13:39
René Steiner, Leiter UBS Hedge Funds Solutions, UBS Asset Management Schweiz
UBS Hedge Fund Solutions ist der zweitgrösste Manager von Fund-of-Hedge-Funds weltweit und bietet ein breites Spektrum von Produktlösungen und Dienstleistungen an.Weiterlesen...

Wachstumsmarkt IT-Sicherheit

Die Digitalisierung weitet sich aus - und mit ihr auch Cyber-Kriminalität. Das wiederum ruft nach einer Aufrüstung des IT-Bereichs. Die Folge: Der Markt wächst.
07.10.2016 13:28
Simon Przibylla, Director, Public Solutions, Leonteq Securities AG

Explodierende Kosten durch «E-Crime»

Egal, ob geklaute Bankdaten oder gestohlene E-Mail-Adressen, die Zahl der Cyber-Attacken nimmt stetig zu. Neue Technologietrends wie Industrie 4.0, Cloud Computing oder auch Soziale Netzwerke machen die Systeme anfällig. Viele Experten sind sich daher einig, dass die Bedrohungen durch Hacker in Zukunft zu den grössten Herausforderungen für Unternehmen und Staaten zählen und das Thema IT-Sicherheit zum Dauerbrenner wird. Der britische Marktforscher Juniper Research geht beispielsweise davon aus, dass die Kosten der Internetkriminalität bis zum Jahr 2019 auf 2.10 Billionen US-Dollar emporschnellen werden. Dies entspricht rund dem Vierfachen im Vergleich zu 2015.

Prozentual zweistelliges Wachstum

Parallel dazu nehmen die Ausgaben für IT-Sicherheitsmassnahmen weiter zu. Die Marktforscher von MarketsandMarkets prognostizieren, dass der Cyber-Security-Markt von geschätzten 122.45 Milliarden US-Dollar in 2016 auf 202.36 Milliarden US-Dollar in 2021 zulegen wird. Die durchschnittliche jährliche Wachstumsrate liegt damit bei 10.60 Prozent. Der grösste Markt sind derzeit die USA und geht es nach den Analysten von MarketsandMarkets, wird dieser auch in den kommenden fünf Jahren die höchsten Steigerungsraten aufweisen.

Palo Alto Networks: Die Erlöse sprudeln

Kein Wunder also, dass in den USA die grössten IT-Sicherheitsunternehmen beheimatet sind. Ein Big Player ist die auf Netzwerksicherheit spezialisierte Palo Alto Networks. Mehr als 13 Milliarden US-Dollar Marktkapitalisierung bringt das Unternehmen auf die Waage. Der US-Konzern verfügt über eine Security-Plattform, derer sich Unternehmen ebenso bedienen können wie auch staatliche Einrichtungen. Und dass in diesen Bereichen das Sicherheitsbedürfnis steigt, lässt sich klar an den jüngsten Zahlen ablesen. Im Geschäftsjahr 2015/16 (31. Juli) sprang der Umsatz um 49% auf einen Rekordwert empor. Auch wenn unter dem Strich noch ein Verlust anfiel, 2016/17 könnte der Turnaround vollzogen werden. Analysten erwarten einen Millionengewinn und in den Folgejahren ein Wachstum von rund 30% p.a.

CyberArk: Hohes Gewinnmomentum

Schwarze Zahlen sind bei CyberArk dagegen bereits an der Tagesordnung. Der Anbieter von Sicherheitslösungen, die sich speziell auf den Kampf gegen gezielte Cyber-Bedrohungen konzentrieren, die unentdeckt bis ins Herz des Unternehmens vordringen, befindet sich auf einem profitablen Wachstumskurs. Der Analystenkonsens geht davon aus, das CyberArk 2016 seinen Gewinn je Aktie um 45% steigern kann. 2017 und 2018 werden dann Raten im Bereich von einem Fünftel erwartet. Dass die Prognosen nicht übertrieben sind, zeigte sich im zweiten Quartal, als das in Israel beheimatete Unternehmen die Zielvorgaben übertreffen konnte. Auch der Ausblick auf die dritte Geschäftsperiode fiel ebenfalls leicht besser aus.

FireEye: Auf Restrukturierungskurs

Operativ nicht so gut lief es zuletzt für FireEye. Das Unternehmen, das als besonders innovativ gilt und zu den führenden Anbietern von Abwehrlösungen in Unternehmensnetzwerken zählt, verfehlte im zweiten Quartal seine eigene Umsatzvorgabe. Schuld war vor allem die Service-Sparte, die nur noch um 2% vorankam. Zum Jahresauftakt wuchs das Segment noch mit 40%. Nach dieser Enttäuschung schraubte FireEye die Jahresprognose nach unten. Das Management setzt nun auf Restrukturierung und streicht 300 bis 400 Stellen der insgesamt 3’400 Beschäftigten im Konzern.

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Merger Arbitrage dürfte im 4. Quartal weiter zulegen

Zum Ende des 3. Quartals ist es an der Zeit, einige Sachverhalte mit etwas Abstand zu betrachten.
04.10.2016 12:21
Philippe Ferreira, Senior Cross-Asset Strategist, Lyxor Asset Management

Nach einem turbulenten ersten Halbjahr hat die Flaute im Sommer Risikoanlagen Auftrieb verliehen (der MSCI World verzeichnete im 3. Quartal ein Plus von 4,5%). Davon konnten Hedgefonds profitieren. Strategien mit höherem Beta wie z. B. L/S Equity und Event Driven entwickelten sich überdurchschnittlich, wohingegen Strategien mit „Long-Volatilität“ wie z. B. CTAs und Global Macro im Hintertreffen lagen. Im September waren die gleichen Trends zu beobachten, wobei globale Aktien unverändert blieben.
 
Mit Beginn des 4. Quartals werden die Marktbedingungen unserer Auffassung nach weniger unterstützend sein als im 3. Quartal. Wichtige politische Meilensteine (Wahlen in den USA, Referendum in Italien), erneute Zweifel an den europäischen Banken und die wahrscheinliche Zinserhöhung durch die US-Notenbank im Dezember werden die Unsicherheiten am Markt anfachen. Dies kommt zu den durchweg hohen Bewertungen noch hinzu.
 
Vor dem Hintergrund unserer vorsichtigen Haltung gegenüber Risikoanlagen sind wir bei L/S-Equity-Strategien zu einer defensiveren Position übergegangen (herabgestuft auf leicht untergewichtet). Wir bevorzugen Manager, die sich durch ein geringes Nettoengagement auszeichnen und eher in Qualitätsaktien / Aktien mit niedrigem Beta positioniert sind. Ungeachtet dessen halten wir an einer leichten Übergewichtung in Market Neutral L/S fest, weil diese Strategie bei steigender implizierter Volatilität üblicherweise Schutz bietet.
 
Bei Event Driven ist unsere Position in Special-Situations-Fonds leicht untergewichtet. Gegenüber dem MSCI World ist das Beta bei der Strategie erhöht (38%), die von daher empfindlich auf Kursrückgänge reagiert. Ausserdem ist sie politischem Risiko ausgesetzt, das für den Gesundheitssektor in den USA gestiegen ist, da sich die dortigen Präsidentschaftskandidaten für eine Kontrolle von Arzneimittelpreisen ausgesprochen haben. Die Branche ist für Event-Driven-Manager lange Zeit ein wichtiger Sektor gewesen.
 
Schliesslich bekräftigen wir unsere leichte Übergewichtung in Merger Arbitrage. Der Strategie kam im September der Abschluss mehrerer spektakulärer Transaktionen in unseren Portfolios zugute (EMC Corp. und Dell, ARM Holdings und Softbank, Medivation und Pfizer) und sie hält jetzt einiges Pulver trocken. Die Nettoengagements in Aktien sind auf die tiefsten Stände seit Anfang 2016 gefallen (siehe Diagramm), da Manager Ausschau nach Gelegenheiten für die Anlage von Kapital halten. In Anbetracht der Tatsache, dass die Fusions- und Übernahmeaktivität im 3. Quartal auf Hochtouren lief (gemäss Bloomberg lag das Volumen im 3. Quartal bei USD 978 Mrd.), dürften unserer Einschätzung nach umfangreiche Chancen bestehen, solange die Risiken beherrschbar sind (das Beta gegenüber dem MSCI World beträgt 5%).

Befürchtungen einer Zinserhöhung ziehen Hedgefonds leicht nach unten

In den letzten Tagen hat die US-Notenbank ihre Bereitschaft mit Zinserhöhungen fortzufahren, zum Ausdruck gebracht. Allerdings waren die in den USA jüngst veröffentlichten Daten wenig anregend.
19.09.2016 15:40
Philippe Ferreira, Senior Cross-Asset Strategist, Lyxor Asset Management

Dieser Widerspruch brachte die Anleger dazu, nach einem schwachen Sommer sowohl bei Aktien als auch bei Anleihen Gewinne mitzunehmen.

Der Rückgang bei Aktien und Anleihen, eine ungewöhnliche positive Korrelation, führte zu Verlusten bei der Risikoparität und bei CTA-Fonds. Die Letztgenannten erfuhren einen schweren Rückschlag, der mit früheren Episoden von Korrelationssprüngen im 2. Quartal 2013 und im 2. Quartal 2015 vergleichbar ist. L/S-Equity-Fonds lagen in der vergangenen Woche ebenfalls im Minus, obwohl marktneutrale Akteure unverändert bis leicht positiv abschnitten.

Positiv zu vermerken ist, dass sich Event-Driven-Manager insgesamt unverändert behaupteten, während sich das Merger-Arbitrage-Segment positiv entwickelte. Der Event-Driven-Bereich ist nunmehr die Strategie mit der besten Entwicklung seit Jahresbeginn 2016. Indessen erzielten Global-Macro-Manager vor dem Hintergrund ihrer nahezu neutralen Positionierung gegenüber Aktien und festverzinslichen Anlagen eine Outperformance, während Long-Positionen im USD einen positiven Beitrag leisteten.

Insgesamt lagen Hedgefonds in der letzten Woche um 0,8% im Minus, was verglichen mit dem Verlust von 2,6%, den der MSCI World verzeichnete, und dem Verlust von 1,6% des Index für 10-jährige US-Staatsanleihen (Performance der Total-Return-Indizes zwischen dem 6. und dem 13. September) eine eher schwache Veränderung war.

Obwohl wir es für unwahrscheinlich halten, dass die Fed die Zinsen bei ihrer Sitzung des Offenmarktausschusses (FOMC) am 21. September erhöhen wird, dürfte eine restriktive Haltung die Korrektur am Anleihenmarkt verlängern. Seit 2010 erfuhren die Anleihenmärkte drei grössere Korrekturen: 2010, 2013 (das Taper Tantrum) und 2015. In diesen Zeiträumen verlor der Total-Return-Index für 10-jährige US-Staatsanleihen im Durchschnitt 7% und die Verkaufswelle dauerte von ihrem Höhepunkt bis zu ihrem Tiefpunkt 44 Tage. Wie auf Seite 2 gezeigt, verliefen die jüngsten Bewegungen am Anleihenmarkt somit vergleichsweise ruhig. Allerdings tragen über die Sitzung des Offenmarktausschusses hinaus die jüngste Aufholentwicklung von Donald Trump bei den Meinungsumfragen zur Präsidentschaftswahl und Hillary Clintons Gesundheitsprobleme zu steigender Unsicherheit bei. Trumps Wahlkampagne beinhaltet eine expansive Haushaltspolitik, was die Bedenken der Anleihenbeobachter verstärken könnte, falls er in den Umfragen weiterhin aufholt.

Infolgedessen senken wir die Anlageempfehlung für langfristige CTAs taktisch (von einer leichten Übergewichtung) auf neutral herab und stufen kurzfristige CTAs (von neutral) auf eine leichte Übergewichtung herauf.

Roboterauto als Megatrend

Wie das Auto der Zukunft aussehen soll, haben Experten längst definiert: Während die Insassen wie im Wohnzimmer fernsehen, Zeitung lesen oder im Internet surfen, kurvt der Pkw selbständig über die Strassen.
12.09.2016 16:20
Simon Przibylla, Director, Public Solutions, Leonteq Securities AG

«So gewinnen wir Freiheit», verspricht beispielsweise Daimler-Chef Dieter Zetsche. Und dass das Roboterauto längst keine Vision mehr ist, sondern zum Megatrend der Autobranche mutiert, zeigen etliche Prototypen. Neueste Prognosen des Marktforschers IHS Automotive gehen davon aus, dass das jährliche Wachstum der selbststeuernden Karossen zwischen 2025 und 2035 satte 43% betragen wird. In dieser Dekade sollen sich fahrerlose Autos in allen wichtigen Automobilmärkten durchsetzen. Dabei soll die Ausbreitungswelle in den USA beginnen. Den IHS-Analysten zufolge werden im Jahr 2035 weltweit rund 21 Millionen Roboterautos unterwegs sein.

Ein bahnbrechender Zusammenschluss

Damit das Auto auf Knopfdruck von alleine fährt ist jede Menge Forschungseifer von Nöten. Autobauer, Zulieferer und Technologiekonzerne investieren derzeit massiv in die Entwicklung. Um das Innovationstempo zu erhöhen sind nun die beiden Automobilzulieferer Delphi und Mobileye eine Kooperation eingegangen. Bereits in drei Jahren möchte das Duo ein schlüsselfertiges System für selbstfahrende Autos auf den Markt bringen. Damit sollen auch kleinere Hersteller den Zugang zum autonomen Fahren bekommen, die finanziell selbst nicht in der Lage sind, derartige Entwicklungsaufwendungen zu stemmen. Mobileye beispielsweise kooperiert mit 27 Autokonzernen, darunter auch Big Player wie BMW. Mit den Münchnern möchte das Unternehmen bis 2021 ein autonomes Fahrzeug entwickeln.

Hochkomplexe Systeme

Das Knowhow der israelischen Mobileye liegt vor allem in Prozessoren sowie in der Sensordatenverarbeitung und Lokalisierung. Partner Delphi wiederum liefert die Algorithmen zur Fahrzeugsteuerung. Hinzu kommen Kameras, Radarsensoren und Laserscanner, um letztendlich ein System zu erschaffen, welches mit einem «menschlichen Fahrstil» vergleichbar ist. Damit können die Autos auch komplexe innerstädtische Verkehrssituationen meistern. Angestrebt werden dabei die Automatisierungsgrade vier und fünf nach der Definition von SAE. Stufe fünf bedeutet vollständig automatisiertes Fahren. Auf der Consumer Electronics Show CES im Januar 2017 in Las Vegas soll bereits ein Prototyp des Systems vorgestellt werden.

Ein Duo mit Börsenbezug

Die beiden Kooperationspartner Delphi und Mobileye sind beide börsennotiert. Während die Briten bereits 2011 in das Licht der Öffentlichkeit traten, haben die Israelis den Sprung aufs Parkett erst 2014 gewagt. Delphi konnte seine Kapitalisierung seit dem IPO mehr als verdreifachen, bei Mobileye steht immerhin ein Zugewinn von knapp 100% zu Buche. Aktuell ist Mobileye mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis auf Basis der erwarteten 2018er-Gewinne von 29 bewertet. Zum Vergleich: Das prognostizierte, durchschnittliche Gewinnwachstum von 2015 bis 2018 beträgt 82%. Bei Delphi liegt das Verhältnis bei 11 zu 23%.

Mehr Informationen zum Thema "Selbstfahrende Autos" und passende Anlagelösungen finden Sie auf unserer Webseite

 

Im September stehen zahlreiche wichtige Konjunkturdaten für Hedgefonds an

Diese Woche war für die meisten Hedgefondsstrategien inmitten niedriger Handelsvolumina, einiger weniger Marktkatalysatoren und begrenzter Kursveränderungen bei Risikoanlagen ereignislos.
31.08.2016 18:00
Jean-Baptiste Berthon, Senior Cross-Asset Strategist, Lyxor Asset Management

Der Lyxor Hedge Fund Index blieb unverändert. Merger-Arbitrage- und Global-Macro-Fonds bildeten allerdings die beiden Ausnahmen. Erstere verzeichneten eine Outperformance, da Pfizer bei der Übernahme von Medivation im Segment Onkologie Sanofi aus dem Rennen warf. Mehrere Manager waren bereits für einen Bieterwettkampf bei diesem Unternehmen positioniert.

