14:30

Der deutsche Aktienmarkt ist wenig verändert in die neue Börsenwoche gestartet. Der Dax notierte am Nachmittag praktisch unverändert bei 24.900 Punkten, nachdem er in der Vorwoche rund anderthalb Prozent eingebüsst hatte. Der MDax der mittelgrossen Börsenwerte gab am Montag um 0,2 Prozent auf 31'695 Zähler nach. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 verlor rund 0,1 Prozent.

Die Stimmung in der deutschen Wirtschaft hat sich zum Jahresbeginn nicht verbessert. Im Januar blieb das Ifo-Geschäftsklima stabil, während Volkswirte im Schnitt einen Anstieg erwartet hatten. «Zwar konnte eine Bruchlandung der Unternehmensstimmung aufgrund der Rücknahme der Zolldrohung durch die USA vermieden werden, doch sie scheint Spuren hinterlassen zu haben», kommentierte Andreas Scheuerle, Volkswirt bei der Dekabank.

Die neue Woche steht im Zeichen der Quartalsberichtssaison der Unternehmen. Mit der Deutschen Bank und SAP präsentieren die ersten beiden Dax-Mitglieder ihre Bilanzen. In den USA werden die Resultate unter anderem von Microsoft , Tesla und Apple erwartet. Zudem steht die Zinsentscheidung der US-Notenbank Fed am Mittwochabend auf der Agenda.

Aus Branchensicht waren Banken am meisten gefragt. So legten Papiere der Deutschen Bank um 1,3 Prozent zu, Commerzbank-Titel kosteten 2,4 Prozent mehr. Der europäische Bankenindex steht kurz vor dem höchsten Stand seit 2008. «Die Bankenbranche dürfte im Geschäft mit Aktien, Festverzinsten, Rohstoffen und Währungen weiter stark wachsen», schrieb die Citigroup in einem Ausblick auf die Bilanzen.

Die Anteilsscheine von Puma machten mit einem Kurssprung von mehr als 16 Prozent die massiven Verluste vom Freitag mehr als wett. Zuletzt hatten die Aktien der Herzogenauracher zwischen Übernahmefantasie und Ernüchterung geschwankt. Ernüchterung hatte es am Freitag durch einen Bericht gegeben, wonach die Gespräche der französischen Milliardärsfamilie Pinault mit dem chinesischen Konzern Anta Sports beendet seien. Die Pinault-Familie hält knapp 30 Prozent der Puma-Anteile.

Die Papiere von Friedrich Vorwerk schnellten als bester SDax-Wert um 7,1 Prozent hoch. Der Pipeline- und Anlagenbauer für Erdgas-, Strom- und Wasserstoffanwendungen übertraf nach einem kräftigen Schlussspurt seine Ziele für das vergangene Jahr. Von der guten Geschäftsentwicklung profitierte auch die Beteiligungsgesellschaft MBB , die gut die Hälfte des Unternehmens hält. Die Profitabilität (Ebitda-Marge) von MBB kletterte auf rund 18 Prozent und damit stärker als von den Berlinern avisiert. Die MBB-Anteilsscheine gewannen 6,5 Prozent.

Der Gewerbeimmobilien-Spezialist Aroundtown will ab sofort eigene Aktien für bis zu 250 Millionen Euro zurückkaufen. Das Unternehmen habe sich 2025 stark entwickelt, der Aktienkurs spiegele dies aber nicht angemessen wider, hiess es zur Begründung. Die Titel von Aroundtown verteuerten sich um 6,2 Prozent.

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13:00

Die Futures auf die US-Aktienmärkte tendieren im Minus:

- Dow Jones: -0,07 Prozent

- S&P 500: -0,17 Prozent

- Nasdaq 100: -0,31 Prozent

Der Schweizer Aktienmarkt, gemessen am SMI, verzeichnet weiter Abschläge mit -0,24 Prozent bei 13'117 Punkten.

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12:35

Zu Beginn einer ereignisreichen Woche haben sich die Anleger an den europäischen Aktienmärkten zurückgehalten. Die wichtigsten Indizes bewegten sich am Montag nur wenig.

Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 gab um 0,2 Prozent auf 5936 Punkte nach. Ausserhalb der Eurozone legte der britische Leitindex FTSE 100 um 0,1 Prozent auf 10'158 Zähler zu. Für den Schweizer SMI ging es um 0,4 Prozent auf 13'100 Punkte nach unten.

