Zum aktuellen Geschehen im Dow Jones geht es hier.

17:35

Die Schweizer Börse hat nach dem Überschreiten der 11'000-Punkte-Marke wieder den Rückwärtsgang eingelegt. Der Standardwerteindex SMI sank am Donnerstag zum Handelsschluss um 0,3 Prozent auf 10'968 Zähler. Nach den Zuwächsen seit Wochenbeginn brachten die Anleger am Tag vor der vielbeachteten Arbeitsmarktstatistik der US-Regierung ihre Gewinne in Sicherheit. Die Entwicklung am Arbeitsmarkt ist einer der Indikatoren, an denen sich die US-Notenbank Fed bei ihren Zinsentscheidungen massgeblich orientiert.

Die Kursschwankungen lagen in vergleichsweise enger Bandbreite. Die Verliererliste bei den Bluechips führte der Arzneimittel-Auftragshersteller Lonza mit einem Kursabschlag von 1,8 Prozent an. Grösster SMI-Gewinner war das Bauchemieunternehmen Sika mit 0,7 Prozent Kursplus, nachdem JP Morgan die Empfehlung auf "Neutral" von "Underweight" angehoben hatte.

Am breiten Markt sanken die Aktien von SoftwareOne um 1,7 Prozent. Insidern zufolge ist der Finanzinvestor Bain Capital der letzte verbleibende Bieter für den Informatikdienstleister. Andere Interessenten, darunter die Private-Equity-Firma Apax Partners, seien abgesprungen. 

Zum ausführlichen Bericht geht es hier.

+++

16:05

Ein Kurssprung bei der Google-Mutter Alphabet hat die US-Börsen am Donnerstag ins Plus gehievt. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte notierte zur Eröffnung 0,2 Prozent fester bei 36'124 Punkten. Der breiter gefasste S&P 500 rückte um 0,4 Prozent auf 4569 Zähler vor. Der Index der Technologiebörse Nasdaq gewann 0,6 Prozent auf 14'230 Punkte.

Die Alphabet-Aktie kletterte um gut fünf Prozent. Der Konzern hatte am Mittwoch ein neues Modell der Künstlicher Intelligenz (KI) vorgestellt. "Die Investoren quittierten die Markteinführung zunächst mit einem Gähnen, vielleicht weil sie das Produkt als noch nicht ganz fertig und den Zeitpunkt als opportunistisch sahen", schrieben die Experten der US-Grossbank JP Morgan. "Allerdings ist Gemini Googles leistungsfähigstes KI-Modell, das mit seiner Ultra-Version als erstes Modell die Leistung eines menschlichen Experten beim allgemeinen Weltwissen und den Problemlösungsfähigkeiten erreicht."

Gefragt bei anderen Einzelwerten waren AMD. Die Aktien des Chipherstellers gewannen nach einer optimistischen Prognose für den Markt für KI-Prozessoren knapp vier Prozent. Enttäuschende Quartalszahlen drückten dagegen die Titel des Videospiele-Händlers GameStop, die rund drei Prozent verloren.

15:50

Bei diesen sorgt einmal mehr das Thema Künstliche Intelligenz (KI) für Optimismus. Die Kursgewinne der beiden KI-Titel AMD und Alphabet sorgten beim technologielastigen Nasdaq 100 für Rückenwind, der um 0,92 Prozent auf 15'934 Punkte stieg.

Der Leitindex Dow Jones Industrial lag indes mit 0,04 Prozent nur moderat im Plus bei 36'070 Punkten. Seine wochenlange Rally war zuletzt ins Stocken geraten, der Dow hatte in den vergangenen drei Sitzungen jeweils leicht nachgegeben. Der marktbreite S&P 500 stieg am Donnerstag um 0,52 Prozent auf 4573 Zähler.

 

Aktien von Adidas rutschen weiter ab und sind mit einem Abschlag von bis zu 4,3 Prozent einer der schwächsten Werte im Dax. Mit 188,44 Euro notieren sie auf einem Acht-Tages-Tief. Papiere von Puma verlieren im MDax in der Spitze 7,3 Prozent. Wie Adidas-Chef Björn Gulden dem "Handelsblatt" laut einer Vorabmeldung sagte, sieht er Grenzen auf dem Weg zu einer höheren Profitabilität.

