16:20

Trotz rasanter Wachstumszahlen des KI-Vorreiters Nvidia springt der Funke bei den US-Anlegern nicht über. Der Dow-Jones-Index der ‌Standardwerte ⁠stand am Donnerstag 0,2 Prozent höher bei 49'610 Punkten, ⁠während der breiter gefasste S&P 500 0,4 Prozent auf 6920 Zähler verlor. ‌Der Index der Technologiebörse Nasdaq rutschte 0,9 ‌Prozent auf 22'960 Zähler ab.

Zwar ​toppten die Quartalszahlen des Chipriesen Nvidia dank einer starken Nachfrage nach Hochleistungsprozessoren für Künstliche Intelligenz (KI) die Erwartungen. Die Aktien verloren dennoch rund zwei Prozent. «Investoren haben sich hinsichtlich des KI-Handels und seiner ‌Auswirkungen in den nächsten Jahren vorsichtig gezeigt, und obwohl Nvidia starke Zahlen vorgelegt hat, reichte dies nicht aus, um die ​Investoren davon zu überzeugen, den Aktienkurs weiter nach ​oben zu treiben», sagte Jeff Schulze, ​Investmentstratege bei ClearBridge Investments.

Anleger spekulieren, dass durch KI bestehende Geschäftsmodelle oder Arbeitsweisen ‌grundlegend verändert oder durch effizientere Alternativen ersetzt werden. Aktien vieler Branchen verzeichneten daher in den vergangenen Wochen deutliche Kursverluste.

Der Cloud-Softwareanbieter Salesforce stellte ​für ​das Geschäftsjahr 2026/2027 einen Umsatz ⁠unterhalb der Erwartungen in Aussicht, was auf ​schwache Ausgaben für ⁠Unternehmenssoftware hindeutet. Die Aktien lagen nach vorbörslichen Verlusten dennoch 2,1 ‌Prozent im Plus.

Einen rasanten Kursanstieg erlebten die Aktien des Donutherstellers Krispy Kreme, die um 30 Prozent abhoben. Umsatz ‌und Gewinn im vierten Quartal lagen ​über den Erwartungen. 

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15:45

Der Dow Jones Industrial legt um 0,35 Prozent auf 49'653 Punkte zu. Der Nasdaq 100 liegt 0,27 Prozent auf 25'250 Punkte zurück.

Unter den Einzelwerten fallen Nvidia (-2,1 Prozent), Broadcom (-2,8 Prozent) sowie Nike (+2,4 Prozent) und Atlassian (+3,9 Prozent) auf.

Unterdessen steht der Schweizer Aktienmarkt gemessen am SMI 0,40 Prozent tiefer.

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15:00

Der Broker IG taxierte den Dow Jones rund eine Stunde vor dem Börsenauftakt 0,25 Prozent höher auf 49.605 Punkte. Der von Technologiewerten dominierte Nasdaq 100 dürfte unterdessen 0,03 Prozent tiefer mit 25.322 Zählern starten.

Die Anleger bleiben vorsichtig. Immerhin sind die bedeutendsten Aktienmärkte weltweit, angetrieben durch das Thema Künstliche Intelligenz (KI), bereits von Rekord zu Rekord geeilt. Bis Sorgen über disruptive Kräfte durch KI die Rally ausgebremst hatten.

Hinzu kommen nach dem Urteil des Obersten Gerichtshofs in den USA weiterhin die schwelenden Zoll-Unsicherheiten, da US-Präsident Donald Trump umgehend alternative Massnahmen angekündigt hatte. Der Ausgang der Atomverhandlungen zwischen den USA und dem Iran ist ebenfalls ungewiss. Im schlimmsten Fall könnte ein Angriff der Vereinigten Staaten folgen.