In dieser Woche steht unter anderem die Zinsentscheidung der US-Notenbank Fed am Mittwochabend auf der Agenda. Ferner dürften auch die Quartalsberichte der US-Tech-Giganten Apple, Microsoft, Tesla und Meta in den nächsten Tagen grosse Strahlkraft haben.

Aus Branchensicht waren europaweit unter anderem Rohstoffwerte gefragt. Sie profitierten davon, dass der Goldpreis erstmals die Marke von 5000 US-Dollar geknackt hatte. Zu den stärksten Treibern des Edelmetalls zählen geopolitische Risiken, die Käufe von Notenbanken und die Spekulation auf weiter sinkende Zinsen in den USA.

Mit Blick auf die Einzelwerte gerieten die Aktien von Lebensmittelproduzenten erneut unter Druck. Hintergrund ist das anhaltende und branchenweite Problem verunreinigter Babynahrung. Danone hatte am Freitag nach Börsenschluss bekannt gegeben, dass bestimmte Chargen von Säuglingsnahrung zurückgerufen werden.

Bereits am Mittwoch hatte das Problem mit Babynahrung die Anteilsscheine von Danone um mehr als acht Prozent in den Keller geschickt, nachdem die Lebensmittelbehörde von Singapur den Rückruf von Säuglingsmilch der Marke Dumex angeordnet hatte, die seit 2022 zu den Franzosen gehört. Zu Wochenbeginn nun sackten Danone-Papiere als Schlusslicht im EuroStoxx um gut vier Prozent ab. Im Sog dessen verloren Nestle in Zürich knapp zwei Prozent und Reckitt in London fast drei Prozent.

Der Billigflieger Ryanair erwartet zwar nach einer Entspannung bei der Lieferung neuer Flugzeuge und einer steigenden Reiselust im laufenden Geschäftsjahr mehr Passagiere. Allerdings enttäuschte der Ergebnisausblick. Die Aktien fielen in Dublin um mehr als zwei Prozent.

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12:10

Der Schweizer Franken hat seine Kursgewinne am Montag im frühen Handel etwas ausgeweitet. Der Franken bleibt neben Gold der «sichere Hafen» par excellence - zumal der US-Dollar diese Rolle immer mehr einbüsst.

Der US-Dollar schwächte sich am Vormittag leicht ab und wird zurzeit bei 0,7762 Franken gehandelt, nach 0,7775 im asiatisch geprägten Handel. Die US-Währung leidet zunehmend unter der unberechenbaren Politik der US-Regierung von Donald Trump, sagten Marktbeobachter. So hat die US-Regierung zuletzt Kanada mit einem Zoll von 100 Prozent gedroht.

Auch der Kurs des Euro ist leicht gesunken. Gegen Mittag wurde die Gemeinschaftswährung bei 0,9207 Schweizer Franken gehandelt und damit etwas tiefer als am frühen Morgen. Mit 0,9195 wurde zwischenzeitlich gar ein Kurs unter 92 Rappen festgestellt. Das Euro-Dollar-Paar hat sich kaum bewegt, wie das Kursniveau von 1,1862 zeigt.

Der Gemeinschaftswährung machte der stagnierende Ifo-Index aus Deutschland zu schaffen. Die erhoffte Stimmungsaufhellung in der grössten Volkswirtschaft der Eurozone hat sich nicht eingestellt. Die Daten kommen, nachdem zu Jahresbeginn noch eine Reihe von Indikatoren positiv überrascht hatten.

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11:50

Der Schweizer Aktienmarkt hat die Woche so in Angriff genommen, wie die vorangehende beendet wurde: mit Abgaben. Denn die Stimmung bleibt wegen der geopolitischen Risiken und der US-Handelspolitik gedrückt. So hat die US-Regierung nun Kanada mit einem Zoll von 100 Prozent gedroht, falls das Land ein Handelsabkommen mit China abschliesst. Daneben warten die Börsianer auf den Beginn der Berichtssaison in Europa und die Zinsentscheidung der US-Notenbank am Mittwoch.

Insgesamt sei der Markt nach dem Weltwirtschaftsforum (WEF) in Davos und den Geschehnissen rund um Grönland auf Richtungssuche, hiess es. Gleichzeitig schaut man auf den Goldpreis. Die Feinunze hat erstmals die Marke von 5100 Dollar geknackt. Das sei aber kein Grund zum Feiern, sondern Anlass zur Sorge. Der neue Rekord gelte als Krisen-Indikator und werde als Flucht aus dem US-Dollar gewertet. In der Tat ist die US-Währung zuletzt wieder auf Tauchgang gegangen.

