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17:40

Am Schweizer Aktienmarkt geben am Freitag zum Wochenschluss die Kurse mehrheitlich nach. Trotz aller positiver Zeichen im Zusammenhang mit der «Grönland-Frage» und der Hoffnung auf ein baldiges Ende des Ukrainekriegs blieben die Anleger vorsichtig, heisst es am Markt.

Zudem dominierten weiterhin Zweifel, dass sich die geopolitischen Brandherde nach der jüngsten Volte des US-Präsidenten Donald Trump wirklich dauerhaft entspannten. Dies auch, weil Trump ja immer wieder für Überraschungen gut sei. «Was heute gilt, ist morgen eventuell schon Makulatur», sagt ein Händler. Daher sei noch unklar, in welche Richtung der Markt letztlich weitergehe. «Wir bleiben damit auf Richtungssuche», so ein anderer Händler.

Der SMI notiert nach Börsenschluss um 17.30 Uhr um 0,61 Prozent tiefer auf 13'147 Punkten. Damit verbucht der Leitindex ein Wochenminus von um die zwei Prozent. Der breite SPI schliesst mit 0,68 Prozent im Minus bei 18'192 Zählern und legt ebenfalls eine negative Wochenperformance von minus 1,8 Prozent hin.

Bei den Blue Chips konnten am letzten Handelstag einzig Roche (+0,06 Prozent), ABB (+0,44 Prozent), Novartis und Swisscom als Tagessiegerin mit +1,08 Prozent überzeugen. Die restlichen SMI-Titel verbuchen alle ein Tagesminus. Am deutlichsten abwärts geht es für den Zementhersteller Holcim (-2,38 Prozent) Alcon mit -2,32 Prozent, und Swiss Life (-2,15 Prozent).

Bei den Aktien von Holcim hat eine Studie auf den Kurs gedrückt. Goldman Sachs hat die Kaufempfehlung abgesetzt und den Titel auf «Neutral» zurückgestuft.

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16:58

Edelmetalle bleiben bei Investoren weiter stark gefragt: Der Preis für eine Feinunze Silber (etwa 31,1 Gramm) stieg am Freitag erstmals über 100 US-Dollar. An der Metallbörse in London wurde das Edelmetall bei 100,29 Dollar gehandelt und damit mehr als drei Prozent höher als am Vortag. In den ersten Wochen des Jahres ist das Edelmetall damit um fast 40 Prozent teurer geworden.

Silber war zuletzt auch stärker gefragt als Gold. Der Preis für Silber war 2025 um fast 150 Prozent nach oben geklettert und damit deutlich stärker als der Goldpreis. Auch 2026 sorgten politische Spannungen für die Kursgewinne bei Edelmetallen. So führten Experten die Gewinne in den ersten Handelswochen des Jahres vor allem auf die Lage im Iran und die zeitweisen Zolldrohungen von US-Präsident Donald Trump gegen einige europäische Staaten im Zusammenhang mit Grönland zurück.

Edelmetalle - allen voran Gold - gelten bei vielen Investoren als sichere Häfen in Zeiten politischer Unsicherheiten. Silber ist zudem ein wichtiges Industriemetall, das für zahlreiche Anwendungen rund um KI, Robotik und Energie benötigt wird.

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16:51

Am Devisenmarkt haben sich die Kursausschläge am Freitag bis am frühen Abend in relativ engen Grenzen gehalten. Über die ganze Woche gesehen hat der US-Dollar aber deutlich an Wert verloren.

Aktuell kostet der Dollar 0,7900 Franken nach 0,7906 am Morgen bzw. 0,7945 am Donnerstagmorgen. Ähnlich hat sich auch das Euro/Dollar-Paar entwickelt: Momentan kostet es 1,1749, was in etwa gleich viel ist wie am Morgen (1,1746), aber klar mehr als am Donnerstagmorgen (1,1691). Derweil hat sich das Euro/Franken-Paar in dieser Zeit meist leicht unter der 0,93er-Marke bewegt, zuletzt bei 0,9281.

Nach seiner Schwäche am Vortag habe sich der Dollar zu Franken und Euro am Donnerstag stabilisiert und seither mehr oder weniger seitwärts bewegt, sagte ein Händler zu Entwicklung in den letzten 36 Stunden.

Anders sieht die Bewegung über eine Woche aus. So hatte der Greenback beispielsweise am letzten Freitag spätabends mit 0,8033 noch deutlich über der 0,80er-Marke notiert. Das Euro/Dollar-Paar hatte damals 1,1597 gekostet.

