17:05

Der marktbreite S&P 500 gibt leicht um 0,08 Prozent auf 7120 Punkte nach, während sich der stark auf Technologiewerte konzentrierte Nasdaq 100 0,2 Prozent schwächer bei 26'616 Zählern zeigt. Der Dow Jones Industrial war zuletzt weniger dynamisch gestiegen und ohne Rekorde geblieben. Der Wall-Street-Leitindex zeigte sich nun mit 49'435 Punkten fast unverändert.

Kurz vor dem Auslaufen der Feuerpause im Iran-Krieg am Mittwoch ist der Fortgang von Verhandlungen zwischen Washington und Teheran weiter offen. Für Spannungen sorgt vor allem die Seeblockade der USA in der Strasse von Hormus, wo die US-Marine am Sonntag einen iranischen Frachter angegriffen und unter ihre Kontrolle gebracht hatte. Der Iran hat eigenen Angaben zufolge noch keine Entscheidung über weitere Verhandlungen getroffen.

Unter den Einzelwerten setzten Software-Aktien, angeführt von Salesforce und Adobe , ihren jüngsten Erholungsversuch fort. Für den Dow eine Stütze waren ausserdem einige solide Werte aus den Bereichen Banken, Finanzdienstleistungen und Versicherungen.

Im Technologiebereich war das Bild insgesamt durchwachsen. Im Chipsektor waren Marvell Technology mit einem Kurssprung um 4,3 Prozent eine starke Ausnahme. Wie der US-Online-Dienst «The Information» berichtete, verhandelt Google mit dem Halbleiterhersteller über die Entwicklung zweier neuer Chips, die KI-Modelle effizienter ausführen sollen.

Die wieder anziehenden Ölpreise machten sich bei einigen Fluggesellschaften wieder belastend bemerkbar. American Airlines verloren in der Branche besonders deutliche 4,2 Prozent, nachdem am Freitag nach Börsenschluss einem zuletzt diskutierten Zusammenschluss mit United Airlines eine Absage erteilt wurde. United-Titel litten darunter mit 1,2 Prozent weniger stark. Beim Konkurrenten Delta stieg der Kurs etwas.

Negativ auf sich aufmerksam machten noch die Aktien von AST SpaceMobile , die um acht Prozent absackten. Der Entwickler eines weltraumgestützten Mobilfunknetzwerks gab bekannt, dass eine Rakete von Jeff Bezos' Firma Blue Origin einen neuen Satelliten zu tief abgesetzt habe. AST SpaceMobile verfolgt mit seinen Satelliten das Ziel, in der Smartphone-Anwedung Funklöcher zu schliessen.

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16:35

Der verschärfte Druck der italienischen Grossbank UniCredit treibt die Commerzbank an. Die Titel des Frankfurter ‌Geldhauses steigen ⁠in der Spitze um 2,4 Prozent und klettern ⁠damit auf den höchsten Stand seit dreieinhalb Monaten. Die Commerzbank sei nicht ‌ausreichend auf die kommenden Herausforderungen der Branche ‌vorbereitet und konzentriere sich ​zu sehr auf kurzfristige Ziele, erklärte UniCredit am Montag.

Für Rückenwind sorgt auch eine Hochstufung durch die Analysten der Barclays Bank, die die Aktie auf «Overweight» von zuvor «Equal Weight» setzten. 

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16:10

Der marktbreite S&P 500 gab im frühen Handel um 0,21 Prozent auf 7111 Punkte nach, während sich der stark auf Technologiewerte konzentrierte Nasdaq 100 0,4 Prozent schwächer bei 26'574 Zählern zeigte. Der Dow Jones Industrial war zuletzt weniger dynamisch gestiegen und ohne Rekorde geblieben. Der Wall-Street-Leitindex zeigte sich nun besser. Zuletzt bewegte er sich mit 49'430 Punkten kaum verändert.

Im Fokus der Anleger blieb die unsichere Lage in Nahost - vor allem wegen der als Transportweg wichtigen Strasse von Hormus, deren am Freitag vom Iran verkündete Öffnung nur von kurzer Dauer war.

Kurz vor dem Auslaufen der Feuerpause im Iran-Krieg am Mittwoch ist der Fortgang von Verhandlungen zwischen Washington und Teheran weiter offen. Für Spannungen sorgt vor allem die Seeblockade der USA in der Strasse von Hormus, wo die US-Marine am Sonntag einen iranischen Frachter angegriffen und unter ihre Kontrolle gebracht hatte. Der Iran hat eigenen Angaben zufolge noch keine Entscheidung über weitere Verhandlungen getroffen.

