15:00

Der Broker IG taxierte den Dow Jones rund eine Dreiviertelstunde vor dem Börsenstart 1,3 Prozent höher auf 49.711 Punkte. Zum Rekordhoch im Februar bei 50.513 Punkten würden damit keine zwei Prozent mehr fehlen. Der überwiegend mit Technologieaktien bestückte Auswahlindex Nasdaq 100 dürfte 1,3 Prozent höher starten bei 28.375 Punkten und seinen Rekordlauf entsprechend fortsetzen.

«Die Börsenwelt hofft einmal mehr auf eine Vereinbarung zwischen den USA und dem Iran», kommentierte Portfolio-Manager Thomas Altmann die Gewinne an den Börsen weltweit. Erneut sei daher das klassische Muster aus einem fallenden Ölpreis, fallenden Zinsen und steigenden Aktienkursen zu beobachten. «Die Börsen haben dieses Friedensszenario in den vergangenen Wochen bereits mehrfach gepreist. Ob sie diesmal damit richtig liegen, wird freilich erst die Zukunft zeigen.»

Auslöser der Hoffnungen ist ein Bericht des US-Nachrichtenportals Axios, wonach die Vereinigten Staaten kurz vor einer Einigung mit dem Iran über ein Abkommen zur Beendigung des Krieges stehen sollen. Aktuell allerdings warnte US-Präsident Donald Trump den Iran, die Bedingungen zu akzeptieren, sonst drohe eine erneute Bombardierung. Zudem sagte Trump, dass es zu früh sei, über Verhandlungen mit dem Iran von Angesicht zu Angesicht nachzudenken.

Zudem stehen Arbeitsmarktdaten des privaten Arbeitsmarktdienstleisters ADP im Blick. Der April-Bericht bewegte aber kaum. Die Zahl der Beschäftigten in der Privatwirtschaft der Vereinigten Staaten stieg zwar im Vergleich zum Vormonat, allerdings nicht so deutlich wie erwartet.

Für Euphorie an den Börsen sorgen laut Marktanalyst Andreas Lipkow vom Broker CMC Markets indes die Quartalszahlen und der angehobene Ausblick des Nvidia -Konkurrenten AMD . «Selbst die kühnsten Erwartungen wurden geschlagen», lobte Lipkow. Die Aktie sprang vorbörslich um fast 17 Prozent hoch auf rund 415 US-Dollar.

Analysten hoben daher nicht nur ihre Kursziele für AMD deutlich an. Goldman Sachs und Bernstein sprachen nun auch Kaufempfehlungen aus. Das Thema agentische Künstliche Intelligenz (KI) treibe die Nachfrage nach Server-Prozessoren an, schrieb etwa James Schneider von Goldman. Sein Kursziel verdoppelte er nahezu, indem er es von 240 auf 450 Dollar hochschraubte. Auch für das Geschäft mit Grafikprozessoren, die in den KI-Rechenzentren zum Einsatz kommen, sieht Schneider 2027 und darüber hinaus immensen Spielraum.

Im Gefolge zogen auch Aktien der Konkurrenz vorbörslich nach oben: So gewannen Intel etwa 4,0 Prozent und Nvidia sowie Broadcom stiegen um jeweils knapp 2 Prozent. Marvell Technology gewannen knapp 3 Prozent und Arm Holdings sprangen sogar um 10 Prozent hoch. Der britische Chipdesigner legt nachbörslich selbst seinen Quartalsbericht vor.

Für das Papier von Super Micro Computer ging es vor dem Börsenstart um 12,5 Prozent nach oben. Der Serverspezialist überzeugte ebenfalls mit seinem Quartalsbericht. Eine starke Nachfrage nach KI-Servern trieb den Umsatz hoch. Zudem meldete er Margenverbesserungen und überzeugte mit seinem Gewinnausblick.