Die Aktie von Nvidia , die zuletzt Ende Oktober eine Bestmarke erreicht hatte, legte vorbörslich um 0,9 Prozent zu. Damit dürfte sie ihre bereits viertägige Erholungsbewegung fortsetzen und weiter in Richtung ihres Rekordniveaus steigen. Dass die Aktie jedoch keine grossen Sprünge macht, sondern zunächst sogar nachgab und aktuell auch die Märkte kaum mehr antreibt, dafür lieferte Marktstratege Stephen Innes vom Vermögensverwalter SPI Asset Management eine schlüssige Erklärung. Es reiche inzwischen nicht mehr, die Erwartungen zu übertreffen. Der KI-Zyklus sei vielmehr bereits so weit fortgeschritten, dass sich die Anleger zunehmend fragten, wie lange es noch so rasant weitergehen werde.

Und Chefmarktanalyst Jochen Stanzl von der Consorsbank verwies auf die Zweischneidigkeit der starken Nvidia-Zahlen und der Aussagen zur weiteren Geschäftsentwicklung. «Längst sind Signale eines schnelleren KI-Ausbaus, wie sie Nvidia lieferte, kein Grund mehr für Anleger, in Jubel-Arien zu verfallen. Sie kennen die Kehrseite der Medaille: die Disruption durch KI. Wenn der KI-Ausbau schneller verläuft als gedacht, ist auch die Wahrscheinlichkeit grösser, dass dies ebenso für die KI-Disruption gilt.»

Und hierfür habe «ausgerechnet Salesforce den neuen Grund zur Sorge» geliefert, so Stanzl. Salesforce stehe als führender Softwareanbieter im Zentrum der Bedenken, durch fortschrittliche KI-Anwendungen in die Bedeutungslosigkeit gedrängt zu werden. «Dass Salesforce ein Rekordergebnis einfuhr, interessierte die Anleger kaum. Alles, was zählte, war der Ausblick, der den Anlegern zu verhalten ausfiel, um die Ängste vor einer Disruption durch KI zu zerstreuen», so der Consorsbank-Experte. Und das, obwohl Salesforce klar gesagt habe, dass eine Disruption durch KI nicht feststellbar sei. Im vorbörslichen Handel sackte das Papier um 3,8 Prozent ab, womit die Vortagsgewinne wieder ausradiert wären.

Um mehr als 20 Prozent sackten vorbörslich die Aktien des Solartracker-Herstellers Array ab sowie die des Softwareunternehmens C3.ai ab. Beide verfehlten mit ihren Prognosen für das neue Jahr die Analystenschätzungen.

Zudem hat Victory Capital nun auch für den Vermögensverwalter Janus Henderson ein Übernahmeangebot vorgelegt, zwei Monate nach dem Gebot von Trian Fund Management. Victory bietet den Janus-Aktionären insgesamt 57,04 Dollar je Aktie, woraufhin das Papier vorbörslich um 5,7 Prozent zulegte.

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14:35

Eine milliardenschwere Übernahme in Grossbritannien beflügelt die Aktien des französischen Energiekonzerns Engie. Die Papiere stürmen um 8,5 Prozent nach oben auf ein 17-Jahres-Hoch.

Engie will UK Power Networks ‌für 10,5 ⁠Milliarden Pfund (umgerechnet rund zwölf Milliarden Euro) von der in Hongkong notierten CK Infrastructure Holdings erwerben. UKPN beliefert den Südosten und Osten Englands einschliesslich Londons.

Die ⁠Transaktion sei «transformativ», schrieben die Analysten von Jefferies. Engie sichere sich damit einen Anteil an den wachsenden Einnahmen von Grossbritanniens grösstem Versorger.

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14:15

Nvidia steht vor einem positiven Start. Die Aktie liegt vorbörslich 1,38 Prozent im Plus.

Nachdem das Papier in einer ersten Reaktion auf die Zahlen und den Ausblick noch deutlich angezogen hatte, rutschte der Kurs während einer Telefonkonferenz mit Analysten zwischenzeitlich leicht ins Minus. Händler führten dies unter anderem auf Aussagen der Finanzchefin Collette Kress über einen langfristig möglicherweise stärker werdenden Druck chinesischer Konkurrenten zurück. Zudem habe es wenig Details dazu gegeben, wie sich der optimistische Umsatzausblick zusammensetzt.