+++

15:35

Der Dow Jones startet am Donnerstag mit einem Plus von 0,2 Prozent. Auch der Nasdaq (+0,5 Prozent) und der S&P 500 (+0,8 Prozent) legen zu.

+++

14:45

Der Broker IG taxiert den Dow Jones Industrial 0,1 Prozent tiefer auf 36'032 Punkte. Für den Auswahlindex Nasdaq-100 zeichnete sich am Donnerstag ein um 0,4 Prozent auf 15'848 Zähler höherer Start ab. Die im Grossen und Ganzen seit den Oktober-Tiefs laufende Börsenrally stockt seit ein paar Tagen. Allerdings sind die Indizes auch bereits dicht in an ihre Rekordhochs herangerückt.

Angetrieben wurden die Börsen dies- und jenseits des Atlantiks in den vergangenen Wochen von der Aussicht auf bald wieder sinkende Leitzinsen. An den Märkten wird davon ausgegangen, dass die Notenbanken in den USA und der Eurozone mit ihren Zinserhöhungen durch sind und 2024 mit Senkungen beginnen. Das sollte, so wird gehofft, dann der Wirtschaft Rückenwind geben, nachdem der Inflationsdruck zuletzt spürbar nachgelassen hat.

Einmal mehr sorgt das Thema Künstliche Intelligenz (KI) für Optimismus. Mit Spannung warten die Anleger ausserdem auf den Arbeitsmarktbericht für November, der am Freitag veröffentlicht wird. Auch Spekulationen finden Beachtung, dass sich die japanische Notenbank bald - als letzte Zentralbank- von ihrer Negativzinspolitik verabschieden könnte. Auslöser sind Bemerkungen des japanischen Notenbankchefs Kazuo Ueda.

Technologiewerte wie Alphabet und AMD stehen mit KI-Neuigkeiten im Blick. So stellte die Google-Mutter Alphabet ein neues KI-Modell namens Gemini vor und behauptet, es könne ChatGPT übertreffen. Die Fortschritte der Tochter Google im KI-Bereich seien ermutigend, urteilte etwa JPMorgan-Analyst Douglas Anmuth. Die Aktien stiegen vorbörslich um 3,1 Prozent.

AMD gewannen vorbörslich ebenfalls 3,1 Prozent, nachdem der Halbleiterhersteller neue KI-Chips vorgestellt hat. Im Zuge der Veranstaltung von AMD zum Thema KI habe das Unternehmen ausserdem seine Prognose für das gesamte Marktvolumen im Jahr 2027 deutlich angehoben, konstatierte UBS-Analyst Timothy Arcuri, der die Aktie auch 2024 als eine «Top Idee» ansieht. Nvidia legten vorbörslich um 0,4 Prozent zu.

Die Anteile der Nikola Corp. sanken vorbörslich um fast 20 Prozent. Der angeschlagene Hersteller von Elektro-Lkw will mithilfe neuer Aktien und der Begebung von Wandelanleihen mehr Geld heranschaffen.

Dass die Bank of America ihre Kaufempfehlung für die Papiere des Computerspiele-Entwicklers Take-Two Interactive strich, brockte diesen ein vorbörsliches Minus von 1,8 Prozent ein.

+++

14:30

Der Euro hat sich zum US-Dollar am Donnerstag nur wenig bewegt. Gegen Mittag kostet die Gemeinschaftswährung 1,0764 US-Dollar und damit in etwa so viel wie am Morgen. Die Kursbewegungen zwischen Euro und Dollar fallen am Vormittag gering aus.

Anders sieht es zum Franken aus: Kurzzeitig ist der Euro bis auf 0,9403 Franken abgerutscht. Dies ist der tiefste Stand seit der Aufhebung des Mindestkurses 2015. Analysten erklärten die Entwicklung mit den Zinserwartungen an die EZB, von der an den Märkten gegenwärtig Zinssenkungen von insgesamt 1,25 Prozentpunkten für 2024 erwartet werden. Von der SNB werden perspektivisch zwar auch Lockerungen erwartet, allerdings nicht in diesem Ausmass. Das Dollar/Franken-Paar geht aktuell zu etwas höheren 0,8766 um.

