10:30

Der Bitcoin legt am Donnerstag 4 Prozent zu auf 68'190.82 Dollar und nimmt damit wieder die Marke von 70'000 Dollar ins Visier. 

Das Oktober-Hoch hatte bei über 126'000 Dollar gelegen. Die darauffolgende Baisse hat einen Marktwert von 1 Billion Dollar vernichtet. Die Bitcoin-Bullen verweisen darauf, dass sich die derzeitige Lage deutlich von vergangenen Baissen unterscheide.

Im Kryptowinter-Jahr 2022 hatte zunächst die Infrastruktur gewankt und war dann zerfallen. FTX, Celsius, BlockFi und Three Arrows Capital kollabierten in rascher Folge — und vernichteten nicht nur Kapital, sondern auch Verwahrer, Kreditgeber und Börsen, auf die der Markt angewiesen war. Das Vertrauen war zerstört.

Diesmal ist nichts Grosses zerbrochen. Die Börsen laufen. Die Verwahrer sind solvent. Und die Banken ziehen sich nicht zurück, sondern beschleunigen ihr Engagement. Mehr als die Hälfte der grössten Banken in den USA haben kryptobezogene Produkte angekündigt oder arbeiten an entsprechenden Angeboten, wie das auf Bitcoin spezialisierte Finanzdienstleistungsunternehmen River berichtet.

«Die aktuelle Bitcoin-Preisbewegung ist lediglich eine Vertrauenskrise», schrieb Gautam Chhugani, Analyst für digitale Vermögenswerte bei Bernstein. «Nichts ist kaputtgegangen, keine Skelette werden auftauchen.» Sein Fazit: «Das Bären-Szenario für Bitcoin ist so schwach wie nie zuvor in seiner Geschichte.» Chhugani erwartet, dass der Token im Jahr 2026 einen Kurs von 150.000 Dollar erreicht.

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10:05

Der Kurs von Rolls-Royce kletterte im frühen Handel auf ein Rekordhoch. Kurs nach dem Handelsstart in London gewann das Papier zeitweise mehr als acht Prozent auf 1.420 britische Pence. Zuletzt lag der Kurs noch mit gut sechs Prozent im Plus.

Seit dem Jahreswechsel hat die Aktie damit rund ein Fünftel an Wert gewonnen. In den vergangenen drei Jahren hat sich ihr Wert sogar in etwa verzehnfacht.

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09:45

Der SMI gibt in der ersten Handelsstunde 0,25 Prozent ab auf 13'941,94 Punkte nach und entfernt sich damit wieder etwas stärker von der am Dienstag erstmals überschrittene Marke von 14'000 Zählern. Der 30 Titel umfassende SLI verliert um 0,33 Prozent auf 2205,11 und der breite SPI um 0,20 Prozent auf 19'178,89 Zähler. Im SLI stehen sich 21 Verlierer und neun Gewinner gegenüber.

Auch die robusten Nvidia-Geschäftszahlen vom Vorabend können keinen Schub verleihen. Dass diese über den Erwartungen ausgefallen sind, sorge nicht mehr automatisch für eine höhere Risikofreude, heisst es am Markt.

Die schwelenden KI-Sorgen dürften damit aufs erste in den Hintergrund treten. Allerdings rücken andere Risiken in den Fokus: So warnt etwa die UBS vor steigenden Ausfallrisiken im Private-Credit-Markt, die durch technologische Umbrüche zusätzlich verstärkt werden könnten. Vor dem Hintergrund militärischer Spannungen gehen heute auch die Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran in eine entscheidende Runde - Delegationen beider Länder treffen sich heute erneut in Genf. Im Fokus stehen hierzulande auch zahlreiche Unternehmen aus den hinteren Reihen, die ihre Zahlen offen legten.

Grösster Verlierer im SMI sind die Zykliker Amrize (-2,1 Prozent) und Holcim (-0,7 Prozent), die zuletzt einen starken Lauf hatten. Ebenfalls belastend wirken die Abgaben der Pharmakonzerne Roche und Novartis, die je 0,5 Prozent einbüssen. Demgegenüber können sich UBS (+0,7 Prozent) und Partners Group (+1,3 Prozent) nach den jüngsten Rückschlägen wieder etwas erholen.