Die ⁠erneut gestiegenen Ölpreise trieben die Aktien von US-Energiekonzernen ​an. Exxon Mobil ⁠und Chevron verteuerten sich jeweils um ein Prozent; die Titel von Occidental ‌Petroleum zogen um 1,7 Prozent an. Die Aktien von Marvell Technology stiegen um fünf Prozent. Einem Bericht des Magazins «The Information» ‌zufolge verhandelt Google mit dem Chiphersteller über die Entwicklung von ​zwei neuen Chips für Künstliche Intelligenz.

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15:35

Der Dow Jones fällt nach Eröffnung 0,2 Prozent, der Nasdaq 0,1 Prozent. 

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15:25

Die ‌Vorstellung ⁠neuer Software für Künstliche Intelligenz (KI) gibt den Aktien von ⁠Adobe Auftrieb. Die Papiere des Anbieters von Anwendungen wie Photoshop und Lightroom steigen ‌im vorbörslichen US-Handel um fast drei Prozent. ‌

Adobe stellte eine Reihe ​von KI-Agenten vor, die Unternehmenskunden bei der Automatisierung von digitalem Marketing unterstützen sollen. Das Produkt mit dem Namen «CX Enterprise» soll dabei helfen, Bereiche wie Vertrieb und Kundenbindung zu verbessern. Adobe kündigte ‌zudem an, seine Partnerschaften mit Technologie-Schwergewichten wie Microsoft, Google, Nvidia und OpenAI auszubauen, um die neuen Funktionen zu integrieren.

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15:15

Ein Erlass von US-Präsident Donald Trump zur beschleunigten Prüfung von psychedelischen Drogen beflügelt die ‌Aktien ⁠der Anbieter. Die Titel von Unternehmen wie Atai, Compass Pathways, ⁠Definium und GH legen im vorbörslichen Handel an der Wall Street ‌um 13,5 bis mehr als 25 Prozent ‌zu.

In der am ​Samstag unterzeichneten Verfügung weist Trump die US-Gesundheitsbehörde FDA an, die Prüfung von Therapien wie Ibogain zu beschleunigen. Ibogain ist eine psychedelische Substanz, die zur Behandlung von psychischen Erkrankungen ‌wie posttraumatischen Belastungsstörungen, Depressionen und Sucht erforscht wird.

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14:50

Nach Rekorden von S&P 500 und den Nasdaq-Börsen am Freitag dürften die wichtigsten US-Indizes mit Verlusten in die neue Woche starten. Im Fokus der Anleger weltweit bleibt die Lage in Nahost. Die Dow-Jones-Industrial-Futures notieren vor dem Börsenstart 0,4 Prozent tiefer. Die Nasdaq-100-Futures fallen ebenfalls 0,4 Prozent. Der Technologie-Auswahlindex und auch der marktbreite S&P 500 hatten bereits vor dem Wochenende neue Höchststände erklommen.

Die vor dem Wochenende versprochene Öffnung der Strasse von Hormus bis zum Ende der Waffenruhe an diesem Mittwoch währte nur einen Tag. Zudem hat die iranische Führung bislang keine Entscheidung über weitere Verhandlungen mit den USA getroffen, wie Aussenamtssprecher Ismail Baghai sagte. Eine weitere Verhandlungsrunde sei aktuell nicht geplant. Die Ölpreise reagierten prompt und legten zu, was Inflationssorgen befeuert und damit auch die Befürchtung steigender Zinsen. Die Renditen von US-Anleihen zogen an.

«Die Nahostkrise hat die Märkte mehr denn je wieder voll im Griff», hiess es in den «Mussler-Briefen». Dabei sei nicht nur das, was US-Präsident Donald Trump sage, oft widersprüchlich und nicht glaubwürdig, sondern auch das, was aus dem Iran komme. Zwar erwartet Herausgeber und Redakteur Marcel Mussler für die Aktienmärkte derzeit keinen Absturz, aber auch «noch keine neue gute Kaufgelegenheit».

