13:10
Damit suche der iPhone-Hersteller eine Alternative zu seinem langjährigen Partner TSMC. Die Gespräche befänden sich jedoch noch in einem frühen Stadium, und es seien noch keine Aufträge erteilt worden.
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13:00
Die Futures auf die US-Aktienmärkte tendieren im Plus:
- Dow Jones Futures: +0,25 Prozent
- S&P 500 Futures: 0,34 Prozent
- Nasdaq Futures: +0,57 Prozent
Auch der Schweizer Aktienmarkt, gemessen am SMI, notiert weiter in der Gewinnzone mit +0,55 Prozent bei 13'074 Punkten.
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12:45
Europas wichtigste Aktienmärkte haben sich am Dienstag von den Vortagesverlusten erholt. «Insgesamt setzen die Investoren weiterhin auf die guten Ergebnisse als Stütze für den Aktienmarkt und fokussieren sich so weniger auf die Meldungen aus dem Nahen Osten», stellte Andreas Lipkow, Marktanalyst CMC Markets, fest. Es sei schwer, sich ein klares Bild über die Lage im Iran-Krieg zu machen. Die Ölpreise gaben nach dem Sprung am Vortag etwas nach. Das stütze den Markt.
Der EuroStoxx 50 zog am Mittag um 1,32 Prozent auf 5839 Punkte an. Ausserhalb der Eurozone gewann der schweizerische SMI 0,61 Prozent auf 13'082 Zähler. Der Aktienmarkt in London verlor nach der Feiertagspause dagegen ein Prozent auf 10'259 Punkte.
Zu den stärkeren Sektoren gehörten die Nahrungs- und Getränkewerte. AB Inbev stützten mit deutlichen Gewinnen den Sektor. Die Aktie des Brauereikonzerns gewann nach der Vorlage von Quartalszahlen 7,4 Prozent. Analystin Celine Pannuti von JPMorgan hob den Gewinn je Aktie hervor, dieser habe die Erwartungen um neun Prozent übertroffen.
Bei der um die Commerzbank buhlenden italienischen Grossbank Unicredit sprachen die Analysten der Citibank von einem Zahlenwerk für das erste Quartal, das die Erwartungen in überzeugender Weise übertroffen habe. Die britische Grossbank hatte dagegen im ersten Quartal wegen Kreditausfällen und der Folgen des Iran-Kriegs überraschend weniger verdient.
Im Telekomsektor gab es Nachrichten zu Vodafone . Der britische Telekommunikationskonzern übernimmt die vollständige Kontrolle über die britische Mobilfunk-Tochter VodafoneThree. Der Kaufpreis liegt bei 4,3 Milliarden britischen Pfund (rund 4,9 Mrd Euro). Nach Abschluss des Deals, der für die zweite Jahreshälfte erwartet wird, ist Vodafone der alleinige Eigentümer von VodafoneThree. Vodafone gaben leicht nach.
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12:12
Trotz der Spannungen zwischen den USA und dem Iran greifen Anleger erneut beim Bitcoin zu.
Die umsatzstärkste Kryptowährung verteuert sich um bis zu 1,7 Prozent auf 81'272 Dollar. Im vergangenen Monat hat sie um rund 20 Prozent zugelegt. «Die aktuelle Bewegung wird vor allem durch ein gestiegenes institutionelles Interesse, Zuflüsse in Bitcoin-ETFs sowie marktmechanische Effekte getragen, nicht primär durch kurzfristige Spekulation», erläutert Timo Emden vom Analysehaus Emden Research.
Auch das Erreichen psychologisch wichtiger Schwellen, etwa der von 80'000 Dollar, ziehe neue Käufer verstärkt an.
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11:55
Der Schweizer Aktienmarkt hat am Dienstag nach einem verhaltenen Start den Vorwärtsgang eingelegt. Der Leitindex SMI näherte sich der Marke von 13'100 Punkte bis auf wenige Zähler und machte damit einen guten Teil der Vortagesverluste wett. Ähnlich war die Entwicklung an anderen europäischen Handelsplätzen, namentlich in Frankfurt und Paris. Händler sprachen von einer klassischen Gegenbewegung, die auf den schlechten Start in den Mai folge.