Der SMI verliert gegen 11.40 Uhr 0,43 Prozent auf 13'091 Punkte. Der 30 Titel umfassende SLI sinkt um 0,50 Prozent auf 2121 und der breite SPI um 0,52 Prozent auf 18'127 Zähler. Im SMI stehen sieben Gewinner 13 Verlierer gegenüber.

Nestlé fallen mit einem deutlichen Minus von 2,2 Prozent auf, belastet durch den jüngsten «Babymilch-Skandal». In Frankreich laufen Behördenuntersuchungen im Zusammenhang mit Babynahrung und Todesfällen, obwohl noch kein direkter Zusammenhang bestätigt ist. Das erhöht aber die Unsicherheit und belastet den Titel.

Bei Lonza (-1,15 Prozent) und Roche (-0,2 Prozent) halten sich die Anleger hingegen im Vorfeld der Ergebnispublikation im weiteren Wochenverlauf zurück. Ähnliches gilt für Givaudan (-0,6 Prozent). Die sehr gut gelaufenen Sektorkollegen Galderma (-1,5 Prozent) und Sandoz (-2,2 Prozent) fallen noch deutlicher zurück. Einzig Novartis (-0,05 Prozent) halten sich relativ stabil.

Logitech werden 1,2 Prozent höher bezahlt. Der Hersteller von Computerzubehör wird in der Nacht auf Mittwoch seine Zahlen präsentieren. Nach den jüngsten Abgaben gelte die Aufmerksamkeit der Anleger dem wichtigen Weihnachtsquartal.

Kursgewinne von 0,8 Prozent auf 37,46 Franken verbuchen die Papiere der UBS. Die Analysten von Jefferies haben ihr Kursziel auf satte 55 Franken erhöht. Das impliziert ein Aufwärtspotential von fast 50 Prozent im Vergleich zum aktuellen Kurs. Der Broker hält nämlich die Auswirkungen der geplanten Kapitalreformen als für die Bank gut beherrschbar.

Dass die Citigroup bei Schindler mit einem neuen Rating «Buy» auf die Käuferseite gewechselt hat, verhilft den Papieren der Innerschweizer zu einem Kursplus von 0,7 Prozent.

Relativ gut unterwegs sind die als gute Dividendenzahler bekannten Versicherer Swiss Life (+0,5 Prozent), Swiss Re (-0,4 Prozent) und Zurich (-0,2 Prozent) sowie die Papiere von Swisscom (+0,1 Prozent).

Bei Holcim geht der Rekordlauf mit plus 2,2 Prozent weiter. Hintergrund ist eine optimistische Branchenstudie aus dem Hause JP Morgan. Die zuständige Analystin geht recht optimistisch in die bevorstehende Berichtssaison. Weiterhin nicht auf Touren kommt die von Holcim abgespaltene und in Nordamerika tätige Amrize (-1,7 Prozent).

Im breiten Markt finden die am Morgen gemeldeten Vorabzahlen von Inficon (-1,4 Prozent) und vor allem von Skan (-4,9 Prozent) zum Geschäftsjahr 2025 keinen Anklang.

Die schwindende Risikoneigung der Anleger kommt besonders gut zum Ausdruck in den Verlusten kleiner Pharmapapiere wie Addex (-9,4 Prozent), Kuros (-7,2 Prozent), Idorsia (-6,4 Prozent), Bioversys (-5,8 Prozent) oder Santhera (-5,1 Prozent).

Und über dem Flughafen Zürich (-1,2 Prozent) hat JP Morgan mit einem Votum von neu «neutral» den Daumen gesenkt. Hingegen steigen Bachem um 6,9 Prozent auf 74,15 Franken. Mit der Royal Bank of Canada hat mit 110 Franken ein erstes Analyse-Haus wieder ein Kursziel deutlich im dreistelligen Bereich gesetzt.

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11:27

Die Nestlé-Aktie setzt ihre Talfahrt fort. Gegen 11.20 Uhr büssen die Valoren des Nahrungsmittelmultis aus Vevey 2,2 Prozent auf 70,85 Franken ein. Seit Jahresbeginn resultiert ein Minus von fast 8 Prozent, auf 52 Wochen steht ein Verlust von 3 Prozent. 

