14:44

Nach den deutlichen Kursgewinnen am Vortag zeichnen sich an den US-Aktienmärkten zu Wochenschluss erneut Kursaufschläge ab. Im Fokus stehen vor allem die Technologieriesen Amazon und Apple nach der Vorlage von Quartalszahlen.

Vor dem Wochenende richten sich die Blicke aber auch auf die Entwicklungen im Nahost-Konflikt, auch wenn dieser die Börsen zuletzt weniger bewegte. So griff der Iran nach eigenen Angaben in der Nacht US-Militärstützpunkte in der Region mit Drohnen. Der Ölpreis stieg zuletzt aber nur leicht.

Eine Stunde vor dem Börsenstart signalisiert der Broker IG für den mit Standardwerten bestückten Dow Jones Industrial ein Plus von 0,6 Prozent auf 52'503 Punkte. Die Indikation für den technologielastigen Nasdaq 100 lag 1,0 Prozent im Plus bei 28'381 Zählern.

Unter den Einzelwerten dürften vor allem Amazon und Apple im Blick der Börsianer stehen. Die beiden Werte aus der Reihe der «Magnificent Seven» hatten am Donnerstagabend nach US-Börsenschluss Quartalszahlen vorgelegt.

Amazon profitierte im Quartal weiter vom KI-Boom vor allem über die Cloud-Sparte AWS. Der Handels- und Technologiekonzern steigerte den Umsatz und Gewinn deutlich. Wegen gestiegener Speicherchip-Preise steckt Konzernchef Andy Jassy mit 220 Milliarden Dollar nun noch 20 Milliarden Dollar mehr in den Ausbau seiner KI-Infrastruktur, bei Anlegern überwogen aber die starken AWS-Geschäfte. Der Aktienkurs sprang im vorbörslichen Handel zuletzt um mehr als 10 Prozent hoch.

Apple machen indessen vor dem erwarteten Start der nächsten iPhone-Generation Engpässen bei wichtigen Bauteilen zu schaffen. Das Problem seien aktuell vor allem knappe Produktionskapazitäten bei kombinierten Chipsystemen, die das Herzstück von Apple-Geräten wie iPhones und Mac-Computern sind, so Konzernchef Tim Cook. Bei den Anlegern kam das nicht gut an. Für die Papiere ging es um 7,7 Prozent nach unten.

Zahlen für das zweite Quartal legten auch die beiden Öl-Konzerne ExxonMobile und Chevron vor. Exxon verfehlte dabei die Gewinnerwartungen von Analysten knapp, während Chevron sie übertraf. Die Exxon-Papiere notierten zuletzt 0,6 Prozent leichter, Chevron verzeichneten ein Plus von 1,0 Prozent.

Coinbase verloren 6,1 Prozent, nachdem der Umsatz der Kryptobörse im zweiten Quartal die Markterwartungen verfehlt hat. Für die Papiere von Reddit ging es vor der Startglocke um fast 14 Prozent abwärts. Die Zahl der täglich aktiven Nutzer in den USA blieb im zweiten Quartal hinter den Erwartungen zurück. Dies überschattete einen starken Ausblick für das dritte Quartal.

Rivian gewannen nach Vorlage von Quartalszahlen 2,8 Prozent. Der Umsatz des Elektroautobauers übertraf im zweiten Quartal die Analystenerwartungen.

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14:41

Der Dax ist am Freitag dicht unter sein Rekordhoch von Anfang Juli geklettert. Doch vor dem Sprung darüber schreckten Anleger zurück. Hinzu kam, dass Signale aus den USA zwar weiter auf einen freundlichen, aber nicht mehr allzu starken Handelsstart an Wall Street und Nasdaq hindeuten. Obendrein legten die Ölpreise wieder zu, denn die Lage im Nahen Osten ist unverändert angespannt. Die Stimmung der Anleger insgesamt blieb trotz allem positiv, was insbesondere einer beeindruckenden Erholung von Technologieaktien in den USA und Asien zu verdanken war. Am Nachmittag legte das deutsche Börsenbarometer um 0,3 Prozent auf 25.680 Punkte zu, nachdem zeitweise weniger als zehn Punkte bis zur Bestmarke von 25'900 Zählern gefehlt hatten. Auf Wochen- und auf Monatssicht zeichnet sich ein deutliches Plus ab.

