Zum aktuellen Geschehen im Dow Jones geht es hier.

17:35

Die Schweizer Börse hat am Donnerstag auch dank eines Kurssprungs von ABB kräftig zugelegt. Das über den Erwartungen liegende Quartalsergebnis des Elektrotechnikkonzerns weckte bei den Anlegern die Hoffnung auf einen guten Geschäftsverlauf auch bei anderen Schweizer Unternehmen. Der Standardwerteindex SMI stieg zum Handelsschluss um 0,7 Prozent auf 11'201 Punkte.

Die ABB-Aktien setzten sich mit einem Kursplus von 3,4 Prozent an die Spitze der Bluechips. Der Konzern sieht sich trotz eines schwächelnden China-Geschäfts auf Kurs zu mehr Umsatz und operativem Gewinn im laufenden Jahr. Im zweiten Quartal wuchsen Verkaufserlöse und Gewinn stärker als von Analysten erwartet. Gefragt waren auch die beiden Pharmaschwergewichte Novartis und Roche mit 2,3 und 1,0 Prozent Kursaufschlag. Ans Ende des SMI rutsche Givaudan. Der Aromen- und Dufthersteller hinkte im ersten Halbjahr trotz Preiserhöhungen seinem Wachstumsziel hinterher. Die Aktien gaben 1,7 Prozent nach.

Am breiten Markt stiegen die Anteile von SoftwareOne um 3,9 Prozent auf 18,87 Franken. Der Finanzinvestor Bain Capital hat seine Übernahmeofferte für den Informatik-Dienstleister nachgebessert und will nun zwischen 19,50 und 20,50 Franken je Aktie zahlen.

Zum ausführlichen Bericht geht es hier.

+++

16:05

Enttäuschende Geschäftszahlen von Tesla und Netflix haben die Kauflaune der US-Anleger am Donnerstag gebremst. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte eröffnete 0,4 Prozent fester bei 35'220 Punkten. Der breiter gefasste S&P 500 verlor dagegen 0,1 Prozent auf 4562 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq notierte 0,5 Prozent schwächer bei 14'292 Punkte. Auch Konjunktursorgen lasten auf den Kursen. "Ob die US-Wirtschaft eine Rezession vermeiden kann, ist für die Märkte entscheidend", sagte Ulrich Stephan, Chefanlagestratege bei der Deutschen Bank.

Mit einem Minus von 4,5 Prozent gehörten die Tesla-Aktien zu den Verlierern. Der Chef des Elektroautobauers Elon Musk signalisierte weitere Preissenkungen. "Die Märkte hatten gehofft, dass der grösste Teil der Preissenkungen schon durch ist und dass sich die Gewinnmargen in der zweiten Jahreshälfte verbessern, aber das steht jetzt in Zweifel", sagte Joshua Warner, Marktanalyst bei City Index. Die Netflix-Papiere gaben sieben Prozent nach. "Die Netflix-Aktie wurde historisch von Stimmungen und Erzählungen getrieben und weniger von den Fundamentaldaten, aber für alle, die Wert auf Zahlen und Daten legen, ist klar: Netflix ist stark überbewertet und ein sehr riskantes Investment", sagte David Trainer, Chef des Finanzdienstleisters New Constructs.

Um 2,1 Prozent aufwärts ging es dagegen für die Aktien des Pharmakonzerns Johnson & Johnson. Der Pharmakonzern hob angesichts der starken Nachfrage nach Krebsmedikamenten und guter Geschäfte mit Medizintechnik seine Prognose an. 

+++

15:35

Der Dow Jones startet am Donnerstag mit einem Plus von 0,3 Prozent. Hingegen geben der Nasdaq (-0,6 Prozent) und der S&P 500 (-0,2 Prozent) nach.

+++

13:35

Die Futures auf dem Dow Jones steigen 0,12 Prozent. Der Index hat am Mittwoch den achten Handelstag in Folge Gewinne verbucht. Es ist seine längste Rally-Strecke seit Jahren.

Die Futures auf dem Nasdaq fallen 0,7 Prozent.

+++

11:35

Der SMI gewinnt 0,26 Prozent auf 11'148,64 Punkte.

Nach einem etwas leichteren Start ist der Leitindex im weiteren Verlauf nun moderat ins Plus gedreht. Börsianer sprechen von einem volatilen Handel bei stark ausgedünnten Umsätzen. In diesen Ferien-Phasen neigen die Finanzmärkte zu einer erhöhten Volatilität, da es angesichts der wenigen Marktteilnehmer oft nicht viel brauche, um für Bewegung zu sorgen, heisst es am Markt.

