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17:35
Die Schweizer Börse hat am Dienstag den Vorwärtsgang eingelegt. Nach einem verhaltenen Jahresstart schliesst der SMI 0,56 Prozent höher bei 13'322 Punkten. Die Aussichten für die europäische Wirtschaft stimmten Anleger zuversichtlich, erklärten Händler. Die positive Stimmung wurde zudem durch die Erwartung von Zinssenkungen in den USA befeuert. Händler warteten mit Spannung auf den am Freitag anstehenden US-Arbeitsmarktbericht, der die geldpolitischen Erwartungen der Märkte beeinflussen könnte. Laut Daten der LSEG preisen die Finanzmärkte zwei Zinssenkungen der Federal Reserve in diesem Jahr ein. Mit negativen wirtschaftlichen Auswirkungen von US-Präsident Donald Trumps Lateinamerikapolitik rechneten die Anleger nicht.
Tagessieger waren die Novartis-Aktien mit einem Plus von 2,8 Prozent gefolgt von Augenheilkundespezialist Alcon mit +2,6 Prozent. STAAR Surgical will sich nun doch nicht von Alcon übernehmen lassen, nachdem sich zu wenige STAAR-Aktionäre für den Deal ausgesprochen hatten. Auch Novatis-Konkurrentin Roche war gesucht (+1,35 Prozent). Der Logistiker Kühne+Nagel rückte um 2,6 Prozent vor. Bei den Nebenwerten schossen SMG Swiss Marketplace Group 18 Prozent hoch. Der Online-Marktplatz-Anbieter hat sich mit dem Preisüberwacher auf eine einvernehmliche Lösung für die Plattformen Ricardo und SMG Real Estate geeinigt. Dagegen verloren Logitech über den Tag am zweitmeisten mit 1,4 Prozent, nachdem Bank of America das Kursziel für den Computerzubehörhersteller gesenkt hatte. Als Verliererin geht die UBS mit -1,55 Prozent aus dem Handel.
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16:55
Der zuletzt schwache US-Dollar hat am Dienstag einen Teil der Verluste abgeschüttelt. Der «Greenback» ist allerdings nach wie vor günstig zu haben.
Zu Wochenbeginn hatten unter anderem enttäuschende US-Konjunkturdaten den Dollar belastet. Im Dezember hatte sich die Stimmung der Einkaufsmanager in den US-Industriebetrieben überraschend weiter verschlechtert. Am Dienstag fielen derweil Inflationsdaten aus Deutschland tiefer als erwartet aus.
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15:57
Nach der Rally am Montag halten die US-Anleger am Dienstag vorerst die Füsse still. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte und der breiter gefasste S&P 500 notierten zur Eröffnung am Dienstag jeweils leicht höher bei 49'003 und 6909 Punkten. Der Index der Technologiebörse Nasdaq lag ebenfalls knapp im Plus bei 23'432 Zählern. Zum Wochenstart hatten die Börsenbarometer um 0,6 bis 1,6 Prozent zugelegt. Der US-Militärschlag gegen Venezuela hatte einen Run auf Rüstungswerte und Ölkonzerne ausgelöst.
Die Regierung von US-Präsident Donald Trump plant, sich in dieser Woche mit Führungskräften von Ölkonzernen zu treffen, um über eine Ausweitung der Förderung in Venezuela zu sprechen. Die Aktien von SLB, Exxon Mobil und Chevron, die am Montag um gut zwei bis knapp neun Prozent zugelegt hatten, pendelten am Dienstag um die Null-Marke. «Um die Raffinerien auf diese Art von Rohöl vorzubereiten, wären umfangreiche Umrüstungen erforderlich», erläuterte Mark Malek, Chefanleger bei Siebert Financial. «Das ist machbar und wird vermutlich auch geschehen. Wie lange das dauert, wie hoch die Investitionen ausfallen und wer sie trägt, sind jedoch die grossen offenen Fragen.»
