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17:35

Der Leitindex SMI sank am Dienstag um 0,1 Prozent auf 11'757 Punkte. Hohe Energiepreise und damit einhergehende Inflations- und Zinssorgen machten die Anleger nervös. Zudem wird befürchtet, dass teures Erdgas und -öl die Konjunkturerholung abwürgen könnten. Auch die bevorstehende Berichtssaison sorgte für Zurückhaltung.

Ein Branchentrend war nicht auszumachen, Verlierer und Gewinner hielten sich bei den Standardwerten in etwa die Waage. Die grössten Einbussen gab es für Givaudan mit 2,4 Prozent Kursabschlag. Ein kräftiges Umsatzplus des Duft- und Aromenherstellers in den ersten neun Monaten konnte die Anleger nicht überzeugen. Gebremst wurde der SMI aber vor allem von Pharmaschwergewicht Roche, das 1,1 Prozent an Wert verlor. Die Aktien von Rivale Novartis hielten sich mit einem Minus etwa im Rahmen des Gesamtmarktes besser.

Auf der Gewinnerseite war Lonza mit einem Kursanstieg von 0,5 Prozent weit vorne zu finden, obwohl der Arzneimittel-Auftragshersteller in den kommenden Jahren Geld lieber ins Wachstum stecken will als es an seine Aktionäre auszuzahlen. Für Unterstützung sorgte in erster Linie aber der Lebensmittelkonzern Nestle: Der grösste SMI-Wert rückte 0,4 Prozent vor.

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17:30

Die Ölpreise haben ihren jüngsten Höhenflug am Dienstag vorerst nicht weiter fortgesetzt. Zuletzt kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent 83,31 US-Dollar. Das waren 34 Cent weniger als am Vortag. Der Preis für ein Fass der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) fiel um zwei Cent auf 80,54 Dollar.

Zu Wochenbeginn war der Brentpreis mit mehr als 84 Dollar auf den höchsten Stand seit etwa drei Jahren gestiegen. Für ein Fass Rohöl aus den USA mussten rund 82 Dollar gezahlt werden und damit so viel wie seit etwa sieben Jahren nicht mehr.

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16:50

Der Kurs des Euro ist am Dienstag gefallen. Die Gemeinschaftswährung rutschte am Nachmittag bis auf 1,1533 US-Dollar und hielt sich damit nur knapp über dem 15-Monatstief, das in der vergangenen Woche bei 1,1529 Dollar erreicht worden war.

Die Stärke des US-Dollars zeigt sich auch gegenüber dem Franken. Der "Greenback" ist zuletzt auf 0,9304 und damit wieder über die Marke von 93 Rappen geklettert. Am Mittag kostete er noch 0,9284 und am Morgen 0,9276 Fr. Der Euro steht bei 1,0733 nur leicht über dem Niveau vom frühen Nachmittag bei 1,0725.

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16:00

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte eröffnete am Dienstag 0,1 Prozent höher auf 34'537 Punkte. Der breiter gefasste S&P 500 stieg 0,2 Prozent auf 4370 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq gewann 0,3 Prozent auf 14'525 Punkte. Höhere Ölpreise und Engpässe bei den Lieferketten trübten die Konjunkturaussichten ein. Mit Spannung warteten Anleger daher auf die Ausblicke der Unternehmen: Am Mittwoch läutet die US-Bank JPMorgan die Berichtssaison für das dritte Quartal ein.

"Wir glauben, dass die Marktteilnehmer weiterhin besorgt über hohe Energiepreise bleiben könnten, die zu einer weiteren Beschleunigung der Inflation und damit zu einer schnelleren Straffung durch die grossen Zentralbanken führen", sagte Charalambos Pissouros, Experte der JFD Group. Öl der Sorte Brent lag mit knapp 84 Dollar je Barrel in Sichtweite zu einem Drei-Jahres-Hoch. Der Preis für Brent ist in diesem Jahr bereits um mehr als 60 Prozent gestiegen. Die Rally wird auch durch die Rekordpreise für Gas in Europa angetrieben, die einen Wechsel auf Öl für die Stromerzeugung attraktiv gemacht haben.