Deutlich tiefer gestellt werden bei den Bluechips auch Sandoz (-3,3 Prozent). Am Vortag hatten die Titel nach Zahlen noch zweistellig zugelegt. Neben Gewinnmitnahmen haben mit Barclays und Vontobel gleich zwei Institute das Rating gesenkt, wenn auch bei höherem Kursziel.

Daneben büssen auch Swiss Re (-0,5 Prozent), Swiss Life (-0,4 Prozent) und HelvetiaBaloise (-0,7 Prozent) an Terrain ein. Händler verweisen hier auf die Zahlen aus dem europäischen Versicherungssektor von Munich Re, Allianz und Axa. Dagegen profitieren VAT (+0,4 Prozent) vom anhaltenden KI-Boom.

Im breiten Markt legen Clariant (+1,6 Prozent) deutlich zu. Der Chemiekonzern hat mit den Zahlen die Umsatzerwartungen erfüllt und bei den Margen besser abgeschnitten als erwartet. Auch Emmi (+0,8 Prozent) konnte den Gewinn klar steigern und erhöhte zudem die Dividende. Zudem wird Feintool (+4,6 Prozent) nach einer Rückkehr zur operativen Profitabilität höher gestellt.

Dagegen büssen Temenos (-2,1 Prozent) an Wert ein, dies allerdings nach einem Kursprung um 13,4 Prozent am Vortag. Von einer Rating-Absenkung durch RBC belastet werden Oerlikon (-3,6 Prozent).

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09:00

Der SMI startet 0,3 Prozent tiefer auf 13'935.70 Punkten.

Belastend wirken die Schwergewichte Novartis und Roche, die beide 0,6 Prozent einbüssen. Amrize verliert wie vorbörslich bereits indiziert 2,7 Prozent.

Anders sieht es bei Partners Group und Logitech aus, die beide um 1 Prozent gewinnen. Auch die UBS kann sich mit 0,7 Prozent Zuwachs zu den Gewinnern zählen. 

Feintool, Emmi, Clariant legen nach ihren Ergebnispublikationen kräftig zu. Auch VAT macht 0,7 Prozent gut, dieser Zuwachs dürfte dem hohen Kursziel von JP Morgan geschuldet sein. Derweil notieren Calida im Minus.

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08:30

Der Yen startet nach ihrem jüngsten Zwei-Wochen-Tief einen Erholungsversuch. ‌Der Dollar verliert am Donnerstag ‌bis zu 0,4 ​Prozent auf 155,72 Yen.

Anleger spekulieren darauf, dass eine mögliche Zinserhöhung in den kommenden Wochen doch noch nicht vom Tisch ‌ist. Der Gouverneur der Bank of Japan, Kazuo Ueda, sagte laut einem Zeitungsbericht, dass die ​Zentralbank auf ihren Sitzungen ​im März und April die ​Daten genau prüfen werde, um zu entscheiden, ob ‌sie die Zinssätze anhebe.

Am Mittwoch hatte die japanische Währung zeitweise bei 156,82 ​Yen ​zum Dollar ⁠notiert. Die Zeitung «Mainichi» hatte ​unter Berufung auf ⁠ungenannte Insider geschrieben, dass die japanische Premierministerin ‌Sanae Takaichi bei ihrem Treffen mit Ueda in der vergangenen Woche Vorbehalte ‌gegen weitere Zinserhöhungen geäussert ​habe.

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08:00

Die Bank Julius Bär erwartet den SMI 0,3 Prozent tiefer. Alle 20 Titel sind im Minus.

Roche, Novartis und Alcon büssen rund 0,5 Prozent ein, während Amrize 2,1 Prozent verliert. 

