Zum aktuellen Geschehen im Dow Jones geht es hier.

Zum aktuellen Geschehen im Nasdaq geht es hier.

+++

17:30

Der SMI schliesst 0,46 Prozent höher auf 14'307.31 Punkten.

Mit Abstand stärkster SMI-Wert waren Richemont (+6,7 Prozent). Der Luxusgüterkonzern übertraf mit seinen Umsätzen im ersten Quartal selbst die optimistischsten Analystenschätzungen deutlich. Im Sog der Zahlen legten auch Swatch (+3,4 Prozent) im breiten Markt kräftig zu. Swatch dürfte in den nächsten Tagen Halbjahreszahlen vorlegen.

Bei den übrigen Gewinnern zeigte sich kein klares Branchen- oder Sektormuster. Partners Group (+2,9 Prozent) wurden vor der Veröffentlichung des Zwischenberichts zum Vermögensstand am Abend Händlern zufolge gestützt.

Ebenfalls gefragt waren Alcon (+2,1 Prozent), Holcim (+2,1 Prozent) und Sika (+2,0 Prozent). Auch das Schwergewicht Roche (+1,0 Prozent) legte zu. Nestlé dagegen (-0,02 Prozent) schlossen praktisch unverändert und Novartis (-0,3 Prozent) gaben etwas nach.

ABB (-2,7 Prozent) bildeten das Schlusslicht im SMI, nach einem deutlichen Vortagesgewinn. Ebenfalls schwächer schlossen Swiss Re (-1,3 Prozent), Logitech (-1,3 Prozent) und Zurich Insurance (-1,1 Prozent).

Im breiten Markt zählten Oerlikon (+8,3 Prozent) nach einer positiven Analysteneinschätzung zu den grössten Gewinnern. Ebenfalls gefragt waren DocMorris (+2,7 Prozent). Die Online-Apotheke hatte mit ihrem Wachstum im Geschäft mit rezeptpflichtigen Medikamenten die Erwartungen übertroffen und sieht sich auf Kurs zur Erreichung der Gewinnschwelle. Die zweistelligen Gewinne zu Beginn bröckelten im Handelsverlauf aber ab.

Arbonia (+2,4 Prozent) standen nach einem frühen Kurssprung im Fokus, wobei Händler auf das sehr geringe Handelsvolumen in den ersten Handelsminuten verwiesen.

Avolta (+0,5 Prozent) drehten bis Handelsschluss noch ins Plus. Händler verwiesen zwar weiterhin auf gesenkte Gewinnschätzungen und eine Kurszielreduktion durch Berenberg sowie auf wachsende Sorgen vor einem verhaltenen zweiten Quartal. Die Kurszielerhöhung durch die UBS wurde offensichtlich höher gewichtet.

+++

17:00

Für den marktbreiten S&P 500 ging es Mittwoch um 0,2 Prozent auf 7.556 Zähler nach oben. Dagegen fiel der technologielastige Nasdaq 100 um 0,6 Prozent auf 29.402 Zähler.

In den USA hat sich der Anstieg der Erzeugerpreise merklich verlangsamt. Bereits am Dienstag hatten die Verbraucherpreise die gleiche Tendenz gezeigt und dem Markt damit etwas Schwung gegeben.

Geopolitisch bleiben die Spannungen in Nahost im Anlegerfokus, zumal die Ölpreise wieder stiegen, nachdem US-Präsident Donald Trump dem Iran mit Angriffen auf die zivile Infrastruktur des Landes gedroht hatte. Kommende Woche würden alle Kraftwerke und Brücken zerstört, «es sei denn, sie kommen an den Verhandlungstisch», sagte er dem US-Sender Fox News. Irans Streitkräfte feuerten als Vergeltung auf die nächtlichen US-Angriffe wieder Raketen und Drohnen auf Ziele in der Golfregion und Jordanien.

Die Aktie von Apple erklomm ein Rekordhoch und gewann zuletzt 3,1 Prozent. Rückenwind kam von guten Nachrichten zum iPhone-Absatz sowie von einem entscheidenden regulatorischen Durchbruch für die KI-Plattform des Technologiekonzerns in China. Apple verbuchte mit dem Mobiltelefon im zweiten Quartal einen Rekordanteil von 20 Prozent am globalen Smartphone-Markt, obwohl die gesamten Auslieferungen der Branche aufgrund einer gravierenden Speicherknappheit auf den niedrigsten Stand seit 2013 fielen.

Zudem erhielt Apple die lang erwartete staatliche Genehmigung zur Einführung von Apple Intelligence in China, was dem Unternehmen auf dem weltweit am härtesten umkämpften Smartphone-Markt möglicherweise einen Schub verleihen könnte. Dies schliesse eine der zentralen Lücken in der KI-Strategie von Apple, die von Analysten bemängelt worden sei, hiess es am Markt.

