+++Börsen-Ticker+++ - Schweizer Börse bröckelt ab

Die Schweizer Börse hat am Dienstag erneut leicht nachgegeben.
27.07.2021 18:17
Sitz der Schweizer Börse SIX an der Pfingstweidstrasse in Zürich.
Sitz der Schweizer Börse SIX an der Pfingstweidstrasse in Zürich.
Bild: cash

Zum aktuellen Geschehen im Dow Jones geht es hier.

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17:35

Der SMI sank um 0,24 Prozent auf 12'021 Punkte. Händler erklärten, angesichts der Beratungen der US-Notenbank (Fed) wollten sich die Anleger nicht zu weit aus dem Fenster lehnen. Die Ergebnisse, etwa zu einer möglichen Drosselung von Wertpapierkäufen, gibt die Fed am Mittwoch bekannt. Nervös mache Investoren zudem die Verschärfung des Regulierungsdrucks durch die chinesische Regierung.

Abwärts ging es vor allem für die Luxusgüterwerte. Swatch und Richemont verloren 2,4 Prozent respektive 2,2 Prozent, nachdem der Weltmarktführer LVMH den Zwischenbericht vorlegt hatte. Logitech stürzten 9,8 Prozent ab. Der Computerzubehör-Hersteller legte zwar über den Erwartungen liegende Umsatz- und Gewinnzahlen vor, doch einige Anleger hatten auf Prognose-Anhebung gesetzt und wurden enttäuscht.

Dagegen befeuerte eine höhere Prognose Lindt & Sprüngli, die Aktien des Schokoladenkonzerns gewannen drei Prozent. Gar über 20 Prozent zog Obseva an. Die Biotech-Firma hat mit dem US-Unternehmen Organon eine Lizenzvereinbarung für ein Medikament zur Behandlung von vorzeitigen Wehen getroffen. Obseva habe Anspruch auf Abschlags- und Meilensteinzahlungen von bis zu 500 Millionen Dollar.

Zum ausführlichen Tagesbericht geht es hier.

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17:05

Das Dollar/Franken-Paar verlor etwas an Wert und notierte zuletzt bei 0,9150. Das Euro/Franken-Paar hält sich derweil hartnäckig über der Marke von 1,08. Aktuell kostet ein Euro 1,0809 Franken.

Insgesamt hielten sich die Kursausschläge in Grenzen. Am Nachmittag wurde der Dollar durch eher schwache Daten aus der US-Industrie etwas belastet. So blieben die Aufträge für langlebige Güter im Juni hinter den Erwartungen zurück. Ein besser als erwartet ausgefallenes Verbrauchervertrauen im Juli stützte den Dollar nicht.

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16:00

Die Leitindizes Dow Jones, Nasdaq und S&P 500 fielen zur Eröffnung am Dienstag um jeweils rund ein halbes Prozent.

Da die Technologiekonzerne ihre Bücher erst nach US-Börsenschluss öffnen, müsse in den kommenden Stunden mit trägem Handel gerechnet werden, sagte Randy Frederick, Manager beim Brokerhaus Charles Schwab. "Der Markt ist generell eher reaktiv als proaktiv."

Daneben hielten Beratungen der US-Notenbank (Fed) Investoren von der Wall Street fern. Die Ergebnisse gibt die Fed am Mittwoch bekannt. "Es ist davon auszugehen, dass die Notenbank weiter auf Zeit spielen und die Wirtschaftsdaten der nächsten Monate abwarten wird, bevor sie sich zu irgendwelchen Tapering-Schritten verpflichtet", sagte Analyst Jochen Stanzl vom Online-Broker CMC Markets. Mit Tapering bezeichnen Experten die Drosselung von Wertpapierkäufen.

Zu den Gewinnern am US-Aktienmarkt zählte Tesla mit einem Kursplus von einem Prozent. Das Quartalsergebnis des Elektroautobauers habe die Erwartungen übertroffen, kommentierte Analyst Craig Irwin von der Investmentbank Roth. Positiv überrascht habe vor allem die Gewinnmarge. Dies könne sich im laufenden Quartal wegen steigender Rohstoffpreise und eines verschärften Wettbewerbsdrucks aber ändern.

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15:35

Der Dow Jones verliert 0,6 Prozent auf 34'931 Punkte. Der Nasdaq büsst 0,37 Prozent ein auf 14'786 Zähler. Der S&P 500 liegt 0,46 Prozent tiefer bei 4401 Punkten.