Demgegenüber erwiesen sich bei Global-Macro-Fonds die Short-Positionen in US-Anleihen und die Long-Positionen im USD vorübergehend als negativ. Wechselnde Auffassungen in Bezug auf den Zeitpunkt der nächsten Zinserhöhung der Fed vor der jährlichen Konferenz der Zentralbanken in Jackson Hole führten bei Zinsen und Währungen nämlich eine gewisse Volatilität herbei. Auch die Erwartungen an weitere Lockerungsprogramme der EZB und der BoJ wurden leicht nach unten korrigiert.

Im Laufe des Sommers nahmen Hedgefonds eine moderate Risikoerhöhung vor, auch wenn dies bei den verschiedenen Strategien uneinheitlich verlief. Während die saisonalen Gegebenheiten im September Risikoanlagen statistisch unterstützen, bleiben Hedgefonds weiter konservativ positioniert.

Fehlende entscheidende Markttrends und Unsicherheiten über die Stimmung der Anleger bei der Rückkehr aus dem Sommerurlaub werden nicht auf unbestimmte Dauer anhalten. Wichtige Konjunkturdaten werden im Laufe des Septembers rasch wieder an Bedeutung gewinnen. Die Töne aus Jackson Hole, die Qualität der Beschäftigungszahlen aus den USA, der G20-Gipfel und wichtige Wirtschaftsdaten aus China, die Sitzungen der drei grossen Zentralbanken EZB, BoJ und Fed sowie die erste Fernsehdebatte der US-Präsidentschaftskandidaten Ende September werden allesamt aufmerksam verfolgt werden.

Für Hedgefonds werden hieraus wahrscheinlich weitere Handelsideen entstehen.

 

Wie QE die Preise verzerrt

Ein wesentlicher Unterschied zwischen freien Marktwirtschaften und kommunistischen Volkswirtschaften ist die Rolle der Preise.
29.08.2016 17:45
Yves Longchamp, Head of Research ETHENEA Independent Investors (Schweiz) AG

In freien Marktwirtschaften sind Preise von zentraler Bedeutung, da sie wertvolle Informationen über Nachfrage und Angebot in einer einzigen Zahl bündeln können, die wiederum den einzelnen Wirtschaftsakteuren – Produzenten und Konsumenten – bei ihrer Entscheidungsfindung hilft. In kommunistischen Volkswirtschaften hingegen beinhalten Preise nicht diese Information, da Produktion und Konsum in einem von einer zentralen Institution beschlossenen Plan festgelegt werden.

Die Finanzmärkte gelten als Paradebeispiel für eine freie Marktwirtschaft. Sie sind ein virtueller Platz, auf dem Millionen von Käufern und Verkäufern kontinuierlich standardisierte Produkte austauschen. Mehr als auf anderen Märkten spielen Preise auf den Finanzmärkten eine wichtige Rolle. Sie sind der eigentliche Grund dafür, dass Handel betrieben wird.

Ein von einer Zentralbank beschlossenes quantitatives Lockerungsprogramm (Quantitative Easing, QE) ist ein Plan, der darauf abzielt, grosse Mengen von Vermögenswerten zu kaufen1 – ganz gleich zu welchem Preis. Infolge dieser bedingungslosen Käufe verlieren die Preise ihren wertvollen Informationsgehalt, der es Anlegern normalerweise ermöglicht, für sie sinnvolle Allokationsentscheidungen zwischen den verschiedenen Anlageklassen zu treffen. Ein Beispiel hierfür ist die Entwicklung der Marktrenditen von Staatsanleihen. Negative Renditen langfristiger deutscher Staatsanleihen ergeben genauso wenig Sinn wie die Tatsache, dass italienische Renditen niedriger sind als ihre US-amerikanischen Pendants. Noch schockierender ist, dass die Bank of England nicht in der Lage war, an den ersten Tagen ihres neuen QE-Programms genug britische Staatsanleihen zu erwerben, obwohl der gebotene Preis für den Erwerb über den Marktpreisen lag. Dabei ist allseits offensichtlich, dass britische Staatsanleihen bereits überbewertet sind.

Jedes QE-Programm wird je nach Zentralbank unterschiedlich gestaltet und beinhaltet in unterschiedlich starkem Umfang Staatsanleihen, Unternehmensanleihen, forderungsbesicherte Wertpapiere (Asset-Backed Securities) und Aktien. Der gemeinsame Nenner aller Programme ist, dass sie sich hauptsächlich auf den Ankauf von Staatsanleihen konzentrieren. Laut der Financial Times2 beträgt der Marktwert von Anleihen mit einer negativen Rendite, infolge dieser Ankaufprogramme, 13,4 Billionen USD. Diese schwindelerregende Zahl führt das Ausmass der Preisverzerrung in diesem entscheidenden Marktsegment vor Augen. Ferner spielen die Renditen dieser Staatsanleihen bei der Asset Allocation eine zentrale Rolle, da sie als risikofreie Zinsen verstanden werden und somit die Basis für die Preisfindung aller Vermögenswerte bilden. Dementsprechend wirkt sich eine Verzerrung in diesem speziellen Marktsegment, die von der Negativzinspolitik der Zentralbanken noch zusätzlich verstärkt wird, auch auf andere Vermögenswerte aus. Neben den Ankäufen anderer oben genannter Vermögenswerte durch die Zentralbanken, die bei risikoreichen Vermögenswerten zu direkten Preisverzerrungen führen, werden Liquiditäts- und Risikoprämien zusätzlich durch den Renditehunger der Anleger beeinflusst, der diese dazu zwingt, ein grösseres Risiko bei gleicher Rendite einzugehen. Die Folge dieser Kettenreaktion ist eine Fehlbewertung aller finanziellen Vermögenswerte.

Doch egal wie stark jeder einzelne Marktpreis verzerrt ist, die Preise bleiben untereinander konsistent. Beispielsweise werden die Renditen von US-Treasuries und deutschen Bundesanleihen – beides Vermögenswerte, die in den Augen der Anleger ähnliche Risikomerkmale aufweisen – nach Berücksichtigung der Währungsabsicherungskosten vergleichbar; und das trotz abweichender wirtschaftlicher Bedingungen und unterschiedlichem Verhalten der Zentralbanken. Auch die Aktienmärkte sind alle deutlich gestiegen und erreichten in den USA sogar neue Höchststände, da der Renditehunger die Anleger dazu treibt, trotz eines allgemeinen Pessimismus und mageren Wachstumsaussichten, Aktien zu kaufen. Das Gleiche gilt für Unternehmensanleihen. Der VIX-Index3 zu guter Letzt, auch Angstindex genannt, notiert nah an seinem Tiefststand, so als böte sich der Weltwirtschaft ein rosiger Ausblick.

Während bei allen Assetpreisen Fehlbewertungen zu beobachten sind, verhalten sich die Finanzmärkte konsistent und synchron, gemäss ihrer eigenen Logik. Wir fragen uns, wie lange dieser Zustand andauern wird und bis zu welchen Punkt sich dies noch weiterentwickeln kann. Er kann Bestand haben, solange die Glaubwürdigkeit der Zentralbanken gewahrt bleibt. Oder mit anderen Worten: solange die Zentralbanken in den Augen der Marktteilnehmer überzeugend handeln können und wollen. Und es kann sich so weiterent-wickeln solange die mächtigste und daher glaubwürdigste Zentralbank der Welt in der Lage ist, lächerliche Preise festzusetzen. Sollte sich dieses Szenario bewahrheiten, werden risikofreie Renditen auf dem niedrigsten Niveau konvergieren und die Preise für risikoreiche Vermögenswerte quasi unabhängig von den wirtschaftlichen Fundamentaldaten ansteigen. Wie in kommunistischen Volkswirtschaften ist das Resultat letztlich Gleichheit, und nicht Fairness.

Drei mögliche Symptome könnten darauf hindeuten, dass sich dieser Zustand in seiner Schlussphase befindet. Erstens wird die Glaubwürdigkeit der Zentralbanken und der Regierungen direkt herausgefordert, was zu steigenden und divergierenden Renditen von Staatsanleihen führen würde, da Risiken neu bewertet werden. Zweitens absorbiert der Währungsmarkt einen Teil der Fehlbewertungen, wodurch Volkswirtschaften und Märkte über extreme Wechselkursanpassungen wieder ins Gleichgewicht gebracht würden. Drittens könnte sich der Glaubwürdigkeitsverlust direkt im inländischen Kaufkraftverlust und damit in der Inflation niederschlagen. Diese Art von Inflation wäre allerdings nicht das Resultat des üblichen zu viel Geld auf der Jagd nach zu wenigen Gütern, sondern eines mangelnden Vertrauens gegenüber der Regierung. Im Extremfall könnte dies sogar zur Hyperinflation führen, wie es in Deutschland in den 1920er-Jahren, 1946 in Ungarn, in den späten 2000er Jahren in Simbabwe und derzeit in Venezuela zu beobachten war und ist.

Obwohl zum aktuellen Zeitpunkt keine dieser drei Symptome erkennbar sind, wäre eine passende Absicherung gegen ihr Auftreten die Investition in Gold. Denn Gold unterliegt nicht der direkten Kontrolle von Institutionen und ist eine Alternative zu Cash, dessen Kosten mit der Einführung der Negativzinsen dramatisch gestiegen sind.

Der Fall Japans ist hier in vielerlei Hinsicht interessant und gibt Grund zur Hoffnung im Hinblick auf unsere Analyse. Seit mehr als zwei Jahrzehnten herrscht in Japan eine Null-Wirtschaft (zero economy), d.h. eine Wirtschaft mit niedrigem Wachstum, niedriger Inflation sowie niedrigen Renditen. Dem IWF zufolge stieg das Verhältnis der Staatsverschuldung zum BIP seit 1980 um das Fünffache an, auf den aktuellen Stand von 250%, und somit auf ein langfristig nicht haltbares Niveau. Zudem hat das Land viele verschiedene Regierungs- und Zentralbankmassnahmen gesehen, die aber praktisch keine Wirkung gezeigt haben: Es hat keine Preiskorrektur der Renditen gegeben und auch das Wachstum und die Inflation haben sich nicht erholt. Der japanische Yen entwickelte sich in letzter Zeit entgegen der Absicht der Bank of Japan, was darauf hindeutet, dass Anleger die Glaubwürdigkeit der japanischen Zentralbank infrage stellen, ohne jedoch eine tiefgreifende Glaubwürdigkeitskrise auszulösen. Die Japanisierung der Finanzmärkte und der westlichen Volkswirtschaften könnte daher ein günstiger Ausblick sein.

Der breite Einsatz unkonventioneller geldpolitischer Massnahmen in den Industriestaaten, insbesondere QE, hat zu extremen Preisverzerrungen von Vermögenswerten geführt. Diese sind zwar fehlbewertet, bleiben aber untereinander konsistent. Solange die Zentralbanken ihre Glaubwürdigkeit behalten, kann dieser Zustand andauern. Derzeit deuten keine Symptome darauf hin, dass er sich in seiner Schlussphase befindet, was bedeutet, dass sich die Konvergenz der Preise fortsetzen dürfte. Gold stellt in diesem Umfeld ein gutes Mittel zur Absicherung gegen ein abruptes Ende dieses Systems dar, ausser, wir werden Japaner.

Sayonara (さようなら)4.

 

1 Zum Beispiel betragen die monatlichen Ankäufe der Europäischen Zentralbank 80 Milliarden EUR und die jährlichen Ankäufe der Bank of Japan 80 Billionen JPY.

http://www.ft.com/cms/s/0/973b6060-60ce-11e6-ae3f-77baadeb1c93.html#axzz4HZXmWYWF

3 "Der VIX ist ein geschütztes Tickersymbol für den CBOE Volatility Index und ein beliebtes Mittel zur Messung der impliziten Volatilität der Index-Optionen des S&P 500. Der VIX wird vom Chicago Board Options Exchange (CBOE) berechnet. [...] der VIX ist eine Möglichkeit, die Erwartung des Marktes an die Aktienmarktvolatilität der nächsten dreissig Tage zu messen."] Quelle: https://en.wikipedia.org/wiki/VIX.

4 Wörtlich: "wenn es denn so sein soll" (https://en.wiktionary.org/wiki/%E3%81%95%E3%82%88%E3%81%86%E3%81%AA%E3%82%89#Japanese)

 

Der Inhalt ist sorgfältig recherchiert und zusammengestellt. Eine Gewähr für die Richtigkeit, Vollständigkeit oder Genauigkeit kann nicht übernommen werden. Herausgeber ist die Kapitalanlagegesellschaft ETHENEA Independent Investors S.A., 16, rue Gabriel Lippmann, L-5365 Munsbach. Ausgabe vom 26. August 2016. 

 

Aufstieg der Roboter

Es gibt immer mehr Betätigungsfelder für Roboter. Mittlerweile sind sie mehr als nur unsere «Arbeitssklaven» und eine rosige Zukunft dürfte ihnen bevorstehen.
25.08.2016 17:30
Eric Blattmann, Leiter Public Distribution Financial Products Zürich, Bank Vontobel AG

Dank des Robotics Basket von Vontobel können Investoren das spannende Technologiesegment für sich nutzen.

Mit steigender Leistungsfähigkeit eröffnen sich den Robotern nämlich immer weitere Bereiche. Und so wird auch aktiv nach immer neuen Tätigkeitsfeldern für die automatisierten Helfer gesucht. In der Medizin zum Beispiel haben Roboter ihren festen Platz bereits eingenommen – und sind für uns zu unschätzbarem Wert geworden. Bei der computerassistierten Chirurgie lassen sich menschliche Leistungen – konkret: die des Chirurgen – nämlich deutlich verbessern. Gemäss einem Artikel von seekingalpha (11.06.2016) ermöglicht die ISRG-Produktlinie von Intuitive Surgical, dem Weltmarktführer bei computergestützter minimal-invasiver Chirurgie, eine ausgeprägte Präzision bei der Operation. Zudem verbessert ISRG die Geschicklichkeit und das Sehvermögen des Chirurgen. Auch der ergonomische Komfort des Mediziners wird gesteigert, was dazu führt, dass er mit viel kleineren und weniger Schnitten auskommt als zuvor. Die Kundschaft von Intuitive Surgical stammt aus unterschiedlichsten medizinischen Spezialgebieten – und ist international. Freuen kann sich das amerikanische Unternehmen aber auch darüber, dass die sogenannte Knopflochchirurgie konjunkturunabhängig ist.

Neue Anwendungsbereiche für Drohnen

Trotz all der vielen Vorteile werden Roboter zunehmend kontrovers diskutiert. Werden sie uns wirklich immer nur helfen? Oder sich eines Tages vielleicht gegen uns wenden? Eines steht wohl fest: Wer Roboter baut, sollte Menschen zu einem besseren Leben verhelfen wollen. Für den militärischen Bereich gilt dies gleichermassen. Man denke an gefährliche Einsätze wie die Entschärfung von Bomben. Indem Roboter diese Aufgaben übernehmen, retten sie Leben – weil das eines menschlichen Bombenentschärfers nicht gefährdet werden muss. Mittels ausgeklügelter Überwachungs- und Erkennungsfunktionen können sie zudem für mehr Sicherheit sorgen und auch zur Verbrechensvorbeugung beitragen. (Halbautomatische) Flugroboter suchen in Katastrophengebieten aus der Luft nach Überlebenden. So ist die Nutzung von Drohnen nicht mehr nur dem Militär vorbehalten, sondern hält derzeit rasanten Einzug in andere Bereiche, z. B. den kommerziellen. Grafik 1 veranschaulicht eine Prognose zur weltweiten kommerziellen Nutzung von Drohnen. Bis 2025 sollen rund 12.7 Milliarden US-Dollar umgesetzt werden.

