Zum aktuellen Geschehen im Dow Jones geht es hier.

17:35

Die Schweizer Börse hat am Montag einen kleinen Teil der deutlichen Verluste vom Freitag wieder wettgemacht. Der überraschend starke Produktionsanstieg in Deutschland habe an Europas Börsen für einen Stimmungsumschwung gesorgt, sagten Händler. Die am Freitag veröffentlichten starken US-Arbeitsmarktdaten hatten zuvor Zweifel geweckt, dass Fed-Chef Jerome Powell schon bald mit Zinssenkungen beginnen könnte. Mit Spannung warteten Anleger nun auf die US-Inflationsdaten am Mittwoch. Der SMI gewann zum Handelsschluss 0,5 Prozent bei 11'547 Punkten.

Gesucht waren vor allem Titel aus dem Gesundheitssektor. Tagessieger unter den Standardwerten waren die Aktien des Hörgeräteherstellers Sonova mit einem Plus von 1,9 Prozent. Der Arznei-Auftragsfertiger Lonza verteuerte sich um 2,1 Prozent. Novartis rückten 0,3 Prozent vor. Eine frühe Behandlung mit dem Medikament Leqvio wirkt sich dem Pharmakonzern zufolge vorteilhaft auf die Senkung von Cholesterin bei bestimmten Herzkreislaufpatienten aus. Einziger Standardwert mit Kursverlusten war der Telekomkonzern Swisscom, der 0,9 Prozent nachgab. 

Auf dem breiten Markt gibt Meyer Burger 10,7 Prozent nach.

Zum ausführlichen Bericht geht es hier.

+++

16:15

Nach dem zuletzt starken US-Arbeitsmarktbericht sind die Anleger an der Wall Street verhalten optimistisch in die Woche gestartet. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte sowie der breiter gefasste S&P 500 stiegen am Montag zur Eröffnung jeweils um knapp 0,1 Prozent auf 38'923 beziehungsweise 5209 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq zog um 0,2 Prozent auf 16'283 Punkte an. Anleger setzten darauf, dass die US-Notenbank in diesem Jahr erwartete Zinssenkungen nach hinten verschieben könnte. Dies trieb die Renditen von US-Staatsanleihen und hielt die Kursgewinne bei Aktien in Schach.

Die jüngsten Wirtschaftszahlen aus den USA seien zwar nicht überragend, aber immer noch stark gewesen, sagte Michael Matousek, Chefhändler bei US Global Investors. «Warum also sollte man die Zinsen wirklich senken wollen?» Mit Spannung warteten Anleger nun auf die zur Wochenmitte anstehenden US-Inflationsdaten, um daraus Rückschlüsse auf den Zeitpunkt der ersten Zinssenkung zu ziehen. Im Vorfeld zogen in den USA die Renditen auf den höchsten Stand seit November letzten Jahres an. US-Treasuries mit zehnjähriger Laufzeit rentierten in der Spitze mit 4,464 Prozent.

Bei den Einzelwerten stiegen Tesla-Aktien um rund vier Prozent. Der US-Autobauer will statt billiger E-Kleinfahrzeuge sogenannte «Robotaxis» auf den Markt bringen und schob damit seine Aktie an. Jüngsten Informationen von Insidern zufolge hat Tesla seine Pläne begraben, ein preisgünstiges Elektro-Auto für den Massenmarkt zu bauen. Der US-Konzern steht weltweit im scharfen Wettbewerb mit Rivalen aus China, die den Markt mit E-Autos ab 10'000 Dollar Kaufpreis fluten. 

+++

15:40

Die Aussicht auf eine Subvention in Höhe von 6,6 Milliarden Dollar treibt die US-notierte Aktie von Taiwan Semiconductor Manufacturing (TSMC) an. Die Papiere des Chipherstellers legen vorbörslich um 2,3 Prozent zu. TSMC habe zugestimmt, seine geplanten Investitionen um 25 Milliarden Dollar auf 65 Milliarden Dollar zu erhöhen und bis 2030 eine dritte Produktionsstätte in Arizona zu errichten, teilte das US-Handelsministerium mit. «Diese Halbleiter sind die Grundlage der künstlichen Intelligenz und anderer Technologien, die wir im 21. Jahrhundert für unsere Wirtschaft, Militär und nationale Sicherheit brauchen», erklärte US-Handelsministerin Gina Raimondo. Die Investition ist nach Angaben der US-Regierung die grösste ausländische Direktinvestition in ein neues Projekt in der Geschichte der USA.