Unter den Einzelwerten dürfte die Aktie von AST SpaceMobile in den Blick rücken, die vorbörslich um knapp 13 Prozent einbrach. Der Entwickler des ersten weltraumgestützten Mobilfunknetzwerks gab bekannt, dass die New-Glenn-Rakete von Jeff Bezos' Firma Blue Origin einen Satelliten von AST zu tief abgesetzt habe. AST SpaceMobile will mit seinen Satelliten Verbindungen zwischen handelsüblichen Smartphones und Satelliten ermöglichen, um Funklöcher zu schliessen.

Marvell Technology sprangen unterdessen vor dem Handelsstart um 5,1 Prozent nach oben. Wie der US-Online-Dienst für Wirtschaft und Technologie «The Information» berichtete, verhandelt Google mit dem Halbleiterhersteller über die Entwicklung zweier neuer Chips, die KI-Modelle effizienter ausführen sollen.

American Airlines verloren vor dem Börsenstart 3,3 Prozent, United Airlines 2,6 Prozent. Nach Büroschluss am Freitag hatte die Fluggesellschaft einem Zusammenschluss mit Konkurrentin United Airlines eine Absage erteilt. Andere Fluggesellschaften, etwa Delta Air Lines oder JetBlue Airways zeigten sich angesichts der erneut stark angespannten Lage in Nahost und des Ölpreisanstiegs allerdings ebenfalls schwach.

Avis Budget dürften nach einer sehr starken Kursrally und einer deshalb nun erfolgten Abstufung durch die britische Bank Barclays auf «Underweight» Aufmerksamkeit auf sich ziehen. Das Papier gab vorbörslich um 2,8 Prozent nach.

Seit Ende März hat Avis allerdings bei hohen Umsätzen um satte 360 Prozent zugelegt. Auslöser der Rally war Marktbeobachtern zufolge ein gezielter Short Squeeze gewesen. Darunter versteht man einen starken, sich selbst verstärkenden Anstieg des Aktienkurses durch Anleger, die bisher über Leerverkäufe auf fallende Kurse spekulierten hatten und diese Position dann um jeden Preis hatten auflösen müssen. So habe der Autovermieter im April eine Kapitalerhöhung im Volumen von 5 Millionen Aktien oder rund 15 Prozent des Grundkapitals erfolgreich durchgeführt, hiess es.

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14:30

Die Aktie von Marvell Technology steigt am Montag im vorbörslichen Handel zeitweise über 6 Prozent, nachdem berichtet wurde, dass das Spezial-Halbleiterunternehmen möglicherweise mit Google an der Entwicklung zukünftiger KI-Chips zusammenarbeiten wird.

Im Gegensatz dazu verloren die bisherigen Google-Partner Broadcom und Celestica 1,5 Prozent respektive 1 Prozent, nachdem die Meldung bekannt wurde.

Wie «The Information» am Sonntag berichtete, führt Marvell Gespräche mit Google über die Entwicklung von zwei neuen Chips, die die Effizienz beim Betrieb von KI-Modellen verbessern sollen. Laut Bericht soll einer der Chips ein Speicherverarbeitungsmodul sein, das in Kombination mit Googles Tensor Processing Unit (TPU) arbeiten würde. Der zweite Chip wäre eine neue TPU, die speziell für KI-Inferenz-Arbeitslasten optimiert ist.

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13:55

Die Aktie von Avis Budget verliert vorbörslich 5 Prozent, nachdem die Barclays Bank die Einstufung von «Equal Weight» auf «Underweight» herabgestuft hatte. Als Begründung nannte sie eine extreme technische Überdehnung nach dem kürzlichen starken Kursanstieg. Zudem wies Barclays auf ein Ungleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage hin: Rund 71 Prozent der Aktien befinden sich in der Hand von nur zwei Grossinvestoren, während das wirtschaftliche Interesse durch Swaps sogar über 100 Prozent liegt – was Zweifel an der Nachhaltigkeit der Kursentwicklung aufkommen lässt.

Trotz positiver Fundamentaldaten im Autovermietungsmarkt, wie verbesserten Preisen und günstigeren Abschreibungstrends, setzte Barclays ein Kursziel von 150 US-Dollar an – was einem möglichen Rückgang von etwa 70 Prozent gegenüber den jüngsten Höchstständen entspricht.

