17:40

Der Swiss Market Index (SMI) geht mit einem Minus von 0,27 Prozent bei 13'372 Punkten aus dem Handel, nachdem der Index im Tagesverlauf noch nahe an das im Januar erzielte Allzeithoch vorgestossen ist. Unter den Gewinnern reihten sich oben Holcim (+1,4 Prozent) und Nestlé (+0,8 Prozent) ein. Leichte Abgaben verzeichneten Novartis (-0,3 Prozent) und UBS (-0,1 Prozent), die am Mittwoch die Zahlen vorlegen. 

Deutlichere Verluste im SMI setzte es für die positiv in den Tag gestarteten Valoren der Partners Group (-6,6 Prozent) ab, nachdem Bedenken um die Bewertungen von Softwarefirmen in den Büchern aufkamen. Ebenfalls mit Kursabgaben fielen Alcon (-2,4 Prozent) und Richemont (-1,6 Prozent) auf. Generell fiel der Kursverlauf der Unternehmen im Gesundheitssektor schwach aus. Zu den Verlierern am hiesigen Aktienmarkt gehörten auch Medacta, Sonova, Straumann und Lonza

Bei den Midcaps fielen R&S mit überraschenden guten Jahreszahlen auf und zogen um 18 Prozent an - gefolgt von Cosmo, die 6,5 Porzent avancierten. Die US-Investmentbank erhöhte bei der Pharmafirma das Kursziel auf 150 Franken und bestätigte das Rating «Buy».

Zu den Tagesverlierern in den hinteren Reihen gehörten SMG (-6,2 Prozent) sowie die TX Group (-4,5 Prozent). Der Titel des Zürcher Medienhauses sank damit auf eine neues 52-Wochen-Tief ab. Deutliche Kursabgaben verzeichneten auch SoftwareOne (-8,4 Prozent).

Weiter im Rückwärtsgang befinden sich die Valoren der BKW, welche mit einem Tagesverlust von 0,9 Prozent aus dem Handel gingen. Der Schlusskurs markiert den tiefsten Stand seit einem Jahr. 

+++

17:05

Die Aktien von Partners Group verlieren bis 16.55 Uhr 5,9 Prozent auf 983 Franken. Damt ist der bisherige Jahresgewinn wieder ausradiert. Derweil notiert der Gesamtmarkt gemessen am SLI um 0,5 Prozent tiefer. Händler verweisen auf einen Artikel von Bloomberg, wonach viele Private-Equity-Firmen stark in Softwareunternehmen engagiert seien. Und deren Wert werde wegen des Einflusses von KI auf Software nun in Frage gestellt.

«Die riesige Software-Wette der Private-Equity-Fonds wurde durch KI auf den Kopf gestellt», zitiert die Agentur John Zito von Apollo Global Management. Durch KI würden die Grundlagen der Softwareunternehmen in Frage gestellt, sagte er auf einer Veranstaltung in Toronto. «Das eigentliche Risiko darin besteht, dass Software tot ist», sagte Zito. Dies habe Abgaben quer durch die Branche ausgelöst, so ein Händler.

+++

16:39

Den US-Börsen ist nach einem freundlichen Wochenauftakt am Dienstag erst einmal der Schwung ausgegangen. Der vortags besonders starke Leitindex Dow Jones Industrial behauptete nach einem Rekord zuletzt ein Plus von 0,16 Prozent auf 49'488 Punkte. Der marktbreite S&P 500 drehte ins Minus und verlor 0,44 Prozent auf 6945 Punkte. Ähnlich erging es dem technologielastigen Auswahlindex Nasdaq 100 , der sogar 1,08 Prozent auf 25'461 Punkte einbüsste.

Sowohl im Technologiesektor als auch in anderen Branchen sorgten Geschäftsberichte und Unternehmensziele für deutliche Kursausschläge. Besonders unter Druck stand der Zahlungsdienstleister Paypal, während Walmart ein vergleichsweise bescheidenes Kursplus für eine Bestmarke reichte. Zudem stieg der Börsenwert des Supermarktriesen erstmals über die Marke von einer Billion US-Dollar.