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13:35

Sorgen über ein nachlassendes Wachstum im Streaming-Geschäft schicken die Aktien von Universal Music auf Talfahrt. Die Papiere des weltgrössten Musikkonzerns brechen an der Amsterdamer Börse um 23 ‌Prozent ein. Im ⁠Sog dessen stürzen die Aktien des Grossaktionärs Vivendi um 14 Prozent ab. Das Wachstum der Abo-Einnahmen von Universal verlangsamte sich auf 6,7 Prozent von ⁠7,9 Prozent im ersten Quartal.

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13:10

Die Futures für die US-Aktienmärkte ziegen vor dem Start nach oben: 

Dow Jones Futures: +0,46 Prozent
S&P 500 Futures: +,23 Prozent
Nasdaq Futures: +0,81 Prozent

Die Schweizer Börse, gemessen am Swiss Market Index (SMI), notiert 0,31 Prozent höher.

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11:35

Vor dem morgigen Nationalfeiertag präsentiert sich der Schweizer Aktienmarkt von seiner freundlichen Seite. Damit steuert der Leitindex SMI zum Ende einer ereignisreichen Woche auf eine positive Bilanz zu. Auslöser ist vor allem die Erholung im Techsektor. Die US-Techbörse Nasdaq hatte am Donnerstag quasi den Startschuss gegeben und die Techwerte in Asien und nun hierzulande wie auch im restlichen Europa folgen.

Der Leitindex SMI gewinnt gegen 11.25 Uhr 0,34 Prozent auf 14'440,88 Punkte. Damit steuert er auf ein Wochenplus von etwa 0,8 Prozent zu. Für den gesamten Monat liegt das Plus aktuell bei gut 1,7 Prozent. Der Mid-Cap-Index SMIM der mittelgrossen Werte legt um 0,29 Prozent auf 3154,86 Punkte zu und der breite SPI um 0,31 Prozent auf 20'309,05 Punkte.

Von den 20 SMI-Einzelwerten notiert die Mehrzahl (14) im Plus. Das Verliererfeld führen Holcim (-2,3 Prozent) nach einem zunächst starken Start an. Der Baustoffhersteller hat mit den Zahlen die Erwartungen übertroffen und den Ausblick nach oben eingegrenzt. Allerdings seien die Erwartungen an den Ausblick wohl noch etwas ambitionierter gewesen, heisst es im Handel.

Getragen von der Stärke im Techsektor ziehen ABB (+2,1 Prozent) kräftig an. In den hinteren Reihen geht es für VAT, Inficon und AMS Osram um bis zu 5,1 Prozent aufwärts.

Neben ABB gewinnen auch die UBS (+0,9 Prozent) und Sika (+0,8 Prozent) hinzu. Beide hatten im Laufe dieser Woche Zahlen vorgelegt. Dabei war die Reaktion auf Sika allerdings deutlich euphorischer, wie das sich abzeichnende prozentual zweistellige Wochenplus zeigt.

Als Stütze für den Gesamtmarkt erweise sich die beiden Pharmaschwergewichte Novartis (+0,8 Prozent) und Roche (+0,7 Prozent). Sie bilden damit ein starkes Gegengewicht zu den schwachen Nestlé (-1,2 Prozent).

Noch stärker als Nestlé verlieren Swisscom, Givaudan und Logitech, wie die Abgaben von bis zu 1,4 Prozent zeigen. Auch Logitech hat in dieser Woche Zahlen vorgelegt. Zuliefererprobleme hatten dabei zunächst die an sich soliden Zahlen überschattet.

Bei den mittelgrossen Werten setzen Clariant (+2,2 Prozent) ihren Aufwärtstrend fort, wenn auch etwas weniger dynamische als am Vortag (+16 Prozent). Nachdem die Papiere am Vortag dank einer abgewiesenen Klage von der Erleichterung am Markt profitierten, stehen nun die Halbjahreszahlen im Blick. Diese waren sehr solide - weshalb der Chemiekonzern seine Ziele bestätigt hat. Helfen sollen nicht zuletzt verschärfte Sparmassnahmen.

Unter den grösseren Gewinnern im SMIM sind auch Sonova (+2,0 Prozent) zu finden. Hier machen die guten Zahlen vom Konkurrenten Amplifon Hoffnung.