Im Fokus standen zudem die Papiere von Paypal , die um 17 Prozent auf 55,48 Dollar nach oben schnellten. Kreisen zufolge wollen der Zahlungsabwickler Stripe und die Beteiligungsgesellschaft Advent International den Fintech-Pionier für mehr als 50 Milliarden US-Dollar übernehmen. Der Angebotspreis liege bei 60 Dollar je Aktie, berichtete die Nachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen.

Quartalszahlen legten unter anderem die US-Bank Morgan Stanley vor. Zudem berichtete der im Dow notierte Arzneimittelhersteller Johnson & Johnson (J&J) über sein abgelaufenes Jahresviertel. Morgan Stanley überzeugte ähnlich wie am Tag zuvor JPMorgan und Goldman Sachs mit sprudelnden Einnahmen in den wichtigsten Geschäftsbereichen. Die Aktie legte um 1,2 Prozent zu. Für J&J ging es um 0,4 Prozent nach unten. Zwar hob der Konzern seine Jahresziele an, doch am Markt wurde auf durchwachsene Umsätze bei Arzneien hingewiesen.

Einen Kursverlust von 16 Prozent musste Pentair verkraften. Das Unternehmen für Wasseraufbereitung kappte sein Jahresergebnisziel. Die kanadische Bank RBC strich daraufhin ihre «Outperform»-Erwartung für die Aktie. Dabei wurde auch auf den überraschenden Weggang des Finanzchefs nach nur vier Monaten im Amt verwiesen.

Die Aktien von Lucid erholten sich mit plus 16 Prozent nahezu vollständig von ihrem jüngsten Kursverfall. Am Dienstag hatten sie nach Bekanntwerden eines Berichts über die Prüfung strategischer Optionen durch den US-Elektroauto-Hersteller - darunter die Anmeldung eines Insolvenzverfahrens nach Chapter 11 oder den Rückzug von der Börse - zeitweise bis zu 55 Prozent eingebüsst. Das Unternehmen hatte den Bericht zurückgewiesen.

+++

16:00

Der Dow-Jones-Index ‌der Standardwerte ⁠und der breiter gefasste S&P 500 notierten eine halbe Stunde nach Eröffnung jeweils ⁠rund ein Prozent höher bei 52.701 Zählern und 7574 Punkten. Der ‌Index der Technologiebörse Nasdaq gewann etwa genauso viel ‌auf 26.251 Stellen.

Die US-Erzeugerpreise ​fielen im Juni unerwartet um 0,3 Prozent, während Analysten mit einer Stagnation gerechnet hatten. Dies nährte die Hoffnung der Anleger auf eine Zinspause der US-Notenbank Fed. Für gute Stimmung sorgten ‌zudem den zweiten Tag in Folge starke Bilanzen aus dem Finanzsektor. Die Aktien des Vermögensverwalters BlackRock legten nach Bekanntgabe von Quartalszahlen um ​gut fünf Prozent zu. Am Dienstag hatten Goldman ​Sachs, JPMorgan und Bank of America ​ebenfalls mit starken Ergebnissen punkten können. «Gesunde Banken sind in der Regel ‌ein positives Signal für die Gesamtwirtschaft», kommentierte Charlie Anderson vom Vermögensverwalter UBS Wealth Management.

Für Gesprächsstoff sorgte PayPal mit einem Kurssprung von ​17 ​Prozent. Der unter Druck stehende US-Zahlungsdienstleister ⁠ist Insidern zufolge ins Visier ​des Konkurrenten Stripe und des ⁠Finanzinvestors Advent International geraten. Die beiden Unternehmen hätten Anfang ‌des Monats ein gemeinsames Angebot von 60,50 Dollar je PayPal-Aktie unterbreitet.

Gefragt waren auch die Aktien des Pharmakonzerns ‌Merck & Co, die nach positiven Studienergebnissen zu seinem Blockbuster-Medikament ​Keytruda um 2,5 Prozent zulegten.

+++

15:30

Der Dow Jones gewinnt zum Handelsauftakt 0,05 Prozent, der Nasdaq gar 0,9 Prozent. Der S&P 500 legt 0,4 Prozent zu.

+++

15:15

Die Aussicht auf eine Übernahme treibt Paypal kräftig an. Die Aktien des unter Druck stehenden US-Zahlungsriesen steigen im vorbörslichen US-Handel ‌um knapp ⁠22 Prozent, nachdem die Agentur Reuters von Insidern erfahren hatte, dass Rivale Stripe und der Finanzinvestor Advent International gemeinsam ein ⁠Übernahmeangebot in Höhe von 60,50 Dollar je Aktie unterbreitet hätten. Das entspricht einem Aufschlag von rund 28 Prozent gegenüber dem Schlusskurs vom Dienstag.