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13:30

Die Aktie von Compass Pathways steigt in der US-Vorbörse um 25 Prozent, nachdem Donald Trump eine Exekutivverfügung unterzeichnete, die Forschung und Zugang zu Behandlungen für posttraumatische Belastungsstörungen (PTSD) beschleunigen soll. Dies wird als möglicher regulatorischer und kommerzieller Rückenwind für die Psychedelika-Branche gewertet und gilt als struktureller Wendepunkt. Analysten betonen verkürzte Forschungszeiten, gestiegenes Investoreninteresse und einen klareren Weg zur Zulassung zwischen 2027 und 2030.

Auch Branchenkollegen wie Atai Beckley (+24 Prozent), Definium Therapeutics (+12 Prozent), GH Research (+19 Prozent) und Cybin (+16 Prozent) verzeichneten zweistellige Kursanstiege.

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12:58

Die Futures für die US-Aktienmärkte notieren vor dem Start tiefer: 

Dow Jones Futures: -0,5 Prozent
S&P 500 Futures: -0,5 Prozent
Nasdaq Futures: -0,5 Prozent

Die Schweizer Börse gemessen am Swiss Market Index (SMI) notiert mit 1,6 Prozent im Minus.

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11:40

Der Wochenstart am Schweizer Aktienmarkt ist tiefrot gefärbt. Der SMI verliert 1,4 Prozent auf 13'236 Punkte. Der SMIM für die mittelgrossen Werte fällt um 1,5 Prozent auf 3026, und der breite SPI um 0,9 Prozent auf 18'701 Zähler.

Er befindet sich damit in guter Gesellschaft. Auch seine europäischen Pendants verzeichnen zum Teil Verluste von mehr als einem Prozent. Nach einer kurzen Phase der Erleichterung vom Freitag dominieren nach dem Wochenende wieder Zweifel an einer schnellen diplomatischen Lösung im Iran-Konflikt. Die wiederholten Störungen der Strasse von Hormus - einer der wichtigsten Energiehandelsrouten - unterstrichen die fragile Lage und dämpften Hoffnungen auf ein zeitnahes, tragfähiges Friedensabkommen zwischen den Konfliktparteien, heisst es in einem Kommentar.

«Das geopolitische Pulverfass ist erneut explodiert», fasst es ein weiterer Händler zusammen. Nachdem dann noch ein iranischer Frachter von der US-Armee geentert wurde, hat Teheran bereits unmissverständlich Vergeltung angedroht. Die Friedensgespräche stehen also akut auf der Kippe. Gleichzeitig heben zahlreiche Marktbeobachter hervor, dass die aktuelle Marktreaktion dafür spreche, dass Investoren sich langsam an die Situation zu gewöhnen schienen.

Im SMI geben 17 der 20 Titel nach. Swisscom steigen 0,9 Prozent, Kühne+Nagel und Swiss Re jeweils 0,1 Prozent. Die Verluste der übrigen Werte reichen von -0,1 Prozent bei der Zurich bis -4,2 Prozent bei Amrize. Überdurchschnittlich stark scheint auch das Schwergewicht Nestlé (-3,1 Prozent oder -2,49 Fr.) zu verlieren. Hier ist jedoch der Dividendenabgang (3,10 Fr.) für das optische Kursminus verantwortlich. An sich würden sie also gar ein Plus aufweisen. Der SMI inklusive Dividenden (SMIC) gibt mit -0,8 Prozent denn auch weniger stark nach.

Ein Blick auf die Kurslisten zeigt, dass vor allem Zykliker überdurchschnittlich stark nachgeben. Neben Amrize fallen weitere baunahe Werte wie Sika, Holcim, ABB und Geberit um bis zu 2,5 Prozent zurück. Allerdings haben Werte wie Sika vergangene Woche auch um mehr als 13 Prozent zugelegt, sodass bei ihnen Gewinnmitnahmen in dem aktuellen Umfeld ebenfalls belasteten, heisst es im Handel.

Neben dem anhaltenden geopolitischen Konflikt dürfte in den kommenden Tagen noch ein anderes Thema die Aufmerksamkeit der Investoren fordern: Die Berichtssaison nimmt Fahrt auf. Dabei geben die Unternehmen mit ihren Ausblicken wichtige Einblicke in den Zustand der Wirtschaft. Hierzulande steht eine Vielzahl an Schwergewichten auf der Agenda, darunter beispielsweise ABB, Nestlé, Roche oder Holcim.