Aktien des US-Elektroautobauers Tesla zogen 1,6 Prozent an. Der US-Konzern setzte im September 56'006 Autos aus chinesischer Produktion ab, so viele wie noch nie seit Eröffnung des Werks in Shanghai vor etwa zwei Jahren.

Nach unten ging es dagegen für die in den USA notierten Aktien der Biotechfirma Curevac. Die Titel brachen mehr als zehn Prozent ein, nachdem die Tübinger Firma den ersten Corona-Impfstoffkandidaten aus dem laufenden Zulassungsverfahren zurückgezogen hat. In Zusammenarbeit mit dem Pharmakonzern GlaxoSmithKline wollen sich die Tübinger nun auf die Entwicklung von Corona-Impfstoff der zweiten Generation konzentrieren. Anleger zeigten sich geschockt. In Frankfurt brach die Aktie auch etwa zehn Prozent ein.

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15:35

Der Dow Jones startet mit einem Plus von 0,§ Prozent. Auch der S&P 500 (+0,2 Prozent) und der Nasdaq (+0,3 Prozent) legen leicht zu. 

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14:30

Der Broker IG taxierte den Leitindex Dow Jones Industrial 0,2 Prozent im Plus bei 34'549 Punkten. Der Nasdaq 100 wird 0,4 Prozent höher bei 14'767 Punkten erwartet.

Mit Spannung warten die Anleger auf den Start der Berichtssaison. An diesem Mittwoch macht die US-Bank JPMorgan den Auftakt, am Donnerstag folgen unter anderem Morgan Stanley , die Citigroup und auch die Bank of America .

Im Fokus bleiben zugleich die Ölpreise, die weiter über 80 US-Dollar je Barrel und damit nahe mehrjähriger Höchststände notieren. Ihr zuletzt kräftiger Anstieg hat sich allerdings aktuell wieder etwas abgeschwächt. Diesseits und jenseits des Atlantiks herrscht Sorge, dass die Ölpreisrally zu Energieengpässen führen und die globale Wirtschaftserholung von der Corona-Pandemie abwürgen könnte. Abgesehen davon wird auch auf China geschaut, denn die weltweit zweitgrösste Volkswirtschaft greift seit geraumer Zeit regulatorisch schärfer durch, kontrolliert Monopole stärker und weitet wohl ihre Überprüfungen im Finanz- und Bankensystem aus.

Unter den Einzelwerten dürfte es relativ ruhig zugehen. Die Aktien von American Airlines könnten einen Blick wert sein, denn die Fluggesellschaft machte Aussagen über den Verlauf des dritten Quartals. So rechnet das Unternehmen etwa mit einem Umsatzrückgang von 25 Prozent im Vergleich zum dritten Quartal 2019 und damit vor der Anfang 2020 ausgebrochenen Corona-Pandemie.

Gut ankommen dürfte aber vor allem die Angabe zum Quartalsnettoverlust je Aktie ohne Sonderkredite. Den veranschlagt die Airline nun bei 0,96 bis 1,04 US-Dollar, während die Analysten im Schnitt bislang mit 1,22 Dollar rechnen. Die Aktie legte vorbörslich um etwas mehr als ein Prozent zu.

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13:20

An den US-Märkten zeichnet sich eine positive Eröffnung der Börsen an. Termingeschäfte:

Dow Jones Futures: +0,02 Prozent
S&P 500 Futures: +0,09 Prozent
Nasdaq Futures: +0,25 Prozent

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13:15

Die zunehmende Inflationsfurcht steigert die Gold-Nachfrage. Der Preis des Edelmetalls klettert um 0,5 Prozent auf 1762,40 Dollar pro Feinunze. "Der Markt ist risikoscheuer und Gold profitiert davon", sagte Commerzbank-Analyst Daniel Briesemann. Dies gehe mit der Furcht vor Inflation sowie einer Abkühlung der Weltwirtschaft einher. Der höhere Goldpreis sorgt auch bei Goldminenbetreibern für Rückenwind.