«Der Zahlungssektor ist ‌seit langem ein Hotspot für Übernahmen, und man muss sich fragen, warum PayPal ‌nicht schon längst übernommen wurde», sagte Dan Coatsworth, Marktexperte bei AJ ​Bell. «Stripe und Advent sehen offensichtlich eine Chance, ein Unternehmen zu kaufen, das zwar angeschlagen, aber noch nicht am Ende ist.»

+++

14:45

Die US-Börsen dürften sich am Mittwoch weiter in Schlagweite ihrer Rekordhochs bewegen. Vor allem die technologielastige Nasdaq dürfte ihre Vortagesgewinne ausbauen, denn starke Quartalszahlen und Prognosen des europäischen Chipindustrie-Ausrüsters ASML scheinen steigende KI-Ausgaben zu untermauern.

Geopolitisch bleiben die Spannungen in Nahost im Blick, zumal die Ölpreise wieder steigen, nachdem US-Präsident Donald Trump dem Iran mit Angriffen auf die zivile Infrastruktur des Landes gedroht hat. Nächste Woche würden alle Kraftwerke und Brücken zerstört, «es sei denn, sie kommen an den Verhandlungstisch», sagte er dem US-Sender Fox News.

Knapp 55 Minuten vor Handelsbeginn taxierte der Broker IG den Nasdaq 100 mit 0,3 Prozent im Plus auf 29'665 Punkte. Bis zu seinem Rekordhoch Anfang Juni bei etwas über 30'760 Punkten fehlen keine vier Prozent mehr.

Der Dow Jones Industrial wird zur Wochenmitte 0,1 Prozent höher auf 52'545 Punkte erwartet. Sein Rekordhoch hatte der bekannteste Wall-Street-Index vor rund einer Woche bei knapp 53'290 Punkten erreicht.

Unter den Einzelwerten dürfte Paypal Beachtung finden, denn Übernahmehoffnungen geben der in diesem Jahr sehr schwach gelaufenen Aktie vorbörslich Rückenwind. Das Papier des Bezahldienstleisters sprang um 19 Prozent auf 57 US-Dollar hoch. Im Hauptgeschäft würden die Aktien damit ihren Verlust seit Jahresbeginn auf 2,4 Prozent verringern. Wie die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf mit der Sache vertraute Personen berichtete, wollen der Zahlungsabwickler Stripe und die Beteiligungsgesellschaft Advent International den Fintech-Pionier PayPal übernehmen.

Quartalszahlen legten unter den US-Banken an diesem Mittwoch Morgan Stanley vor. Zudem berichtete der im Dow notierte Arzneimittelhersteller Johnson & Johnson (J&J) über sein abgelaufenes Jahresviertel. Morgan Stanley überzeugte ähnlich wie am Tag zuvor etwa JPMorgan und Goldman Sachs mit sprudelnden Einnahmen in den wichtigsten Geschäftsbereichen. Die Aktie legte vorbörslich um 1,2 Prozent zu.

Für J&J ging es zugleich um 2,2 Prozent nach unten. Zwar hob der Konzern seine Jahresziele an, doch am Markt wurde auf durchwachsene Umsätze bei Arzneien hingewiesen.

Vorbörsliche Verluste von 22,5 Prozent musste Pentair verkraften. Der Konzern für Wasseraufbereitung kappte sein Jahresergebnisziel und die kanadische Bank RBC reagierte prompt und strich ihre «Outperform»-Erwartung für die Aktie. Dabei wurde auch auf den überraschenden Weggang des Finanzchefs nach nur vier Monaten im Amt verwiesen.

Die Aktie von SpaceX legte vorbörslich um 0,8 Prozent zu, nachdem sie am Dienstag nur einen Dollar über ihrem Ausgabepreis von 135 Dollar geschlossen hatte. Dagegen sackte SK Hynix im vorbörslichen US-Handel um 6,5 Prozent ab, nach allerdings einem Kursgewinn von etwas mehr als 27 Prozent am Tag zuvor.

+++

14:30

Der niederländische Navigationsspezialist TomTom hat seine Anleger mit einem schwachen Ausblick vergrault. Zwar schaffte ‌die ⁠Firma im zweiten Quartal mit 8,5 Millionen Euro ⁠die Rückkehr in die Gewinnzone, während der Umsatz um acht ‌Prozent auf 134,6 Millionen Euro sank. ‌Gleichwohl kündigte der ​Vorstand am Mittwoch eine schwächere Marge für den weiteren Jahresverlauf an. Während diese im ersten Halbjahr noch bei acht Prozent lag, bekräftigte das Management seine ‌Jahresprognose von rund drei Prozent. Das sorgte für einen Kursrutsch der TomTom-Aktie von rund zehn Prozent.