Grafik 1: «Zivildrohnen» in Erwartung gigantischer Zuwachsraten (Quelle:Tractica)

Industrieroboter revolutionieren die Produktion

Heute räumen Roboter aber auch Regale leer oder setzen Autos zusammen. Es sind Beispiele für sogenannte Industrieroboter – universelle programmierbare Maschinen, die entweder zu logistischen Zwecken oder zur Handhabung, Montage oder Bearbeitung von Werkstücken verwendet werden. Derzeit halten sie massiven Einzug in unseren Produktionsalltag und sorgen für starke Produktivitätsschübe. «Industrie 4.0» lautet der Megatrend, dem sich die diesjährige März/April-Ausgabe von derinews bereits ausgiebig widmete. Grafik 2 zeigt den weltweiten Absatz von Industrierobotern nach Branchen im Jahr 2015. Bei aussichtsreichen Vertretern des Industrieroboter-Segmentes, die sich auch in der Startzusammensetzung des damals lancierten Industry 4.0 Performance-Index wiederfanden, handelt es sich zum Beispiel um die schweizerische ABB oder die deutschen Vorreiter Krones, FANUC sowie den Marktführer KUKA. Insbesondere Letzterer machte im Zuge seiner Übernahme durch die chinesische Midea jüngst von sich reden. KUKA ist das Paradebeispiel eines besonders «begehrten» Roboterherstellers. Ein Interview mit dem Leiter der Forschung und Entwicklung bei KUKA Roboter finden Sie auf Seite 9. Zur erfreulichen positiven Wertentwicklung (in Euro) von über 14% des erst jüngst aufgelegten Industry-4.0-Index hat KUKA massgeblich beigetragen (Stand: 15.08.2016). Historische Daten sind jedoch keine Garantie für künftige Erfolge.

Grafik 2: Abgesetzte Industrieroboter weltweit nach Branchen (2015) (Quelle: FR – International Federation of Robotics, Juni 2015)

Chinesischer «Hunger» nach automatisierten Helfern

Die zügige KUKA-Übernahme verwundert nicht, denn insbesondere der chinesische «Hunger» nach Automatisierung ist gewaltig. Auch wenn es sich bei der Volksrepublik nach wie vor um ein Niedriglohnland handelt, steht sie wie viele Industrienationen vor dem Problem einer Überalterung ihrer Gesellschaft und der damit verbundenen Gefahr eines massiven Produktivitätsverlustes. Grafik 3 veranschaulicht die Anzahl industriell genutzter Multifunktionsroboter in verschiedenen Volkswirtschaften und zeigt, wo China im internationalen Vergleich derzeit liegt. Gemäss einer Pressemitteilung der International Federation of Robotics (IFR) vom 26.07.2016 sei der Markt für Industrieroboter im Reich der Mitte stark von Importen abhängig. Entsprechend habe die Zentralregierung reagiert: Mithilfe der Reformagenda «Made in China 2025» sollte der rasche Ausbau der Automation vorangetrieben werden. Im Jahr 2020 sollte sich China unter den Top zehn der weltweit am stärksten automatisierten Nationen befinden und die Roboterdichte bis auf 150 Einheiten pro 10’000 Arbeitnehmer gestiegen sein. Laut Aussage des CEOs eines chinesischen Roboterbauers, die der Pressemeldung ebenfalls zu entnehmen ist, dürfte der Anteil an Robotern, die aus der Volksrepublik stammen, im heimischen Markt bis auf 50% steigen.

 

Potenziell anhaltender Siegeszug der Roboter

Grafik 3: Internationaler Vergleich der Roboterdichte* (Quelle: IFR – International Federation of Robotics, April 2016 * Pro 10’000 Angestellte)

Es gibt viele Kräfte, die auf einen potenziell weitergehenden Aufstieg der Roboter einwirken. Dazu gehört der Trend des autonomen Fahrens, der genau genommen selbst dem Robotik-Segment zugerechnet wird. In ihrem Artikel «Ten ways autonomous driving could redefine the automotive world» vom Juni 2015 schätzt die Unternehmensberatung McKinsey, dass sich beide Entwicklungen – die der Roboter und jene der selbstfahrenden Autos – gegenseitig verstärken könnten. Zum Beispiel weil sie dieselbe Infrastruktur (Aufladestationen, Service-Center, Netzwerke für den automatisierten Informationsaustausch) nutzen können. Um weitere Beispiele von Treibern zu nennen, widmen wir uns nochmals dem Staubsauger-Roboter Roomba : Im Artikel über dessen potenziell andauernden Erfolg führen die Analysten von seekingalpha folgende Aspekte an: Die Roboternavigation erfährt zurzeit exponenzielle Verbesserungen bei der 3D-Sensorik sowie bei der simultanen Lokalisierung und Kartenerstellung. Ausserdem sind Smartphone-Module dabei, zu «eingebetteten Super-Computern» für Roboter zu werden. Laut Webseite des Herstellers iRobot kann man über eine App heute schon eine Internetverbindung zum neuesten Roomba aufbauen und neben der ferngesteuerten Bodenreinigung sogar Tipps, Tricks und Support empfangen.

Roboter-Basket lässt Anleger teilhaben

Wie die Zukunft aussehen wird, weiss niemand. Bei einem sind sich die Wissenschaftler aber sicher: Es bahne sich ein Wandel an, wie es ihn in der Geschichte der Menschheit noch nie gegeben hat. Und Investoren? Wie können sie an einem potenziell weiteren Aufstieg der Roboter teilhaben? Um das spannende Robotersegment für sich zu nutzen, lässt sich in ein Tracker-Zertifikat mit zweijähriger Laufzeit investieren. Zur Verfügung steht ein VONCERT auf einen Robotics Basket (in Schweizer Franken, Euro oder US-Dollar). Die drei Währungstranchen ermöglichen interessierten Anlegern, nahezu eins zu eins entweder an potenziellen Kursgewinnen oder möglichen Verlusten des zugrunde liegenden Roboter-Aktienkorbes zu partizipieren. Im Robotics Basket enthalten sind zwölf Werte ausgewählter Unternehmen aus den USA, Japan, Deutschland und der Schweiz. Die Akteure sind in verschiedenen Robotersegmenten tätig (siehe Tabelle). Abgedeckt werden die Geschäftsfelder «Industrie 4.0», langlebige Haushaltsprodukte, elektronische Geräte, Luftfahrt und Verteidigung sowie medizinische Geräte.

Weitere Informationen zu diesem Produkt und die Termsheets mit den rechtlich verbindlichen Angaben finden hier.

Sonniger Sommer für Hedgefonds

Seit Anfang August verzeichnete der Lyxor Hedge Fund Index ein gesundes Plus von 0,7%. Unterstützt durch die positive Entwicklung von Risikoanlagen konnten die meisten Strategien hierbei zulegen.
23.08.2016 15:56
Jean-Baptiste Berthon, Senior Cross-Asset Strategist, Lyxor Asset Management

Der Aktivismus aufseiten der BoE und die aufgeschobene Zeitachse für den Brexit trugen dazu bei, dass bei Anlegern die Ängste nachliessen. Parallel dazu sorgte eine geduldige US-Notenbank für anhaltenden Druck auf den Dollar und die Renditen. Die Wirtschaftskennzahlen waren durchwachsen, belegten aber die Widerstandsfähigkeit der Verbraucher in Industrieländern. Schliesslich unterstützten die sich erholenden Ölpreise Vermögenswerte aus Schwellenländern sowie Anleihen. Obwohl die Zurückhaltung weiter hoch und die Handelsvolumina gering sind, bewirkten bessere Anlagerenditen eine gewisse Entlastung bei den Anlegern. Dies zeigte sich auch in den Portfolios von Hedgefonds, die seit dem britischen Referendum in erheblicher Weise umgestaltet worden sind. Die folgenden Veränderungen verdienen besondere Erwähnung:

Den Sommer über verdoppelten CTAs ihr Nettoengagement in Aktien. Sie neutralisierten ihre Rohstoffpositionen mit einer Long-Position in Metallen, die durch Short-Positionen im Energie- und Agrarsektor aufgewogen wurde. Sie hielten an ihren Short-Positionen im Dollar und ihren Long-Positionen in Euro-Anleihen fest, reduzierten ihre Long-Positionen in US-Anleihen aber deutlich.

Macro-Fonds sind in Aktien nach wie vor leicht long positioniert (in US-Indizes aber short). Sie nahmen relative Trades in Edelmetallen und Energie wieder auf. Sie blieben einhellig bei Short-Positionen in US-Anleihen und Long-Positionen im USD, insbesondere gegenüber EUR und GBP. Die grössten Unterschiede bestehen bei europäischen und japanischen Positionen.

Event-Driven-Fonds erhöhten sukzessive das Risiko. Merger-Fonds stockten ihr Engagement in europäischen Transaktionen sowie ihre Aktivitäten im Technologie- und Kommunikationssektor auf. Special-Situation-Fonds hoben ihre Positionen in Rohstoffen, nicht zyklischen Konsumgütern und Technologie an.

Bei L/S Equity-Fonds wurden die Engagements leicht erhöht. US-Manager verstärkten ihre Positionen im Grundstoff- und Finanzsektor. Europäische Manager bevorzugten Aktien mit hohen Renditen. Japanische Fonds kehrten inmitten nachlassender Aussichten auf eine Negativzinspolitik zu Finanzwerten zurück.

In ihren Portfolioveränderungen spiegeln sich sowohl eine geringere Risikoscheu als auch eine anhaltende abwartende Haltung wider. Die rückläufigen Positionen in US-Anleihen stehen mit zunehmenden Fed-Bedenken im Einklang.

Hedgefonds erhielten Auftrieb durch U-Förmige Erholung nach dem Brexit

Die Marktrally nach dem Brexit im Juli verlieh direktionalen Hedgefondsstrategien wie z. B. L/S Equity und Event Driven Auftrieb.
15.08.2016 01:00
Philippe Ferreira, Senior Cross-Asset Strategist, Lyxor Asset Management

Der kurzfristige Ausblick bleibt angesichts der schwachen Konjunktur und der hohen Bewertung traditioneller Anlageklassen jedoch schwierig. Wir bevorzugen daher weiterhin Hedgefondsstrategien mit einer Relative-Value-Ausrichtung.

Der Lyxor Hedge Fund Index lag im Juli mit 0,8% im Plus, wobei sieben von zehn Lyxor-Indizes den Monat mit einer positiven Performance beendeten.

Die Rally an den globalen Märkten trieb Strategien mit der höchsten Direktionalität an, wobei Special-Situations- und L/S-Equity-Long-Bias-Manager die Spitze bildeten.

>> Im Juli haben Sorgen über die Stärke der US-Wirtschaft und die Auswirkungen des Brexits an den Märkten nachgelassen. In der Folge kam es zu einer deutlichen Erholung bei Risikoanlagen. Ausserdem verlief die US-Berichtssaison besser als befürchtet. Risikoreiche Anlagen legten in allen Regionen kräftig zu, wobei die globalen Aktienmärkte erhebliche Kursgewinne verzeichneten. Die Kreditspreads verengten sich deutlich auf beiden Seiten des Atlantiks, insbesondere im High-Yield-Segment. Zum Ende des Monats kam es jedoch zu einer klaren Trendwende; ausschlaggebend hierfür waren die Sitzungen der Fed und der BoJ. Der US-Dollar wertete sich in Anbetracht des Status quo der Fed und durchwachsener US-Konjunkturdaten (schwächeres BIP im 2. Quartal als erwartet) deutlich ab, während sich der Yen kräftig erholte, da die BoJ die Markterwartungen nicht erfüllte. Die Goldpreise zogen infolge der Abschwächung des US-Dollars an, während sich die Abwärtsbewegung der Ölpreise angesichts des höheren Angebots der Opec beschleunigte. WTI beendete den Monat bei etwa 40 USD.

>> Das unterstützende Marktumfeld verlieh direktionalen Hedgefondsstrategien wie z. B. L/S Equity Long Bias (+3,4%) und Special Situations (+3%) Auftrieb. Die globale Performance von Hedgefonds wurde im Juli jedoch durch die Verluste verzerrt, die Global-Macro-Manager am Ende des Monats aufgrund der Abwertung des US-Dollars erlitten.

>> Die Rally bei Risikoanlagen stützte L/S-Equity-Fonds, insbesondere Long-Bias-Manager (+3,4%). Regional betrachtet waren US-Fonds dank des höheren Beta besser in der Lage, an der Aufwärtsbewegung des Marktes zu partizipieren. Die Renditen europäischer Manager waren weniger profitabel, da die Manager ihr Engagement nach dem Brexit deutlich zurückfuhren. Asiatische Manager hielten sich zurück. Aufgrund ihrer defensiven Positionierung konnten sie nicht vollumfänglich von der Rally profitieren, die vor allem in Japan stattfand. Insgesamt wurden in allen Sektoren Gewinne verbucht, wobei der Grossteil der Performance auf zyklische Titel entfiel. Value-orientierte Manager profitierten stark von der Rally der Substanzwerte. Am Ende des Monats waren die meisten Portfolios stärker in zyklischen Titeln positioniert.

>> Event Driven profitierte von der Markterholung, allen voran Special Situations. Die Verluste vom Juni wurden dank einträglicher Anlagen in Titeln wie Allergan, Akorn, Baxter und Microsoft vollständig wettgemacht. Positionen in Sektoren wie nichtzyklische Konsumgüter, Grundstoffe und Kommunikation zahlten sich aus. Merger Arbitrage (+0,8%) verzeichnete eine gute Performance, da sich einige Deal-Spreads verengten (LinkedIn/Microsoft, EMC/Dell, Starwoods Hotel/Marriot) und einige Transaktionen abgeschlossen wurden. Die Long-Position in SABMiller verzeichnete jedoch Verluste. Grund hierfür waren die Auf und Abs bei der angestrebten Fusion zwischen Ab Inbev und SAB Miller zum Ende des Monats.

>> Langfristige CTAs erzielten in den letzten Julitagen erhebliche Gewinne, als die Fed und die BoJ ihre regulären geldpolitischen Sitzungen abhielten. Die Strategie legte im Juli insgesamt um 2,4% zu. Das Rohstoffsegment lieferte dank des Rückgangs der Agrar- und Erdölpreise den grössten Beitrag. Auch die Long-Positionen in Edelmetallen, insbesondere Gold, zahlten sich aus. Die Abschwächung des US-Dollars, vor allem gegenüber dem JPY, erwies sich als profitabel, doch die Gewinne wurden teilweise durch die Verkaufswelle bei japanischen Anleihen ausgeglichen. Die Modelle waren gut positioniert, um von der Aufwärtsbewegung an den globalen Aktienmärkten, mit Ausnahme japanischer Aktien, zu profitieren. Bei den Fixed-Income-Portfolios hingegen mussten die Systeme Verluste hinnehmen.

>> Global-Macro-Manager wurden zum Monatsende stark durch die Abwertung des US-Dollars getroffen. Ihre erheblichen Long-Positionen im USD (ggü. dem EUR, GBP und JPY) belasteten die Wertentwicklung am stärksten. Die Verluste in den letzten Julitagen kaschierten jedoch die starke Performance, die vor der Sitzung des Offenmarktausschusses erzielt wurde. Renditeunterschiede zwischen den Fonds blieben anschliessend bestehen, da sich die Manager nach dem Referendum in Grossbritannien unterschiedlich positionierten. Diejenigen, die hauptsächlich auf Relative-Value-Trades im festverzinslichen Bereich setzten, übertrafen jene mit stärker direktionalen Engagements. Die gegenüber den Aktienmärkten am positivsten eingestellten Fonds profitierten von der Erholung der europäischen und japanischen Märkte. Die meisten Manager litten unter ihren Short-Positionen in US-Aktien, da der US-Markt neue Höchststände erreichte. Das Rohstoffportfolio verzeichnete durchwachsene Ergebnisse. Die Manager erzielten Gewinne im Handel mit Agrarprodukten und Gold, litten jedoch unter ihren – wenn auch kleinen – Long-Positionen im Energiesektor.

>> Kreditfonds verzeichneten eine starke Performance. Asiatische Manager lagen an der Spitze; sie profitierten insbesondere von ihren Positionen in Finanzwerten und zyklischen Konsumgütern. Europäische Manager verzeichneten recht unterschiedliche Ergebnisse, wenngleich alle Sektoren einen positiven Performancebeitrag lieferten.

CTAs heben sich weiter ab

Nachdem die Europäische Bankenaufsichtsbehörde die Ergebnisse der Stresstests veröffentlicht hatte, gaben europäische Banken erneut nach.
10.08.2016 12:22
Anne Mauny, Research Analyst Lyxor

Durch Werte, die sich wie jene der italienischen Banca Monte dei Paschi am schlechtesten entwickelten, machten sich wieder Insolvenzsorgen breit – auch wenn sich das Gesamtbild im Vergleich zu EZB-Benchmarks durchaus widerstandsfähig präsentierte. Weitere Anlegerreaktionen folgten, als ein paar Grossbanken die Gewinnprognosen verfehlten. US-Aktien verloren einiges an Boden, erwiesen sich gegenüber Aktien aus der Eurozone jedoch als robuster. Dies lässt sich darauf zurückführen, dass die US-Notenbank an ihrer gemässigten Haltung festhielt und im S&P500 vertretene Unternehmen insgesamt weiterhin Ergebnisse veröffentlichten, die positiv überraschten.