+++

15:35

Der Dow Jones startet mit einem Plus von 0,2 Prozent. Auch der Nasdaq (+0,1 Prozent) und der S&P 500 (+0,5 Prozent) legen zu.

+++

15:20

Der US-Autobauer Tesla will statt billiger E-Kleinfahrzeuge sogenannte «Robotaxis» auf den Markt bringen und hievt damit seine Aktie ins Plus. Die Aktien des US-E-Autobauers steigen im vorbörslichen Handel an der Wall Street um knapp drei Prozent. Tesla hat Insidern zufolge sein Vorhaben begraben, ein preisgünstiges Elektro-Auto für den Massenmarkt zu bauen. Die Kehrtwende wird zu einem Zeitpunkt bekannt, an dem Tesla weltweit im scharfen Wettbewerb mit Rivalen aus China steht, die den Markt mit Autos ab 10'000 Dollar Kaufpreis fluten.

+++

14:35

Der Broker IG taxiert den Dow Jones Industrial rund eine Stunde vor der Startglocke fast unbewegt auf 38'900 Punkte. Der Nasdaq 100 wurde mit 18'100 Zählern ebenfalls kaum verändert zum Schlusskurs vom Freitag berechnet.

Bremsend wirkt der Renditeanstieg am Anleihenmarkt, die Verzinsung zehnjähriger US-Staatspapiere stieg mit 4,47 Prozent auf den höchsten Stand seit November vergangenen Jahres. Die Hoffnung auf sinkende Leitzinsen der US-Notenbank Fed wird also gedämpft.

Beim Flugzeugbauer Boeing reissen die Pannen nicht ab. Eine Passagiermaschine der US-Fluggesellschaft Southwest Airlines verlor während des Starts in Denver eine Abdeckung eines ihrer Triebwerke. Boeing-Aktien gaben im vorbörslichen Handel um 1,2 Prozent nach und die von Southwest Airlines um 0,7 Prozent. Es ist offen, auf wen der Vorfall zurückgeht.

Tesla-Aktien könnten den Kursrutsch vom Freitag ausbügeln: sie gewannen vorbörslich 2,8 Prozent. Der Hersteller von E-Autos will sein seit Langem in Aussicht gestelltes Robotaxi im August vorstellen. Firmenchef Elon Musk kündigte die Präsentation auf seiner Online-Plattform X an.

Der Anstieg von Kryptowährungen beschleunigte sich am Montag. Der Bitcoin überwand wieder die Marke von 72'000 US-Dollar. Das befeuerte die Kurse börsennotierter Plattformbetreiber wie Coinbase , Marathon Digital und Riot Platforms . Deren Gewinne reichten von 5 bis 7 Prozent.

+++

13:25

Der Euro hat zum Wochenstart stabil über der Marke von 1,08 US-Dollar notiert. Am Montagmittag kostet die Gemeinschaftswährung 1,0831 Dollar und damit in etwa so viel wie am späten Freitagabend.

Der Franken setzt unterdessen seine Schwäche fort, zu der er seit der überraschenden Zinssenkung durch die SNB vor knapp drei Wochen verstàrkt neigt. So notiert das Euro/Franken-Paar bei 0,9811 wieder oberhalb von 98 Rappen. Auch der US-Dollar gewinnt gegenüber dem Franken, wie der aktuelle Stand von 0,9058 zeigt.

Auf Datenseite haben im Februar schwache Geschäfte in der EU die deutsche Exportbilanz belastet. Der Wert der gesamten Warenausfuhren sank um 2,0 Prozent gegenüber Januar. Gute Nachrichten kamen hingegen von der Industrieproduktion, die Hoffnungen auf ein baldiges Ende der Konjunkturflaute in Deutschland weckte.