+++

14:00

Der Swiss Market Index (SMI) profitiert von den guten Vorlagen aus Übersee und steht 0,1 Prozent höher. Der Schweizer Leitindex eröffnete 0,8 Prozent tiefer, ehe eine Erholung einsetzte.  

+++

13:30

Die anhaltenden Spannungen im Nahen Osten haben die Ölpreise am Mittwoch den dritten Tag in Folge steigen lassen. Die Nordsee-Rohölsorte Brent und ‌US-Leichtöl ⁠WTI verteuerten sich um rund ein Prozent auf 85,34 und 79,86 Dollar ⁠je Fass (159 Liter). Damit verharrten die Preise auf dem höchsten Stand seit etwa einem Monat. Ende Juni ‌waren sie zeitweise auf rund 70 Dollar gefallen und ‌hatten damit das Niveau vor ​dem Iran-Krieg erreicht. «Die US-Seeblockade verknappt den Markt, wenn man bedenkt, dass die iranischen Rohölexporte in den letzten zwei Wochen bei etwa 1,5 bis 2 Millionen Barrel pro Tag lagen», sagte UBS-Analyst Giovanni Staunovo.

+++

13:00

Die Futures für die US-Aktienmärkte notieren vor dem Start uneinheitlich: 

Dow Jones Futures: +0,12 Prozent
S&P 500 Futures: +0,09 Prozent
Nasdaq Futures: +0,47 Prozent

Die Schweizer Börse gemessen am Swiss Market Index (SMI) notiert unverändert.

+++

12:30

Anleger zeigen BASF trotz eines überraschend starken Quartals und hochgeschraubten Zielen ‌die kalte Schulter. ⁠Die Titel des Chemiekonzerns fallen nach den Zahlen um bis zu 4,3 Prozent ans ⁠Dax-Ende. Damit ist die Aktie auf Kurs zum grössten Tagesverlust seit fast vier Monaten. «Ich denke, dass sich die ‌Anleger möglicherweise auf das verfehlte Ebitda-Ziel im Chemiesegment, die jüngsten Preisrückgänge ‌bei mehreren Grundchemikalien und die aus der ​neuen Prognose abgeleitete Ebitda-Run-Rate für das zweite Halbjahr konzentrieren», sagte Sebastian Bray, Analyst bei Berenberg. Möglicherweise betrachteten die Anleger die vorläufigen Zahlen auch als rückwärtsgerichtet, da sie von Spitzenpreisen profitierten, die inzwischen häufig nicht mehr erzielt würden.

+++

11:40

Der SMI steigt um 0,07 Prozent auf 14'251 Punkte, wobei sich die Abgaben mit -0,2 Prozent (ABB) bis -1,0 Prozent (Nestlé) in Grenzen halten. Der SMI bewegte sich am Morgen - abgesehen von der Startphase - in einer engen Spanne von rund 50 Punkten.

Die grossen Treiber für eine Entwicklung in die eine oder die andere Richtung fehlten, heisst es am Markt. Für eine faustdicke Überraschung sorgte am Morgen Richemont mit sehr guten Zahlen, was den Aktienkurs beflügelt.

Ansonsten richtet sich der Blick weiter in den Nahen Osten, wo der Konflikt weiter eskaliert. Das US-Militär begann am Dienstag eine weitere Angriffswelle gegen den Iran und nahm zugleich die Seeblockade iranischer Häfen und Küstengebiete wieder auf. US-Präsident Donald Trump drohte zudem erneut mit Angriffen auf die zivile Infrastruktur des Landes. Irans Streitkräfte feuerten als Vergeltung wieder Raketen und Drohnen auf Ziele in der Golfregion und Jordanien. Ausserdem griff Israel trotz der geltenden Waffenruhe Ziele im Gazastreifen an.

In der Folge stieg der Ölpreis (Brent) zeitweise auf über 86 US-Dollar pro Fass. «Das alles belastet die Stimmung», meinen Händler. Aber es gebe auch einen Gewöhnungseffekt, was die relativ gelassene Reaktion der Märkte erkläre.

Das würde sich laut diesen Stimmen erst ändern, sollten sich in den Inflationsdaten deutliche Zweitrundeneffekte zeigen. In den am Vortag publizierten US-Inflationsdaten seien solche aber nicht erkennbar gewesen. Im Gegenteil fiel die US-Inflation überraschend tief aus. Nun interessiert am Nachmittag die Entwicklung der US-Produzentenpreise. Ausserdem wird am Abend der Konjunkturbericht der US-Notenbank veröffentlicht.