Uber überzeugte ebenfalls mit seinem Quartalsbericht und gab eine besser als erwartete Buchungsprognose ab. Laut dem Fahrdienstvermittler dürfte eine robuste Nachfrage von US-Pendlern und Reisenden die Auswirkungen der geopolitischen Spannungen im Nahen Osten im laufenden Jahresviertel ausgleichen. Die Aktie gewann vorbörslich 5,2 Prozent.

Eine verbesserte Profitabilität im Streaming-Geschäft von Walt Disney sowie höhere Ausgaben von Gästen in den Resorts des Freizeitkonzerns und auf dessen Kreuzfahrten sorgten für vorbörsliche Gewinne von 5,5 Prozent.

Kraft Heinz stiegen vor dem Börsenstart um knapp 2 Prozent. Der Ketchup-Hersteller überzeugte ebenfalls ergebnisseitig mit seinem Quartalsbericht.

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14:30

Drei Stunden vor Handelsschluss steht der SMI 2,12 Prozent höher auf 13'329.26 Punkten. Alleiniger Titel im Minus ist Alcon mit fast 7 Prozent Verlust, während Richemont mit 6,4 Prozent den Index anführt. Holcim, Amrize und Sika gewinnen jeweils mehr als 4 Prozent.

Am breiten Markt übertrifft Huber+Suhner (+17 Prozent) mit der heutigen Performance alle anderen Titel. Avolta, Tecan, Mikron, Newron, Sonova und Autoneum machen jeweils rund 6 Prozent gut.

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14:00

Die Hoffnung auf ein Ende des Krieges im Nahen Osten und der Blockade der Schifffahrt in der ‌Strasse ⁠von Hormus hat die Ölpreise am Mittwoch abstürzen lassen. Nordsee-Rohöl ⁠der Sorte Brent verbilligte sich um bis zu 11,3 Prozent auf 97,42 ‌Dollar je Fass und notierte damit erstmals seit ‌dem 22. April wieder ​unter der Marke von 100 Dollar. US-Leichtöl WTI verlor bis zu 12,9 Prozent auf 89,06 Dollar je Fass. Beide Kontrakte erreichten damit ihren niedrigsten Stand seit zwei Wochen.

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13:30

Ein Medienbericht über ein milliardenschweres Geschäft mit dem KI-Start-up Anthropic gibt Alphabet Rückenwind. Die Aktien der Google-Mutter legen im vorbörslichen US-Handel um rund zwei Prozent zu.

Anthropic habe ‌sich verpflichtet, innerhalb ⁠von fünf Jahren 200 Milliarden Dollar für die Cloud-Dienste und Chips von Google auszugeben, berichtet das Technologieportal «The Information». Die hohe Nachfrage nach seiner KI-Modellfamilie ⁠Claude zwingt Anthropic dazu, sich mit milliardenschweren Verträgen Rechenkapazität zu sichern. Das Unternehmen hat auch Vereinbarungen mit CoreWeave und Amazon geschlossen.

Google ist einer der grössten Investoren bei Anthropic, steht aber ‌im Wettlauf um die Technologieführerschaft bei Künstlicher Intelligenz (KI) auch in direkter Konkurrenz zu dem Start-up. Die Muttergesellschaft Alphabet ‌schickt sich indes an, den Chipriesen Nvidia als wertvollstes Unternehmen der Welt ​abzulösen. Angetrieben wird der Höhenflug an der Börse von den Fortschritten bei der KI und dem florierenden Cloud-Geschäft. 

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13:00

Die US-Futures notieren vor dem Start im Plus:

Dow Jones: +1,2 Prozent
S&P 500: +0,02 Prozent
Nasdaq: +1,66 Prozent

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12:30

Der Dax notierte am Mittwoch gegen Mittag rund 2,5 Prozent höher bei 25.002 Zählern. Damit eroberte er die psychologisch wichtige ⁠25.000-Punkte-Marke zum ersten Mal seit Beginn des Iran-Kriegs. Der EuroStoxx50 gewann ebenfalls rund 2,5 Prozent auf 6008 Zähler. 