Der Dollar war Anfangs Woche vor allem wegen der «Grönland-Story» unter Druck gewesen. Die Ambitionen des US-Präsidenten Donald Trump auf die weltgrösste Insel seien im Markt nicht gut angekommen, hiess es in ersten Wochenhälfte. Als Trump dann allerdings am Mittwochabend eine Kehrtwende vollführte und die jüngsten Zolldrohungen zurücknahm, setzte eine Stabilisierung ein.

Dass der Franken insgesamt aber trotzdem stark bleibt, und auch die Edelmetalle Gold und Silber ihren Rekordkurs fortsetzen, zeigt laut Händlern, dass es weiterhin Zweifel gibt, ob und wie lange diese Entspannung andauert. «Trump ist immer wieder für eine Überraschung gut», meint ein Händler und verwies auf die Sprunghaftigkeit des US-Präsidenten.

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16:24

Die Erwartung des nächsten Fed-Entscheids und eine pessimistische Prognose von Intel belasten zum Wochenschluss die Wall ‌Street. ‌Der Dow Jones-Index der Standardwerte notierte nach der Eröffnung am Freitag ein halbes Prozent tiefer bei 49'132 Punkten. Der breiter gefasste S&P 500 und ​der Index der Technologiebörse Nasdaq traten mit ‌6910 und 23'450 Zählern mehr ‌oder weniger auf der Stelle.

«Die Berichtssaison ist bislang insgesamt gut verlaufen, aber es gab ein oder zwei Unternehmen, deren Ausblick nicht rosig ausfiel, und die Aktien gerieten entsprechend unter Druck», ⁠sagte Peter Cardillo, Chefökonom beim Finanzdienstleister Spartan. «Die Prognosen sind derzeit wichtiger denn je.» Zudem blieben die Anleger wegen der in der kommenden ​Woche anstehenden Zinsentscheidung der US-Notenbank Fed vorsichtig.

Nach unten ‌zog die US-Börsenbarometer unter anderem Intel. ‍Wegen Lieferengpässen bei Rohstoffen kann der Chipkonzern die wachsende Nachfrage nach Server-Prozessoren nicht ​bedienen. Daher blieb sein Ausblick hinter den Markterwartungen zurück. Die Aktien des kriselnden Konzerns fielen nach der Veröffentlichung um fast 14 ‌Prozent.

Gefragt waren hingegen die Titel ⁠des Rivalen Nvidia, die um rund zwei ‌Prozent zulegten. Laut einem Bericht der Nachrichtenagentur Bloomberg haben chinesische Behörden den Unternehmen Alibaba, ‍Tencent und ByteDance mitgeteilt, dass sie Bestellungen für Nvidias KI-Chips vom Typ H200 vorbereiten können. Reuters hatte ​im Dezember berichtet, dass Nvidia die Lieferung des ‍zweitstärksten KI-Chips vor dem chinesischen Neujahrsfest Mitte Februar anstrebt. 

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15:45

Die Ölpreise sind am Freitag gestiegen. Im Tagesverlauf haben sie leichte Kursgewinne aus dem frühen Handel deutlich ausgebaut. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im März kostete zuletzt 65,66 US-Dollar. Das waren 1,60 Dollar mehr als am Vortag. Der Preis für US-Öl der Sorte West Texas Intermediate (WTI) stieg um 1,55 Dollar auf 60,91 Dollar.

Marktbeobachter verwiesen auf einen Artikel der «Financial Times». Demnach haben die USA gedroht, die Finanzierung irakischer Ölexporte einzuschränken. Dies könnte auf geringere Ausfuhren hindeuten, was den Notierungen am Ölmarkt Auftrieb verlieh.

Ausserdem wurden die steigenden Ölpreise mit der jüngsten Kursentwicklung des Dollar begründet. Am Vortag war die amerikanische Währung unter Druck geraten, was am Ölmarkt weiter Wirkung zeige. Da Öl in der Regel in Dollar gehandelt wird, macht es eine Kursschwäche der amerikanischen Währung auf dem Weltmarkt günstiger, was die Nachfrage verstärkt.

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15:35

Die Aktien an den US-Märkten entwickelten sich am Freitag kurz nach Börseneröffnung uneinheitlich, nachdem die wichtigsten Indizes aufgrund nachlassender geopolitischer Ängste zwei Tage in Folge Gewinne verzeichnet hatten.

Der S&P 500 bewegte sich ebenso wie der Nasdaq Composite um die Nulllinie. Der notierte 247 Punkte oder 0,5 Prozent tiefer.

