10:32

Neue Kursziele und Ratings für Schweizer Aktien: 

AlsoVontobel erhöht das Rating auf Buy von Hold, senkt aber das Kursziel auf 240 von 300 Fr. 

Barry Callebaut: Morgan Stanley erhöht das Rating auf Overweight von Equal-weight, das Kursziel lautet 1600 Fr.

BKW: Oddo BHF nimmt die Abdeckung mit Neutral auf, setzt ein Kursziel von 160 Fr. 

Emmi: UBS erhöht das Rating auf Neutral von Verkaufen. Das Kursziel beträgt 830 Fr. 

Idorsia: Octavian erhöht das Kursziel auf 4,30 von 3,30 Franken und belässt die Einstufung auf Hold.

Lindt&Sprüngli: Morgan Stanley senkt das Rating auf Underweight von Equal-weight mit einem neuen Kursziel von 108'500 Fr.

Medmix: Stifel erhöht das Kursziel auf 15,90 von 14,50 Franken und belässt die Einstufung auf Buy.

Oerlikon: Kepler Cheuvreux erhöht das Kursziel auf 4,50 von 3,80 Fr., Rating Hold unverändert. 

Schweiter: Research Partners senkt das Kursziel auf 450 von 500 Franken, Rating weiter Buy. 

SIG: Jefferies senkt das Rating auf Halten von Kaufen, legt das Kursziel bei 13,20 Fr. fest. 

Zehnder: Berenberg erhöht auf das Kursziel auf 105 von 100 Fr., Rating Buy bestätigt. 

+++

10:16

Die Angst vor einem Energiepreisschock setzt den deutschen Aktienmarkt weiter unter Druck. Der deutsche Leitindex ‌Dax ⁠gab am Dienstag um 2,9 Prozent nach. Am Vortag hatte er bereits 2,4 Prozent eingebüsst. «Die wachsende ‌geopolitische Unsicherheit und die damit einhergehenden ‌Sorgen über die Auswirkungen hoher ​Benzin- und Gaspreise auf Wachstum und Konsum lassen den Dax abrutschen», konstatierte Jochen Stanzl, Chefmarktanalyst der Consorsbank.

Die Ausweitung des Konflikts im Nahen Osten nach den Angriffen Israels und der ‌USA auf den Iran lässt die Gaspreise sprunghaft steigen. Der europäische Future verteuert sich um gut 30 Prozent auf 56,50 ​Euro je Megawattstunde, nachdem er am Vortag ​bereits um ein Drittel zugelegt ​hatte. «Die nach Katars Lieferstopp verbleibende und noch verfügbare Menge an LNG wird knapper ‌und damit steigt der Preis.»

Bei den Einzelwerten rauschten nach einem enttäuschenden Ausblick die Aktien von Beiersdorf um gut ​14 ​Prozent nach unten. Der Markt ⁠habe zwar bereits mit einem vorsichtigen Ausblick ​für das Geschäftsjahr ⁠2026 gerechnet, sagte ein Händler. «Aber im ungünstigsten Fall kein ‌Wachstum und sinkende Margen sind eine negative Überraschung.»

+++

10:05

Der Swiss Market Index setzt die Talfahrt ungehindert fort und steht 2,4 Prozent tiefer bei 13'498 Punkten. Besonders unter Druck sind die Finanzvaloren. Im Falle der UBS, welche 5 Prozent nachgeben, belastet ein Artikel in der Financial Times. Die Schweizer Grossbank wurde in Bern aufgefordert, ihre Lobbyarbeit im Streit mit der Schweizer Regierung einzuschränken. Die Financial Times ergänzt, dass ein Grossteil des Parlaments der Bank bei den Eigenkapitalforderungen zustimme, aber es wurde der Bank mitgeteilt, dass ihre Lobbyarbeit und insbesondere die Äusserungen von UBS-CEO Sergio Ermotti derzeit nicht hilfreich seien.

Derweil notieren die Valoren von Kühne+Nagel noch 0,1 Prozent im Plus, nachdem diese zum Start noch um 2,5 Prozent angezogen haben. 

+++

09:45

Die anhaltenden Kampfhandlungen im Nahen Osten belasten die weltweiten Börsen auch am Dienstag. Wie schon die asiatischen Aktienmärkte büssen auch der hiesige Leitindex SMI und die anderen grossen europäischen Börsen ein. Auch für die Wall Street und die Nasdaq-Börse werden fallende Kurse prognostiziert, nachdem sich diese am Montag ziemlich stabil gezeigt hatten.

Je länger der Krieg andauert, desto grösser werden die Auswirkungen auf den Öltransport, heisst es am Markt. So dürfte die Angebotsverknappung im Zuge der Behinderung des Schiffsverkehrs auf der Strasse von Hormus die Preise weiter steigen lassen. Auch die möglichen Folgen für die Weltwirtschaft sowie die Inflation dürften die Finanzmarktteilnehmer weiter beschäftigen.