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15:00

Die Kurse von US-Staatsanleihen sind am Dienstag weiter gestiegen. Sichere Anlagen wurden aufgrund der trüben Aktienmarktstimmung gesucht. Der Terminkontrakt für zehnjährige Treasuries (T-Note-Future) kletterte zu Handelsbeginn um 0,25 Prozent auf 134,44 Punkte. Die Rendite für zehnjährige Staatsanleihen fiel auf 1,25 Prozent.

Auf der Stimmung an den Aktienmärkten lasteten vor allem Regulierungen in China. Nach der Technologiebranche wurden am Wochenende die Regeln für den privaten Bildungssektor verschärft. Für Kapitalanlagen sind derart herbe Eingriffe ein schwerer Schlag, weil sie das damit verbundene Risiko für Kapitalanleger verdeutlichen.

Belastet wird die Stimmung auch durch die anhaltende Verbreitung der Corona-Delta-Variante, was sich in zunehmender Konjunkturskepsis äussert. Dazu passt, dass die Realrenditen, also die nominalen Kapitalmarktzinsen abzüglich der Inflationsrate, in den USA auf ein Rekordtief gefallen sind. Zudem ist die Zinsstrukturkurve für eine Aufschwungphase ungewöhnlich flach, was ebenfalls als Zeichen von Konjunkturskepsis betrachtet wird.

Neue Konjunkturdaten enttäuschten die Erwartungen und trugen zur trüben Stimmung bei. Auftragsdaten zu langlebigen Gütern blieben hinter den Markterwartungen zurück. Im weiteren Verlauf werden Zahlen vom Immobilienmarkt und zur Verbraucherstimmung erwartet.

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14:45

Der Broker IG taxiert den US-Leitindex Dow Jones Industrial 0,3 Prozent schwächer auf 35'040 Punkte. Der technologielastige Nasdaq 100 dürfte laut IG indes nahezu unverändert starten.

Einerseits belaste der fortgesetzte Ausverkauf an den chinesischen Börsen, sagten Marktbeobachter. Andererseits dürften sich die Investoren auch vor der Sitzung des Offenmarktausschusses der US-Notenbank (Fed) wohl mit neuen Engagements zurückhalten.

"Die Märkte erwarten eine leichte Abkehr von der extremen Lockerheit", sagte der globale Chefstratege bei Nikko Asset Management, John Vail mit Blick auf die Fed, die am Mittwoch zu ihrer Geldpolitik Stellung beziehen wird. Die Aussagen der Notenbank dürften wahrscheinlich darauf hindeuten, dass etliche nicht stimmberechtigte Mitglieder eine strengere Geldpolitik wollen. Die sogenannten Falken innerhalb der Fed befürworten höhere Zinssätze, um so die Inflation in Schach zu halten. Notenbankchef Jerome Powell hatte zuletzt Fortschritte auf dem Weg zur Erreichung der geldpolitischen Ziele eingeräumt. Man habe aber immer noch eine lange Strecke zu bewältigen.

Unter den Einzelwerten stehen vor allem Unternehmen mit Quartalsberichten im Fokus. Tesla etwa zogen vorbörslich um 1,2 Prozent an, nachdem sie tags zuvor bereits um etwas mehr als zwei Prozent zugelegt hatten. Der Elektroautobauer meldete für das abgelaufene Quartal erneut Rekordergebnisse und verdiente erstmals mehr als eine Milliarde Dollar in einem Vierteljahr. Die Erlöse verdoppelten sich.

UPS gaben vorbörslich um 2,3 Prozent nach, obwohl der Paketdienst ein starkes zweites Quartal meldete. JPMorgan-Analyst verwies allerdings auf den Margenausblick als Schwäche. Die erwarteten 12,7 Prozent für die operative Marge 2021 seien dem Markt nicht genug, denn da liege die durchschnittliche Analystenschätzung bereits.

Dow-Jones-Mitglied 3M profitierten vor dem Handelsstart von Aussagen zu den Jahreszielen und gewannen 0,8 Prozent. Der US-Mischkonzern, der unter anderem Atemschutz- und Gesichtsmasken sowie Klebstoffe und Haushaltsgüter herstellt, meldete eine erfreuliche Geschäftsentwicklung im ersten Halbjahr und setzte daher seine Prognosen für Umsatz und Gewinn höher.