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13:45

Der Dax ist am Donnerstag nur mühsam vom Fleck gekommen. Der deutsche Leitindex notierte mit 25.213 Zählern knapp im Plus, der EuroSToxx50 markierte mit 6198,02 ‌Zählern zwar ⁠ein frisches Rekordhoch, kam aber ebenfalls lediglich in kleinen Schritten vorwärts. 

m Dax konnte die Allianz trotz eines Rekordgewinns nicht bei den Anlegern punkten. Die Papiere verloren bis zu 2,4 Prozent. Laut einem Börsianer enttäuschte das Ergebnisziel für 2026, das der Versicherer üblicherweise auf dem im Vorjahr erwirtschafteten operativen Gewinn aufsetzt. Der Konzern prognostizierte 17,4 ​Milliarden Euro plus/minus eine Milliarde. Noch deutlicher im Minus notierten die Aktien der Münchener Rück, sie gaben in der Spitze ​4,1 Prozent nach. Mit 6,12 Milliarden Euro lag das Konzernergebnis zwar über dem Vorjahr und über der ​eigenen Zielmarke, aber unter den Schätzungen der Analysten. Sie hatten dem weltweit zweitgrössten Rückversicherer 6,21 Milliarden zugetraut.

Auf Tauchstation gingen auch Freenet nach der Veröffentlichung ihrer Geschäftszahlen. Die Aktien des Mobilfunk- und TV-Anbieters brachen im MDax ‌zeitweise um mehr als zwölf Prozent ein. Der operative Gewinn und der Free Cash Flow seien hinter den Erwartungen zurückgeblieben, kommentierte Analyst Shekhan Ali von der Berenberg Bank.

Bei Puma regte dagegen ein geringerer Betriebsverlust als erwartet die Kauflaune an. Die Titel rückten im MDax um bis zu neun Prozent vor. Die Aktien von Adidas gewannen im ​Dax 1,6 ​Prozent.

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13:15

Die US-Futures notieren vor dem Start nur knapp im Minus:

Dow Jones: -0,02 Prozent
S&P 500: -0,01 Prozent
Nasdaq: -0,07 Prozent

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12:30

Nach zuletzt deutlichen Kursausschlägen hat sich der Bitcoin am Donnerstag stabilisiert. Auf der Handelsplattform Bitstamp behauptete sich die älteste und bekannteste Kryptowährung knapp über der runden Marke von 68'000 US-Dollar.

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12:00

Der SMI gewinnt am Donnerstag vor dem Mittag 0,13 Prozent auf 13'995,7 Punkten und steht damit knapp unter der am Dienstag erstmals überschrittenen Marke von 14'000 Zählern. Der 30 Titel umfassende SLI steigt minimal um 0,06 Prozent auf 2213,58 und der breite SPI ebenfalls um 0,06 Prozent auf 19'229,54 Zähler. Im SLI halten sich Verlierer und Gewinner mit je 15 die Waage.

Grösster Verlierer im SMI sind Holcim (-4,0 Prozent). Gemäss Medienberichten hat Italiens Industrieminister die Europäische Kommission dazu aufgerufen, das EU-Emissionshandelssystem vorläufig auszusetzen, um eine umfassende Überarbeitung vorzunehmen. Dies dürfte den Zementhersteller, der zuletzt stark in «grünen» Beton investiert hatte, belasten.

Hinzu kommt eine allgemeine Branchenschwäche bei den Bauwerten: So geben auch Amrize (-3,2 Prozent), Sika (-1,2 Prozent) und Geberit (-0,5 Prozent) deutlich nach. Die Aussichten bezüglich der Baudynamik vor allem im Bereich Rechenzentren habe sich etwas abgekühlt, so ein Händler. Es sei fraglich, ob die Branche die hohen Erwartungen an die zukünftigen Umsatz- und Gewinnentwicklungen erfüllen könne.

An der Spitze des SMI sind die Finanzwerte Partners Group (+3,0 Prozent) und UBS (+1,0 Prozent) sowie der Computerzubehörhersteller Logitech (+2,0). Am Markt wird auf Aufholeffekte verwiesen, zumal die drei Titel auch mit diesen Avancen die grössten Verlierer im SMI seit Anfang Jahr sind. Weiterhin zulegen können aber auch Swisscom (+0,6 Prozent), die sich seit Anfang Jahr damit um fast einen Viertel verteuert haben und damit den Spitzenplatz innehaben.

