17:40
Der SMI schliesst 0,12 Prozent höher bei 14'542 Punkten.
Gleich zum Start verhalfen positive Vorgaben aus den USA und auch aus Asien zu Gewinnen. Im Verlauf setzen Marktteilnehmer offenbar auf positive Zahlen von Chip-Gigant Nvidia und damit eine Fortsetzung der KI-Rally. Börsianer warnen aber vor allzu viel Optimismus. «Die Erwartungen sind mal wieder enorm - nicht nur mit Blick auf die tatsächlichen Umsatz- und Gewinnzahlen sondern auch hinsichtlich der Einschätzung zur künftigen Entwicklung der Rechenzentren», heisst es aus dem Handel. Damit sei es nicht auszuschliessen, dass die Zahlen zu einem Stolperstein werden könnten.
An der Spitze im Leitindex waren die Titel der Bauwerte Amrize (+3,2 Prozent) und Holcim (+3,7 Prozent) gefragt. Auch Sika (+1,4 Prozent) zählten zu den grösseren Gewinnern. Eine kleine Unterstützung erhielt der SMI auch von Schwergewicht Nestlé (+0,1 Prozent), während die beiden Pharmakonzerne Novartis (-0,9 Prozent) und Roche (+1,5 Prozent) den Index bremsten. Sandoz gaben 4 Prozent nach.
In der zweiten Reihe gab es in der auslaufenden Berichtssaison nochmals einen regelrechten Zahlenreigen mit teils heftigen Kursreaktionen. So sprangen Gurit (+21 Prozent) kräftig nach oben. Der Verbundwerkstoff-Spezialist hat im ersten Halbjahr die Erwartungen insbesondere bei der Profitabilität übertroffen und den Ausblick erhöht.
Auch Stadler Rail (+22 Prozent) waren stark gefragt. Mit den Halbjahreszahlen hat der Ostschweizer Zughersteller die Erwartungen der Analysten auf fast allen Ebenen klar übertroffen und damit laut Analysten das Vertrauen in die mittelfristigen Ziele gestärkt.
Bei SoftwareOne (+10 Prozent) wirkten sich Synergien aus der Crayon-Übernahme positiv aus, und die Profitabilität stieg überraschend deutlich. Zudem gibt es nach dem bisherigen Jahresverlauf noch einiges Aufholpotenzial.
Weitere Aktien am breiten Markt mit hohen Kursanstiegen waren Arbonia (+11 Prozent), Molecular Partners (+6 Prozent) sowie Implenia und Kardex (je +4 Prozent).
Hingegen verloren Kudelski (-1 Prozent) nach Zahlen an Boden. Der Verschlüsselungsspezialist schreibt nach wie vor Verluste.
+++
16:00
Der Dow-Jones-Index der Standardwerte und der breiter gefasste S&P 500 notieren zur Eröffnung am Mittwoch kaum verändert bei 53'547 und 7675 Punkten. Der Index der Technologiebörse Nasdaq trat mit 26'104 Zählern ebenfalls mehr oder weniger auf der Stelle.
Der Preisindex für die persönlichen Konsumausgaben (PCE), das bevorzugte Inflationsmass der US-Notenbank Fed, stieg im Juli um 3,7 Prozent und damit etwas stärker als von Ökonomen erwartet. Dies nährte die Spekulationen auf eine weitere Zinserhöhung im September. Die an den Finanzmärkten eingepreiste Wahrscheinlichkeit für einen solchen Schritt stieg auf rund 40 Prozent. «Wir befinden uns eindeutig immer noch in einer Phase, in der die Inflation hartnäckig ist», sagte Jeff Buchbinder, Chefstratege beim Finanzberater LPL.
Bei den Einzelwerten bescherte eine Prognoseerhöhung dem Modehändler Abercrombie & Fitch einen Kurssprung von mehr als 25 Prozent. Gefragt waren auch die Titel von Meta, die um rund vier Prozent zulegten. In dem wegweisenden Prozess um die Gefahren sozialer Medien für Kinder hat sich der Facebook-Mutterkonzern mit den klagenden US-Bundesstaaten auf einen Vergleich geeinigt.