Zudem zeigt das vom Analyseinstitut Sentix veröffentlichte Konjunkturbarometer eine abermals verbesserte Wirtschaftsstimmung im Euroraum. Der Konjunkturindikator stieg im April zum sechsten Mal in Folge und erreichte mit minus 5,9 Punkten den besten Wert seit Februar 2022. Die bekannt gewordenen Konjunkturdaten beeinflussten den Eurokurs jedoch nicht merklich.

Die Märkte warten bereits gespannt auf Donnerstag, wenn die EZB über ihre geldpolitische Linie entscheidet. Es wird zwar zunächst keine Kursänderung erwartet, allerdings hoffen die Investoren auf Hinweise, ob demnächst eine erste Zinssenkung erfolgen könnte.

+++

+++

Was ist eine Rolex? Keine Wertanlage, wenn es nach Jean-Frédéric Dufour, dem Chef des Uhrenherstellers, geht. Im Vorfeld des in dieser Woche stattfindenden Uhrensalons Watches and Wonders in Genf sprach Dufour mit der NZZ und gab einen verhaltenen Ausblick auf das laufende Jahr, das nicht zuletzt wegen Frankenstärke und Goldpreis «eine Herausforderung» sein werde. Im schwächeren Marktumfeld gerieten Uhrenhändler unter Druck und böten Rabatte, was den «emotionalen Produkten» schade. Die Schweizer Luxusuhrenindustrie verkaufe «Träume», die Produkte dürften deshalb nicht mit Aktien verglichen werden, so Dufour: «Das sendet die falsche Botschaft und ist gefährlich». Tatsächlich trieben Niedrigzinsen und Krypto-Gewinne die Preise für gebrauchte Uhren im Jahr 2021 und Anfang 2022 auf Rekordniveaus. Danach sind die Preise für die 50 wertmässig meistgehandelten Chronographen in den letzten zwei Jahren um 40 Prozent eingebrochen, wie der Bloomberg Subdial Watch Index zeigt.

+++

13:10

Die Futures für die US-Aktienmärkte notieren tendenziell leicht im Plus: 

Dow Jones Futures: +0,02 Prozent
S&P 500 Futures: +0,00 Prozent
Nasdaq Futures: +0,06 Prozent

Die Schweizer Börse gemessen am Swiss Market Index (SMI) steht 0,3 Prozent höher.

+++

11:45

Der Leitindex SMI gewinnt 0,2 Prozent hinzu auf 11'521 Punkte. Der SLI, in dem die 30 wichtigsten Aktien enthalten sind, steigt um 0,2 Prozent auf 1892 und der breite SPI um 0,2 Prozent auf 15'186 Zähler.

Während der Wochenstart ohne stärkere Impulse auskommen muss, stehen im weiteren Wochenverlauf zahlreiche wichtige Datenpunkte an. Neben den US-Konsumentenpreisen werden die Zinsentscheidung der EZB und der Start der Berichtssaison für Impulse sorgen.

Auch vergangene Woche drehte sich das Marktgeschehen vor allem um das Thema Zinserwartungen. Die Hoffnungen auf sinkende Zinsen hatten nämlich durch Kommentare aus den Reihen des Fed und starken Jobdaten einen Dämpfer erhalten. Auch wenn die kurzfristigen Unsicherheiten Investoren zunächst etwas vorsichtig agieren liessen, bleibe die Stimmung insgesamt gut, so ein Börsianer. «Die letzten überraschend guten makroökonomischen Daten mögen zwar dafür sprechen, dass die Zentralbanken mit ihrer lockeren Geldpolitik geduldig bleiben, doch die Tatsache, dass die Anleger wissen, dass diese Lockerungszyklen irgendwann kommen werden, bedeutet, dass alle Markttiefs als Kaufgelegenheiten betrachtet werden können.» Mit der ebenfalls beginnenden Berichtssaison dürfte die Volatilität an den Märkten hoch bleiben.