Tiefer gestellt werden bei den Bluechips auch Sandoz (-0,5 Prozent). Am Vortag hatten die Titel nach Zahlen noch zweistellig zugelegt. Neben Gewinnmitnahmen haben mit Barclays und Vontobel gleich zwei Institute das Rating gesenkt, wenn auch bei höherem Kursziel.

Daneben büssen auch Swiss Re (-0,6 Prozent), Swiss Life (-0,3 Prozent) und HelvetiaBaloise (-0,4 Prozent) an Terrain ein. Händler verweisen hier auf die Zahlen aus dem europäischen Versicherungssektor von Munich Re, Allianz und Axa, die nicht gut aufgenommen werden.

Die Techwerte profitieren dafür von den starken Nvidia-Zahlen und dem anhaltenden KI-Boon. So können VAT (+1,7 Prozent) Inficon (+0,8 Prozent) und AMS Osram (+4,0 Prozent) deutlich zulegen.

Im breiten Markt fallen ausserdem Clariant (+5,7 Prozent) mit grossen Gewinnen auf. Der Chemiekonzern hat mit den Zahlen die Umsatzerwartungen erfüllt und bei den Margen besser abgeschnitten als erwartet. Auch Emmi (+2,0 Prozent) konnte den Gewinn klar steigern und erhöhte zudem die Dividende. Zudem wird Feintool (+9,2 Prozent) von einer Rückkehr zur operativen Profitabilität beflügelt. Auch bei Meier Tobler (+0,5 Prozent) und Bystronic (+2,3 Prozent) kommen die Zahlen gut an.

Der Wäsche- und Lingeriehersteller Calida (-0,6 Prozent) blieb beim Umsatz für 2025 und der Dividende hinter den Erwartungen der Analysten zurück. Positiv werden indes Fortschritte bei der Profitabilität gewertet. Noch deutlicher im Minus ist die auf Raumklima spezialisierte Zehnder Gruppe (-4,1 Prozent). Deren Jahreszahlen lagen laut Analysten etwas unter den Erwartungen und der Ausblick bleibe vage.

Ein Kursdebakel erlebt derweil Medmix (-19,4 Prozent). Der Industriekonzern vermeldete zwar die Rückkehr zu schwarzen Zahlen, allerdings wurde die Dividende deutlich zusammengestrichen. Daneben büssten auch Temenos (-3,5 Prozent) an Wert ein, dies allerdings nach einem Kursprung um 13,4 Prozent am Vortag. Von einer Rating-Absenkung durch RBC belastet werden Oerlikon (-1,7 Prozent).

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11:30

Die Aktie von Medmix sackt am Donnerstagvormittag um 18 Prozent ab. 

Der Konzern hat 2025 trotz eines tieferen Umsatzes den Sprung zurück in die Gewinnzone geschafft. Dennoch hat Medmix mit den Zahlen die Erwartungen der Analysten beim Umsatz und Gewinn leicht verfehlt, beim adj. EBITDA und der Marge hingegen übertroffen.

Bei der Dividende gibt es zudem klare Abstriche. Diese soll nur noch bei 0,10 Franken nach 0,50 Franken je Aktie im Vorjahr liegen. Der Stärkung der Bilanz und Investitionen in strategische Initiativen soll Vorrang eingeräumt werden, heisst es zur Begründung. Künftig werde eine leistungsorientierte Dividendenpolitik verfolgt, wobei mindestens 40 Prozent des Gewinns pro Aktie ausgeschüttet werden sollen.

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11:00

Ein geringerer Betriebsverlust als erwartet hilft den Puma-Aktien auf die Sprünge. Die Titel rücken im MDax zeitweise ‌um ⁠neun Prozent vor.