Der SMI verliert gegen 09.35 Uhr 1,9 Prozent auf 13'551,37 Punkte. Der SMIM-Index für die mittelgrossen Werte fällt um 1,53 Prozent auf 3072,20 und der breite SPI um 1,70 Prozent auf 18'704,00 Zähler. Auch der deutsche DAX oder der französische CAC-40 geben in etwa im selben Umfang nach.

Die Nervosität an den Finanzmärkten ist am Dienstag markant weiter gestiegen. So legt der VSMI aktuell um 17 Prozent auf 20 Punkte zu. Der Volatilitätsindex quantifiziert die erwarteten Schwankungen am Schweizer Aktienmarkt.

Auch die Ölpreise haben im frühen Handel weiter zugelegt. Der Preis für ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent verteuerte sich auf über 80 Dollar. Am Vortag waren allerdings zuerst noch höhere Preise bezahlt worden.

Die grössten Abgaben verbuchen unter den Blue Chips Zürich (-5,3 Prozent auf 544,80). Der Versicherer hat ein verbindliches Angebot für Beazley vorgelegt und führt zur Finanzierung der Milliardenübernahme eine Kapitalerhöhung durch. Rund 7 Millionen Aktien wurden zu 550 Franken bei Investoren platziert.

Auch die Finanzwerte UBS, Julius Bär und Partners Group sowie die weiteren Versicherer Swiss Life und Swiss Re geben mit mehr als 2 Prozent überdurchschnittlich nach.

Einziger Gewinner im SMI sind die Aktien von Kühne+Nagel (+1,9 Prozent). Dem Logistiker gelang laut Analysten eine positive Überraschung beim operativen Gewinn.

Neben Kühne+Nagel legte bei den Bluechips auch der Vakuumventil-Hersteller VAT (-2,7 Prozent) Zahlen für 2025 vor. Das Unternehmen hatte die Erwartungen verfehlt und auch die deutlich höhere Dividende kann die Stimmung nicht drehen. Zudem sprechen Markteilnehmer von Gewinnmitnahmen nach der zuletzt starken Kursentwicklung.

Ebenfalls im Minus sind in den hinteren Reihen Bucher (-0,9 Prozent) Arbonia (-6,1 Prozent) und Forbo (-4,4 Prozent) die ebenfalls die Resultate für 2025 vorgelegt hatten. Gut aufgenommen werden dagegen die Resultate von SIG (+2,2 Prozent) und der Aktienrückkauf von Also (+4,7 Prozent).

+++

09:11

Die ⁠Ausweitung des Konflikts im Nahen Osten nach den Angriffen ⁠Israels und der USA auf den Iran treibt die Gaspreise weiter ‌an. Der europäische Future verteuert sich um ‌gut 20 Prozent auf ​52,00 Euro je Megawattstunde. Zum Wochenauftakt hatte der Preis um rund ein Drittel zugelegt. «Dieser Anstieg, ausgelöst durch knappe Lager und den LNG-Stopp Katars, weckt böse Erinnerungen an die Preissteigerungen ‌des Jahres 2022», sagte Jochen Stanzl, Chefmarktanalyst der Consorsbank. Die nach Katars Lieferstopp noch verfügbare Menge an LNG werde ​knapper und damit steige der Preis. «Niemand will ​eine zweite Welle an Inflation, ​nachdem die Auswirkungen der ersten noch nicht ganz überwunden waren.»

+++

09:09

Der Swiss Market Index (SMI) startet mit Kursverlusten von 1,5 Prozent tiefer. Zurich Insurance verlieren 4,4 Prozent, Swiss Life 2,5 Prozent und UBS 2,4 Prozent. 19 von 20 Titel im SMI geben nach. Kühne+Nagel starten 3,1 Prozent höher trotz zurückhaltendem Ausblick. Bei den Mid Caps grenzen VAT die vorbörslichen Kursverluste ein und notieren 3,3 Prozent tiefer. 

Auch am zweiten Handelstag nach dem Beginn der US-israelischen Operation gegen das iranische Regime bleibt die Anspannung an den Finanzmärkten gross. Die asiatischen Börsen gaben deutlich nach. Neben der wachsenden geopolitischen Instabilität im Nahen Osten bereitet vor allem das Thema Öl den Investoren Sorgen.