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11:45

Der SMI fiel im frühen Handel zunächst bis auf 11'645 Zähler zurück. Dann setzte eine Gegenbewegung ein und um 11.50 Uhr notiert der Leitindex noch um 0,03 Prozent tiefer bei 11'768 Punkten. Der SLI, in dem die 30 wichtigsten Aktien enthalten sind, sinkt um 0,08 Prozent auf 1898 und der breite SPI steigt um 0,05 Prozent auf 15'152 Zähler.

Die Stimmung sei wegen der steigenden Inflation, anziehenden Anleiherenditen und der zunehmenden Angst vor einer Konjunkturabkühlung getrübt. Dies lasse keine Kauflaune aufkommen. Dazu kommen laut Händlern die Schuldenprobleme der chinesischen Immobilienwirtschaft hinzu. Es wird befürchtet, dass eine Pleite von China Evergrande einen Dominoeffekt im ganzen Bausektor auslösen könnte.

Nun hoffen die Markteilnehmer auf positive Impulse von der Berichtssaison. Dort werde sich zeigen, ob die Sorgen, dass der steigende Preisdruck bei den Unternehmen bereits angekommen ist, berechtigt sind oder nicht, sagt ein Händler. "Nach den starken Geschäftszahlen für das erste und zweite Quartal könnten sich die Marktschätzungen als zu hoch erweisen." Der Fokus dürfte dabei auch stark auf die Ausblicke gerichtet werden. Hierzulande hat mit Givaudan die erste Bluechip-Firma Angaben zum dritten Quartal veröffentlicht. In den USA geht der Zahlenreigen am Mittwoch mit dem Abschluss der Grossbank JPMorgan los.

Im Fokus stehen Givaudan (-1,1 Prozent). Der Aromen- und Duftstoffhersteller hat den Umsatz in den ersten neun Monaten 2021 um 5,8 Prozent auf 5,07 Milliarden Franken gesteigert und die Erwartungen der Analysten übertroffen. Im dritten Quartal 2021 flachte das Wachstum aber etwas ab. Einen konkreten Ausblick gibt der Weltmarktführer nicht ab, bestätigt aber die Mittelfristziele. "Und da die Aktie noch ein sattes Plus seit Jahresanfang aufweist, kommt es angesichts der unsicheren Umfelds eben zu Gewinnmitnahmen", sagt ein Händler.

Starke Abschläge verbuchen mit den Aktien von AMS (-1,1 Prozent), Logitech (-1,5 Prozent) und Temenos (-1,2 Prozent) die Technologiewerte. Zum einen habe die Technologiebörse Nasdaq am Vortag nachgegeben. Zum anderen waren AMS und Temenos am Montag stark gestiegen, heisst es als Erklärung.

Zu den Verlierern zählen die Grossbanken CS (-1,5 Prozent) und UBS (-1,0 Prozent). Negative Analystenkommentare drücken auf die Kurse. Gemäss einer Studie von Jeffries könnte die CS in den Marktanteile verloren haben. Bei UBS zieht eine Verkaufsempfehlung von Barclays Abgaben nach sich. Aber auch Julius Bär (-1,1 Prozent) und die Versicherer Swiss Re (-0,6 Prozent) und Swiss Life (-0,5 Prozent) büssen Terrain ein.

Unter Gewinnmitnahmen leiden auch Richemont (-0,7 Prozent), Alcon (-0,6 Prozent) und Partners Group (-0,5 Prozent). Wenig verändert sind die Pharmariesen Roche (-0,1 Prozent) und Novartis (-0,1 Prozent).

Fester sind dagegen andere Aktien mit einem defensiven Anstrich. Dazu zählen die zuletzt gebeutelten Medizintechniktitel Sonova (+1,0 Prozent) und Straumann (+0,6 Prozent). Auch der Nahrungsmittelriese Nestlé (+0,6 Prozent) sowie Vifor (+0,6 Prozent) und Lonza (+0,6 Prozent) können nach anfänglichen Verlusten in die Gewinnzone vorstossen.

Der Pharmaauftragsfertiger Lonza hat sich neue Ziele gesetzt und peilt bis 2024 ein Umsatzwachstum im niedrigen Zehnerbereich in Lokalwährungen an sowie eine Betriebsgewinnmarge zwischen 33 und 35 Prozent, wie es anlässlich des Investorentags hiess. Der Konzern will viel investieren, um weiter zu wachsen.