In diesem Umfeld der Risikoscheu schnitten Strategien mit geringer Direktionalität besser ab. Innerhalb von Event-Driven-Strategien wurden Special-Situations-Fonds von Merger Arbitrage übertroffen. Die Rally bei Momentum-Titeln in sämtlichen Regionen kam L/S Equity Market Neutral zugute, und Variable-Bias-Fonds entwickelten sich besser als Long-Bias-Fonds. Die gesamte L/S-Equity-Strategie zeigte sich widerstandsfähig.

Die globale Performance von Hedgefonds wurde durch Global-Macro-Manager verzerrt, denen ihre Long-Position im USD einen schweren Schlag versetzte. Der US-Dollar wertete in Anbetracht des Status quo der Fed und durchwachsener US-Konjunkturzahlen (schwächeres BIP im 2. Quartal als erwartet, ISM-Berichte) deutlich ab.

Langfristige CTAs verzeichneten eine Outperformance. Der jüngste Rückgang der Ölpreise, der anscheinend durch die Auflösung von spekulativen Long-Positionen unterstützt wurde, leistete hierzu den Hauptbeitrag. Die Long-Position im JPY gegenüber dem USD zahlte sich aus, aber die Gewinne wurden zum Teil durch den Ausverkauf bei japanischen Anleihen aufgewogen. Bei japanischen Vermögenswerten kam es zu starken Reaktionen, als die BoJ unerwartet die Tür für umfangreiche Änderungen im September offen liess. Dazu gehörte auch das mögliche Ende der Negativzinspolitik. Ausserdem wurde das neue Konjunkturpaket den Markterwartungen nicht gerecht. Nachteilig in dieser Woche war schliesslich auch die Aufwertung des GBP.

Allerdings gab das britische Pfund nach, als die BoE am 4. August ihre Wachstumsprognose für 2017 senkte und ein umfangreiches Paket geldpolitischer Lockerungsmassnahmen verkündete. Die BoE senkte die Zinsen auf 0,25% und erweiterte ihre quantitative Lockerung. Auch wenn die Abwertung beim GBP unserer Einschätzung nach schon weit vorangeschritten ist, könnte sich erneut Abwärtsdruck einstellen. Das würde die Short-Positionierung von CTAs und Macro-Managern im GBP stützen. Innerhalb des Hedgefondsbereichs bevorzugen wir weiterhin Strategien mit moderater Marktdirektionalität wie L/S Equity Market Neutral und Merger Arbitrage. Wir bleiben bei einer leichten Übergewichtung in CTAs als Mittel der Diversifizierung in den Portfolios und als Absicherung gegen Marktstress.

 

Reverse Convertibles: Coupon ohne Barriere

Während der SMI und die Mehrheit der europäischen Aktienindizes nach einem turbulenten Start in das neue Börsenjahr aktuell auf den Levels von Mitte Januar notieren, stechen vor allem die US-Leitindizes positiv hervor.
08.08.2016 13:14
Dominik Gottet, Public Distribution, UBS Investment Bank

Sollten die Kurse von den jetzigen Levels moderat fallen oder seitwärts tendieren, können Anleger mit der Produktekategorie Reverse Convertibles ihre Stärken ausspielen.

Die Spannungen an den globalen Märkten nahmen auch in der zweiten Jahreshälfte nicht ab und sorgten für ein weiterhin volatiles Marktumfeld. Vermehrt sind wieder politische Risiken in den Fokus der Anleger gerückt und drückten zweitweise stark auf die Stimmung der Anleger. Nach dem Votum Grossbritanniens für einen Austritt aus der Europäischen Union, stehen im Oktober bereits die Verfassungsreform in Italien und im November die US-Präsidentschaftswahlen auf der Agenda. Diese politischen Verunsicherungen färben auch auf den heimischen Leitindex ab: In den vergangenen Monaten kam es mitunter zu heftigen Ausschlägen, per Saldo treten die 20 Blue Chips jedoch seit Mitte Januar auf der Stelle.

Klare Erwartungshaltung

Für Anleger die mit leicht fallenden Kursen oder Seitwärtsmärkten rechnen, können Strukturierte Produkte eine gute Alternative bieten. Vor allem Renditeoptimierungsprodukte können in solchen Marktlagen ihr volles Potenzial ausschöpfen. Der dominierende Vertreter dieses Segments in der Schweiz ist der Barriere Reverse Convertible (BRC). So sind an der Schweizer Börse für Strukturierte Produkte (SIX SP Exchange) aktuell mehr als 7'600 Varianten von BRCs kotiert. Im Vergleich dazu ist der Produkttyp der Reverse Convertibles weniger verbreitet. Anleger haben die Wahl zwischen knapp 200 Produkten, gleichwohl lohnt sich ein genauerer Blick auf das bestehende Angebot.

Im Mittelpunkt steht bei beiden Strukturen der garantierte Coupon. Dieser kommt unabhängig vom Verlauf der zugrunde liegenden Aktien zur Ausschüttung. Dagegen ist für die Rückzahlung des Nominals die Entwicklung der Basiswerte massgebend. An dieser Stelle kommt ein zentraler Unterschied zwischen den beiden Produktarten zum Tragen: Wie es der Name sagt, verfügt der BRC über eine Barriere. Diese steht in der Regel während der gesamten Laufzeit unter Beobachtung. Fällt ein Basiswert auf oder unter die entsprechende Barriere z.B. bei 70 Prozent, erlischt der Teilschutzmechanismus und das gesamte Nominal ist zum Verfalltermin dem Kursrisiko des schwächsten Titel ausgesetzt. Um diesen Verlust wieder gut zu machen, müsste der schwächste Titel per Verfall um satte 42.9 Prozent steigen und über dem ursprünglichen Strike-Level (in der Regel bei 100 Prozent) notieren.

Fokus auf den Verfalltermin

Beim Reverse Convertible sind dagegen die Schlusskurse am Laufzeitende entscheidend. Notieren die Basiswerte zu diesem Termin geschlossen auf oder über dem Strike-Level, erhalten Anleger das Nominal vollständig zurück und erzielen damit die Maximalrendite. Abschläge bei der Rückzahlung des Nominals erfolgen erst, wenn z.B. bei einem Strike-Level von 70 Prozent, der schwächste Basiswert mehr als 30 Prozent an Wert einbüsst. Im Unterschied zum BRC bei welchem das Strike-Level in der Regel bei 100 Prozent fixiert wird, findet beim RC jedoch die Wandlung in den Basiswert in diesem Fall auf einem reduzierten Niveau statt. Zu beachten gilt es auch, dass sowohl der BRC als auch der Reverse Convertible keine Partizipation an steigenden Kursen bieten. Seine Halter verzichten also auf ein mögliches Aufwärtspotenzial der Basiswerte.

Strukturell verbirgt sich hinter der dargestellten Funktionsweise der Verkauf von Put-Optionen auf die Basiswerte. Die Höhe der aus diesen Transaktionen erzielten Prämie ist für die Kondition des Reverse Convertible entscheidend. Bekanntlich hängen die Preise solcher Termingeschäfte – neben weiteren Parametern – vorwiegend von der impliziten Volatilität ab. In Bezug auf den Reverse Convertible gilt die folgende Faustformel: Je stärker die Kurse bei den zugrunde liegenden Basiswerten ausschlagen, desto höher ist die Prämieneinnahme der Put-Option und umso attraktiver fällt wiederum der Coupon aus.

Payoff-Profile: Reverse Convertible und Barrier Reverse Convertible

Quelle: Schweizerischer Verband für Strukturierte Produkte (SVSP), www.svsp-verband.ch

Frisch am Markt

Anschaulich lassen sich die Modalitäten an konkreten UBS-Produkten verdeutlichen die noch bis zum 10. August in Zeichnung stehen und danach im Sekundärmarkt handelbar sind. Die auf Schweizer Franken lautende Variante (Valor 33241822) basiert auf Credit Suisse, Roche, sowie Zurich Insurance und bringt einen garantierten Coupon von vier Prozent p.a. mit. Das Strike-Level liegt bei 75 Prozent der Anfangskurse. Solange das SMI-Trio am 10. August 2017 auf oder über dieser Marke aus dem Handel geht, erhalten Anleger das Nominal vollständig zurück. Sollte dagegen wenigstens eine Aktie in den kommenden zwölf Monaten um mehr als einen Viertel nachgeben, erlischt der Teilschutz. In diesem Fall liefert die Emittentin den Titel, der über die Laufzeit hinweg am schwächsten abgeschnitten hat. Für die Ermittlung der konkreten Stückzahl und damit auch des Verlustpotenzials ist das Strike-Level entscheidend. Angenommen, der «Worst Performer» beendet die Laufzeit bei 70 Prozent des anfänglichen Niveaus. Dann würde auf den Produktinhaber ein Verlust von 6.7 Prozent zukommen. Unter Berücksichtigung des garantierten Coupons fällt das Minus noch geringer aus.

Neu am Markt ist zudem ein in US-Dollar gehandelter Reverse Convertible (Valor 33241828). Bei dem auf den Technologieaktien Apple, Facebook und Twitter basierenden Zeichnungsprodukt liegt das Strike-Level mit 60 Prozent noch etwas tiefer. Massgebend für die Diskrepanz zur Franken-Variante sind die Unterschiede im Zinsniveau der beiden Währungsräume und in der Volatilität der Basiswerte. Bei diesem Produkt erfolgt in jedem Fall eine Abwicklung in bar. Sollte wenigstens ein Mitglied des Nasdaq-Trios zum Verfalltermin den Strike unterschreiten, wäre die Rückzahlung an den schwächsten Wert gekoppelt. Wobei auch hier die Rechnung erst ab dem Strike beginnt.

Die beiden Neuemissionen zeigen, dass der Reverse Convertible eine interessante Anlagealternative bietet. Diese und weitere Strukturierte Produkte finden Sie auf: ubs.com/inzeichnung

Schweizer Qualität und hohe Dividenden - eine starke Kombination

Dividenden machen einen bedeutenden Teil der Gesamtrendite von Aktien aus. Wer systematisch in Schweizer Aktien mit konstant hohen Dividendenrenditen investiert, hat gute Chancen auf attraktive Erträge.
05.08.2016 18:40
Martin Thommen, UBS Funds, UBS Asset Management

Die Suche nach guten Renditen bleibt weiterhin sehr anspruchsvoll. Seit dem Brexit-Entscheid in Grossbritannien gehen die meisten Experten davon aus, dass die sehr tiefen Zinsen, zumindest in Europa, noch längere Zeit auf diesem Niveau bleiben oder gar noch weiter sinken werden. Risikofreie Renditen, wie sie Staatsanleihen von Staaten mit erstklassiger Schuldnerqualität bieten, sind gleich null oder gar negativ. Um höhere Renditen zu erzielen, müssen Anleger bereit sein, etwas mehr Risiko einzugehen. Eine interessante Möglichkeit ist die Dividendenstrategie, also die Investition in dividendenstarke Aktien.

Für viele Schweizer Unternehmen bleibt die Situation an der "Währungsfront" schwierig. Da ihre Kosten in Franken anfallen, sind sie in diesem Punkt gegenüber der ausländischen Konkurrenz im Nachteil. Trotz einer gewissen Stabilisierung des Euro-Wechselkurses stellt diese Situation nach wie vor eine grosse Herausforderung dar. Doch viele Unternehmen haben immer wieder bewiesen, dass sie auch schwierigeren Bedingungen trotzen können.

Klare Renditevorteile gegenüber Obligationen

Die Dividendenrendite des Schweizer Aktienmarkts (blaue Linie) liegt zurzeit bei mehr als 3 Prozent und damit klar über dem 15-Jahres-Durchschnitt von 2,3 Prozent. Demgegenüber liegen Renditen festverzinslicher Unternehmensanleihen in Schweizer Franken im Durchschnitt bei deutlich unter 1 Prozent. Der Unterschied gegenüber Schweizer Eidgenossen (Staatsanleihen, dunkelbraune Linie) ist noch grösser (Grafik). Solche Renditedifferenzen erachten wir als attraktiv, besonders für Anleger, die sich auf Unternehmen mit nachhaltiger Dividende konzentrieren. Zudem bieten Aktien langfristig Potenzial für Dividendenerhöhungen und Kapitalgewinne, vorausgesetzt, dass die Unternehmensgewinne mit der Zeit steigen.

Grafik 1: Dividendenrenditen und Obligationenrenditen im Vergleich

Rendite in %

Quelle: Factset, Daten per 1. Juli 2016

Gute Dividenden – ein Zeichen der Stärke

Für eine Anlage in Schweizer Unternehmen mit attraktiven Dividendenrenditen sprechen mehrere Gründe:

  • Aufgrund der gegenwärtigen Marktsituation kann davon ausgegangen werden, dass die grosse Differenz zwischen Obligationen- und Dividendenrenditen bestehen bleibt.
  • Nur Unternehmen mit soliden Bilanzen sind in der Lage, konstant gute Dividenden auszuschütten. Dies sorgt für eine positive Kombination aus Investitionen in künftiges Wachstum und der Rückgabe von Liquidität an die Aktionäre.
  • Dividenden sind eine wichtige Renditekomponente: Der Swiss Performance Index SPI beispielsweise legte in den letzten 20 Jahren unter Berücksichti¬gung der Dividendenzahlungen um 260 Prozent zu. Ohne Dividenden¬zahlungen betrug die Zunahme noch 130 Prozent (Grafik 2).   
  • Aktien mit konstant hohen Dividendenerträgen bieten gute Chancen auf langfristig substanzielle Kapitalgewinne.

Grafik 2: Dividenden – ein substanzieller Teil der Aktienrendite


Quelle: Thomson Reuters, UBS, 1. Juli 2016

Insgesamt stehen Schweizer Unternehmen finanziell gut da. Im historischen Vergleich weisen sie derzeit eine geringe Verschuldungsquote und eine ordentliche Rentabilität auf. Da viele Firmen nicht den ganzen Gewinn zur Finanzierung des Wachstums benötigen, haben sie die Ausschüttungen an die Aktionäre erhöht. UBS rechnet weiter mit hohen Dividendenausschüttungs-Quoten, konkret mit 55 bis 65 Prozent bei den grossen Unternehmen, die im Swiss Market Index SMI enthalten sind, und mit 45 bis 50 Prozent bei den mittleren Unternehmen (SMIM-Index). Diese Ausschüttungs-Quoten liegen zwar klar über dem langfristigen Durchschnitt, sind aber fundamental gut abgestützt. Anleger sollten nicht einfach Aktien mit hoher Dividendenrendite kaufen, sondern nach Titeln mit hochwertigen Dividenden Ausschau halten. Darunter verstehen wir Dividenden, die

  • nachhaltig sind, d.h. die Ausschüttungen sollten während des gesamten Konjunkturzyklus durch Gewinn und Cash Flow abgedeckt werden können.
  • langfristig ein überdurchschnittliches Wachstum aufweisen.
  • relativ attraktive Renditen bieten.

Um gezielt Unternehmen mit attraktiver Dividendenrendite auszuwählen und gleichzeitig das firmenspezifische Risiko gering zu halten, investieren Anleger mit Vorteil in einen Aktienfonds, der eine solche Dividendenstrategie konsequent umsetzt. Für Anleger hat diese Lösung unbestrittene Diversifikations-Vorteile: Sie haben die Gewissheit, dass ihr Geld professionell investiert wird, und die von ihnen bevorzugten Titel sind, wenn sie den Kriterien der Spezialisten entsprechen, auch in einem "Dividenden"-Fonds enthalten.

Für Informationen zur Wahl des passenden Fonds wenden Sie sich am besten an Ihren Bankberater.

Für Marketing- und Informationszwecke von UBS.