+++

08:05

Der Swiss Market Index (SMI) steht bei der Bank Julius Bär vorbörslich 1,01 Prozent tiefer und baut damit die Kursverluste seit 06.20 Uhr aus. Mit Amrize und Sika stehen zwei SMI-Titel leicht im Plus, alle anderen Titel geben nach. Den grössten Kursverlust verzeichnet Zurich Insurance mit 3,2 Prozent nach der erfolgreich abgeschlossenen Kapitalerhöhung. Kühne+Nagel geben nach Zahlen 2,1 Prozent nach. Grössere Abschläge über einem Prozent gibt es zudem bei Geberit, Holcim, Roche, Swiss Life und UBS

Bei den Mid Caps legen Barry Callebaut und Emmi nach einer Ratingerhöhung zu. Bucher steht nach Zahlen 1,1 Prozent höher, während VAT auf der anderen Seite nach enttäuschenden Zahlen um 7,6 Prozent einknickt. 

+++

07:22

Der Dax wird am Dienstag der Kursentwicklung an den Terminmärkten zufolge erneut mit Verlusten ‌in ⁠den Handel starten. Am Montag hatte der deutsche Leitindex ⁠2,4 Prozent tiefer bei 24.672,40 Punkten geschlossen. Die Kursverluste nach der ‌Eskalation im Nahen Osten hielten sich ‌damit in Grenzen, während ​die wichtigsten Indizes an der Wall Street sich sogar stabilisierten. Experten verwiesen auf die Tatsache, dass Anleger mit einem Konflikt gerechnet hätten und von einer kurzen militärischen Auseinandersetzung ausgingen. 

+++

07:11

Zurich Insurance will die neuen Aktien im Umfang von fünf Milliarden Dollar zu einem Preis von 550 Franken platzieren.

+++

06:23

Der Swiss Market Index (SMI) steht bei der IG Bank vorbörslich 0,57 Prozent tiefer. Der hiesige Leizindex kann damit nicht von den einigermassen guten Vorgaben aus New York profitieren. 

Es zeichnete sich in der Nacht auf Dienstag ab, dass der Iran-Krieg nicht innerhalb von ein paar Tagen gelöst sein dürfte. So hat die iranische Regierung angekündigt, kein Schiff oder Tanker mehr durch die Strasse von Hormus passieren zu lassen. Dies hat zu einer neuerlichen Verteuerung beim Erdöl und Erdgas geführt und asiatische Anleger haben deshalb verstärkt Gewinne mitgenommen. Die US-Futures stehen im dortigen Handel 0,6 Prozent tiefer. 

Ferner geht die Bilanzsaison am hiesigen Markt weiter. So legen Arbonia, Forbo, Hiag, IVF HartmannKühne+Nagel, On Holding, SIG,VAT, VP Bank am Dienstag die Zahlen vor. 

+++

06:15

Die Furcht vor steigenden Energiepreisen nach US-amerikanischen und israelischen Angriffen auf den Iran hat die asiatischen Börsen am Dienstag auf Talfahrt geschickt. Der breite MSCI-Index für asiatisch-pazifische Aktien ausserhalb Japans fiel um 1,5 Prozent ‌und ⁠setzte damit seine Verluste den zweiten Tag in Folge fort. Die japanische Börse tendierte schwächer: In Tokio gab der ⁠225 Werte umfassende Nikkei-Index 2 Prozent auf 56'910,69 Punkte nach, und der breiter gefasste Topix notierte 2 Prozent niedriger bei 3819,91 Zählern. Koreanische Aktien brachen ‌um bis zu 4,1 Prozent ein. «Die wirtschaftspolitische Unsicherheit war bereits erhöht, und jetzt dürfte ‌mit dem Iran-Konflikt auch das geopolitische Risiko steigen», sagte ​Rupal Agarwal, Asien-Quantstrategin bei Bernstein in Singapur. Das letzte Mal, als beide Faktoren gleichzeitig anstiegen, sei 2022 während des Russland-Ukraine-Konflikts gewesen, was für die asiatischen Märkte nicht gut ausgegangen sei, erklärte sie.

US-Präsident Donald Trump versuchte am Montag, einen breit angelegten, zeitlich unbegrenzten Krieg gegen den Iran zu rechtfertigen, und sagte, die Kampagne liege vor den Erwartungen. Ein Vertreter der iranischen ‌Revolutionsgarden erklärte am Montag, die Strasse von Hormus sei für den Schiffsverkehr gesperrt und das Land werde auf jedes Schiff feuern, das versuche zu passieren. Diese Drohung trieb die Kosten für die Anmietung eines Supertankers für Öltransporte vom Nahen Osten nach ​China auf ein Rekordhoch von mehr als 400'000 Dollar pro Tag, wie LSEG-Daten zeigten. ​Die Börse Shanghai blieb fast unverändert bei 4179,46 Stellen. Der Index der wichtigsten ​Unternehmen in Shanghai und Shenzhen fiel um 0,1 Prozent auf 4722,54 Punkte.