Während übrige Schweizer Techwerte zum Wochenschluss zulegen, notieren die Papiere von Comet (-0,8 Prozent) nach Zahlen mittlerweile im Minus. Der Umsatz entsprach den Erwartungen der Analysten, während Bestelleingang und Profitabilität leicht positiv zu überzeugen wussten. Angesichts einer bisherigen Jahresperformance von +50 Prozent dürften Gewinnmitnahmen mit für die Verluste verantwortlich sein. Inficon können dagegen um 4,4 Prozent zulegen. 

Klar verschnupft reagieren Investoren unterdessen auf die Zahlen von Coltene (-4,8 Prozent) und auch Medacta (-1,2 Prozent) werden gemieden.

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10:52

Der Swiss Market Index (SMI) steht 0,49 Prozent höher und hat damit die Hälfte der Kursgewinne aus der Eröffnung wieder abgegeben. 

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10:37

Der italienische Energieversorger Enel blickt nach einer besser als erwartet ausgefallenen ersten Jahreshälfte etwas optimistischer auf das Gesamtjahr. Beim Gewinn je Aktie rechnet das Unternehmen jetzt mit 74 Cent, wie es am Donnerstagabend in Rom mitteilte. Damit kappte der im EuroStoxx 50 notierte Konzern das untere Ende der bisherigen Zielspanne von 72 bis 74 Cent. Im ersten Halbjahr schoben die Geschäfte in Spanien und Lateinamerika die Ergebnisse an. Die Enel-Aktie verlor am Freitag dennoch ein Prozent.

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10:32

Anleger ziehen bei Puma angesichts einer anhaltenden Umsatzschwäche des Sportartikelherstellers den Stecker. Die Aktien fallen um ‌bis ⁠zu 6,6 Prozent auf ein Vier-Wochen-Tief von 26,34 Euro und sind damit Schlusslicht im MDax. Die sinkenden Umsätze ⁠verdeutlichten die Schwierigkeit, die Attraktivität der Marke wieder zu steigern, urteilen die Analysten von Jefferies. Die Ergebnisse im Quartal seien im Grossen ‌und Ganzen wie erwartet ausgefallen und deuteten darauf hin, dass sich das ‌Unternehmen in einem Übergangsjahr auf dem richtigen Weg befinde, ​kommentieren die Analysten von JP Morgan. Dass der Ausblick zu diesem Zeitpunkt jedoch nicht angehoben werde, sei eine leichte Enttäuschung.

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09:38

Am Schweizer Aktienmarkt präsentieren sich die Investoren vor dem Nationalfeiertag am morgigen Samstag noch einmal in Kauflaune. Für neue Rekorde beim Leitindex dürfte es zwar kaum reichen, aber eine freundliche Wochenbilanz dürfte allemal zustande kommen. Die Vorgaben aus Übersee liefern die nötige Euphorie. Vor allem die Technologiebranche erweist sich einmal mehr als treibende Kraft.

Der Leitindex SMI gewinnt gegen 09.30 Uhr 0,969 Prozent auf 14'530,57 Punkte. Damit steuert der Leitindex auf ein Wochenplus von gut einem Prozent zu. Für den gesamten Monat liegt das Plus aktuell bei gut 2 Prozent. Der Mid-Cap-Index SMIM der mittelgrossen Werte legt um 0,74 Prozent auf 3168,86 Punkte zu und der breite SPI um 0,83 Prozent auf 20'414,34 Punkte.

Von den 20 SMI-Einzelwerten notiert die Mehrzahl (15) im Plus. Im überschaubaren Verliererfeld sind Holcim (-0,6 Prozent) nach einem zunächst starken Start anzutreffen. Der Baustoffhersteller hat mit den Zahlen die Erwartungen übertroffen und den Ausblick nach oben eingegrenzt. Allerdings seien die Erwartungen an den Ausblick wohl noch etwas ambitionierter gewesen, heisst es im Handel.

Getragen von der Stärke im Techsektor ziehen ABB (+3,1 Prozent) kräftig an. In den hinteren Reihen geht es für VAT, Inficon und AMS Osram um bis zu 5,9 Prozent aufwärts. Comet (+0,8 Prozent) hinken nach eigenen Zahlen etwas hinterher.