Die Aktien von Nvidia und Advanced Micro Devices stiegen im frühen Handel um mehr als 1 Prozent bzw. etwa 3 Prozent. Die Intel-Aktie hingegen brach um 11 Prozent ein, nachdem der Chiphersteller einen enttäuschenden Ausblick für das erste Quartal gegeben hatte.

Auch der Schweizer Aktienmarkt, gemessen am SMI, bewegt sich im Verlauf des Nachmittaghandels im Minus. Gegen 15.35 Uhr notiert der Schweizer Leitindex 0,91 Prozent im Minus.

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14:46

Nach der jüngsten Erholung dürften die US-Aktienmärkte am Freitag mit leicht negativer Tendenz starten. Geprägt war die turbulente Handelswoche von geopolitischen und handelspolitischen Spannungen wie dem vorerst entschärften Konflikt um Grönland und den zurückgenommenen Strafzolldrohungen von US-Präsident Donald Trump gegen acht europäische Länder.

Der Dow Jones Industrial wurde vom Broker IG eine Dreiviertelstunde vor Handelsbeginn 0,4 Prozent tiefer auf 49'187 Punkte taxiert, nachdem er am Donnerstag um 0,6 Prozent zugelegt hatte. Damit deutet sich für den US-Leitindex ein Wochenverlust von rund 0,3 Prozent an.

Der Nasdaq 100 wird am Freitag 0,3 Prozent im Minus bei 25'445 Zählern erwartet. Daraus könnte für den von Tech-Werten geprägten Index ein Wochenminus von ebenfalls rund 0,3 Prozent herausspringen.

Der Chipkonzern Intel wird auf seinem Sanierungskurs von Lieferengpässen gebremst. Das Umsatzziel von 11,7 bis 12,7 Milliarden US-Dollar für das laufende Quartal enttäuschte die Wall Street: Die Intel-Aktie sackte im vorbörslichen US-Handel um 12,7 Prozent auf 47,44 US-Dollar ab. Allerdings hatte das Papier seit dem Jahreswechsel zuvor einen steilen Kursanstieg von fast 50 Prozent hingelegt.

Für JPMorgan-Analyst Harlan Sur war der Kursanstieg allerdings zu viel des Guten. Er hob sein Kursziel in einer Studie vom Freitag zwar an, allerdings nur von 30 auf 35 Dollar. Seine Einstufung für die Aktie lautet weiterhin auf «Underweight». Die jüngsten Kennzahlen des Halbleiterkonzerns fand er besser als erwartet, den Ausblick aber enttäuschend.

Für die Papiere von Nvidia ging es vorbörslich zuletzt um 0,9 Prozent nach oben. Wie die Nachrichtenagentur Bloomberg berichtet, haben chinesische Beamte den grössten Technologiekonzernen des Landes den Kauf von Nvidias H200-KI-Chips erlaubt.

CSX stiegen vorbörslich um 2,2 Prozent, nachdem der Umsatzausblick des Logistikkonzerns auf 2026 besser als erwartet ausgefallen war.

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13:48

Trotz der Entspannungssignale im Streit um Grönland bleiben die Dax-Anleger zum Wochenschluss auf der Hut. Der deutsche Leitindex verlor 0,1 Prozent auf 24'842 Zähler, der EuroStoxx50 gab 0,6 Prozent nach. «Auch ‌wenn die Grönland-Frage vorerst ‌gelöst scheint, halten sich die Anleger zurück, weil sie befürchten, dass sie wieder aufkommen könnte,» sagte Michael Field von Morningstar.

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13:00

Die Futures auf die US-Aktienmärkte tendieren am Freitag tiefer:

Dow Jones: -0,2 Prozent
S&P 500: -0,05 Prozent
Nasdaq: -0,03 Prozent

Der Swiss Market Index (SMI) gibt um 0,6 Prozent nach. 

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11:37

Am Schweizer Aktienmarkt geben am Freitagvormittag die Kurse mehrheitlich nach. Trotz aller positiver Zeichen im Zusammenhang mit der «Grönland-Frage» und der Hoffnung auf ein baldiges Ende des Ukrainekriegs blieben die Anleger vorsichtig, heisst es am Markt. Zudem dominierten weiterhin Zweifel, dass sich die geopolitischen Brandherde nach der jüngsten Volte des US-Präsidenten Donald Trump wirklich dauerhaft entspannten. Dies auch, weil Trump ja immer wieder für Überraschungen gut sei. «Was heute gilt, ist morgen eventuell schon Makulatur», sagt ein Händler. Daher sei noch unklar, in welche Richtung der Markt letztlich weitergehe. «Wir bleiben damit auf Richtungssuche», so ein anderer Händler.