Investitionen in ein Produkt sollten nur nach gründlichem Studium des aktuellen Prospekts erfolgen. Anteile der erwähnten UBS Fonds können in verschiedenen Gerichtsbarkeiten oder für gewisse Anlegergruppen für den Verkauf ungeeignet oder unzulässig sein und dürfen innerhalb der USA weder angeboten noch verkauft oder ausgeliefert werden. Die genannten Informationen sind weder als Angebot noch als Aufforderung zum Kauf bzw. Verkauf irgendwelcher Wertpapiere oder verwandter Finanzinstrumente zu verstehen. Die frühere Wertentwicklung ist kein verlässlicher Indikator für künftige Ergebnisse. Die dargestellte Performance lässt allfällige bei Zeichnung und Rücknahme von Anteilen erhobene Kommissionen und Kosten unberücksichtigt. Kommissionen und Kosten wirken sich nachteilig auf die Performance aus. Sollte die Währung eines Finanzprodukts oder einer Finanzdienstleistung nicht mit Ihrer Referenzwährung übereinstimmen, kann sich die Rendite aufgrund der Währungsschwankungen erhöhen oder verringern. Diese Informationen berücksichtigen weder die spezifischen oder künftigen Anlageziele noch die steuerliche oder finanzielle Lage oder die individuellen Bedürfnisse des einzelnen Empfängers. Die Angaben in diesem Dokument werden ohne jegliche Garantie oder Zusicherung zur Verfügung gestellt, dienen ausschliesslich zu Informationszwecken und sind lediglich zum persönlichen Gebrauch des Empfängers bestimmt.
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Enttäuschende US-Wachstumszahlen sorgen für Auftrieb bei CTAs

Im Laufe des Julis haben Sorgen über die Stärke der US-Wirtschaft und die Auswirkungen des Brexits an den Märkten nachgelassen. In der Folge kam es zu einer deutlichen Erholung bei Risikoanlagen.
03.08.2016 10:35
Philippe Ferreira, Head of Research Managed Account Platform, Lyxor Asset Management

Überdurchschnittlich entwickelte sich insbesondere das Value-Segment der Aktienmärkte, wohingegen Momentum-Aktien eine Underperformance verzeichneten. Ausserdem zeigte sich die US-Berichtssaison bislang besser als befürchtet. Auch wenn positive Ergebnisüberraschungen insgesamt üblich sind, fielen die Überraschungen im Grundstoffsektor am stärksten aus, während der Energiesektor enttäuschte. Mehr als 300 der im S&P vertretenen Unternehmen haben ihre Ergebnisse bis Ende Juli veröffentlicht.

Das unterstützende Marktumfeld hat direktionalen Hedgefondsstrategien wie z. B. L/S Equity Long Bias (+3,8% im Juli) und Special Situations (+4,1%) Auftrieb verliehen. Indessen war bei den defensivsten Strategien wie CTAs eine Underperformance zu beobachten, auch wenn sie den Monat über hinweg positive Zahlen schrieben (+0,7%). Auf Einzelfondsebene gehören in unserer Managerstichprobe ein asiatischer L/S-Credit-Fonds, ein US-amerikanischer L/S-Equity-Manager mit Value-Orientierung und ein aktivistischer Manager zu den Outperformern. Ihre Wertentwicklung bewegte sich im Juli zwischen 6% und 7,5%. Unterdurchschnittlich entwickelte sich parallel dazu ein Global-Macro-Fonds, der sich nach dem Brexit sehr defensiv aufstellte und im gleichen Zeitraum um 4,5% nachgab.

Für die nächste Zeit deuten Signale darauf hin, dass der Markterholung die Luft ausgeht. Der jüngste Rückgang der Ölpreise infolge eines erneuten Aufbaus von Lagerbeständen in den USA und einer höheren Fördermenge der OPEC stellt ein Zeichen für globale Wachstumsbedenken dar. Ein anschauliches Beispiel hierfür ist die US-Wirtschaft, die im 2. Quartal um enttäuschende 1,2% gewachsen ist (saisonbereinigte jährliche Wachstumsrate). Das liegt deutlich unter der erwarteten realen BIP-Wachstumsrate von 2,5%. Ausserdem wurden die Wachstumszahlen für das 1. Quartal 2016 nach unten korrigiert, und zwar von 1,1% auf 0,8%. Infolgedessen bleiben unsere Aussichten für Hedgefondsstrategien unverändert. Wir halten eine vorsichtige Positionierung aufrecht, die eine Übergewichtung in L/S Equity Market Neutral, Merger Arbitrage und CTAs beinhaltet. In diesem Zusammenhang rechnen wir damit, dass die Underperformance von CTAs von Juli kurzfristig zu Ende gehen wird. Ihre gesamte Short-Position im USD, die sich im Juli nicht auszahlte, wird wahrscheinlich in nächster Zeit Gewinne erzielen, da die US-Notenbank wohl noch längere Zeit an ihrer akkommodierenden Geldpolitik festhält.

 

Der Brexit, das optimale Szenario für CTA

Der Brexit dürfte für eine andauernd hohe Volatilität der Vermögenswerte sorgen und zu einer stärkeren Differenzierung auf den europäischen Märkten führen.
29.07.2016 15:00
Jean-Baptiste Berthon, Senior Cross-Asset Strategist, Lyxor Asset Management

Dies dürfte sich allgemein als vorteilhaft für Hedgefonds und insbesondere für Relative-Value- und agile Anlagestile erweisen. Indes dürften die Unternehmensaktivitäten mit britischen Gegenparteien stärker unter Druck geraten, was zugleich eine Quelle für Gelegenheiten und eine Quelle für Risiken für Merger-Fonds darstellt.

- Der Lyxor Hedge Fund Index sank im Juni um -0,9%, wobei drei von zehn Lyxor-Indizes den Monat mit einer positiven Performance abschlossen. Strategien mit geringer Direktionalität schnitten besser ab.
- CTA erhielten mit ihrer defensiven Positionierung durch die meisten ihrer Positionen Auftrieb. Ihr Absicherungsvorteil bestätigte sich einmal mehr.
- Merger Arbitrage-Fonds waren ausreichend von der Brexit-Schockwelle isoliert und profitierten vom Abschluss mehrerer Transaktionen.

  • Die globale Marktvolatilität stieg im Juni stark an. Das Ergebnis des britischen Referendums war eine Überraschung und trotzte den meisten Umfragen und Buchmachern. Es sendete eine Schockwelle in die meisten Regionen aus, insbesondere nach Europa. Das Pfund, die bevorzugte Absicherung gegen einen Brexit, fiel auf ein 30-jähriges Tief, während die europäischen Aktien einen Abverkauf erlebten, insbesondere im Finanzsektor. Die Renditen für Staatsanleihen aus Kernländern verengten sich, die 10-Jahres-US-Renditen sanken auf einen historischen Tiefststand und die deutschen Renditen bewegten sich erstmalig in den negativen Bereich. Indes spielten traditionelle sichere Häfen in einem risikoscheuen Umfeld ihre Rolle; Gold verzeichnete starke Gewinne und der Japanische Yen legte deutlich zu. Dagegen weiteten sich die Kreditspreads sowohl in den USA als auch in Europa. Im Gegensatz dazu blieben Öl und die Schwellenmärkte weitgehend immun gegenüber den Brexit-Turbulenzen.
     
  • Der Lyxor Hedge Fund Index (-0,9%) behauptete sich in diesem volatilen Umfeld relativ gut, unterstützt durch die starke Performance der CTA. Die anderen Hedgefonds-Strategien, die vorsichtig positioniert waren, verzeichneten moderate Verluste. Strategien mit geringer Direktionalität schnitten besser ab. Am Monatsende stand der mittlere Aktien-Beta der Plattform bei weniger als 10%.
     
  • Im Juni schossen langfristige CTA (+6,2%) in die Höhe, da sie durch die meisten ihrer Positionen Auftrieb erhielten. Modelle profitierten von der Flucht in Qualität, ihre defensive Positionierung zahlte sich aus. Der festverzinsliche Bereich leistete den grössten Beitrag zur Performance. Die Renditen auf Staatsanleihen schrumpften in aller Welt, wobei die Zentralbanken alle synchron im entgegenkommenden Modus arbeiteten. Der Währungskorb verzeichnete ebenfalls Gewinne, überwiegend aus beträchtlichen Short-Positionen im GBP. Und schliesslich zahlten sich auch Allokationen in „sicheren Häfen“ aus, insbesondere durch ihre Long-Positionen im JPY und Goldkontrakte. Insgesamt war der Aktienbereich für long positionierte Fondsmanager abträglich, da bei den Aktien ein Abverkauf stattfand. Kurzzeitige Modelle erlebten während des Berichtszeitraums keine Veränderung.
     
  • Merger-Arbitrage-Fonds (+0,9%) übertrafen den Bereich Special Situations (-2%). Sie waren zum grössten Teil von den europäischen Entwicklungen abgekoppelt. Merger Arbitrage profitierte vom Abschluss des Deals Baxalta/Shire am 3. Juni. Das Brexit-Votum hatte relativ geringe Auswirkungen auf Event-Driven-Manager, da die meisten Fondsmanager nur in beschränktem Umfang im europäischen Markt engagiert sind. Ausserdem hatten einige Fondsmanager das Risiko ihrer Portfolios im Vorfeld des britischen Referendums heruntergefahren. Trotzdem waren sie dem Brexit-Risiko weiterhin durch ihre Sensitivität gegenüber Bewegungen des weltweiten Marktes ausgesetzt. Insbesondere erwies sich die Spread-Weitung bei den Geschäften Dell/EMC, Aetna/Humana und Sanofi/Medivation als abträglich. Nach dem Brexit-Ergebnis behielten die Fondsmanager ihr vorsichtiges Engagement bei.
     
  • Die L/S Equity-Fonds hatten zu kämpfen, da die weltweiten Aktien einen Abverkauf erlebten und die Volatilität hochkochte. In diesem Umfeld erwiesen sich Strategien mit geringer Direktionalität als widerstandsfähig, wobei Fonds mit variabler Ausrichtung (-0,2) und marktneutrale Fonds (-1,1%) jene mit Long-Ausrichtung (-2,3%) übertrafen. Im Vorfeld des Brexit-Votums verringerten auf Europa konzentrierte Fondsmanager deutlich ihr Netto- und Brutto-Engagement und stutzten ihre Allokationen in britischen Vermögenswerten. Insgesamt nahmen die meisten L/S Equity-Fondsmanager eine Portfoliorotation hin zu defensiveren Sektoren vor. Dies leistete während der Nachwehen des Referendums einen positiven Beitrag. Und schliesslich hatten neutral ausgerichtete Fonds Probleme dabei, die Rallye hinsichtlich des Momentums und den Absturz bei den Value-Titeln zu nutzen.
     
  • Kreditfonds (-0,8%) verzeichneten begrenzte Verluste, trotz des schwierigen Umfelds nach dem Brexit-Votum. Die meisten Fondsmanager erlebten Verluste bei Finanztiteln, doch ihre defensive Haltung half ihnen, eine Outperformance gegenüber anderen Strategien zu erzielen. Hingegen wurden einige Anleihenfonds, die stillschweigend für einen Bremain positioniert gewesen waren, hart durch ihr unglückliches Short-Engagement in europäischen Anleihen getroffen.
     
  • Global-Macro-Manager (-3,5%) erhielten Prügel durch den plötzlichen Einbruch bei den US-Zinsen. Die Erwartungen hinsichtlich einer Zinsanhebung in den USA lösten sich nach der Veröffentlichung des enttäuschenden US-Arbeitsmarktberichts für Mai auf. In der Folge erwies sich der Verfall des US-Dollar-Kurses als kostspielig für Long-Allokationen, während geringere Anleiherenditen Short-Positionen in US-Durationen abträglich waren. Die Positionen entwickelten sich fondsübergreifend ganz verschieden im Hinblick auf die europäischen Zinsen. Im Vorfeld des britischen Referendums verringerten die meisten Fondsmanager ihre Risikoallokation und bevorzugten Relative-Value-Strategien. Direkte Allokationen im Vereinigten Königreich wurden heruntergefahren und konzentrierten sich überwiegend auf die Währung. Ihre negative Sicht des GBP erwies sich als stützend, was den Fondsmanagern dabei half, die Verluste einzudämmen, die sie bei ihren Aktien- und Festzins-Portfolios erlitten. Und schliesslich erwiesen sich auch Short-Positionen im JPY als gedämpft.

 

Gestaffelt in den Swiss Market Index investieren

Der Schweizer Leitindex SMI hatte einen turbulenten Start ins laufende Jahr. Nach einem anfänglichen Einbruch um knapp 15 Prozent konnte sich der Index wieder fangen und zu einer zwischenzeitlichen Erholung ansetzen.
26.07.2016 09:00
Robin Lemann, Public Distribution Team Schweiz, UBS

Seither verläuft der Kurs schwankend in einem Korridor zwischen 7.500 und 8.300 Indexpunkten. Viele Anleger dürften sich daher den Kopf darüber zerbrechen, wann der richtige Zeitpunkt für einen Einstieg respektive einen möglichen Nachkauf gekommen sein könnte. Mit der Buy on Dips Note auf den SMI (Valor 33104090) bietet UBS hier eine Hilfestellung an. Neben der variablen Partizipation am heimischen Leitindex bringt das Produkt eine attraktive Ausschüttung von 6,70 Prozent p.a. auf die jeweilige Barkomponente mit.

Die Politik drückte den Kapitalmärkten in den vergangenen Wochen deutlich ihren Stempel auf. Nur wenige Tage nach dem Votum der Briten für das Ausscheiden aus der Europäischen Union richteten viele Investoren den Blick auf die iberische Halbinsel. Bei den Neuwahlen in Spanien setzte sich zwar die konservative Volkspartei durch. Gleichwohl ist offen, ob es ihr gelingt, eine neue Regierung zu bilden. Während in Madrid heftig verhandelt werden dürfte, haben die Republikaner in den USA ihren Kandidaten für die anstehenden Präsidentschaftswahlen gekürt. Donald Trump soll am 8. November gegen die Demokratin Hillary Clinton ins Rennen um den Einzug in das Weisse Haus gehen. Somit dürfte die politische Agenda auch in den kommenden Monaten weltweit im Rampenlicht stehen.

Aktuelles Marktumfeld

Anleger können solche Entwicklungen natürlich nicht ignorieren. Massgeblich für die Ausrichtung des Portfolios sollten sie nach Ansicht von Mark Haefele, Global Chief Investment Officer UBS Wealth Management, trotzdem nicht sein. «Wir glauben, dass die globale Erholung und die Massnahmen der Zentralbanken bei der Beurteilung der Kursentwicklung von Anlagen im zweiten Halbjahr 2016 weiterhin wichtiger sein werden als die Wahlen», schreibt er in der monatlichen Publikation «UBS House View» vom 22. Juni 2016. Zu den bedeutendsten Faktoren zählen laut Haefele derzeit die Verfassung des US-Konsums und der Ausblick auf die Politik der Fed. Hinzu kämen die anhaltend lockeren Finanzbedingungen in der Eurozone sowie die Stabilisierung des Wachstums in China.

Aus den USA kamen zuletzt positive Konjunktursignale. Beispielsweise fiel das vom Conference Board ermittelte Verbrauchervertrauen im Juni besser aus, als von Analysten erwartet. Gleichzeitig boomt der Arbeitsmarkt. Im Juni entstanden in den Vereinigten Staaten ausserhalb der Landwirtschaft 287.000 neue Jobs. Laut einer Umfrage der Nachrichtenagentur Reuters hatten Experten im Schnitt lediglich mit 175.000 zusätzlichen Stellen gerechnet. Aufgrund des positiven Umfelds geht das UBS Chief Investment Office Wealth Management (CIO WM) davon aus, dass die US-Notenbank die Zinsen im laufenden Jahr in zwei Schritten anhebt. Der Kauflaune an der Wall Street kann diese Aussicht keinen Abbruch tun: Der S&P 500 markierte im Juli ein neues Allzeithoch.

Zu den im Juni 2007 erreichten Rekordwerten fehlt dem SMI noch ein gutes Stück. Und doch ist auch der Schweizer Leitindex dynamisch in das zweite Halbjahr gestartet. Auf dem alten Kontinent können die Investoren weiterhin mit tatkräftiger Unterstützung von Seiten der Notenbanken rechnen. Bei ihrer Geldpolitischen Lagebeurteilung vom 16. Juni 2016 hielt die Schweizerische Nationalbank (SNB) an ihrem expansiven Kurs fest. Sie beliess die Leitzinsen im negativen Bereich und unterstrich zudem die Bereitschaft, bei Bedarf am Devisenmarkt zu intervenieren. Auch die Europäische Zentralbank (EZB) machte nach ihrer jüngsten Sitzung keinerlei Abstriche gegenüber der derzeitigen Politik. Diese umfasst neben einem rekordtiefen Leitzins von null Prozent ein gross angelegtes Anleihen-Kaufprogramm. Die skizzierte Geldpolitik sorgt dafür, dass sich an den europäischen Obligationenmärkte weiterhin nur sehr tiefe Renditen erzielen lassen – ein weiteres Argument für die Anlageklasse Aktien.

