15:10

An den New Yorker Börsen wird am Donnerstag nach dem Vortagsanstieg ein kleiner Dämpfer erwartet. Nachdem am Vortag schon die Gewinne wegen geldpolitischer Signale abgeschmolzen waren, gilt nun die grösser werdende Gefahr eines kriegerischen Konflikts zwischen den USA und dem Iran als Grund für die wieder zunehmende Unsicherheit der Anleger.

Der Broker IG taxierte den US-Leitindex Dow Jones Industrial am Donnerstag 0,3 Prozent niedriger auf 49'505 Punkte. Dessen mögliche Rückkehr an oder über die 50'000-Punkte-Marke lässt damit wohl noch etwas auf sich warten. Der Nasdaq 100 mit seinen Technologiewerten, von denen zuletzt viele unter Sorgen vor einer störenden Wirkung von KI-Lösungen gelitten hatten, wird gut eine halbe Stunde vor Handelsbeginn 0,4 Prozent tiefer erwartet.

Was am Donnerstag noch bleibt ist die Nachlese davon, dass die US-Notenbank Fed im Protokoll ihrer jüngsten Sitzung die inflationären Risiken betont hat. Aus Sicht von Barclays-Ökonom Marc Giannoni sprechen die Aussagen dafür, dass der Leitzins erst einmal unverändert bleibt. US-Daten wie etwa die wöchentlichen Arbeitsmarktdaten oder der Philly-Fed-Index zeichneten derweil ein robustes Konjunkturbild.

Auf Unternehmensseite sind die Blicke auf Walmart gerichtet. Weil der Handelsriese einen Ausblick abgab, der in ersten Stimmen als vorsichtig galt, ging es für seinen Kurs um zuletzt 0,5 Prozent bergab. Allerdings waren die Abschläge davor schon deutlich grösser gewesen. Walmart stapelt für 2026 tiefer als erwartet wegen unsicherer Konjunkturverhältnisse. Laut dem Experten Christopher Horvers von JPMorgan war die Messlatte hoch angelegt.

Besseres gab es vom Online-Marktplatz Ebay zu vermelden, dessen Kurs um mehr als sechs Prozent anzog wegen eines starken vierten Quartals. Dieses hatte zur Folge, dass die US-Bank Goldman Sachs ihre bisher negative Haltung aufgab. «Solche Wachstumsraten haben wir bei eBay seit Jahren nicht mehr gesehen», schrieb Ross Sandler von Barclays. Dies sei die Ernte einer mehrstufigen Sanierung unter neuem Management.

Bekannt wurde ausserdem, dass Ebay für 1,2 Milliarden US-Dollar den Gebrauchtkleidungs-Marktplatz Depop vom Konkurrenten Etsy übernimmt. Dessen Titel schossen daraufhin vorbörslich um 21 Prozent hoch. Laut dem Analysten John Colantuoni von Jefferies Research bringt sich Etsy, selbst spezialisiert auf den Handel mit handgemachten sowie Vintage-Produkten, in Position für eine Rückkehr zu profitablem Wachstum.

Gute Nachrichten kamen ansonsten auch noch vom Traktorbauer Deere & Co , der seine Anleger mit einer angehobenen Gewinnprognose und einem vorbörslichen Kursanstieg um 5,5 Prozent erfreute. Doordash löste einen Kurssprung um acht Prozent aus, indem der Lieferdienst mit einem überraschend hohen Auftragswachstum plant.

Sehr viel schlechter sieht es dagegen bei Unternehmen aus, die mit Autos und Mobilität zu tun haben. Die Titel des Autovermieters Avis Budget etwa sanken vorbörslich um 13 Prozent wegen eines enttäuschenden vierten Quartals. Beim Gebrauchtwagenhändler Carvana gab der Kurs um sieben Prozent nach wegen der Erkenntnis, dass höhere Kosten am Gewinn zehren.

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15:00

Aktien des Online-Gebrauchtwagenhändlers Carvana gehen nach enttäuschenden Quartalszahlen auf Talfahrt. Im vorbörslichen US-Handel verlieren die Papiere elf Prozent. Höher als erwartet ausgefallene Kosten für die Inspektion, Reparatur und Aufbereitung von Fahrzeugen knabberten an den Margen.