Am Vortag hatte ein Rahmenabkommen zur Zukunft Grönlands für Zuversicht gesorgt und die Kurse weltweit steigen lassen. Zudem hatte Trump auch die Zollankündigungen gegenüber mehreren europäischen Ländern wieder zurückgenommen. Ausserdem keimten neue Hoffnungen auf ein Ende des Ukrainekriegs auf. Und auch zur US-Notenbank Fed gab es positive Neuigkeiten. So äusserte das Oberste Gericht der USA Zweifel an der rechtmässigen Entlassung der Fed-Gouverneurin Lisa Cook. Doch alle diese Fragen seien noch nicht wirklich gelöst, heisst es weiter am Markt. Dass das Misstrauen anhalte, zeige sich denn auch darin, dass die Edelmetalle Gold und Silber den Rekordkurs fortsetzten und auch der Franken kaum etwas von seiner Stärke eingebüsst habe, heisst es am Markt.

Der SMI notiert um 11.30 Uhr um 0,62 Prozent tiefer auf 13'147 Punkten. Damit steuert der Leitindex auf einen Wochenverlust von gegen zwei Prozent zu. Der 30 Titel umfassende LI ermässigt sich um 0,69 Prozent auf 2132,18 und der breite SPI um 0,54 Prozent auf 18'216,54 Zähler. 27 SLI-Werte stehen im Minus und nur drei ziehen an.

Unter Druck stehen die Aktien von Kühne + Nagel (-2,6 Prozent), was Händler mit Gewinnmitnahmen erklären. Der Titel des Logistikkonzerns hatte in den vergangenen Wochen deutlich zugelegt.

Klar im Minus stehen auch Lindt & Sprüngli (PS -2,4 Prozent), was mit einem Analystenkommentar erklärt wird. Barclays hat das Rating für die Namenaktien von Lindt & Sprüngli in einer Branchenstudie gleich auf «Underweight» von «Overweight» gesenkt. Der Analyst befürchtet, dass die Absatzmengen künftig nach den kräftigen Preiserhöhungen von mehr als 20 Prozent in der zweiten Jahreshälfte 2025 rückläufig bleiben könnten. Dies biete Raum für Enttäuschungen.

Auch bei den Aktien von Holcim (-1,7 Prozent) drückt eine Studie auf den Kurs. Goldman Sachs hat die Kaufempfehlung abgesetzt und den Titel auf «Neutral» zurückgestuft.

Deutlich tiefer notieren auch Straumann (-2.,4 Prozent), Alcon (-1,9 Prozent) und VAT (-1,7 Prozent). Letzterer hat eine erstaunliche Kursentwicklung hinter sich und notiert nicht mehr allzu weit weg vom Allzeithoch. Nun frage sich halt manch ein Marktteilnehmer, ob der Kurs nicht etwas zu schnell gestiegen sei und nun Gewinnmitnahmen angezeigt wären.

Auf den Verkaufslisten sind zudem Partners Group, Geberit, Swiss Life, Richemont und Galderma mit Abschlägen von mehr als einem Prozent zu finden.

Die wenigen Gewinner werden von den Anteilen von Swisscom (+0,5 Prozent) vor Novartis (+0,3 Prozent) angeführt. Julius Bär (+0,1 Prozent) ist ebenfalls eine Spur fester. Roche GS (-0,1 Prozent), die sich wie Novartis lange als Marktstützen erwiesen hatten, sind inzwischen ins Minus gerutscht.

Schwergewicht Nestlé (-0,8 Prozent) belastet den SMI ebenfalls. Der Titel leidet unter Problemen im Bereich Baby-Milch. Dass derweil der Verkauf der Wassersparte vorankommen soll, wirke sich kaum auf den Kurs aus, meint ein Händler.

Auf den hinteren Rängen fallen SFS (+5,7 Prozent) auf. Der Metallverarbeiter hat 2025 den Umsatz um 0,6 Prozent auf 3,06 Milliarden Franken gesteigert. Die zurückhaltende Investitionsbereitschaft dämpfe das Geschäft aber weiterhin.

Deutlich zulegen können nach Zahlen auch Gurit (+8,0 Prozent). Hiag (+2,4 Prozent) profitiert von einer positiven Gewinnwarnung.