Auf Datenseite bestätigen die jüngsten Konjunkturzahlen aus Deutschland das schwache Bild, das die Industrie seit Monaten abgibt. Die Produktion ging im Oktober das fünfte Mal in Folge zurück. «Die Misere der deutschen Industrieproduktion setzt sich fort», kommentierte Chefökonom Thomas Gitzel von der VP Bank. Die Betriebe leiden seit längerem unter der schwachen Weltwirtschaft und den immer noch erhöhten Energie- und Rohstoffpreisen.

Deutlich nach oben geht es für den japanischen Yen. Zu Dollar und Euro betragen die Kursgewinne am Mittag jeweils 1,5 Prozent. Auslöser sind Bemerkungen aus der japanischen Notenbank. Notenbankchef Kazuo Ueda sagte am Donnerstag vor dem Parlament, ab dem Jahreswechsel werde der Umgang mit der Geldpolitik schwieriger werden. Nur einen Tag zuvor hatte sich Vizechef Ryozo Himino Gedanken über die Folgen eines Abschieds von den jahrelangen Negativzinsen gemacht. Darüber hinaus wurde ein Besuch von Notenbankchef Ueda bei Regierungschef Fumio Kishida bekannt, bei dem es um geldpolitische Belange ging.

Die Geldpolitik der japanischen Zentralbank ist seit längerem viel lockerer als die Ausrichtung anderer grosser Notenbanken. Der Yen steht deshalb an den Finanzmärkten beständig unter Druck.

+++

13:50

Für Aktien geht es dieser Tage gefühlt nur nach oben. Während die Luft immer dünner wird, fragt sich so mancher Wall-Street-Stratege, wo eigentlich all die Bären hin sind. Unterdessen gibt es noch ein paar Punkte, die man bei all der Euphorie nicht aus den Augen verlieren sollte.

Vorerst scheint der Treibstoff, der die Rally in Form von massiven Käufen sogenannter «systemischer Investoren» wie Trendfolger etc. befeuert hat, aufgebraucht zu sein und die Momentum-Indikatoren zeigen für fast alle wichtigen Börsenindizes kurzfristig eine deutliche Überhitzung an.

Etwas absurde Formen nimmt auch die Vorfreude auf baldige Zinssenkungen an. Die Zinsmärkte preisen inzwischen erste Leitzinssenkungen der EZB in knapp drei Monaten ein. Möglich, aber auch mit grossem Enttäuschungspotenzial, sollte es nicht dazu kommen. Die Volatilitäten zwischen Anleihen und Aktien laufen bereits auseinander, eine noch grössere Divergenz zeigt sich sogar zwischen Aktien und Makroindikatoren. Klar ist, dass sich die bullische Stimmung bei Aktien nicht unbedingt in gleichem Masse in anderen Anlageklassen wiederfindet.

Goldman Sachs Managing Director Scott Rubner riet daher diese Woche, dass es zu diesem Zeitpunkt durchaus Sinn ergibt, ein wenig Absicherung nach unten im Portfolio zu haben. Die gute Nachricht: Die Nachfrage nach Put-Optionen ist so gering, dass diese zu vorweihnachtlichen Schnäppchenpreisen zu haben sind.

+++

13:20

Die Futures für die US-Aktienmärkte notieren im Plus: 

Dow Jones Futures: -0,21 Prozent
S&P 500 Futures: -0,01 Prozent
Nasdaq Futures: +0,19 Prozent

Die Schweizer Börse gemessen am Swiss Market Index (SMI) steht 0,2 Prozent tiefer bei 10'975 Punkten.

+++

11:35

Der Leitindex SMI verliert 0,2 Prozent auf 10'975 Punkte. Der 30 Titel umfassende SLI gibt um 0,2 Prozent nach auf 1730 und der breite SPI um 0,2 Prozent auf 14'341 Zähler. 

Nachdem der Leitindex seit Wochenbeginn stetig zugelegt und dabei zur Wochenmitte erstmals seit zwei Monaten wieder oberhalb der 11'000-Punkte-Marke geschlossen hatte, nehmen Investoren nun ein paar dieser Gewinne mit. Zudem dürfte langsam die Nervosität vor dem zum Wochenschluss anstehenden US-Arbeitsmarktbericht zunehmen. Entsprechend halten sich Investoren etwas stärker zurück.