Bei den ⁠Einzelwerten reagierten Anleger auf eine Reihe neu veröffentlichter Geschäftszahlen überwiegend positiv. Unternehmen wie Continental, BMW, HelloFresh, Rational, Lufthansa und Symrise legten nach Vorlage der Ergebnisse ‌zwischen einem und fast acht Prozent zu.

An der Börse in Kopenhagen sorgte Novo Nordisk mit einem Plus von sechs Prozent für Aufsehen: Der dänische Pharmakonzern blickt dank eines starken Verkaufsstarts seiner neuen Abnehmpille optimistischer auf das Gesamtjahr.

In London konnte der ‌Spirituosenkonzern Diageo mit seinen Zahlen bei Anlegern punkten, was die Aktien um gut fünf Prozent ins Plus hievte. ​Für lange Gesichter sorgten hingegen die Finanzberichte des Informationsdienstleisters Wolters Kluwer und des Lebensmitteleinzelhändlers Ahold Delhaize, die in Amsterdam sechs und 3,5 Prozent einbüssten.

Um ein bis 1,5 Prozent nach unten ging es hingegen für Fresenius, Renk und Hensoldt. Einige Werte, etwa Infineon, Daimler Truck, Zalando und Redcare Pharmacy, begaben sich nach Vorlage der ‌Zahlen auf Richtungssuche. 

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12:00

Der US-Dollar steht am Mittwoch unter Abwertungsdruck. So hat das Währungspaar EUR/USD auf 1,1763 von 1,1733 am Morgen und 1,1701 am Vorabend klar zugelegt.

Zum Franken hat der Dollar auf 0,7798 im Vergleich zum frühen Geschäft nur minim nachgegeben, im Vergleich zum Vorabend (0,7827) aber ebenfalls deutlicher. Und im Tiefpunkt im Vormittagshandel lag der Greenback gar bei 0,7781 Franken. Der Euro wiederum hat zum Franken auf 0,9173 von 0,9153 am Morgen etwas angezogen.

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11:40

Der Leitindex SMI notiert gegen Mittag 2,24 Prozent höher bei 13'344,11 Punkten. Von den 20 SMI-Titeln ziehen bis auf Alcon und Logitech alle an. Der SMIM für die mittelgrossen Werte rückt um 2,13 Prozent auf 3044,90 Punkte vor und der breite SPI um 2,29 Prozent auf 18'901,53 Punkte.

Die Anfangsgewinne hat der SMI dabei stetig ausgebaut, ehe kurz vor Mittag nochmals ein deutlicher Sprung nach oben gelang. Dieser letzte Zwick wurde von einem Händler mit einer Meldung von Axios begründet, wonach die USA und Iran kurz vor einer Einigung auf ein Kriegsende stünden. Aber schon seit Handelsbeginn wird das Sentiment von Hoffnungsschimmern im Zusammenhang mit dem Kriegsende sowie vom Optimismus hinsichtlich der Firmengewinne im Zusammenhang mit künstlicher Intelligenz gestützt. Letzterer hat neue Nahrung erhalten, nachdem der Chipkonzern AMD nach Börsenschluss in den USA starke Zahlen vorgelegt hat. Aber auch die defensiven Schwergewichte entwickeln sich am Berichtstag stark.

Im Konflikt um den Iran stehen die Zeichen vorerst auf Deeskalation. In der Nacht auf Mittwoch kündigte der US-Präsident überraschend an, den erst am Montag gestarteten US-Einsatz für eine sichere Durchfahrt von Schiffen durch die Strasse von Hormus «für kurze Zeit» auszusetzen. Während des Stopps soll geprüft werden, ob ein Abkommen mit dem Iran abgeschlossen und unterzeichnet werden könne. Die jüngste Marktentwicklung lasse sich vielleicht anhand der wechselnden Narrative zwischen Waffenstillstand oder keinem Waffenstillstand, Risikoappetit oder Risikoscheu sowie Inflations- und Wachstumssorgen am besten zusammenfassen, heisst es dazu in einem Kommentar des Vermögensverwalters Amundi.

