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17:40

Die Schweizer Börse schloss am Mittwoch positiv, nachdem sie im Verlauf der Sitzung ein neues Rekordhoch erreicht hatte. Eine Reihe von Unternehmenszahlen, darunter die von Novartis und der UBS, beschäftigte die Anleger. «Nach den Turbulenzen der letzten Tage, insbesondere bei den Edelmetallen, bleibt die Stimmung an den Börsen äusserst nervös»​​​​, kommentierte Christine Romar. Für die Analystin von CMC Markets hänge in den kommenden Tagen alles vom Interesse der Investoren an den großen US-Techkonzernen ab.

Da die für Freitag geplanten US-Arbeitsmarktdaten aufgrund einer erneuten Haushaltsblockade in den USA verschoben werden, lieferten die ADP-Zahlen zum privaten Beschäftigungssektor erste Hinweise auf die Lage in der grössten Volkswirtschaft der Welt. Demnach wurden im Januar netto 22'000 neue Arbeitsplätze geschaffen, nach 37'000 im Dezember. Analysten hatten deutlich mehr erwartet, rund 48'000, so Marketpulse.

«Der Markt richtet den Blick nun auf die Europäische Zentralbank, die am Donnerstag voraussichtlich eine abwartende Haltung in der Geldpolitik einnehmen wird, während sie die Auswirkungen eines stärkeren Euro auf die Inflation beobachtet», erklärte John Plassard, Leiter Investmentstrategie bei der Bank Cité Gestion.

An der Schweizer Börse schloss der Leitindex SMI 1,01 Prozent höher bei 13.508,12 Punkten, nach einem historischen Hoch bei 13.587,80 Punkten. Der SLI stieg um 0,70 Prozent auf 2.155,86 Punkte, der SPI um 1,04 Prozent auf 18.618,55 Punkte.

Die Mehrheit der führenden Werte beendete den Handel im Plus, mit Ausnahme von Holcim (-7,9 Prozent), UBS (-6,3 Prozent) und VAT Group (-2,2 Prozent).

Die UBS meldete einen Nettogewinn von 7,8 Milliarden Dollar für 2025 – ein Anstieg von 53 Prozent. Vor dem Hintergrund der intensiven Debatten über strengere Eigenkapitalanforderungen wirft die Grossbank jedoch einige Fragen zu den Ausschüttungen an Aktionäre auf.

Kühne+Nagel (+5,0 Prozent), Givaudan (+4,3 Prozent) und Straumann (+4,2 Prozent) führten die Gewinnerliste an. DZ Bank hatte zwar das Kursziel für den Aroma- und Parfümspezialisten gesenkt, beliess die Empfehlung jedoch bei «Halten».

Die Schwergewichte leisteten einen wichtigen Beitrag zum SMI: Novartis (+1,6 Prozent), Roche (+2,3 Prozent) und Nestlé (+2,6 Prozent). Novartis meldete für 2025 einen Umsatzanstieg von 8 Prozent auf 54,53 Milliarden Franken und einen Nettogewinn von 13,97 Milliarden (+17 Prozent). Die Aktionäre können mit einer Dividende von 3,70 Franken pro Aktie rechnen, 20 Rappen mehr als im Vorjahr. Zurich Insurance (+3,5 Prozent) erhöhte erneut ihr Angebot für den kleinen britischen Konkurrenten Beazley.

Im breiteren Markt gab die französische Investmentgesellschaft Wendel bekannt, dass sie einen Vertrag über den Verkauf von Stahl unterzeichnet hat, an dem Clariant (+13,3 Prozent) 14,6 Prozent hält.

AMS Osram (+4,7 Prozent) beruhigte sich nach einem Anstieg von über 10 Prozent. Der Halbleiterspezialist verkaufte seine nicht-optischen Analog-/Mixed-Signal-Sensoraktivitäten für Auto-, Industrie- und Medizinanwendungen an Infineon für 570 Millionen Euro in bar.

Dormakaba (+3,0 Prozent) erwarb für einen nicht genannten Betrag den australischen Konkurrenten Vintech Systems.