Zudem gebe es derzeit eine gewisse Diskrepanz zwischen den Hoffnungen der Börsianer und der tatsächlichen Datenlage. So wiesen zahlreiche führende Wirtschaftsindikatoren seit Monaten auf eine bevorstehende Rezession hin.

"Die vollständigen Auswirkungen der gestiegenen Leitzinsen beginnen gerade erst damit sich zu zeigen und dürften die Realwirtschaft in den kommenden Quartalen zunehmend beeinträchtigen", kommentierte ein Experte. Allerdings erweise sich die Wirtschaft bisher als recht belastbar, was wiederum die Optimisten auf den Plan rufe.

Zudem war zuletzt die Hoffnung wieder aufgekeimt, dass die Notenbanken Fed und EZB nach einer weiteren Erhöhungsrunde kommende Woche ein Ende des Erhöhungszyklus in Aussicht stellen werden. Nach einem schwachen Start haben sie im Verlauf eine 180-Grad-Drehung vollzogen.

Das SMI-Gewinnerfeld wird mittlerweile von den ABB-Aktien (+2,8%) angeführt. Der Industriekonzern hat mit einem leicht besser als erwartet ausgefallenen Zahlenset für das zweite Quartal positiv überrascht. Die Anfangs- Verluste dürften vor allem Gewinnmitnahmen geschuldet gewesen sein, nachdem die Papiere seit März recht stetig nach oben gelaufen waren.

Mit Geberit, Holcim und Sika sind weitere konjunktursensible Titel gefragt. Ihre Avancen reichen von +1,9 bis +0,5 Prozent. Geberit erhält zusätzlichen Schub von Goldman Sachs, die den Titel neu zum Kauf empfehlen. Holcim folgen dann in einer Woche mit Zahlen. Bei Sika und Geberit müssen sich die Investoren bis August gedulden.

Insgesamt freundlich präsentieren sich auch die Versicherungsaktien. Für Zurich, Swiss Re und Swiss Life geht es um bis zu 1,0 Prozent aufwärts. Auch Julius Bär, Partners Group und die UBS halten sich mit Aufschlägen von bis zu 0,7 Prozent im Plus.

Derweil sorgt eine generelle Schwäche im Technologiesektor bei AMS Osram und VAT für frühe Abgaben von jeweils annähernd 3 Prozent. Als Belastungsfaktoren werden die Gewinnwarnung von TSMC (Taiwan Semiconductor Manufacturing Company) sowie die Enttäuschung über die nachbörslichen Netflix- Zahlen ins Felde geführt.

Die beiden Uhrenhersteller Richemont (-1,5%) und Swatch (-1,1%) setzen ihre Kursschwäche vom Vortag fort. Sie können nicht von den starken Uhren- Exportdaten profitieren. Aus den Depots werden zudem Givaudan (-1,1%) nach Zahlen gekippt. Der Aromen- und Duftstoffhersteller setzte im ersten Halbjahr 2023 erwartungsgemäss weniger um, und auch die operative Profitabilität fiel schwächer aus.

Das eigentliche Nachrichtenaufkommen findet aber in den hinteren Reihen statt. Unternehmen wie Medmix (-12,4%), Cembra (-7,8%) oder auch Georg Fischer (-4,6%) sorgen mit den vorgelegten Zahlen für besonders negative Kursreaktionen. So hat das Industrieunternehmen Medmix Investoren mit einer Gewinnwarnung verschreckt.

Auch bei Arbonia, Zehnder, Leonteq und Rieter fallen die Kursreaktionen auf die Zahlenvorlage negativ aus. Die Abgaben reichen von 4,4 bis 1,4 Prozent. Lediglich Mikron (+3,4) gewinnen nach ihrem Zahlenset hinzu.

10:50

 

Die Aktien von Geberit steigen bis 2,2 Prozent auf 484,50 Franken. Die US-Investmentbank Goldman Sachs hat Geberit von "Neutral" auf "Buy" hochgestuft und das Kursziel von 451 auf 548 Franken angehoben. Die Aktie des Sanitärbedarf-Herstellers gehöre bislang in diesem Jahr zu den schwächeren Branchenwerten angesichts der hohen Abhängigkeit vom Wohnungsbau, schrieb Analystin Daniela Costa in einer am Donnerstag vorliegenden Studie.