Nach unten ging es hingegen für Intuit. Die Aktien des Anbieters von Steuersoftware gaben nach einer pessimistischen Prognose um rund vier Prozent nach. Spekulationen der Anleger auf eine Wiedereröffnung der für Öltransporte wichtigen Strasse von Hormus belasteten zugleich Aktien aus dem Energiesektor. Die Titel von Unternehmen wie Halliburton, ExxonMobil und Occidental Petroleum verloren zwischen rund einem und 1,5 Prozent.
+++
15:40
+++
15:00
Nach einem bisher von Vorsicht geprägten Wochenverlauf zeichnet sich an den US-Aktienmärkten am Mittwoch erneut Zurückhaltung ab. Im Fokus stehen die bereits vor Handelsbeginn veröffentlichten Inflationsdaten. Zudem legt Nvidia nach Börsenschluss Quartalszahlen vor. Der Chipriese gilt als Barometer für den Boom rund um Künstliche Intelligenz.
Gut eine halbe Stunde vor Handelsbeginn sieht der Broker IG den mit Standardwerten bestückten Dow Jones Industrial wenig verändert bei 53'593 Punkten. Die Indikation für den technologielastigen Nasdaq 100 lag 0,5 Prozent im Minus bei 29'105 Zählern.
Der an den Finanzmärkten stark beachtete Preisindex für die persönlichen Konsumausgaben (PCE) ist im Juli im Jahresvergleich etwas höher als erwartet ausgefallen. Der PCE-Index ist das bevorzugte Preismass der US-Notenbank.
Die Blicke richten sich hier nun auf das Notenbanktreffen in Jackson Hole, das am Donnerstag beginnt. Von der Rede des Fed-Chefs Kevin Warsh, die am Freitag auf der Agenda steht, erhoffen sich die Anleger weitere Hinweise auf den geldpolitischen Kurs der US-Notenbank.
Für etwas Rückenwind dürften zu Wochenmitte weiter sinkende Ölpreise sorgen. Der Iran und der Oman führen laut einer Meldung der Oman News Agency Gespräche zur Einrichtung eines «vorübergehenden gemeinsamen Seekorridors». Damit sollen Öltransporte aus den Fördergebieten am Persischen Golf durch die Strasse von Hormus ausgeweitet werden.
Die Aktie des Chipriesen Nvidia gab im Vorfeld der Quartalszahlen im vorbörslichen Handel um 0,2 Prozent nach. «Was hier wirklich entscheidend sein wird, ist der Ausblick», sagte Stephanie Niven, Portfoliomanagerin bei Ninety One. Die Frage sei nicht das Wachstum an sich, sondern die Geschwindigkeit, mit der sich dieses beschleunige oder verlangsame.
Im Fahrwasser von Nvida notierten AMD vor der Startglocke 1,0 Prozent niedriger, Marvell Technology fielen um 1,4 Prozent.
Für die Aktie des Mode-Unternehmens Abercrombie & Fitch ging es nach Vorlage von Zweitquartalszahlen um 11 Prozent nach oben.
Intuit knickten um 9,7 Prozent ein, nachdem der Anbieter von Steuersoftware einen enttäuschenden Ausblick gegeben hat.
Zoom Communication gaben um 6,8 Prozent nach. Das Software-Unternehmen hatte für das zweite Quartal durchwachsene Zahlen vorgelegt. Auch die Prognose für das dritte Quartal konnte nicht überzeugen.
+++
14:40
Abercrombie & Fitch legte erneut ein starkes Quartalsergebnis mit einem Rekord-Nettoumsatz vor, der die Erwartungen der Wall Street übertraf. Daraufhin hob der Modehändler seinen Jahresausblick an und stockte die Aktienrückkäufe auf 500 Millionen Dollar auf. Die Aktien sprangen vorbörslich über 11 Prozent an.