Im Fokus steht auch erneut Clariant (+2,4 Prozent). Nachdem die Papiere am Vortag dank einer abgewiesenen Klage um 16 Prozent gestiegen waren, stehen nun die Halbjahreszahlen im Blick. Und da machte der konjunkturelle Gegenwind dem Chemiekonzern weiter zu schaffen.

Daneben haben noch Medacta (+0,7 Prozent) und Coltene (-2,3 Prozent) am Morgen Zahlen präsentiert.

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09:35

Die Begeisterung der Anleger für KI-Aktien ist nach ermutigenden US-Bilanzen zurückgekehrt und hat den Dax am Freitag auf ‌Rekordjagd ⁠geschickt. Der deutsche Leitindex gewann am Morgen ein Prozent auf 25.880 Punkte. ⁠Damit ist das Anfang Juli erreichte Rekordhoch von 25'900,10 Punkten in Sichtweite. Investoren ‌rund um den Globus griffen bei Halbleiteraktien zu. ‌Im Dax ging es für Infineon ​um 6,7 Prozent nach oben.

Noch grösser waren die Zuwächse in Asien: Der südkoreanische Kospi verzeichnete einen Rekordsprung von 17,9 Prozent und machte seine starken Verluste vom Wochenanfang wieder wett. Der Nikkei-Index in Tokio ‌kletterte um vier Prozent. An der Wall Street hatten die Aktien des Software-Riesen Microsoft mehr als 15 Prozent zugelegt. «Nachdem Microsoft Anzeichen für eine Monetarisierung ​von KI geliefert hatte, von der Fed offenbar weniger ​Dringlichkeit für Zinserhöhungen ausging und es ​über Nacht keine neue Eskalation im Krieg zwischen den USA und Iran gab, griffen ‌Investoren bei einem aus ihrer Sicht wieder vernünftig bewerteten Markt zu», fasste Kyle Rodda, Marktanalyst bei capital.com, zusammen. 

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09:08

 

Der Swiss Market Index (SMI) startet 0,6 Prozent im Plus. Angeführt wird das Tableau von ABB (+2,8 Prozent), während die vorbörslich gefragten Holcim lediglich 0,4 Prozent anziehen. In der Gunst der Investierenden stehen UBS und Partners Group, welche mehr als 1,0 Prozent zulegen. Stützend am Markt sind Novartis (+0,9 Prozent) und Roche (+0,7 Prozent). Am Ende der Tabelle stehen Nestlé mit einem Minus von 0,8 Prozent. 16 von 20 Titeln notieren höher. 

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08:54

Neue Kursziele und Ratings für Schweizer Aktien

Autoneum: Oddo BHF erhöht Kursziel auf 133 von 124 Fr., Rating lautet weiterhin Neutral.

Avolta: Kepler Cheuvreux Senkt Rating auf Hold von Buy mit einem neuen Kursziel von 50 nach 55 Fr. 

Avolta: Goldman Sachs bleibt bei Rating Neutral und enim Kursziel von 51 nach 49 Fr. 

Bachem: UBS bestätigt Buy-Rating mit einem Kursziel von 88 nach 80 Fr. 

Bachem: Jefferies bleibt bei Rating Underperform und senkt das Kursziel auf 50 von 52 Fr. 

Bucher: Royal Bank of Canada senkt das Kursziel auf 330 von 340 Fr. Rating bleibt unverändert Sectorperform.

Glencore: Goldman Sachs erhöht das Kursziel auf 6,80 von 6,30 Pfund, belässt die Einstufung auf Buy.

Medmix: Research Partners reduziert das Kursziel auf 13,50 von 16 Fr., das Rating Buy bleibt unverändert. 

Novartis: Octavian zieht Kursziel auf 135 von 124  Fr. hoch. Rating Hold bestätigt..

UBS: Keefe, Bruyette & Woods erhöht das Kursziel auf 42 von 40 Fr., hält an Einstufung Underperform fest. 

UBS: JPMorgan erhöht das Kursziel auf 46 von 44 Fr. mit Rating Overweight. 

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08:07

Der Swiss Market Index (SMI) steht bei der Bank Julius Bär 0,5 Prozent höher. Oben aus schwingt Holcim mit einem Plus von 3,8 Prozent nach Halbjahreszahlen. Alle anderen 19 SMI-Titel stehen 0,3 bis 0,5 Prozent höher. 