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16:50

Unter den Dow-Jones-Werten erwischte der Ausverkauf die Aktien von Nvidia, Salesforce und IBM, die bis zu 3,3 Prozent einbüssten. Ihrem freien Fall gar nicht entkommen konnten die Aktien des App-Entwicklungsdienstleisters Applovin, die nochmals um 16 Prozent abrutschten. Seit Weihnachten hat sich der Kurs des Unternehmens mittlerweile fast halbiert.

Auch im Gaming-Bereich machten sich zuletzt die Sorgen bemerkbar, dass die Künstliche Intelligenz bald die Branche aufmischen wird. Die Titel von Take-Two, setzten ihren Kursrutsch um 4,2 Prozent fort, obwohl im dritten Quartal deutlich die Erwartungen übertroffen wurden. Omar Dessouky von der Bank of America sieht hier eine klare Kaufgelegenheit vor der Einführung einer neuen Version des Kassenschlagers «Grand Theft Auto».

Ein Lichtblick waren US-Pharmawerte, die von Eli Lilly mit einem Kurssprung um sieben Prozent angeführt worden. Anders als der europäische Konkurrent Novo Nordisk glänzten die Amerikaner im Wettkampf um Gewichtssenker-Produkte mit ihrer Prognose für 2026. Anleger werten dies als Indiz, dass die Amerikaner den Europäern davon laufen. Novo-Aktien waren am Mittwoch in Kopenhagen um 18 Prozent eingebrochen.

Aus dem Pharmabereich legten die Aktien von Amgen fast fünf Prozent zu. Das Biotechnologie-Unternehmen hat dank starker Verkäufe seiner Topmedikamente im abgelaufenen Quartal überraschend viel umgesetzt und verdient.

Für Aufmerksamkeit sorgte noch eine Übernahme: Texas Instruments will den texanischen Halbleiterhersteller Silicon Labs für 7,5 Milliarden US-Dollar kaufen. Das liess dessen Kurs um fast 50 Prozent nach oben schnellen, während die Titel von Texas Instruments in dem schwachen Tech-Umfeld um 1,3 Prozent nachgaben.

Einen Kurssprung um 40 Prozent konnten die Anleger von Enphase Energy feiern. Der Hersteller von Solar-Produkten wie etwa Wechselrichtern übertraf mit seinem Ausblick auf das erste Geschäftsquartal die Erwartungen und signalisierte einen Wendepunkt, was die Nachfrage betrifft - wohl auch unter dem Einfluss bald endender Steuervorteile.

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16:25

Mit Blick auf den Technologiesektor halten sich die Investoren an den US-Börsen am Mittwoch weiter zurück. Von einer Erholung gab es im frühen Handel beim Nasdaq 100, der am Vortag schon deutlich gefallen war, keine Spur. Anleger hinterfragen neuerdings, für welche Branchenunternehmen die Künstliche Intelligenz neben Chancen auch eine Gefahr bedeutet. Der technologielastige Leitindex büsste zuletzt 0,6 Prozent auf 25.178 Punkte ein.

Geringfügig besser sah es am breiten Markt aus, wo der S&P 500 rund 0,2 Prozent verlor. Klarere Gewinne gab es für den stärker auf Standardwerte fokussierten Dow Jones Industrial, der im frühen Mittwochshandel um 0,4 Prozent auf 49'411 Punkte stieg. Er blieb aber unter seinem Vortagsrekord von 49'653 Zählern.

Die Portfoliomanagerin Stephanie Niven von Ninety One sprach von «wahllosen Verkäufen» bei gewissen Branchenwerten aus dem Software- und IT-Bereich. Es sei noch nicht abschliessend geklärt, wie viel davon purer Angst geschuldet oder auch fundamental begründbar sei. Klar sei jedoch, dass es bei vielen Werten einen Vertrauensverlust gebe. Dieses Vertrauen müsse erst wieder hergestellt werden.

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15:56

AMD stand am Mittwoch im Fokus, nachdem der Halbleiterkonzern für das vierte Quartal Zahlen und einen Ausblick vorgelegt hatte, die auf den ersten Blick besser ausfielen als erwartet. Mehrere Wall-Street-Häuser zeigten sich jedoch zurückhaltend und erklärten, die Resultate seien «nicht so positiv, wie sie auf den ersten Blick wirkten».