Automatische Nachkäufe auf tieferen Indexständen

Gerade wegen der schwer kalkulierbaren politischen Risiken erscheint es allerdings schwierig, den richtigen Einstiegszeitpunkt für Aktienkäufe zu finden. Genau hier setzt die UBS Buy on Dips Note auf den SMI (Symbol: KAAODU) an. Das Partizipationsprodukt ist per Emission mit 50 Prozent des zur Verfügung stehenden Kapitals im SMI positioniert. Sobald der Index unter ein bestimmtes Niveau fällt, wird der dann tiefere Indexstand zum günstigeren Nachkauf genutzt. So kann die Allokation vollautomatisch erhöht werden. Dazu werden drei Trigger-Level fixiert. Das erste Trigger-Level liegt bei 95 Prozent des anfänglichen Indexstandes (indikativ 7.636,04 Punkte). Sollte der Tagesschlusskurs des Index auf oder unter dieses Kursniveau fallen, erhöht sich die Gesamtallokation im SMI auf 70 Prozent. Die nächste Trigger-Schwelle wird bei 90 Prozent (indikativ 7.234,15 Punkte) des Ausgangsniveaus fixiert. Falls der SMI diese Marke erreicht oder unterbietet, werden weitere 20 Prozent investiert. Das Produkt würde dann eine Investitionsquote von 90 Prozent zeigen. Das dritte und letzte Trigger-Level ist bei 85 Prozent (indikativ 6.832,25 Punkte) vorgesehen. Für den Fall, dass der Index auch auf dieses Niveau oder tiefer fällt, stehen weitere zehn Prozent des Startkapitals für den Nachkauf zur Verfügung. Das heisst, die Struktur würde dann mit einer maximalen Positionierung von 100 Prozent am Swiss Market Index partizipieren.

Ausgezeichnetes Anlagekonzept

Die skizzierte Methodik führt dazu, dass sich der anfängliche Einstiegskurs im SMI reduziert, sobald ein Trigger-Level ausgelöst wird. Zum 29. Juli 2019, dem Verfalltermin, partizipiert die Buy on Dips Note unbegrenzt an der gewichteten Wertentwicklung des SMI. Neben der vollautomatischen Nachkaufregelung stellt die laufende Ausschüttung das zweite zentrale Element des strukturierten Produkts dar. Solange das Kapital nicht vollständig im Basiswert investiert ist, wird die Barkomponente vierteljährlich mit einem Coupon in Höhe von 6,70 Prozent p.a. verzinst. Diese Buy on Dips Note auf SMI (Valor 33104090) liegt noch bis zum 27. Juli 2016 zur Zeichnung auf und ist anschliessend an der SIX Structured Product Exchange im Sekundärmarkt handelbar. Übrigens: Mit der skizzierten Kombination aus einer variablen Partizipation am Aktienmarkt und der Chance auf attraktive laufende Erträge wurde UBS bei den diesjährigen Swiss Derivative Awards für eine Buy on Dips Note auf den SMI mit dem Preis für das «Beste Aktienprodukt des Jahres 2015» ausgezeichnet.

Stand: 22. Juli 2016; Quelle: Bloomberg, UBS

 

Sommer-Feeling für Hedgefonds

Die Gewinnsträhne setzte sich bei Hedgefonds in der letzten Woche fort. Dabei profitierten alle Strategien von der Stabilisierung der Marktbedingungen, mit Ausnahme von CTAs.
26.07.2016 08:00
Philippe Ferreira, Head of Research Managed Account Platform, Lyxor Asset Management

Der Lyxor Hedge Fund Index verzeichnete ein Plus von 0,5%, so dass sich eine gesamte Performance von soliden 1,6% für den laufenden Monat ergibt. Aufgrund von Long-Positionen im US-Dollar erlebten Global-Macro-Manager in der vergangenen Woche eine überdurchschnittliche Entwicklung. Lebhafte Konjunkturdaten aus den USA fachen die Erwartungen an, die US-Notenbank könne bei der Sitzung des Offenmarktausschusses am 26./27. Juli mit einer Kehrtwende bei ihrer überaus akkommodierenden Haltung beginnen.

In diesem Monat legte der Lyxor Hedge Fund Index bislang um 1,6% zu, wobei die Markterholung Strategien mit stärker ausgeprägter Marktdirektionalität am meisten zugute kam. Sowohl L/S-Equity-Long-Bias- als auch Special-Situations-Manager stiegen in diesem Monat bisher (Stand: 19. Juli) um 3,3%. Vorsichtige Hedgefondsmanager haben ihr Aktien-Beta im Juli rasch nach oben korrigiert. Die defensivsten Manager gerieten jedoch ins Hintertreffen, als der Brexit-Schock durch die Bekanntgabe solider Wirtschaftsdaten wettgemacht wurde. Die vorläufigen Einkaufsmanagerindizes für den Euroraum im Juli deuten nämlich darauf hin, dass sich die solide Konjunktur nach dem Brexit-Votum fortsetzen dürfte.

Negativ war dagegen, dass CTAs schon die zweite Woche in Folge zurückgingen. Steigende Renditen von Staatsanleihen und einige Long-Positionen in der türkischen Lira gegenüber dem US-Dollar trugen zu den Verlusten bei. Ungeachtet dessen schreibt die CTA-Strategie in diesem Monat bisher weiterhin schwarze Zahlen. Wir halten an einer Übergewichtung in CTAs fest. Hintergrund hierfür sind die Vorteile durch ihre hohe Portfoliodiversifizierung. Ausserdem dienen sie uns als Absicherung gegen Abwärtsrisiken, die nach unserer Auffassung nach wie vor erheblich sind.

Schliesslich blieben marktneutrale L/S-Manager von der Faktorrotation bei Aktien weitgehend verschont, bei der es zu einer Wende beim Faktor Momentum und einer Erholung beim Faktor Value kam. Sie reagieren empfindlich auf den Faktor Momentum. In Asien ist die Rotation stärker ausgeprägt, denn hier erwartet man, dass die japanischen Behörden weitere Lockerungsmassnahmen sowohl fiskalischer als auch geldpolitischer Art ergreifen könnten. Die Erholung bei asiatischen Value-Aktien erweist sich nach einem schwierigen ersten Halbjahr als Stütze für einige gesamtasiatische quantitative L/S-Equity-Manager. Aufgrund der Annahme, dass die Faktorrotation hinter uns liegt, halten wir an einer Übergewichtung in marktneutralen L/S-Equity-Fonds fest. Von Asien abgesehen erwarten wir bei Value-Aktien in den USA und Europa wenig zusätzliches Aufwärtspotenzial.

 

Couponlevels für Schweizer Lieblingstrio weiterhin überdurchschnittlich

Das Schweizer Börsenjahr 2016 hatte äusserst ungünstig begonnen. Innerhalb kurzer Zeit verbilligte sich der Swiss Market Index® von hohen 8‘000 Notierungen und auf unter 7‘500 Punkte in der zweiten Februarwoche.
22.07.2016 15:00
Simon Przibylla, Director, Public Solutions, Leonteq Securities AG

Seitdem handelt der Schweizer Leitindex innerhalb einer engen Bandbreite von lediglich 600 Punkten. Anleger beobachten hierbei ein Auf und Ab zwischen 7‘600 und 8‘200 Indexpunkten. Dieses Umfeld ist für Long-only Investoren sehr herausfordernd. Strukturierte Produkte können hier hingegen das volle Potenzial ausschöpfen. In seitwärts tendierenden Märkten bieten besonders Renditeoptimierungsprodukte viele Vorteile. Im Jahresdurchschnitt 2015 waren über 8‘400 Renditeoptimierungsprodukte an der SIX Structured Products Exchange gelistet. Noch nie war die Auswahl grösser als im Jahr 2015 und eine Verringerung des Produktangebots ist auch für das Jahr 2016 nicht erkennbar. Neben dem sich beständig haltenden Trend auch für kleinere Investitionssummen massgeschneiderte Anlagelösungen zu entwerfen (Nutzen Sie unseren Public Constructor und strukturieren Sie Ihr eigenes Anlageprodukt), bieten die Emittenten eine steigende Anzahl von vordefinierten Anlagelösungen im Primär- und Sekundärmarkt an (Produkte in Zeichnung und Sekundärmarktopportunitäten). Investoren profitieren somit direkt von den gesunkenen Kosten für die Lancierung eines Produktes. Vor allem Anleger, die ihre Investitionsentscheidung eigenständig treffen, setzen ihre Marktmeinung oftmals mittels Renditeoptimierungsstrukturen um. Die grosse Nachfrage nach derartigen Produkten hat dazu geführt, dass Emittenten weitere Varianten aus dieser Produktkategorie entwickelt haben und sich so die Produktvielfalt und somit auch die Anzahl der Produkte kontinuierlich erhöht haben. Doch warum geniessen Barrier Reverse Convertibles eine so hohe Beliebtheit bei Schweizer Anlegern?

Barrier Reverse Convertibles gehören zur Kategorie der Renditeoptimierungsprodukte und liegen zwischen den risikoärmeren Kapitalschutz- und den risikoreicheren Partizipationsprodukten. Im Grunde haben Barrier Reverse Convertibles einen Obligationen- und Aktiencharakter, da sie Eigenschaften beider Anlageinstrumente miteinander vereinen. Mit garantierten Couponzahlungen ausgestattet, versprechen Barrier Reverse Convertibles wiederkehrende Zahlungsströme und eine leicht zu prognostizierende Maximalrendite, wenn ein Barriere-Ereignis vermieden werden kann. Die Grundstruktur setzt sich aus einer Obligation zusammen, welche zum Laufzeitende die Rückzahlung des Nominalbetrags sicherstellt, und einer verkauften Put-Option. Der Erlös der Option finanziert den Grossteil des garantierten Coupons des Produkts. Mit der Wahl der Barriere zum Aktivieren der Put-Option lässt sich das Risiko dosieren. Reduziert man die Barriere, sinkt der garantierte Coupon des Produktes.

Eine Anlage für viele Marktszenarien

Als optimales Terrain für Barrier Reverse Convertibles gelten seitwärts tendierende Märkte, in denen mittels des Anlageprodukts eine Überrendite gegenüber einer Direktinvestition in den Basiswert erzielt werden kann. Von Vorteil ist, dass Anleger in Barrier Reverse Convertibles nicht zwingend eine bullische oder bärische Marktmeinung verfolgen müssen, sondern die Maximalrendite in vielen Marktszenarien erzielt werden kann. Im positiven Fall spielen Barrier Reverse Convertibles ihre Stärken voll aus und generieren attraktive Erträge für ihre Investoren. Fällt der Basiswert unterhalb der Barriere, sind Verluste nicht ausgeschlossen. Steigt der Basiswert um mehr als die garantierte Couponzahlung, wäre eine Direktinvestition in den Basiswert die bessere Alternative gewesen.

Renditesuche im Tiefzinsumfeld

Wer derzeit Kapital anlegen will, sieht sich mit dem Problem konfrontiert, dass viele traditionelle Anlageklassen nur noch wenig rentieren. Mit dem Halten von Staatsobligationen hoher Bonität lässt sich kaum noch eine positive Rendite erzielen. Aktienportfolios dürften sich die letzten Jahre gut entwickelt haben. Die Geldschwemme der Zentralbanken hat die Aktienhausse begünstigt und die Märkte von einem weiteren Engagement der Zentralbanken abhängig gemacht. Jegliche Äusserungen der Notenbanken werden genau verfolgt und fliessen direkt in Investitionsentscheidungen ein. Dieses ereignisgetriebenen Anlageverhalten hat die Schwankungsanfälligkeit von Aktien erhöht. Was für Aktieninvestments von Nachteil sein kann, hilft bei der Ausgestaltung von Strukturierten Produkten. Eine höhere Volatilität verteuert Optionskontrakte und vergrössert den Spielraum bei der Konstruktion von Renditeoptimierungsprodukten. Bei hoher Volatilität bieten Barrier Reverse Convertibles ein gestiegenes Renditepotenzial durch höhere Couponzahlungen oder eine verbesserte Risikoabsicherung durch Herabsetzung des Barriere Levels. Vergleicht man die Couponlevels eines einjährigen Multi Barrier Reverse Convertible auf Nestlé, Novartis und Roche mit einer Barriere von 75% über die letzten 12 Monate, so konnten Anleger Anfang 2016 die höchste Maximalrendite erzielen. Die erzielbaren Couponlevels haben sich nach dem Brexit-Referendum wieder etwas normalisiert. Gerade für Anleger, die der ersten Panikreaktion an den Märkten ausweichen wollten, bieten sich aktuell attraktive Möglichkeiten an. Die Couponlevels beim ausgewählten Beispielprodukt liegen deutlich über dem dreijährigen Durchschnittscoupon.

Couponlevels eines Multi Barrier Reverse Convertibles auf Nestlé, Novartis, Roche (1 Jahr, 75% Barriere)

Quelle: Leonteq Securities AG, 15.07.2016
Historische Daten sind kein verlässlicher Indikator für zukünftige Entwicklungen.

Investoren sollten vor dem Kauf eines Barrier Reverse Convertibles jedoch berücksichtigen, dass sie ein Aktienrisiko eingehen und unter Umständen einen der Basiswerte ins Depot geliefert bekommen können. Es macht daher Sinn sich vorab mit den Risiken der Produkte vertraut zu machen, um vor negativen Überraschungen gefeit zu sein.

Checkliste für Anleger

Quelle: SVSP Vademecum, Februar 2015 7. Auflage

 

Mini-Crash am Schweizer Aktienmarkt nicht überdramatisieren

Das erste Halbjahr war für den SMI beileibe kein leichtes. 9 Prozent an Wert büsste der Leitindex ein. Während Aktien überwiegend auf der Verkaufsseite standen, wertete der Franken auf und die Zinsen tauchten weiter in den roten Bereich ab. Für den SMI ist 2016 aber noch nicht aller Tage Abend. Alleine schon das Dividendenargument spricht angesichts der immer neuen Zinstiefs für die Blue Chips.
21.07.2016 16:40
Dominique Böhler, Head of Public Distribution & ETFs Schweiz, Commerzbank

Die Reaktion der Kapitalmärkte auf den Brexit hatte dramatische Züge. Der Crash am 24. Juni vernichtete auf einen Schlag weltweit rund 5 Billionen US-Dollar an Börsenwert. Auch der SMI konnte sich dem nicht entziehen. In der Spitze haben sich an diesem Tag 90 Milliarden Schweizer Franken in Luft aufgelöst.

Die Schweiz als «sicherer Hafen»

Während die Aktienkurse abtauchten, verteuerte sich der Schweizer Franken massiv. In Relation zum Euro legte er 3,6 Prozent zu und markierte mit 1,0612 Schweizer Franken den höchsten Stand seit Sommer 2015. Dabei verzeichnete die Devise ihren stärksten Anstieg an einem Tag seit der Aufhebung des Mindestkurses Anfang vergangenen Jahres. Die Schweizer Nationalbank (SNB) konnte aber eine noch höhere Aufwertung verhindern. »Die SNB hat mit Interventionen auf dem Devisenmarkt stabilisierend eingegriffen und bleibt am Markt aktiv«, teilten die Währungshüter in einem Statement mit. Damit gelang es der SNB, bis zum Handelsende wieder in den Bereich oberhalb von 1,08 Schweizer Franken zurückzukehren – und diese Marke bis Halbjahresende auch zu verteidigen.

Der Juni hatte es schon vor der Abstimmung Grossbritanniens über einen Austritt aus der Europäischen Union in sich. Die Angst davor, dass die »Insulaner« Kontinentaleuropa den Rücken kehren könnten, verstärkte die Flucht in sichere Anlagen. Die Rendite 30-jähriger Anleihen der Schweizerischen Eidgenossenschaft sank am 16. Juni auf –0,002 Prozent und notierte damit erstmals im negativen Bereich. Seither gaben die Zinsen weiter nach und stehen aktuell bei –0,042 Prozent. Folglich müssen Anleger noch Geld mitbringen, wenn sie dem Schweizer Staat Geld leihen möchten. Die Negativzinsen erstrecken sich mittlerweile bis auf Papiere mit einer Laufzeit bis zum Jahr 2049. Somit werfen derzeit nur noch zwei Anleihen einen positiven Ertrag ab: Die bis 2058 laufende Obligation rentiert mit 0,04 Prozent und der 2064 fällige Bond mit 0,06 Prozent.