Hinzu komme, dass vor den Zinsentscheidungen des Fed, der EZB und der SNB in der kommenden Woche die Wetten auf eine vorsichtigere Haltung der Notenbanken im Raum stünden. Dennoch sollten diese vorübergehenden Rücksetzer nicht überinterpretiert werden, heisst es einstimmig im Handel. «Der zu Grunde liegende Investitionsbedarf ist nach wie vor recht hoch und sollte die Kurse zumindest bis zum Verfall am Freitag in der kommenden Woche stützen», ist beispielsweise in einem Kommentar zu lesen. Zudem seien aktuell immer noch viele Investoren unterinvestiert, was ebenfalls eher für Druck nach oben sorge.

Weit vorne im Verliererfeld sind zahlreiche Vertreter aus der Gesundheitsbranche zu finden. So geben Sandoz, Lonza und Straumann allesamt um mehr als ein Prozent nach. Auch Schwergewicht Novartis gehört mit Abgaben von 0,7 Prozent zu den grösseren Verlieren und bremst den Markt damit entsprechend aus.

Darüber hinaus kippen Investoren Werte wie die UBS (-1,4 Prozent) und Julius Bär (-0,8 Prozent) aus ihren Depots. Beide Häuser sind in den derzeit laufenden Zerfall des Signa-Imperiums verwickelt. Denn laut Medienberichten ist nicht nur Julius Bär unter den Kreditgebern der inzwischen pleite gegangenen Immobilienforma. Auch die Credit Suisse gehört offenbar dazu, wie es in Medienberichten hiess.

Die Kursverluste von 1,3 Prozent bei Swatch und 0,7 Prozent bei Richemont sind einer Branchenstudie der Deutschen Bank geschuldet. 2023 sei ein durchwachsenes Jahr für den Luxussektor, in dem die meisten Titel ihre anfänglichen Gewinne aus dem ersten Quartal wieder abgaben und das Jahr nun leicht rückläufig beenden dürften.

Dagegen sind Sika (+0,1 Prozent) nach einer Hochstufung durch JPMorgan knapp im Gewinnerfeld zu finden. Die Gewinnerwartungen für die Bauchemiespezialistin hätten sich auf einem besser erreichbaren Niveau eingependelt.

Neben Sika sind noch weitere Zykliker wie SIG oder auch Schindler PS (beide +0,7 Prozent) unter den Tagesfavoriten zu finden. Hier nennen Händler eine Studie der Deutschen Bank, in der sich die Experten recht zuversichtlich über die Aussichten der Industrieunternehmen äussern. Ihrer Meinung nach dürften die Frühindikatoren inklusive der Einkaufsmanagerindizes für die Industrie 2024 die Talsohle erreichen, was die Stimmung und die Bewertungen im Kapitalgütersektor 2024 weiter stützen sollte.

Die Roche-Bons (+0,2 Prozent) setzen ihre Aufwärtstendenz vom Wochenstart fort. Die Abgaben vom Vortag seien eher unter der Rubrik Gewinnmitnahmen zu verbuchen, heisst es im Handel.

In den hinteren Reihen geht es für AMS Osram (+1,3 Prozent) aufwärts. Dem Sensoren- und Leuchtenherstellers dürfte aus der Kapitalerhöhung ein Bruttoemissionserlös von rund 781 Millionen Franken zufliessen.

Derweil setzen die Aktien von Pierer Mobility ihre Abwärtsbewegung fort. Nachdem der Zweiradspezialist am Vortag wegen einer Gewinnwarnung zweistellig eingebrochen war, geht es nun um weitere 2,8 Prozent nach unten. Derweil haben Ascom (+3,6 Prozent), die ebenfalls mit prozentual zweistelligen Verlusten auf die Warnung reagiert hatten, ihre Anschlussverluste mittlerweile abgeschüttelt und erholen sich deutlich.