Auf den hinteren Reihen steigen Ascom um 1,0 Prozent. Der Kommunikationsausrüster hat einen Auftrag im Wert von mehreren Millionen US-Dollar für ein Schwesternruf-Projekt in einem Krankenhaus in Macao gewonnen.

Carlo Gavazzi ziehen um 2,8 Prozent an. Die Elektrotechnikgruppe meldete für das erste Halbjahr des Geschäftsjahres 2021/22 deutlich steigende Umsatz- und Gewinnzahlen.

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11:00

Der Swiss Market Index verliert 0,1 Prozent auf 11'763 Punkte. Insbesondere das Indexschwergewicht Nestlé (+0,6 Prozent) stützt. Bei den Verlierern führt Logitech (-1,5 Prozent) das Feld an.

SMI-Kurstableau (Quelle: cash.ch).

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09:45

Der SMI notiert um 0,5 Prozent tiefer mit 11'708 Zählern. Der SLI, in dem die 30 wichtigsten Aktien enthalten sind, verliert 0,6 Prozent auf 1888 und der breite SPI 0,5 Prozent auf 15'073 Punkte.

Die gefährliche Spirale aus steigenden Energiepreisen, zunehmenden Inflationserwartungen und steigenden Renditen am Anleihemarkt drehe sich unaufhörlich weiter und lasse keine Kauflaune aufkommen, heisst es in einem Kommentar von CMC Markets. Dazu kommen laut Händlern noch die Schuldenprobleme der chinesischen Immobilienwirtschaft hinzu.

Im Fokus stehen Givaudan (-1,3 Prozent). Der Aromen- und Duftstoffhersteller hat den Umsatz in den ersten neun Monaten 2021 um 5,8 Prozent auf 5,07 Milliarden Franken gesteigert und damit die Erwartungen der Analysten leicht übertroffen. Im dritten Quartal 2021 flachte das Wachstum allerdings etwas ab. "Und da die Aktie trotzdem noch ein sattes Plus seit Jahresanfang aufweist, kommt es angesichts der unsicheren Umfelds eben zu Gewinnmitnahmen", sagt ein Händler.

Ähnlich sei es auch bei Lonza (-0,4 Prozent), sagt der Händler. Der Pharmazulieferer hat sich neue Ziele gesetzt und peilt bis 2024 ein Umsatzwachstum im niedrigen Zehnerbereich in Lokalwährungen an sowie eine Betriebsgewinnmarge zwischen 33 und 35 Prozent an, wie es anlässlich des Investorentags heisst.

Deutlich schwächer sind zudem die Aktien von AMS (-1,7 Prozent) und von Temenos (-0,9 Prozent), die beide am Montag stark zugelegt hatten.

Auf den hinteren Reihen steigen Ascom (+0,7 Prozent). Der Kommunikationsausrüster Ascom hat einen Auftrag im Wert von mehrerer Millionen US-Dollar für Schwesternruf-Projekt in einem Krankenhaus in Macao gewonnen.

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09:10

Der SMI verliert 1,0 Prozent auf 11'654 Punkten. 

Die Sorge, dass die Energiekrise zu Engpässen führen und die globale Wirtschaftserholung von der Corona-Pandemie abwürgen könnte, trübt die Stimmung der Anleger seit einiger Zeit. Dazu kommen laut Händlern noch die Schuldenprobleme der chinesischen Immobilienwirtschaft hinzu. Der hoch verschuldete Immobilienkonzern Evergrande hat laut einigen Anleihegläubigern abermals eine Frist für eine Kuponzahlung verstreichen lassen.

Mit Spannung warteten die Anleger auf die Firmenergebnisse im dritten Quartal, die nun veröffentlicht werden. Die Erwartungen seien relativ hoch und die Stimmung daher entsprechend recht nervös, heisst es am Markt. Denn auch nach der jüngsten Korrektur seien die Bewertungen noch immer stolz und damit auch anfällig für Enttäuschungen. Während in den USA der Zahlenreigen mit den Ergebnissen der Grossbanken am Mittwoch beginnt, hat hierzulande der Aromen- und Duftstoffhersteller Givaudan bereits Angaben zum dritten Quartal gemacht.