Das Unternehmen verbuchte für 2025 einen operativen Fehlbetrag von 357,2 Millionen Euro - in einer Umfrage ⁠von Vara Research waren 374,3 Millionen Euro prognostiziert worden. Puma erklärte, 2026 gelte als Übergangsjahr. Ab 2027 solle der im Oktober gestartete Firmenumbau ‌wieder nachhaltiges Wachstum ermöglichen. Die Aktien von Adidas gewinnen 1,6 Prozent und ‌zählen damit zu den grössten Dax-Gewinnern.

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10:30

Der Bitcoin legt am Donnerstag 4 Prozent zu auf 68'190.82 Dollar und nimmt damit wieder die Marke von 70'000 Dollar ins Visier. 

Das Oktober-Hoch hatte bei über 126'000 Dollar gelegen. Die darauffolgende Baisse hat einen Marktwert von 1 Billion Dollar vernichtet. Die Bitcoin-Bullen verweisen darauf, dass sich die derzeitige Lage deutlich von vergangenen Baissen unterscheide.

Im Kryptowinter-Jahr 2022 hatte zunächst die Infrastruktur gewankt und war dann zerfallen. FTX, Celsius, BlockFi und Three Arrows Capital kollabierten in rascher Folge — und vernichteten nicht nur Kapital, sondern auch Verwahrer, Kreditgeber und Börsen, auf die der Markt angewiesen war. Das Vertrauen war zerstört.

Diesmal ist nichts Grosses zerbrochen. Die Börsen laufen. Die Verwahrer sind solvent. Und die Banken ziehen sich nicht zurück, sondern beschleunigen ihr Engagement. Mehr als die Hälfte der grössten Banken in den USA haben kryptobezogene Produkte angekündigt oder arbeiten an entsprechenden Angeboten, wie das auf Bitcoin spezialisierte Finanzdienstleistungsunternehmen River berichtet.

«Die aktuelle Bitcoin-Preisbewegung ist lediglich eine Vertrauenskrise», schrieb Gautam Chhugani, Analyst für digitale Vermögenswerte bei Bernstein. «Nichts ist kaputtgegangen, keine Skelette werden auftauchen.» Sein Fazit: «Das Bären-Szenario für Bitcoin ist so schwach wie nie zuvor in seiner Geschichte.» Chhugani erwartet, dass der Token im Jahr 2026 einen Kurs von 150.000 Dollar erreicht.

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10:05

Der Kurs von Rolls-Royce kletterte im frühen Handel auf ein Rekordhoch. Kurs nach dem Handelsstart in London gewann das Papier zeitweise mehr als acht Prozent auf 1.420 britische Pence. Zuletzt lag der Kurs noch mit gut sechs Prozent im Plus.

Seit dem Jahreswechsel hat die Aktie damit rund ein Fünftel an Wert gewonnen. In den vergangenen drei Jahren hat sich ihr Wert sogar in etwa verzehnfacht.

Mehr dazu hier.

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09:45

Der SMI gibt in der ersten Handelsstunde 0,25 Prozent ab auf 13'941,94 Punkte nach und entfernt sich damit wieder etwas stärker von der am Dienstag erstmals überschrittene Marke von 14'000 Zählern. Der 30 Titel umfassende SLI verliert um 0,33 Prozent auf 2205,11 und der breite SPI um 0,20 Prozent auf 19'178,89 Zähler. Im SLI stehen sich 21 Verlierer und neun Gewinner gegenüber.

Auch die robusten Nvidia-Geschäftszahlen vom Vorabend können keinen Schub verleihen. Dass diese über den Erwartungen ausgefallen sind, sorge nicht mehr automatisch für eine höhere Risikofreude, heisst es am Markt.

Die schwelenden KI-Sorgen dürften damit aufs erste in den Hintergrund treten. Allerdings rücken andere Risiken in den Fokus: So warnt etwa die UBS vor steigenden Ausfallrisiken im Private-Credit-Markt, die durch technologische Umbrüche zusätzlich verstärkt werden könnten. Vor dem Hintergrund militärischer Spannungen gehen heute auch die Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran in eine entscheidende Runde - Delegationen beider Länder treffen sich heute erneut in Genf. Im Fokus stehen hierzulande auch zahlreiche Unternehmen aus den hinteren Reihen, die ihre Zahlen offen legten.