Dagegen büssen Autoneum (-2,6 Prozent) und Mikron (-10 Prozent) nach Zahlen deutlich an Wert ein.

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10:58

Ein plötzlicher Kursanstieg der japanischen Landeswährung gegenüber dem Dollar hat Spekulationen über eine mögliche Währungsintervention ausgelöst. Der Dollar fiel am Morgen um bis ‌zu 0,6 ‌Prozent auf 157,41 Yen, nachdem er zuvor 0,5 Prozent fester notiert hatte. Aktuell notiert der Dollar 0,2 Prozent schwächer bei 158,02 Yen. Laut Händlern an Devisenterminals in Singapur wurde die Bewegung möglicherweise dadurch ausgelöst, dass die japanischen Behörden die Devisenkurse bei den Banken überprüften. Der japanische Finanzminister Satsuki ​Katayama lehnte es ab, auf Gerüchte über mögliche Zinssatzüberprüfungen zu antworten, sagte aber, dass die ‌Behörden den Devisenmarkt mit hoher Priorität beobachteten. Seit Sanae Takaichi im ‌Oktober Ministerpräsidentin wurde, steht der Yen unter Druck. Er ist um gut fünf Prozent Prozent gefallen. Die japanische Notenbank liess die Leitzinsen nach einer Anhebung im Dezember am Freitag unverändert.

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10:44

Die drei defensiven Titel Novartis (+0,7 Prozent), Swisscom (+0,5 Prozent) und Roche (+0,4 Prozent) sind dem hiesigen Markt eine wichtige Stütze. Der SMI notiert derweil 0,2 Prozent tiefer. 

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10:41

Die Aktien von Adidas finden sich zum Wochenschluss mit einem Abschlag von ‌2,5 ‌Prozent am Dax-Ende wieder. Die Analysten von RBC haben den deutschen Sportartikelhersteller auf «Sector Perform» von «Outperform» heruntergenommen. Das Brokerhaus erwartet, dass die bevorstehende Prognose von Adidas für das Geschäftsjahr 2026 konservativ ausfallen wird. Die Papiere von Puma notieren ​im MDax 2,3 Prozent schwächer.

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10:28

Anleger folgen einer Kaufempfehlung der UBS und greifen ‌bei ‌Siemens Energy zu. Die Aktien stehen mit einem Plus von mehr als zwei Prozent an der Dax-Spitze. Die Analysten setzten die Titel hoch auf «Buy» von «Sell».

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10:08

Ein Ergebniseinbruch 2025 und ‌die ‌Verfehlung der eigenen Prognose macht den Aktien von BASF zu schaffen. Die Titel geben im Dax bis zu 2,4 Prozent nach und gehören damit zu den schwächsten ​Werten. Das bereinigte operative Ergebnis (Ebitda) bei BASF fiel ‌2025 auf 6,6 Milliarden Euro nach 7,2 ‌Milliarden im Vorjahr - ohne das an den Finanzinvestor Carlyle verkaufte Coatingsgeschäft. Analysten hatten im Schnitt 6,7 Milliarden Euro erwartet. BASF selbst war zuletzt von einem Ergebnis am unteren Ende der Prognosespanne von 6,7 bis 7,1 Milliarden ⁠Euro ausgegangen. Die Zahlen zeigten Licht und Schatten, sagt ein Händler. Beim Free Cashflow übertraf der Ludwigshafener Chemieriese die Erwartungen deutlich.

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09:39

Der Schweizer Aktienmarkt zeigt sich am Freitag im frühen Handel schwächer. Die Hoffnung auf eine Erholung sei bereits wieder dabei, sich zu verflüchtigen, heisst es am Markt. Denn es gebe Zweifel, dass sich die geopolitischen Brandherde wirklich dauerhaft entspannten. Dies auch, weil der US-Präsident immer wieder für Überraschungen gut sei. Das Misstrauen zeigt sich denn auch darin, dass die Edelmetalle Gold und Silber weiterhin auf Rekordkurs sind und der Franken kaum etwas von seiner Stärke eingebüsst hat.

Am Vortag hatte ein Rahmenabkommen zur Zukunft Grönlands für Zuversicht gesorgt und die Kurse weltweit steigen lassen. Zudem hatte Trump auch die Zollankündigungen gegenüber mehreren europäischen Ländern wieder zurückgenommen. Ausserdem keimten neue Hoffnungen auf ein Ende des Ukrainekriegs auf. Und auch zur US-Notenbank Fed gab es positive News. So äusserte das Oberste Gericht der USA Zweifel an der rechtmässigen Entlassung der Fed-Gouverneurin Lisa Cook. Doch alle diese Fragen seien noch nicht wirklich gelöst, heisst es weiter am Markt. Damit dürfte dieser auch volatil bleiben, heisst es weiter.