Zudem hielten sich einige Käufer aus finanziellen Nöten mit dem Kauf eines neuen Fahrzeugs zurück oder stiegen auf eine niedrigere Ausstattung um. Ohne Berücksichtigung von Sonderposten lag der Gewinn bei 1,06 Dollar pro Aktie, verglichen mit Analystenschätzungen von 1,10 Dollar.

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13:30

Enttäuschende Jahreszahlen haben die Aktien des Bergbauriesen Rio Tinto auf Talfahrt geschickt. Die in London notierten Titel des australisch-britischen Unternehmens fallen um rund 3,5 Prozent und gehören damit zu den grössten Verlierern im Leitindex FTSE 100.

Der weltgrösste Eisenerzproduzent meldete für das abgelaufene Geschäftsjahr einen bereinigten Gewinn von 10,87 Milliarden Dollar und verfehlte damit die Analystenprognose von 11,03 Milliarden Dollar.

Grund dafür waren unter ‌anderem niedrigere Preise ⁠für das Kernprodukt Eisenerz. Dagegen verdoppelte sich der Gewinnanteil der Kupfersparte auf etwa 30 Prozent, was eine steigende Nachfrage durch den Ausbau von KI-Rechenzentren und die Energiewende unterstreicht. «Ein gutes Ergebnis, wenn auch vielleicht nicht so beeindruckend wie beim Rivalen BHP», kommentiert Argo-Investments-Experte Andy Forster.

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13:15

Die Futures der US-Aktienmärkte stehen tiefer:

- Dow-Jones-Futures: -0,31 Prozent.
- S&P-500-Futures: -0,26 Prozent.
- Nasdaq-Futures: -0,38 Prozent.

Unteressen bewegt sich der Schweizer Markt gemessen am SMI knapp in der Verlustzone (-0,04 Prozent).

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11:40

Der Schweizer Aktienmarkt gibt die Gewinne vom Donnerstagvormittag wieder ab. Gemessen am SMI schwankt er zwischen plus 0,1 und minus 0,1 Prozent. Der Leitindex notiert bei 13'800 Punkten.

Aktuell stützen insbesondere die nach Zahlen sehr starken Nestlé. Der positiven Grundstimmung tut auch ein Dämpfer von Seiten der US-Notenbank keinen Abbruch.

Das Fed ist mit der Publikation des jüngsten Sitzungsprotokolls im Hinblick auf Zinssenkungsphantasien auf die Bremse getreten. Es hat an seiner Sitzung von Ende Januar insbesondere die Inflations-Risiken betont. Die Notenbank lässt sich dabei ausdrücklich die Tür für eine Zinserhöhung als nächsten Schritt offen. Laut der Onlinebank Swissquote ist das Protokoll denn auch eher «hawkish» zu lesen als in Richtung einer baldigen Zinssenkung. Die hiesigen Aktien indes scheint dies zumindest vorerst nicht gross zu beeinflussen.

Getragen wird der Gesamtmarkt insbesondere von Nestlé (+2,9 Prozent). Der Nahrungsmittel-Hersteller hat mit seinen Q4-Zahlen wachstumsmässig die Erwartungen geschlagen. Zudem hat der Konzern sein neues Strategie-Update vorgestellt und auch Änderungen im Verwaltungsrat vorgenommen. Die Bank Vontobel etwa sieht den VR durch die zwei neuen Ernennungen - unter anderem Ex-SNB-Präsident Thomas Jordan - in wichtigen Kernkompetenzen gestärkt.

Gesucht sind darüber hinaus Alcon (+1,5 Prozent), während Lonza (+0,7 Prozent) oder Kühne+Nagel (+0,9 Prozent) von ihren Tageshochs klarer zurückgekommen sind.

Im Fokus stehen auch Zurich, welche nach den Jahreszahlen 0,9 Prozent nachgeben, dies nach zuletzt vier Tagen mit steigenden Kursen. Die am Morgen vorgelegten Zahlen zum Geschäftsjahr haben zwar die Erwartungen übertroffen und werden auch mehrheitlich positiv kommentiert. Allerdings wird das gute Ergebnis auch relativiert, mit dem Hinweis auf Wetterglück.