Die aktuelle Weltlage spreche hingegen nicht für steigende Kurse, meinen Börsianer. Ganz im Gegenteil sei das wieder lautere Säbelrasseln im Nahen Osten ein Belastungsfaktor. Positiv wird immerhin zur Kenntnis genommen, dass der Ölpreis kaum auf die jüngste Eskalation reagiert hat. Er notiert leicht unter dem Niveau vom Vortag.
Dies sollte laut Börsianers aber nicht überinterpretiert werden: «Auch wenn sich viele Investoren an das permanente Krisenrauschen gewöhnt haben, dürfte die Reaktionsbereitschaft hoch bleiben», heisst es in einem Kommentar. Eher zweitrangig sind Konjunktursignale, etwa der am Nachmittag anstehende US-Frühindikator ISM Index.
Auch aus charttechnischer Perspektive ist die aktuelle Gegenbewegung kein Grund, um Entwarnung zu geben. Charttechnisch habe sich die Lage noch nicht signifikant aufgehellt, heisst es in einem neuen Analystenkommentar von BNP Paribas. Dafür müsste der SMI in die Region von 13'200 Punkte vorstossen.
Der Leitindex SMI notiert gegen 11.50 Uhr 0,67 Prozent im Plus bei 13'090 Punkten, nachdem er am Vortag gut 1 Prozent verloren hatte. Das Tageshoch wurde bei 13'099 Stellen markiert. Der SMIM für die mittelgrossen Werte gewinnt 0,72 Prozent auf 2972,51 und der breite SPI 0,64 Prozent auf 18'540 Punkten.
14 der 20 SMI-Titel verzeichnen Gewinne. Die Bandbreite der Kursveränderungen ist mit +1,3 bis -0,6 Prozent allerdings nicht sehr gross.
Auch Partners Group zeigt weitere Erholungstendenzen mit +1,3 Prozent. Die Titel des Private-Equity-Hauses waren schon am Vortag im Zusammenhang mit der Grizzly-Attacke stark gesucht. Dahinter ziehen Lonza und Swisscom mit gut 1,15 Prozent ebenfalls an.
Im Mittelfeld rangieren Geberit (+0,4 Prozent). Am Markt wird das am Morgen vorgelegte Quartalsergebnis grösstenteils sehr lobend bewertet. Verschiedene Analysten weisen aber auch auf die in der langfristigen Betrachtung hohe Bewertung hin.
Unter Druck stehen dahinter aber auch die Papiere der UBS (-0,4 Prozent). Der Grund ist die gestrige Sitzung der ständerätlichen Wirtschaftskommission. Anders als zum Teil erhofft, gab es keine schnellen Änderungsvorschläge zur vollständigen Eigenkapitalunterlegung der Auslandstöchter, welche dann im Sommer im Rat zur Beratung kämen. Die Kommission will verschiedene Varianten und Alternativen zum Bundesratsvorschlag erst einmal diskutieren und die Beratung in der August-Sitzung fortsetzten. «Der Markt hätte sich sicher ein rascheres Vorgehen gewünscht», meint Vontobel-Analyst Andreas Venditti.
Einen schweren Stand haben erneut auch die Kühne+Nagel-Papiere (-0,4 Prozent), die am Vortag wegen der Logistikoffensive von Amazon herbe Verluste erlitten hatten. «Insgesamt beurteilen wir das Risiko für Marktanteilsverluste und Preisdruck aus diesem Vorstoss von Amazon als erhöht», schreibt der Analyst der ZKB.
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11:00
Der Strategiewechsel beim Modekonzern Hugo Boss hat im ersten Quartal zu einem Gewinneinbruch geführt. Die Massnahmen, etwa Ladenschliessungen und die Straffung des Produktsortiments, hätten wie erwartet temporäre Auswirkungen auf den Umsatz und den Gewinn, erläuterte Finanzvorstand Yves Müller am Dienstag. Vor diesem Hintergrund sei er mit dem Verlauf der ersten Monate zufrieden. «Wir haben greifbare Fortschritte bei der Überarbeitung der Produktsortimente, der Optimierungen des Vertriebs und den Bereichen Beschaffung und Kostenmanagement erzielt.» Inzwischen seien 15 der insgesamt 50 geplanten Schliessungen von eigenen Läden bis zum Jahr 2028 umgesetzt. An seiner Prognose für das Gesamtjahr halte er daher fest.