Im Fokus steht Givaudan (-3,5 Prozent). Der Aromen- und Duftstoffhersteller Givaudan hat den Umsatz in den ersten neun Monaten 2021 um 5,8 Prozent auf 5,07 Milliarden Franken gesteigert. Insgesamt hat Givaudan damit die Erwartungen leicht übertroffen. Im dritten Quartal 2021 flachte das Wachstum allerdings etwas ab.

Die Aktien von Lonza (-2,2 Prozent) verlieren ebenfalls. Der Pharmazulieferer Lonza hat sich neue Ziele gesetzt und peilt bis 2024 ein Umsatzwachstum im niedrigen Zehnerbereich in Lokalwährungen an sowie eine Betriebsgewinnmarge zwischen 33 und 35 Prozent an, wie es anlässlich des Investorentags heisst.

Deutlich schwächer sind die Grossbanken CS (-1,6 Prozent) und UBS (-1,2 Prozent). Barclays hat das Kursziel für UBS im Rahmen einer Branchenstudie auf 15 von 14,50 Franken erhöht, belässt aber die Einstufung auf "Underweight".

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08:25

Aktuelle Kurszielanpassungen bei Schweizer Aktien:

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08:10

Der SMI notiert laut vorbörslichen Daten der Bank Julius Bär 0,50 Prozent im Minus. Ausser Partners Group (+0,76 Prozent) notieren alle SMI-Titel im Minus. Den grössten Abschlag verzeichnen die Aktien der UBS mit minus 1,06 Prozent.

Der breite Markt steht 0,57 Prozent im Minus. Positiv auffallen tun nur Ascom (+1,4 Prozent), Stadler Rail (+0,53 Prozent) und Ypsomed (+0,52 Prozent).

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07:55

Die Ölpreise haben sich am Dienstag in der Nähe ihrer am Vortag markierten mehrjährigen Höchststände gehalten. Am Morgen kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent 83,90 US-Dollar. Das waren 25 Cent mehr als am Montag. Der Preis für ein Fass der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) stieg um 19 Cent auf 80,71 Dollar.

Zu Wochenbeginn war der Brentpreis mit mehr als 84 Dollar auf den höchsten Stand seit etwa drei Jahren gestiegen. Für ein Fass WTI mussten rund 82 Dollar gezahlt werden und damit so viel wie seit etwa sieben Jahren nicht mehr.

Getrieben werden die Rohölpreise durch die derzeitige Energieknappheit. Diese lässt vor allem die Preise von Gas und Kohle steigen. Die Preise von Erdöl als mögliche Ersatzenergiequelle werden dadurch mit nach oben gezogen. Hinzu kommen spezifische Knappheiten am Ölmarkt und eine konjunkturell bedingt anziehende Nachfrage.

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07:40

Am Dienstag wird der Dax Berechnungen von Banken und Brokerhäusern zufolge niedriger starten. Zunehmende Inflationssorgen angesichts der steigenden Rohstoffpreise hatten zum Wochenstart die Risikofreude der Anleger gedrückt. Börsianer fürchteten wegen der höheren Kosten sowie der Lieferengpässe einen Dämpfer bei den Unternehmensgewinnen.

Auf der Konjunkturseite steht am Vormittag der ZEW-Index im Fokus der Investoren. Das Barometer gibt Auskunft über die Stimmung der deutschen Börsenprofis. Auf Unternehmensseite legt der Luxuskonzern LVMH in Paris Umsatzzahlen für das dritte Quartal vor. Mit Spannung blicken Investoren auf das Wachstum in China, um Hinweise für die Branche zu erhalten.

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06:30

Der SMI notiert laut vorbörslichen Daten der IG Bank 0,54 Prozent im Minus. Am Montag schloss der Schweizer Leitindex 0,06 Prozent im Plus bei 11'771 Zählern. 

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05:45

Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index liegt 0,7 Prozent tiefer bei 28'287 Punkten. Der breiter gefasste Topix-Index sinkt um 0,7 Prozent und liegt bei 1983 Punkten.