Doch in diesem Bereich zeichne sich der Tiefpunkt ab. So ergebe sich eine gute Gelegenheit für Anleger, in ein Branchenunternehmen von höchster Qualität zu investieren.

+++

10:45

Der erste Gewinnrückgang seit vier Jahren bei TSMC trübt die Stimmung in der Chipbranche. Am deutschen Aktienmarkt verlieren Infineon, Aixtron und Elmos Semiconductor zwischen 2,3 und 5,3 Prozent. Der europäische Technologie-Index gibt 2,5 Prozent nach. Die Chipwerte seien zuletzt ohnehin schon schwach gewesen, sagt ein Händler. Da helfe der Gewinnrückgang bei TSMC vermutlich nicht gerade.

+++

10:30

Die Aktien von ABB stehen nun 1,3 Prozent höher.

+++

09:45

Der SMI verliert 0,22 Prozent auf 11'095,27 Punkte. 

Entsprechend geht es für den Schweizer Leitindex SMI denn auch erst einmal moderat abwärts. Die vorgelegten Zahlen würden ein eher gemischtes Bild abliefern, heisst es im Handel. Zudem sei der Handel mittlerweile ferienbedingt klar ausgedünnt. Daher sei auch davon auszugehen, dass sich die aktuelle Seitwärtsbewegung erst einmal fortsetze.

"Übergeordnete Kurstreiber für den Gesamtmarkt dürfte es erst mit der Fed-Zinssitzung in der kommenden Woche geben", heisst es in einem aktuellen Kommentar. Obwohl der Markt zuletzt etwas zuversichtlicher wurde, was die Risiken einer möglichen Rezession betrifft, war auch die Hoffnung gestiegen, dass Fed und EZB in der kommenden Woche ein Ende des jüngsten Erhöhungszyklus in Aussicht stellen wird. Leicht negativ wird derweil die chinesische Notenbank gesehen, die trotz der schwachen Wirtschaftsdaten die Zinsen nicht gesenkt hat.

Eine generelle Schwäche im Technologiesektor sorgt bei AMS Osram und VAT für frühe Abgaben von jeweils mehr als 2 Prozent. Aus den Depots werden zudem Givaudan (-1,8%) nach Zahlen gekippt. Der Aromen- und Duftstoffhersteller hat im ersten Halbjahr 2023 erwartungsgemäss weniger umgesetzt und auch die operative Profitabilität fiel schwächer aus.

Der Industriekonzern ABB (-0,3%) kommt nach Zahlen ebenfalls leicht zurück. Hier werden Gewinnmitnahmen als Grund zu Felde geführt, denn die Gruppe ist im zweiten Quartal 2023 deutlich gewachsen und hat den Gewinn klar gesteigert. Auch die Prognosen hat ABB erneut erhöht.

Beim Sanitärtechniker Geberit (+1,5%) wirkt eine neu ausgesprochene Kaufempfehlung durch Goldman Sachs kurstreibend.

Das eigentliche Nachrichtenaufkommen findet aber in den hinteren Reihen statt. Nach Zahlen gewinnen nur Mikron (+1,3%) und Rieter (+0,1%) hinzu. Medmix, Arbonia, Georg Fischer, Leonteq, Cembra, Zehnder, Bossard und die BLKB geben nach Zahlen zwischen 12 und 0,7 Prozent nach.

+++

09:10

Der SMI fällt 0,2 Prozent.

Der Industriekonzern ABB ist im zweiten Quartal 2023 deutlich gewachsen und hat den Gewinn klar gesteigert. Mit einer hohen Auslastung stieg die Profitabilität deutlich, weshalb der Konzern seine Prognosen erneut erhöht. Analysten reagieren zunächst positiv auf das Zahlenset. Dennoch fällt die Aktie 0,9 Prozent.

Beim Sanitärtechniker Geberit wirkt eine neu ausgesprochene Kaufempfehlung durch Goldman Sachs kurstreibend. Die Aktie steigt 0,9 Prozent.

SMI-Schlusslicht sind die Anteilsscheine vom Aromen- und Duftstoffhersteller Givaudan (minus 2,4 Prozent). Dieser hat im ersten Halbjahr 2023 erwartungsgemäss weniger umgesetzt. Auch die operative Profitabilität fiel trotz erhöhter Preise schwächer aus als noch vor einem Jahr.