Die Aktie verlor im frühen Handel rund 14 Prozent, während Wettbewerber Nvidia leicht im Plus lag.

Der Wedbush-Analyst Matt Bryson erklärte, dass der Umsatz im Rechenzentrumsbereich im vierten Quartal durch unerwartete Erlöse von knapp 400 Millionen US-Dollar mit dem Chip MI308 aus China gestützt worden sei. Der Ausblick sehe jedoch nur noch rund 100 Millionen US-Dollar an MI308-Umsätzen aus China vor - ein Punkt, der für Verwunderung sorge.

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15:40

Nach einem schwachen Start hat der Schweizer Aktienmarkt am späten Mittwochvormittag an Fahrt aufgenommen und knackte damit das Allzeithoch von 13'328,67 Zählern von vor zwei Wochen. Eine Reihe von Zyklikern und die Versicherer ziehen den Leitindex SMI nach oben.

Clariant liegen mit 15 Prozent an der Börsenspitze. Auch Huber+Suhner und Cicor legen um über 9 Prozent zu. Bei den Large Caps liegen Kühne+Nagel (+5,1 Prozent), Givaudan (+4,4 Prozent) und Straumann (+4,1 Prozent) vorne.

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15:31

Die US-Börsen starten am Mittwoch uneinheitlich. Während der S&P 500 rund 0,1 Prozent steigt, fällt der Nasdaq 100 um 0,5 Prozent. Der Dow Jones Industrial wiederum handelt ebenfalls höher um 0,4 Prozent.

Der Schweizer Aktienmarkt, gemessen am SMI, notiert 1,2 Prozent höher. Holcim (-7 Prozent) und die UBS (-5,3 Prozent) deutlich fallen, die übrigen 18 Werte notieren teils deutlich im Plus.

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14:20

Mit Blick auf den Technologiesektor dürften sich die Investoren an den US-Börsen am Mittwoch zurückhalten. Der Nasdaq 100 Index, der am Vortag deutlich gefallen war, dürfte sich zum Handelsbeginn zwar stabilisieren, eine Erholung deutet sich jedoch nicht an. Vor Börsenbeginn wird das Tech-Börsenbarometer vom Broker IG mit 25'310 Punkten leicht im Minus erwartet. Der Leitindex Dow Jones Industrial dürfte mit 49'350 Zählern moderat zulegen.

Die Welle der Quartalsbilanzen nimmt immer mehr Fahrt auf und dürfte das Geschehen bestimmen. Aktien von Eli Lilly verteuerten sich vorbörslich um fast 10 Prozent. Der Pharmakonzern übertraf mit der Umsatzprognose für 2026 die Markterwartungen deutlich. Die Aktie steht auch deshalb im Fokus, weil der dänische Kontrahent Novo Nordisk am Vorabend mit seiner Umsatzprognose herb enttäuschte.

Valoren von AMD sackten vorbörslich um 9 Prozent ab. Die Aussagen des Halbleiterherstellers zum Segment Client seien von Vorsicht geprägt, schrieb Analyst Tom O'Malley von der Barclays Bank. Hierbei handelt es sich um Hardware für Desktop-PCs und Notebooks.

Aktien von Amgen verloren vorbörslich 1,8 Prozent. Das Biotechnologie-Unternehmen dürfte in diesem Jahr die Kapitalausgaben erhöhen, um die Markteinführung des Mittels Maritide gegen Adipositas und Diabetes anzukurbeln. Titel von Abbvie legten dagegen um ein Prozent zu, hier übertraf die Gewinnprognose für 2026 die Konsensschätzung von Analysten.

Sehr gut kam bei Anlegern die Umsatzprognose von Super Micro an, die Aktien schnellten vorbörslich um 8,5 Prozent nach oben. Der Hersteller von Computern für Rechenzentren will im laufenden Quartal mindestens ein Fünftel mehr Umsatz erzielen als am Markt erwartet wird.

Derweil reisst die Serie von Übernahmen und Fusionen in der Chip-Branche nicht ab. Texas Instruments übernimmt den texanischen Halbleiterhersteller Silicon Labs für 7,5 Milliarden US-Dollar. Das liess dessen Kurs vorbörslich um mehr als 50 Prozent nach oben schnellen. Texas Instruments gaben indes vorbörslich um knapp 4 Prozent nach.