Bei den Mid Caps verlieren Avolta 0,7 Prozent nach Kurszielreduktionen. Comet legen nach Zahlen 5,8 Prozent zu. Dank guter US-Vorlagen gewinnen Inficon und VAT 2,8 Prozent hinzu. 

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07:43

Der japanische Yen fällt nach dem Zinsentscheid ‌der japanischen Notenbank (BOJ). Der ‌Dollar steigt im ​Gegenzug um 0,7 Prozent auf 160,70 Yen. Am Donnerstag hatte die japanische Währung bis zu 3,6 Prozent ‌zugelegt. Insidern zufolge hatten die Behörden mit Yen-Käufen und Dollar-Verkäufen am Devisenmarkt interveniert. ​Wenn diese Intervention zeitlich auf die ​BOJ-Sitzung abgestimmt ​gewesen sei, könne dies als Botschaft interpretiert werden, ‌dass die Regierung eine Zinserhöhung allein wegen der Yen-Schwäche nicht wünsche, ​sagte Kazutaka ​Maeda, leitender Volkswirt ⁠am Meiji Yasuda ​Research Institute. Die japanische ⁠Zentralbank tastete den Leitzins nicht an, ‌signalisierte jedoch weitere Zinserhöhungen im Kampf gegen die Inflation.

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07:32

Der Dax wird am Freitag der Kursentwicklung an den Terminmärkten zufolge erneut fester ‌in ⁠den Handel starten. Am Donnerstag hatte der deutsche Leitindex ⁠0,6 Prozent höher bei 25.612 Punkten geschlossen. Nach einem mauen Handelsstart ‌folgten die Börsen im Tagesverlauf ‌den Gewinnen an der ​Wall Street. Für gute Stimmung sorgten unter anderem positiv aufgenommene Geschäftszahlen von Microsoft. Im Fokus am Freitag steht der Inflationsbericht für die Euro-Zone im Juli. Experten erwarten einen ‌Anstieg der Teuerungsrate auf 2,9 Prozent, nach 2,8 Prozent im Juni. Zuletzt hatte das Wiederaufflammen des Iran-Krieges die ​Ölpreise erneut nach oben getrieben. Viele Volkswirte ​erwarten, dass die EZB nach der ​Zinserhöhung vom Juni im September nachlegen wird.

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07:20

Siemens Healthineers muss beim Umsatz wegen des tiefgreifenden Umbaus im chinesischen Gesundheitssystem Abstriche machen. ‌Für ⁠das laufende Geschäftsjahr 2025/26 (per Ende September) sei nur ⁠noch ein vergleichbares Umsatzwachstum von 3,5 bis 4,0 Prozent zu erwarten, teilte ‌die Tochter des Technologiekonzerns Siemens am ‌Freitag in Erlangen mit. ​Vor allem die vor der Abspaltung stehende Laborstrassen-Sparte Diagnostics leidet unter den Reformen. Dagegen profitiert Siemens Healthineers von der Rückerstattung von US-Einfuhrzöllen, die unrechtmässig erhoben worden waren. Der ‌Gewinn je Aktie werde 2025/26 deshalb mit 2,35 bis 2,45 Euro um 15 Cent höher ausfallen als bisher geplant.

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06:49

Adecco hat eine Beteiligungsmeldung von Schroders erhalten. Demnach hält der britische Vermögensverwalter neu 5,0 Prozent der Aktien des Personaldienstleisters, wie Adecco am Donnerstag mitteilte.

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06:20

Die Schweizer Börse steht vor einem versöhnlichen Wochenausklang am Freitag. Die IG Bank indiziert das Leitbarometer 0,6 Prozent höher, nachdem der Index am Donnerstag um 0,65 Prozent nachgegeben hatte. 

Die Berichtssaison läuft zudem weiter. Clariant, Coltene, Comet, Holcim, Interroll, Medacta und die Schweizerische Nationalbank legen am Freitag Quartals- und Halbjahreszahlen auf. Leclanché präsentiert den Jahresabschluss 2025/26. 