+++

11:15

Aktien aus dem europäischen Reise- und Tourismussektor sind nach einem negativen Analystenkommentar unter Druck geraten. Der Branchenindex verlor 1,2 Prozent. Die Analysten von JP Morgan nehmen zum Luftfahrtsektor eine vorsichtigere Haltung ein. Vor dem Hintergrund eines schwächeren Wirtschaftswachstums sei es möglich, dass grosse Kapazitätsausweitungen die Renditen drückten, hiess es zur Begründung. Die Bewertung der Lufthansa-Titel setzten die Experten auf «underweight» von «overweight» herunter. Es sei zu befürchten, dass die Kranich-Airline 2024 ihr Angebot auf Transatlantikstrecken zu stark ausweiteten. Das nach wie vor angepeilte Ziel einer operativen Gewinnmarge von acht Prozent erscheine «herausfordernd.» Die Lufthansa-Aktien sackten um bis zu 4,9 Prozent auf 8,16 Euro ab. Die ebenfalls heruntergestuften Titel von Air France-KLM verloren mehr als fünf Prozent.

+++

10:45

Die Ölpreise ziehen nach dem Sturz auf ein Sechs-Monats-Tief wieder an. Die Nordseesorte Brent und US-Leichtöl WTI verteuern sich jeweils um ein Prozent auf 75,06 und 70,05 Dollar je Fass. Es könne sich um eine kurzfristige Erholung handeln, sagte Tina Teng, Marktanalystin bei CMC Markets. «Die Ölmärkte waren möglicherweise überverkauft.» Die Anleger sorgten sich aber weiterhin um die schleppende Nachfrage und den Konjunkturabschwung in den USA und China.

+++

09:55

Der Leitindex SMI verliert 0,3 Prozent auf 10'973 Punkte. Der 30 Titel umfassende SLI gibt um 0,4 Prozent nach auf 1727 und der breite SPI um 0,3 Prozent auf 14'328 Zähler. 

Händler verweisen auf die Vorgaben, die tendenziell etwas belasten. Allerdings seien keine stärkeren Rücksetzer zu erwarten, sind sich Marktteilnehmer einig. Vielmehr dürften fallende Kurse schnell zum Einstieg genutzt werden. «Der zu Grunde liegende Investitionsbedarf ist nach wie vor recht hoch und sollte die Kurse zumindest bis zum Verfall am Freitag in der kommenden Woche stützen», heisst es in einem Kommentar. Zudem seien aktuell immer noch viele Investoren unterinvestiert, was ebenfalls eher für Druck nach oben sorge.

Im Fokus stehen im Handelsverlauf die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenunterstützung in den USA - der letzte Indikator vor dem grossen November-Arbeitsmarktbericht am Freitagnachmittag. Investoren hoffen darauf, dass sich der bisherige Faden dieser Woche mit den bereits veröffentlichten Daten vom Arbeitsmarkt fortsetzt und die lange erwartete Abkühlung Realität wird. Sie hat für das Fed eine hohe Priorität. Auch das kombinierte Rally von Aktien und Anleihen in den letzten Wochen wurde durch Anzeichen einer bevorstehenden sanften Landung unterstützt. Sie würde es der US-Notenbank ermöglichen, im Jahr 2024 mit Zinssenkungen zu beginnen, während das Wachstum positiv bleibt, heisst es etwa bei der UBS.

Die Kursverluste von 1,7 Prozent bei Swatch und 0,7 Prozent bei Richemont sind einer Branchenstudie der Deutschen Bank geschuldet. 2023 sei ein durchwachsenes Jahr für den Luxussektor, in dem die meisten Titel ihre anfänglichen Gewinne aus dem ersten Quartal wieder abgaben und das Jahr nun leicht rückläufig beenden dürften.

In den hinteren Reihen geht es für AMS Osram (+1,0 Prozent) aufwärts. Dem Sensoren- und Leuchtenherstellers dürfte aus der Kapitalerhöhung ein Bruttoemissionserlös von rund 781 Millionen Franken (808 Mio Euro) zufliessen.

+++

09:05

Der Swiss Market Index (SMI) verliert 0,3 Prozent auf 10'972 Punkte. 

Damit folgt der SMI den Vorgaben aus Übersee. Dort haben die Notierungen an der Wall Street am Mittwoch nachgegeben. Die asiatischen Börsen folgen dem Beispiel mit teilweise deutlichen Abgaben.