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13:15

Die US-Berichtssaison ist in vollem Gang. Einen positiven Abschluss liefert der Pharmakonzern Eli Lilly. Umsatz und Gewinn des vierten Quartals sowie die Prognose für 2026 liegen über den Erwartungen. Dazu beitragen haben insbesondere die Mittel Zepbound und Mounjaro.

13:05

Die Futures der US-Aktienmärkte steigen vor der Börseneröffnung am Mittwoch: 

- Dow-Jones-Futures: +0,38 Prozent.
- S&P-500-Futures: +0,27 Prozent.
- Nasdaq-Futures: +0,04 Prozent.

Unterdessen steht die Schweizer Börse gemessen am SMI 0,84 Prozent höher. Der Leitindex weist 13'485 Punkte auf.

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11:45

Der Schweizer Aktienmarkt steht gemessen am SMI 0,18 Prozent höher. Der Leitindex notiert bei 13'397 Zählern. 

Die hiesige Börse schüttelt damit die Verluste des Vormittags ab. Derweil befindet sich die Berichtsaison mittlerweile in voller Fahrt - und kann nicht immer überzeugen. Gerade aber mit Blick auf die hochbewertete KI-Branche ist es schwer, die Erwartungen zu erfüllen. «Und selbst wenn sie übertroffen werden, ist der Markt nicht immer zufrieden», fasst ein Händler die allgemeine Stimmung zusammen. An der Wall Street breitete sich zudem die Sorge aus, dass Softwareanbieter durch den KI-Einfluss ihrer Existenzberechtigung beraubt würden.

Neben den heimischen Bluechips Novartis und UBS ist auch international der Unternehmenskalender mehr als gut gefüllt. Besonders aus den USA legen zahlreiche Firmen diverser Branchen Ergebnisse vor, nachbörslich mit der Google-Mutter Alphabet auch einer der «Magnificent 7».

Und auch ein Blick auf den Konjunkturkalender dürfte sich lohnen. Da der offizielle US-Arbeitsmarktbericht trotz Ende des Shutdowns nicht wie geplant am Freitag veröffentlicht wird, dürfte den Daten des privaten Anbieters ADP besondere Beachtung zukommen. Und auch der ISM-Serviceindex sollte auf Interesse stossen.

Weder bei UBS (-4,8 Prozent) noch bei Novartis (-2,4 Prozent) sorgen die Jahreszahlen für Kursgewinne. Dabei hat die Grossbank durchaus die Schätzungen klar übertroffen. Allerdings belastet die anhaltende Kapitaldiskussion die Stimmung. «Was UBS kontrollieren kann (z. B. das operative Geschäft), entwickelt sich weiterhin sehr gut. Was ausserhalb ihrer Kontrolle liegt (z. B. die Regulierung), bleibt ungewiss», fasst es Vontobel in einem Kommentar zusammen.

Beim Pharmaschwergewicht ist der Kursrückgang hingegen durchaus hausgemacht. Denn Novartis bekam die Konkurrenz durch Generika zu spüren und schlägt beim Ausblick zudem ungewohnt vorsichtige Töne an. Dies wird auch von vielen Analysten bemängelt. Viele befürchten einen zunehmenden Margendruck durch die Generika-Erosion bei wichtigen Produkten. Konkurrent Roche (GS +0,5 Prozent) halten sich indes im Plus.

Stark unter Druck kommen zudem Holcim (-5,0 Prozent). Händler verwiesen auf einen Pressebericht, wonach die EU kostenlose CO2-Zertifikate verlängern wolle. Holcim hatte zuletzt bereits viel in «grünen» Beton investiert.

Die Aktien der Zurich (+2,1 Prozent) legen zu. Der Versicherungskonzern hat kurz vor Börsenstart das Angebot für den britischen Spezialversicherer Beazley angehoben. Analysten bewerten den geplanten Ausbau in diesem Bereich grundsätzlich positiv. Zudem gab es wohl einige Sorgen, dass die Preisanpassung noch deutlicher ausfallen könne.