Grösster Verlierer im SMI sind die Zykliker Amrize (-2,1 Prozent) und Holcim (-0,7 Prozent), die zuletzt einen starken Lauf hatten. Ebenfalls belastend wirken die Abgaben der Pharmakonzerne Roche und Novartis, die je 0,5 Prozent einbüssen. Demgegenüber können sich UBS (+0,7 Prozent) und Partners Group (+1,3 Prozent) nach den jüngsten Rückschlägen wieder etwas erholen.

Deutlich tiefer gestellt werden bei den Bluechips auch Sandoz (-3,3 Prozent). Am Vortag hatten die Titel nach Zahlen noch zweistellig zugelegt. Neben Gewinnmitnahmen haben mit Barclays und Vontobel gleich zwei Institute das Rating gesenkt, wenn auch bei höherem Kursziel.

Daneben büssen auch Swiss Re (-0,5 Prozent), Swiss Life (-0,4 Prozent) und HelvetiaBaloise (-0,7 Prozent) an Terrain ein. Händler verweisen hier auf die Zahlen aus dem europäischen Versicherungssektor von Munich Re, Allianz und Axa. Dagegen profitieren VAT (+0,4 Prozent) vom anhaltenden KI-Boom.

Im breiten Markt legen Clariant (+1,6 Prozent) deutlich zu. Der Chemiekonzern hat mit den Zahlen die Umsatzerwartungen erfüllt und bei den Margen besser abgeschnitten als erwartet. Auch Emmi (+0,8 Prozent) konnte den Gewinn klar steigern und erhöhte zudem die Dividende. Zudem wird Feintool (+4,6 Prozent) nach einer Rückkehr zur operativen Profitabilität höher gestellt.

Dagegen büssen Temenos (-2,1 Prozent) an Wert ein, dies allerdings nach einem Kursprung um 13,4 Prozent am Vortag. Von einer Rating-Absenkung durch RBC belastet werden Oerlikon (-3,6 Prozent).

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09:00

Der SMI startet 0,3 Prozent tiefer auf 13'935.70 Punkten.

Belastend wirken die Schwergewichte Novartis und Roche, die beide 0,6 Prozent einbüssen. Amrize verliert wie vorbörslich bereits indiziert 2,7 Prozent.

Anders sieht es bei Partners Group und Logitech aus, die beide um 1 Prozent gewinnen. Auch die UBS kann sich mit 0,7 Prozent Zuwachs zu den Gewinnern zählen. 

Feintool, Emmi, Clariant legen nach ihren Ergebnispublikationen kräftig zu. Auch VAT macht 0,7 Prozent gut, dieser Zuwachs dürfte dem hohen Kursziel von JP Morgan geschuldet sein. Derweil notieren Calida im Minus.

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08:30

Der Yen startet nach ihrem jüngsten Zwei-Wochen-Tief einen Erholungsversuch. ‌Der Dollar verliert am Donnerstag ‌bis zu 0,4 ​Prozent auf 155,72 Yen.

Anleger spekulieren darauf, dass eine mögliche Zinserhöhung in den kommenden Wochen doch noch nicht vom Tisch ‌ist. Der Gouverneur der Bank of Japan, Kazuo Ueda, sagte laut einem Zeitungsbericht, dass die ​Zentralbank auf ihren Sitzungen ​im März und April die ​Daten genau prüfen werde, um zu entscheiden, ob ‌sie die Zinssätze anhebe.

Am Mittwoch hatte die japanische Währung zeitweise bei 156,82 ​Yen ​zum Dollar ⁠notiert. Die Zeitung «Mainichi» hatte ​unter Berufung auf ⁠ungenannte Insider geschrieben, dass die japanische Premierministerin ‌Sanae Takaichi bei ihrem Treffen mit Ueda in der vergangenen Woche Vorbehalte ‌gegen weitere Zinserhöhungen geäussert ​habe.

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08:00

Die Bank Julius Bär erwartet den SMI 0,3 Prozent tiefer. Alle 20 Titel sind im Minus.

Roche, Novartis und Alcon büssen rund 0,5 Prozent ein, während Amrize 2,1 Prozent verliert. 