Positiv stechen bei den Blue Chips hingegen Richemont hervor, die um 5,8 Prozent hochschnellen und damit das Gewinnerfeld mit grossem Abstand anführen. Der Luxusgüterhersteller löste mit den Zahlen zur Umsatzentwicklung in den Monaten April bis Juni unter den Analysten Begeisterung aus. Richemont habe sogar die optimistischsten Erwartungen klar übertroffen, hiess es etwa bei der UBS. In Lokalwährungen gerechnet stiegen die Verkäufe des Konzerns um 20 Prozent, die Analystengemeinde hatte im Durchschnitt hingegen «nur» mit einem Zuwachs von 11,5 Prozent gerechnet. Im Windschatten ziehen am breiten Markt auch Swatch I um 2,0 Prozent an. Swatch dürfte in den nächsten Tagen Halbjahreszahlen vorlegen.

Aufwärts geht es dahinter für einmal auch mit Partners Group (+1,4 Prozent). Das Unternehmen wird nachbörslich erste Zahlen aus dem Halbjahresabschluss vorlegen. Damit bietet sich ihm die Chance, verlorenes Vertrauen zurückzugewinnen. Viel Geschirr sei zerschlagen worden, meinen Börsianer. Daher bräuchte es nun sehr gute Zahlen, damit es mit der Aktie nach oben gehe.

Im Plus sind ausserdem noch Geberit, Sika, Alcon, Holcim und Roche, wobei diese nur um bis zu 0,3 Prozent anziehen.

Am breiten Markt fallen DocMorris nach der Zahlenvorlage mit einem Kurssprung von 7,1 Prozent positiv auf. Die Online-Apotheke hat mit dem starken Wachstum im wichtigen Geschäft mit rezeptpflichtigen Medikamenten die Erwartungen übertroffen. Ausserdem sieht sich das Unternehmen auf Kurs, endlich die Gewinnschwelle zu erreichen.

Nach oben geht es auch mit Oerlikon (+8,6 Prozent) nach einem Analystenkommentar der UBS. Gefragt sind zudem die Technologietitel VAT (+1,3 Prozent) und Inficon (+0,8 Prozent) nach guten Zahlen des holländischen Halbleiterspezialisten ASML.

+++

11:00

Die Anhebung der Jahresziele nach überraschend starken Zahlen und ein Ausbau der Kapazitäten lassen Anleger beim Chip-Ausrüster ASML zugreifen. Die Titel legen ‌in ⁠Amsterdam in der Spitze um 7,9 Prozent zu, bevor sie ihre Gewinne ⁠auf 4,5 Prozent eingrenzen. Der niederländische Konzern rechnet für 2026 nun mit einem Umsatz zwischen ‌43 und 45 Milliarden Euro und damit im ‌Schnitt um 16 Prozent mehr als gegenüber ​der früheren Prognosespanne von 36 bis 40 Milliarden Euro. «Durchweg hervorragende Ergebnisse – ich frage mich, woher sie so viel neue Kapazität genommen haben», sagte Michael Roeg, Analyst bei Degroof Petercam.

+++

10:40

Der Swiss Market Index (SMI) notiert unverändert und holt damit die Kursabschläge aus der Eröffnung auf. Richemont legen unter Tageshoch 5,6 Prozent zu, gefolgt von Partners Group (+1,4 Prozent) und Alcon (+0,1 Prozent). Nestlé geben auf der anderen Seite 1,0 Prozent nach. 

+++

10:22

Ermutigende Inflationsdaten aus den USA haben ‌an ⁠den asiatischen Aktienmärkten positive Impulse gesetzt. In Tokio stieg der Nikkei um 1,5 Prozent auf 68'751 Punkte. Nach überraschend starken Zahlen und einer ​angehobenen Prognose ​des niederländischen Chipausrüsters ASML griffen Anleger auch bei ⁠Konkurrent Tokyo Electron zu, dessen Titel um rund ​vier Prozent anzogen. Der ⁠Hersteller von Chip-Testgeräten, Advantest, verteuerte sich mehr als fünf Prozent. In Südkorea sprang der Leitindex ‌Kospi um gut sechs Prozent nach oben. Angeführt wurden die Gewinne vom KI-Speicherchip-Hersteller SK Hynix mit einem Anstieg von mehr als acht Prozent und einem ‌Kursplus von gut sechs Prozent bei Samsung Electronics. 

+++

09:45

Kurz nach Handelsbeginn schnellte der ASML-Aktienkurs in Amsterdam bis auf 1678 Euro nach oben. Zuletzt waren die Aktien mit einem Plus von noch 5,7 Prozent auf 1644,40 Spitzenreiter im Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50. Das Rekordhoch von 1741 Euro von Ende Juni ist jedoch noch ein Stück entfernt.