Der SMI notiert um 09.28 Uhr um 0,32 Prozent tiefer auf 13'185,94 Punkten. Der 30 Titel umfassende LI ermässigt sich um 0,38 Prozent auf 2139,00 und der breite SPI um 0,28 Prozent auf 18'264,02 Zähler. Im SLI überwiegen die Verlierer (26) die Gewinner (4).

Am Ende der Kurstafel stehen Kühne + Nagel (-1,9 Prozent), was Händler mit einer Gegenbewegung nach dem starken Vortag erklären. Holcim büssen 1,3 Prozent ein. Hier belastet die Ratingsenkung auf «Neutral» von «Buy» durch Goldman Sachs.

Klar im Minus stehen auch Lindt & Sprüngli (-1,7 Prozent), was ebenfalls mit einem Analystenkommentar erklärt werden kann. Barclays hat das Rating für die Namenaktien von Lindt & Sprüngli in einer Branchenstudie gleich auf «Underweight» von «Overweight» gesenkt. Deutlich im Minus notieren ausserdem Straumann (-1,7 Prozent), Partners Group (-1,4 Prozent) und Logitech (-1,1 Prozent).

Bei den Gewinnern sind Swiss Re (+0,5 Prozent), Swisscom, Roche und Novartis (je +0,3 Prozent) zu finden.

Auf den hinteren Rängen fallen SFS (+4,8 Prozent) auf. Der Metallverarbeiter hat 2025 den Umsatz um 0,6 Prozent auf 3,06 Milliarden Franken gesteigert. Die zurückhaltende Investitionsbereitschaft dämpfe das Geschäft aber weiterhin. Das organische Wachstum betrug 2,9 Prozent.

Deutlich zulegen können nach Zahlen auch Gurit (+9,4 Prozent). Dagegen büssen Autoneum (-1,9 Prozent) und Mikron (-8,0 Prozent) nach Zahlen deutlich an Wert ein.

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09:08

Der Schweizer Aktienmarkt startet zum Wochenschluss schwächer. Der SMI steht 0,38 Prozent tiefer bei 13'177 Punkten. Die Hoffnungen auf eine nachhaltige Entspannung bei den geopolitischen Brandherden Grönlandkonflikt und Ukrainekrieg seien bereits wieder gewissen Zweifeln gewichen, ob die Entspannung wirklich von Dauer sei, meint ein Händler.

Gegenüber den vorbörslichen Kursen verlieren Logitech stärker 1,7 Prozent, Holcim dagegen nur 1,6 Prozent nach einer Ratingkürzung. Richemont, Alcon, Kühne+Nagel sowie Sika verlieren etwas mehr als ein Prozent. Swisscom und Swiss Re legen leicht zu, während Novartis und Roche unverändert gehandelt werden. 

Bei den MIc Caps verlieren Lindt&Sprüngli 1,5 Prozent sowie Komax, Clariant und Straumann je 1,3 Prozent. Dagegen können sich SFS nach Zahlen positiv ins Szene setzen und legen 5,2 Prozent zu. 

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08:08

Der Swiss Market Index (SMI) wird von der Bank Julius Bär 0,2 Prozetn tiefer indiziert. Amrize steigen als einziger SMI-Titel um 0,5 Prozent. Alcon verlieren 1,1 Prozent, Holcim 2,1 Prozent und Logitech 0,6 Prozent. Alle anderen 16 TItel stehen leicht im Minus.

Bei den Mid Caps fallen Sandoz (+0,6 Prozent), Polypeptide (+0,7 Prozent) und SFS (+0,4 Prozent nach Zahlen) positiv auf. Abgaben gibt es bei Autoneum mit einem Verlust von 2,6 Prozent. Lindt&Sprüngli verlieren 2,4 Prozent, nach dem die englische Investmentbank Barclays das Rating gleich von Overweight auf Unterweight gesenkt hatte. 

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07:29

Der Dax wird am Freitag der Kursentwicklung an den Terminmärkten zufolge wenig verändert in ‌den ‌Handel starten. Am Donnerstag hatte der deutsche Leitindex 1,2 Prozent höher bei 24'856,47 Punkten geschlossen. Auch an der Wall Street ​ging es bergauf. Für gute Stimmung an ‌den Börsen dies- und ‌jenseits des Atlantiks sorgte die jüngste Entspannung im US-Streit um Grönland. In den Fokus rückt zum Wochenschluss die Hoffnung auf Fortschritte in den Friedensgesprächen zwischen Russland und der Ukraine.