Neben der Swisscom ziehen in den hinteren Reihen auch Sunrise (+1,1 Prozent) und Mobilezone (+0,1 Prozent) an. Telekomwerte gelten ähnlich wie Nahrungsmittelunternehmen als wenig konjunktursensibel. Entsprechend sind sie an Tagen wie heute umso attraktiver. Neben Nestlé werden auch Lindt&Sprüngli (-1,1 Prozent oder -110 Fr.) ex Dividende (180 Fr.) gehandelt. Ohne den Abschlag notierten auch sie im Plus. Kursgewinne weisen derweil Barry Callebaut (+1,2 Prozent) auf. Ebenfalls stark sind Centiel (+5,3 Prozent) nach einem starken Börsendebut am Freitag, Peach Property (+5,2 Prozent) nach einer Hochstufung auf «Kaufen» und Molecular Partners. Letztere haben neue Studiendaten angekündigt.

Auch in den hinteren Reihen sind zyklische Werte unter Druck: Neben dem Dividendenabgang, der bei Adecco (-6,3 Prozent) fürs Minus verantwortlich ist, notieren Schlatter (-5,2 Prozent), Gurit (-5,3 Prozent), Swatch (-3,3 Prozent) oder auch Oerlikon (4 Prozent) deutlich im Verlust. Biotechwerte und Pharmazulieferer sind ebenfalls stark unter Druck: Skan (-4,2 Prozent), Bioversys (-6 Prozent) oder PolyPeptide (-2,8 Prozent).

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10:55

Der Swiss Performance Index (SPI) notiert am Vormittag um 1,1 Prozent im Minus bei 18’674 Zählern. Nur die Sektoren Immobilien und Versorger befinden sich leicht in der Gewinnzone. Grundstoffe (-2,7 Prozent), nicht-zyklischer Konsum (-2,6 Prozent) und zyklischer Konsum (-2,1 Prozent) gehören zu den bisherigen Tagesverlierern. Die Nestlé-Titel belasten nach dem Dividendenabgang den nicht-zyklischen Konsumsektor sowie den Gesamtmarkt.

Von den 200 Unternehmen, sind 31 im Gewinn, 154 im Verlust und 15 unverändert.

Zur Heatmap der Schweizer Aktien geht’s hier lang.

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10:25

Aktien von Fluggesellschaften wie EasyJet, Lufthansa, Ryanair und IAG fallen mit 3,8 Prozent bis 4,8 Prozent auf die untersten Plätze bei europäischen Aktien. Grund ist eine Warnung der International Air Transport Association (IATA): Ab Ende Mai könnten in Europa Flüge gestrichen werden, weil Kerosin knapp wird.

Gleichzeitig steigen Öl- und Gasaktien im Einklang mit dem Ölpreis, der um 6 Prozent zulegte. BP und Shell legten um 3,1 Prozent respektive 2,4 Prozent zu. Auch die Aktien des italienischen Energieriesen Eni steigen um 3 Prozent. Der Konzern entdeckt ein grosses Offshore-Gasvorkommen in Indonesien.

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09:40

Der SMI verliert 1,45 Prozent auf 13'232 Punkte. Der SMIM für die mittelgrossen Werte fällt um 1,43 Prozent auf 3027,5 Zähler und der breite SPI um 0,9 Prozent auf 18'702 Punkte.

Zerplatze Friedenshoffnungen im Iran-Krieg sorgen auch am Schweizer Aktienmarkt zum Wochenstart für Abgaben. «Allerdings scheinen sich die Investoren langsam an die Situation zu gewöhnen und setzen weiter auf eine baldige Lösung des Konflikts», kommentiert ein Händler. «Entweder militärisch oder auf dem diplomatischen Weg.» Ob sich dies jedoch tatsächlich so ereignen werde, müsse noch bezweifelt werden. «Der Iran stellt für die USA und Israel eine vollkommen andere Art von Gegner dar als gedacht.» Damit geht auch die Phase der Unsicherheit in die Verlängerung.

Im SMI geben alle Titel bis auf die Swisscom (+0,9 Prozent) und Kühne+Nagel (+0,2 Prozent) zwischen 0,4 (Swiss Life/Zurich) und 4,4 Prozent (Amrize) nach. Im Plus würden an sich auch die schwergewichtigen Nestlé (-3,4 Prozent oder -2,68 Fr.) handeln, da die Papiere heute ex Dividende (3,10 Fr.) notieren. Der SMI inklusive Dividenden (SMIC) steht nur 0,73 Prozent im Minus.