Grafik 1: Wertentwicklung SMI

SMI seit 1. Januar 2015


Stand: Juni 2016; Quelle: Reuters
Frühere Wertentwicklungen sind kein Indikator für die künftige Wertentwicklung

Trostpflaster Dividende

Angesichts der verschwindend kleinen Ausbeute auf dem Rentenmarkt rücken die Dividenden mehr und mehr in den Fokus. Hier machen die heimischen Blue Chips eine gute Figur. Die Dividendenrendite beträgt im SMI derzeit 3,7 Prozent und liegt damit deutlich oberhalb des 10-Jahres-Durchschnitts von 3,0 Prozent. Zugegeben, aktuell treiben die abgestürzten Finanztitel den Schnitt nach oben, doch weisen auch die Schwergewichte hohe Erträge auf. Nestlé bringt es auf 3,2 Prozent, Roche auf 3,6 Prozent und Novartis gar auf 3,7 Prozent. Das Trio erwies sich beim jüngsten Absturz des SMI zudem als »Fels in der Brandung«. Alle drei gaben im Vergleich zum Gesamtmarkt, der letztendlich mit einem Minus von 3,4 Prozent den berüchtigten letzten Freitag des Monats Juni abgeschlossen hatte, unterproportional nach. Am besten schlug sich Nestlé mit einem kleinen Verlust von 1,2 Prozent.

Die 8.000 Punkte stehen wieder

Auch in der nachfolgenden Gegenbewegung war auf das Trio Verlass. Im Schnitt avancierten Nestlé, Novartis und Roche um rund 5 Prozent und stehen zur Halbzeit deutlich höher als vor der vom Brexit ausgelösten Korrekturbewegung. Der SMI kam dagegen »nur« um 3 Prozent voran, konnte seine Schicksalsmarke von 8.000 Punkten aber wieder zurückerobern.

Es dürfte noch eine Zeit dauern, bis sich der Markt im Klaren sein wird, was die Entscheidung für den Brexit bedeutet. Einige Ökonomen haben bereits die Prognosen für die heimische Wirtschaft leicht nach unten geschraubt. Es könnte also in Zukunft zu weiteren Volatilitätsausschlägen nach oben kommen. Am 24. Juni erreichte der VSMI mit 34,5 Prozent den Jahresspitzenwert aus dem Herbst 2015. Doch auch wenn die Unsicherheit noch eine Weile anhalten wird, Hoffung macht ein Blick auf den Verlauf nach dem Frankenschock im Januar vergangenen Jahres. Den damals noch deutlich tieferen Sturz holte der SMI in nur wenigen Wochen wieder auf und verpasste im August 2015 dann nur knapp das Allzeithoch aus dem Jahr 2007.

Grafik 2: Überdurchschnittliche Dividendenrendite

SMI: Dividendenrendite (Trailing, zwölf Monate)


Stand: Juni 2016; Quelle: Reuters
Frühere Wertentwicklungen sind kein Indikator für die künftige Wertentwicklung.

Grafik 3: Rendite 10-jährige Bundesobligation


Stand: Juni 2016; Quelle: Reuters
Frühere Wertentwicklungen sind kein Indikator für die künftige Wertentwicklung.

 

Aktuelle ETF-Trends in Europa

Im Juni 2016 konnten sich die Zu- und Abflüsse auf dem europäischen ETF-Markt leicht erholen.
19.07.2016 09:00
Philippe Ferreira, Head of Research Managed Account Platform, Lyxor Asset Management

Die Nettomittelzuflüsse summierten sich im Verlauf des Monats auf 3,5 Milliarden Euro. Die Nettomittelzuflüsse seit Jahresbeginn betragen 14,1 Milliarden Euro, während sie in der ersten Jahreshälfte 2015 33,8 Milliarden Euro betrugen. Das insgesamt in ETFs verwaltete Vermögen stieg im Vergleich zum Jahresende 2015 um ein Prozent auf nun 454 Milliarden Euro, bei einem begrenzten Markteinfluss (von 0,78 Prozent*). US-Aktien-, Smart Beta- und europäische Unternehmensanleihen-ETFs konnten signifikante Zuflüsse verbuchen, was die Vorsicht vieler Investoren in einem insgesamt unsicheren Marktumfeld in der Folge des Referendums in England widerspiegelt.

  • Bei Aktien-ETFs kam es nach vier negativen Monaten in Folge zu Zuflüssen in Höhe 2,1 Milliarden Euro. Insgesamt sind die Zu- und Abflüsse in Aktien-ETFs seit Jahresbeginn weiterhin negativ und betragen -3,3 Milliarden Euro. Nach vier Monaten mit Abflüssen konnten sich europäische Aktien-ETFs erholen und verzeichneten Zuflüsse in Höhe von 639 Millionen Euro, getrieben von einer Nachfrage nach Smart Beta-ETFs, die von Investoren in einem von hoher Unsicherheit geprägten Marktumfeld in Folge des Brexits nachgefragt wurden. In der ersten Jahreshälfte waren die Flüsse in europäische Aktien-ETFs mit -7,1 Milliarden Euro negativ. Asiatische Aktien-ETFs wurden weiterhin von negativen Wirtschaftsnachrichten belastet und verzeichneten Rückflüsse in Höhe von 425 Millionen Euro, seit Jahresbeginn betragen die Abflüsse aus diesem Bereich 3,8 Milliarden Euro. Auf der anderen Seite setzten US-amerikanische Aktien-ETFs ihre Trendwende mit Zuflüssen in Höhe von 888 Millionen Euro fort, seit Jahresbeginn betragen die Zuflüsse 3 Milliarden Euro. Aktien-ETFs der Schwellenländer waren nach vier positiven Monaten in Folge negativ. Dabei verzeichneten marktbreite Indizes weiterhin Zuflüsse, während es bei Einzelländer-ETFs, insbesondere bei China-ETFs, zu Rückflüssen kam. Smart Beta-ETFs verzeichneten im Juni Rekordzuflüsse in Höhe von 1,2 Milliarden Euro, seit Jahresbeginn betragen die Zuflüsse in diesen Bereich 4,4 Milliarden Euro und liegen damit bereits über den Zuflüssen im Gesamtjahr 2015. Dabei kam es sowohl bei Minimum Volatilitäts- als auch bei Faktor-Strategien zu anhaltenden Zuflüssen von 507 Millionen Euro bzw. 619 Millionen Euro, da Investoren insgesamt versuchen, Risiken zu reduzieren. Bemerkenswerterweise konnten im Bereich der Faktor-Strategien sowohl Multifaktor- als auch Single-Faktor-Produkte signifikantes Interesse auf sich ziehen.
     
  • Die Zuflüsse im Anleihebereich verlangsamten sich mit 1,3 Milliarden Euro erneut. Diese konzentrierten sich vor allem auf Investmentgrade-Unternehmensanleihen-ETFs mit Zuflüssen in Höhe von 1,4 Milliarden Euro; das europäische Investmentgrade-Segment profitierte dabei weiterhin von dem Ankauf von Corporate-Schuldtiteln durch die EZB, das im Juni begann. Bei ETFs auf Staatsanleihen entwickelter Länder kam es mit 848 Millionen Euro erneut zu Abflüssen; hiervon waren insbesondere europäische Staatsanleihen-ETFs betroffen. Bei ETFs auf US-amerikanische Staatsanleihen kam es mit 314 Millionen Euro erneut zu Zuflüssen, da vermehrt Anlagen in soliden Umfeldern gesucht wurden. ETFs auf Staatsanleihen der Schwellenländer verzeichneten mit 439 Millionen Euro erneut Zuflüsse und profitieren weiterhin von dem höheren Renditeniveau. Zu bemerken war zudem, dass die Zuflüsse in inflationsindexierte Anleihen mit 313 Millionen Euro anhielten, konzentriert vor allem auf US-amerikanische Inflations-ETFs, da die dortigen Inflationserwartungen steigen.
     
  • Die Flüsse bei Rohstoff-ETFs schwächten sich ab, erreichten 169 Millionen Euro und konzentrierten sich dabei vor allem auf marktbreite Indizes, da der Ölpreis sich weiter stabilisierte.

Dazugehörige Grafiken finden Sie im PDF.

* 75% MSCI ACWI NTR -1,02% und 25% JPM Global Aggregate +6,19% in Euro, zwischen 31.12.2015 und 30.06.2016

 

Finanzmärkte 2016 - Startschuss zur zweiten Hälfte

In den ersten sechs Monaten offenbarten sich an den internationalen Finanzmärkten viele Hürden, gleichzeitig aber Lichtblicke. Angesichts der aktuellen Nachrichtenlage sowie der anstehenden Termine dürften Anlegern auch in der zweiten Hälfte des Börsenjahres aufregende Zeiten ins Haus stehen. Der Erfolg eines Investments wird daher entscheidend von der Trading-Richtung abhängen. Mit Long-Produkten können Anleger an steigenden Notierungen überproportional profitieren, Shorts gewinnen dagegen bei sinkenden Kursen. Die Commerzbank hat Hebelpapiere auf eine Vielzahl von Basiswerten im Angebot.
15.07.2016 15:00
Andreas Stocker, Derivatives & ETFs Public Distribution, Commerzbank

Kein leichtes Spiel hatten die Akteure auf dem Börsenparkett in den ersten sechs Monaten des laufenden Jahres. Waren es zuerst Sorgen um das Wachstum in China sowie mögliche weitere Zinsschritte seitens des Fed, welche die Aktien auf Achterbahnfahrt schickten, gesellte sich etwas später die Angst vor einem "Brexit" hinzu. Berechtigt, wie die Abstimmung am 23. Juni zeigte, denn die Mehrheit der Briten stimmten für einen Austritt aus der EU.

Die Summe an schlechten Nachrichten, welche durch den Brexit noch kurz vor dem Ende des erstens Halbjahres im negativen Sinne gekrönt wurde, verhinderte einen "Sieg" der Optimisten in der ersten Hälfte. Unter dem Strich verlor der SMI rund 12 Prozent, der EURO STOXX 50 tauchte bis zum Stichtag 27. Juni sogar um 15 Prozent ab. Noch schlechter erging es dem japanischen Leitbarometer Nikkei 225, welcher mehr als ein Fünftel seines Werts einbüsste.

Stürmische Aktienmärkte

Des einen Freud, des anderen Leid: Während die Aktienmärkte querbeet ins Abseits gedrängt wurden, erlebten andere Assetklassen eine wahre Renaissance. Dies gilt insbesondere für die Edelmetalle. Gold avancierte um 24 Prozent, der kleine Bruder Silber sogar um 28 Prozent. Beide markierten zuletzt neue Jahreshöchststände. Der neu gewonnene Glanz gründet vorwiegend auf den bestehenden Unsicherheiten - konjunkturell wie auch politisch. Denn vor allem Gold geniesst rund um den Erdball einen Ruf als "sicherer Hafen" in Krisen jedweder Art. Dass dem tatsächlich so ist, zeigte sich beim "Nein" der Briten zur EU. Gold verzeichnete daraufhin einen Tagesgewinn von rund 6 Prozent.

Einen ebenso dynamischen Sprint legte der Ölpreis in den ersten sechs Monaten hin. Der Rohstoff verteuerte sich seit Silvester um mehr als ein Viertel. Allerdings ging diesem Anstieg ein tiefer Fall voran. Ein Fass der Rohölsorte Brent verlor zwischen Mai 2015 und Januar 2016 mehr als die Hälfte seines Werts. Folglich hat das schwarze Gold seinen Absturz längst noch nicht wettgemacht. Bei 50 US-Dollar pro Barrel scheint derzeit eine Grenze zu sein, auf diesem Niveau ging die kurzfristige Aufwärtsbewegung in eine Konsolidierung über.

Neue Zeit, altes Spiel

Dass es bei den einzelnen Assetklassen immer Gewinner und Verlierer gibt, versteht sich von selbst. Für Anleger stellt sich nach der ersten Jahreshälfte die Frage, wer die Gewinner im zweiten Halbjahr sein werden. Eines scheint dabei bereits festzustehen: An der Fülle der Unsicherheiten wird sich nichts ändern. Der Brexit wird in den kommenden Monaten das beherrschende Thema in Europa sein. Zwar pumpt EZB-Chef Mario Draghi in immer höherer Geschwindigkeit Geld in die Finanzmärkte und hofft darauf, dass die Massnahmen Wirkung zeigen. Doch lässt sich nicht vorhersagen, ob dies ausreichen wird. Mit Blick auf die Wirtschaft kann bis dato nur von einem gedämpften Wachstum in der Eurozone die Rede sein. Beispielsweise stieg der Sammelindex für die Produktion der Privatwirtschaft, der Industrie und Dienstleistungen umfasst, im Mai nur geringfügig von 53,0 auf 53,1 Prozent. Für Werner Hoyer, Präsident der Europäischen Investitionsbank (EIB), ist billiges Geld nicht genug, um die Konjunktur auf dem alten Kontinent wieder auf Vordermann zu bringen. Er fordert ein "investitionsfreundlicheres Regulierungsumfeld", um private Investitionen anzukurbeln. In das gleiche Horn bläst auch EZB-Präsident Draghi, er rief Anfang Juni die Politik erneut auf, mit Strukturreformen für mehr Wachstum und Beschäftigung im Euroraum zu sorgen.

Auch die europäische Peripherie ist noch nicht nachhaltig über dem Berg. Vor allem Griechenland und Spanien könnte ein stürmischer Herbst bevorstehen. Zwar wurde für Athen zuletzt ein weiteres Hilfspaket verabschiedet, allerdings ist die Schuldensituation dadurch nicht nachhaltig gelöst und Ministerpräsident Alexis Tsipras hat in den kommenden Monaten viel zu tun, um die weiteren Vorgaben der Geldgeber umzusetzen. In Spanien wartet ebenfalls jede Menge Arbeit. In dem ehemaligen Krisenland wurde am 26. Juni neu gewählt, da sich die Parteien selbst sechs Monate nach der ersten Wahl nicht auf eine Mehrheit einigen konnten. Auch nach der erneuten Stimmenauszählung scheint wieder alles auf ein Patt hinauszulaufen.

Einen Lichtblick bescherte das Wirtschaftswachstum im Euroraum zu Jahresbeginn. Dieses zog im ersten Quartal um 0,6 Prozent an. Für den guten Start ins Jahr 2016 war vor allem die grösste europäische Volkswirtschaft verantwortlich. Deutschland erzielte mit 0,7 Prozent die höchste Zuwachsrate seit zwei Jahren. Mit dem angeschlagenen Tempo liess die Eurozone die USA hinter sich. Die weltgrösste Volkswirtschaft kam zu Jahresbeginn nur auf ein Plus von 0,2 Prozent. Die Commerzbank-Ökonomen gehen aber davon aus, dass sich die Wirtschaft im Euroraum im Laufe des Jahres weiter nur langsam erholen wird. Zudem wird Europa mit einem erwarteten BIP-Anstieg von 1,3 Prozent in 2016 den USA mit 1,8 Prozent deutlich hinterherhinken. Dabei zeigt sich mit dem Brexit eine weitere Gefahr: Laut unserem Chefvolkswirt Jörg Krämer könnte das "Ja" der Briten zum EU-Ausstieg der Realwirtschaft nicht nur in Grossbritannien, sondern auch in Kontinentaleuropa schaden.

USA: Zwischen Hoffen und Bangen

Auch wenn der Start aus ökonomischer Sicht in Übersee verhalten ausfiel, die Wall Street zeigt sich davon unbeeindruckt. Anders als ihre Pendants in Europa und Asien legten die US-Indizes - zumindest bis zur Veröffentlichung des Ergebnisses zum britischen Referendum - im ersten Semester zu. Dow Jones und S&P 500 gewannen bis dahin rund 2 Prozent. Spannend dürften nun die kommenden sechs Monate werden. Zum einen steht am 8. November die Präsidentschaftswahl an, was für reichlich Verunsicherung sorgen könnte. Zum anderen wird am Markt erwartet, dass die US-Unternehmen im dritten und vierten Quartal die Gewinnwende schaffen. Nach einem schwachen Jahresauftakt geht der Durchschnitt der Analysten auch für das zweite Quartal von sinkenden Gewinnen aus. Aktuell wird mit einem Minus bei den S&P 500-Unternehmen von 5,1 Prozent gerechnet. Sollte es tatsächlich so kommen, wäre dies das fünfte Quartal in Folge, in dem die Blue Chips einen Rückgang verbuchen müssten.