+++

16:22

Die Ölpreise sind am Dienstag gestiegen. Nachdem die Notierungen im frühen Handel noch leicht gefallen waren, drehten sie im Handelsverlauf in die Gewinnzone und setzten nach deutlichen Verlusten zu Beginn der Woche zu einer leichten Gegenbewegung an.

Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im April kostete 67,00 US-Dollar. Das waren 70 Cent mehr als am Vortag. Der Preis für US-Öl der Sorte West Texas Intermediate (WTI) zur Lieferung im März stieg um 85 Cent auf 62,99 Dollar.

Marktbeobachter sprachen von einer Gegenbewegung. Am Montag war der Preis für Brent-Öl noch um mehr als drei Dollar je Barrel gefallen. Belastet wurden die Notierungen nach dem Wochenende von der Aussicht auf Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran, woraufhin geopolitische Risiken für die ölreiche Region am Persischen Golf wieder geringer eingeschätzt werden. Laut jüngsten Meldungen hat Irans Präsident Massud Peseschkian seinen Aussenminister beauftragt, Verhandlungen mit den Vereinigten Staaten zu führen.

Am Markt rückten zudem jüngste Äusserungen von US-Präsident Donald Trump zu Indien in den Fokus. Dieser hatte gesagt, dass er Zölle auf Waren aus Indien zurücknehmen werde. Der US-Präsident verband die Ankündigung mit der Aussage, dass Modi zugestimmt hätte, kein russisches Öl mehr zu kaufen und stattdessen deutlich mehr Öl aus den USA und möglicherweise Venezuela zu beziehen. Indien ist nach den Sanktionen westlicher Industriestaaten gegen Russland ein wichtiger Abnehmer für russisches Öl.

+++

15:58

Eine optimistische Prognose ermuntert Anleger zum Einstieg beim US-Chipausrüster Teradyne. Die Papiere des Unternehmens, zu ‌dessen ‌Kunden unter anderem Qualcomm und Texas Instruments zählen, legen an der Wall Street um 10,6 Prozent zu.

Der Konzern stellte für das erste Quartal einen Umsatz zwischen 1,15 und 1,25 Milliarden Dollar in Aussicht. Analysten hatten im ​Schnitt mit 934,5 Millionen Dollar gerechnet. Hintergrund seien die milliardenschweren Investitionen von Technologieunternehmen ‌in den Ausbau von Rechenzentren zur Unterstützung von ‌Anwendungen der Künstlichen Intelligenz (KI)

+++

15:41

Nach einer Reihe von Konzernbilanzen geht es an der Wall Street am Dienstag ‌leicht nach ‌oben. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte notierte zur Eröffnung 0,3 Prozent höher bei 49'476 Punkten. Der breiter gefasste S&P 500 legte ​um 0,2 Prozent auf 6989 Zähler ‌zu. Der Index der Technologiebörse ‌Nasdaq rückte ebenfalls leicht vor und lag bei 23'632 Stellen.

Für gute Stimmung sorgte vor allem Palantir mit einem Kurssprung von fast zehn Prozent. Der umstrittene Datenanalyse-Spezialist hat Kritik ⁠an seiner Zusammenarbeit mit der US-Regierung zurückgewiesen. Zudem peilt der Konzern nach einem überraschend starken vierten Quartal ein Umsatzplus ​von mehr als 60 Prozent im Geschäftsjahr 2026 ‌an. «Diese Zahlen stützen den KI-Trade», ‍sagte John Campbell, Portfoliomanager bei der Investmentgesellschaft Allspring. Gefragt nach einem ​positiv aufgenommenen Finanzbericht waren auch die Titel des US-Chipausrüsters Teradyne, die um 10,6 Prozent zulegten.

Die Titel von Unternehmen wie ‌Alphabet, Super Micro Computer und AMD, ⁠die ebenfalls in dieser Woche Ergebnisse ‌präsentieren, rückten im Kielwasser von Palantir und Teradyne um gut ein bis ‍fast zwei Prozent vor.