GE und Raytheon stehen ebenfalls mit ihren Geschäftsberichten im Blick der Anleger. Für die Papiere des Mischkonzerns GE ging es vorbörslich zuletzt um 3,4 Prozent nach oben. Die Anteile des Rüstungsunternehmens Raytheon Technologies, der nun seine Jahresziele erneut nach oben schraubte, stiegen zugleich um 1,3 Prozent. Nachbörslich werden dann unter anderem Alphabet , AMD und Visa mit ihren Geschäftszahlen ins Rampenlicht rücken.

Intel unterdessen büssten vor dem Handelsstart 2,1 Prozent ein. Die für die Auftragsfertigung gewonnen namhaften Kunden Amazon und Qualcomm reichten anlässlich der hohen Investorenerwartungen möglicherweise nicht aus, schrieb Goldman-Analyst Toshiya Hari. Er bekräftigte seine vorsichtige Einschätzung der Aktie mit "Sell" und rechnet mit hohem Wettbewerb und steigenden Investitionsausgaben. Intel hatte zuvor mit Amazon und Qualcomm zwei erste namhafte Kunden für seine Dienste als Auftragsfertiger präsentiert.

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12:45

Die Termingeschäfte für den US-Aktienmarkt stehen im Minus: 

Dow Jones Futures: -0,35 Prozent
Nasdaq 100 Futures: -0,10 Prozent
S&P 500 Futures: -0,26 Prozent

Der Swiss Market Index (SMI) ist derweil 0,1 Prozent tiefer.

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11:25

Der SMI notiert um 0,3 Prozent schwächer auf 12'011 Zählern. Der SLI, in dem die 30 wichtigsten Aktien enthalten sind, büsst um 0,50 Prozent auf 1950 und der umfassende SPI 0,4 Prozent auf 15'450 Punkte ein.

Die Konsolidierung innerhalb der Handelsspanne zwischen 11'950 und 12'150 Punkten halte an, sagen Händler. Das Geschäft verlaufe jedoch in eher
ruhigen Bahnen, heisst es weiter. Dies liege wohl an den vielen Unternehmensergebnissen und vor allem an der Zinsentscheidung der US-Notenbank (Fed) am Mittwochabend.

Die Entwicklung in China werde genau verfolgt, sagt zudem ein Händler. Bislang machten die Panikverkäufe an den dortigen Börsen die Marktteilnehmer aber nicht nervös. "Die Situation sollte sich aber möglichst rasch beruhigen, um einen Flächenbrand zu verhindern." Die Führung in China hatte am Wochenende den Spielraum privater Bildungseinrichtungen erheblich eingeschränkt. Der Eingriff gilt nach strengen Vorschriften für die Technologiebranche als weiteres Beispiel für das Risiko, dem ausländische Investoren in China ausgesetzt sind. Weitere Eingriffe würden nicht ausgeschlossen, heisst es am Markt.

Unter Druck stehen Logitech (-5,4 Prozent). Händler sprechen von Gewinnmitnahmen, nachdem der Hersteller von Computerzubehör im ersten Quartal 2021/22 erneut deutlich besser als erwartet ausgefallene Ergebnisse vorgelegt hat. Der Umsatz stieg um weitere 66 Prozent auf 1,31 Milliarden US-Dollar und der Reingewinn gar um 160 Prozent auf 187 Millionen. Aber das Unternehmen habe die Prognosen nicht weiter angehoben, moniert ein Händler. Dies sei etwas enttäuschend.

Deutliche Abschläge verbuchen auch Adecco (-3,9 Prozent). Händler verweisen auf das etwas Ergebnis des Rivalen Randstad, der zwar die Markterwartungen insgesamt übertroffen, aber im wichtigen Markt USA umsatzmässig enttäuscht habe. Daraus würden Rückschlüsse auf die Zahlen von Adecco gezogen.

Zu den schwächsten Blue Chips zählt auch AMS (-2,2 Prozent). Der Titel gehört laut Händlern zu den am stärksten leerverkauften Aktien der Schweizer Börse. Möglicherweise wetteten Marktteilnehmer darauf, dass der Sensorenhersteller am Freitag mit dem Quartalsbericht enttäuschen könnte.

Aber auch bei positiven Impulsen greifen Anleger nicht zu, wie ein Händler sagt. Er verweist auf die Aktien der beiden Luxusgüterhersteller Richemont (- 1,1 Prozent) und Swatch (-1,4 Prozent). Das gute Ergebnis, das der Weltmarktführer LVMH am Vorabend veröffentlicht hat, ermuntere die Anleger nicht zu Käufen. "Das war wohl bereits in den aktuellen Kursen ausreichend eskomptiert und führt daher eher zu Gewinnmitnahmen als zu Anschlusskäufen." Beide Titel haben nach den kürzlich veröffentlichten Zwischenberichte nämlich kräftig zugelegt.

