07:52
Der Dax wird am Donnerstag der Kursentwicklung an den Terminmärkten zufolge mit Verlusten in den Handel starten.
Am Mittwoch hatte noch die Hoffnung auf ein baldiges Ende des Iran-Kriegs den Dax um 2,7 Prozent auf 23'298,9 Punkte nach obengetrieben. Aufwärts war es auch an der Wall Street gegangen, nachdem US-Präsident Donald Trump gesagt hatte, die USA würden den Krieg recht schnell beenden.
Doch dann dämpfte Trump die Hoffnungen auf ein baldiges Kriegsende wieder und das Rätseln am Markt über die weitere Entwicklung in dem Konflikt in Nahost ging weiter. Trump kündigte in der Nacht zwar ein baldiges Erreichen der strategischen US-Ziele an, gleichzeitig aber auch «extrem harte» Angriffe für die kommenden zwei bis drei Wochen.
Im Blick haben dürften die Anleger auch, dass die britische Aussenministerin Yvette Cooper am Donnerstag ein virtuelles Treffen mit Vertretern aus 35 Ländern plant, darunter Deutschland und Frankreich, um über Massnahmen für die Zeit nach einem Ende der Kämpfe zu beraten.
Im Fokus steht zudem der Wirtschaftsbericht der Europäischen Zentralbank (EZB). Die steigenden Energiepreise infolge des Iran-Kriegs setzen die Währungshüter unter Druck, den Leitzins zu erhöhen.
Zudem warten Anleger auf Daten zur US-Handelsbilanz und die wöchentlichen Zahlen zu den Erstanträgen auf US-Arbeitslosenhilfe. Auf der Unternehmensseite legt der Elektroautobauer Tesla seine Absatzzahlen für März vor. Experten rechnen mit einem weiteren schwachen Quartal.
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07:20
Die Ölpreise sind am Donnerstag nach der Rede von US-Präsident Donald Trump an die Nation stark gestiegen.
Ein Ende des Krieges stellte Trump in seiner Rede zwar erneut in Aussicht, lieferte dabei aber kaum Neues und bekräftigte frühere Drohungen. Die USA seien auf dem Weg, alle militärischen Ziele «sehr bald» zu erreichen, sagte er. Bis dahin werde es im Iran noch heftige Angriffe geben: «Wir werden sie in den nächsten zwei bis drei Wochen extrem hart treffen. Wir werden sie zurück in die Steinzeit versetzen, wo sie hingehören.»
In der Zwischenzeit liefen Gespräche weiter, sagte Trump. Falls es nicht zu einer Einigung mit dem Iran kommen sollte, würden die USA Kraftwerke des Landes hart angreifen. Damit bekräftigte er eine bereits zuvor geäusserte Drohung. In seiner abendlichen Ansprache zur besten Sendezeit führte Trump im Weissen Haus nochmals seine Gründe für den Krieg gegen den Iran aus. Er verbreitete auch Zuversicht und lobte die Erfolge des US-Militärs wie gewohnt überschwänglich.
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06:19
Der Schweizer Leitindex SMI tendiert bei der Bank IG im vorbörslichen Handel 0,7 Prozent tiefer bei 12'880,7 Punkten.
Vor dem verlängerten Osterwochenende legen am Donnerstag vier Unternehmen aus der zweiten Reihen ihre Zahlen fürs 2025 vor: Asmallworld, Aevis, Lastminute und Montana Aerospace.
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06:00
Die Unsicherheit über das Ende des Iran-Kriegs hat die asiatischen Börsen am Donnerstag belastet. US-Präsident Donald Trump hatte zwar ein baldiges Erreichen der strategischen Ziele angekündigt, gleichzeitig aber «extrem harte» Angriffe in den kommenden zwei bis drei Wochen in Aussicht gestellt.
Die japanische Börse reagierte schwach: Der Nikkei-Index gab 1,9 Prozent auf 52'731,9 Punkte nach. In Shanghai verlor der Index 0,4 Prozent auf 3933,5 Stellen. Die Anleger konzentrierten sich auf die Frage, wann die Strasse von Hormus wieder geöffnet wird. Durch die wichtige Schifffahrtsroute fliesst ein Fünftel des weltweiten Öl- und Flüssiggas-Transports. Der Iran nutzt die Meerenge als Druckmittel und greift weiter Golfstaaten an, in denen teilweise US-Stützpunkte liegen.