Der Zahlungsabwickler PayPal und der Pharmakonzern Pfizer konnten mit ihren Geschäftszahlen hingegen ​nicht bei Anlegern punkten. Die Aktien rutschten um ‍fast 20 und vier Prozent ab.

+++

15:00

Aktien aus dem Stahlbereich sind nach ihrem jüngsten Rücksetzer wieder gefragt. Am Vortag schon waren sie mit den Metallpreisen angezogen, die sich von ihrem jüngsten Kurssturz erholten. Dieser Trend setzte sich am Dienstag fort. Damit gewannen Thyssenkrupp im MDax fast sechs Prozent. Im SDax stiegen Salzgitter um gut drei Prozent.

+++

14:30

Der Dow Jones Industrial , der sich am Vortag dem Rekordhoch von Mitte Dezember stark angenähert hatte, dürfte zum Auftakt auf der Stelle treten. Der Broker IG berechnete den Dow gut eine Stunde vor Handelsbeginn quasi unverändert zum Vortag.

Der Nasdaq 100 wurde ein halbes Prozent höher indiziert bei 25.870 Zählern. Grösster vorbörslicher Verlierer im Index waren die Aktien des Zahlungsdienstleisters Paypal , die um 7 Prozent absackten. Das Unternehmen blieb im Schlussquartal mit dem Gewinn hinter den Erwartungen zurück. Es ersetzt nun den Chef Alex Chriss durch Enrique Lores, der bislang den Tech-Konzern HP Inc führt. Dessen Aktien waren zuletzt auf den tiefsten Stand seit mehr als fünf Jahren gefallen.

Ganz anders die Aktien des Technologiekonzerns Palantir , die vorbörslich um 10 Prozent zulegten. Die geschäftliche Dynamik habe sich zum Jahresende 2025 auf breiter Front beschleunigt, schrieb Analyst Brent Thill von der US-Bank Jefferies zur Quartalsbilanz von Palantir.

Bewegung gab es im Pharmasektor. Aktien von Pfizer verloren 3,6 Prozent. Der Gewinn des Unternehmens je Aktie im vierten Quartal liegt laut Händlern deutlich unter der Markterwartung. Papiere von Merck & Co traten vorbörslich auf der Stelle. Die Umsatzprognose des Dow-Schwergewichts für das laufende Jahr blieb hinter den Erwartungen zurück.

Leicht im Minus lagen Pepsico -Aktien. Der Getränke- und Snack-Hersteller senkt für wichtige Marken wie Lay's und Doritos die Preise um bis zu 15 Prozent.

+++

14:00

Die erste Zinserhöhung in Australien seit zwei Jahren ‌beflügelt den ‌australischen Dollar. Die Währung verteuert sich um knapp ein Prozent auf 0,7014 US-Dollar. Die Notenbank des Landes (RBA) hatte den Leitzins um 25 Basispunkte auf 3,85 Prozent angehoben und zugleich ​vor der Inflation gewarnt. Dies schürt an den Märkten ‌die Erwartung auf mindestens eine weitere Anhebung ‌i

+++

13:30

Der SMI notiert am frühen Nachmittiag 0,16 Prozent im Minus. Fünf Titel verlieren mehr als 1 Prozent (Alcon, Richemont, Lonza, Amrize und Partners Group). Logitech gewinnt 0,9 Prozent und führt den Index an.

+++

13:00

Die US-Futures notieren vor dem Start uneinheitlich:

Dow Jones: -0,09 Prozent
S&P 500: +0,1 Prozent
Nasdaq: +0,4 Prozent

+++

12:30

Am Devisenmarkt haben sich die Kurse am Dienstag etwas beruhigt. Im Vormittagshandel legte nun insbesondere der Euro zum Dollar etwas den Rückwärtsgang ein und fiel mit zuletzt 1,1794 wieder unter die Marke von 1,18. Derweil tritt das Euro/Franken-Paar bei Kursen von 0,9182 mehr oder weniger auf der Stelle. Und auch Dollar/Franken bewegt es sich in einer engen Spanne und bleibt mit 0,7785 klar unter der Schwelle von 0,78.