Generell sind Versicherer gefragt - so gewinnen auch Swiss Re (+3,2 Prozent) oder Swiss Life (+1,6 Prozent) hinzu. Aber auch andere eher defensive Titel wie Swisscom (+2,1 Prozent) oder Givaudan (+2,7 Prozent) entziehen sich dem negativen Gesamtmarkt. «Da Gold mittlerweile fast auch als sicherer Hafen wegfällt und zu spekulativ geworden ist, besinnen sich Anleger auf andere Werte», so ein Börsianer.

In der zweiten Reihe schnellen AMS Osram (+9,6 Prozent) nach oben. Der am Vorabend angekündigte Verkauf des nicht-optischen Sensorgeschäfts an Infineon wird von den Analysten begrüsst, gleichzeitig wird allerdings die strategische Neuausrichtung zurückhaltend kommentiert.

Clariant (+7,9 Prozent) legen ebenfalls kräftig zu. Als Auslöser gilt der nun unter Dach und Fach gebrachte Kauf des niederländischen Unternehmens Stahl Holdings durch Henkel. Denn Clariant ist mit knapp 15 Prozent an Stahl Holdings beteiligt.

Von einer Studie profitieren die zuletzt durch Gewinnwarnungen eher negativ aufgefallenen Cicor (+5,4 Prozent). Die UBS empfiehlt die Titel der Elektronikgruppe neu zum Kauf. Hingegen verlieren EFG (-4,1 Prozent) nach einer Abstufung der Analysten aus dem gleichem Haus deutlich an Wert.

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11:05

Die Aktien von Holcim fällt um 5 Prozent auf 77,92 Franken. Das ist ein jäher Bruch mit dem Aufwärtstrend, der die Titel des Baustoffkonzerns seit Monaten auf immer höhere Stände getrieben hat. 

Auslöser für die Verkäufe sind Pläne der Europäischen Union zum Emissionshandel. Einem Bericht des Handelsblatts zufolge will die EU den Emissionshandelsrahmen deutlich schwächen, indem sie die Anzahl der verfügbaren Emissionszertifikate erhöht und das Ende der Auktionen verzögert.

Das kreuzt sich mit dem Bestreben der Unternehmen wie Holcim oder auch Heidelberg Materials, die auf Dekarbonisierung setzen. Sie gelten eigentlich als Gewinner eines straffen Emissionshandels, das Anreize zum CO2-Abbau schafft.

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10:35

Die jüngsten Übernahmepläne der spanischen Grossbank Santander haben die Anleger nicht überzeugt. Die Aktien geben an der Börse ‌in ‌Madrid um fast vier Prozent nach.

Santander will die US-Regionalbank Webster Financial für 12,2 Milliarden Dollar kaufen und damit in den Kreis der zehn grössten Geschäftsbanken in den USA aufsteigen. Das spanische Geldhaus ist seit dem Erwerb der Sovereign Bank im Jahr ​2005 auf dem US-Markt aktiv und gehört dort bereits zu den grössten ‌Autofinanzierern.

Die Experten der US-Investmentbank Morgan Stanley stuften Santander ‌nach der Ankündigung dennoch auf «Equal-Weight» nach zuvor «Overweight» herab. Die Übernahme von Webster dürfte demnach «kaum den Vertrauensvorschuss für eine erfolgreiche Integration in den USA erhalten». Zugleich bezeichnete Morgan Stanley Santanders Prognose für Kostensynergien von 800 Millionen Dollar als «ambitioniert».

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10:00

Der Schweizer Aktienmarkt fällt gemessen am SMI 0,2 Prozent zurück. Der Leitindex steht bei 13'346 Punkten.

Die Sorgen um die teils exorbitanten Bewertungen in der KI-Branche greifen im Zuge der Berichtssaison weiter um sich. «Es wird immer schwerer, die Erwartungen zu erfüllen. Und selbst wenn sie übertroffen werden, ist der Markt nicht immer zufrieden», fasst ein Händler die Stimmung zusammen. An der Wall Street breitete sich zudem die Sorge aus, dass Softwareanbieter durch den KI-Einfluss ihrer Existenzberechtigung beraubt würden.