Im Mittelfeld tummeln sich die Finanzwerte CS, UBS, Swiss Re und Zurich mit Abschlägen von -0,2 bis -0,5 Prozent. Die Schwergewichte Nestlé und Novartis (je -0,5 Prozent) sind ebenfalls schwächer und Roche (-0,1 Prozent) knapp gehalten.

Höhere Kurse verzeichnen die Aktien des Medizintechnikers Straumann (+0,8 Prozent), von Kühne+Nagel (+0,4 Prozent), Givaudan (+0,4 Prozent), Swisscom und Clariant (je +0,2 Prozent).

Am breiten Markt stechen Obseva (+41 Prozent) ins Auge. Die Biotechnologiefirma hat mit dem US-Unternehmen Organon ein Lizenzabkommen zur Entwicklung und Vermarktung von Ebopiprant abgeschlossen und hat Anrecht auf Meilenstein- und Lizenzgebühren von bis zu 500 Millionen Dollar. "Etwas viel Vorschusslorbeeren. Obseva muss erst liefern", sagt ein Händler.

Die Titel des Schokoladeherstellers Lindt&Sprüngli (+3,6 Prozent) legen nach der Zahlenvorlage zu, die des Verpackungskonzerns SIG Combibloc (-1,5 Prozent) und der Bank Vontobel (-0,1 Prozent.) geben dagegen nach.

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11:00

Morgan Stanley senkt das Kursziel für Novartis (-0,5 Prozent) auf 98 von 99 Franken. Die Einstufung lautet weiterhin "Overweight". Er habe nach den Zahlen zum zweiten Quartal sein Modell überarbeitet, schreibt Analyst Mark Purcell. Er bleibe mit seinen Schätzungen am oberen Ende der Prognose-Range und gehe etwa für die Pharmasparte Innovative Medicines von einem Umsatzwachstum von 6,4 Prozent aus. Für den Kern-EBIT rechne er mit einem Anstieg um 9,2 Prozent. Für die Generika-Sparte Sandoz wiederum erhöhe er seine Schätzungen und gehe nun von einem Umsatzrückgang von 3,1 Prozent aus und einem Rückgang des Kernergebnisses um 13,8 Prozent.

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Halbjahreszahlen von Schweizer Unternehmen:
Logitech-Höhenflug hält im neuen Geschäftsjahr an
Lindt&Sprüngli verbucht Gewinnsprung
SIG Combibloc steigert im ersten Halbjahr Umsatz und Gewinn
Vontobel kann Gewinn im ersten Halbjahr stark steigern
Idorsia schliesst erstes Halbjahr etwas besser als erwartet ab

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10:30

Die Rally bei Bitcoin ist vorerst gestoppt: Die Cyber-Devise rutschte am Dienstag um 3,6 Prozent auf 36'367 Dollar. Der Online-Händler Amazon dementierte einen Medienbericht, wonach das Unternehmen Bitcoin bis Ende des Jahres als Zahlungsmittel akzeptiere. Spekulationen auf einen Einstieg Amazons in die Branche hatten die Cyber-Devise zu Wochenbeginn um mehr als 17 Prozent auf 40'563 Dollar steigen lassen. Ein Amazon-Sprecher sagte, die Gerüchte, die angesichts der Überlegungen des Konzerns rund um das Thema Kryptowährungen kursierten, seien nicht wahr.

"Die jüngste Euphorie um den möglichen Einstieg Amazons in die Branche ist nun wieder einer nüchternen Betrachtungsweise gewichen," sagte Analyst Timo Emden von Emden Research. "Die Erholungsbewegung steht damit auf tönernen Füssen." Weitere Kursverluste könnten nach Einschätzung des Experten jedoch durch Tesla-Chef Elon Musk gedeckelt sein.

Musk hatte vergangene Woche erklärt, Bitcoin sehr wahrscheinlich wieder als Zahlungsmittel zu akzeptieren. Der Tesla-Chef hatte sich in den vergangenen Monaten wiederholt zu der Cyber-Devise geäussert und den Bitcoin-Kurs damit ordentlich nach oben oder unten bewegt: Im März erklärte er, Tesla werde seine Autos künftig auch für Bitcoin verkaufen. Im Mai vollzog er eine Kehrtwende und begründete dies mit Klimabedenken. Im Juni schliesslich machte er für eine Erlaubnis von Bitcoin-Zahlung unter anderem zur Bedingung, dass bei der Erzeugung der Kryptowährung zu etwa 50 Prozent erneuerbare Energien genutzt würden. Transaktionen mit Cyber-Devisen über die Blockchain-Technologie sind sehr energieintensiv.