Die Ergebnisse zogen auch weitere Branchenwerte nach oben. Die Aktien von American Eagle (+3,4 Prozent), Ralph Lauren (+0,8 Prozent), Levi Strauss. (+0,5 Prozent) und PVH (+0,2 Prozent) tendierten vor Handelsbeginn allesamt höher.
+++
14:20
Die Aktien von Summit Therapeutics legten am Mittwoch vorbörslich gut 16 Prozent zu. Auslöser waren Ergebnisse einer Spätphasen-Studie. Demnach übertraf der Hoffnungsträger Ivonescimab, den das Unternehmen von Akeso lizenziert hat, das Konkurrenzprodukt Durvalumab. Durvalumab ist eine Krebstherapie von AstraZeneca, die unter dem Namen Imfinzi vermarktet wird.
Die Daten stammen aus der Phase-3-Studie HARMONi-GI1, die vom chinesischen Partner in China durchgeführt wurde. Dabei wurde Ivonescimab in Kombination mit einer Chemotherapie im Vergleich zu Durvalumab plus Chemotherapie als Erstlinienbehandlung bei fortgeschrittenem Gallengangskrebs getestet.
+++
13:58
Die Aktien von Kohl's verlieren vorbörslich rund 5 Prozent. Im zweiten Quartal verfehlte der US-Detailhändler die Erwartungen knapp: Der bereinigte Gewinn pro Aktie (Non-GAAP EPS) lag bei 0,56 Dollar und damit 0,01 Dollar unter den Schätzungen. Der Umsatz stagnierte im Vergleich zum Vorjahr bei 3,3 Milliarden Dollar und lag 100 Millionen Dollar unter der Konsensschätzung.
Die angehobene Progonose vermochte die Anlegerinnen und Anleger nicht zu beruhigen. Denn dazu trugen unter anderem im zweiten Quartal verbuchte Rückerstattungen aus IEEPA-Zöllen bei. Beim Nettoumsatz sowie beim flächenbereinigten Umsatz rechnet das Unternehmen neu mit einer Entwicklung von minus 1,5 Prozent bis unverändert (Konsens: plus 1,51 Prozent).
+++
13:30
Die Aktien von JM Smucker legten vorbörslich um 3,6 Prozent zu. Der Lebensmittelmulti übertraf im ersten Quartal die Erwartungen der Analysten deutlich. Der bereinigte Gewinn pro Aktie (Non-GAAP EPS) lag bei 3,24 Dollar und damit 1,02 Dollar über den Schätzungen. Der Umsatz stieg im Vorjahresvergleich um 5,2 Prozent auf 2,22 Milliarden Dollar und lag damit um 90 Millionen Dollar über den Erwartungen.
Zudem hob das Unternehmen seinen Ausblick für das Geschäftsjahr 2027 an. Beim Nettoumsatz wird neu ein Rückgang von 1,0 bis 2,0 Prozent erwartet (bisherige Prognose: minus 3,0 bis 4,0 Prozent; Konsens: minus 3,15 Prozent). Den bereinigten Gewinn pro Aktie schätzt J. M. Smucker neu auf 10,50 bis 11,00 Dollar (bisher: 9,75 bis 10,25 Dollar; Konsens: 10,05 Dollar).
+++
13:00
Die Aktien von Intuit sacken in der US-Vorbörse rund 12 Prozent ab. Der Mutterkonzern von Credit Karma, TurboTax und Mailchimp legte einen Ausblick für das Geschäftsjahr 2027 sowie für das erste Quartal vor, der deutlich unter den Konsensschätzungen liegt. Die enttäuschende Prognose folgte auf die Zahlen des vierten Quartals, welche die Erwartungen der Wall Street noch übertroffen hatten.
Für das gesamte Geschäftsjahr 2027 rechnet das Unternehmen mit einem bereinigten Gewinn pro Aktie (Non-GAAP EPS) von 22,68 bis 23,12 Dollar im Vergleich zu einer Konsensschätzung von 27,30 Dollar. Der Umsatz wird bei 23,279 bis 23,512 Milliarden Dollar erwartet und liegt damit ebenfalls unter der Konsensschätzung von 23,7 Milliarden Dollar.