Für Gesprächsstoff bei den Einzelwerten sorgte Zeta Global mit einem Kurssprung von rund fünf Prozent. Der Marketingspezialist hatte eine Partnerschaft mit dem ChatGPT-Entwickler OpenAI angekündigt.
Währenddessen dreht der Schweizer Aktienmarkt gemessen am SMI ins Plus und notiert gegen 15:50 Uhr +0,36 Prozent höher.
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15:40
Die Ölpreise sind am Dienstag etwas gestiegen. Nachdem die Notierungen im frühen Handel leicht gesunken waren, drehten sie im Tagesverlauf in die Gewinnzone. Insgesamt hielten sich die Ölpreise in einer vergleichsweise engen Handelsspanne. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im März kostete 62,15 Dollar und damit 39 Cent mehr als am Vortag. Der Preis für ein Barrel der US-Sorte WTI mit Lieferung im Februar stieg um 33 Cent auf 58,65 Dollar.
Am Ölmarkt haben die Anleger weiter die Entwicklung in Venezuela im Blick. Das ölreiche Land könnte künftig stärker mit US-Ölkonzernen ins Geschäft kommen. Zuvor hat Präsident Donald Trump mögliche Subventionen für amerikanische Unternehmen in Aussicht gestellt, die den Wiederaufbau der Energieinfrastruktur Venezuelas unterstützen. Trump gab sich in einem Fernsehinterview überzeugt, dass die USA dieses Ziel schneller erreichen könnten, es allerdings viel Geld erfordern wird.
Generell hat der US-Angriff auf Venezuela vom Wochenende und die Gefangennahme des venezolanischen Staatschefs Nicolás Maduro aber weiter wenig Auswirkung auf die Ölpreise. Zwar verfügt das südamerikanische Land über die grössten Ölreserven der Welt, die Öllieferungen aus Venezuela tragen aber weniger als ein Prozent zur Versorgung des globalen Ölmarkts bei.
Zudem hatte der Ölverbund Opec+ zuletzt beschlossen, die Fördermenge zu Beginn des Jahres vorerst stabil zu halten. Generell wird am Markt mit einem Überschuss an Rohöl gerechnet. Die US-Bank Morgan Stanley geht davon aus, dass der Überschuss an Rohöl im ersten Halbjahr voraussichtlich weiter steigen wird und erst Mitte des Jahres seinen Höhepunkt erreichen dürfte.
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15:00
Nach seinem schwungvollen Auftakt in das neue Börsenjahr taxierte der Broker IG den US-Leitindex Dow Jones eine halbe Stunde vor dem Börsenstart 0,1 Prozent tiefer auf 48.926 Punkte. Für eine erneute Bestmarke wäre ein Anstieg bis auf 49.210 Punkte notwendig.
Andere US-Indizes könnten sich am Dienstag etwas besser schlagen, nachdem ihr Jahresauftakt bislang gemässigter verlief als beim Dow. Neben dem S&P 500 gilt dies auch für den Nasdaq 100 , den IG zuletzt 0,2 Prozent höher bei 25.443 Zählern berechnete. Zu ihren Bestmarken bleibt aber noch etwas Abstand.
Der Dow hatte sich am Vortag mit seinem Rekord positiv abgehoben, was nach dem Angriff der USA auf Venezuela unter anderem mit hochspringenden Aktien aus dem Ölsektor begründet wurde. Politisch rücken nun US-Ansprüche auf die Kontrolle über Grönland in den Mittelpunkt. Die europäischen Länder stellen sich hinter das Land, das zum Königreich Dänemark gehört, aber autonom ist.
Joshua Stone von der UBS sieht nach der Gefangennahme des venezolanischen Staatschefs Nicolás Maduro die Chance, dass sich für Ölunternehmen, die in Venezuela vertreten sind, mittelfristig ein neues Wachstumsfeld ergibt. Aus dem Dow können die Chevron -Aktien vorbörslich mit plus einem Prozent an ihre Vortagsrally anknüpfen.