Die Börse in Shanghai liegt 0,5 Prozent im Minus. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzen verliert 0,4 Prozent.

Die weltweite Energiekrise schürte bei den Anlegern erneut Inflationsängste und trübte die Stimmung vor der Bilanzsaison. "Die Risikomärkte hatten einen durchwachsenen Start in die Woche wegen spärlichen Daten im Vorfeld der US-Gewinnsaison", so die Analysten der ANZ in einer Mitteilung. "Die Volkswirtschaften scheinen gerade in eine schwierigere Phase zu kommen, und wir denken, dass Anleger und Unternehmen genau beobachten werden, wie die Wirtschaftsdaten und Ertragsergebnisse ausfallen."

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05:40

Im asiatischen Devisenhandel blieb der Dollar fast unverändert bei 113,30 Yen und stagnierte bei 6,4528 Yuan. Zur Schweizer Währung notierte er 0,1 Prozent niedriger bei 0,9270 Franken. Parallel dazu blieb der Euro fast unverändert bei 1,1553 Dollar und notierte kaum verändert bei 1,0717 Franken. Das Pfund Sterling stagnierte bei 1,3598 Dollar

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00:00

An der Wall Street hat die Anleger nach der guten Vorwoche wieder der Mut verlassen. Die wichtigsten Aktienindizes büssten im Handelsverlauf am Montag anfängliche Gewinne ein und schlossen im Minus. Weiterhin herrscht die Sorge, dass die anhaltende Ölpreisrally zu Energieengpässen führen und die globale Wirtschaftserholung von der Corona-Pandemie abwürgen könnte.

Der US-Leitindex Dow Jones Industrial gab am Ende um 0,7 Prozent auf 34'496,06 Punkte nach. Der S&P 500 fiel um 0,7 Prozent auf 4361,19 Punkte. Für den technologielastigen Nasdaq 100 ging es um 0,7 Prozent auf 14'713,73 Punkte nach unten.

Mit Blick auf die Einzelwerte waren wegen der aktuellen Rohstoffhausse vor allem Unternehmen aus dem Energie- und Ölbereich gefragt. So zogen unter den besten Titeln im S&P 500 Schlumberger , Halliburton , Freeport-McMoran und Enphase Energy um zweieinhalb bis viereinhalb Prozent an.

Ein wesentlicher Preistreiber am Ölmarkt ist die angespannte Versorgungslage im Energiesektor insgesamt. Weil die Preise für Gas und Kohle in den vergangenen Monaten stark gestiegen sind, kommt Öl als Alternative bei der Stromerzeugung zunehmend in Betracht. Das treibt die Erdölpreise ebenfalls stark an.

Rohstoffexperte Carsten Fritsch von der Commerzbank will eine weitere Verknappung des Angebots auf dem Ölmarkt nicht ausschliessen. Er verwies auf die jüngste Entscheidung des Ölverbunds Opec+, die Fördermenge trotz der aktuellen Engpässe nicht stärker als geplant zu erhöhen. Nach Einschätzung des Experten Fritsch dürfte es mit den Ölpreisen kurzfristig weiter nach oben gehen.

Derweil büssten die Anteilscheine von Southwest Airlines mehr als vier Prozent ein. Die Fluggesellschaft hatte am Wochenende wegen schlechten Wetters und Personalengpässen 1800 Flüge streichen müssen - das entsprach mindestens 30 Prozent aller geplanten Flüge der Airline.

Der Automobilzulieferer Aptiv leidet derweil ebenso wie viele Wettbewerber unter der allgemeinen Knappheit an Halbleitern in der Branche. Damit musste das Unternehmen seine Umsatzprognose nach unten korrigieren. Die Anteilscheine sackten bis zum Handelsschluss um rund drei Prozent ab.

Für die Papiere von Hasbro ging es um 1,6 Prozent nach unten. Die Anteilscheine des Spielzeugherstellers litten offenbar darunter, dass Unternehmenschef Brian Goldner aus gesundheitlichen Gründen ab sofort eine Auszeit nimmt.

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(cash/AWP/Reuters/Bloomberg)