Allerdings sei mit dem Krieg im Nahen Osten eine neue Unsicherheit hinzugekommen, so Müller. «Je länger der Konflikt andauert, desto grösser ist die Gefahr, dass sich das Consumer Sentiment rund um den Globus weiter verschlechtert.» Im ersten Quartal seien die Erlöse in der Region eingebrochen. Allerdings erwirtschafte Boss dort lediglich drei Prozent des Konzernumsatzes. «De facto hat uns das im ersten Quartal damit rund ein Prozent des Umsatzes gekostet.»
Mit Blick auf die erhobenen US-Zölle kündigte Müller an: «Der Teil der Zölle, die unrechtmässig waren, wird automatisch zurückvergütet. Da achten wir drauf, dass wir entsprechend unser Geld, das wir zu viel gezahlt haben, zurückbekommen werden.» Über die Höhe der zu erwartenden Gelder wollte sich Müller nicht äussern. Der Oberste Gerichtshof der USA hatte die Abgaben im Februar für verfassungswidrig erklärt. Nunmehr stehen Rückzahlungen von bis zu 175 Milliarden Dollar an.
Im ersten Quartal ging der Umsatz um sechs Prozent auf 905 Millionen Euro zurück. Das operative Ergebnis (Ebit) brach um 41 Prozent auf 35 Millionen Euro ein. Mit seinem Strategiewechsel «Claim 5 Touchdown» strafft der Konzern derzeit seine Produktsortimente und optimiert sein Vertriebsnetz, was sich wie erwartet auf die Geschäftszahlen auswirkte. Besonders deutlich zeigte sich dies bei der Marke HUGO, deren Umsatz um 21 Prozent nachgab, während die Kernmarke BOSS mit einem Minus von drei Prozent widerstandsfähiger war. Geografisch gesehen kehrte die Region Asien/Pazifik auf den Wachstumskurs zurück, während Europa und Amerika Rückgänge verzeichneten.
Den Ausblick bekräftigte Müller. Wegen des geplanten Strategiewechsels wird 2026 ein währungsbereinigter Umsatzrückgang im mittleren bis hohen einstelligen Prozentbereich erwartet. Das Ebit soll auf 300 bis 350 (Vorjahr: 391) Millionen Euro sinken.
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10:57
Die Ölpreise haben am Dienstag nach deutlichen Vortagesaufschlägen etwas nachgegeben.
Die erneute Zuspitzung der Lage im Nahen Osten hatte am Vortag die Preise stark noch oben getrieben. Am Montag setzte eine leichte Gegenbewegung ein. Der Preis für ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Juli fiel um 1,12 Prozent auf 113,13 US-Dollar. Allerdings hatte der Brent-Preis am Montagmorgen noch bei rund 106 Dollar gelegen.
Der Streit über die blockierte Strasse von Hormus gefährdet die Waffenruhe zwischen den USA und dem Iran. US-Präsident Donald Trump drohte der Islamischen Republik erneut mit Vernichtung, nachdem der Iran als Reaktion auf eine US-Initiative zur Öffnung der Meerenge Ölanlagen in den Vereinigten Arabischen Emiraten angegriffen und damit in Brand gesetzt hatte. Der iranische Aussenminister Abbas Araghtschi wiederum warnte die USA vor einer Fortsetzung ihrer Initiative.
«Die Angriffe deuten allesamt darauf hin, dass der Waffenstillstand bröckelt», sagte Saul Kavonic, leitender Energieanalyst bei MST Marquee. «Der Ölpreis könnte deutlich ansteigen, sollte der Krieg wieder aufflammen und vor allem, wenn es zu weiteren Schäden an der Öl-Infrastruktur kommt.» Seit Kriegsbeginn Ende Februar hat der Ölpreis um über 40 Dollar zugelegt.
Trump drohte dem Iran für den Fall von Angriffen auf US-Schiffe mit Vernichtung. Der Iran werde «von der Erde gefegt», sollte er Schiffe angreifen, die im Rahmen der neuen US-Initiative zur Öffnung der Strasse von Hormus im Einsatz seien, zitierte ihn der Sender Fox News.