Im Technologiesektor sorgte Microchip Technology mit einem angehobenen Umsatzausblick auf das dritte Quartal für eine positive Schlagzeile. Die Titel des Halbleiterherstellers zogen vorbörslich um vier Prozent an. Experte Mark Lipacis von Evercore ISI betonte, dass dies nur vier Wochen nach einer bereits erfolgten Zielerhöhung passiere. Er ist davon überzeugt, dass die Firma von einem Nachschubzyklus profitieren wird, der in Kürze an Dynamik gewinnen sollte.
Im Chipsektor wurde ausserdem auf eine Rede des Nvidia -Chefs Jensen Huang zur Eröffnung der Fachmesse CES in Las Vegas hingewiesen. Dieser kündigte an, dass die eigene Expertise im Bereich der Künstlichen Intelligenz zeitnah auch verstärkt in das Geschäft mit selbstfahrenden Autos eingebracht werden soll. Zudem wurde von ihm der Produktionsstart des nächsten Chipsystems mit dem Namen Vera Rubin bekanntgegeben. Die Nvidia-Aktien notierten vorbörslich mit plus 0,8 Prozent. Sie waren damit der beste unter den sieben bedeutendsten US-Technologiewerten.
Wegen Hochstufungen durch Analysten begehrt waren zwei Nebenwerte: Titel des klinischen Beratungsunternehmens Fortrea zogen vorbörslich um 5,5 Prozent an, nachdem sie vom Analysehaus Evercore ISI in Erwartung eines beschleunigten Zyklusses empfohlen wurden. Mit Blick auf das Jahr 2026 wird derweil JPMorgan optimistisch für den Schiffbauer und Sportausrüster Brunswick , dessen Papiere vorbörslich um 1,3 Prozent anzogen.
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14:40
Am breiten Markt fallen nach wie vor die Aktien der Swiss Market Place Group (SMG) mit 17 Prozent Zuwachs auf. Hingegen verbilligt sich der letztjährige Überflieger Idorsia um 6 Prozent.
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14:20
Die Ankündigung einer Partnerschaft mit dem ChatGPT-Entwickler OpenAI gibt den Aktien des US-Marketingspezialisten Zeta Global Auftrieb. Die Titel legen im vorbörslichen Handel an der Wall Street um rund zehn Prozent zu.
Die Unternehmen möchten nach eigenen Angaben gemeinsam den KI-gestützten Marketing-Agenten Athena von Zeta Global weiterentwickeln. Ziel sei es, die KI-Modelle von OpenAI enger in Athena einzubinden, um natürlichere Dialoge sowie Anwendungen zu ermöglichen, die eigenständig Aufgaben übernehmen können. Die Einführung von Athena ist für Ende des ersten Quartals 2026 geplant.
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14:00
Das Analysehaus Jefferies hat die Einstufung für die Online-Apotheke auf "Buy" mit einem Kursziel von 12 Franken belassen. Auch die Einschätzung für den Konkurrenten Redcare Pharmacy bleibt unverändert auf "Buy" mit einem Kursziel von 150 Euro. Die etwas rückläufige Nutzeraktivität bei E-Rezepten im Dezember entspreche den Erwartungen und spiegle die saisonalen Schwankungen und den typischen Rückgang während der Feiertage wider, schrieb Martin Comtesse i
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13:20
Die US-Futures notieren vor dem Start uneinheitlich:
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12:50
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12:20
Die Markteinführung der neuen Abnehmpille von Novo Nordisk in den USA ermuntert Anleger zum Einstieg beim dänischen Pharmakonzern. Die Titel springen an der Börse in Kopenhagen um fast sieben Prozent nach oben und erreichen mit 365,45 Kronen den höchsten Stand seit fast drei Monaten.