Wie ein Blick auf die Kurslisten zeigt, geben vor allem Zykliker überdurchschnittlich stark nach. Neben Amrize fallen weitere baunahe Werte wie Holcim, ABB, Sika und Geberit um bis zu 1,8 Prozent zurück. Dagegen halten sich die beiden Pharmaschwergewichte Roche (-0,4 Prozent) und Novartis (-0,6 Prozent) sowie die Versicherer Zurich und Swiss Life (beide -0,3 Prozent) besser als der Markt.

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09:10

Der SMI notiert kurz nach Börsenstart um 1,3 Prozent tiefer bei 13'250 Punkten. Die Vorwoche hat der Leitindex dank des fulminanten Kurssprungs von annähernd 2 Prozent am Freitag mit einem Plus von 1,8 Prozent beendet.

«Alles, was die Börsen am Freitag noch gefeiert haben, ist aktuell wieder hinfällig», sagt ein Händler. «Die Situation in der Strasse von Hormus bleibt unübersichtlich. Zudem ist zum jetzigen Zeitpunkt überhaupt nicht klar, wann die USA und der Iran wieder miteinander reden werden.» Die Phase der Unsicherheit gehe in die Verlängerung.

Die heutige Performance des SMI dürfte allerdings tendenziell verzerrt sein, da Schwergewicht Nestlé (-4,3 Prozent oder -3,37 Fr.) ex Dividende (3,10 Fr.) gehandelt wird. Von den restlichen 19 SMI-Werte handeln nur Swisscom (+0,9 Prozent) und Kühne+Nagel (+0,1 Prozent) im Gewinn. Roche (-0,2 Prozent) und Novartis (-0,4 Prozent) befinden sich ebenfalls in der oberen Tabellenhälfte.

In den hinteren Reihen fallen Centiel (+5,5 Prozent), Molecular Partners (+4 Prozent), DocMorris (+2,6 Prozent) und Peach Property (+3,4 Prozent) auf. Molecular Partners hat über die Veröffentlichung von Studiendaten hingewiesen, Peach Property wurde von Research Partners auf «Kaufen » hochgestuft.

Zu den Verlierern zählen Adecco (-6,2 Prozent) wegen des Dividendenabgangs, OC Oerlikon (-6 Prozent) wegen einer Kurszielreduktion und Amrize (-4,7 Prozent). Beim Baustoffkonzern dürfte die Lage im Nahen Osten den Aktienkurs belasten.

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08:25

Neue Ratings und Kursziele für Schweizer Aktien:

DocMorris: Deutsche Bank erhöht auf 5,50 (4,50) Fr. - Hold

Interroll: Vontobel senkt auf 2100 (2600) Fr. - Hold

Oerlikon: Kepler Cheuvreux senkt auf 3,65 (4,50) Fr. – Hold

Partners Group: Barclays senkt auf 1200 (1330) Fr. – Overweight

Peach Property: Research Partners erhöht auf Kaufen (Halten) - Ziel 7,60 Fr.

Sonova: Bernstein SG senkt auf 248 (256) Fr. - Outperform

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08:10

Der Schweizer Aktienmarkt (SMI) wird vorbörslich 1,7 Prozent tiefer auf 13’205 Punkten indiziert. Alle 20 SMI-Titel geben nach. Nestlé (-4,3 Prozent), Amrize (-2,7 Prozent), Swiss Life (-2,2 Prozent) und ABB (-1,7 Prozent) verzeichnen die grössten Verluste im Index. Nestlé handeln heute jedoch ex Dividende.

Der breite Markt fällt ebenfalls vorbörslich – rund 1,6 Prozent. Die höchsten Bewegungen werden bei den Aktien von Adecco (-5,1 Prozent), ams Osram (-2,9 Prozent), Bucher (-4,1 Prozent), DocMorris (-3 Prozent), PolyPeptide (+0,2 Prozent) und Sunrise (+0,3 Prozent) prognostiziert. Adecco und Bucher handeln ebenfalls ex Dividende.

Weiter handeln ebenfalls Lindt&Sprüngli, Medmix, Mikron und SF Urban ex Dividende.

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07:30

Anleger haben zuletzt das Interesse an europäischen Rüstungsaktien verloren. Gewinnmitnahmen und inzwischen sehr hohe Bewertungen treffen auf eine wachsende Unsicherheit darüber, wie künftige Kriegsführung aussehen wird. Der Konflikt mit dem Iran hat dabei erneut gezeigt, wie wirkungsvoll vergleichsweise günstige Drohnen sein können.