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10:04
Die Aktien von Geberit legen am Dienstag im frühen Handel zu. Am Markt wird das Quartalsergebnis vom Morgen grösstenteils sehr lobend bewertet. Verschiedene Analysten weisen aber auch auf die in der langfristigen Betrachtung hohe Bewertung hin.
«Geberit gelang ein gutes erstes Quartal 2026 mit einer deutlichen Steigerung der EBITDA-Marge auf 32,5 Prozent», kommentiert die ZKB. «Aufgrund der schwachen Kursentwicklung in den letzten Wochen dürfte das heutige Ergebnis positiv aufgenommen werden.»
Vontobel verweist auf das herausfordernde Umfeld und dem trotzdem «soliden Start ins Geschäftsjahr 2026». Das organische Umsatzwachstum habe trotz der Gegenwinde (zum Beispiel Vorzieheffekte, kein Wachstum in der Golfregion) über den Markterwartungen gelegen, und die Profitabilität habe sich dank solider Preise als robust und etwas besser als erwartet erwiesen. Auch die Preissetzungsmacht behalte Geberit trotz der Nahost-Situation - wie man an einer für Juni angekündigten ausserordentlichen Preisrunde zur Kompensation der Kunststoff- und Energiepreisinflation sehe.
Auch JPMorgan erachtet das Zahlenset von Geberit als «einmal mehr gut». Das Unternehmen sei auch gut geführt und gewinne anhaltend Marktanteile. Aufgrund der hohen Bewertung bestätigt die US-Bank indes die Einstufung «Neutral». Für eine stärkere Neubewertung der Aktien - sei es nach unten oder nach oben - gebe es derzeit keine Treiber. Die hohe Bewertung sehen auch andere Analysten so, etwa von Octavian.
Die UBS war nach der Zahlenvorlage davon ausgegangen, dass der Aktienkurs eher neutral auf die Zahlen reagieren werde. Derweil dürften Hinweise zum April an der Analystenkonferenz für die Bewegung der Titel entscheidend sein.
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09:55
Die jüngsten Spannungen im Nahen Osten haben die Anleger an der Hongkonger Börse verunsichert.
Der Hang-Seng-Index gab am Montag ein Prozent auf 25'821 Punkte nach. Für einen Lichtblick sorgte jedoch der Markt für Börsengänge: Die Aktien von Star Sports Medicine schossen bei ihrem Debüt um 146,3 Prozent in die Höhe.
Die Aktienmärkte in China, Japan und Südkorea blieben feiertagsbedingt geschlossen. Nach dem Versuch der US-Marine, die iranische Blockade der Strasse von Hormus zu durchbrechen, kam es am Montag erstmals seit Beginn der Waffenruhe zu gegenseitigen Angriffen.
Zugleich machten beide Seiten widersprüchliche Angaben über den Verlauf der Kampfhandlungen. Sorgen über mögliche Engpässe trieben die Ölpreise um rund drei und fünf Prozent nach oben. «Solange die geopolitische Lage angespannt bleibt, folgt der Ölpreis weniger den Fundamentaldaten als dem Eskalationsrisiko in der Region», sagte Timo Emden vom Analysehaus Emden Research.
Am Dienstag gaben die Preise leicht nach. «Dass das von Maersk betriebene Schiff erfolgreich unter Eskorte auslaufen konnte, hat die unmittelbaren Sorgen vor Lieferkettenstörungen gedämpft», sagte Tim Waterer, Chefanalyst bei KCM Trade. Dies zeige, dass sichere Durchfahrten durch die Strasse von Hormus in begrenztem Umfang möglich seien. Allerdings sei es nach wie vor ein einmaliges Ereignis und keine vollständige Wiederöffnung, fügte er hinzu.
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09:50
Für Entwarnung ist es allerdings zu früh: «Die Marktteilnehmer müssen sich auf einen ungemütlichen und hochgradig volatilen Dienstag einstellen, der vom unberechenbaren Takt der News aus Nahost diktiert wird», fasst ein Händler die Stimmung zusammen. Eher zweitrangig sind Konjunktursignale, etwa der am Nachmittag anstehende US-Frühindikator ISM Index.