Die neue Darreichungsform der Abnehmspritze Wegovy sei nun bei Einzelhändlern wie Costco sowie über die Telemedizin-Anbieter Ro, LifeMD, WeightWatchers und GoodRx erhältlich, teilte Novo mit. Die Titel der Unternehmen stiegen nach der Ankündigung am Montagabend um rund 2,5 bis zwölf Prozent.
Novo will mit der Tablette dem US-Rivalen Eli Lilly Marktanteile im lukrativen Geschäft mit Abnehmmedikamenten abjagen. Lilly hatte zuvor erklärt, im März mit einer Entscheidung über die Zulassung seiner eigenen Abnehmpille zu rechnen. Die Aktien des Konzerns aus Indiana schlossen am Montag 3,6 Prozent tiefer.
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11:50
Der SMI steht gegen Mittag 0,11 Prozent tiefer bei 13'232,79 Punkten, das neue Allzeithoch bei 13'289,96 Zählern wurde in den ersten Handelsminuten erreicht. Der SLI, in dem die 30 wichtigsten Aktien enthalten sind, verliert 0,04 Prozent auf 2150,07 und der breite SPI 0,10 Prozent auf 18'223,53 Punkte. Gewinner und Verlierer halten sich in etwa die Waage.
Hierzulande hätten die Anleger aber nun doch «etwas Angst vor der eigenen Courage» bekommen, sagten Händler mit Blick auf die wieder abbröckelnden Kurse. Insgesamt sei die Reaktion der Märkte auf die Entwicklungen in Venezuela aber gelassen ausgefallen, hiess es. Das spiegle den jüngsten Trend wider, geopolitische Unsicherheiten weitgehend zu ignorieren und sich auf fundamentale Treiber zu konzentrieren. Im Hintergrund wirke die Hoffnung auf Zinssenkungen der US-Notenbank als Unterstützung für die Aktienmärkte.
Entsprechend dem zuletzt sinkenden Risikoappetit sind am Dienstag insbesondere defensive Werte gesucht. Bei den defensiven Schwergewichten etwa gleichen die Pharmawerte Novartis (+1,1 Prozent) und Roche (+0,7 Prozent) die Abgaben bei Nestlé (-0,8 Prozent) mehr als aus. Bei letzteren belasten unter anderem die jüngsten Berichte über den Rückruf von Babynahrung.
Gekauft werden auch einige Stars des vorigen Börsenjahrs: Galderma etwa ziehen um 1,6 Prozent an, Sandoz um 2,3 Prozent. Aber auch die in 2025 schwach gelaufenen Gesundheitsaktien von Straumann (+3,4 Prozent), Lonza (+1,3 Prozent), Sonova (+0,8 Prozent) und Alcon (+1,0 Prozent) landen in den Depots der Anleger.
Letztere dürften am Nachmittag in den Fokus rücken. Denn um 14.30 Uhr MEZ startet die ausserordentliche Generalversammlung der US-Medtech-Firma Staar Surgical zur geplanten Übernahme durch den Augenheilkonzern. Zuletzt hatte Alcon das ursprüngliche Angebot nachgebessert.
Verkauft werden auch Finanzwerte: UBS büssen 1,1 Prozent ein, Helvetia Baloise 1,1 Prozent, Julius Bär 1,3 Prozent und Partners Group 0,4 Prozent. Im Technologiesegment bauen Logitech (-1,4 Prozent) die jüngsten Abgaben aus.
Holcim sorgen derweil mit News für Gesprächsstoff, hat doch der Baustoffkonzern die Übernahme der französischen Alkern unter Dach und Fach gebracht. Der Deal steuert rund 250 Millionen Euro zum Jahresumsatz bei. Die Holcim-Papiere büssen gleichwohl 0,1 Prozent ein. Marktbeobachter gehen von Gewinnmitnahmen aus und verweisen auf die Performance von 75 Prozent im Vorjahr.