An der Spitze des Gewinnerfeldes verteuern sich Straumann, VAT, Lonza und Julius Bär allesamt um mindestens ein Prozent. Der Vakuumventil-Spezialist VAT wird diese Woche zusammen mit Givaudan (-0,3 Prozent) die Berichtssaison für die Blue Chips einläuten. Zudem hat Morgan Stanley im Vorfeld das Kursziel weiter erhöht. Der zuständige Analyst geht davon aus, dass sich das Marktumfeld weiter verbessert. Aufgrund der guten Positionierung und des Potenzials bei der künstlichen Intelligenz sehe er trotz der optisch hohen Bewertung denn auch weiteres Aufwärtspotenzial für die Titel.

Überwiegend freundlich präsentieren sich auch die verschiedenen Finanzwerte. Neben Julius Bär gewinnen Swiss Life, Zurich, UBS und Partners Group bis zu 0,7 Prozent hinzu. Händler heben hervor, dass Ende dieser Woche in den USA die Grossbanken an der Wall Street die Berichtssaison starten. Sie sollten «durch die weiter hohen Zinsen und ausbleibende Hiobsbotschaften über Rettungen wie vor einem Jahr eigentlich ganz gut verdient und deshalb auch viel Positives zu vermelden haben», so ein Börsianer. Dies sorge für eine gewisse Zuversicht in der Branche.

Auch die beiden Schwergewichte Novartis (+0,7 Prozent) und Nestlé (+0,3 Prozent) stützen den Gesamtmarkt. Der Pharmakonzern hat am Wochenende Daten zu seinem Cholesterin-Senker Leqvio vorgelegt. Eine frühzeitige Behandlung mit dem Wirkstoff kann nach Darstellung des Pharmakonzerns deutliche Vorteile bringen.

Dagegen setzt das dritte Schwergewicht Roche (GS -0,9 Prozent auf 217,60 Fr.) seine Schwächephase fort. So tief wie derzeit haben die Papiere zuletzt 2018 notiert. Laut einem Chartanalysten haben die Aktien auch ein neues Verkaufsignal ausgelöst. «Aktuell spricht wenig für eine Erholung der Papiere.»

Noch etwas deutlicher fallen die Aktien von SGS und SIG zurück, die sich beide um jeweils mehr als 1 Prozent verbilligen.

Clariant (+2,5 Prozent) zählen in der zweiten Reihe zu den gefragtesten Werten. Hier sorgt eine Hochstufung durch die Citigroup für verstärkte Nachfrage. Burkhalter (+0,8 Prozent) wiederum hat im vergangenen Jahr beim Ertrag dank der Übernahme der Gebäudetechnik-Gruppe Poenina erstmals die Milliardengrenze geknackt.

Dagegen sacken Bossard (-2,6 Prozent) nach den vorgelegten Quartalszahlen ab.

+++

11:30

Der Bitcoin hat zum Wochenstart seine Rally fortgesetzt. Die umsatzstärkste Kryptowährung springt um rund sechs Prozent auf 71.725 Dollar und ist damit so teuer wie seit Mitte März nicht mehr. Auch das letzte Rekordhoch von 73.157 Dollar rückt erneut in Reichweite. Laut Timo Emden vom Analysehaus Emden Research nutzen die Anleger den jüngsten Rücksetzer bei der Cyber-Devise zum günstigeren Einstieg. «Rund zwei Wochen vor dem Bitcoin-Halving könnte der Risikoappetit noch mal anziehen.» Die Investoren hofften auf weitere Kursgewinne durch die später im April erwartete künstliche Verknappung der Cyber-Devise. Um eine Inflation zu verhindern, halbiert sich etwa alle vier Jahre die Bitcoin-Menge, die in einem bestimmten Zeitraum neu gewonnen werden kann. «Das Halving gilt als Schlüsselevent im Jahr 2024 und könnte die Karten neu mischen», sagt Emden.