So notiert der SMI gegen 9.45 Uhr 0,65 Prozent im Plus bei 13'087 Punkten, nachdem er zeitweise auch leicht im Minus gestanden hatte. Der SMIM für die mittelgrossen Werte gewinnt 0,51 Prozent auf 2966,32 Punkte und der breite SPI 0,63 Prozent auf 18'508 Punkte. Am SMI taxieren 18 von 20 Titel in der Gewinnzone.
Geberit, die am Morgen Zahlen vorgelegt haben, zeigen sich sehr volatil und haben schon mehrfach das Vorzeichen gewechselt. Aktuell notieren sie 0,7 Prozent im Plus.
Grösste Verlierer sind UBS (-0,4 Prozent) und Kühne+Nagel (-0,3 Prozent). Bei der UBS sorgen die Beschlüsse der Ständeratskommission vom Vorabend für lange Gesichter, bei Kühne+Nagel wirkt die Logistikoffensive von Amazon nach, die am Vortag zu heftigen Verlusten geführt hatte.
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09:27
Eine neue Eskalation im Iran-Krieg hat die Stimmung der Dax-Anleger am Dienstag getrübt. Der deutsche Leitindex notierte zum Handelsstart kaum verändert bei 24.014,65 Punkten. «Die weiter steigenden Energiepreise lassen die Sorgenfalten der Investoren nicht kleiner werden», sagte Andreas Lipkow, Chefanalyst des Brokers CMC Markets.
Nach dem Versuch der US-Marine, die iranische Blockade der Strasse von Hormus zu durchbrechen, kam es am Montag erstmals seit Beginn der Waffenruhe zu schweren wechselseitigen Angriffen. Zugleich machten beide Seiten widersprüchliche Angaben über den Verlauf der Kampfhandlungen. Sorgen über mögliche Engpässe trieben die Ölpreise um rund drei und fünf Prozent nach oben. «Solange die geopolitische Lage angespannt bleibt, folgt der Ölpreis weniger den Fundamentaldaten als dem Eskalationsrisiko in der Region», sagte Timo Emden vom Analysehaus Emden Reseach.
Im Fokus bei den Einzelwerten standen erneut Konzernbilanzen. Fresenius Medical Care und Fraport konnten mit ihren Finanzberichten bei den Anlegern nicht punkten: Die Aktien fielen nach der Veröffentlichung um fast 9,5 Prozent und gut ein Prozent. Gefragt waren hingegen die Titel von Rheinmetall und Springer Nature, die um rund 1,5 und vier Prozent zulegten.
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09:10
Der Schweizer Aktienmarkt dürfte am Dienstag an die Vortagesverluste anknüpfen. Der Grund dafür sind die erneut gestiegenen Spannungen im Nahen Osten.
Der Streit über die blockierte Strasse von Hormus gefährdet die Waffenruhe zwischen den USA und dem Iran. US-Präsident Donald Trump drohte erneut mit Vernichtung, nachdem der Iran als Reaktion auf eine US-Initiative zur Öffnung der Meerenge Ölanlagen in den Vereinigten Arabischen Emiraten angegriffen und in Brand gesetzt hatte. Nach Angaben der Behörden der Emirate wurde die Ölanlage in Fudschaira getroffen. Es handelt sich um eine der wenigen noch funktionsfähigen Exportwege für Öl aus dem Golf.
In der Folge verharrte der Ölpreis auf dem erhöhten Niveau von über 110 US-Dollar für ein Fass der Sorte Brent. Dies belastete am Vorabend die Börsen in New York, weshalb die US-Vorgaben leicht negativ sind. Auch die Märkte im asiatisch-pazifischen Raum kamen unter Druck. In Festlandchina, Japan und Südkorea wurde feiertagsbedingt allerdings nicht gehandelt.
«Die Marktteilnehmer müssen sich auf einen ungemütlichen und hochgradig volatilen Dienstag einstellen, der vom unberechenbaren Takt der News aus Nahost diktiert wird», fasst ein Händler die Stimmung zusammen. Eher zweitrangig sind Konjunktursignale, etwa der am Nachmittag anstehende US-Frühindikator ISM Index.