Alcon brechen nach Quartalszahlen um 5,2 Prozent ein und knüpfen damit an den seit Jahresbeginn andauernden Abwärtstrend an. In ersten Kommentaren äussern sich Analysten zwar teils positiv über die Q1-Ergebnisse vom Vorabend. Es gibt aber auch kritische Punkte. So verweist etwa die Bank Vontobel auf den Wettbewerbsdruck für Alcon im Bereich Implantate.

Gegen den positiven Gesamttrend geht es auch für Logitech (-1,5 Prozent) nach bisher recht volatilem Verlauf nach unten. Der Computerzubehörhersteller hat mit den Resultaten zwar positiv überrascht. Einige Analysten verweisen allerdings auf die Unsicherheiten wegen des Nahostkonflikts, ausserdem ist von Gewinnmitnahmen nach dem starken Lauf seit Mitte Februar die Rede.

Die Mehrheit der Aktien steht aber wie erwähnt höher, allen voran Richemont (+6,1 Prozent). Von der freundlichen Stimmung profitieren zudem weitere konjunktursensible Aktien wie Amrize (+4,9 Prozent) oder Kühne+Nagel (+4,1 Prozent) besonders. Letztere werden zudem von einer Aufstufung auf «Buy» durch Jefferies zusätzlich getrieben.

Nebst Amrize ziehen auch weitere baunahe Werte wie Holcim (+4,2 Prozent), Sika (+4,3 Prozent) oder etwas bescheidener auch Geberit (+2,9 Prozent) an.

Von den defensiven Schwergewichten sind Novartis (+2,0 Prozent) am stärksten gesucht, aber auch Roche (+1,8 Prozent) und Nestlé (+1,4 Prozent) stehen mehr als 1 Prozent höher.

Im SLI belegen Sonova (+6,7 Prozent) den Spitzenplatz. Händler verweisen dabei auf starke Quartalszahlen des italienischen Konkurrenten Amplifon. Das italienische Unternehmen hatte ein beschleunigtes organisches Umsatzwachstum sowie eine deutliche Margenverbesserung gemeldet.

Im breiten Markt überragen Huber+Suhner mit einem Plus von 15 Prozent (auf 266 Fr.) alles andere. Für Rückenwind sorgt einerseits das besser als erwartete Abschneiden des US-Mitbewerbers Lumentum im vergangenen Quartal. Hinzu kommt eine kräftige Kurszielerhöhung durch die UBS auf 320 von 230 Franken.

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11:00

Novo Nordisk blickt dank eines ‌starken Verkaufsstarts ⁠seiner neuen Abnehmpille optimistischer auf das Gesamtjahr und treibt damit seine Aktien an. ⁠Die Titel des dänischen Pharmakonzerns springen an der Börse in Kopenhagen um 7,5 Prozent nach oben.

Laut den Experten der Saxo Bank stellen Novos Ergebnisse für das erste Quartal nach einer längeren Serie negativer Nachrichten eine lang ersehnte gute Nachricht dar. Vor ​allem die überraschend starken Umsätze der Pille Wegovy in den ​USA «könnten die Zahl sein, die den Ausschlag gibt», ​sagt Nordnet-Analyst Per Hansen.

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10:30

Die Aktien von Huber+Suhner vollziehen am Mittwochmorgen einen prozentual zweistelligen Kurssprung (+14 Prozent) nach oben auf 266,50 Franken und setzen sich an die Tabellenspitze der Tagesgewinner. 