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07:10

Neue Kursziele und Ratings für Schweizer Aktien: 

Galenica: Basler Kantonalbank bestätigt Ratng Marktgewichten, erhöht Kursziel auf 93 von 92 Fr.

Helvetia Baloise: Citigroup nimmt Abdeckung mit Neutral wieder auf und einem Kursziel von 193,90 Fr.

Holcim: Goldman Sachs senkt Rating von Buy auf Neutral, Kursziel 80 Fr.

Komax: Research Partners erhöht das Kursziel auf 68,60 von 60 Fr. und belässt die Einstufung auf Halten.

Lindt & Sprüngli: Barclays senkt das Rating auf Untergewichten von Übergewichten. 

Mobilezone: Research Partners erhöht das Kursziel auf 13,40 von 13,30 Franken, bleibt bei Einstufung Halten.

Nestlé: Barclays sent Kursziel auf 80 von 90 Fr., Raitng gleichgewichten wie bisher. 

Phoenix Mecano: Research Partners senkt das Kursziel auf 527 von 547 Fr., Einstufung weiter mit Kaufen.

SoftwareOne: Research Partners erhöht das Kursziel auf 10,30 von 10,15 Fr., Rating Kaufen bestätigt. 

Swatch: Berenberg bestätigt Kursziel von 100 Fr. mit Sell. 

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06:23

Der Swiss Market Index (SMI) notiert bei der IG Bank mit Abgaben von 0,4 Prozent. Auf Wochensicht verliert der hiesige Leitindex bis am Donnerstag 1,8 Prozent. Derweil legt der Silber weiter zu und steht bei 98,61 Dollar

Am Freitag legen Autoneum, Gurit, Mikron und SFS die Umsatzzahlen für 2025 vor. Quartalsberichte werden bei HBM und BB Biotech erwartet. 

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06:15

Die asiatischen Aktienmärkte haben am Freitag mehrheitlich zugelegt, nachdem die japanische Notenbank wie erwartet ihre Zinsen unverändert gelassen hat. In Tokio stieg der Nikkei-Index um 0,5 Prozent auf 53.944,25 Punkte und der breiter gefasste Topix ‌legte um ‌0,6 Prozent auf 3.636,30 Zähler zu. Die Börse in Shanghai gewann 0,3 Prozent auf 4.133,58 Stellen. Gegen den Trend fiel jedoch der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzhen um 0,3 Prozent auf 4.707,04 Punkte. Der MSCI-Index für asiatische Aktien ausserhalb Japans stieg um ​0,4 Prozent.

Im Fokus der Anleger stand die Bank of Japan (BOJ), die ihren Leitzins wie ‌erwartet bei 0,75 Prozent beliess. Zuvor veröffentlichte Inflationsdaten zeigten für ‌Dezember einen Anstieg der Kernrate um 2,4 Prozent und damit den 21. Monat in Folge über dem Zwei-Prozent-Ziel der Notenbank. Die Entscheidung wird jedoch von politischer Unsicherheit überschattet, nachdem Ministerpräsidentin Sanae Takaichi Neuwahlen für Februar angekündigt hat. Ihre Pläne für eine expansive Fiskalpolitik liessen die Renditen für Staatsanleihen zuletzt stark ansteigen. «Die politische Unsicherheit bleibt jedoch hoch. Weitere Drehungen und Wendungen sind wahrscheinlich», ⁠schrieben Analysten der Societe Generale.

In China richteten sich die Blicke auf einen Bericht der «South China Morning Post», demzufolge die Regierung für 2026 ein Wirtschaftswachstum zwischen 4,5 und fünf Prozent anstrebt. Im vergangenen Jahr hatte die chinesische Wirtschaft mit einem Plus von fünf Prozent ​das Regierungsziel erreicht. Zu den Gewinnern in der Region zählte die Börse in Südkorea. ‌Der Kospi-Index stieg um 1,1 Prozent und überschritt erstmals die Marke von 5.000 ‍Punkten. Die BOJ bekräftigte unterdessen ihre Zuversicht. «Der Mechanismus, bei dem Löhne und Preise im Tandem moderat steigen, wird aufrechterhalten», hiess es im Quartalsbericht der Notenbank.