+++

11:40

Der SMI notiert gegen Mittag mit 0,05 Prozent auf 13'415,70 Punkten nur noch knapp im Plus, nachdem der Leitindex im frühen Handel noch bis auf 13'498 Zähler gestiegen war. Der 30 Titel umfassende SLI zeigt sich mit plus 0,01 Prozent auf 2150,02 Punkten quasi unverändert und der breite SPI steht mit 0,02 Prozent auf 18'481,61 Zählern knapp im Minus. Im SLI stehen 12 Gewinner 15 Verlierern gegenüber, drei Titel sind unverändert.

Die Märkte hätten sich wieder etwas beruhigt, nachdem insbesondere die Turbulenzen bei Gold und Silber zuletzt für höheren Blutdruck gesorgt hatten, heisst es von Händlern. Diese Nervosität war auch auf die Aktienmärkte übergeschwappt. Dort hatten Anleger aber erstaunlich schnell den Schalter zurück auf «risk-on» gestellt und wieder zugegriffen. Nun fehlten frische Impulse.

Im Tagesverlauf rücken mangels Konjunkturdaten einige grosse US-Konzerne mit ihren Bilanzen in den Fokus. So legen beispielsweise der Pharmakonzern Pfizer, PayPal und AMD Zahlen vor. «Nach der Enttäuschung über die soliden Microsoft-Zahlen brodeln die Befürchtungen über die Kosten für KI erneut», so ein Händler. Auf die eigentlich für Freitag vorgesehenen US-Jobdaten müssen Anleger indes noch etwas warten - das US-Arbeitsministerium teilte mit, dass der Bericht für Januar aufgrund des teilweisen Regierungsstillstands nicht wie geplant am Freitag veröffentlicht werden kann.

An der Indexspitze klettern Julius Bär (+2,8 Prozent) kräftig nach oben. Einen Tag nach der Zahlenvorlage erhöhen zahlreiche Analysten ihre Kursziele für die Privatbank.

Mit Partners Group (+1,0 Prozent) und UBS (+0,9 Prozent) sind auch weitere Finanzinstitute gefragt. Die Grossbank legt am morgigen Mittwoch selbst Zahlen vor und dürfte deutlich mehr verdient haben. Knackpunkt bleibt allerdings die Kapitalfrage.

Novartis (-0,2 Prozent) liegen vor den eigenen Zahlen knapp im Minus. Beim Pharmakonzern steht die Pipeline im Fokus. Konkurrent Roche (GS -0,3 Prozent) hatte bereits in der Vorwoche seine Bilanz präsentiert.

Zu den schwächsten Werten gehören Sonova (-1,7 Prozent). Die Titel des Hörgeräteherstellers werden offenbar für die Zahlen von Konkurrent Demant in Sippenhaft genommen. Händlern zufolge enttäuschten die Dänen insbesondere mit dem Ausblick. Mit Lonza (-1,1 Prozent), Straumann (-1,2 Prozent) und auch Alcon (-1,7 Prozent) sind weitere Vertreter der Gesundheitsbranche schwach.

Derweil legen VAT (+0,7 Prozent) und Logitech (+0,7 Prozent) zu. Am Markt wird auf die starken Zahlen und den optimistischen Ausblick von Palantir verwiesen. «Hier scheint sich der KI-Hype endlich in bare Münze zu verwandeln - genau das, worauf Investoren gewartet haben», kommentierte ein Händler.

Die Aktien von Swatch (+2,0 Prozent) sind nach einer Hochstufung durch Bank of America gefragt. Die Analysten heben ihr Rating auf «Neutral» von «Underperform». Konkurrent Richemont (-1,0 Prozent) liegen indes im Angebot.

Einen wahren Kurssprung vollführen R&S (+15,4 Prozent) nach Eckdaten für 2025. Der Trafohersteller überzeugte insbesondere mit den Aufträgen und der starken EBITDA-Marge.