Das eigentliche Nachrichtenaufkommen findet aber in den hinteren Reihen statt. So hat Bossard (-1,7 Prozent) im ersten Semester 2023 die wirtschaftliche Abkühlung in Europa und Asien wie auch die Frankenstärke zu spüren bekommen. Umsatz und Gewinn waren rückläufig.

Und auch der Industriekonzern Georg Fischer (minus 5 Prozent) spürt das anspruchsvolle Umfeld.

+++

08:10

Der SMI notiert bei Julius Bär vorbörslich unverändert. Am Mittwoch hatte er 0,15 Prozent höher geschlossen.

ABB steigen 0,9 Prozent nach Halbjahreszahlen. Geberit legen 1,9 Prozent zu. Die restlichen 18 SMI-Titel sinken vorbörslich leicht.

Am breiten Markt fallen Bossard und Rieter nach Halbjahreszahlen je rund 1,7 Prozent.

+++

07:30

Neue Kursziele für Schweizer Aktien:

SFS: Julius Bär senkt auf 112 (125) Fr. - Hold

Polypeptide: Credit Suisse senkt auf 16 (18) Fr. - Neutral

Alcon: Julius Bär erhöht auf 90 (77) Fr. - Buy

Geberit: Goldman Sachs erhöht auf Buy (Neutral) - Ziel 548 (451) Fr.

Meyer Burger: Goldman Sachs erhöht auf 0,91 (0,90) Fr. - Buy

Bachem: Morgan Stanley hat Coverage mit Untergewichten aufgenommen - Kursziel 65 Fr.

+++

06:30

Der SMI notiert bei der IG Bank unverändert. Am Mittwoch hatte er 0,15 Prozent höher geschlossen. Hierzulande stehen zahlreiche Unternehmenszahlen auf der Agenda; es ist der am reichlichsten befrachtete Tag der Woche.

+++

06:15

Die Börse in Shanghai lag 0,2 Prozent im Minus. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzhen verlor 0,1 Prozent.

Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index lag im Verlauf 1,1 Prozent tiefer bei 32.522 Punkten. Der breiter gefasste Topix-Index sank um 0,6 Prozent und lag bei 2266 Punkten.

Die Märkte in Asien rutschen am Donnerstag nach dem Zinsentscheid der chinesischen Notenbank in Minus. Die Zentralbank ließ wie erwartet ihre Schlüsselsätze unverändert. Nach den schwachen Wirtschaftsdaten der vergangenen Woche warteten die Anleger auf geldpolitische Anreize, um die stotternde Erholung des Landes nach der Pandemie in Gang zu bringen.

Die Börsianer scheinen sich der nächsten Schritte der US-Notenbank sicherer zu sein: Sie erwarten eine letzte Zinserhöhung um 25 Basispunkte. "Mit der wachsenden Zuversicht der Anleger, dass der Höhepunkt der Inflation endgültig hinter uns liegt, wächst auch die Erwartung, dass der derzeitige Zinserhöhungszyklus der US-Notenbank nach der Sitzung in der nächsten Woche endlich beendet sein wird", sagte Saira Malik von Nuveen.

+++

06:00

Im asiatischen Devisenhandel verlor der Dollar 0,3 Prozent auf 139,22 Yen und gab 0,7 Prozent auf 7,1757 Yuan nach. Zur Schweizer Währung notierte er 0,3 Prozent niedriger bei 0,8562 Franken. Parallel dazu stieg der Euro um 0,2 Prozent auf 1,1223 Dollar und notierte kaum verändert bei 0,9611 Franken. Das Pfund Sterling gewann 0,1 Prozent auf 1,2949 Dollar.

+++

01:00

Der bekannteste Wall-Street-Index Dow Jones Industrial hat am Mittwoch den achten Handelstag in Folge Gewinne verbucht. Es ist seine längste Rally-Strecke seit Jahren. Gleich zum Handelsstart übersprang er die Marke von 35000 Punkten und erreichte ein weiteres 15-Monats-Hoch.

Insgesamt herrscht derzeit allgemein Optimismus, was die Risiken für eine mögliche Rezession in der weltgrössten Volkswirtschaft betrifft. Zudem erwarten die meisten Marktakteure, dass die US-Notenbank nur noch einen Zinsschritt gehen wird, und zwar in der kommenden Woche, und dass dann der Zinserhöhungszyklus beendet wird.