+++

+++

10:40

Eine Hochstufung treibt die Aktie des Online-Modehändlers Zalando in die Höhe. Die Titel klettern um mehr als fünf Prozent auf 25,49 Euro. Sie sind damit die grössten Gewinner im Dax. Die Experten der US-Grossbank Citigroup haben sie auf «Buy» nach zuvor «Neutral» gesetzt. Das Kursziel wurde auf 32,00 Euro von 20,50 Euro angehoben. Der Umsatz des Unternehmens dürfte nach dem Rückgang im Jahr 2022 und der Stagnation im Jahr 2023 in den nächsten Monaten wieder wachsen, hiess es in der Erklärung.

+++

10:05

Die Aktien von Richemont steigen um 0,3 Prozent auf 134,3 Franken, während der Gesamtmarkt gemessen am Swiss Market Index (SMI) ebenfalls 0,3 Prozent höher steht. Seit Jahresbeginn hat der Titel 16 Prozent gewonnen.

Julius Bär erhöht das Kursziel für Richemont auf 155 von 135 Franken und belässt die Einstufung auf "Buy". Das implizite Aufwärtspotenzial beträgt 15 Prozent.

Der Luxusgüterkonzern habe im dritten Quartal des Geschäftsjahres 2023/24 ein starkes Wachstum aufgezeigt, schreibt Analyst Peter Casanova. Getragen worden sei es insbesondere von den Regionen Asien-Pazifik sowie Nord- und Südamerika. Der Rückgang in Europa sei damit mehr als ausgeglichen worden. Die Aktie von Richemont habe sich im Jahresverlauf besser entwickelt als der Sektor, sei aber immer noch attraktiv bewertet, so der Analyst.

+++

10:00

Der Euro hat zum Wochenstart stabil über der Marke von 1,08 US-Dollar notiert. Am Montagmorgen kostet die Gemeinschaftswährung 1,0835 Dollar und damit in etwa so viel wie am späten Freitagabend.

Zum Franken notierte der Euro derweil mit Kursen von 0,9790 leicht höher als am Freitagabend, aber weiter knapp unter der Marke von 98 Rappen. Der US-Dollar tendierte mit 0,9035 Franken ebenfalls leicht fester als zum Wochenschluss.

Zu Beginn der Woche stehen am Morgen Produktionsdaten aus der deutschen Industrie auf dem Programm. Ausserdem werden Zahlen vom Aussenhandel erwartet. Das Sentix-Institut veröffentlicht im Laufe des Vormittags sein monatliches Konjunkturbarometer.

Die EZB entscheidet an diesem Donnerstag über ihre geldpolitische Linie. Es wird zunächst keine Kursänderung erwartet. Allerdings werden mit Spannung Hinweise erwartet, ob demnächst eine erste Zinssenkung erfolgen könnte.

+++

+++

09:50

Der Leitindex SMI gewinnt 0,3 Prozent hinzu auf 11'535 Punkte. Der SLI, in dem die 30 wichtigsten Aktien enthalten sind, steigt um 0,4 Prozent auf 1894 und der breite SPI um 0,3 Prozent auf 15'197 Zähler. 

Obwohl der Beginn des zweiten Quartals mit Verlusten von insgesamt 2 Prozent bereits sehr verhalten ausgefallen sei, könnte sich die Konsolidierung noch etwas fortsetzen, heisst es im Handel. Immerhin seien die Märkte in den Wochen davor recht deutlich gestiegen.

Vergangene Woche hatte Äusserungen von US-Notenbankern und ein überraschend starker US-Arbeitsmarktbericht den Zinssenkungshoffnungen einen kräftigen Dämpfer verpasst und damit die Stimmung klar belastet. Dass Zinssenkungen kommen werden, wenn auch etwas später als bisher erwartet, davon sind Ökonomen jedoch weiterhin überzeugt. Im Laufe der Woche dürften dann vor allem die US-Konsumentenpreise, die Sitzung der EZB und der Start der Berichtssaison für Impulse sorgen. Hierzulande läutet Givaudan die Berichtssaison bei den Blue Chips ein. Für die Vertreter der hinteren Reihen hat dies am Morgen bereits der Automobilzulieferer Bossard übernommen.