Der Schweizer Leitindex SMI eröffnet 0,10 Prozent im Minus bei 12'990 Punkten. Am Vortag hatte der SMI gut 1 Prozent eingebüsst.
11 der 20 SMI-Titel tendieren tiefer. Die Abschläge bewegen sich in einer Bandbreite von -1,11 Prozent (UBS) und 0,24 Prozent (Richemont). Geberit dreht kurz nach Eröffnung 0,27 Prozent ins Minus, nachdem der Sanitärkonzern vorbörslich mit über 2 Prozent gefragt war. Geberit hat am Morgen überraschend gute Zahlen vorgelegt. So wurde im Startquartal in Lokalwährungen mehr Umsatz erzielt, und die Gewinnmarge wurde auf hohem Niveau noch einmal etwas ausgebaut.
Bei Alcon (-0,7 Prozent) wirkt sich der Dividendenabgang aus, das Minus ist damit nur optischer Natur.
Der breite Markt tendiert kurz nach Eröffnung praktisch unverändert mit +0,06 Prozent.
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08:20
Neue Kursziele und Ratings für Schweizer Aktien:
- Dormakaba: ODDO erhöht auf Outperform (Neutral) - Ziel 65 (58) Fr.
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08:07
Der Schweizer Aktienmarkt taxiert knapp eine Stunde vor Handelsstart bei der Bank Julius Bär uneinheitlich. Während der Swiss Market Index um 0,22 Prozent tiefer bei 12'975 Punkten tendiert, notiert der breite Markt gemessen am SMIM praktisch unverändert mit +0,06 Prozent.
Am breiten Markt fallen die Titel des Schliesstechnikkonzerns Dormakaba mit +3,05 Prozent auf.
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07:55
Am Devisenmarkt hat sich in der Nacht auf Dienstag nicht viel getan. Im Tagesverlauf interessieren die neusten Inflationszahlen aus der Schweiz.
Laut Analysten sollte auch der aktuell leicht teurere Dollar nicht überinterpretiert werden. Im Gegenteil zeigen sich die Teilnehmer am Devisenmarkt laut Händlern zunehmend unbeeindruckt von den Geschehnissen im Nahen Osten. «Der Blick der Devisenmärkte geht eher nach vorne und schaut auf mögliche Auswirkungen und volkswirtschaftliche Zweitrundeneffekte, die der Iran-Konflikt nach sich ziehen könnte», heisst es in einem Kommentar.
Hierzulande interessieren in diesem Zusammenhang unter anderem die neusten Schweizer Inflationszahlen, die am Vormittag veröffentlicht werden. In einer Umfrage der Nachrichtenagentur AWP gingen alle Ökonomen davon aus, dass diese im April weiter angestiegen ist. Konkret werden nach 0,3 Prozent im März für den April Werte zwischen 0,4 und 0,7 Prozent erwartet. «Reicht das aus, um eine Zinserhöhung zu rechtfertigen? Vermutlich eher nicht», meint die Commerzbank.
Selbst wenn die Strasse von Hormus länger geschlossen bleibe, werde es recht lange dauern, bis die Obergrenze des Inflationsziels ins Visier rücke, so der Kommentar weiter. Das unterscheide die Schweiz von beispielsweise dem Euroraum, weswegen von der EZB wohl eher Zinserhöhungen kommen dürften. «Dies ist - neben den verbalen SNB-Interventionen - einer der Hauptgründe, warum wir in den kommenden Monaten noch etwas Potential für höhere EUR/CHF-Niveaus sehen.»
Abgesehen davon gibt es am Nachmittag aus den USA Daten zur Handelsbilanz. Ausserdem wird mit dem ISM-Index ein Frühindikator veröffentlicht.
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07:44
Der Dax wird am Dienstag der Kursentwicklung an den Terminmärkten zufolge mit Verlusten in den Handel starten. Am Montag hatte der deutsche Leitindex 1,2 Prozent tiefer bei 23'991 Punkten geschlossen.