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10:00

Der Euro ist am Dienstagvormittag unter Druck geraten und hat seine Gewinne vom Vortag weitgehend abgegeben. Zuletzt kostet die Gemeinschaftswährung 1,1781 US-Dollar und damit etwas weniger als am Morgen.

Auch gegenüber dem Schweizer Franken gibt der Euro nach und fällt unter die Marke von 1,08 auf 1,0798 Franken. Der US-Dollar wird derweil wenig verändert zu 0,9167 nach 0,9160 am frühen Morgen gehandelt.

Während der Euro durch die erhöhte Risikoscheu der Anleger belastet wird, profitiert die Weltreservewährung US-Dollar. Eine Belastung ist die anhaltend schlechte Stimmung an den chinesischen Aktienmärkten, wo die Furcht vor weiteren Regulierungen der politischen Führung für Kursverluste sorgt. Nach der Technologiebranche hatte sich die Führung am Wochenende private Bildungseinrichtungen vorgeknöpft und damit Anlegern das Risiko einer Kapitalanlage im Land vor Augen geführt.

Im Tagesverlauf stehen einige Konjunkturdaten auf dem Programm. Im Euroraum werden Geld- und Kreditzahlen der EZB erwartet. In den USA stehen Auftragsdaten sowie Zahlen vom Immobilienmarkt und zur Verbraucherstimmung an.

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09:35

Der SMI gibt um 0,8 Prozent nach auf 11'956 Punkte. Der SLI, in dem die 30 wichtigsten Aktien enthalten sind, fällt um 0,9 Prozent auf 1942 und der umfassende SPI um 0,8 Prozent auf 15'385 Zähler. 

"Die Aussichten sind unsicher und daher streichen die Anleger Gewinne ein", sagt ein Händler Die Anleger verhielten sich ausserdem vorsichtig vor den zahlreichen Unternehmensergebnissen, die im In- und Ausland veröffentlicht werden und vor der Zinsentscheidung der US-Notenbank (Fed) am Mittwochabend.

Getrübt wird die Stimmung ausserdem weiter von der Unsicherheit über die Entwicklung in China. Die dortige Führung hatte am Wochenende den Spielraum privater Bildungseinrichtungen erheblich eingeschränkt. Der Eingriff gilt nach strengen Vorschriften für die Technologiebranche als weiteres Beispiel für das Risiko, dem ausländische Investoren in China ausgesetzt sind.

Stark unter Druck stehen Logitech (-6,4 Prozent), obwohl der Hersteller von Computerzubehör im ersten Quartal 2021/22 den Umsatz um weitere 66 Prozent auf 1,31 Milliarden US-Dollar und den Reingewinn um 160 Prozent auf 187 Millionen gesteigert und die Vorgaben der Analysten übertroffen hat. Dies seien eben Gewinnmitnahmen, weil das Unternehmen die Prognosen nicht angehoben habe, sagt ein Marktbeobachter.

Deutliche Abschläge verbuchen auch Adecco (-3,9 Prozent). Händler verweisen auf das etwas enttäuschende Ergebnis des Rivalen Randstad.

Am breiten Markt stechen Obseva (+14 Prozent) ins Auge. Die Biotechnologiefirma hat mit dem US-Unternehmen Organon ein Lizenzabkommen zur Entwicklung und Vermarktung von Ebopiprant (OBE022) abgeschlossen und hat Anrecht auf Meilenstein- und Lizenzgebühren von bis zu 500 Millionen Dollar.

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Kurszielanpassungen bei Schweizer Aktien:

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09:10

Der SMI verliert 0,4 Prozent auf 12'002 Punkte.

Vor den zahlreichen Unternehmensergebnissen, die im In- und Ausland veröffentlicht werden und vor der Bekanntgabe der Ergebnisse der geldpolitischen Beratungen der US-Notenbank (Fed ) am Mittwochabend verhielten sich die Anleger vorsichtig und schalteten einen Gang zurück, heisst es am Markt. In den USA werden nach US-Börsenschluss die Zahlen der Technologieschwergewichte Alphabet, Apple und Microsoft erwartet. Im Fokus der Anleger dürften daher Einzelaktien stehen.