Die beiden Schwergewichte Novartis (+1,0 Prozent) und Nestlé (+0,4 Prozent) stützen den Gesamtmarkt. Der Pharmakonzern hat am Wochenende Daten zu seinem Cholesterin-Senker Leqvio vorgelegt. Eine frühzeitige Behandlung mit dem Wirkstoff kann nach Darstellung des Pharmakonzerns deutliche Vorteile bringen.

Sandoz (-1,1 Prozent) und Roche (GS -0,9 Prozent auf 217,60 Fr.) bilden dagegen die Schlusslichter. Roche knüpfen dabei nahtlos an die Verluste der Vorwoche (-4,4 Prozent) an. So tief wie aktuelle haben die Bons letztmals Mitte 2018 notiert.

Clariant (+2,9 Prozent) zählen in der zweiten Reihe zu den gefragtesten Werten. Hier sorgt eine Hochstufung durch die Citigroup für verstärkte Nachfrage. Dagegen sacken Bossard (-2,5 Prozent) nach den vorgelegten Quartalszahlen ab.

+++

09:05

Der Swiss Market Index (SMI) gewinnt 0,1 Prozent auf 11'507 Punkte. 

In der verkürzten Woche nach Ostern hatte der Leitindex SMI den grössten Verlust seit Oktober eingefahren, wobei der grösste Teil vom Wochenminus von 2,0 Prozent auf den Freitag entfiel. Auslöser für den Abverkauf waren wieder aufgeflammte Zinsängste. Die Vorgaben aus Übersee bieten derweil etwas Rückenwind: Die Wall Street hat sich am Freitag am Ende klar erholt ins Wochenende verabschiedet und in Asien geht es an zahlreichen Börsen leicht aufwärts.

Vergangene Woche hatte Äusserungen von US-Notenbankern und ein überraschend starker US-Arbeitsmarktbericht den Zinssenkungshoffnungen einen kräftigen Dämpfer verpasst und damit die Stimmung klar belastet. Dass Zinssenkungen kommen werden, wenn auch etwas später als bisher erwartet, davon sind Ökonomen jedoch weiterhin überzeugt. «Zinssenkungen bleiben das Hauptszenario an den Finanzmärkten», meint etwa der Chefvolkswirt der Liechtensteiner VP Bank Thomas Gitzel. Im Wochenverlauf erwarten Investoren dann neue Daten, die Aufschluss über den weiteren Zinspfad geben werden. Hierzulande läutet zudem Givaudan die Berichtssaison bei den Blue Chips ein. Für die Vertreter der hinteren Reihen hat dies am Morgen bereits der Automobilzulieferer Bossard übernommen.

+++

Neue Ratings und Kursziele für Schweizer Aktien:

+++

08:10

Der Swiss Market Index (SMI) steht bei der Bank Julius Bär vorbörslich 0,25 Prozent im Plus bei 11'524 Punkten. Alle SMI-Titel haben ein positives Vorzeichen, wobei der Anstieg bei Novartis (+0,8 Prozent) am deutlichsten ist.

Der breite Markt steht vorbörslich 0,01 Prozent tiefer. Bosshard (-3,4 Prozent), Inficon (-1,0 Prozent) und PSP Swiss Property (-2,8 Prozent) sind die grossen Verlierer. Der Umsatz der Bossard-Gruppe ist im ersten Quartal 2024 klar zurückgegangen. Gegenüber dem Schlussquartal des Vorjahres hat sich der Abwärtstrend gar noch etwas beschleunigt.

+++

07:45

Der Dax wird nach Berechnungen von Banken und Brokerhäusern am Montag höher in den Handel starten. Zum Ausklang der vergangenen Woche hatte er 1,3 Prozent auf 18'163,94 Punkte eingebüsst. Zinssorgen nach dem unerwartet starken Stellenzuwachs in den USA im März setzten die Börsen in Europa unter Druck. Die Wall Street schloss dagegen fester. Die US-Anleger konzentrierten sich auf die Verlangsamung des Lohnwachstums - ein Frühzeichen für eine abnehmende Inflation.