Am Dienstag warten Anleger auf die Ergebnisse einer Umfrage der Deutschen Industrie- und Handelskammer zum Auslandsgeschäft deutscher Unternehmen. Besonders interessant dürften die Einschätzungen zu den USA und China werden, den beiden wichtigsten, aber gegenwärtig auch sehr schwierigen Märkten für deutsche Firmen.
Auf dem Plan stehen zudem die US-Einkaufsmanagerindizes für die Industrie und den Dienstleistungssektor im April.
Auf der Unternehmensseite will die italienische Grossbank UniCredit ihr Übernahmeangebot an die Commerzbank-Aktionäre offiziell unterbreiten. Nach dem Ja der eigenen Aktionäre wartet UniCredit nur noch auf grünes Licht von der Finanzaufsicht BaFin.
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06:16
Der Schweizer Aktienmarkt, gemessen am SMI, tendiert im vorbörslichen Handel bei der Bank IG 0,44 Prozent tiefer bei 12'940 Punkten.
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05:30
Die Aktienmärkte in Asien geben angesichts neuer Spannungen im Persischen Golf leicht nach. Der breit gefasste MSCI-Index für asiatisch-pazifische Aktien ausserhalb Japan verlor 0,3 Prozent. Die Börse in Australien fiel im ausgedünnten Handel um 0,4 Prozent. Die Märkte in Japan und Südkorea sind wegen eines Feiertags geschlossen. Die Shanghaier Börse hat am Dienstag fester tendiert. Der dortige Leitindex blieb geschlossen. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzhen wurde ebenfalls nicht gehandelt.
Jüngste Entwicklungen im Persischen Golf bereiten den Anlegern Sorgen. Die USA und der Iran hatten am Montag im Kampf um die Kontrolle über die Strasse von Hormus neue Angriffe gestartet. «Wir hatten gestern grosse Hoffnungen, dass die US-Operation 'Project Freedom' ein Erfolg vor Ort sein würde, ich schätze, dass sie eher als humanitäre Anstrengung angepriesen wurde», sagte Tony Sycamore, Marktanalyst bei IG. «Aber wie wir sehen, haben die Iraner diesen Köder nicht geschluckt... Das bedeutet, dass die Pattsituation bestehen bleibt, es war ein sehr wackeliger Start.»
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05:00
Am Devisenmarkt stand der Yen im Fokus. Die japanische Währung notierte zuletzt stabil bei 157,18 pro Dollar nachdem ein kurzlebiger Anstieg am Montag den Yen auf ein Tageshoch von 155,69 getrieben hatte. Die japanische Finanzministerin Satsuki Katayama hatte sich am Montag gegen spekulativen Handel mit Devisen ausgesprochen. Dies hielt die Marktteilnehmer in Erwartung weiterer Interventionen in Atem. Mit der Angelegenheit befasste Personen hatten der Nachrichtenagentur Reuters mitgeteilt, dass Tokio am Donnerstag interveniert habe, um die angeschlagene Währung zu stützen. Die Behörden könnten erneut eingreifen, wenn der Dollar-Yen-Kurs die Marke von 160 teste, die sie in der Vergangenheit verteidigt hätten, sagte Abbas Keshvani, Asien-Makrostratege bei RBC Capital Markets. Er verwies darauf, dass Tokio im Jahr 2022 «innerhalb weniger Wochen drei Interventionssalven abgefeuert» habe. «Wir vermuten, dass eine Intervention lediglich als Deckel für USD/JPY fungieren wird und nicht als Katalysator für eine anhaltende Stärke des Yen», sagte Keshvani.
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04:45
Die Ölpreise gaben am Dienstag nach, nachdem sie am Vortag um bis zu sechs Prozent gestiegen waren. Händler verwiesen auf Anzeichen, dass die US-Marine die iranische Blockade der wichtigen Strasse von Hormus lockert und damit die Versorgung aus der wichtigen Förderregion im Nahen Osten wieder öffnen könnte. Die USA hatten am Montag eine neue Operation gestartet, um die Meerenge wieder für die Schifffahrt zu öffnen. Die dänische Reederei Maersk teilte später mit, ihr unter US-Flagge fahrender Autotransporter «Alliance Fairfax» habe in Begleitung von US-Militär den Golf über die Meerenge verlassen. Dies linderte die unmittelbare Furcht vor Lieferunterbrechungen. «Der erfolgreiche begleitete Auslauf des von Maersk betriebenen Schiffes hat dazu beigetragen, die unmittelbare Furcht vor Lieferunterbrechungen zu lindern», erklärte Tim Waterer, Chef-Marktanalyst bei KCM Trade. «Es handelt sich jedoch eher um ein einmaliges Ereignis als um eine vollständige Wiedereröffnung.»