Gefragt sind auch Cosmo (+6,7 Prozent auf 125,00 Fr.). Unterstützung kommt insbesondere von Jefferies. Die Analysten ziehen das Kursziel massiv von 82 auf 150 Franken mit unveränderter Kaufempfehlung nach oben. Derweil platzierte das Pharmaunternehmen ein Aktienpaket von 5,3 Prozent bei einem institutionellen Investor.

Medacta (-1,4 Prozent) geben ihre frühen Gewinne wieder preis. Dabei erzielte das Tessiner Orthopädieunternehmen 2025 ein zweistelliges Umsatzwachstum und der CEO blickt zuversichtlich nach vorn.

Auf den Aktien des Flughafen Zürich (-1,2 Prozent) lastet derweil eine Abstufung durch Barclays im Rahmen einer Branchenstudie.

+++

11:00

Der deutsche Leitindex Dax stieg am Dienstagvormittag um 1,2 Prozent auf 25'084 Punkte. Der MDax der mittelgrossen Börsenwerte gewann 0,7 Prozent auf 31'724 Zähler. Für den Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 ging es um ein Prozent nach oben.

+++

10:30

Überraschend hohe ‌Mittelzuflüsse ‌im vierten Quartal geben Amundi Auftrieb. Die Papiere des grössten europäischen Vermögensverwalters steigen in Paris um 4,7 Prozent auf den höchsten Stand seit August ​2021.

Amundi sammelte netto 20,9 Milliarden Euro ‌an neuen Geldern ein, während ‌Analysten nur mit 16,1 Milliarden gerechnet hatten. «Die Ergebnisse der DWS in der vergangenen Woche waren schwer zu übertreffen, aber Amundi hat gezeigt, dass es der Aufgabe gewachsen ist», sagten die Analysten von ⁠Jefferies. Die Experten von JP Morgan verwiesen zudeam auf ein angekündigtes Aktienrückkaufprogramm im Volumen von 500 Millionen Euro.

+++

10:00

Nach dem massiven Einbruch ziehen die Preise für Gold und Silber wieder an. Eine Feinunze Gold verteuert sich um 4,9 Prozent auf bis ‌zu 4893 ‌Dollar. Silber legt um 8,4 Prozent auf 86,11 Dollar zu.

«Man kann davon ausgehen, dass wir uns nun wieder in der Nähe eines fairen Wertes bewegen, ​nachdem sich der Markt einige Wochen lang ziemlich irrational verhalten ‌hat», sagte Kyle Rodda, Analyst bei Capital.com. Die ‍aktuellen Preise brächten Gold und Silber auf das Niveau der zweiten Januarhälfte zurück. Der von US-Präsident Donald Trump ​nominierte Warsh werde von den Märkten als relativ glaubwürdige Person gesehen, sagte Rodda. Dies habe den Dollar gestärkt. «Das war sozusagen der Auslöser, der die Blase bei den Edelmetallen ‌zum Platzen brachte.»

Trotz des jüngsten Rücksetzers gehen ⁠Analysten davon aus, dass der Aufwärtstrend der Edelmetalle ‌anhalten wird. Sie erwarten im Laufe des Jahres neue Rekordhochs. Für zusätzliche Unsicherheit am Markt sorgte die Mitteilung des ‍US-Arbeitsministeriums vom Montag, dass der vielbeachtete Arbeitsmarktbericht für Januar wegen des teilweisen Stillstands der US-Regierungsgeschäfte nicht am Freitag veröffentlicht werde. Auch andere Edelmetalle ​legten zu: Platin verteuerte sich um rund drei Prozent auf ‍2183 Dollar, Palladium stieg ebenfalls um knapp drei Prozent auf 1766 Dollar

+++

09:30

Der SMI notiert eine halbe Stunde nach Eröffnung um 0,61 Prozent höher auf 13'490,70 Punkten. Der 30 Titel umfassende SLI gewinnt 0,68 Prozent hinzu auf 2164,33 und der breite SPI 0,61 Prozent auf 18'596,47 Zähler. Im SLI rücken 24 Titel vor und 5 geben nach. Galderma sind unverändert.