Getrübt wird die Stimmung ausserdem weiter von der Unsicherheit über die Entwicklung in China. Die dortige Führung hatte am Wochenende den Spielraum privater Bildungseinrichtungen erheblich eingeschränkt. Der Eingriff gilt nach strengen Vorschriften für die Technologiebranche als weiteres Beispiel für das Risiko, dem ausländische Investoren in China ausgesetzt sind. Dies löste starke Verkaufswellen in chinesischen Aktien aus.

Auch hierzulande läuft die Bilanzsaison weiter auf vollen Touren. Dazu zählt auch Logitech (-6,3 Prozent). Auch im neuen Geschäftsjahr 2021/22 hält der Höhenflug beim Hersteller von Computerzubehör an. Der Umsatz stieg um weitere 66 Prozent auf 1,31 Milliarden US-Dollar und der unbereinigte Reingewinn rückte gar um 160 Prozent auf 187 Millionen vor. Die Erwartungen wurden trotz guten Zahlen enttäuscht.

Die Aktien der beiden Luxusgüterhersteller Richemont (-1,2 Prozent) und Swatch (-1,2 Prozent) verlieren. Das unerwartet gute Ergebnis, das der Weltmarktführer LVMH am Vorabend veröffentlicht hat, kann die Anleger nicht zu weiteren Käufen animieren. Dieses dürfte bereits in den aktuellen Kursen eskomptiert sein, sagt ein Händler. Beide Titel haben nach den kürzlich veröffentlichten Zwischenberichte nämlich kräftig zugelegt.

Auch der Schokoladehersteller Lindt&Sprüngli (+1,3 Prozent), der Verpackungskonzern SIG Combibloc (-0,4 Prozent) und die Bank Vontobel (-0,7 Prozent) sind im laufenden Jahr gewachsen.

Zu den Verlieren zählt Idorsia (-2,3 Prozent). Dies, obwohl die Biotechfirma im ersten Halbjahr 2021 weitere Fortschritte mit den Pipeline-Projekten erzielt hat.

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08:10

Der SMI notiert laut vorbörslichen Daten der Bank Julius Bär rund 0,09 Prozent tiefer. Alle 20 Titel sind im Minus. Den grössten Abschlag verzeichnen die Aktien der Credit Suisse (-0,15 Prozent).

Der breite Markt gewinnt vorbörslich 0,17 Prozent. Die Aktien von Lindt&Sprüngli (+0,9 Prozent), Logitech (+1,4 Prozent), SIG Combibloc (+1,4 Prozent) und Vontobel (+1,7 Prozent) gewinnen nach der Präsentation der Halbjahreszahlen.

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07:55

Die Ölpreise sind am Dienstag leicht gestiegen. Am Morgen kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent 74,72 US-Dollar. Das waren 22 Cent mehr als am Vortag. Der Preis für ein Fass der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) stieg um 16 Cent auf 72,07 Dollar.

Nach wie vor bleibt der Anstieg der Neuinfektionen mit dem Coronavirus ein bestimmendes Thema am Ölmarkt. Trotz neuer Massnahmen zur Eindämmung der Pandemie in einigen Regionen der Welt wird am Markt aber mittlerweile erwartet, dass sich die Erholung der Nachfrage nach Rohöl fortsetzen werde.

In den vergangenen Wochen hatte die ansteckendere Delta-Variante des Coronavirus Nachfragesorgen am Ölmarkt ausgelöst. Im Juli wurde der starken Anstieg der Ölpreise in den Monaten Mai und Juni gestoppt. Im Verlauf des Monats sind die Notierungen zeitweise deutlich unter Druck geraten.

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07:30

Vor Beginn der zweitägigen Beratungen der US-Notenbank wird der Dax Berechnungen von Banken und Brokerhäusern zufolge am Dienstag niedriger starten. Am Montag hatte er 0,3 Prozent im Minus bei 15'618,98 Punkten geschlossen.

Aus Sorge vor einem verlangsamten Aufschwung hatten sich die Investoren aus Aktien zurückgezogen. In den USA lockte die Aussicht auf starke Firmenbilanzen Investoren dagegen an die Wall Street. Die US-Leitindizes Dow Jones, Nasdaq und S&P 500 gingen nur knapp unter ihren Rekordhochs aus dem Handel. Handfeste Entscheidungen werde Fed-Chef Jerome Powell am Mittwoch aber kaum verkünden, prognostizierten die Analysten des Online-Brokers CitiFX mit Blick auf die Beratungen der Zentralbank. "Wir gehen davon aus, dass die Fed eine Drosselung der Wertpapierkäufe detailliert diskutieren wird." Konkrete Hinweise für den Beginn des sogenannten Tapering seien jedoch nicht zu erwarten.