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06:16

Die asiatischen Aktienmärkte haben sich am Freitag nach den jüngsten Kursverlusten deutlich erholt. Angetrieben von einer starken Wall Street und nachlassenden Sorgen über hohe Investitionen in Künstliche Intelligenz (KI) griffen Anleger wieder zu. Der japanische Leitindex Nikkei sprang um 4,5 Prozent ‌nach oben. ⁠In Südkorea verzeichnete der Kospi nach einem massiven Ausverkauf zu Wochenbeginn ein Rekord-Comeback und schoss um mehr als zehn Prozent in die ⁠Höhe. Auch der breit gefasste MSCI-Index für asiatisch-pazifische Aktien ausserhalb Japans gewann 4,6 Prozent. In China legte der CSI-Index für KI-Werte um mehr als sieben Prozent zu, während der ‌Hang Seng Tech-Index in Hongkong ein Plus von 0,5 Prozent verbuchte.

In Tokio stand neben der ‌anstehenden Zinsentscheidung der Bank of Japan (BOJ) eine mutmassliche Stützungsaktion für den ​Yen im Mittelpunkt. Japans Währung war zuvor wegen des durch den Iran-Krieg ausgelösten Energieschocks auf ein 40-Jahres-Tief gefallen, was die Lebenshaltungskosten im Land massiv in die Höhe treibt. «Der Zeitpunkt kam früher als erwartet, da ich eher mit einer Intervention nach der BOJ-Sitzung gerechnet hatte», sagte Chefökonom Toru Suehiro von Daiwa Securities. Auf Unternehmensseite gehörten japanische Technologiewerte zu den grössten Gewinnern: Der Chipanlagenbauer Advantest stieg um 18 Prozent, Tokyo Electron ‌kletterte um 9,3 Prozent und der KI-Investor SoftBank gewann 15 Prozent.

In China trübten derweil schwache Konjunkturdaten das Bild und bremsten die Euphorie etwas. Die Fabrikaktivität schrumpfte im Juli unerwartet, da die Inlandsnachfrage schwächelte und die Produktionskosten hoch blieben. Der offizielle Einkaufsmanagerindex (PMI) fiel auf ein Fünf-Monats-Tief von 49,2 Punkten. ​Dennoch überwog an den asiatischen Märkten insgesamt die Erleichterung über starke US-Tech-Zahlen. «Sowohl die Gewinne als auch die Stimmung ​kehren nach der wirklich übertriebenen Bewegung zu Beginn der Woche wieder etwas zurück», erklärte ​Marktanalyst Fabien Yip von IG. Die KI-Nachfrage scheine weiterhin nachhaltig zu sein.

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06:12

Am asiatischen Devisenmarkt testeten die Anleger die Entschlossenheit der japanischen Behörden, nachdem diese den Yen am ‌Donnerstag offenbar mit massiven Dollar-Verkäufen gestützt hatten. Im asiatischen Devisenhandel gewann der Dollar 0,7 Prozent auf 160,61 Yen und legte leicht auf 6,7480 Yuan zu. Zur Schweizer Währung notierte er 0,2 Prozent höher bei 0,8070 Franken. Parallel dazu fiel der Euro um 0,1 Prozent auf 1,1511 Dollar und ​zog ​auf 0,9290 Franken an. Mehr zu den Gründen für die Frankenschwäche hier

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06:09

Trotz der anhaltenden Spannungen im Nahen Osten ⁠und eines Drohnenangriffs auf Gasschiffe in Ägypten, der die Sorgen vor einer Ausweitung des ​US-Iran-Krieges schürte, gaben die Ölpreise nach. Am ⁠Rohstoffmarkt verbilligte sich die Rohöl-Sorte Brent aus der Nordsee um 1,2 Prozent auf 88,00 Dollar je Barrel (159 Liter). Das US-Öl WTI notierte ‌1,7 Prozent schwächer bei 82,16 Dollar. Händler zeigten sich überrascht, dass die Energiepreise trotz der geopolitischen Risiken am Suezkanal nicht in Panik gerieten.

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00:05

Starke Geschäftszahlen von Microsoft haben der Nasdaq-Börse am Donnerstag eine rasante Erholung beschert. Schnäppchenjäger übernahmen dort das Ruder. Der Nasdaq 100 konterte eine sechstägige Verluststrecke mit einem Kurssprung um 3,36 Prozent auf 28'106,34 Punkte. Enttäuschung bei Meta tat der Begeisterung über den Softwarekonzern keinen Abbruch. Nun dürfte viel an den nachbörslichen Zahlen von Apple und Amazon liegen.