Der europäische Luft- und Rüstungsindex von MSCI verlor im März 9,2 Prozent und verzeichnete damit den stärksten monatlichen Rückgang seit fünf Jahren. Damit begann sich ein zuvor aussergewöhnlich erfolgreicher Markttrend deutlich umzukehren.

Normalerweise profitieren Rüstungsaktien deutlich vom Ausbruch eines Krieges, wie etwa nach dem russischen Grossangriff auf die Ukraine im Jahr 2022, oder wenn der frühere US‑Präsident Donald Trump die NATO‑Partner öffentlich dazu drängte, ihre Militärausgaben zu erhöhen. Seit dem Beginn des Iran-Konflikts am 28. Februar blieb eine solche Kursreaktion jedoch aus – obwohl Trump die NATO wiederholt dafür kritisierte, die USA bei militärischen Aktionen nicht ausreichend zu unterstützen.

«Wir sehen derzeit ein spürbares Reduzieren von Positionen», sagt Martin Frandsen, Portfoliomanager bei Principal Asset Management. Sowohl institutionelle als auch private Anleger bauten ihre Engagements ab, um das Risiko angesichts der gestiegenen Unsicherheit zu verringern.

Die Aktie des tschechischen Rüstungsunternehmens CSG hat seit Beginn des Konflikts fast ein Drittel an Wert verloren. Auch die Papiere des deutschen Rüstungskonzerns Rheinmetall und des Getriebeherstellers Renk sind um rund zehn Prozent gefallen, während die Aktie des schwedischen Unternehmens Saab etwa zwölf Prozent tiefer notiert.

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07:00

Der europäische Stoxx 600 vorbörslich niedriger gesehen. Die Futures-Kontrakte notieren um 0,9 Prozent im Minus. Der deutsche Dax dürfte gemäss Berechnungen von Banken und Brokerhäusern ebenfalls fallen (-1,2 Prozent).

Der Swiss Market Index (SMI) notiert vorbörslich bei der IG Bank derweil um 0,64 Prozent niedriger bei 13'259 Punkten.

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06:25

Der Swiss Market Index (SMI) steht vorbörslich bei der IG Bank 0,6 Prozent tiefer bei 13'265 Punkten.

Angesichts der nach wie vor fragilen Lage im Süden des Libanon und um die für den Ölmarkt wichtige Strasse von Hormus, bleibt die Lage an der Börse angespannt. Bereits über das Wochenende dürften die jüngst aufgekommenen Hoffnungen einen Dämpfer erhalten haben. Der Iran machte am Samstag die Öffnung der Strasse von Hormus rückgängig, mit der Begründung, dass die USA ihrerseits an der Blockade iranischer Häfen festhielten. Zugleich präsentiert sich die Waffenruhe im Südlibanon zwischen Israel und der vom Iran unterstützten Hisbollah-Miliz brüchig. Die Hoffnungen ruhen nun auf möglichen neuerlichen Friedensgesprächen. Eine US-Delegation ist dazu in die pakistanische Hauptstadt Islamabad gereist.

Am Montag, am Tag des Zürcher Sechseläuten, stehen an der Schweizer Börse derweil keine wichtigen Termine auf der Agenda. Die Anleger können das Augenmerk weiterhin auf die Entwicklungen im Nahen Osten und auf andere Finanzmärkte richten. Konjunkturdaten stehen etwa in Japan (Dienstleistungsindex Februar), Deutschland (Produzentenpreise März) oder in der Eurozone (Bauproduktion Februar) auf dem Programm. Derweil sind aus den USA keine News angesagt, die den Börsenverlauf prägen können. Später in der Woche wird die Berichtssaison in der Schweiz wieder an Fahrt aufnehmen, dies mit zahlreichen Zahlenausweisen von Blue-Chip-Unternehmen.