Neben den heimischen Bluechips Novartis und UBS ist auch international der Unternehmenskalender mehr als gut gefüllt. Besonders aus den USA legen zahlreiche Firmen diverser Branchen Ergebnisse vor, nachbörslich mit der Google-Mutter Alphabet auch einer der «Magnificent 7». Und auch ein Blick auf den Konjunkturkalender dürfte sich lohnen. Da der offizielle US-Arbeitsmarktbericht trotz Ende des Shutdowns nicht wie geplant am Freitag veröffentlicht wird, dürfte den Daten des privaten Anbieters ADP besondere Beachtung zukommen. Und auch der ISM-Serviceindex sollte auf Interesse stossen.

Einer der schwächsten Werte sind Novartis (-1,0 Prozent) nach Zahlen. Diese fielen zwar in etwa im Rahmen der Erwartungen aus, der Ausblick ist aber ungewohnt vorsichtig. Konkurrent Roche (+0,4 Prozent) halten sich indes im Plus.

Die UBS (-1,0 Prozent) überzeugte zwar mit ihrem Jahresergebnis und übertraf die Schätzungen teils deutlich. Die Aktie machte dennoch einen Rücksetzer.

Am SLI-Ende verlieren Holcim (-3,6 Prozent) stark an Wert. Händler verwiesen auf einen Pressebericht, wonach die EU kostenlose CO2-Zertifikate verlängern wolle.

Gefragt sind derweil Versicherer wie Swiss Re (+2,5 Prozent) oder Swiss Life (+1,3 Prozent) und Zurich (+1,8 Prozent). Letztere haben die Offerte für die britische Beazley erhöht. Partners Group (+1,7 Prozent) erholen sich von ihren Vortagesverlusten.

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09:45

Die unerwartet schwache Prognose für das laufende Jahr ‌schickt die ‌Aktien von Novo Nordisk auf Talfahrt. Die Titel des dänischen Pharmakonzerns rauschen um bis zu 19,5 Prozent nach unten.

Für 2026 rechnet der Hersteller der Abnehmspritze Wegovy mit einem ​Rückgang bei Umsatz und Betriebsgewinn von fünf bis 13 ‌Prozent. Die Prognose liege unter den Konsensschätzungen, ‌im Mittel rund acht Prozent darunter beim Umsatz und neun Prozent darunter beim bereinigten Betriebsgewinn, kommentierten die Analysten von JP Morgan. Dies deute auf einen stärkeren Druck auf das US-Geschäft hin als erwartet.

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09:05

Der SMI fällt um 0,25 Prozent auf 13'345 Punkte.

UBS (-0,9 Prozent) und Novartis (-1,5 Prozent) fallen nach der Vorlage des Geschäftsergebnisses 2025 zurück. Holcim (-3,3 Prozent) sowie Kühne+Nagel (-2,2 Prozent) werden ebenfalls verkauft.

Auf der Gewinnerseite stehen Swiss Re (+2 Prozent), Partners Group (+1,8 Prozent) sowie Zurich Insurance (+1,6 Prozent).

Der SPI sinkt um 0,11 Prozent auf 18'406 Punkte. Gefragt sind Clariant (+3,7 Prozent) sowie Huber+Suhner (+2,2 Prozent). Polypeptide (-2 Prozent) und Bajaj Mobility (-1,7 Prozent) stehen unter Druck.

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08:25

Neue Kursziele und Ratings für Schweizer Aktien:

EFG: UBS senkt auf Neutral (Buy) - Ziel 20,70 (18,40) Fr.
Cicor: UBS startet mit Buy - Ziel 173 Fr.
Julius Bär: Barclays senkt auf 63,70 (66,10) Fr. - Equal Weight
Julius Bär: JPMorgan erhöht auf 76 (75) Fr. – Overweight
Roche: Vontobel erhöht auf 354 (349) Fr. – Hold
- SIG: Deutsche Bank senkt auf 5 (13) Fr – Sell (Hold)

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08:05

Der SMI steht im vorbörslichen Handel bei Julius Bär 0,43 Prozent tiefer.

Nur die Aktien der UBS verzeichnen nach der Zahlenvorlage ein Plus und steigen 0,75 Prozent. Novartis steht - ebenfalls nach Bekanntgabe des Geschäftsergebnisses - unter Druck (-1,7 Prozent). Grössere Verluste muss Holcim hinnehmen (-2,2 Prozent), und auch die anderen SMI-Titel liegen zurück.