Belastet wird die Nestlé-Aktie von branchenweiten Rückrufen bei Säuglingsmilchnahrung. Mehrere grosse Hersteller, darunter Nestlé, Danone und Lactalis, haben diesen Monat vorsorglich Chargen zurückgerufen, die möglicherweise mit Cereulid kontaminiert sind. Das Giftstoff kann Übelkeit und Erbrechen verursachen. Am Sonntag weitete der französische Hersteller Vitagermine die Rückrufe aus. Französische Behörden untersuchen zudem den Tod von zwei Säuglingen, die zurückgerufene Produkte konsumiert hatten.

Auch die Konkurrenz verliert an der Börse. Die Danone-Valoren geben am Montag im Vormittagshandel bis zu 4,8 Prozent nach.

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09:53

Der Goldpreis kennt kein Halten. Nachdem der Preis für die Feinunze zunächst die 5000 Dollar-Marke am Montagmorgen geknackt hatte, durchbrach er kurz darauf auch gleich noch die 5100er Marke.

Aktuell kostete die Feinunze 5091 US-Dollar. Dies entspricht einem Kilopreis von 210'138 Franken. Das neue Rekordhoch liegt mit 5109 Dollar nochmals etwas höher.

Seit Monaten geht der Preis quasi ungebremst nach oben. Allein 2025 erzielte der Goldpreis ein Plus von rund 65 Prozent und damit so viel wie zuletzt 1979. Seit Jahresbeginn stehen zudem schon wieder Gewinne von knapp 18 Prozent zu Buche.

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09:36

Vor einer Reihe wichtiger Termine im weiteren Wochenverlauf wagen sich die Dax-Anleger kaum aus ‌der ‌Deckung. Der deutsche Leitindex notierte zur Eröffnung am Montag knapp im Minus bei 24'890 Punkten.

Im Mittelpunkt der neuen Woche ​stehen der Zinsentscheid der US-Notenbank Fed ‌am Mittwoch und die ‌Zahlen erster wichtiger US-Technologiekonzerne. Zudem nimmt die deutsche Bilanzsaison Fahrt auf: Geplant zur Veröffentlichung am Donnerstag und Freitag sind die Quartalsergebnisse der ersten beiden Dax-Konzerne, SAP und ⁠der Deutschen Bank. «Damit wird sich der Fokus der Börsen wieder ein Stück von der Politik wegverlagern. Stattdessen treten ​klassische Börsenthemen wieder in den Vordergrund», kommentierte ‌Thomas Altmann, Portfoliomanager beim Vermögensverwalter ‍QC Partners.

Gefragt bei den Einzelwerten waren unter anderem die Aktien der ​SDax-Unternehmen Friedrich Vorwerk und Stabilus, die nach Zahlen um vier und 2,5 Prozent zulegten. Ein Händler verwies auf ‌den Pessimismus der Marktteilnehmer vor ⁠den Stabilus-Zahlen. «Daher dürfte eine Kombination aus ‌etwas schwächeren Umsätzen und besseren Ergebnissen genügen, um die Aktie letztlich nach ‍oben zu ziehen.»

Unter Druck gerieten hingegen die Titel des Gabelstapler-Herstellers Kion, die rund vier Prozent einbüssten. ​Die Experten der US-Investmentbank Jefferies hatten sie ‍auf «Underperform» nach zuvor «Hold» herabgestuft. 

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09:30

Neue Kursziele und Ratings für Schweizer Aktien:

- Inficon: Vontobel erhöht auf 120 (102) Fr. - Hold

- SFS: ODDO BHF SCA erhöht auf 145 (140) Fr. - Outperform

- Autoneum: Research Partners senkt auf 146 (175) Fr. - Halten

- Swatch: Research Partners erhöht auf 194,50 (147) Fr. - Halten

- Cicor: Research Partners senkt auf 116 (127) Fr. - Halten

- Bossard: Research Partners senkt auf 235 (245) Fr. - Kaufen

- Gurit: Research Partners erhöht auf 20 (16) Fr. - Kaufen

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09:20

Ein Kurssprung beim Yen hat die japanischen Börsen zum Wochenauftakt unter Druck gesetzt.

Der 225 Werte ‌umfassende Tokioter Nikkei-Index ‌und der breiter gefasste Topix verloren am Montag jeweils rund zwei Prozent auf 52'885 und 3552 Punkte. Die Börse in Shanghai und ​der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai ‌und Shenzhen traten mehr oder weniger ‌auf der Stelle.

