11:45

Der Schweizer Aktienmarkt notiert am Dienstag gegen Mittag knapp im Minus. Halt geben dem Leitindex vor allem defensive Schwergewichte. Für Gegenwind sorgen dagegen die anhaltende Schwäche im Technologiesektor sowie wieder steigende Ölpreise.

Der Leitindex SMI steht um 0,1 Prozent niedriger bei 14'794 Punkten. Der weniger von den Schwergewichten geprägte Mid-Cap-Index SMIM gibt um 0,2 Prozent auf 3224,2 Punkte nach, der SPI notiert mit -0,1 Prozent auf 20'858 Punkte leicht im Minus.

Gestützt wird der SMI vor allem von Novartis (+0,8 Prozent), aber auch die Schwergewichte Roche (+0,1 Prozent) notieren etwas fester. Die defensiven Versicherungswerte Swiss Re, Zurich und Swiss Life halten sich ebenfalls im Plus. Nestlé (-0,1 Prozent) liegen leicht im Verlust.

Am deutlichsten unter Druck stehen derweil Geberit (-3,1 Prozent) nach Quartalszahlen. Analysten werten diese zwar als solide, nach dem starken Lauf der vergangenen Wochen kommt es jedoch zu Gewinnmitnahmen. Mit Sika (-1,2 Prozent) notiert auch ein weiterer Bauwert klar tiefer.

Galderma (-1,6 Prozent) wiederum werden vom überraschenden Abgang des Finanzchefs belastet, der am Montagabend bekannt geworden war. Lonza (-0,1 Prozent) reagieren dagegen kaum auf den angekündigten Ausbau des US-Geschäfts.

Auch in der zweiten Reihe sind defensive Werte gefragt. Swisscom und Galenica (je +1,2 Prozent) zählen zu den stärkeren Titeln. Technologiewerte tun sich dagegen weiterhin schwer. Im Halbleiterbereich stehen etwa VAT (-0,7 Prozent) und AMS Osram (-3,2 Prozent) unter Druck. Bereits in der Vorwoche hatte die nachlassende KI-Euphorie Gewinnmitnahmen ausgelöst.

Nach Zahlen geraten Clariant (-1,3 Prozent) ebenfalls unter Druck. Das Unternehmen schnitt beim Umsatz zwar etwas besser als erwartet ab, die Margenentwicklung blieb jedoch hinter den Prognosen zurück. Auch Bajaj Mobility (-6,4 Prozent) werden verkauft. Seit Jahresbeginn steht bei den Titeln allerdings weiterhin ein Kursplus von rund 150 Prozent zu Buche.

Einen Kurssprung vollführen dagegen Burckhardt Compression (+14,5 Prozent). Der Industriekonzern verzeichnete im ersten Halbjahr 2026/27 einen stärker als erwarteten Auftragseingang und bestätigte die Ziele für das Gesamtjahr.

Ebenfalls weit oben auf den Einkaufszetteln stehen einige Titel, die zuletzt deutlich unter Druck gestanden hatten. Arbonia (+2,8 Prozent), Aryzta (+0,4 Prozent), Cembra (+1,7 Prozent) und Rieter (+3,5 Prozent) holen einen Teil ihrer jüngsten Verluste wieder auf.

Basilea (+3,6 Prozent) profitieren von einer Meilensteinzahlung für das Antimykotikum Cresemba. Derweil geben Sonova (-2,3 Prozent) nach einer Abstufung durch UBS auf «Neutral» klar nach. Auch DSM-Firmenich (-1,7 Prozent) gehören im Vorfeld der Quartalszahlen zu den Verlierern.

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10:34

Der Swiss Market Index (SMI) kann die anfänglichen Kursverluste aufholen und notiert unverändert. Novartis führen das Tableau mit einem Kursgewinn von 1,0 Prozent an. Roche stehen 0,2 Prozent höher nach anfänglichen Abgaben von 0,3 Prozent. 

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09:47

Der Schweizer Aktienmarkt ist am Dienstag schwächer in den Handel gestartet. Belastend wirkt vor allem die angespannte Lage im Nahen Osten sowie die anhaltende Schwäche im Technologiesektor. Etwas Halt geben dem SMI dagegen defensive Schwergewichte.