Grösste Verlierer sind aber weiterhin Amrize (-3,4 Prozent). Hier kommt es nach dem Hoch vom Vortag (+13 Prozent) im Anschluss an die Jahreszahlen zu Gewinnmitnahmen.

Verkauft werden auch Straumann (-2,9 Prozent). Die Titel büssen damit mehr ein, als sie am Vortag im Anschluss an das Jahresergebnis zugelegt hatten. So hat etwa Morgan Stanley das im Vergleich zu anderen Finanzinstituten bereits tiefe Kursziel noch einmal gesenkt und die Einstufung «Underperform» bekräftigt.

Klare Verluste verzeichnen auch Schindler (-1,0 Prozent) und Geberit (-0,9 Prozent).

Nach erneut schwachen Daten zum Uhrenexport im Januar fallen auch Richemont (-0,8 Prozent) und Swatch (-2,8 Prozent) zurück.

Die Aktien von ABB (-0,9 Prozent) notieren am Berichtstag zwar leicht tiefer. Sie halten sich aber bei der Marke von 70 Franken, welche sie vor einer Woche zum ersten Mal knapp überschritten hatten.

Im breiten Markt fallen Cembra mit einem kräftigen Abschlag um 5,6 Prozent auf. Grund dafür ist laut Händlern der Jahresabschluss 2025, der in einigen Teilen enttäuscht hat.

Ebenfalls jeweils nach Zahlen legen die Aktien der beiden Immobiliengesellschaften Novavest (+1,4 Prozent) und Zug Estates (+0,8 Prozent) leicht zu.

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11:15

Nach einer Hochstufung geht es für die Aktien von Vonovia bergauf. Die Titel sind mit einem Plus von 1,8 Prozent Dax-Spitzenreiter. Die Analysten von Morgan Stanley haben die ‌Titel auf «Equal ⁠Weight» von «Underweight» gesetzt.

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10:50

Nach einem Rekordgewinn starten die Aktien von Air France-KLM durch. Die Titel des Luftfahrtkonzerns klettern an der Pariser Börse um bis zu 14,4 Prozent auf ‌ein Fünf-Monats-Hoch von ⁠13,29 Euro.

Das operative Ergebnis lag 2025 bei mehr als zwei Milliarden Euro. JP Morgan führt den steigenden Gewinn auf eine verbesserte Preisgestaltung ⁠und Kostenkontrolle zurück. Die Aktien der Lufthansa notieren im MDax zeitweise gut drei Prozent fester.

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10:30

Der Frankfurter Online-Broker FlatexDegiro kann mit seiner Dividende für 2025 nicht bei den Anlegern punkten. Die Titel rutschen im MDax ‌um rund 6,5 ⁠Prozent ab.

Das Unternehmen steigerte zwar im vergangenen Jahr dank guter Geschäfte Umsatz und Ergebnis und hob die Dividende an. ⁠Künftig sollen 20 Prozent des Gewinns an die Anteilseigner ausgeschüttet werden. Für 2025 bedeutet dies eine Anhebung der Dividende auf rund 30 Cent je ‌Aktie, nach vier Cent je Aktie im Vorjahr. Dies liege zwar deutlich über den Expertenerwartungen, ‌die Dividendenrendite bleibe jedoch gering, sagte ein Händler.

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10:05

Ein mit Enttäuschung aufgenommener Ausblick für das laufende Jahr bringt die Airbus-Aktien ins Rutschen. ‌Die ⁠Titel des europäischen Flugzeugbauers fallen um bis zu 5,8 Prozent auf 189 Euro und sind damit ⁠schwächster Dax-Wert.

Für das laufende Jahr hat sich Airbus vorgenommen, 870 (2025: 793) Verkehrsflugzeuge auszuliefern und das bereinigte Ebit auf 7,5 Milliarden ‌Euro zu steigern. Damit liegen die Prognosen laut einem Berenberg-Kommentar und Börsianern ‌unter den Erwartungen. Airbus zufolge bremst die «beträchtliche» ​Knappheit an Triebwerken des US-Zulieferers Pratt & Whitney die Produktion.