Insgesamt verlaufe der Handel wieder in ruhigeren Bahnen, kommentierten Händler. Insbesondere an den Edelmetallmärkten war es zuletzt zu deutlichen Turbulenzen gekommen und die Nervosität war kurzzeitig auch auf die Aktienmärkte übergeschwappt. «Nun sieht es so aus, als hätten wir das Schlimmste hinter uns», sagte ein Börsianer. Anleger hätten recht schnell den Schalter zurück auf «risk-on» gestellt und griffen wieder zu.

An der Indexspitze gewinnen Julius Bär (+3,4 Prozent) einen Tag nach Zahlen kräftig hinzu. Zahlreiche Analysten haben ihre Kursziele angehoben. UBS (+1,5 Prozent) legen vor Zahlen zu, während Novartis (+0,4 Prozent) im Mittelfeld rangieren.

Gefragt sind mit VAT (+1,4 Prozent), Logitech (+0,9 Prozent) und Inficon (+1,6 Prozent) auch Tech-Werte. Händler verweisen auf starke Zahlen von Palantir als Antrieb. Auch R&S springen nach Zahlen 14 Prozent in die Höhe.

Zu den wenigen Verlierern zählen Richemont (-0,5 Prozent) ohne Nachrichten. Konkurrent Swatch (+0,1 Prozent) können kaum von einer Hochstufung durch Bank of Amerika profitieren. Sonova (+0,6 Prozent) zeigen sich wenig beeindruckt von den Zahlen von Konkurrent Demant.

+++

09:00

Der SMI startet am Dienstag 0,45 Prozent höher. ABB legt 1,8 Prozent zu, Partners Group gewinnt 1,3 Prozent.

Dabei sind die Vorgaben der Wall Street nur leicht positiv. Zwar gab es auch an den US-Börsen zum Wochenstart Gewinne, die Nasdaq konnte entgegen zum Dow Jones ihr hohes Niveau vom Europaschluss aber nicht ganz halten. Dafür kletterte der Nikkei in Japan zeitweise auf ein Rekordhoch. Und auch an den Edelmetallmärten kehrte nach den Turbulenzen der vergangenen Tage etwas Ruhe ein. «Es sieht so aus als hätten wir das schlimmste hinter uns und Gold kann vielleicht wieder zu dem langweiligen, risikolosen Asset werden, dass es einmal war», sagte ein Händler.

Der Tag dürfte insgesamt in ruhigeren Bahnen verlaufen, vermuten Börsianer. Die Agenda ist noch recht leer, bevor dann am morgigen Mittwoch mit Novartis und UBS gleich zwei heimische Schwergewichte ihre Zahlen präsentieren. International richtet sich der Blick unter anderem auf die Ergebnisse von Pfizer, PayPal oder AMD. Von der Konjunktur kommen zunächst keine Impulse, zumal das US-Arbeitsministerium den Arbeitsmarktbericht für Januar aufgrund des teilweisen Regierungsstillstands nicht wie geplant am Freitag veröffentlichen kann.

+++

08:30

Am Devisenmarkt zeigt sich nach den zuletzt turbulenteren Tagen eine gewisse Beruhigung. Durch die Nominierung von Kevin Warsh als neuen Fed-Präsident hatte der US-Dollar teils deutlich zugelegt.

Das Euro/Franken-Paar tritt bei Kursen von 0,9189 mehr oder weniger auf der Stelle, behält die Marke von 0,92 aber im Blick.

Der US-Dollar schwächte sich in der Nacht leicht ab und wird zurzeit bei 0,7777 Franken gehandelt. Der Euro ist bis am frühen Morgen mit aktuell 1,1815 US-Dollar wieder über die Marke von 1,18 gestiegen.