Am SPI dürften Clariant (+1,9 Prozent) und Emmi (+0,44 Prozent) nach den Zahlen zulegen. Auch Sunrise (+0,4 Prozent), VAT (+0,6 Prozent) und Forbo (+0,88 Prozent) notieren vorbörslich höher. Derweil geben Temenos und Sandoz je 1 Prozent ab, Sulzer 1,6 Prozent, Rieter gar 4 Prozent.

Die Aufmerksamkeit der Märkte gilt dem Chipkonzern Nvidia, der mit seinen Q4-Zahlen erneut die Erwartungen übertreffen konnte. Allerdings sorge dies bei den Markteilnehmern nicht mehr automatisch für eine höhere Risikofreude, heisst es am Markt. Mit den robusten Nvidia-Zahlen scheinen die KI-Sorgen aufs erste in den Hintergrund zu treten.

Allerdings rücken damit andere Risiken in den Fokus. So warnt etwa die UBS vor steigenden Ausfallrisiken im Private-Credit-Markt, die durch technologische Umbrüche zusätzlich verstärkt werden könnten. Vor dem Hintergrund militärischer Spannungen gehen heute auch die Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran in eine entscheidende Runde - Delegationen beider Länder treffen sich heute erneut in Genf.

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07:30

Neue Kursziele und Ratings für Schweizer Aktien:

Belimo: Jefferies trimmt auf 1013 (1038) Fr. mit BUY. 

Dormakaba: Julius Bär senkt auf 62 (72) Fr. mit HOLD.

Forbo: Aktie für die UBS ein Kauf bis 1050 (1000) Fr. 

Georg Fischer: Berenberg Bank setzt den dicken Rotstift an mit BUY bis 65 (69) Fr.

Oerlikon: Royal Bank of Canada geht auf SECTOR PERFORM (Outperform) bis 4.40 (3.90) Fr.

VAT Group: J.P. Morgan will es wissen und erhöht auf 620 (408) Fr. mit OVERWEIGHT. 

Sandoz: Barclays geht auf EQUAL WEIGHT (Overweight) bis 75 (70) Fr.

Siegfried: Deutsche Bank senkt auf 105 (123) Fr. mit BUY.

SIG Group: Deutsche Bank ist für BUY bis 18 (20) Fr. N

Temenos: Basler KB ist für MARKTGEWICHTEN bis 76 (84) Fr. 

Temenos: Jefferies ist für BUY bis 85 (100) Fr.

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07:00

Spannend dürfte am Donnerstag ein Blick auf die Aktie von Sandoz sein, die gestern nach den Jahreszahlen mehr als 10 Prozent gewonnen hatte. 

Sandoz-CEO Richard Saynor äussert sich dazu im cash-Interview:

06:05

Der SMI liegt vorbörslich 0,4 Prozent im Minus.

Heute stehen diverse Zahlenpublikationen auf der Agenda. Darunter die Ergebnisse von Medmix, Sulzer, Feintool, Calida, Clariant, Emmi, Idorsia, und Zehnder.

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05:00

Die asiatischen Börsen haben am Donnerstag nach überzeugenden Quartalszahlen des Chipherstellers Nvidia zugelegt. In Tokio erreichte der 225 Werte umfassende ‌Nikkei-Index im frühen Handel ein Rekordhoch und notierte zuletzt 0,6 ‌Prozent höher bei 58.923,46 Punkten. Der breiter ​gefasste Topix legte 1,4 Prozent auf 3.895,00 Zähler zu. In Südkorea gewann der Kospi zwei Prozent. Die Börse Shanghai zeigte sich kaum verändert bei 4.144,08 Stellen. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzhen gab 0,2 Prozent auf 4.727,71 Punkte nach. Der breite asiatisch-pazifische Index MSCI ‌ohne Japan stieg um 0,7 Prozent.