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09:45

Der Schweizer Aktienmarkt steigt gemessen am SMI um 0,56 Prozent. Der Leitindex steht bei 13'883 Punkten. 

Damit künpft der Gesamtmarkt am Donnerstag an die starke Performance der vergangenen drei Wochen an und legt auf Rekordniveau weiter zu. Er profitiert dabei insbesondere von den sehr starken Nestlé, aber auch von den übrigen Blue Chips steht die Mehrheit in der Gewinnzone. Der positiven Grundstimmung tut auch ein Dämpfer von Seiten der US-Notenbank keinen Abbruch. Vielmehr rückt für den SMI die Marke von 14'000 Punkten immer näher in Griffweite.

Das Fed ist mit der Publikation des jüngsten Sitzungsprotokolls im Hinblick auf Zinssenkungsphantasien auf die Bremse getreten, denn es hat an seiner Sitzung von Ende Januar insbesondere die Inflations-Risiken betont. Die Notenbank lässt sich dabei ausdrücklich die Tür für eine Zinserhöhung als nächsten Schritt offen. Laut der Onlinebank Swissquote ist das Protokoll denn auch eher «hawkish» zu lesen als in Richtung einer baldigen Zinssenkung.

Im Fokus stehen insbesondere Nestlé, welche nach den Jahreszahlen im frühen Handel um 3,9 Prozent anziehen. Der Nahrungsmittel-Hersteller hat mit seinen Q4-Zahlen wachstumsmässig die Erwartungen geschlagen. Zudem hat der Konzern sein neues Strategie-Update vorgestellt und auch Änderungen im Verwaltungsrat vorgenommen. Die Bank Vontobel etwa sieht den VR durch die zwei neuen Ernennungen - unter anderem Ex-SNB-Präsident Thomas Jordan - in wichtigen Kernkompetenzen gestärkt.

Gesucht sind darüber hinaus etwa auch Alcon (+2,0 Prozent), Lonza (+1,4 Prozent) oder Lindt & Sprüngli (+1,1 Prozent).

Auf der Gegenseite geben Zurich (-1,1 Prozent) nach den Jahreszahlen nach. Der Versicherungskonzern hat mit den zum Geschäftsjahr 2025 vorgelegten Resultaten die Vorgaben der Analysten zwar übertroffen. Analysten relativeren diese indes dahingehend, dass das Nichtlebengeschäft hauptsächlich von der geringen Zahl grosser Unwetter und den guten Wetterbedingungen profitiert habe.

Bei Amrize (-3,7 Prozent) kommt es nach dem Hoch vom Vortag (+13 Prozent) im Anschluss an die Jahreszahlen vom Dienstagabend zu Gewinnmitnahmen.

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09:05

Der SMI zieht 0,40 Prozent auf 13'862 Punkte an. 

Angeschoben wird der Leitindex durch die Aktien von Nestlé. Das Börsenschwergewicht hat am Morgen die Zahlen zum Gesamtjahr 2025 vorgelegt - und überzeugt damit offensichtlich: Die Valoren steigen um 3,8 Prozent. Ebenfalls gefragt sind Alcon (plus 1,9 Prozent) und Givaudan (plus 0,7 Prozent).

Hingegen fallen die Valoren von Zurich Insurance - ebenfalls nach den Jahreszahlen - um 1,1 Prozent. Noch stärker unter Druck steht Amrize, wie das 3,5-prozentige Minus zeigt.

Im SPI, der 0,26 Prozent auf 19'085 Punkte steigt, fallen SMG (plus 2,2 Prozent), Tecan (plus 1,8 Prozent) und Barry Callebaut (plus 1,9 Prozent) positiv auf. Cembra enttäuscht die Anleger (minus 4,2 Prozent), ebenso Forbo (minus 1,9 Prozent) und Montana Aerospace (minus 1,9 Prozent).

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08:05

Der SMI verbessert sich im vorbörslichen Handel bei Julius Bär um 0,35 Prozent.

Gewinner sind Nestlé (+2,8 Prozent) und Zurich Insurance (+1,3 Prozent). Novartis steht 0,1 Prozent höher. Alle anderen SMI-Titel fallen zurück, wobei Amrize besonders stark taucht (-1,7 Prozent). 