+++

08:00

Julius Bär erwartet den SMI am Dienstag 0,4 Prozent höher. Alle 20 Titel notieren im Plus. Logitech, UBS und Richemont verzeichnen den höchsten Zuwachs mit 0,5 Prozent.

Am breiten Markt stehen die Vorzeichen ebenfalls auf Grün. Cosmo gewinnt 1,8 Prozent, der Flughafen Zürich verliert 0,5 Prozent. Die Arzneimittelkette hat die erfolgreiche Privatplatzierung von knapp 940'000 eigenen Aktien bekannt gegeben, während beim Flughafenbetreiber eine Ratingsenkung belasten dürfte.

+++

07:15

Neue Kursziele und Ratings für Schweizer Aktien:

Cosmo: Jefferies erhöht auf 150 (82) Fr. mit BUY. 

Roche: Julius Bär ist für HOLD bis 350 (310) Fr.

ABB: Kepler Cheuvreux erhöht auf 75 (70) Fr. mit BUY.

Bell: Research Partners setzt den dicken Rotstift an mit HALTEN bis 260 (300) Fr. 

Bucher: Julius Bär ist für HOLD bis 380 (400) Fr. 

Dätwyler: Research Partners erhöht auf 185 (160) Fr. mit HALTEN. 

Flughafen Zürich: Barclays geht auf EQUAL WEIGHT (Overweight) bis 245 (262) Fr. 

Givaudan: Citigroup ist für NEUTRAL bis 3350 (3500) Fr.

Julius Bär: Goldman Sachs ist für BUY bis 74 (72) Fr.

Julius Bär: Basler KB ist für MARKTGEWICHTEN bis 65 (60) Fr.

Julius Bär: Kepler Cheuvreux ist für HOLD bis 66 (67) Fr.

Julius Bär: Citigroup ist für NEUTRAL bis 67.50 (66) Fr.

Julius Bär: Royal Bank of Canada ist für OUTPERFORM bis 70 (67.50) Fr.

Lonza: Jefferies erhöht auf 769 /64) Fr. mit BUY. 

Swisscom: J.P. Morgan erhöht auf 535 (530) Fr. mit UNDERWEIGHT. 

SwatchBofA Global Research hat die Anlageempfehlung für Swatch erhöht auf Neutral von zuvor Underperform.

+++

Der Goldpreis ist stark gefallen. Nach der Korrektur ergeben sich Chancen zum Wieder- oder Neueinstieg. Gilt das auch für Bitcoin?

+++

06:05

Der SMI wird am Dienstag 0,66 Prozent höher gesehen.

+++

05:00

Eine Beruhigung an den Metallmärkten und gute US-Konjunkturdaten haben den asiatischen Börsen am Dienstag Auftrieb gegeben. Der japanische Nikkei-Index sprang um 3,3 Prozent auf 54.364,26 ‌Punkte und ‌machte damit seine Vortagesverluste wett. Auch die Börsen in Südkorea und Australien legten deutlich zu. Der Goldpreis erholte sich ebenfalls von seinen jüngsten Kurseinbrüchen. Händler sprachen von einer Bereinigung überhitzter und fremdfinanzierter Positionen. «Es ​war eine Bereinigung der Hebelwirkung im System, die sich aufgebaut ‌hatte», sagte Christopher Forbes von CMC Markets. ‌Auslöser der heftigen Schwankungen war die Nominierung von Kevin Warsh für den Chefposten der US-Notenbank Fed durch Präsident Donald Trump.

+++

04:00

Am asiatischen Devisenhandel verlor der Dollar 0,1 Prozent auf 155,41 Yen und gab 0,1 Prozent auf 6,9388 Yuan nach. Zur Schweizer Währung notierte er 0,2 ⁠Prozent niedriger bei 0,7779 Franken. Parallel dazu stieg der Euro um 0,2 Prozent auf 1,1810 Dollar und zog leicht auf 0,9188 Franken an. Der australische Dollar notierte vor der erwarteten Zinserhöhung ​durch die Notenbank des Landes fester bei 0,6958 US-Dollar.