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04:00

Im asiatischen Devisenhandel verlor der Dollar 0,2 Prozent auf 156,01 Yen und gab 0,1 Prozent auf 6,8401 Yuan nach. Die japanische Währung leidet unter ​Zweifeln über den geldpolitischen Kurs der Bank of Japan, nachdem zwei als taubenfreundlich ​geltende Kandidaten für den Zentralbankrat nominiert wurden. Zur ​Schweizer Währung notierte der Dollar kaum verändert bei 0,7720 Franken. Der Euro stieg 0,1 Prozent auf 1,1824 Dollar und ‌zog zum Franken auf 0,9128 Franken an.

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03:00

Am Rohstoffmarkt verteuerte sich die Rohöl-Sorte Brent aus der Nordsee um 0,3 Prozent auf 71,04 Dollar je Barrel (159 Liter). Das US-Öl WTI notierte 0,2 ​Prozent höher ​bei 65,55 Dollar. Die Sorge vor einer ⁠Eskalation der Spannungen zwischen den USA und dem Iran ​vor einer dritten Gesprächsrunde ⁠am Donnerstag stützte die Preise. Der Goldpreis stieg um 0,3 Prozent auf 5.184,66 Dollar je Feinunze.

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02:00

Der wachsende Bedarf an Hochleistungsprozessoren für Künstliche Intelligenz (KI) treibt Nvidia von Rekord zu Rekord. Der US-Konzern prognostizierte für das erste Quartal einen Umsatz über den Markterwartungen und ‌setzte ⁠auf die ungebrochenen Ausgaben der Tech-Giganten für seine KI-Prozessoren.

Dies beruhigte Anleger, die sich zuletzt ⁠über die massiven Investitionen in Künstliche Intelligenz und deren Rentabilität gesorgt hatten. Nvidia-Aktien stiegen daraufhin im nachbörslichen Handel an der Wall Street um 3,5 Prozent.

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01:00

Der Leitindex Dow Jones Industrial schloss 0,63 Prozent höher bei 49.482,15 Punkten, nachdem er tags zuvor um rund 0,8 Prozent zugelegt hatte. Der marktbreite S&P 500 gewann 0,81 Prozent auf 6.946,13 Zähler. Für den Nasdaq 100 ging es um 1,41 Prozent auf 25.329,04 Punkte hoch. Am Dienstag war der von Technologiewerten dominierte Index um rund 1,1 Prozent nach oben geklettert.

«Angesichts der hohen Erwartungen werden Anleger heute Abend in Nvidias Bilanz versuchen, das sprichwörtliche Haar in der Suppe zu finden.» Es dürfe daher «nichts schiefgehen, sonst könne die Stimmung schnell kippen». Ähnlich sehen dies die Experten von Index-Radar: «Der Chipkonzern gilt als Seismograf für die Investitionsbereitschaft im KI-Komplex.» Angesichts der massiven Investitionsprogramme der grossen Tech-Konzerne erwarte der Markt mehr als gute Zahlen. Nur deutlich bessere Aussichten dürften neue Dynamik entfachen. «Alles darunter könnte als 'nicht gut genug' gewertet werden.» Die Aktie von Nvidia endete mit einem Plus von 1,4 Prozent.

Ein wenig Erleichterung herrscht auch beim Thema Zölle, nachdem US-Präsident Donald Trumps Rede an die Nation ohne neue Drohungen ausgekommen ist. Der Supreme Court hatte Trump vergangenen Freitag untersagt, unter Berufung auf ein Notstandsgesetz Zölle auf den Import von Waren aus vielen Ländern zu verhängen. Derlei Zölle hatte Trump zuvor am Kongress vorbei in Kraft gesetzt.

Das Photovoltaik-Unternehmen First Solar enttäuschte vor allem mit seinem Umsatzausblick für 2026, was der Aktie ein Minus von 13,6 Prozent einbrockte. Die Papiere von Axon Enterprise schnellten hingegen um mehr 17,6 Prozent hoch. Der Hersteller der Elektroschockpistole Taser übertraf mit seinem Quartalsgewinn die Erwartungen. Die Titel von Cava gewannen gut 26 Prozent. Die Schnellrestaurantkette überzeugte trotz schwieriger Bedingungen mit einem optimistischen Ausblick.

Aisha Gutknecht arbeitet seit Juli 2024 als Redaktorin für cash.ch.
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