Am SPI dürften Clariant (+1,9 Prozent) und Emmi (+0,44 Prozent) nach den Zahlen zulegen. Auch Sunrise (+0,4 Prozent), VAT (+0,6 Prozent) und Forbo (+0,88 Prozent) notieren vorbörslich höher. Derweil geben Temenos und Sandoz je 1 Prozent ab, Sulzer 1,6 Prozent, Rieter gar 4 Prozent.

Die Aufmerksamkeit der Märkte gilt dem Chipkonzern Nvidia, der mit seinen Q4-Zahlen erneut die Erwartungen übertreffen konnte. Allerdings sorge dies bei den Markteilnehmern nicht mehr automatisch für eine höhere Risikofreude, heisst es am Markt. Mit den robusten Nvidia-Zahlen scheinen die KI-Sorgen aufs erste in den Hintergrund zu treten.

Allerdings rücken damit andere Risiken in den Fokus. So warnt etwa die UBS vor steigenden Ausfallrisiken im Private-Credit-Markt, die durch technologische Umbrüche zusätzlich verstärkt werden könnten. Vor dem Hintergrund militärischer Spannungen gehen heute auch die Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran in eine entscheidende Runde - Delegationen beider Länder treffen sich heute erneut in Genf.

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07:30

Neue Kursziele und Ratings für Schweizer Aktien:

Belimo: Jefferies trimmt auf 1013 (1038) Fr. mit BUY. 

Dormakaba: Julius Bär senkt auf 62 (72) Fr. mit HOLD.

Forbo: Aktie für die UBS ein Kauf bis 1050 (1000) Fr. 

Georg Fischer: Berenberg Bank setzt den dicken Rotstift an mit BUY bis 65 (69) Fr.

Oerlikon: Royal Bank of Canada geht auf SECTOR PERFORM (Outperform) bis 4.40 (3.90) Fr.

VAT Group: J.P. Morgan will es wissen und erhöht auf 620 (408) Fr. mit OVERWEIGHT. 

Sandoz: Barclays geht auf EQUAL WEIGHT (Overweight) bis 75 (70) Fr.

Siegfried: Deutsche Bank senkt auf 105 (123) Fr. mit BUY.

SIG Group: Deutsche Bank ist für BUY bis 18 (20) Fr. N

Temenos: Basler KB ist für MARKTGEWICHTEN bis 76 (84) Fr. 

Temenos: Jefferies ist für BUY bis 85 (100) Fr.

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07:00

Spannend dürfte am Donnerstag ein Blick auf die Aktie von Sandoz sein, die gestern nach den Jahreszahlen mehr als 10 Prozent gewonnen hatte. 

Sandoz-CEO Richard Saynor äussert sich dazu im cash-Interview:

06:05

Der SMI liegt vorbörslich 0,4 Prozent im Minus.

Heute stehen diverse Zahlenpublikationen auf der Agenda. Darunter die Ergebnisse von Medmix, Sulzer, Feintool, Calida, Clariant, Emmi, Idorsia, und Zehnder.

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05:00

Die asiatischen Börsen haben am Donnerstag nach überzeugenden Quartalszahlen des Chipherstellers Nvidia zugelegt. In Tokio erreichte der 225 Werte umfassende ‌Nikkei-Index im frühen Handel ein Rekordhoch und notierte zuletzt 0,6 ‌Prozent höher bei 58.923,46 Punkten. Der breiter ​gefasste Topix legte 1,4 Prozent auf 3.895,00 Zähler zu. In Südkorea gewann der Kospi zwei Prozent. Die Börse Shanghai zeigte sich kaum verändert bei 4.144,08 Stellen. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzhen gab 0,2 Prozent auf 4.727,71 Punkte nach. Der breite asiatisch-pazifische Index MSCI ‌ohne Japan stieg um 0,7 Prozent.

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04:00

Im asiatischen Devisenhandel verlor der Dollar 0,2 Prozent auf 156,01 Yen und gab 0,1 Prozent auf 6,8401 Yuan nach. Die japanische Währung leidet unter ​Zweifeln über den geldpolitischen Kurs der Bank of Japan, nachdem zwei als taubenfreundlich ​geltende Kandidaten für den Zentralbankrat nominiert wurden. Zur ​Schweizer Währung notierte der Dollar kaum verändert bei 0,7720 Franken. Der Euro stieg 0,1 Prozent auf 1,1824 Dollar und ‌zog zum Franken auf 0,9128 Franken an.