Einen Kurssprung von 12,5 Prozent tätigen die Papiere der Swiss Marketplace Group. Der Schweizer Preisüberwacher hat sich erstmals einvernehmlich mit grossen Schweizer Online-Inserateplattformen auf neue Preisregeln geeinigt, was positiv aufgenommen wird. Händler sehen ausserdem nach der schwachen Kursentwicklung seit dem Börsengang nun eine gute Einstiegsgelegenheit.
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11:15
Die Aktienmärkte in Fernost treiben die Rekordjagd weiter voran. In Tokio sprang der Nikkei-Index am Dienstag um 1,3 Prozent auf 52.518 Punkte und erzielte einen Rekordschlussstand. Der MSCI-Index für asiatisch-pazifische Aktien ausserhalb Japans kletterte am Dienstag ebenfalls auf ein Rekordhoch. Die chinesischen Aktienmärkte zogen angetrieben von Kursgewinnen bei Metall- und Finanzwerten auf den höchsten Stand seit mehr als zehn Jahren. Die Börse in Shanghai und der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzhen gewannen jeweils um rund 1,5 Prozent.
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10:30
Der Dax notiert am Dienstag kaum verändert bei 24'876 Punkten. Wegen der Infrastruktur- und Rüstungsmilliarden der Bundesregierung gilt die Aussicht auf eine Belebung der deutschen Wirtschaft im neuen Jahr wieder als zentraler Kurstreiber.
Der MDax der mittelgrossen Werte gab am Dienstag um 0,19 Prozent auf 31'393 Punkte nach. Der EuroStoxx 50 als Leitindex der Eurozone sank um 0,2 Prozent. Im Tagesverlauf achten Marktteilnehmer auf die Verbraucherpreisdaten aus Deutschland.
Am Aktienmarkt stehen Chipwerte in der Gunst der Anleger nach wie vor oben. Händler verwiesen auf einen verbesserten Ausblick des US-Konzerns Microchip Technology als weiteren Treiber für Titel aus dem Halbleitersektor. Infineon verteuerten sich hierzulande am Dienstag um 4 Prozent.
Daimler Truck und Traton gewannen angesichts positiver Branchensignale von US-Marktdaten bis zu 4 Prozent. Gefragt waren ausserdem Aktien aus dem Pharma- und Medizintechnikbereich.
Adidas verloren nach einer pessimistischeren Einschätzung der Bank of America mehr als 6 Prozent. Für die Anteile des Chemikalienhändlers Brenntag ging es nach einer Abstufung durch Morgan Stanley um 1,6 Prozent nach unten. Hingegen gab eine positivere Sicht von Bernstein für TKMS den Aktien des Marineschiffbauers Auftrieb.
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10:00
Der Angriff der USA auf Venezuela verunsichert die Weltbörsen nicht gross. Der SMI steht eine Stunde nach Eröffnung 0,2 Prozent tiefer bei 13'220.35 Punkten. Der SLI, in dem die 30 wichtigsten Aktien enthalten sind, notiert ebenfalls leicht tiefer bei 2'148 Punkten und der breite SPI verliert 0,16 Prozent auf 18'213.78 Punkten.
Am Vorabend hatte an der Wall Street der Dow Jones ein neues Allzeithoch markiert, Anleger setzten vor allem auf Ölwerte. Gleichzeitig bestätigte das Plus an der Nasdaq die risikofreudige Marktstimmung. Die gelassene Reaktion der Märkte auf die Entwicklungen in Venezuela spiegelt laut Marktbeobachtern den jüngsten Trend wider, geopolitische Unsicherheiten weitgehend zu ignorieren und sich auf fundamentale Treiber zu konzentrieren. Im Hintergrund wirke die Hoffnung auf Zinssenkungen der US-Notenbank als Unterstützung für die Aktienmärkte. Der am Freitag erwartete US-Arbeitsmarktbericht für Dezember ist der nächste echte Test für dieses Szenario.