Händler verwiesen auf Spekulationen der japanischen Anleger vor einer Intervention der Notenbank Bank of Japan (BoJ), um die Währung zu stützen. «Diese wurden vor allem durch in der Presse zirkulierende Äusserungen ⁠einiger Devisenhändler befeuert, die Kursanfragen von der Bank of Japan wie auch der Federal Reserve New York erhalten hatten», schrieben die Experten ​der Commerzbank. «Am Sonntag äusserte sich dann auch Ministerpräsidentin Sanae ‌Takaichi und warnte, dass die Regierung 'alle ‍notwendigen Massnahmen' ergreifen würde, um 'spekulative und abnormale Bewegungen' zu unterbinden. Das ist eine ​klare Warnung, die Interventionen in der Zukunft erwarten lässt.»

Die japanische Währung verteuerte sich um rund ein Prozent und erreichte mit 154,21 ‌zum Dollar den höchsten Stand seit Mitte ⁠November. Ein stärkerer Yen schmälert die Auslandseinnahmen ‌der stark exportorientierten japanischen Wirtschaft. Zu den grössten Verlierern zählten die Aktien von Unternehmen ‍wie Toyota und Honda, die jeweils mehr als vier Prozent einbüssten. «Für Händler ist es in diesem Umfeld schwierig, ​Positionen einzugehen», resümierte Strategin Maki Sawada vom Finanzdienstleister ‍Nomura.

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09:10

Der Schweizer Aktienmarkt legt zu Wochenbeginn erneut den Rückwärtsgang ein. Die Börsen waren zuletzt hin- und hergerissen von der zwischenzeitlichen Zoll-Drohung des US-Präsidenten Donald Trump gegen Europa, die dann nach einer Kehrtwende auf dem Weltwirtschaftsforum (WEF) in Davos plötzlich wieder vom Tisch war.

Die Stimmung bleibt jedoch wegen der geopolitischen Risiken und der US-Handelspolitik gedrückt. So hat die US-Regierung nun Kanada mit einem Zoll von 100 Prozent gedroht, falls das Land ein Handelsabkommen mit China abschliesst. Die Märkte der Stunde bleiben die Edelmetalle: Die Feinunze Gold hat erstmals die Marke von 5100 Dollar geknackt. Die US-Währung geht dafür auf Tauchgang. Daneben warten die Märkte auf die Zinsentscheidung der US-Notenbank am Mittwoch.

Kurz nach Börseneröffnung notiert der SMI um 0,12 Prozent tiefer bei 13'131 Punkten. Dabei halten Kursverluste- und Gewinne das Tableau im Gleichgewicht. 

Am deutlichsten zulegen vermag der Computerzubehörhersteller Logitech mit 0,9 Prozent im Plus.

Nachdem die UBS den vorbörslichen Handel mit einem Kursplus von 0,9 Prozent dominiert hat, verlieren die Papiere gegen 9.10 Uhr auf 0,02 Prozent. Die Analysten von Jefferies haben ihr Kursziel auf satte 55 Franken erhöht. Das impliziert ein Aufwärtspotential von fast 50 Prozent im Vergleich zum aktuellen Kurs.

Dass die Citigroup bei Schindler mit einem neuen Rating «Buy» auf die Käuferseite gewechselt hat, verhilft den Papieren der Innerschweizer von 1,4 Prozent.

Dafür hat JP Morgan den Daumen über dem Flughafen Zürich (-0,9 Prozent) mit einem Votum von neu «neutral» gesenkt. Auch die von Inficon kommunizierten Kennzahlen zum Geschäftsjahr 2025 werden am Markt schlecht aufgenommen. Der Kurs fällt -1,41 Prozent.

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08:45

Die Ölpreise sind am Montag weiter gestiegen. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im März kostete am Morgen 66,10 US-Dollar. Das waren 22 Cent mehr als am Freitag. Der Preis für US-Öl der Sorte West Texas Intermediate (WTI) stieg um 26 Cent auf 61,33 Dollar. Treiber sind der Wintersturm in den USA und geopolitische Risiken.