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06:08

Im asiatischen ​Devisenhandel gewann der Dollar 0,1 Prozent auf 158,58 Yen und gab 0,1 Prozent auf 6,9632 Yuan nach. Zur Schweizer Währung notierte er 0,2 Prozent höher bei 0,7903 Franken. Parallel dazu blieb der Euro fast unverändert bei 1,1744 Dollar und zog leicht auf ‌0,9281 Franken an. Der Dollar-Index, der den Wert des Greenbacks zu einem ⁠Korb von sechs wichtigen Währungen misst, bewegte sich in der Nähe seiner Jahrestiefststände.

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06:05

Am ‌Rohstoffmarkt verteuerte sich die Rohöl-Sorte Brent aus der Nordsee um 0,8 Prozent auf 64,60 Dollar je Barrel. Das US-Öl WTI notierte 0,9 Prozent fester bei ‍59,89 Dollar. Die Preise stabilisierten sich, nachdem der nachgebende Ton von US-Präsident Donald Trump in Bezug auf Grönland und den Iran die Sorgen vor geopolitischen Risiken für das Angebot gemildert hatte.

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00:05

Die US-Börsen haben am Donnerstag angetrieben von geopolitischen Entspannungen und robusten Wirtschaftsdaten aus den Vereinigten Staaten weiter zugelegt. Bereits am Mittwoch hatten die Aktienkurse erfreut auf den entschärften Konflikt um Grönland und gemilderte Handelsspannungen zwischen den USA und Europa reagiert. Am Donnerstag wurde bekannt, dass die Wirtschaft der Vereinigten Staaten im dritten Quartal überraschend noch etwas stärker gewachsen war als ursprünglich berechnet.

Der Dow Jones Industrial gewann 0,63 Prozent auf 49'384,01 Punkte. Mit in der Spitze 49'607 Punkten war das vor zehn Tagen erreichte Rekordhoch von 49'633 Punkten nicht weit entfernt. Der von Tech-Werten dominierte Nasdaq 100 legte um 0,76 Prozent auf 25'518,35 Zähler zu. Für den marktbreiten S&P 500 ging es um 0,55 Prozent auf 6'913,35 Punkte hoch.

Auch Geschäftszahlen bewegten den US-Aktienmarkt. Der Konsumgüterhersteller Procter & Gamble (P&G) will die enttäuschende Erlösentwicklung im vergangenen Quartal schnell abschütteln. Der Umsatz sollte sich in den kommenden sechs Monaten erholen, sagte Finanzchef Andre Schulten. Im zweiten Geschäftsquartal waren die Erlöse aufgrund einer mauen Nachfrage kaum gestiegen. Bereinigt um Wechselkurs- und Portfolioeffekte stagnierten die Erlöse sogar, während Analysten ein kleines Plus erwartet hatten. Anleger schlossen sich dennoch dem Optimismus der Unternehmensführung an, die Aktien legten um 2,7 Prozent zu.

GE Aerospace gab besser als erwartet ausgefallene Ergebnisse für das vierte Quartal bekannt. Zudem geht der Triebwerkhersteller davon aus, dass die anhaltende Nachfrage nach Flugreisen dazu beitragen wird, die bestehenden wirtschaftlichen Bedenken auszuräumen. Der Gewinnausblick auf 2026 reichte nach dem Kursanstieg von 85 Prozent im letzten Jahr aber nicht mehr aus, die Anleger zu begeistern. Die Aktien büssten 7,4 Prozent ein.

Die Papiere des Gesundheitskonzerns Abbott Laboratories sackten nach der Vorlage von Zahlen für das Schlussquartal um zehn Prozent ab. Das war der grösste Tagesverlust seit 2002. Der Umsatz verfehlte die Erwartungen. Zudem enttäuschte der Ausblick auf das erste Quartal.

Die Nachricht, dass der chinesische Online-Händler Alibaba den Börsengang seiner Chip-Sparte vorbereitet, liess die in den USA gehandelten Anteile um fünf Prozent steigen.

Freeport McMoran sanken um knapp drei Prozent. Der Quartalsgewinn des Kupferproduzenten übertraf die Erwartungen von Analysten, die Kupferproduktion im vierten Quartal lag aber klar unter den Vorjahreswerten und auch etwas unter den Schätzungen der Experten. Auch stiessen sich Marktteilnehmer an den Investitionsausgaben für 2026. Die Papiere befinden sich gleichwohl seit November im Rally-Modus und kratzen am Rekordhoch aus dem Jahr 2008. Die Nachfrage nach Kupfer treibt den Kurs.

(cash/AWP/Bloomberg/Reuters)

Thomas Daniel Marti
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