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03:00

Am Rohstoffmarkt verteuerte sich die Rohöl-Sorte Brent aus der Nordsee um 0,3 Prozent auf 71,04 Dollar je Barrel (159 Liter). Das US-Öl WTI notierte 0,2 ​Prozent höher ​bei 65,55 Dollar. Die Sorge vor einer ⁠Eskalation der Spannungen zwischen den USA und dem Iran ​vor einer dritten Gesprächsrunde ⁠am Donnerstag stützte die Preise. Der Goldpreis stieg um 0,3 Prozent auf 5.184,66 Dollar je Feinunze.

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02:00

Der wachsende Bedarf an Hochleistungsprozessoren für Künstliche Intelligenz (KI) treibt Nvidia von Rekord zu Rekord. Der US-Konzern prognostizierte für das erste Quartal einen Umsatz über den Markterwartungen und ‌setzte ⁠auf die ungebrochenen Ausgaben der Tech-Giganten für seine KI-Prozessoren.

Dies beruhigte Anleger, die sich zuletzt ⁠über die massiven Investitionen in Künstliche Intelligenz und deren Rentabilität gesorgt hatten. Nvidia-Aktien stiegen daraufhin im nachbörslichen Handel an der Wall Street um 3,5 Prozent.

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01:00

Der Leitindex Dow Jones Industrial schloss 0,63 Prozent höher bei 49.482,15 Punkten, nachdem er tags zuvor um rund 0,8 Prozent zugelegt hatte. Der marktbreite S&P 500 gewann 0,81 Prozent auf 6.946,13 Zähler. Für den Nasdaq 100 ging es um 1,41 Prozent auf 25.329,04 Punkte hoch. Am Dienstag war der von Technologiewerten dominierte Index um rund 1,1 Prozent nach oben geklettert.

«Angesichts der hohen Erwartungen werden Anleger heute Abend in Nvidias Bilanz versuchen, das sprichwörtliche Haar in der Suppe zu finden.» Es dürfe daher «nichts schiefgehen, sonst könne die Stimmung schnell kippen». Ähnlich sehen dies die Experten von Index-Radar: «Der Chipkonzern gilt als Seismograf für die Investitionsbereitschaft im KI-Komplex.» Angesichts der massiven Investitionsprogramme der grossen Tech-Konzerne erwarte der Markt mehr als gute Zahlen. Nur deutlich bessere Aussichten dürften neue Dynamik entfachen. «Alles darunter könnte als 'nicht gut genug' gewertet werden.» Die Aktie von Nvidia endete mit einem Plus von 1,4 Prozent.

Ein wenig Erleichterung herrscht auch beim Thema Zölle, nachdem US-Präsident Donald Trumps Rede an die Nation ohne neue Drohungen ausgekommen ist. Der Supreme Court hatte Trump vergangenen Freitag untersagt, unter Berufung auf ein Notstandsgesetz Zölle auf den Import von Waren aus vielen Ländern zu verhängen. Derlei Zölle hatte Trump zuvor am Kongress vorbei in Kraft gesetzt.

Das Photovoltaik-Unternehmen First Solar enttäuschte vor allem mit seinem Umsatzausblick für 2026, was der Aktie ein Minus von 13,6 Prozent einbrockte. Die Papiere von Axon Enterprise schnellten hingegen um mehr 17,6 Prozent hoch. Der Hersteller der Elektroschockpistole Taser übertraf mit seinem Quartalsgewinn die Erwartungen. Die Titel von Cava gewannen gut 26 Prozent. Die Schnellrestaurantkette überzeugte trotz schwieriger Bedingungen mit einem optimistischen Ausblick.

Aisha Gutknecht arbeitet seit Juli 2024 als Redaktorin für cash.ch.
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