Der SMI verliert gegen 09.40 Uhr 0,44 Prozent auf 14'736,63 Punkte. Der Mid-Cap-Index SMIM büsst 0,67 Prozent auf 3209,41 Zähler ein, der breite SPI gibt 0,33 Prozent auf 20'798,86 Punkte nach. Auch an den übrigen europäischen Aktienmärkten zeigt sich ein ähnliches Bild.

Gestützt wird der Leitindex von den Schwergewichten Novartis und Nestlé. Daneben halten sich auch die defensiven Versicherungswerte Swiss Re, Zurich und Swiss Life knapp im Plus.

Am deutlichsten unter Druck stehen Geberit (-4,6 Prozent) nach den Quartalszahlen. Mit Sika (-1,7 Prozent) steht auch ein weiterer Bauwert klar tiefer.

Galderma (-1,7 Prozent) werden derweil vom überraschenden Abgang des Finanzchefs belastet, der am Montagabend bekannt geworden war. Schwach präsentieren sich auch Technologiewerte wie ABB (-0,9 Prozent) und Logitech (-1,5 Prozent). Noch stärker trifft es die Halbleiterwerte: VAT, Inficon und Comet büssen zwischen 3 und 5 Prozent ein.

In den hinteren Reihen stehen Clariant (-4,8 Prozent) nach Zahlen deutlich unter Druck. Das Unternehmen schnitt beim Umsatz zwar etwas besser als erwartet ab, die Margenentwicklung blieb jedoch hinter den Prognosen zurück.

Deutlich positiv überraschten dagegen Burckhardt Compression (+9,5 Prozent). Der Industriekonzern verzeichnete im ersten Halbjahr 2026/27 einen stärker als erwarteten Auftragseingang und bestätigte die Ziele für das Gesamtjahr.

Basilea (+1,9 Prozent) profitieren von einer Meilensteinzahlung für das Antimykotikum Cresemba. Sonova (-3,2 Prozent) geben derweil nach einer Abstufung durch UBS auf «Neutral» klar nach. Swissquote (-1,2 Prozent) dürften laut Marktbeobachtern unter der Schwäche am Kryptomarkt im Nachgang des Binance-Hacks leiden.

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09:35

Vor den Kongresswahlen in den USA ist der Dax am Dienstag im Minus gestartet. Der deutsche Leitindex ‌verlor ⁠1,1 Prozent auf 25.704 Punkte. Für den Dax zeichne sich ein ⁠schwankungsanfälliger Handel ab, prognostizierte Andreas Lipkow von CMC Markets. Der Ausgang der Wahlen könnte ‌die politischen Kräfteverhältnisse im Kongress verändern und damit ‌auch die wirtschaftspolitischen Handlungsspielräume der ​US-Regierung beeinflussen, erklärte der Experte.

Für ​deutliche Kursausschläge sorgte aber auch die Veröffentlichung zahlreicher Bilanzen. ​Die Aktien von Bayer setzten sich ​mit einem Plus von bis zu 6,4 Prozent an die Dax-Spitze. Ein starkes ‌Pharmageschäft hat dem Konzern im dritten Quartal überraschend viel Rückenwind verliehen. Der Vorstand hob die Jahresziele für den operativen Gewinn und den Barmittelzufluss an. ​Auf ​der Verliererseite rückte Zalando in ⁠den Fokus. Trotz einer Steigerung von Umsatz und ​Gewinn gaben die ⁠Aktien knapp vier Prozent nach.

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09:05

Der Swiss Market Index (SMI) eröffnet mit einem Verlust von 0,3 Prozent. Geberit führt die Verliererliste mit einem Abschlag von 2,4 Prozent an, gefolgt von Logitech (-2,0 Prozent) und ABB (-1,9 Prozent). Auf der anderen Seite legen die zwei Schwergewichte Novartis (+0,8 Prozent) und Nestlé (+0,3 Prozent) zu. Die ebenfalls defensiven Werte Swiss Re und Zurich Insurance legen je 0,2 Prozent zu. 

Bei den Small und Mid Caps hinterlassen die schwachen Vorgaben aus Übersee bei den KI-bezogenen Titeln Spuren. VAT verlieren in der Eröffnung 6,5 Prozent und Belimo 3,2 Prozent. 