Folgende Aktien handeln heute ex Dividende: Nestlé, Lindt&Sprüngli, Adecco, Bucher, Medmix, Mikron und SF Urban

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05:05

Der Goldpreis ist am Montag um mehr als ein Prozent gefallen, ‌belastet ⁠durch einen festeren Dollar und die Eskalation im ⁠Konflikt zwischen den USA und dem Iran. Eine Feinunze verbilligte ‌sich auf 4762,09 Dollar und erreichte ‌damit den niedrigsten ​Stand seit dem 13. April. Der stärkere Dollar macht das Edelmetall für Anleger ausserhalb des Dollar-Raums teurer. Hintergrund der Nervosität ist die Beschlagnahmung eines iranischen ‌Frachtschiffs durch die USA, woraufhin Teheran mit Vergeltung drohte und eine neue Verhandlungsrunde ablehnte. Die Spannungen trieben ​die Ölpreise an und liessen Inflationssorgen ​wieder aufleben.

US-Notenbankgouverneur Christopher Waller ​sagte, der Konflikt werde die kurzfristige Inflation wahrscheinlich anheizen. Ein schnelles ‌Ende würde jedoch Zinssenkungen im weiteren Jahresverlauf ermöglichen. Zusätzlich belastet wurde der Goldpreis durch eine verhaltene ​Nachfrage ​aus Indien, wo sich Kunden ⁠während eines für den ​Golderwerb wichtigen Festivals wegen ⁠der Rekordpreise zurückhielten. Dagegen stiegen die Bestände des ‌weltgrössten goldgedeckten Fonds, SPDR Gold Trust, leicht an. Auch die Preise für andere ‌Edelmetalle wie Silber, Platin und Palladium gaben ​nach.

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04:30

Der Ölpreis schnellte in die Höhe, während Aktienfutures ‌nachgaben und ⁠der US-Dollar als sicherer Hafen gefragt war. Ein Barrel der Nordseesorte Brent verteuerte sich im ⁠frühen asiatischen Handel um rund sieben Prozent auf 96,85 Dollar. Die Futures auf den S&P 500 fielen ‌um etwa 0,9 Prozent. Hintergrund sind Berichte über die ‌erneute Schliessung der Strasse von Hormus und die ​Ankündigung des Irans, neue Friedensgespräche mit den USA abzulehnen.

Am Sonntag hatte US-Präsident Donald Trump erklärt, das US-Militär habe ein iranisches Frachtschiff beschlagnahmt, das versucht habe, die US-Blockade zu durchbrechen. Der Iran wies daraufhin neue Friedensgespräche zurück, obwohl Trump mit neuen Angriffen gedroht hatte, sollte ‌die Regierung in Teheran seine Bedingungen nicht akzeptieren.

Damit kehrte sich die optimistische Stimmung vom Freitag um. Am Freitag hatte die Ankündigung des Irans, die seit sieben Wochen geschlossene Strasse von Hormus ​wieder zu öffnen, die Ölpreise einbrechen und die Aktienmärkte zulegen lassen. ​An der Wall Street erreichten die Indizes Rekordhochs. «Die Entwicklungen ​vom Wochenende könnten diesen Optimismus dämpfen», schrieben Analysten von Westpac in einem Kommentar.

Trotz der schlechten Nachrichten sei ‌der Markt noch nicht in Panik, sagte Michael Brown, Stratege bei Pepperstone. Er gehe davon aus, dass ein Grossteil der Gewinne vom Freitag wieder abgegeben werde. Der Markt habe sich ​da etwas ​zu weit vorgewagt. Sollte jedoch feststehen, dass ⁠der Iran nicht an den Gesprächen teilnimmt, würden die ​Anleger deutlich risikoscheuer reagieren.

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03:00

Der ⁠Dollar-Index, der den Wert des US-Dollar gegenüber einem Korb von sechs wichtigen Währungen misst, ‌stieg um bis zu 0,3 Prozent auf 98,485 Punkte und erreichte den höchsten Stand seit einer Woche. Der Euro fiel um 0,3 Prozent auf ‌1,1731 Dollar. Gegenüber dem japanischen Yen legte der Dollar ​um 0,2 Prozent auf 158,945 Yen zu. Auch der australische Dollar und der neuseeländische Dollar gaben nach. Kryptowährungen wie Bitcoin verzeichneten ebenfalls Verluste.

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02:00

Am Freitag sind die Finanzmärkte, getragen von einem sich abzeichnenden Frieden im Nahen Osten, mit viel Rückenwind aus dem Handel gegangen. Der Schweizer Leitindex SMI schloss mit beinahe 2 Prozent im Plus, der deutsche Dax mit einem Plus von 2,3 Prozent und an der Wall Street kletterte der Dow Jones um 1,8 Prozent in die Höhe.

(cash/AWP/Bloomberg/Reuters)