+++

09:35

Der Leitindex SMI notiert um 09.30 Uhr 0,22 Prozent im Minus bei 14'209,99 Punkten. Der Mid-Cap-Index SMIM der mittelgrossen Werte verliert 0,41 Prozent auf 3102,52 Punkte und der SPI 0,25 Prozent auf 19'986,30 Zähler. 17 der 20 SMI-Titel notieren im Minus, wobei sich die Abgaben mit -0,2 Prozent (Amrize) bis -1,3 Prozent (Nestlé) einigermassen in Grenzen halten.

Die grosse Ausnahme sind Richemont, die um 5,4 hochschnellen. Der Schmuck- und Uhrenkonzern blieb im ersten Quartal auf Wachstumskurs und übertraf die Erwartungen der Analysten deutlich. Im Windschatten ziehen am breiten Markt auch Swatch I um 2,4 Prozent an.Im SMI sind ausserdem noch Alcon und Kühne+Nagel minimal im Plus.

Am breiten Markt fallen DocMorris (+8,3 Prozent) nach Zahlen und Oerlikon (+6,6 Prozent) nach einem Analystenkommentar positiv auf. Leicht aufwärts geht es ausserdem mit Technologietiteln wie VAT, Comet, Sensirion oder Inficon nach guten Zahlen des holländischen Halbleiterspezialisten ASML.

Derweil geht der Krieg im Nahen Osten weiter und belastet die Stimmung. US-Präsident Donald Trump hat dem Iran mit Angriffen auf die zivile Infrastruktur des Landes gedroht. Die Attacken würden weitergehen, «bis ich sage, dass es genug ist», sagte er in einem TV-Interview. Der Iran reagierte mit Gegenschlägen auf Kuwait und Bahrain. Beim zuletzt stark gestiegenen Ölpreis ging es in der Folge erneut leicht aufwärts.

Im Tagesverlauf gibt es Ergebnisse von US-Finanzinstituten sowie einige zweitrangige Konjunkturdaten, etwa Angaben zu den Produzentenpreisen. Am Abend wird ausserdem der Konjunkturbericht der US-Notenbank veröffentlicht. «Insgesamt findet der Handel weiter im Spannungsfeld zwischen geopolitischer Gemengelage und Berichtssaison statt», meint ein Händler.

+++

09:17

Der Swiss Market Index (SMI) eröffnet 0,2 Prozent tiefer. Richemont gewinnen 5,3 Prozent hinzu und können damit die vorbörslichen Gewinne nicht halten..Nestlé verlieren 1,2 Prozent, Geberit 1,1 Prozent und Swisscom 1,0 Prozent. 19 SMI-TItel stehen insgesamt tiefer. 

Am breiten Markt fallen DocMorris (+8,2 Prozent) nach Zahlen und Oerlikon (+8,5 Prozent) nach einem Analystenkommentar positiv auf.

Aufwärts geht es ausserdem mit Technologietiteln wie VAT (+1,8 Prozent) oder Comet (+2,3 Prozent) nach guten Zahlen des holländischen Halbleiterspezialisten ASML.

+++

08:54

Neue Kursziele und Ratings für Schweizer Aktien:

Avolta: UBS erhöht das Kursziel auf 52 von 48 Fr. und bestätigt Rating Neutral. 

Burkhalter: Berenberg nimmt die Abdeckung mit Halten und einem Kursziel von 145 Fr. auf.

Ems: Vontobel erhöht das Kursziel für Ems-Chemie auf 750 von 680 Franken und belässt die Einstufung auf Hold.

Lem: UBS bleibt bei Rating Neutral und erhöht das Kursziel auf 405 von 400 Fr. 

SIG: Citigroup bestätigt Rating Kaufen mit einem Kursziel von 15,20 nach 14,70 Fr. 

Swiss Re: JPMorgan erhöht das Kursziel für Swiss Re auf 140 von 135 Franken und belässt die Einstufung auf Neutral.

+++

08:24

Der Dax steuert am Mittwoch auf moderate Verluste zu. Eine Stunde vor Handelsbeginn signalisierte der X-Dax ein Minus von 0,3 Prozent auf 25.066 Punkte. Sein Eurozonen-Pendant EuroStoxx 50 wird indes 0,2 Prozent fester erwartet.

+++

08:05

Der Swiss Market Index (SMI) steht bei der Bank Julius Bär 0,34 Prozent höher dank der positiven Zahlen von Richemont. Der Titel des Luxusgüterherstellers springt um 8,2 Prozent an. Alle anderen 19 SMI-Aktien stehen 0,1 bis 0,25 Prozent tiefer. 