+++

06:12

Im asiatischen Devisenhandel gewann der Dollar geringfügig auf 157,23 Yen und legte ‌leicht auf 6,8825 Yuan zu. Zur Schweizer Währung notierte er 0,1 Prozent höher bei 0,7799 Franken. Parallel dazu blieb der Euro fast unverändert bei 1,1693 Dollar und zog um 0,1 Prozent auf 0,9119 Franken an. Der Dollar-Index hielt sich nahe einem Sechswochenhoch ​bei ​98,499 Punkten, da die US-Währung als sicherer Hafen wieder an ⁠Attraktivität gewann.

+++

06:07

Am Rohstoffmarkt verteuerte sich die Rohöl-Sorte Brent aus der Nordsee ​um 2,1 Prozent auf 79,37 ⁠Dollar je Barrel (159 Liter). Das US-Öl WTI notierte 1,6 Prozent fester bei 72,34 Dollar. Die Erdgaspreise in Europa und die ‌asiatischen Flüssigerdgas-Preise waren am Montag um rund 40 Prozent in die Höhe geschnellt. Gold legte 0,6 Prozent auf 5358,44 Dollar zu. Bitcoin rutschte 1,5 Prozent auf 68'399,26 Dollar ab.

+++

00:05

Der Dow Jones Industrial schloss 0,15 Prozent tiefer auf 48'904,78 Punkten. Mitte Februar war der wohl bekannteste Index der Wall Street erstmals über 50'500 Punkte geklettert.

Der marktbreite S&P 500 zeigte sich zum Wochenstart mit plus 0,04 Prozent auf 6881,62 Zähler nahezu unverändert. Für den Nasdaq 100 ging es um 0,13 Prozent auf 24'992,60 Punkte nach oben.

Am Wochenende hatten die USA und Israel den Iran angegriffen und unter anderem das iranische Staatsoberhaupt Ajatollah Ali Chamenei getötet. Aktuell werden weiter Ziele angegriffen, die Teheran mit Gegenschlägen auf Israel und andere Länder beantwortet.

Der Ölpreis schoss in die Höhe. Zeitweise erreichte Brent-Öl den höchsten Stand seit Juli 2024 und US-Öl stieg mit etwas über 75 US-Dollar auf den höchsten Stand seit Juni 2025. Im Sommer vor einem Jahr hatte das US-Militär Anlagen des Iran angegriffen. Laut Morgan Stanley müsste der WTI-Ölpreis allerdings auf 100 Dollar je Barrel steigen, um den bullischen Ausblick für US-Aktien in den nächsten sechs bis zwölf Monaten negativ zu beeinflussen.

Mit Blick auf den viel beachteten ISM-Einkaufsmanagerindex für die Industrie im Februar ging dieser zwar im Vergleich zum Vormonat zurück, aber weitaus moderater als erwartet. Er liegt zudem weiter klar über der Schwelle, die auf Wachstum hindeutet. Zugleich war jedoch auch die Preisentwicklung stark, was wiederum Inflationssorgen Vorschub leistet und die Hoffnung auf Zinssenkungen durch die US-Notenbank dämpft.

Aktien aus der Tourismusbranche, etwa von Hotelketten oder Fluggesellschaften, gaben nach. Wynn Resorts oder Hilton verloren jeweils etwas mehr als 4 Prozent. Fluggesellschaften wie United Airlines oder American Airlines büssten 2,9 und 4,2 Prozent ein.

Unter den Öl- und Rüstungspapieren, die gefragt waren, legten ConocoPhillips um 4,2 Prozent zu. ExxonMobil und Chevron stiegen um jeweils etwas mehr als 1 Prozent. Die Rüstungsaktien RTX gewannen 4,7 Prozent und die von Lockheed Martin 2,8 Prozent. Lockheed beliefert die US-Armee mit dem Thaad-Raketenabwehrsystem.

Unter den sogenannten Glorreichen Sieben gab es mehr Gewinner als Verlierer: Amazon und Alphabet gaben nach. Apple, Tesla, Meta, Microsoft und Nvidia legten zu. Unter ihnen ragte der KI-Chiphersteller mit einem Plus von 2,9 Prozent am deutlichsten heraus. Damit war die Aktie auch Spitzenwert in Dow Jones.

AES sackten um fast 18 Prozent ab. Global Infrastructure Partners von BlackRock und die schwedische Beteiligungsgesellschaft EQT einigten sich darauf, den US-Energiekonzern für 15 Dollar je Aktie in bar oder rund 10,7 Milliarden Dollar zu übernehmen. Das entspricht einem Abschlag von etwas mehr als 13 Prozent auf den Schlusskurs am Freitag.

(cash/AWP/Bloomberg/Reuters)