Die Papiere des letztjährigen Überfliegers Idorsia ziehen um weitere 2,7 Prozent an.
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09:30
Der Schweizer Preisüberwacher hat sich erstmals einvernehmlich mit grossen Schweizer Online-Inserateplattformen von SMG auf neue Preisregeln geeinigt. Mehr dazu hier.
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09:00
Der SMI startet am Dienstag um 0,25 Prozent höher.
Logitech und Amrize verlieren kurz nach Eröffnung rund 0,5 Prozent und bilden somit das Schlusslicht. Kühne+Nagel und Novartis legen derweil mehr als 1 Prozent zu - auch die Aktien, sowie die Partizipationsscheine von Schindler gewinnen 1 Prozent an Wert.
Die gelassene Reaktion der Märkte auf die Entwicklungen in Venezuela spiegelt laut Marktbeobachtern den jüngsten Trend wider, geopolitische Unsicherheiten weitgehend zu ignorieren und sich auf fundamentale Treiber zu konzentrieren.
Im Hintergrund wirke die Hoffnung auf Zinssenkungen der US-Notenbank als Unterstützung für die Aktienmärkte. Der am Freitag erwartete US-Arbeitsmarktbericht für Dezember ist der nächste echte Test für dieses Szenario.
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08:30
Am Vortag hatte das wichtige Industriemetall erstmals die Marke von 13.000 Dollar übersprungen. Neue Störungen in Minen und die Furcht vor regionalen Verwerfungen infolge der US-Zölle stützten den Markt, sagten Händler. Die Sorgen um das Angebot wurden durch einen Streik in der Kupfer- und Goldmine Mantoverde von Capstone Copper in Nordchile angeheizt. Zudem berichtete die chinesische Tongling Nonferrous Metals Group am Sonntag von einer Verzögerung bei der Inbetriebnahme der zweiten Phase ihrer Mine in Ecuador. Händler verwiesen zudem auf eine regionale Verlagerung der Bestände wegen der Sorge vor US-Zöllen.
Während die Kupferbestände an der US-Börse Comex stiegen, gingen sie an der Londoner LME zurück, was auf eine Angebotsverknappung ausserhalb des amerikanischen Marktes hindeute. Die hohen Preise dämpften jedoch die Nachfrage in China, was sich in einer sinkenden Importprämie zeigte. Auch andere Basismetalle legten kräftig zu. Die Preise für Zinn und Nickel verzeichneten deutliche Gewinne. Der Nickelpreis in Shanghai erreichte ein 14-Monats-Hoch. Gestützt wurde der Anstieg weiterhin durch Pläne Indonesiens, die Produktion im Jahr 2026 zu drosseln. Auch die Preise für Aluminium, Zink und Blei zogen an den Börsen in London und Shanghai an.
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08:00
Der SMI steht bei Julius Bär vorbörslich 0,17 Prozent im Plus. Bis auf Logitech (-0,57 Prozent) liegen alle weiteren 19 SMI-Titel im Plus.
Am auffälligsten sind die Kursgewinne bei ABB (+1,1 Prozent) und Swiss Re (+0,4 Prozent). Am breiten Markt fallen Barry Callebaut (-0,9 Prozent), Bucher (-2,9 Prozent) und Huber+Suhner (-0,9 Prozent) negativ auf. Derweil gewinnt Tecan 0,7 Prozent, Polypeptide 0,9 Prozent, und Schindler und ams Osram rund 1 Prozent.
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07:40
Neue Kursziele und Ratings für Schweizer Aktien:
Givaudan: Morgan Stanley geht auf EQUAL-WEIGHT (Underweight) bis 3200 Fr.
Galderma: Goldman Sachs will es wissen mit BUY bis 185 (167) Fr.
Holcim: Julius Bär erhöht auf 84 (78) Fr. mit BUY.
Kühne+Nagel: Oddo startet mit UNDERPERFORM bis 155 Fr.