Bei den Mid Caps im SMIM legen Swatch nach Richemont-Zahlen 3,3 Prozent zu, Oerlikon nach einer UBS-Hochstufung 4,2 Prozent sowie DocMorris nach Quartalszahlen 2,8 Prozent. AMS stehen leicht höher mit einem Plus von 0,6 Prozent. Alle anderen Mid Caps werden leicht tiefer indiziert ohne grosse Kursausschläge. 

+++

07:56

Der US-Dollar hat über Nacht die am Vortag erlittenen Verluste nicht aufholen können. Entsprechend verharrt er am Mittwochmorgen in etwa auf dem Niveau des Vorabends. Konkret notiert der Dollar/Franken-Kurs am Mittwochmorgen praktisch unverändert bei 0,8092, nachdem er am Dienstagvormittag noch klar über der Marke von 0,81 gestanden hatte. Der Euro/Dollar-Kurs ist sogar noch etwas weiter gestiegen auf 1,1438 von 1,1424. Das Duo Euro/Franken steht leicht höher bei 0,9255 nach 0,9243.

Der Grund für den Schwächeanfall des Dollars sind die US-Inflationszahlen vom Vortag, die tiefer ausgefallen sind als erwartet. Dies habe die Zinserwartungen verändert, heisst es bei der Commerzbank. «Hatte der Markt vor den Zahlen noch mit rund 1,7 Zinsanhebungen bis Jahresende gerechnet, waren es am Ende des Tages nur noch 1,2. Ein halber Zinsschritt wurde also ausgepreist», heisst es in einem Kommentar des Instituts. Tiefere Zinsen schwächen naturgemäss eine Währung.

+++

07:48

Der Dax wird am Mittwoch der Kursentwicklung an den Terminmärkten zufolge mit Verlusten in den Handel ‌starten. ⁠Am Dienstag hatte der deutsche Leitindex leicht im Plus bei ⁠25.147,03 Punkten geschlossen. Der überraschend deutliche Rückgang der US-Inflation hellte die Stimmung an ‌den Börsen auf. Angesichts der rasant ‌steigenden Ölpreise im Zuge der Eskalation ​des Konflikts zwischen den USA und dem Iran hatte der Dax zuvor um bis zu ein Prozent nachgegeben. Zur Wochenmitte blicken Börsianer auf den US-Index für die Erzeugerpreise (PPI) im Juni.

+++

07:13

Die US-Futures auf den Nasdaq legen im asiatischen Börsenhandel weiter zu und gewinnen 0,7 Prozent hinzu.

+++

06:22

Der Swiss Market Index (SMI) wird von der IG Bank vorbörslich 0,3 Prozent tiefer indiziert. Aufgrund der unsicheren Lage um die Strasse von Hormus dürften sich die Anleger an der Seitenlinie zurückhalten.

Nachdem EMS Chemie vergangene Woche die Berichtssaison positiv einläutete, stehen am Mittwoch die Quartalszahlen von Richemont, ein Trading-Update von DocMorris sowie nach Börsenschluss die Zahlen der Partners Group zu den verwalteten Vermögen (AUM) an. 

+++

06:17

Ein überraschender Rückgang der US-Inflation hat den Börsen in Asien am Mittwoch Auftrieb gegeben. Die Daten schürten die Hoffnung der ‌Anleger ⁠auf ein baldiges Ende der Zinserhöhungen in den USA. Ein Kurssturz von 25 ⁠Prozent bei der Aktie von IBM nach einer enttäuschenden Umsatzprognose dämpfte jedoch die Stimmung im ‌Technologiesektor. Der Vorfall zeigte, wie nervös die Anleger nach ‌der jüngsten Rally bei KI-Aktien geworden ​sind. Der südkoreanische Kospi-Index, in dem viele Chip-Hersteller notiert sind, sprang um sechs Prozent in die Höhe. Der japanische Nikkei-Index legte um 0,4 Prozent zu. Der MSCI-Index für asiatische Aktien ausserhalb Japans stieg um 1,7 Prozent. Die US-Verbraucherpreise waren ‌im Juni um 0,4 Prozent gefallen, der erste Rückgang seit der Corona-Pandemie.

+++

06:13

Am asiatischen Devisenmarkt verlor der Dollar 0,1 Prozent auf 162,05 Yen. Zum chinesischen Yuan legte ​er leicht auf 6,7668 zu. Zur Schweizer Währung rückte er ​auf 0,8084 Franken vor. Der Euro stieg um ​0,2 Prozent auf 1,1439 Dollar und gab zum Franken leicht auf 0,9247 nach.

+++

06:08

Die Ölpreiselegten weiter zu. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent verteuerte sich um 1,4 Prozent auf 85,93 Dollar. Das US-Öl WTI notierte 1,1 Prozent fester bei 80,23 Dollar. ​Die ​Preise wurden in dieser Woche ⁠durch eine Eskalation der Kämpfe im Nahen Osten ​um mehr als zwölf ⁠Prozent in die Höhe getrieben. Zudem hatte US-Präsident Donald Trump eine Seeblockade iranischer ‌Häfen wieder in Kraft gesetzt.