Börsianer dürften nun zunehmend vorsichtig werden, heisst es im Handel. Denn erst am morgigen Freitagnachmittag wird der mit Spannung erwartete US-Arbeitsmarktbericht veröffentlicht. Sollte dieser ein Abflauen der Beschäftigungszunahme zeigen oder einen weiteren Anstieg der Arbeitslosenquote, wäre es einfacher, Zinssenkungen zu rechtfertigen, kommentierte die UBS. Sie warnte aber, dass «die Märkte zu weit gegangen sind, indem sie eine schnelle Serie von Zinssenkungen einpreisen». Eine erste Zinssenkung in den USA wird am Markt bereits im Frühjahr erwartet.

+++

cash.ch jetzt auch auf Google News folgen

Lassen Sie sich keine wichtigen Meldungen zum Markt entgehen. Folgen Sie uns jetzt auf Google News.

+++

Neue Ratings und Kursziele für Schweizer Aktien: 

+++

08:10

Der Swiss Market Index (SMI) steht vorbörslich bei der Bank Julius Bär 0,21 Prozent tiefer bei 10'978 Punkten. Alle SMI-Titel ausser Holcim (+0,2 Prozent) und Sika (+0,8 Prozent) werden mit Kursverlusten indiziert.

Der breite Markt verliert vorbörslich 0,30 Prozent. Die Aktien von Swatch (-1,8 Prozent) sind mit Abstand die grössten Verlierer. 

+++

07:45

Die Erwartung bald sinkender Zinsen im Euro-Raum setzt die Gemeinschaftswährung unter Druck. Der Euro fällt am Donnerstag um 0,1 Prozent auf 1,0755 Dollar, den tiefsten Stand seit mehr als drei Wochen. Angesichts der zuletzt rückläufigen Inflationsdaten wetten Händler aktuell darauf, dass es bereits im März eine 85-prozentige Chance für eine Zinssenkung der Europäischen Zentralbank (EZB) geben könnte. Commerzbank-Analyst Michael Pfister warnt jedoch vor zu viel Optimismus: «Die EZB dürfte (...) vermutlich vorsichtig sein, zu früh Entwarnung bei der Inflation zu geben», schreibt er in einem Kommentar.

+++

07:10

Am Donnerstag wird der Dax Berechnungen von Banken und Brokerhäusern zufolge niedriger starten. Am Mittwoch hatte er 0,8 Prozent fester bei 16'656,44 Punkten geschlossen. Zuvor war er zeitweise auf ein neues Rekordhoch von 16'727,07 Zählern geklettert. Neue Daten zum US-Arbeitsmarkt verstärkten die Hoffnung der Anleger auf baldige Zinssenkungen der grossen Notenbanken. An der Wall Street bremsten starke Kursverluste bei den Energiekonzernen aufgrund fallender Ölpreise die wichtigsten Indizes aus.

In Deutschland stehen am Donnerstag die Daten zur Produktion im Oktober an. Von Reuters befragte Volkswirte erwarten ein Plus von 0,2 Prozent zum Vormonat. Bei den Unternehmen rückt Uniper ins Rampenlicht. Das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig verkündet im Tagesverlauf seine Entscheidung zu einem umstrittenen Steinkohlekraftwerk des kriselnden Energieriesen. 

+++

05:50

Der Swiss Market Index (SMI) wird bei der IG Bank 0,32 Prozent tiefer indiziert.

Der Aufwärtsdrang an den US-Börsen ist zur Wochenmitte zu Ende gegangen. Zwar markierte der Dow Jones Industrial zunächst noch ein weiteres Hoch seit Anfang 2022, anschliessend gab der US-Leitindex die Gewinne aber wieder ab und schloss leicht im Minus. Auch die Technologiebörse Nasdaq beendete den Handelstag mit Verlusten.

Marktteilnehmer rechnen damit, dass sich die Anleger noch zurückhalten werden im Hinblick auf den am Freitag anstehenden Arbeitsmarktbericht für November, der das konjunkturelle Highlight der Woche ist. Sollte der Bericht ein Abflauen der Beschäftigungszunahme oder einen weiteren Anstieg der Arbeitslosenquote zeigen, wäre es einfacher, Zinssenkungen zu rechtfertigen, erklärten Ökonomen. Sie warnten aber, dass die Märkte zu weit gegangen seien, eine schnelle Serie von Zinssenkungen einzupreisen. Eine erste Zinssenkung in den USA wird am Markt bereits im Frühjahr erwartet.