Der breite Markt verliert 0,18 Prozent. Cembra verliert 3,1 Prozent. Also (+0,3 Prozent), Dätwyler (+1,8 Prozent) und Forbo (+1,8 Prozent) ziehen an. Im übrigen ist das Kurstableau rot gefärbt.

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07:20

Der Dax wird Berechnungen von Banken und Brokerhäusern zufolge am Donnerstag tiefer starten. Am Mittwoch ‌hatten ⁠Kursgewinne bei Rüstungsaktien die Aktienmärkte angetrieben und den Dax ⁠wieder über 25'000 Punkte gehievt. Er schloss 1,1 Prozent fester bei 25'278 ‌Zählern.

«Kann der Markt das Niveau in ‌den kommenden Stunden und Tagen ​halten, rückt auch das Allzeithoch wieder in greifbare Nähe», sagt Andreas Lipkow, Marktanalyst von CMC Markets. Seine Rekordmarke von 25'508 Punkten hatte der deutsche Leitindex Mitte Januar erreicht.

Die ‌Wall Street war am Mittwoch ebenfalls fester aus dem Handel gegangen. US-Technologieaktien gingen zuletzt auf Aufholjagd. Ungewiss bleiben indes die ​Zinsaussichten: Die US-Notenbank Federal Reserve ist sich über ​den künftigen Kurs uneins. Einige Währungshüter ​schliessen sogar weitere Zinserhöhungen nicht aus, sollte die Inflation hoch bleiben. ‌Das ging aus dem am Mittwochabend veröffentlichten Protokoll der Zinssitzung von Ende Januar hervor.

$Am Donnerstag werden die Anleger die geopolitischen Spannungen ​im ​Ukraine-Konflikt sowie zwischen ⁠den USA und dem Iran im Blick ​behalten. Im Konjunkturdatenkalender ⁠stehen die US-Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe und das Konsumentenvertrauen für die ‌Eurozone. Geschäftszahlen legen unter anderem Airbus und Nestle vor. Infineon Technologies lädt zur Hauptversammlung. 

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06:20

Der Swiss Market Index (SMI) steht vorbörslich bei der IG Bank 0,08 Prozent im Plus bei 13'820 Punkten.

Am Donnerstag stellen die SMI-Unternehmen Nestlé und Zurich Insurance ihre Jahresergebnisse 2025 vor. Zudem berichten Cembra, die Thurgauer KantonalbankZug Estates und Novavest über den Geschäftsgang des vergangenen Jahres.

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06:15

Der Euro kostet 91,15 Rappen (plus 0,02 Prozent). Der Dollar steht bei 77,32 Rappen (plus 0,06 Prozent).

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04:55

Die asiatischen Börsen haben am Donnerstag von Kursgewinnen bei Technologiewerten an der Wall Street profitiert. Anhaltende Spannungen zwischen den USA und dem Iran ‌stützten ⁠zugleich die Öl- und Goldpreise. Der Handel war wegen der Feiertage zum chinesischen ⁠Neujahrsfest ausgedünnt - die Märkte in Hongkong, China und Taiwan blieben geschlossen.

Die Stimmung hellte sich nach ‌der Nachricht auf, dass der Chip-Konzern Nvidia einen mehrjährigen Liefervertrag mit ‌Meta Platforms über Millionen von KI-Chips ​abgeschlossen hat. «Wir brauchten gute Nachrichten. Es gab ein allgemeines Gefühl der Schwäche im Technologiesektor», sagte Tony Sycamore, Marktanalyst bei IG.

In Tokio legte der Nikkei-Index 0,85 Prozent auf Punkte zu. Der südkoreanische Kospi sprang um etwa drei Prozent auf ein Rekordhoch. Der ‌MSCI-Index für die asiatisch-pazifische Region ohne Japan gewann 0,5 Prozent.