SGS: Morgan Stanley geht auf EUQAL-WEIGHT (Overweight) bis 100 Fr.
SMGH: Jefferies geht auf BUY (Hold) bis 40 Fr.
Zehnder: Berenberg Bank startet mit BUY bis 100 Fr.
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07:15
Hypothekennehmer in der Schweiz profitieren kurzfristig weiter von stabilen Zinsen. Mittelfristig nehmen die Risiken aber zu.
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06:45
Auch am heutigen Tag dürften die Gefangennahme des venezolanischen Präsidenten Nicolas Maduro und deren Auswirkungen weiter im Fokus stehen. Die Marktreaktion fällt bislang verhalten aus, doch nach Ansicht von Experten könnte sich das ändern.
US-Präsident Donald Trump hatte erklärt, die USA benötigten «totalen Zugang» zu den Ölreserven Venezuelas. Dies nährte Spekulationen, dass Washington die Beschränkungen für venezolanische Rohölexporte lockern könnte. Die Entwicklungen liessen die Ölpreise zeitweise sinken: Die Kurse für die Nordsee-Rohölsorte Brent und das US-Leichtöl WTI verbilligten sich um bis zu knapp zwei Prozent auf 60,86 und 57,50 Dollar je Fass (159 Liter). Danach drehten sie ins Plus.
Marktexperte Timo Emden vom Analysehaus Emden Research mahnte zur Vorsicht. Langfristig könne Venezuela bei politischer Stabilisierung und wirtschaftlicher Öffnung an Bedeutung gewinnen, bleibe aufgrund struktureller Probleme jedoch ein signifikanter Risikofaktor. Dies erhöhe die Unsicherheit und Volatilität am Aktienmarkt.
Der US-Angriff auf Venezuela könne allerdings China ermuntern, härter gegen Taiwan vorzugehen, sagte Stratege Jürgen Molnar vom Broker RoboMarkets. «Wenn China Taiwan angreift, ist das meiner Meinung nach schlimmer als der Krieg Russlands gegen die Ukraine. In diesem Szenario geht es um den Pazifik, Japan würde aufrüsten - das könnte ganz erhebliche Folgen für die Weltwirtschaft haben», sagte der Experte. «Für die Aktienmärkte ist das ein Unsicherheitsherd. Die Region steht nicht heute oder morgen, aber möglicherweise in absehbarer Zeit vor einer sehr unruhigen Phase.» Der Anstieg des Dax am Montag sei in diesem Zusammenhang vor allem darauf zurückzuführen, dass viele institutionelle Investoren erst in der kommenden Woche aus der Weihnachtspause zurückkehren.
Andere Experten zeigten sich optimistischer. Sollte man nach dem Machtwechsel in Venezuela Sanktionen aufheben und die Ölvorkommen effizienter auf den Markt bringen, dürften die Energiepreise und damit die Inflation sinken, sagte etwa Analyst Jens Klatt vom Broker XTB. Dies würde der US-Notenbank Fed den Spielraum geben, den Leitzins weiter nach unten zu schrauben als bislang gedacht. «Und infolgedessen, glaube ich, reagieren Aktien jetzt vorwegnehmend auf diesen geldpolitischen Lockerungskurs.»
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06:15
Der SMI gewinnt vorbörslich 0,4 Prozent.
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05:00
Die asiatischen Aktienmärkte haben am Dienstag ihre Rekordjagd fortgesetzt und an die positiven Vorgaben der Wall Street angeknüpft. Dort hatten Kursgewinne bei Öl- und Finanzwerten dem Dow-Jones-Index zu einem Allzeithoch verholfen. Die Aktien grosser US-Ölkonzerne profitierten von der Nachricht, dass das US-Militär am Wochenende den venezolanischen Präsidenten Nicolas Maduro gefangen genommen hat. Der MSCI-Index für asiatisch-pazifische Aktien ausserhalb Japans kletterte auf ein Rekordhoch. Der japanische Topix-Index erreichte ebenfalls eine neue Bestmarke. Die Börsen in Hongkong, Festlandchina und Australien legten ebenfalls zu, während der südkoreanische Kospi leicht von seinem am Montag erreichten Rekordhoch nachgab.