Einen Vorgeschmack auf den offiziellen Arbeitsmarktbericht könnten Daten aus der US-Privatwirtschaft geben. Diese schuf im November deutlich weniger Stellen als erwartet. Die Abschwächung am Arbeitsmarkt dürfte der US-Notenbank Fed bei ihrer Inflationsbekämpfung entgegenkommen, lässt damit doch tendenziell der Aufwärtsdruck bei Löhnen und Gehältern nach. Dieses Szenario hatte die Aktienkurse an den Börsen in den vergangenen Wochen befeuert.

In der Schweiz ist die Agenda bei Unternehmensnachrichten weitestgehend leer. Lediglich die neue Logitech-Chefin Hanneke Faber hat ihren ersten Auftritt an einem "Fireside-Chat". Und so blicken die Investoren ins Ausland. In den USA stehen am Nachmittag die Erstanträge für Arbeitslosenhilfe an. Am Morgen schon geben Daten zur Industrieproduktion in Deutschland im Oktober einen Einblick über die Verfassung der grössten Volkswirtschaft Europas.

+++

+++

05:45

In Ermangelung von Impulsen aus dem Inland orientieren sich die Anleger am Donnerstag an den Überseemärkten. Im Vorfeld wichtiger US-Arbeitsmarktdaten folgten die asiatischen Börsen der Wall Street ins Minus. Die US-Unternehmen haben im November laut einer Umfrage des Personaldienstleisters ADP weniger Stellen geschaffen als von Experten erwartet, wie am Mittwoch aus einer Umfrage des Personaldienstleisters ADP hervorging. Analysten verwiesen jedoch darauf, dass der ADP-Bericht über die Beschäftigtenzahlen in der Privatwirtschaft in der Vergangenheit keine sehr verlässliche Vorhersage für den offiziellen Bericht über die Beschäftigtenzahlen ausserhalb der Landwirtschaft war, der am Freitag veröffentlicht wird.

Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index verlor im Verlauf 1,6 Prozent auf 32'913 Punkte. Der breiter gefasste Topix-Index sank um 1,1 Prozent auf 2360 Punkte. Chipwerte stellten drei grosse Verlierer im Nikkei-Index: Der Chip-Riese Tokyo Electron verlor 82 Punkte, gefolgt vom Uniqlo-Ladenbetreiber Fast Retailing, der 65 Punkte einbüsste. An dritter Stelle lag der Chiptest-Hersteller Advantest, der mit einem Minus von 4,5 Prozent 53 Punkte verlor und damit den stärksten Rückgang im Index verzeichnete.

Energieunternehmen waren die grössten Verlierer im Nikkei, nachdem Rohöl auf ein Sechsmonatstief gefallen war. In Verbindung mit den jüngsten Kursbewegungen an den Aktien- und Anleihemärkten begännen sich die Märkte Sorgen zu machen, ob die Weltwirtschaft im nächsten Jahr auf eine harte Landung zusteuern könnte, sagte Amy Xie Patrick, Leiterin für Einkommensstrategien bei der Pendal Group. "Obwohl die Anleiherenditen weiter gefallen sind, erholen sich die Aktienmärkte nicht und die Renditespanne verringern sich nicht. Die Märkte beginnen sich zu fragen, ob es sich um eine gute Rallye bei den Anleiherenditen handelt oder ob der Anleihemarkt etwas Beunruhigenderes verrät.

In China zeigten die jüngsten Handelsdaten, dass die Exporte im November unerwartet gestiegen sind, während die Importe überraschend zurückgingen. Am Vortag hatte die Ratingagentur Moody's den Ausblick für die Kreditwürdigkeit der Volksrepublik gesenkt.

Die Börse in Shanghai lag 0,3 Prozent im Minus. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzhen verlor 0,4 Prozent.

+++

05:40

Im asiatischen Devisenhandel verlor der Dollar 0,4 Prozent auf 146,77 Yen und stagnierte bei 7,1609 Yuan. Zur Schweizer Währung notierte er 0,1 Prozent höher bei 0,8754 Franken. Parallel dazu blieb der Euro fast unverändert bei 1,0759 Dollar und notierte kaum verändert bei 0,9420 Franken. Das Pfund Sterling verlor 0,1 Prozent auf 1,2546 Dollar.