Daneben warteten Börsianer gespannt auf die Geschäftszahlen der US-Technologiekonzerne Apple, Microsoft und der Google-Mutter Alphabet. Die besser als erwartet ausgefallenen Zahlen des Elektroauto-Bauers Tesla liessen sie auf positive Überraschungen hoffen.

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06:30

Der SMI notiert laut vorbörslichen Daten der IG Bank rund 0,07 Prozent tiefer.

Die Nervosität der Anleger steigt wieder deutlich. Gemessen am Volatilitätsindex VSMI wird der SMI sich am (heutigen) Dienstag in einer Schwankungsbreite von 0,73 Prozent bewegen. Dies entspricht +/- 88 Punkten gegenüber dem letzten Schlusskurs von 12'049,63 Punkten. Der VSMI ist am Montag um 10,1 Prozent auf 13,94 Punkte gestiegen.

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05:50

Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index liegt 0,4 Prozent höher bei 27'941 Punkten. Der breiter gefasste Topix-Index steigt um 0,5 Prozent und liegt bei 1936 Punkten.

Die Börse in Shanghai liegt 0,1 Prozent im Plus. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzen gewinnt 0,0 Prozent.

Die Investoren blicken auf die anstehenden US-Bilanzzahlen. Mit Alphabet, Apple und Microsoft werden am späten Dienstag drei Börsen-Schwergewichte ihre Quartalsergebnisse vorlegen, während Amazon erst später in der Woche ansteht. "Es geht um Gewinne und die Fed. Die nächsten paar Tage werden enorm wichtig sein, da jeder versucht herauszufinden, wie stark die Grundlagen der Unternehmen im Moment sind und in welchem Kontext das in Bezug auf den wirtschaftlichen Ausblick und die politischen Einstellungen geschieht", sagte Kyle Rodda, Marktanalyst bei IG Markets.

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05:45

Im asiatischen Devisenhandel verlor der Dollar 0,2 Prozent auf 110,18 Yen und gab 0,1 Prozent auf 6,4752 Yuan nach. Zur Schweizer Währung notierte er kaum verändert bei 0,9156 Franken. Parallel dazu blieb der Euro fast unverändert bei 1,1803 Dollar und notierte kaum verändert bei 1,0808 Franken. Das Pfund Sterling gewann 0,1 Prozent auf 1,3824 Dollar.

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00:00

Der Dow Jones Industrial erklomm eine weitere Höchstmarke bei 35'150 Punkten und schloss mit einem Plus von 0,24 Prozent bei 35'144,31 Zählern. Auch der S&P 500 schwang sich zu einem weiteren Höchststand empor und gewann letztlich 0,24 Prozent auf 4422,32 Punkte. Für den Nasdaq 100 ging es ebenfalls auf ein Rekordhoch. Das technologielastige Marktbarometer endete 0,09 Prozent höher bei 15'125,95 Zählern.

Die US-Aktienmärkte haben die neue Woche mit weiteren Rekordhochs eingeläutet. Unerwartet schwache US-Konjunkturdaten hielten die Gewinne am Montag jedoch in engen Grenzen. So waren die Verkäufe neuer Häuser im Juni um 6,6 Prozent gefallen und damit zum dritten Mal in Folge. Analysten hatten mit einem Anstieg um 3,5 Prozent gerechnet.

Bestimmt wird die neue Börsenwoche von der Bekanntgabe der Quartalszahlen grosser US-Technologie- und Internetkonzerne wie Apple , Microsoft und Alphabet . Gespannt warteten die Anleger auch auf die Geschäftszahlen von Tesla , die der Elektroautobauer bereits an diesem Montag nach Börsenschluss vorgelegt hat.

"Wir gehen in eine sehr ereignisreiche Woche mit grossen Tech-Gewinnen und einer Fed-Sitzung," sagte Marktexperte Chris Zaccarelli von Independent Advisor Alliance. Der Markt habe letzte Woche gezeigt, wie widerstandsfähig er sei. Nun erwarte er aber mehr Vorsicht der Anleger, da sich alle Augen und Ohren auf die US-Notenbank richteten.

Aus Branchensicht standen Ölwerte ganz oben in der Anlegergunst. So rückten die Chevron-Papiere um 2,1 Prozent vor. Die Titel von ExxonMobil und ConocoPhillips legten um 2,5 Prozent beziehungsweise 2,8 Prozent zu.