Im Fokus zu Wochenbeginn steht die deutsche Konjunktur. Geplant zur Veröffentlichung sind unter anderem Daten zur Produktion in der Bundesrepublik im Februar. Im Januar hatten die Unternehmen die Produktion stärker ausgeweitet als erwartet. Nun wird sich zeigen, ob der Aufwind anhält oder nicht. Ausserdem legt das Statistische Bundesamt die Daten zum deutschen Aussenhandel vor. Ins Jahr waren die deutschen Exporteure mit einem spürbaren Umsatzplus gestartet.

Bei den Unternehmen kehrt rund zehn Jahre nach dem Wechsel an die Londoner Börse Europas grösster Reisekonzern TUI mit seiner Hauptnotierung nach Deutschland zurück. Vorstandschef Sebastian Ebel und Finanzvorstand Mathias Kiep werden zum Handelsbeginn die Börsenglocke auf dem Frankfurter Parket läuten. Im Juni könnte TUI in den Nebenwerteindex MDax einziehen.

+++

+++

06:05

Der Swiss Market Index (SMI) steht vorbörslich bei der IG Bank 0,05 Prozent höher bei 11'495 Punkten. 

Die neue Woche steht im Zeichen der Reaktion auf den Taucher der Schweizer Börse zum Wochenschluss als Folge der Aussagen des Präsidenten der regionalen Notenbank von Minneapolis, Neel Kashkari. Dieser hatte gesagt, falls der Fortschritt bei der Inflationssenkung ins Stocken gerate, könnte im laufenden Jahr womöglich doch keine Zinssenkung nötig sein. Die Preisentwicklung im Januar und Februar sei "etwas beunruhigend" gewesen. Am Freitag untermauerte eine noch bessere Entwicklung des US-Arbeitsmarktes als gedacht im Grunde die Befürchtungen der Anleger, dass die US-Notenbank sich länger als erhofft mit Zinssenkungen Zeit lassen könnte. Dies hatte die Aktienmärkte in Europa absacken lassen.

Dass Zinssenkungen kommen werden, wenn auch etwas später, davon sind Ökonomen jedoch überzeugt. Zinssenkungen blieben das Hauptszenario an den Finanzmärkten, schrieb der Chefökonom der Liechtensteiner VP Bank, Thomas Gitzel. Und dies habe Gründe: So zeigten wichtige Konjunkturbarometer, dass die Bereitschaft zur Personaleinstellung der US-Konzerne abebbe. Schlechtere Arbeitsmarktzahlen dürften folgen und somit auch Zinssenkungen der Fed.

In den USA kehrten die Anleger bereits am Freitag kauffreudig an die Börsen zurück. Sowohl Dow Jones, als auch die technologielastige Nasdaq legten nach Handelsschluss in Europa noch an Wert zu. Damit sind die Vorgaben für die hiesigen Anleger zum Wochenstart positiv.

In der neuen Woche beginnt bereits die Berichterstattung zum 1. Quartal: Den Anfang macht Bossard mit Umsatzzahlen am Montag, während gleichentags Burkhalter noch über das Jahresergebnis 2023 informiert. Am Mittwoch veröffentlicht Barry Callebaut das Halbjahresresultat. Am Donnerstag nimmt die Quartalsberichterstattung mit den Bluechips Givaudan und VAT an Gewicht zu, während der Versicherer Helvetia das Ergebnis 2023 bekannt gibt.

+++

05:45

Die Anleger an den asiatischen Märkten sind verhalten in die neue Handelswoche gestartet. Investoren wägten ab, wann die US-Notenbank Fed mit Zinssenkungen beginne, sagten Analysten.

In Tokio legte der 225 Werte umfassende Nikkei-Index am Montag ein Prozent zu. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzhen gab nach einem langen Wochenende 0,5 Prozent nach.

(cash/AWP/Bloomberg/Reuters)