Mit einem Plus von 0,31 Prozent auf 35 061,21 Punkten beendete der Dow den Tag. Der S&P 500 stieg um 0,24 Prozent auf 4565,72 Zähler, während der Nasdaq 100 um 0,09 Prozent auf 15 826,35 Zähler nachgab.

Am US-Anleihemarkt ging es für die Renditen zugleich weiter abwärts, nachdem sie bereits in den vergangenen Tagen nachgegeben hatten. Zuletzt stieg der Terminkontrakt für zehnjährige Anleihen (T-Note-Future) um 0,19 Prozent auf 112,97 Punkte. Für die Rendite zehnjähriger US-Anleihen ging es auf 3,747 Prozent und damit auf den tiefsten Stand seit Ende Juni.

Zum einen dürfte die überraschend stark abgeschwächte Inflation in Grossbritannien als ein Auslöser gelten, denn rückläufige Inflationsraten untermauern Hoffnungen, dass damit der Druck auf die Notenbanken nachlässt, noch weiter an der Zinsschraube zu drehen.

Aktuelle US-Konjunkturdaten lieferten andererseits Hinweise, dass die Zinsanhebungen Wirkung zeigen: Die Bautätigkeit in den USA entwickelte sich im Juni schwach, allerdings nach einem sehr starken Vormonat. Zuletzt hat sich die Lage auf dem Immobilienmarkt wegen rückläufiger Hypothekenzinsen etwas entspannt, die kräftig gestiegenen Zinsen stellen aber weiterhin eine hohe Belastung für den Häusermarkt dar.

Unter den Einzelwerten stachen Goldman Sachs nach Quartalszahlen mit einer ausgeprägten Berg- und Talfahrt hervor. Letztlich stieg die Aktie um 1,0 Prozent. Die Einnahmen der Bank im Geschäft mit festverzinslichen Wertpapieren waren zwar hinter den Erwartungen zurückgeblieben, doch insgesamt sei das Quartal besser ausgefallen als gedacht, schrieb etwa RBC-Analyst Gerard Cassidy. Unter Ausklammerung der negativen Einmaleffekte sei das Ergebnis je Aktie im Kerngeschäft deutlich höher als vom ihm und dem Analystendurchschnitt erwartet.

Leicht aufwärts ging für Netflix , während IBM minimal im Plus schlossen und Tesla nachgaben. Alle drei präsentierten ihre Quartalsberichte nach Börsenschluss.

Die Apple-Aktie sprang nach Gerüchten über die Entwicklung eines Konkurrenz-Systems für ChatGPT und andere KI-Chatrobots auf ein Rekordhoch von etwas unter 200 Dollar und legte letztlich um 0,7 Prozent zu. Die Software werde intern von einigen Apple-Mitarbeitern getestet, schrieb die Nachrichtenagentur Bloomberg. ChatGPT sorgt seit Ende vergangenen Jahres für Aufsehen, weil der Chatbot auf dem sprachlichen Niveau eines Menschen kommunizieren kann. Die Software des Start-ups OpenAI wurde dafür mit einer gewaltigen Menge an Daten trainiert.

Tags zuvor hatte die Microsoft-Aktie ein Rekordhoch erreicht, nachdem der Software-Gigant Preise für die gewerbliche Nutzung des durch Künstliche Intelligenz (KI) unterstützten Tools Microsoft 365 Copilot bekannt gegeben hatte. Zur Wochenmitte allerdings wurde ein Teil der Gewinne wieder mitgenommen. Der Anteilschein gab um 1,2 Prozent nach.

Telekomaktien erholten sich nach den jüngst kräftigen Verlusten wegen Sorgen über Bleibelastungen bei Verkabelungen, Umweltschäden und mögliche kostspielige Rechtsstreitigkeiten. Der Telekomkonzern AT&T hatte mitgeteilt, dass weniger als zehn Prozent seiner Kabel mit Blei ummantelt seien. Das sorgte für Beruhigung am Markt.

AT&T stiegen als Spitzenwert im S&P 100 um 8,5 Prozent, während Verizon an der Dow-Spitze um 5,3 Prozent zulegten. Telephone & Data Systems erholten sich um 6,8 Prozent und Frontier Communications sprangen um etwas mehr als 26 Prozent nach oben.

Mit plus 2,3 Prozent profitierten ausserdem Cisco davon, dass JPMorgan empfiehlt, die Aktien des Netzwerkausrüsters im Portfolio überzugewichten.

(cash/Bloomberg/Reuters/AWP)