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08:55

Neue Kursziele und Rating für Schweizer Aktien: 

Adecco: BNP Paribas hält an Rating Outperform fest, senkt aber das Kursziel auf 28,00 von 29,00 Fr. 

AMS Osram: Research Partners stuft das Rating auf Halten von Verkaufen hoch und hebt das Kursziel auf 18,60 von 12,35 Fr. an.

Avolta: Research Partners erhöht das Kursziel auf 53 von 51 Fr. und hält an Rating Halten fest. 

Kühne + Nagel: Research Partners erhöht das Kursziel auf 260 von 227 Fr. und hält an Einstufung Halten fest. 

Montana Aerospace: UBS senkt das Kursziel auf 29 von 30 Fr., bestätigt Rating Buy.

Novartis: Julius Bär erhöht das Kursziel auf 135 von 130 Fr., belässt Einstufung auf Hold.

Oerlikon: Julius Bär erhöht das Kursziel auf 5,40 von 5,00 Fr. mit Rating Hold.

Richemont: Oddo BHF bestätigt Einstufung Outperform, senkt aber das Kursziel auf 197 von 216 Fr. 

Sonova: UBS senkt das Rating auf Neutral von Buy, erhöht aber das Kursziel auf 293 von 273 Fr.

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08:08

Der Swiss Market Index (SMI) wird bei der Bank Julius Bär 0,56 Prozent tiefer gehandelt und baut damit die vorbörslichen Verluste aus. 18 von 20 SMI-Titeln stehen tiefer, einzig Novartis und Roche liegen leicht im Plus. 

Geberit verlieren nach Zahlen 2,7 Prozent, Galderma nach Personalwechsel 2,4 Prozent. Ebenfalls grössere Einbussen gibt es bei Logitech (2,0 Prozent), ABB (-1,3 Prozent) und UBS (-1,3 Prozent) nach Vorlagen aus Übersee. 

Bei den Mid Caps ziehen Burckhardt Compression um 3,9 Prozent nach überzeugenden Quartalszahlen an. Basilea sind nach Meilensteinzahlung ebenfalls gefragt mit einem Plus von 1,6 Prozent. Am Ende der Tabelle finden sich am Schluss Clariant (-4,1 Prozent) nach enttäuschenden Zahlen wieder. Die Halbleiter-nahen Werte werden von der ausbleibenden Kurserholung an der Nasdaq runtergezogen. AMS Osram verlieren 3,4 Prozent, Comet 2,9 Prozent, VAT 2,9 Prozent sowie Huber+Suhner und Inficon 2,8 Prozent.

Eine Ratingherunterstufung von der UBS lastet auf den Valoren von Sonova (-2,5 Prozent). 

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07:24

Der Dax wird am Dienstag der Kursentwicklung an den Terminmärkten zufolge niedriger in den Handel starten. ‌Am ⁠Montag hatte der deutsche Leitindex 0,6 Prozent höher bei 25'981,09 ⁠Punkten geschlossen. Für steigende Kurse an den Börsen in Europa sorgte ein ‌starker Rückgang beim Ölpreis. Die Aussicht auf ‌die US-Zwischenwahlen am Dienstag stimmte die ​Anleger jedoch vorsichtig. Die wichtigsten US-Indizes schlossen uneinheitlich. Im Tagesverlauf wird in den USA ein neuer Kongress gewählt. Erste Ergebnisse der «Midterms» gibt es in der Nacht zu Mittwoch (MEZ). 

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06:25

Der Swiss Market Index (SMI) wird bei der IG Bank 0,2 Prozent tiefer indiziert. Am Dienstag stehen die Quartalsergebnisse von Burckhardt, Clariant, Bajaj Mobility und Geberit an. Ferner stehen die mit Spannung erwarteten Teuerungszahlen in der Schweiz an. 

An den US-Börsen vermochten Apple nachbörslich trotz Rekordumsätzen und einem Gewinn pro Aktie über den Erwartungen keine Impulse zu setzen. Der Titel verlor rund 4,0 Prozent. Analysten hatten sich gerade beim Chinageschäft mehr erhofft. 