+++

03:00

Die Ölpreise gaben ‌nach. Die nachlassenden Spannungen zwischen den USA und dem ‍Iran drückten auf die Notierungen. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent verbilligte sich um 0,4 Prozent auf 66,04 ​Dollar. Das US-Öl WTI notierte 0,3 Prozent schwächer bei 61,95 Dollar. Der Goldpreis erholte sich dagegen und stieg um drei Prozent auf 4800 Dollar je Feinunze. Silber legte um fünf ‌Prozent auf 83,34 Dollar zu.

+++

02:00

Die US-Börsen haben sich am Montag nach einem zähen Auftakt klar von ihrer jüngsten Schwäche erholt. Für einen positiven Impuls sorgten Stimmungsdaten aus der heimischen Industrie. Gefragt waren vor allem Technologieaktien, wogegen Zahlen und Ausblick des Unterhaltungsriesen Walt Disney auf ein negatives Echo stiessen.

Der Leitindex Dow Jones Industrial schloss 1,05 Prozent höher bei 49.407,66 Punkten. Für den marktbreiten S&P 500 ging es letztlich um 0,54 Prozent auf 6.976,44 Punkte hoch. Der technologielastige Auswahlindex Nasdaq 100 gewann 0,73 Prozent auf 25.738,61 Punkte.

Die Stimmung in der US-Industrie hat sich im Januar merklich verbessert, wie der überraschend deutliche Anstieg des Einkaufsmanagerindex ISM auf einen Wert oberhalb der Wachstumsschwelle von 50 Punkten belegt.

Im Dow zählten der Tech-Riese Apple , der Netzwerk-Ausrüster Cisco und das IT-Urgestein IBM am Montag zu den besten Werten. Für den Baumaschinenhersteller Caterpillar ging es als Spitzenreiter um 5,1 Prozent auf einen Rekord. Im Nasdaq 100 reihten sich Intel , Micron sowie weitere Chiphersteller mit deutlichen Kursaufschlägen weit vorne ein. Oracle -Titel büssten mit einem Minus von 2,8 Prozent ihre zeitweise klaren Gewinne ein. Damit scheiterte nach einem monatelangen Abwärtstrend ein weiterer Stabilisierungsversuch. Der Software- und Datenbank-Anbieter will sich im laufenden Jahr 45 bis 50 Milliarden US-Dollar Kapital beschaffen, um das Cloud-Geschäft anzukurbeln.

Die von US-Präsident Donald Trump angestrebte strategische Reserve für Seltene Erden gab der Branche nicht dauerhaft Auftrieb. So verloren die anfangs starken Anteilscheine von USA Rare Earth und Critical Metals 1,4 beziehungsweise 4,4 Prozent.

Die Aussicht auf Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran belastete die Ölpreise deutlich. Das bekamen auch die zuletzt recht gut gelaufenen Aktien der Branchengrössen Exxon Mobil , ConocoPhillips und Chevron mit Kursverlusten von bis zu 2,1 Prozent zu spüren.

Für Walt Disney ging es am Dow-Ende um 7,4 Prozent nach unten. Das Unternehmen litt im vergangenen Quartal unter hohen Werbeausgaben für Kinofilme. Dass der um Sonderposten bereinigte Gewinn je Aktie etwas besser ausfiel als von Experten erwartet, beeindruckte die Anleger ebenso wenig wie der gestiegene Umsatz und der bestätigte Ausblick für ein besseres zweites Geschäftshalbjahr.

Derweil zeichnet sich in der jahrelangen Suche von Disney nach einer geeigneten Nachfolge für den Noch-Konzernchef Bob Iger eine Entscheidung ab. So dürfte der Verwaltungsrat laut Kreisen schon bald Freizeitpark-Spartenchef Josh D'Amaro zum Konzernchef küren. Das Gremium könnte schon in den kommenden Tagen entsprechend abstimmen, berichtete die Nachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf mit der Sache vertraute Personen.

Aisha Gutknecht arbeitet seit Juli 2024 als Redaktorin für cash.ch.
Aisha GutknechtMehr erfahren