Die Futures auf die Leitindizes in den USA notieren uneinheitlich. Die Dow Jones Futures liegen 0,01 Prozent vorn. Jene vom S&P 500 verlieren 0,1 Prozent und die Nasdaq-100-Futures geben 0,2 Prozent nach.
+++
11:40
Am Schweizer Aktienmarkt geht es am Mittwoch nach oben. Der SMI steigt um 0,5 Prozent auf 14'601 Punkte. Damit ist das jüngste Rekordhoch bei 14'669,51 Zählern nicht mehr allzu weit entfernt. Der Mid-Cap-Index SMIM hat sich indes minimal mit 0,1 Prozent auf 3175 Punkte ins Plus vorgearbeitet, während der breite SPI um 0,5 Prozent auf 20'516 Punkte steigt.
Zum Start verhalfen positive Vorgaben aus den USA und auch aus Asien zu Gewinnen. Im Verlauf setzen Marktteilnehmer offenbar auf positive Zahlen von Chip-Gigant Nvidia und damit eine Fortsetzung der KI-Rally. Börsianer warnen aber vor allzu viel Optimismus. «Die Erwartungen sind mal wieder enorm - nicht nur mit Blick auf die tatsächlichen Umsatz- und Gewinnzahlen sondern auch hinsichtlich der Einschätzung zur künftigen Entwicklung der Rechenzentren», heisst es aus dem Handel. Damit sei es nicht auszuschliessen, dass die Zahlen zu einem Stolperstein werden könnten.
An der Spitze im Leitindex sind die Titel der Bauwerte Amrize (+2,4 Prozent) und Holcim (+2,4 Prozent) gefragt. Auch Sika (+1,5 Prozent) zählen zu den grösseren Gewinnern. Unterstützung erhält der SMI auch von Schwergewicht Nestlé (+0,7 Prozent), während die beiden Pharmakonzerne Novartis (-0,0 Prozent) und Roche (+0,1 Prozent) kaum vom Fleck kommen.
Am Indexende verlieren Kühne+Nagel (-0,5 Prozent) leicht an Wert. Im Streit um die Schifffahrt durch die Strasse von Hormus schreiten Verhandlungen zwischen den Anrainerstaaten Iran und dem Oman über neue Regelungen voran. Der Logistiker hingegen profitierte in der Vergangenheit eher von steigenden Frachtraten durch die hohe Unsicherheit der Transportwege.
In der zweiten Reihe gab es in der auslaufenden Berichtssaison nochmals einen regelrechten Zahlenreigen mit teils heftigen Kursreaktionen. So sprangen Gurit (+26 Prozent) kräftig nach oben. Der Verbundwerkstoff-Spezialist hat im ersten Halbjahr die Erwartungen insbesondere bei der Profitabilität übertroffen und den Ausblick erhöht.
Auch Stadler Rail (+19,3 Prozent) sind stark gefragt. Mit den Halbjahreszahlen hat der Ostschweizer Zughersteller die Erwartungen der Analysten auf fast allen Ebenen klar übertroffen und damit laut Analysten das Vertrauen in die mittelfristigen Ziele gestärkt.
Bei SoftwareOne (+14 Prozent) wirkten sich Synergien aus der Crayon-Übernahme positiv aus, und die Profitabilität stieg überraschend deutlich. Zudem gibt es nach dem bisherigen Jahresverlauf noch einiges Aufholpotenzial.
Für den Pennystock Addex (+11 Prozent) gab es positive Nachrichten. Das Biopharmaunternehmen hat über eine sogenannte «At-the-Market»-Vereinbarung (ATM) 2,8 Millionen US-Dollar aufgenommen. Die Barmittel reichen damit nun bis ins vierte Quartal 2027. Hingegen verlieren Kudelski (-4,9 Prozent) nach Zahlen an Boden. Der Verschlüsselungsspezialist schreibt nach wie vor Verluste.