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06:13

Die Anleger in Asien halten sich vor den US-Zwischenwahlen am Dienstag zurück. Der breit gefasste MSCI-Index für asiatische Aktien ausserhalb Japans verlor 0,9 Prozent, angeführt von einem Rückgang von bis zu 3,8 Prozent an der Börse in Südkorea. Die japanischen Märkte ‌waren wegen ⁠eines Feiertags geschlossen. «Der Dienstag ist nicht mehr als der Tag vor einem viel wichtigeren Tag», schrieben die Analysten der ING in einer Notiz. ⁠Bis Mittwoch werde der Markt eine Orientierungshilfe für die Auswirkungen der Zwischenwahlen haben.

In Seoul drückt ein Ausverkauf von Technologiewerten an der Wall Street die Kurse. Der Leitindex Kospi ‌verlor 2,72 Prozent auf 5699,97 Punkte. Die Aktien des Chip-Herstellers Samsung Electronics fielen um 3,17 Prozent, ‌die des Konkurrenten SK Hynix um 4,14 Prozent. Unter den weiteren Schwergewichten ​gaben die Papiere des Batterieherstellers LG Energy Solution um 3,51 Prozent nach, während Hyundai Motor und die Schwesterfirma Kia 3,57 Prozent beziehungsweise 1,25 Prozent verloren.

Vorsicht herrscht auch an den chinesischen Börsen. Der Leitindex verlor 0,7 Prozent auf 3612,09 Stellen. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzhen blieb fast unverändert bei 4013,89 Punkten. Die chinesischen Aufsichtsbehörden hatten am Montag eine Reihe von Massnahmen zur Stabilisierung der Kapitalmärkte angekündigt, darunter Swap-Geschäfte ‌und eine verbesserte Kreditfazilität für Aktienrückkäufe durch börsennotierte Unternehmen. «Diese Massnahmen blieben hinter den Erwartungen zurück», sagte Chen Jiande, Fondsmanager bei Fujian Tianlang Asset Management Co. «Viele Anleger in den gebeutelten Tech-Aktien nutzen jede Erholung, um auszusteigen.»

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06:09

Chinas Zentralbank (PBOC) hebt den Mindestreservesatz für Fremdwährungseinlagen an. Der Satz für Finanzinstitute werde zum 15. November ​von vier auf sechs Prozent erhöht, teilte die People's Bank of China am Dienstag mit. Die Ankündigung ​schickte den Yuan auf Talfahrt. Der Onshore-Yuan schwächte sich um bis zu 0,37 Prozent ​auf 6,6728 zum Dollar ab und steuerte damit auf den grössten Tagesverlust seit sechs Monaten zu. Im asiatischen Devisenhandel gewann der Dollar geringfügig auf 157,88 Yen. Zur Schweizer Währung ‌rückte er etwas auf 0,8185 Franken vor. Parallel dazu blieb der Euro fast unverändert bei 1,1187 Dollar und zog leicht auf 0,9157 Franken an.

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06:02

Die Ölpreise haben sich nach einem deutlichen Rückgang stabilisiert. Am Rohstoffmarkt stagniert die Rohöl-Sorte Brent aus der Nordsee bei 104,81 Dollar je Barrel (159 Liter). Das US-Öl ​WTI notiert ​0,2 Prozent fester bei 96,68 Dollar.

Am Montag waren die Rohölpreise um mehr ⁠als sieben Prozent gefallen, nachdem Gespräche zwischen iranischen und katarischen Regierungsvertretern Hoffnungen auf ein ​Ende des Konflikts zwischen den USA, Israel ⁠und dem Iran geweckt hatten. Das «Wall Street Journal» berichtete dann jedoch am Montagabend unter Berufung auf US-Insider, das US-Militär habe die iranische Insel Keschm ‌angegriffen.

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00:05

Der Erholungsversuch der US-Technologiebörse Nasdaq am Montag ist gescheitert. Vor den nach Handelsende anstehenden Apple-Zahlen und den Zwischenwahlen für das US-Parlament am Dienstag schloss der Auswahlindex Nasdaq 100 1,39 Prozent tiefer bei 27'989,82 Punkten. Damit erlebte er den dritten Verlusttag in Folge sowie erneut den tiefsten Stand seit Ende Juli.