Der breite Markt verliert 0,22 Prozent. AMS Osram legt kräftig zu (+6,1 Prozent). EFG International verliert hingegen 2,2 Prozent.

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07:25

Nach der Korrektur, die auf die jüngste Rekordrally am Edelmetallmarkt gefolgt ist, erholen sich die Preise weiter. Gold hat es wieder über die Marke von 5000 Dollar je Unze geschafft. Anleger nutzen den Rücksetzer zum Einstieg oder Aufstocken ihrer Positionen.

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07:20

Der Dax wird am Mittwoch der Kursentwicklung an den Terminmärkten ‌zufolge ‌wenig verändert in den Handel starten. Am Dienstag hatte der deutsche Leitindex knapp im Minus bei ​24'781 Punkten geschlossen.

Ein Ausverkauf bei ‌Technologieaktien stoppte die ‌Erholung an den Börsen dies- und jenseits des Atlantiks. Zur Wochenmitte geht es mit der Bilanzsaison weiter. Im Rampenlicht stehen unter anderem die ⁠Geschäftszahlen des Chipkonzerns Infineon und der Google-Mutter Alphabet.

In den Fokus rückt zugleich erneut die Geopolitik: Unterhändler ​der Ukraine, Russlands und der ‌USA wollen in Abu Dhabi ‍Verhandlungen über eine Waffenruhe fortsetzen.

Anleger warten zudem auf ​den Inflationsbericht für die Euro-Zone im Januar. Der Inflationsdruck dürfte zu Jahresbeginn weiter an Kraft ‌verloren haben: Laut Ökonomen ⁠könnte die Teuerungsrate bei den ‌Verbraucherpreisen im Januar auf 1,7 Prozent gefallen sein, nach 1,9 ‍Prozent im Dezember.

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06:20

Der Swiss Market Index (SMI) steht vorbörslich bei der IG Bank 0,2 Prozent tiefer bei 13'336 Zählern. 

Am Mittwoch geben die UBS und das Pharmaunternehmen Novartis die Jahresabschlüsse 2025 bekannt.

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06:12

Ein Euro kostet 91,70 Rappen (+0,07 Prozent). Der Dollar notiert bei 77,51 Rappen (-0,04 Prozent)

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05:10

Sorgen vor einer Verdrängung klassischer Software durch Künstliche Intelligenz (KI) haben die asiatischen Aktienmärkte am Mittwoch belastet. Die Börsen folgten damit ‌den ‌deutlichen Verlusten an den US-amerikanischen und europäischen Märkten.

Auslöser war die Vorstellung von Erweiterungen für den KI-Agenten Claude Cowork des Anbieters Anthropic am Freitag, die Sorgen vor ​einer Umwälzung der Branche schürte. «Der KI-Handel spaltet sich in relative ‌Gewinner und Verlierer», sagte Ben ‌Bennett, Anlagestratege für Asien bei L&G Asset Management. «Dieses Wackeln bei der Software hat sich diese Woche fortgesetzt.»

Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index gab in Tokio 0,6 Prozent auf 54'390 Punkte nach, während der breiter gefasste Topix 0,2 Prozent zulegte. ⁠Die Börse in Shanghai blieb fast unverändert.

03:55

Im asiatischen Devisenhandel gewann der Dollar 0,4 Prozent auf 156,33 Yen und legte leicht auf 6,9379 Yuan zu. Zur Schweizer ​Währung rückte er etwas auf 0,7755 Franken vor. Parallel ‌dazu blieb der Euro fast unverändert bei 1,1821 ‍Dollar und gab leicht auf 0,9168 Franken nach.

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02:50

Am Rohstoffmarkt verteuerte sich die Rohöl-Sorte ​Brent aus der Nordsee um 0,7 Prozent auf 67,78 Dollar je Barrel (159 Liter). Das US-Öl WTI notierte 0,8 Prozent fester bei 63,72 Dollar. Händler verwiesen auf ‌die jüngsten Spannungen zwischen den USA und dem ⁠Iran, nachdem das US-Militär eine iranische Drohne ‌abgeschossen hatte. Der Goldpreis erholte sich von jüngsten Verlusten und legte um 1,5 Prozent auf 5014,31 ‍Dollar je Feinunze zu.