+++
11:00
Der Swiss Performance Index (SPI) notiert am Vormittag um 0,4 Prozent im Plus bei 20'511 Zählern. Die Sektoren Grundstoffe (+1,6 Prozent), zyklischer Konsum (+1,3 Prozent) und Finanzwerte (+0,5 Prozent) liegen vorn. Gesundheitstitel (-0,2 Prozent) und Immobilienwerte (-0,02 Prozent) gehören zu den Schlusslichtern.
Zur Heatmap der Schweizer Aktien geht’s hier lang.
+++
10:30
Die UBS hat das Kursziel von SAP von 164 auf 201 Euro angehoben, die Aktien des Softwarekonzerns aber von «Buy» auf «Neutral» abgestuft. Ihre Bewertung sei vernünftig, die Anlegerstimmung bleibe allerdings fragil, schrieb Michael Briest am Dienstag. Die Titel gaben im Morgenhandel rund 4,5 Prozent nach.
SAP liefere immer noch eine Kernarchitektur in Unternehmenssoftware, die Integration agentischer KI verlaufe jedoch schleppend. Dies begrenze nicht nur die Monetarisierung, sondern erhöhe auch das Risiko, dass die Kunden nach anderen KI-Lösungen suchten. Zudem hält Briest eine Verlangsamung beim Current Cloud Backlog (CCB), also den vertraglich abgesicherten Cloud-Umsätzen, im zweiten Halbjahr für das wahrscheinlichste Szenario.
+++
10:00
Positive Vorgaben von der Wall Street dank tieferer Ölpreise und sinkender Anleiherenditen sorgen auch hierzulande für eine positive Grundstimmung. Zudem sprechen der Iran und Oman wieder über Regelungen in der Strasse von Hormus. Börsianer warten nun insbesondere auf die Quartalszahlen von Nvidia. Die Erwartungen sind wie immer enorm hoch, so genannte Flüsterschätzungen erwarten sogar mehr als eine Umsatzverdopplung und damit könnten selbst starke Zahlen zur Enttäuschung werden.
Bevor der Chip-Gigant am Abend seine Ergebnisse präsentiert, rücken aber noch eine Reihe von US-Konjunkturdaten in den Blick. Von diesen interessiert der PCE-Preisindex als bevorzugtes Inflationsmass der US-Notenbank Fed besonders. Im weiteren Wochenverlauf rückt dann das Notenbankertreffen in Jackson Hole in den Mittelpunkt.
Kräftig nach oben geht es am breiten Markt für Gurit (+20 Prozent), Stadler Rail (+14,3 Prozent) und SoftwareOne (+13 Prozent) nach publizierten Zahlen. Addex Theraupeutics (+14,7 Prozent) steigen nach einer ATM-Vereinbarung zur aufnahme von knapp 3 Millionen Dollar.
+++
09:30
Neue Ratings und Kursziele für Schweizer Aktien:
Georg Fischer: Jefferies erhöht auf 68 (64) Fr. - Buy
Medartis: ZKB erhöht auf Übergewichten (Marktgewichten)
Tecan: Oddo BHF senkt auf Neutral (Outperform) - Ziel 192 Fr.
+++
09:08
Unterstützung kommt von den US-Börsen, die am Vorabend nach Börsenschluss in Europa noch etwas zulegten. Als Kursstütze dienten an der Wall Street die deutlich gesunkenen Ölpreise sowie tiefere Anleiherenditen. Während hierzulande noch eine Reihe kleinerer Unternehmen ihre Halbjahreszahlen vorlegten, warten Börsianer insbesondere auf die Quartalszahlen von Nvidia. Die Erwartungen sind wie immer enorm hoch, so genannte Flüsterschätzungen erwarten sogar mehr als eine Umsatzverdopplung und damit könnten selbst starke Zahlen zur Enttäuschung werden.