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23:00
Die anhaltende Hoffnung auf ein Ende des Kriegs im Nahen Osten hat die Aktienkurse in den USA am Mittwoch etwas weiter nach oben getrieben. Wie schon am Vortag zogen insbesondere die konjunktursensiblen Technologiewerte deutlich an. Der US-Präsident rechnet mit einem Ende der Angriffe seines Landes auf den Iran in zwei bis drei Wochen. Donald Trump werde seine Militäroperation im Iran in einer Ansprache zur Hauptsendezeit und damit nach Börsenschluss als Erfolg bezeichnen und betonen, dass der Abschluss der Operationen noch innerhalb dieses Zeitrahmens erfolgen könnte, wie ein Vertreter des Weissen Hauses mitteilte.
Der Leitindex Dow Jones Industrial legte um 0,48 Prozent auf 46'565,7 Punkte zu. Der marktbreite S&P 500 gewann 0,72 Prozent auf 6575,3 Zähler. Für den technologielastigen Nasdaq 100 ging es um 1,18 Prozent auf 24'019,9 Punkte bergauf.
Für eine Öffnung der für den Transport von Öl und Flüssiggas wichtigen Strasse von Hormus hingegen sieht Trump derweil andere Länder in der Verantwortung. Die USA hätten mit der Sicherung der vom Iran blockierten Meerenge - ausgelöst durch den amerikanisch-israelischen Krieg - «nichts zu tun», sagte Trump im Weissen Haus.
Die kräftige Kurserholung der letzten beiden Tage könnte entweder darauf zurückzuführen sein, dass die professionellen Anleger auf eine Deeskalation im Nahen Osten setzten, oder aber auf eine gewisse Verzweiflung, die die Angst vor dem Verpassen einer Erholung schüre, sagte Analyst Michael Bailey vom Vermögensverwalter FBB Capital Partners. Allerdings «könnten gemischte oder schlechte Nachrichten auf diesem höheren Niveau die Märkte wieder nach unten treiben».
Die Skepsis am Markt ist insofern ausgeprägt: «Wir raten weiterhin, auf Taten zu setzen, nicht auf Worte», schrieb Stratege Felix-Antoine Vezina-Poirier vom Analysehaus BCA Research. Jüngste Daten deuteten zwar auf eine leichte Belebung des Schiffsverkehrs an der Strasse von Hormus hin; von den sonst üblichen Zahlen sei man aber noch sehr weit entfernt.
Der Ölpreis gab nach. In der Folge verzeichneten auch die Aktien von Öl- und Gasproduzenten Verluste. So büssten Occidental Petroleum , Chevron und Exxon Mobil zwischen gut vier und mehr als fünf Prozent ein.
Optimismus herrschte insbesondere unter den Anlegern in der Chip- und IT-Hardware-Branche. Denn sollte die Strasse von Hormus tatsächlich wieder geöffnet werden, würde dies auch die Versorgung mit Helium verbessern, das bei der Herstellung von Halbleitern verwendet wird. Damit zogen Seagate, Micron, Sandisk und Western Digital um acht bis gut zehn Prozent an.
Nike aber sieht Risiken für sein Geschäft durch den Iran-Krieg. Überraschend für viele Analysten hatte der Sportartikelriese Umsatzrückgänge sowohl im laufenden Quartal als auch im gesamten Geschäftsjahr in Aussicht gestellt. Der Kurs der Aktie brach daraufhin am Dow-Ende um 15,5 Prozent ein und erreichte das Niveau von 2014.
Papiere von RH sackten um mehr als 19 Prozent ab. Der Möbelhändler rechnet im ersten Quartal mit einem Umsatzrückgang von zwei bis vier Prozent. Analysten hatten hingegen im Mittel mit einem Anstieg von gut acht Prozent kalkuliert.
Die Anteilscheine von Eli Lilly stiegen um fast vier Prozent. Die US-Arzneimittelbehörde hatte die Diätpille des Pharmakonzerns zugelassen. Das einmal täglich einzunehmende Medikament soll Menschen dabei helfen, Gewicht zu verlieren oder bereits erreichtes Gewicht zu halten.
(cash/AWP/Reuters)