In den USA tobt einer der verheerendsten Winterstürme der vergangenen Jahre. Am Sonntag waren dort zeitweise rund eine Million Menschen von Stromausfällen betroffen. Zum Wochenbeginn machen die Wetterverhältnisse weiter vor allem Reisenden zu schaffen, auch Schulen in vielen Grossstädten sind heute geschlossen. In den nächsten Tagen bleibt es eiskalt - Millionen US-Amerikaner müssen sich weiter auf Einschränkungen einstellen.

Neben der kalten Witterung wirken auch geopolitische Risiken als Preistreiber. Zuletzt hatte unter anderem die angespannte Lage im Iran die Sorge vor einem Übergreifen auf die gesamte Region geschürt.

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08:10

Der Swiss Market Index SMI tendiert im vorbörslichen Handel bei der Bank Julius Bär um die Nulllinie mit leicht negativer Tendenz von -0,05 Prozent bei 13'135 Punkten. Dabei notieren 18 von 20 SMI-Titel im Minus. Die grössten Abschläge verzeichnet Amrize (-0,91 Prozent) gefolgt von Novartis (-0,34 Prozent).

Hingegen positiv in den Börsentag starten dürfte die UBS. Nach einer deutlichen Kurszielerhöhung durch Jefferies tendiert der Aktienkurs 0,86 Prozent höher. Auch Logitech notiert knapp eine halbe Stunde vor Handelsstart 0,37 Prozent höher.

Der breite Markt verzeichnet im vorbörslichen Handel wenig Bewegung. Dabei fallen die Valoren von Schindler mit +1,42 Prozent und dem Flughafen Zürich (-1,06 Prozent) auf.

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07:56

Der US-Dollar sinkt und sinkt im Wert. Zum Start in die neue Woche ist der «Greenback» mit zuletzt 0,7775 Franken weiter gesunken. Er war bereits in der Nacht auf Samstag unter die Marke von 78 Rappen gefallen.

Der Euro hat zum Dollar ebenfalls angezogen und kostet aktuell 1,1859 US-Dollar. Zum Franken hat die Gemeinschaftswährung auch nachgegeben und notiert aktuell bei 0,9220. Der Franken bleibt also der «sichere Hafen» par expellence.

Die US-Währung leidet zunehmend unter der unberechenbaren Politik der Regierung von Donald Trump, sagten Marktbeobachter. Auch nach der Beruhigung rund um die «Grönland-Story» erholte sich der US-Dollar nur kurzfristig. Zu hoch seien die Zweifel, ob und wie lange die geopolitische Entspannung andauert.

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07:39

Folgend neue Kursziele und Ratings für Schweizer Aktien:

UBS: Jefferies mit BUY bis 55 (37) Fr.

UBS: Kepler Cheuvreux mit BUY bis 42.50 (35) Fr.

DocMorris: UBS mit SELL bis 5 (5.50) Fr.

Flughafen Zürich: JP Morgan mit NEUTRAL (Overweight) bis 260 (275) Fr.

Sika: Jefferies mit BUY bis 193 (201) Fr.

Swiss Re: Bank of America mit NEUTRAL bis 145 (160) Fr.

Schindler: Citigroup mit BUY (Neutral) bis 327 (296) Fr.

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07:30

Der Dax wird am Montag der Kursentwicklung an den Terminmärkten ‌zufolge ‌mit Gewinnen in den Handel starten. Am Freitag hatte der deutsche Leitindex 0,2 Prozent im ​Plus bei 24'901 Punkten geschlossen. Der ‌EuroStoxx50 gab ‌leicht nach, während die Wall Street uneinheitlich aus dem Handel ging.

Trotz der Entspannungssignale im Streit um Grönland zeigten sich die Anleger ⁠zum Wochenschluss vorsichtig. Am Montag veröffentlicht das Münchener Ifo-Institut die jüngste Erhebung der Stimmung in den ​Chefetagen der deutschen Wirtschaft. Diese dürfte ‌sich zu Jahresbeginn ‍etwas aufgehellt haben.

Von Reuters befragte Experten erwarten für ​Januar einen Anstieg des Geschäftsklimas auf 88,1 Punkte, nach 87,6 Zählern im Dezember. Die deutschen ‌Unternehmen setzen für ⁠einen Aufschwung vor allem auf ‌die geplanten staatlichen Mehrausgaben im Rahmen des Fiskalpakets. 

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07:24

Diese Woche nimmt auch Übersee die Berichterstattung Fahrt auf mit den Quartalszahlen der Techkonzerne. Den Start machen Microsoft, Meta, Tesla und IBM am Mittwoch, gefolgt von Apple am Donnerstag.