Zu den stärksten Bluechip zählen Amrize (-1,9 Prozent) die nach den Vortagesverlusten auf das Allzeittief die Gegenbewegung versuchen und UBS (+0,9 Prozent). Unter Druck stehen wiederum Kühne+Nagel (-1,1 Prozent), Lonza (-0,8 Prozent) und Alcon (-0,5 Prozent)
Zahlreiche Unternehmen aus der zweiten Reihe legten ihre Zahlen vor, darunter SoftwareOne (+8,6 Prozent). Der Software-Hersteller hat sowohl beim Umsatz als auch der Profitabilität zugelegt und die Erwartungen übertroffen.
Auch der Zugbauer Stadler Rail (vorbörslich +4,9 Prozent) erzielte deutlich mehr Umsatz als erwartet, erhielt mehr Aufträge und schnitt mit Blick auf das EBIT besser ab. Beim Gewinn wurden indes die Schätzungen klar verfehlt.
Die Aktien von DocMorris (vorbörslich -3,9 Prozent) könnten von einer Studie gebremst werden. Jefferies hat zwar das Kursziel erhöht, die Einstufung nach der zuletzt starken Kursentwicklung aber auf «Hold» von «Buy» zurückgenommen. Gleichzeitig erhöhen die Experten das Ziel für Konkurrent Redcare und raten hier zum Kauf.
+++
08:25
Am Devisenmarkt haben sich die Kurse am frühen Mittwoch überwiegend seitwärts bewegt. Für eine geringere Nervosität sorgten zudem etwas tiefere US-Anleiherenditen. Am Nachmittag rücken dann zahlreiche US-Konjunkturdaten in den Blick.
Das Euro/Franken-Paar tritt bei Kursen von 0,9370 mehr oder weniger auf der Stelle. Gegenüber dem US-Dollar notiert der Schweizer Franken mit 0,8033 etwas tiefer als am Vorabend (0,8020). Die europäische Gemeinschaftswährung hat sich gegenüber dem US-Dollar in dieser Zeit kaum bewegt, wie das Kursniveau von 1,1664 zeigt.
Am Nachmittag interessiert allen voran der PCE-Preisindex für Juli - das bevorzugte Inflationsmass der US-Notenbank Fed. Derzeit seien die Marktteilnehmer bezüglich der US-Zinspolitik sehr unsicher, schreibt die Helaba. So werde aktuell für den September eine Zinserhöhung zu etwa 40 Prozent eingepreist. Neben den heutigen Daten erhoffen sich die Experten auch geldpolitische Hinweise von Fed-Chef Kevin Warsh am morgen beginnenden Notenbankertreffen in Jackson Hole.
Bereits am heutigen Tag sagte derweil EZB-Präsidentin Schnabel in einem Bloomberg-Interview, dass die Zinsen wegen der Inflation weiter steigen müssten. Noch reagierte der Euro darauf aber nicht wesentlich.
+++
08:04
Der Schweizer Aktienmarkt (SMI) wird im vorbörslichen Handel bei Julius Bär 0,2 Prozent höher auf 14'555 Punkten indiziert. Alle SMI-Titel werden im Plus erwartet. Besonders die Valoren von Amrize (+0,6 Prozent), Kühne+Nagel (+0,6 Prozent) und jene von Logitech (+0,6 Prozent) werden höher gestellt. Die übrigen Kursgewinne im SMI reichen von +0,13 Prozent bis +0,4 Prozent.
Auch der breite Markt dürfte fester in den Tag starten – mit einem Plus von rund 0,1 Prozent. Die grössten Bewegungen werden bei Cosmo (-2,2 Prozent), DocMorris (-3,9 Prozent), Georg Fischer (+1,6 Prozent), Inficon (+1,6 Prozent), SoftwareOne (+2,1 Prozent), Stadler Rail (+3,6 Prozent) und Tecan (-1,4 Prozent) prognostiziert. SoftwareOne und Stadler Rail haben Zahlen publiziert.