+++

00:05

Der Dow Jones Industrial ist am Dienstag vor allem aufgrund eines Kurseinbruchs von IBM kaum vom Fleck gekommen. Dagegen erholten sich die Technologiewerte an der Nasdaq von ihren klaren Vortagesverlusten. Positiv auf die Börsenstimmung wirkten die Verbraucherpreise, die weniger deutlich als erwartet gestiegen waren.

Der Dow schloss mit einem Plus von 0,02 Prozent bei 52'508,27 Punkten. Für den marktbreiten S&P 500 ging es um 0,38 Prozent auf 7543,59 Zähler nach oben. Der Nasdaq 100 gewann 1,10 Prozent auf 29'586,29 Punkte.

Der Nahost-Konflikt samt weiter steigenden Ölpreisen bleibt im Anlegerfokus. Das US-Militär hat nach eigenen Angaben eine neue Angriffswelle auf den Iran gestartet. Ziel sei es, die Möglichkeiten des Irans weiter zu schwächen, Attacken auf die Handelsschifffahrt in der Strasse von Hormus auszuüben, teilte das zuständige Regionalkommando des US-Militärs (Centcom) mit.

Enttäuschende Geschäftszahlen von IBM und zurückhaltende Aussagen des Chefs Arvind Krishna belasteten nicht nur massiv den Aktienkurs des IT-Urgesteins, sondern auch die gesamte Branche. Die IBM-Papiere brachen um mehr als 25 Prozent ein, was dem höchsten Tagesverlust aller Zeiten für die Aktien entsprach. Das Kursminus seit Jahresbeginn beträgt knapp 27 Prozent.

Verluste verbuchten zudem Salesforce (2,1 Prozent), Adobe (4,3 Prozent), Accenture (2,9 Prozent) und Microsoft (1,6 Prozent).

Der Bankensektor profitierte von überwiegend positiv aufgenommenen Zahlen. Überraschend hohe Einnahmen aus Zinsen und Wertpapierhandel brachten den grossen Geldhäusern der USA im zweiten Quartal unerwartet viel Gewinn. Das grösste Institut JPMorgan erzielte dank seiner Beteiligung am Kreditkartenanbieter Visa sogar den höchsten Quartalsgewinn der Geschichte. Auch bei Goldman Sachs, Wells Fargo und Bank of America ging es überraschend stark aufwärts.

Die JPMorgan-Aktie gewann 2,5 Prozent. Für das Papier von Goldman Sachs ging es an der Spitze des Dow sogar um 9,0 Prozent nach oben. Die Papiere von Bank of America gewannen 1,9 Prozent. Die Anteilscheine von Wells Fargo drehten dagegen ins Minus und verloren 2,7 Prozent. Auch die Kennziffern von Citigroup fielen deutlich stärker aus als von Experten gedacht. Allerdings sackte die Aktie im Zuge der folgenden Analystenkonferenz deutlich ab und notierte 5,3 Prozent im Minus. Experten zufolge hatte die Unternehmensführung Stellenstreichungen und zusätzliche Investitionen angekündigt. Dies könnte im Jahresverlauf die Kosten steigen lassen.

Der US-Fahrdienstvermittler und Lieferdienst Uber befindet sich mittlerweile in fortgeschrittenen Übernahmegesprächen mit dem deutschen Essenslieferanten Delivery Hero, wie das Unternehmen am Dienstagabend nach Börsenschluss mitteilte. Die Amerikaner wollten das Unternehmen dabei spürbar höher bewerten als es zuletzt an der Börse wert war, berichtete die Nachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf Insider. Uber wolle noch diese Woche eine Einigung mit Delivery Hero erzielen. Die Uber-Aktien verloren 2,9 Prozent.

Die Aktien von Lucid verloren nach Bekanntwerden eines Berichts über die Prüfung strategischer Optionen durch den US-Elektroauto-Hersteller 16 Prozent. Zuvor waren die Titel mehrfach vom Handel ausgesetzt und hatten in der Spitze 55 Prozent eingebüsst. Einem Medienbericht zufolge arbeitet der Hersteller von Elektrofahrzeugen mit einem Berater für Unternehmensumstrukturierungen zusammen und prüft verschiedene Optionen - darunter die Anmeldung eines Insolvenzverfahrens nach Chapter 11 oder den Rückzug von der Börse. Das Unternehmen wies den Bericht allerdings zurück.

(cash/SWP/Bloomberg/Reuters)

Thomas Daniel Marti
Thomas MartiMehr erfahren