Die Anteilscheine von Tesla gewannen im regulären Handel bereits 2,2 Prozent. Nach Börsenschluss, als die besser als erwartet ausgefallenen Quartalszahlen bekannt wurden, legten die Aktien nachbörslich zuletzt um weitere 0,9 Prozent zu.

Die Aktien von Aon kletterten um 8,2 Prozent nach oben, nachdem der Versicherungsmakler dem geplanten Zusammenschluss mit Willis Towers Watson eine Absage erteilt hatte, um den Rechtsstreit mit dem US-Justizministerium (DOJ) zu beenden. Aon hatte die geplante 30 Milliarden Dollar schwere Übernahme von Willis Towers Watson im März 2020 angekündigt. Das DoJ hatte eine zivilrechtliche Kartellklage eingereicht, um den Deal zu blockieren, da die Übernahme einen Maklerriesen schaffen und den Wettbewerb zwischen zwei der drei weltgrössten Versicherungsmakler ausschalten würde.

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(cash/AWP/Reuters/Bloomberg)

 
Aktuell+/-%
SMI11'941.31+0.88%
The Swatch Grp I258.00+1.74%
CieFinRichemont N100.15+2.53%
LVMH652.00+1.35%
Logitech Intl N92.60+2.48%
Lindt & Spruengli N112'300.00+0.18%
ObsEva Rg2.930+3.90%
USD/JPY109.9430+0.13%
EUR/USD1.1728+0.29%
EUR/CHF1.0835+0.04%
DOW JONES34'258.32+1.00%
NASDAQ14'896.85+1.02%
S&P 5004'395.64+0.95%
Tesla Rg751.94+1.70%
Charles Schwab Rg70.40+2.86%
Delta Air Lines Rg41.59+3.05%
NASDAQ 10015'176.51+0.99%
Utd Parcel Svc Rg-B185.30-2.33%
JPMorgan Chase Rg155.91+1.92%
3M Rg179.84+0.80%
Raytheon Tech Rg85.27+2.60%
Alphabet-A Rg2'805.67+0.90%
Visa Rg-A222.75+1.17%
Intel Rg53.50+1.19%
Amazon.Com Rg3'380.05+1.09%
Qualcomm Rg133.01+0.96%
SLI1'962.19+0.99%
SPI15'502.64+0.87%
Randstad Br59.84+2.43%
ams I17.560+2.69%
CS Group N9.072+1.45%
Swiss Re N80.54+0.83%
UBS Group N14.580+0.90%
Zurich Insur Gr N388.30+0.65%
Novartis N77.45+1.07%
Nestle N115.18+0.35%
Roche Hldg G342.20+0.63%
Straumann Hldg N1'942.00+2.59%
Givaudan N4'493.00+0.81%
Kuehne+Nagel Int N354.20+0.54%
Clariant N18.240+0.83%
Swisscom N534.20+0.41%
SIG Combi Grp N27.52+1.47%
Vontobel Holding N81.20+1.25%
Morgan Stanley Rg100.80+2.54%
Idorsia N22.80+2.33%
Bitcoin in USD43'899.9950+0.79%
ABB N32.96+1.23%
Julius Baer Grp N60.52+0.83%
Deutsche Bank N10.640+1.55%
BB Biotech N87.70+0.63%
Cembra Money Bk N64.75+0.62%
Bobst Grp N80.65+0.56%
DKSH Hldg N77.20+1.11%
Georg Fischer N1'491.00+0.88%
Lonza Grp N766.20+1.16%
Citigroup Rg68.24+1.94%
Schindler Hldg N259.80+0.78%
Citigroup Rg68.24+1.94%
Sika N326.60+0.49%
Sulzer N136.90+2.01%
Apple Rg145.85+1.69%
Microsoft Rg298.58+1.28%
SMIM3'494.52+1.18%
Ölpreis (WTI)71.99+1.59%
Ölpreis (Brent)76.30+0.49%
DAX15'665.58+1.02%
NIKKEI29'639.40-0.67%
GBP/CHF1.2620+0.05%
EUR/GBP0.8584-0.02%
Chevron Rg97.64+2.94%
ConocoPhillips Rg62.26+4.94%
Ethereum in USD3'121.3850+1.77%
Litecoin in USD160.2450-0.58%

Tops SMI

100.15+2.53%
92.62+2.50%
9.072+1.45%
46.01+1.39%
32.96+1.23%

Flops SMI

745.20+0.32%
115.18+0.35%
534.20+0.41%
326.60+0.49%
342.20+0.63%