+++
07:30
Der Goldpreis hat am Mittwoch leicht nachgegeben. Am Vortag hatte das Edelmetall noch den höchsten Stand seit mehr als drei Monaten erreicht. Grund für die Zurückhaltung der Anlegerinnen und Anleger ist ein anstehender US-Inflationsbericht. Dieser dürfte Hinweise auf den künftigen Zinskurs der US-Notenbank Fed liefern.
Der Kassapreis für Gold sank um 0,3 Prozent auf 4642,74 Dollar pro Unze. Am Dienstag kletterte der Preis auf den höchsten Stand seit Mitte Mai. Auslöser für die kräftigen Gewinne der vergangenen Woche war die Ankündigung von Anleihen-Rückkäufen durch das US-Finanzministerium. Die US-Gold-Futures stiegen um 0,1 Prozent auf 4700,70 Dollar.
Das von der Fed bevorzugte Inflationsmass – der Preisindex für persönliche Konsumausgaben (PCE) für Juli – wird am Mittwochnachmittag veröffentlicht. Im Fokus steht ausserdem die Rede von Fed-Chef Kevin Warsh am Freitag beim Notenbank-Symposium in Jackson Hole.
«Das für Gold günstigste Szenario wäre eine schwächer als erwartet ausfallende Inflation in Kombination mit einer taubenhaften oder ausgewogenen Botschaft von Warsh», sagte Wael Makarem, Chef-Finanzmarktstratege bei Exness. «Dies würde die Erwartung niedrigerer Realrenditen stärken und die Opportunitätskosten für das Halten eines zinslosen Vermögenswerts verringern.»
«Auch eine erneute Verschlechterung des Vertrauens in die Tragfähigkeit der US-Finanzen könnte eine wichtige Rolle spielen – insbesondere angesichts der jüngsten Rückkaufpläne des Finanzministeriums und deren Auswirkungen», ergänzte Makarem.
+++
06:55
Der Swiss Market Index (SMI) notiert vorbörslich bei der IG Bank derweil um 0,14 Prozent höher bei 14'552 Punkten.
+++
06:20
Der Swiss Market Index (SMI) steht vorbörslich bei der IG Bank 0,2 Prozent höher bei 14'555 Punkten.
Positive Vorgaben aus Übersee und Signale aus den USA, die Angriffe auf den Iran vorerst auszusetzen, sorgen in der Schweiz vorbörslich für grüne Vorzeichen. Zudem rücken am heutigen Mittwoch die Unternehmensergebnisse von Intershop, Gurit, SoftwareOne, Stadler Rail und Raiffeisen in den Fokus.
+++
05:10
Die Hoffnung auf eine Entspannung im Konflikt mit dem Iran und die Zurückhaltung vor den Zahlen des Chip-Riesen Nvidia haben die asiatischen Börsen am Mittwoch geprägt. Der Iran kündigte an, die Gespräche mit Oman über die Strasse von Hormus wieder aufzunehmen. Die Aussicht auf eine mögliche Wiedereröffnung der für den Ölhandel entscheidenden Meerenge liess den Preis für die Rohölsorte Brent den dritten Tag in Folge fallen. Gleichzeitig hielten sich Anleger vor den nach US-Börsenschluss erwarteten Quartalszahlen von Nvidia zurück. Investoren warten darauf, ob der KI-Boom nachhaltig ist und die Gewinne die hohen Markterwartungen erfüllen können. Die japanische Börse tendierte fester: Der Nikkei-Index legte 0,6 Prozent auf 66.227,55 Punkte zu. Die Börse in Shanghai gewann 0,9 Prozent.
+++
04:00
Am asiatischen Devisenhandel verlor der Dollar 0,1 Prozent auf 158,97 Yen und legte zum chinesischen Yuan leicht auf 6,7205 zu. Zur Schweizer Währung notierte er 0,1 Prozent höher bei 0,8024 Franken. Parallel dazu blieb der Euro fast unverändert bei 1,1669 Dollar und zog um 0,1 Prozent auf 0,9364 Franken an.