+++

00:00

Der Aufwärtsdrang an den US-Börsen ist auch zur Wochenmitte gebremst worden. Zwar markierte der Dow Jones Industrial zunächst noch ein weiteres Hoch seit Anfang 2022, anschliessend gab der Leitindex die Gewinne aber wieder ab. Er schloss 0,2 Prozent niedriger bei 36'054,43 Punkten. Anleger könnten sich noch bedeckt gehalten haben mit Blick auf den am Freitag anstehenden Arbeitsmarktbericht für November, das konjunkturelle Highlight der Woche.

Der marktbreite S&P 500 gab um 0,4 Prozent auf 4549,34 Punkte nach. Der technologielastige Nasdaq 100 verlor 0,6 Prozent auf 15'788,05 Zähler.

Sollte der Arbeitsmarktbericht ein Abflauen der Beschäftigungszunahme oder einen weiteren Anstieg der Arbeitslosenquote zeigen, wäre es einfacher, Zinssenkungen zu rechtfertigen, schrieben die Strategen von UBS. Sie warnten aber gleichzeitig, dass «die Märkte zu weit gegangen sind, eine schnelle Serie von Zinssenkungen einzupreisen». Eine erste Zinssenkung in den USA wird am Markt bereits im Frühjahr erwartet.

Einen Vorgeschmack auf den offiziellen Arbeitsmarktbericht könnten Daten aus der US-Privatwirtschaft geben. Diese schuf im November deutlich weniger Stellen als erwartet. Die Abschwächung am Arbeitsmarkt dürfte der US-Notenbank Fed bei ihrer Inflationsbekämpfung entgegenkommen, lässt damit doch tendenziell der Aufwärtsdruck bei Löhnen und Gehältern nach. Dieses Szenario hatte die Aktienkurse an der Wall Street in den vergangenen Wochen befeuert.

Unter den Einzelwerten fielen Citigroup mit einem Kursgewinn von 2,5 Prozent heraus. Die Grossbank rechnet im kommenden Jahr mit geringeren Kosten und will im vierten Quartal für rund 500 Millionen US-Dollar eigene Aktien zurückkaufen.

Schlechte Nachrichten des Kontrahenten British American Tobaccco (BAT) belasteten die Papiere der Tabakkonzerne Altria und Philip Morris , die 2,8 Prozent beziehungsweise 1,6 Prozent verloren. BAT nimmt milliardenschwere Wertberichtigungen auf einige US-Zigarettenmarken vor. BAT-Aktien sackten in London um gut 8 Prozent ab.

Die Anteile des Zahlungsabwicklers Paypal verteuerten sich um knapp 3 Prozent. Sie trotzten damit einer Abstufung von «Buy» auf «Neutral» durch das Investmenthaus Bank of America. Allerdings weisen Paypal im Börsenjahr 2023 ein Kursminus von gut 16 Prozent auf.

An die Spitze des Dow setzten sich die Papiere von Walgreens Boots Alliance. Die Aktien der Apothekenkette kletterten um gut 4 Prozent nach oben. Hier könnten Anleger auf eine Erholung setzen, denn die Aktien sind im Börsenjahr 2023 mit einem Verlust von über 40 Prozent der grösste Verlierer im Leitindex.

Der Euro setzte am Mittwoch die Verluststrecke fort. Zuletzt notierte die Gemeinschaftswährung auf 1,0763 Dollar auf dem niedrigsten Stand seit gut drei Wochen. Die Europäische Zentralbank hatte den Referenzkurs zuvor auf 1,0778 (Dienstag: 1,0817) Dollar festgesetzt. Der Dollar hatte damit 0,9278 (0,9244) Euro gekostet.

Am Anleihemarkt setze sich der Renditerückgang der vergangenen Wochen fort. Investoren setzen als auch hier auf sinkenden Zinsen. Die Rendite für zehnjährige Staatspapiere fiel auf 4,12 Prozent. Der Terminkontrakt für zehnjährige Anleihen (T-Note-Future) stieg entsprechend um 0,18 Prozent auf 111,12 Punkte.

(cash/Bloomberg/AWP/Reuters)