Doch das zweite Halbjahr soll die Umkehr bringen. Nach Daten von Factset geht der Analystenkonsens davon aus, dass die Erträge im dritten Quartal um 1,3 Prozent zulegen werden, im Schlussviertel soll das Plus dann sogar 7,6 Prozent betragen. Noch einmal zurück zum Urnengang: Glaubt man der Statistik, könnte 2016 ein gutes Aktienjahr werden. In den Wahljahren zwischen 1928 und 2012 gelang es dem S&P 500, in 16 Fällen mit einem positiven Vorzeichen abzuschneiden. Dem gegenüber stehen nur sechs Verlustjahre.

Die Wall Street muss aber nicht nur die Wahl und die Unternehmensbilanzen verkraften, die Augen sind stets auch auf die Fed gerichtet. Denn die Notenbank möchte in diesem Jahr ihren Leitzins weiter anheben. Allerdings ist die Wahrscheinlichkeit eines baldigen Schritts zuletzt gesunken. Nach schwachen Arbeitsmarktdaten sind die Aussagen der Notenbank nun vorsichtiger geworden. Wann nun die viel diskutierte Zinserhöhung stattfinden wird, ist ungewiss. Die im Markt implizierten Wahrscheinlichkeiten einer möglichen Zinserhöhung kamen nach der Fed-Sitzung Mitte Juni weiter zurück und preisen nun selbst bis Februar nächsten Jahres eine unter 50-prozentige Chance ein.

Grafik 1: Entwicklung S&P 500, EURO STOXX 50 und Nikkei 225 im ersten Halbjahr 2016


Stand: Juni 2016; Quelle: Reuters
Frühere Wertentwicklungen sind kein Indikator für die künftige Wertentwicklung.

Grafik 2: Wertentwicklung Gold im ersten Halbjahr 2016


Stand: Juni 2016; Quelle: Reuters
Frühere Wertentwicklungen sind kein Indikator für die künftige Wertentwicklung.

Zinstief liegt über Europa

Während in den USA zumindest eine Zinserhöhung erwogen wird, gehen die Sparer in hiesigen Gefilden leer aus oder werden für eine Geldanlage sogar zur Kasse gebeten. Am 16. Juni ist nun auch die Rendite 30-jähriger Schweizer Obligationen erstmals in den negativen Bereich abgetaucht. Der Zins sank auf -0,002 Prozent. Im Nachbarland Deutschland zeigt sich der gleiche Trend, hier sind die zehnjährigen Staatsanleihen zum ersten Mal in der Geschichte des Landes unter 0 Prozent gefallen. Die vergleichbaren US-Bonds werfen dagegen eine Rendite von rund 1,7 Prozent ab. Nach Ansicht der Commerzbank-Experten werden sich die zehnjährigen US-Treasuries im Rest des Jahres weiter nach oben bewegen. Die derzeitige Prognose lautet auf 2,10 Prozent bis zum Jahresende. Dagegen wird sich in Europa nichts an den negativen Zinsen ändern.

Die konjunkturellen Unterschiede zwischen den USA und Europa sowie auch das Zinsgefälle wurden am Devisenmarkt zuletzt ausgeblendet. Anleger stürzten sich im Zuge der Brexit-Angst auf sichere Häfen wie den Schweizer Franken. Dieser verteuerte sich nach einer vorangegangen Abwertung Richtung 1,11 Schweizer Franken wieder bis auf 1,08 Franken. Gegenüber dem US-Dollar hat der Schweizer Franken ebenfalls wieder deutlich aufgewertet und von der Anfang des Jahres erreichten Parität ist nichts mehr zu sehen. Der Greenback verlor aber auch gegenüber dem Euro. Die europäische Gemeinschaftswährung avancierte bis Ende Juni um rund 2 Prozent.

Grafik 3: Erwartetes BIP-Wachstum 2016


Stand: 17. Juni 2016; Quelle: Commerzbank

Unterschiedliche Anlagemöglichkeiten

Die unsichere Grosswetterlage macht es nicht einfach, die Gewinner für die zweite Hälfte des Spiels auszumachen. Da auch weiterhin mit erhöhter Volatilität gerechnet werden muss, ist aktives Management bei allen Assetklassen ein Muss. Mit Hebelprodukten können Anleger aber in jeder Phase gewinnen, denn die Trading-Richtung lässt sich frei wählen. So münzen Short-Produkte Verluste im Basiswert in Gewinne um, das Long-Pendant profitiert dagegen von Kursaufschwüngen. Die Commerzbank bietet als effektive Anlagelösungen neben Turbos und Warrants auch die fortschrittlichen Faktor-Zertifikate an, welche über einen konstanten Hebel verfügen. Zudem spielt die Volatilität bei diesen Papieren keine Rolle.

Neben vielen Möglichkeiten der Long- und Short-Spekulationen bei Indizes, Rohstoffen oder auch Währungen bieten auch Anlagen auf interessante Einzeltitel im zweiten Halbjahr Chancen. Eine davon ist zum Beispiel Apple. Nachdem der Konzern im Juni bei seiner alljährlichen Entwicklerkonferenz ein wahres Software-Fest feierte, dürfte sich im Herbst alles um die Hardware drehen. Neben einem neuen iPhone setzen Marktteilnehmer auch auf innovative Notebooks mit Touchscreen. Börsenlegende und Super-Spürnase Warren Buffett glaubt jedenfalls an den weiteren Erfolg des Kult-Konzerns und hat sich rund zehn Millionen Apple-Aktien gesichert.

Interessant könnte es auch im Goldminen-Sektor weitergehen. Die Unternehmen haben ihre Hausaufgaben in den vergangenen Jahren gemacht und profitieren nun vom steigenden Preis des Edelmetalls. Im Ölsektor zeigt sich ein vergleichbares Bild. Auch hier haben die Branchenvertreter unter anderem auf die Kostenbremse gedrückt und sich auf die neuen Bedingungen eingestellt. An der Börse hinken die Titel aber noch der jüngsten Erholung des schwarzen Goldes hinterher.

Der Blick gilt in den kommenden sechs Monaten auch erstklassigen Unternehmen, die den Jahresstart mehr oder weniger verschlafen haben. Dazu zählt beispielsweise Novartis. Der Pharma-Konzern geht davon aus, dass sein bereinigter Betriebsgewinn im ersten Halbjahr um einen "mittleren bis hohen einstelligen Prozentbetrag sinken wird". Im zweiten Halbjahr soll dieser aber dann um einen "mittleren bis hohen einstelligen Prozentbetrag steigen".

Auch der Autobauer BMW hat bereits angekündigt, das Wachstum nach der Halbzeit mit neuen Modellen zu beschleunigen. Allerdings produziert der Konzern auch in Grossbritannien und das Unternehmen liess bereits wissen, dass die Folgen des EU-Austritts noch nicht absehbar seien.

Interessant erscheint zudem Dauerbrenner Inditex. Die spanische Modekette konnte zuletzt erneut die Analystenerwartungen schlagen und setzte im ersten Quartal 2016/2017 seinen dynamischen Wachstumskurs fort. Grund dafür sind unter anderem die starken Online-Verkäufe. Bezüglich Internet hat Inditex gute Nachrichten für Anleger: Noch in diesem Jahr sollen alle Marken des Konzerns, die bekannteste ist der H&M-Konkurrent Zara, in allen europäischen Ländern einen Web-Auftritt haben - für reichlich Wachstumsphantasie ist also gesorgt.

 

Familienunternehmen: Erfolgreich auch in turbulenten Zeiten

Die Yuan-Abwertung Anfang des Jahres, eine drohende Zinsanhebung in den USA und nicht zuletzt das «Nein» der Briten zur EU haben die Finanzmärkte im ersten Halbjahr kräftig durchgerüttelt.
12.07.2016 11:27
Robin Lemann, Public Distribution Team Schweiz, UBS

Für manchen Anleger ist das der Zeitpunkt, sich auf altbewährte Anlagestrategien wie dem Konzept, auf eigentümergeführte Unternehmen zu setzen, zu besinnen. Familie und Unternehmensführung stellen nämlich eine erfolgreiche Kombination dar. Untersuchungen von historischen Daten zeigen, dass börsennotierte Unternehmungen, deren Stimmrechte massgeblich in Familienbesitz sind, über Jahre hinweg eine grössere Rentabilität sowie höhere Kurszuwächse erzielen konnten als öffentlich gehaltene Aktiengesellschaften.

Die anhaltenden Kursschwankungen an den internationalen Finanzmärkten, welche mit der Abstimmung zum Austritt der Briten aus der EU ihren bisherigen Höhepunkt erreichten, haben vor Augen geführt, wie wichtig ein nachhaltiger Anlagestil ist. Das vorrangige Ziel vieler Anleger ist es, möglichst kein Geld zu verlieren. Bezahlt machen können sich daher klassische Anlagestrategien wie das 'Value Investing' oder eben die Konzentration auf familiengeführte Aktiengesellschaften. Beim 'Value-Investing' geht es Anlegern darum, in Aktien zu investieren, bei welchen davon ausgegangen wird, dass sie unterbewertet sind. Dagegen bieten Familienunternehmen eine Reihe von weiteren Vorteilen. Familienunternehmen zeichnen sich unter anderem durch eine schnelle Entscheidungsfindung, eine besonders hohe Flexibilität hinsichtlich Innovation sowie einer langfristigen Orientierung aus. Attribute, die sich insbesondere in unsicheren Zeiten bezahlt machen können.

Wie sich ordentliche Erträge durch alle Börsenphasen hinweg erzielen lassen, hat in den vergangenen Jahrzehnten Warren Buffet mit seiner eigentümergeführten Investmentgesellschaft Berkshire Hathaway eindrucksvoll gezeigt. Zwischen 1965 und 2015 erwirtschafte der Grossinvestor im Durchschnitt eine jährliche Rendite von 20,8 Prozent. Das ist mehr als doppelt so viel wie beispielsweise der S&P 500 Index. Mit Berkshire Hathaway lassen sich zwei Anlagestile mit einer Klappe schlagen. Zum einen liegt dem Unternehmen die Value-Strategie zu Grunde, zum anderen handelt es sich um ein familiengeführtes Unternehmen.

Breites Universum an Familienunternehmen

Im Ranking der 500 grössten Familienunternehmen der Welt, welches das Center for Family Business der Universität St. Gallen zusammen mit EY jährlich erstellt, belegt Berkshire Hathaway Rang drei. Den Spitzenplatz besetzt der Einzelhandelsriese Wal-Mart. Als Grundvoraussetzung für eine Aufnahme in das Ranking gilt: Mindestens 32 Prozent der jeweiligen Stimmrechte müssen sich in Familienbesitz befinden. Beide der erwähnten Gesellschaften erfüllen diese Voraussetzung und finden sich auch im Solactive Global Family Owned Companies TR Index wieder, den UBS zusammen mit dem Indexmanager Solactive im September 2015 ins Leben rief. Die Grundlage für den Index bilden die 500 Titel aus dem erwähnten Ranking. Um in den 50 Teilnehmer umfassenden Index aufgenommen zu werden, müssen die potenziellen Indexmitglieder strenge Aufnahmekriterien erfüllen. Die potenziellen Kandidaten werden auf genügend Marktkapitalisierung und ihre durchschnittliche Liquidität geprüft, bevor sie nach ihrer Volatilität sortiert und ausgewählt werden. Anschliessend werden die 50 Aktien mit der geringsten Volatilität in den Index aufgenommen. Dabei erhalten weniger schwankungsanfällige Aktien eine höhere Indexgewichtung als solche mit grösserer Volatilität. Ein durchaus wichtiger Faktor, wie bei den starken Marktbewegungen über die letzten Wochen wieder eindrucksvoll aufgezeigt wurde. Die Indexmitglieder werden alle drei Monate nach ihrer inversen 12-Monats-Volatilität sortiert und entsprechend neu gewichtet.

Damit der Solactive Global Family Owned Companies TR Index immer frisch bleibt, wird die Zusammensetzung einmal jährlich kontrolliert und gegebenenfalls angepasst. In der jüngsten Überprüfung schaffte es mit dem renommierten Luxusgüterkonzern Richemont erneut ein Schweizer Blue Chip in die Auslese. Damit befinden sich mittlerweile fünf Konzerne aus der Schweiz im Index: Kuehne + Nagel, Richemont, Roche, Schindler und Sika.

Renditestarkes Indexkonzept

Mit Hilfe des Strategie-Index lassen sich die Vorteile der Familienunternehmen quantitativ messen: Auf USD-Basis hätte der Index in den vergangenen zehn Jahren eine durchschnittliche Rendite von 8,7 Prozent p.a. abgeworfen, deutlich mehr als der Gesamtmarkt. Der MSCI World Index erwirtschafte in diesem Zeitraum ein Plus von jährlich 4,9 Prozent. Auch hinsichtlich Volatilität (16,3 Prozent vs. 17,1 Prozent) sowie der Kennzahl «Sharpe Ratio» (0,54 vs. 0,28), welche die Überrendite einer Geldanlage pro Risikoeinheit misst, hätte der Solactive Global Family Owned Companies TR Index besser abgeschnitten. Seit Lancierung des Index im September 2015 weist die USD-Tranche ein Plus von mehr als zehn Prozent aus und konnte auch über diesen Zeitraum den MSCI World Index um knapp sechs Prozent übertreffen.

Aber auch kurzfristig zeigen die Aktien von etablierten Unternehmerfamilien ihre Qualitäten. An dem vom EU Referendum ausgelösten «schwarzen Freitag» erwies sich so mancher Titel im Solactive Global Family Owned Companies TR Index als Fels in der Brandung. Beispiel Roche: Während der SMI am 24. Juni 2016 um 3,4 Prozent abtauchte, verlor der Pharmatitel lediglich 2,2 Prozent. Beiersdorf schnitt mit einem Minus von 1,1 sogar um 5,7 Prozentpunkte besser ab als der DAX. Und die Valoren von Hormel Foods legten trotz einer äusserst schwachen Wall Street sogar um 2,1 Prozent zu.

Hohes Profitabilitätsniveau

Ein entscheidender Faktor für die langfristige Outperformance ist die robuste Gewinnentwicklung der Familienunternehmen. In einer Untersuchung historischer Daten von UBS Global Research zwischen Februar 2005 und Februar 2015 legte das Ergebnis je Aktie von eigentümergeführten Gesellschaften im UBS-Universum um 14,7 Prozent zu, beim MSCI Global verbesserten sich die Gewinne dagegen nur um 4,6 Prozent. Auch in einem kürzeren Betrachtungszeitraum von fünf Jahren zeigten sich die Familienunternehmen mit einem Plus von 13,9 nicht nur wachstumsstärker als die Vergleichsunternehmen mit 9,4 Prozent, sondern auch deutlich profitabler. Auf operativer Ebene wiesen Familienunternehmen eine Rendite von 15,5 Prozent aus. (Quelle: UBS Global Research, «Why do Family-Controlled Public Companies Outperform», 13.04.2015).

Eine passende Antwort auf mögliche Krise

Die aktuelle Lage an den Finanzmärkten ist derzeit von vielerlei Unsicherheitsfaktoren geprägt. Neben der momentan alles überlagernden Situation in Grossbritannien sorgen auch das politische Patt in Spanien, die anstehenden Präsidentschaftswahlen in den USA sowie mögliche Zinserhöhungen seitens des Fed für Herausforderungen an den Börsen. Daher kann es möglicherweise nicht schaden, sich den Chancen einer alternativen Strategie zu bedienen. Möglich machen dies Tracker-Zertifikate auf den Solactive Global Family Owned Companies Index. Die Produkte ohne Laufzeitbegrenzung werden in drei verschiedenen Währungstranchen angeboten: Franken (Symbol: FAMCHU), Euro (Symbol: FAMEUU) und US-Dollar (Symbol: FAMUSU). Die Produkte spiegeln die Wertenwicklung des jeweiligen Basiswertes inklusive Dividende eins zu eins wider. Abgezogen wird lediglich die Verwaltungsgebühr von 0,75 Prozent p.a., eventuelle Netto-Dividenden der Mitglieder werden dagegen reinvestiert.