+++
03:05
Am Rohstoffmarkt verbilligte sich ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent um 2,5 Prozent auf 86,35 Dollar. Das US-Öl WTI notierte 2,4 Prozent schwächer bei 80,39 Dollar. Der Goldpreis notierte bei 4646,08 Dollar je Feinunze und damit nahe seinem Dreimonatshoch. Die Kryptowährung Bitcoin legte um 0,6 Prozent auf 78.704 Dollar zu.
+++
01:15
Der Leitindex Dow Jones Industrial verabschiedete sich 0,30 Prozent fester mit 53'577,40 Punkten aus dem Handel. Damit knüpfte er an seine moderaten Vortagsgewinne an.
Für den marktbreiten S&P 500 ging es letztlich um 0,32 Prozent auf 7677,28 Punkte hoch. Der technologielastige Auswahlindex Nasdaq 100 gewann 0,64 Prozent auf 29'209,23 Zähler. Zum Wochenstart hatten beide Indizes noch nachgegeben - insbesondere das Tech-Börsenbarometer, welches nun vom starken Chipsektor profitierte.
Die Ölpreise weiteten trotz der Drohung von US-Wirtschaftssanktionen gegen den Iran ihre anfänglichen Verluste kräftig aus. Eine mit Spannung erwartete Rede des US-Finanzministers Scott Bessent hatte am Montagabend keine konkreten Massnahmen erwähnt, mit denen die USA Teheran stärker unter Druck setzen wollen. Zuvor hatte Washington von einem «Wirtschaftskrieg» gegen das Land gesprochen und damit gedroht, den Iran komplett von der Weltwirtschaft zu isolieren.
«Die von US-Präsident Donald Trump grossspurig angekündigten weitreichenden Sanktionen gegen den Iran blieben deutlich hinter den Erwartungen zurück», kommentierte Carsten Fritsch, Rohstoffanalyst bei der Commerzbank. Vielmehr habe Bessent auf die Verkündung von Sekundärsanktionen gegen Käufer von iranischem Öl verzichtet. Diese stünden lediglich weiter als Drohung im Raum.
Die Aktien des Chipriesen Nvidia beendeten mit einem Anstieg um 2,2 Prozent eine mehrtägige Verlustserie. Das wertvollste Börsenunternehmen der Welt gilt als wichtiger Gradmesser für den Boom rund um Künstliche Intelligenz (KI). Nvidia mache derzeit alles richtig, und die Geschäfte liefen auf Hochtouren, sagte Mark Malek, der das Portfoliomanagement beim Finanzdienstleister Siebert leitet. Daher rechne er ebenso wie der Markt am Mittwoch mit guten Nachrichten. Der Experte warnte indes auch vor dem Rückschlagpotenzial im Falle einer Enttäuschung.
Andere Werte aus dem Chipsektor legten am Dienstag teils noch deutlicher zu. So verteuerten sich AMD und Marvell Technology um jeweils knapp 5 Prozent.
Die Aktien von Moderna zeigten sich mit einem Kurssprung von gut 14 Prozent weiter schwankungsanfällig. Sie blieben unter ihrem höchsten Stand seit 2023, den sie vor knapp einer Woche dank einer erfolgreichen klinischen Studie zu einem Melanom-Impfstoff erreicht hatten. Mit dieser begründete Analystin Alexandria Hammond von Wolfe Research die Aufgabe ihres bisherigen, negativen Anlagevotums. Derweil erreichten die Titel des Partners Merck & Co mit deutlichen Kursgewinnen erneut einen Rekord. Sie schlossen an der Dow-Spitze 3,8 Prozent im Plus.
Dagegen brachen die Aktien von Dicks Sporting Goods um 31 Prozent ein. Der Sportartikel-Händler hatte mit der Vorlage von Quartalszahlen seinen Ausblick wegen der schwachen Entwicklung bei der zugekauften Handelskette Foot Locker gesenkt. Im Sog von Dicks büssten die Aktien von Branchenprimus Nike als Dow-Schlusslicht 3,1 Prozent ein.
(cash/AWP/Bloomberg/Reuters)