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23:00
Anhaltende Nahost-Sorgen haben der Wall Street am Montag erneut zugesetzt. Der US-Standardwerteindex Dow Jones verlor 1,1 Prozent auf 48'942 Punkte. Der technologielastige Nasdaq gab 0,2 Prozent auf 25'068 Zähler nach und der breit gefasste S&P 500 büsste 0,4 Prozent auf 7201 Stellen ein. «Die Märkte können durch den Nebel des Krieges blicken, vorausgesetzt, dieser lichtet sich voraussichtlich in absehbarer Zeit», sagte Brian Jacobsen, Chefstratege beim Vermögensverwalter Annex. «Entscheidend ist zu erkennen, dass die aktuellen Geschehnisse vorübergehend und nicht von Dauer sind. Das vergisst man leicht, wenn man mittendrin steckt.»
Nach dem Versuch der US-Marine, die iranische Blockade der Strasse von Hormus zu durchbrechen, kam es erstmals seit Beginn der Waffenruhe zu schweren wechselseitigen Angriffen. Allerdings machten beide Seiten widersprüchliche Angaben über den Verlauf der Kampfhandlungen. Mutmassliche iranische Angriffe trafen mehrere Schiffe und setzten einen Ölhafen in den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) in Brand. Das US-Militär erklärte dagegen lediglich, zwei US-Handelsschiffe hätten die Meerenge sicher passiert. Zudem seien sechs kleine iranische Boote zerstört worden. Die iranischen Revolutionsgarden wiesen dies zurück und erklärten, es habe keine Durchfahrten gegeben.
Die Nordsee-Rohölsorte Brent und die US-Sorte WTI verteuerten sich um 5,5 und 3,3 Prozent auf 114,05 und 105,26 Dollar je Fass (159 Liter). Schon am Morgen hatten die Ölpreise leicht zugelegt. «Die Preise dürften weiter steigen, solange die Lieferungen durch die Meerenge eingeschränkt bleiben», sagte UBS-Analyst Giovanni Staunovo. Das Ölkartell Opec+ hatte am Sonntag eine Anhebung der Ölförderquoten um 188.000 Fass pro Tag für Juni beschlossen. Die zusätzlichen Mengen dürften jedoch weitgehend auf dem Papier bleiben, solange die Schifffahrt behindert ist.
Die Anleger warteten zugleich auf die Bilanzen weiterer wichtiger US-Unternehmen im weiteren Wochenverlauf. Geplant zur Veröffentlichung in den kommenden Tagen sind unter anderem die Geschäftszahlen von AMD, PayPal, Pfizer, Kraft Heinz, Walt Disney und McDonald's. Zudem stehen die Hauptversammlungen von Unternehmen wie American Express, General Electric, PepsiCo, Coca-Cola und Colgate-Palmolive auf dem Plan.
Die Experten der US-Investmentbank Goldman Sachs zeigten sich optimistisch. Das Gewinnwachstum je Aktie im S&P 500 liegt demnach bei 25 Prozent und bereinigt um Sondereffekte bei immer noch kräftigen 16 Prozent. «Trotz hoher Energiepreise und geopolitischer Unsicherheit haben sich die Unternehmensausblicke und die Schätzungen der Analysten in diesem Quartal bisher als robust erwiesen», hiess es. Die Reaktion der Anleger auf übertroffene Prognosen sei bislang jedoch verhalten ausgefallen.
Das Gewinnwachstum je Aktie im S&P 500 liege bei 25 Prozent und bereinigt um Sondereffekte bei immer noch kräftigen 16 Prozent, schrieben die Analysten von Goldman Sachs in einer Studie. «Die Belohnung für das Übertreffen der Gewinnschätzungen war jedoch ungewöhnlich gering.»
(cash/AWP/Reuters/Bloomberg)