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03:10

Im asiatischen Devisenhandel festigte sich der Dollar nach den Protokollen der jüngsten Fed-Sitzung, die zeigten, dass die Notenbanker mit ​Zinssenkungen nicht eilen. Der Dollar gewann 0,1 Prozent auf 154,80 ​Yen. Zur Schweizer Währung notierte er Franken. Das ​britische Pfund fiel auf ein Einmonatstief von 1,3488 Dollar. Der Euro kämpfte unter der Marke von 1,18 ‌Dollar und notierte zuletzt bei 1,1791 Dollar. Der neuseeländische Dollar legte 0,11 Prozent auf 0,5972 Dollar zu.

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02:30

Die Ölpreise hielten ihre Gewinne nach dem kräftigen Anstieg vom Vortag. Ein ​Barrel ​der Nordseesorte Brent notierte mit 70,31 Dollar ⁠nahezu unverändert, nachdem es am Mittwoch um 4,35 Prozent ​zugelegt hatte. Das ⁠US-Öl WTI lag bei 65,10 Dollar. Gold profitierte weiter von der Nachfrage als ‌sicherer Hafen und notierte stabil bei 4.963,99 Dollar je Feinunze.

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23:50

Die US-Notenbank Fed hat am Mittwoch die Kauflaune an den US-Aktienmärkten etwas gedämpft. Sie betonte im Protokoll ihrer Sitzung von Ende Januar die Risiken, die von einer zu hohen Inflation ausgehen können. Daraufhin gaben die Kurse einen Teil ihrer Gewinne wieder ab.

Für den Leitindex Dow Jones Industrial blieb zur Schlussglocke ein Plus von 0,26 Prozent übrig. Mit 49'663 Punkten blieb der Dow unter der Marke von 50'000 Zählern, unter die er zuletzt gerutscht war.

Andere grosse Indizes schlugen sich zwar besser als der Dow, auch sie gaben aber ihre Gewinne teilweise wieder ab. Der technologielastige Nasdaq 100 gewann 0,80 Prozent auf 24'899 Punkte. Er hatte zuletzt stärker nachgegeben als der Dow und der marktbreite S&P 500. Letzterer legte zur Wochenmitte um 0,56 Prozent auf 6'881Zähler zu.

Börsianer sind nicht nur wegen Inflation und Zinsen vorsichtig. Die Sorgen über negative Folgen des Einsatzes Künstlicher Intelligenz für die Geschäftsmodelle von Unternehmen und ganzen Branchen belasteten zuletzt die Börsen.

«Die Aktienmärkte scheinen die Widerstandsfähigkeit der Unternehmen angesichts der durch KI verursachten Umbrüche auf die Probe zu stellen», schrieb Axel Botte, Chefstratege des Investmenthauses Ostrum Asset Management. Die Risikoscheu nehme zu. Die Märkte reagierten wie so oft reflexartig auf Abwärtsrisiken für die Aktienkurse und wendeten sich weniger riskanten Anlagen zu.

Die Aktien des Chip-Giganten Nvidia verbuchten ein Plus von 1,6 Prozent. Sie profitierten davon, dass der Social-Media-Riese Meta in den nächsten Jahren eine Millionenzahl von Nvidia-Prozessoren einsetzen will. Experten sehen darin einen Schritt, um die bereits enge Beziehung beider Unternehmen zu festigen. Meta-Aktien legten leicht zu.

Nvidia hat zudem laut einem Bericht an die Börsenaufsicht SEC Beteiligungen neu strukturiert. Neben dem Einstieg beim Halbleiter-Designer Synopsys ging daraus hervor, dass Anteile an den Unternehmen Applied Digital und Recursion Pharmaceuticals verkauft wurden. Während Applied Digital 5 Prozent einbüssten, drehten Recursion Pharmaceuticals nach Verlusten ins Plus und gingen 2 Prozent höher aus dem Handel. Synopsys legten um 4,9 Prozent zu.

Die Saison der Quartalsberichte bot gemischte Nachrichten: Das Cybersicherheits-Unternehmen Palo Alto Networks enttäuschte Anleger mit den Jahresprognosen, wie der Kursrutsch von 6,8 Prozent zeigte. Besser kamen die Resultate von Analog Devices und Cadence Design Systems an, deren Titel um 2,6 respektive 7,6 Prozent anzogen.

(cash/AWP/Bloomberg/Reuters)

Reto Zanettin
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