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04:00
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03:00
Die Ölpreise gaben leicht nach. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent verbilligte sich um 19 Cent auf 61,57 Dollar. Das US-Öl WTI notierte 22 Cent schwächer bei 58,10 Dollar. Der Goldpreis notierte unverändert bei rund 4.449 Dollar je Feinunze. Kupfer erreichte wegen Sorgen über Lieferengpässe nach einem Streik in einer chilenischen Mine ein Rekordhoch.
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02:00
Am zweiten Handelstag des neuen Börsenjahres haben Investoren an den US-Aktienmärkten vor allem auf Ölwerte gesetzt. Am Montag profitierten die Aktien der Öl- und Gasindustrie von der Aussicht auf gute Geschäfte in und mit Venezuela in der Zukunft.
Der Leitindex Dow Jones liess derweil die Höchstmarke von Mitte Dezember hinter sich und erreichte ein weiteres Rekordhoch. Zur Schlussglocke betrug der Aufschlag 1,23 Prozent auf 48.977,18 Punkte. Damit rückt die runde Marke von 50.000 Zählern in unmittelbare Reichweite.
Der Angriff der USA auf Venezuela sorgte an den US-Märkten ebenso wenig für Verunsicherung wie an anderen Börsen weltweit. Die USA hatten am Wochenende eine Reihe von Zielen in Venezuela angegriffen und den autoritären Präsidenten Nicolás Maduro gefangen genommen. Dieser erklärte sich unterdessen vor einem New Yorker Gericht für nicht schuldig. Das Vorgehen hat weltweit auch für Kritik gesorgt, vor allem von den Grossmächten Russland und China.
Der Nasdaq 100 profitierte wie schon im vergangenen Jahr von den Erwartungen rund um die Künstliche Intelligenz. Der von Tech-Schwergewichten dominierte Index legte um 0,77 Prozent auf 25.401,32 Punkte zu. Der marktbreite S&P 500 gewann 0,64 Prozent auf 6.902,05 Punkte. Diesen beiden Indizes blieben aber weitere Rekordmarken versagt.
Die Papiere von Chevron stiegen um gut 5 Prozent. Chevron ist das einzige grosse US-Ölunternehmen, das derzeit in Venezuela vertreten ist. Deshalb werden dem Öl-Multi besonders gute Chancen eingeräumt, vom riesigen Potenzial in dem Land zu profitieren. Venezuela verfügt Experten zufolge mit etwa 300 Milliarden Barrel über die grössten Erdölreserven weltweit.
Für die Anteilsscheine des Ölkonzerns ConocoPhillips ging es um 2,6 Prozent nach oben und Exxon Mobil gewannen 2,2 Prozent. Die Papiere des Ölfeldausrüsters Baker Hughes stiegen um gut 4 Prozent. Halliburton gewannen fast 8 Prozent und SLB (vormals Schlumberger ) 9 Prozent.
Im Investorenfokus standen unverändert Aktien von Halbleiterherstellern und Ausrüstern der Chip-Branche, die vom anhaltenden Optimismus in puncto Künstliche Intelligenz profitieren. Die Aktien von Applied Materials , Lam Research , ON Semiconductor und KLA gewannen zwischen 3,5 und gut 6 Prozent.
Der militärische Angriff auf Ziele in Venezuela zog auch in der Rüstungsbranche Käufe nach sich. So schnellten die Aktien des Drohnenherstellers Aerovironment um gut 16 Prozent nach oben. Lockheed Martin verteuerten sich um 2,9 Prozent und Northrop Grunman um 4,4 Prozent.
(cash/AWP/Reuters)