Der marktbreite S&P 500 rutschte ebenfalls ins Minus und verabschiedete sich 0,51 Prozent schwächer mit 7541,40 Punkten. Lediglich der Leitindex Dow Jones Industrial behauptete ein Plus von 0,41 Prozent auf 51'983,98 Punkte.

Damit fand die Kaufbereitschaft der Anleger trotz des Ölpreis-Rutsches schnell wieder Grenzen. Zudem berichtete das KI-Unternehmen Anthropic vor seinem Börsengang, seit Jahresbeginn einen Verlust von 104 Milliarden US-Dollar gemacht zu haben.

Bei Apple zeigten sich die Investoren skeptisch: Mit einem Minus von 1,5 Prozent gab es bei dem Technologieriesen weitere Gewinnmitnahmen. Am vergangenen Donnerstag hatten die Aktien noch ihr am 23. Oktober erreichtes Rekordhoch getestet. Vor dem Wochenende hatte Apple zudem wieder seinen ärgsten Rivalen, den Chipkonzern Nvidia, im Rennen um das wertvollste Börsenunternehmen überholt. Aktuell hat Nvidia aber wieder knapp die Nase vorn - obwohl die Aktien im Zuge der Branchenschwäche ebenfalls nachgaben.

Dem Nvidia-Branchenkollegen Marvell Technology brockte der nun bestätigte Ausbau des KI-Infrastrukturgeschäfts mit der Übernahme von Lumentum einen weiteren Kursrutsch von 12,7 Prozent ein. Dabei wird für den Laserspezialisten ein Unternehmenswert inklusive Schulden von rund 115 Milliarden US-Dollar angesetzt. Der Kauf soll komplett mit Marvell-Aktien bezahlt werden. Die Lumentum-Aktien büssten am Nasdaq-100-Ende weitere knapp 19 Prozent ein. Bereits in der Vorwoche waren entsprechende Spekulationen aufgekommen.

Dass Oracle laut einer Mitteilung an die US-Börsenaufsichtsbehörde SEC für rund 10 Milliarden US-Dollar neue Aktien ausgeben will, liess die Titel um 8,8 Prozent sinken. Zudem begab Oracle Anleihen für 10 Milliarden Dollar. Der Softwarekonzern hatte vergangene Woche angekündigt, sich bis Mitte 2030 nur noch 20 Milliarden Dollar am Finanzmarkt zur Wachstumsfinanzierung beschaffen zu wollen.

Die A-Aktien von Alphabet verloren mit der allgemeinen Tech-Schwäche letztlich 0,3 Prozent. Der Google-Mutterkonzern startet Kreisen zufolge eine zweite Euro-Anleiheemission im laufenden Jahr und will damit die Investorennachfrage testen. Die Emission folgt auf die Quartalszahlen von Alphabet, die die Besorgnis über das Ausmass der KI-Investitionen verstärkt und allein vergangenen Donnerstag fast 500 Milliarden Dollar an Börsenwert vernichtet hatten.

Dagegen konnten die Anteilscheine von Inovio Pharmaceuticals ihren Wert auf einen Schlag mehr als verdreifachen. Das Biotech-Unternehmen erhielt von der US-Gesundheitsbehörde FDA eine beschleunigte Zulassung für Voceryq, eine Immuntherapie zur Behandlung von Erwachsenen mit der Atemwegserkrankung rezidivierende respiratorische Papillomatose.

Die Papiere von Estée Lauder verloren 4,1 Prozent, obwohl der Kosmetikkonzern unerwartet gute Quartalszahlen vorgelegt und die Jahresziele erhöht hatte. Die Aktien waren zuletzt allerdings gut gelaufen. Die Geschäftsaussagen seien ein weiteres Zeichen dafür, dass die Sanierungsbemühungen des Unternehmens bei den Verbrauchern Anklang fänden, hiess es am Markt.

Die Titel von Check Point Software fielen um 7 Prozent. Das Unternehmen hatte für das dritte Quartal einen Umsatz unter der durchschnittlichen Analystenschätzung gemeldet.

(cash/AWP/Bloomberg/Reuters)

Thomas Daniel Marti
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