07:07
Die Ölpreise haben am Dienstag nach dem Ende der US-Angriffsserie am vergangenen Wochenende weiter nachgegeben. Ein Fass (159 Liter) Rohöl der weltweiten Referenzsorte Brent zur Lieferung im September kostete im frühen Handel 87,37 Dollar und damit 1,1 Prozent weniger als am Montagabend. Zum Wochenauftakt hatte sich Brent-Öl fast neun Prozent verbilligt.
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06:42
Der Swiss Market Index (SMI) steht mangels positiver Impulse aus Übersee vor einem verhaltenen Start. Die IG Bank indiziert den Schweizer Leitindex 0,2 Prozent tiefer.
Ferner richtet sich der Blick der Anleger verstärkt auf den Zinsentscheid der amerikanischen Notenbank Fed vom Mittwoch, der um 20.00 Uhr (MEZ) mitgeteilt wird. Ebenfalls von Interesse ist, ob sich die Titel der Chipvaloren stabilisieren können.
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06:16
Sorgen über die enormen Finanzierungsanforderungen des KI-Booms haben die asiatischen Börsen am Dienstag auf Talfahrt geschickt. Angeführt wurde der Ausverkauf von den Chipherstellern. Der südkoreanische Kospi stürzte um mehr als acht Prozent auf ein Drei-Monats-Tief, was eine Handelsunterbrechung auslöste. Der japanische Nikkei-Index gab vier Prozent nach. Auslöser war ein Bericht des «Wall Street Journal», wonach Nvidia im Rahmen eines riesigen Rechenzentrumsprojekts Finanzierungsgarantien in Höhe von rund 250 Milliarden Dollar für OpenAI bereitstellen will. Die Nvidia-Aktie verlor daraufhin an der Wall Street fünf Prozent. Zudem drückte der wachsende Konkurrenzdruck aus China auf die Stimmung. So berichtete das Magazin «The Information», dass China mit der Herstellung eigener Lithografie-Maschinen begonnen habe, einem wichtigen Werkzeug für die Chip-Produktion. Die Aktie des niederländischen Marktführers ASML fiel daraufhin um 8,5 Prozent. In Südkorea brachen die Papiere von SK Hynix um fast elf Prozent ein, Samsung verloren mehr als neun Prozent.
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06:12
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06:09
Am Rohstoffmarkt setzte sich der Ölpreisverfall fort. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent verbilligte sich um 1,6 Prozent auf 86,91 Dollar. Das US-Öl WTI notierte 1,9 Prozent schwächer bei 81,02 Dollar. Als Grund galt eine Entspannung im Konflikt zwischen den USA und dem Iran, nachdem Washington am Samstag Luftangriffe ausgesetzt hatte.
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00:05
Sinkende Ölpreise wegen neuer Hoffnung auf eine Deeskalation im Nahen Osten haben sich am Montag an den US-Börsen nicht eindeutig entfalten können. Im Technologiesektor wurde die Chipbranche wegen Sorgen vor Konkurrenz aus China zu einem Bremsklotz, der auch in der Breite die anfängliche Euphorie hemmte. Hinzu kamen anhaltende Sorgen um die Rentabilität grosser KI-Geschäfte.
Die Indizes konnten ihre Anfangsgewinne im Ein-Prozent-Bereich, die eine erneute Feuerpause im Krieg zwischen den USA und dem Iran ausgelöst hatte, nicht verteidigen. Am Ende kam nur der Leitindex Dow Jones Industrial mit 52'210,08 Punkten noch auf ein klares Plus von 0,51 Prozent. Der marktbreite S&P 500 schloss mit 7413,18 Zählern nur 0,02 Prozent höher.
Vor allem machten sich die China-Sorgen an der Nasdaq bemerkbar. Unter dem Gewicht der Chipwerte beendete der Nasdaq 100 den von Schwankungen geprägten Handel 0,3 Prozent tiefer bei 28'039,21 Punkten. Er knüpfte damit an seine jüngste Talfahrt an, die ihn bereits auf das niedrigste Niveau seit Anfang Mai getrieben hatte.
Zum Halbleiter-Thema wurde ein Bericht des Magazins «The Information» über eine beginnende Produktion von DUV-Lithografiesystemen in China. Danach ging unter Anlegern die Befürchtung um, dass die Anlagen des Branchenriesen ASML mehr und mehr ersetzt werden könnten, wenn die Chinesen es schaffen, in eine Massenproduktion überzugehen. Hinzu kam ein fulminanter Börsengang des chinesischen DRAM-Speicherherstellers CXMT, dessen Kurs sich am ersten Handelstag in Shanghai vervielfacht hatte.
Die Werte aus der Software- und Internetbranche erholten sich zwar, wie die Aktien von Salesforce, Microsoft und Alphabet als Dow-Gewinner zeigten. Die Titel von Nvidia jedoch waren in dem Leitindex mit fünf Prozent Minus das Schlusslicht. Anleger äusserten dabei auch wieder ihre Bedenken an den üppigen Investitionen grosser Konzerne. Medienberichten zufolge arbeitet der Chipriese an neuen KI-Geschäften im Wert von mehr als 750 Milliarden Dollar.
Eine positive Ausnahme waren im Technologiesektor noch einige Aktien aus dem Quantencomputer-Bereich. Vor allem galt dies für D-Wave Quantum mit einem Kurssprung um 20 Prozent. Sie profitieren davon, dass das Unternehmen mit dem Telekomkonzern AT&T eine Vereinbarung unterzeichnet hat, um den Einsatz dieser Technologie auszuweiten.
Im Standardwertebereich blieb eine gewisse Restwirkung davon übrig, dass US-Präsident Donald Trump die jüngsten Angriffe im Iran vorerst gestoppt hat, um Verhandlungen eine weitere Chance zu geben. Die Titel von Chevron und ExxonMobil litten zwar unter dem nachgebenden Ölpreis, die Aktien der Autobauer Ford und General Motors waren aber nach Kaufempfehlungen des Analysehauses Jefferies begehrt.
Um fast 40 Prozent sprangen die Anteile von Forte Biosciences hoch. Der Biotech-Konzern Argenx will das US-Unternehmen für 77 Dollar je Aktie oder insgesamt rund 2,2 Milliarden Dollar in bar erwerben, um seine Immonologie-Pipeline zu erweitern. Diesem Preis näherte sich der Forte-Kurs bis auf wenige Cent.
(cash/AWP/Bloomberg/Reuters)