Dann tagt die US-Notenbank Fed am Mittwoch zum ersten Mal in diesem Jahr. Analysten erwarten eine Zinspause.

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06:18

Der Schweizer Aktienmarkt, gemessen am SMI, notiert im vorbörslichen Handel bei der Bank IG 0,27 Prozent im Minus bei 13'087 Punkten.

Während der Montag seitens Unternehmensinformation noch ruhig verlaufen dürfte, bringen die kommenden Tage den Anlegern Einblicke in den Geschäftsgang mehrerer SMI-Unternehmen. Den Auftakt macht Logitech am Dienstag mit dem Ergebnis des dritten Quartals im Geschäftsjahr 2025/26. Lonza gibt am Mittwoch die Zahlen zu 2025 bekannt.

Am Donnerstag kommt es zum ersten grossen Showdown des neues Jahres: RocheABB und Givaudan berichten die Resultate des Jahres 2025.

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05:00

Der starke Yen hat die Börse in Tokio am Montag belastet. Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index gab 1,9 Prozent auf 52'804 Punkte nach. Der breiter gefasste Topix notierte ‌2,1 Prozent ‌niedriger bei 3555 Zählern. Die chinesischen Börsen zeigten sich hingegen leicht im Plus. Die Börse in Schanghai gewann 0,1 Prozent auf 4141 Stellen, und der Index der wichtigsten Unternehmen in Schanghai und Shenzhen legte um 0,3 Prozent auf ​4715 Punkte zu.

Händler verwiesen auf die Sorgen vor einer Intervention ‌der japanischen Notenbank Bank of Japan (BOJ), um die ‌Währung zu stützen. Ein stärkerer Yen schmälert die Auslandseinnahmen der stark exportorientierten japanischen Wirtschaft. «Das Interventionsrisiko bleibt bestehen, und die Aussichten sind unklar», sagte die Strategin Maki Sawada von Nomura Securities. «Für Händler ist es in diesem Umfeld schwierig, Positionen einzugehen.» Zu den grössten Verlierern zählten die Aktien von exportorientierten Unternehmen wie Toyota ⁠und Honda, die jeweils mehr als drei Prozent nachgaben.

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04:50

Zusätzliche Nervosität verursachten geopolitische Unsicherheiten. Die Verhängung weiterer Sanktionen gegen den Iran durch die US-Regierung sowie neue Zolldrohungen von Präsident Donald Trump trieben Anleger in als sicher geltende Häfen ​wie Gold.

Der Goldpreis sprang auf ein neues Rekordhoch von über 5000 ‌Dollar je Feinunze. «Die Regierung Trump hat einen dauerhaften Bruch mit ‍der bisherigen Vorgehensweise verursacht, und deshalb flüchten jetzt alle in Gold als einzige Alternative», sagte Kyle Rodda, Marktanalyst bei Capital.com.

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04:20

Am Devisenmarkt ​stand der Yen im Fokus. Spekulationen über eine mögliche Intervention der japanischen Notenbank gaben der Währung Auftrieb. Der Dollar verbilligte sich im Gegenzug um ein Prozent auf 154,20 Yen. Der Euro legte um 0,3 Prozent auf ‌1,1862 Dollar zu. Anleger blickten zudem auf die im Wochenverlauf ⁠anstehende Zinsentscheidung der US-Notenbank Fed.

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03:45

Die Ölpreise zeigten sich kaum ‌verändert. Händler wogen Sorgen über die Versorgungssicherheit wegen der Spannungen zwischen den USA und dem Iran gegen Anzeichen für ein Überangebot ‍im laufenden Jahr ab. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent stagnierte bei 65,86 Dollar. Die US-Sorte WTI notierte kaum verändert bei 61,05 Dollar.

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03:30

Am Montagmorgen tendieren die Futures auf die US-Aktienmärkte tiefer. Der Dow Jones liegt 0,26 Prozent, der S&P 500 0,27 Prozent und der Nasdaq 0,40 Prozent im Minus.

Die US-Börsen hatten am Freitag uneinheitlich ​geschlossen. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte verlor 0,6 Prozent auf 49'099 Punkte. Der breiter ‍gefasste S&P 500 schloss kaum verändert bei 6916 Zählern. Der Index der Technologiebörse Nasdaq legte hingegen 0,3 Prozent auf 23501 Stellen zu. 

(cash/AWP/Reuters)

Monique Misteli Ringier
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