Ausserhalb des Tech-Sektors war der Rückenwind auch spürbar, obwohl der stärker von Standardwerten geprägte Dow Jones Industrial zuletzt eine viel bessere Phase hinter sich hatte als der Nasdaq 100. Der Dow stieg um 1,19 Prozent auf 52'208,06 Zähler. Für den marktbreiten S&P 500 ging es um 1,66 Prozent auf 7437,63 Punkte nach oben.

Der Marktbeobachter Stephen Innes sprach vom «grossen Tech-Reset». Investoren hätten wochenlang ihr Engagement reduziert, Portfolios abgesichert und das KI-Thema neu bewertet. Historisch hätten solche Situationen eher in einer Konsolidierung gemündet als in einem Kollaps, doch diese Erfahrung sei jetzt noch kein eindeutiges Kaufsignal. «Der Neustart beendet die KI-Debatte nicht. Er verändert aber die Ausgangslage des Marktes», schrieb der Experte.

Im Fokus stand am Donnerstag auch die Nachlese des jüngsten Zinsentscheids. Danach sind Experten längst nicht mehr so überzeugt wie zuvor, dass die US-Notenbank Fed den Leitzins bei der kommenden Sitzung wirklich erhöhen wird. Die Entwicklungen in Nahost wurden auch weiter kritisch beäugt. Nachgebende Ölpreise brachten etwas Erleichterung.

Der Börsenwert von Microsoft stieg an einem einzigen Tag um 450 Milliarden auf 3,35 Billionen Dollar. Die Titel des Softwarekonzerns sprangen um 15,5 Prozent nach oben. Mit dem grössten Tagesgewinn seit 2008 erreichten sie den höchsten Stand seit etwa zwei Monaten. Umgekehrt herrschte enorme Enttäuschung über die Resultate und den Ausblick von Meta. Die Titel des Social-Media-Konzerns sackten um acht Prozent ab.

Besonders im Fokus standen in beiden Fällen die KI-Investitionspläne, die seit einiger Zeit von Anlegern kritisch beäugt werden. Von Microsoft kam das Signal, dass diese im Zaum gehalten werden. Dies erleichterte jene Anleger, unter denen zuletzt Sorgen hochgekocht waren, dass die Investitionen in der Tech-Branche überhandnehmen und sich vielleicht nicht rentieren. Meta dagegen hob das untere Ende der bisherigen Investitionsspanne an.

Ein schwächerer Ausreisser in der Hardware-Branche waren die Aktien von Qualcomm , die unter einem verhaltenen Ausblick des stark mit Smartphones assoziierten Prozessorherstellers litten. Andere Werte aus der Branche zogen aber mächtig an. Beispiele dafür sind vor allem die Titel des Speicherherstellers Sandisk mit einem Kurssprung um 26 Prozent. Aber auch die Kurse der Chipkonzerne Micron, Intel und AMD erholten sich im Grössenbereich von 11 bis 18 Prozent.

Gute Nachrichten für die Halbleiterbranche brachte auch der Branchenausrüster Lam Research mit, was dessen Kurs um 18 Prozent nach oben hievte. Tammy Qiu von der Berenberg Bank lobte einen «beeindruckenden Ausblick» des Unternehmens, das laut Blayne Curtis von Jefferies andere Ausrüsteraktien in den Schatten stellt.

Nachbörslich dürften die Resultate von Apple und Amazon erneut Signalwirkung für die Technologiebranche haben. Die zuletzt auf Rekordniveau angekommenen Apple-Aktien litten davor unter Gewinnmitnahmen, während sich Amazon mit dem starken Branchenumfeld davon erholten, dass sie zuletzt dem tiefsten Stand seit April nahe waren.

Ausserhalb des Tech-Sektors war Baxter sehr begehrt. Die Titel des Medizintechnik- und Pharmakonzerns legten zu Handelsschluss um acht Prozent zu. Im Verkauf waren sie um bis zu 21 Prozent nach oben gesprungen, bei der 30-Dollar-Marke trafen die Titel auf einen Widerstand. Am Markt hiess es, der Gewinnausblick des Unternehmens liege über den Erwartungen.

cash/AWP/Bloomberg/Reuters)

Thomas Daniel Marti
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