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23:55

Die US-Aktienmärkte haben am Dienstag ihre zeitweise heftigen Verluste eingedämmt. Für den technologielastigen Auswahlindex Nasdaq 100 ging es letztlich aber immer noch um 1,55 Prozent auf 25'339 Punkte bergab, auch belastet vom Kurseinbruch des Zahlungsdienstleisters Paypal .

Der marktbreite S&P 500 verringerte seinen Tagesabschlag mit 6918 Punkten auf 0,84 Prozent, während der Leitindex Dow Jones Industrial zum Ende noch 0,34 Prozent auf 49'241 Punkte verlor. Er hatte im frühen Handel ein Rekordhoch erreicht.

Marktbeobachter konstatierten eine Rotation von Halbleiterwerten in konjunktursensiblere Branchen. Zudem nutzten Anleger den jüngsten, herben Rückschlag bei Edelmetallen nach einer Rally zum Kauf. Gold- und Silberpreis zogen daraufhin wieder deutlich an.

Drei Jahre lang dominierten Wetten auf Unternehmen aus dem Bereich Künstliche Intelligenz (KI) den US-Aktienmarkt. Doch nun setzen Investoren zunehmend darauf, dass dieser Trend, angeführt von den grössten Tech-Riesen - den sogenannten «Magnificent Seven» - einer breiteren Marktbeteiligung weichen wird. Tatsächlich hat 2026 schon eine deutliche Umschichtung stattgefunden, bei der Aktien aus traditionelleren Branchen Wachstumstitel weit übertroffen haben. «Die Sorgen über die Investitionsausgaben für KI konkurrieren mit den 'Hoffnungen und Träumen' einer Ausweitung infolge der beschleunigten US-Wirtschaft», fasste Chris Senyek von Wolfe Research zusammen.

Die neue Value-Präferenz am Markt demonstrierte am Dienstag eindrucksvoll Walmart - den Aktien reichte ein Kursplus von 2,9 Prozent für eine weitere Bestmarke. Zudem stieg der Börsenwert des Supermarktriesen erstmals über eine Billion US-Dollar. Er spielt nun in einer Liga, in die es bisher nur Technologiegiganten wie Nvidia , die Google -Mutter Alphabet , Apple und Microsoft geschafft haben.

Walmart - lange ein Favorit von Schnäppchenjägern - hat seine enorme Grösse und Lieferantennetzwerk genutzt, um die Preise niedrig zu halten und Marktanteile in allen Einkommensklassen zu gewinnen. Während der Konzern seine Attraktivität für preisbewusste Haushalte beibehalten hat, ziehen seine Online-Angebote neue, wohlhabendere Käufer an.

Die Aktien des Datensoftware-Spezialisten Palantir zogen um 6,9 Prozent an. Die geschäftliche Dynamik habe sich zum Jahresende 2025 auf breiter Front beschleunigt, schrieb Analyst Brent Thill von der US-Bank Jefferies zur Quartalsbilanz. Beim Softdrink- und Snackhersteller Pepsico reichte es nach der Zahlenvorlage für ein Kursplus von 4,9 Prozent.

In der Pharmabranche schaffte Merck & Co nach Geschäftszahlen ein Plus von 2,2 Prozent. Die Valoren von Davita sprangen sogar um rund 21 Prozent hoch. Laut der britischen Bank Barclays treiben die Aktienrückkäufe des Dialyseanbieters den Gewinn je Aktie an. Dagegen sanken Pfizer -Titel um 3,3 Prozent. Hier lag der Gewinn je Aktie im vergangenen Quartal laut Händlern deutlich unter der Markterwartung.

Paypal-Titel büssten angesichts eines enttäuschenden Quartalsberichts rund 20 Prozent ein und erreichten damit den niedrigsten Stand seit fast neun Jahren. In ihrem Sog waren auch die Titel des europäischen Wettbewerbers Adyen deutlich gefallen.

(cash/AWP/Bloomberg/Reuters)

Reto Zanettin
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