Das neue Allzeithoch wurde im frühen Geschäft bei 281 Franken markiert, so dass sich in der Spitze ein Plus von beinahe 22 Prozent ergab. Sie lassen damit das bisherige Rekordhoch von Mitte April weit hinter sich zurück. Damals wurden Kurse von bis zu 234 Franken bezahlt.

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10:00

Die bescheidenen Hoffnungszeichen auf eine Entspannung im Nahen Osten zeigen sich auch in einer Abwärtstendenz des Erdölpreises. So ist der Preis für ein Fass der Sorte Brent über Nacht in den Bereich von 108 US-Dollar abgesunken und notiert am Mittwoch sogar bei 106,34 Franken. Am Vortag mussten in der Spitze noch über 114 Dollar bezahlt werden.

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09:30

Der SMI notiert eine halbe Stunde nach Eröffnung 1,26 Prozent höher bei 13'216,83 Punkten. Der SMIM für die mittelgrossen Werte legt 0,87 Prozent auf 3007,22 Punkte zu und der breite SPI 1,17 Prozent auf 18'694,65 Punkte. Von den 20 SMI-Titel liegen 19 höher und einer tiefer.

Alcon (-8,6 Prozent) brechen nach Zahlen ein und knüpfen damit an den seit Jahresbeginn andauernden Abwärtstrend an. In ersten Kommentaren äussern sich Analysten zwar teils positiv über die Q1-Ergebnisse vom Vorabend. Es gibt aber auch kritische Punkte. So verweist etwa die Bank Vontobel auf den Wettbewerbsdruck für Alcon im Bereich Implantate.

Nach Zahlen und volatilem Start finden sich Logitech (+0,8 Prozent) mittlerweile im positiven Terrain. Der Computerzubehörhersteller hat mit dem Ergebnis im ersten Quartal grundsätzlich positiv überrascht.

Klare Gewinne verzeichnen derzeit Amrize (+2,7 Prozent), Richemont (+2,5 Prozent) oder Kühne+Nagel (+2,1 Prozent), letztere nach einer Aufstufung auf «Buy» durch Jefferies.

Im breiten Markt werden Huber+Suhner (+9,3 Prozent) auf Allzeithoch von einer positiven Analystenstimmen weiter beflügelt.

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09:00

Der SMI startet 0,9 Prozent höher auf 13'168.90 Punkten.

Alcon büsst 4,6 Prozent ein, Logitech 3,7 Prozent. Sie sind die einzigen Titel am Leitindex im Minus. Amrize und Richemont gewinnen beinahe 2 Prozent und führen den SMI an.

Gestützt wird das positive Sentiment derzeit von neuen Hoffnungsschimmern aus dem Nahen Osten sowie vom Optimismus hinsichtlich der Firmengewinne im Zusammenhang mit künstlicher Intelligenz. Die hat einerseits die US-Aktien am Vorabend erneut auf neue Höchststände geführt, andererseits auch in Asien für positive Vorzeichen gesorgt, wobei derzeit insbesondere der koreanische Kospi mit einem Kursplus von über 6 Prozent herausragt.

US-Präsident Donald Trump scheint im Konflikt mit dem Iran vorerst auf Deeskalation zu setzen. In der Nacht auf Mittwoch kündigte er überraschend an, den erst am Montag gestarteten US-Einsatz für eine sichere Durchfahrt von Schiffen durch die Strasse von Hormus «für kurze Zeit» auszusetzen. Während des Stopps von «Projekt Freiheit» solle geprüft werden, ob ein Abkommen mit dem Iran abgeschlossen und unterzeichnet werden könne. Es habe «grosse Fortschritte» für ein «umfassendes und abschliessendes» Abkommen gegeben.

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08:30

Logitech: Vontobel erhöht auf 101 (96) Franken mit BUY.

ABB: Royal Bank of Canada erhöht auf 72 (65) Franken mit SECTOR PERFORM. 

Galenica: UBS geht auf NEUTRAL (Buy) bis 85 Franken. 

Geberit: Basler KB ist für MARKTGEWICHTEN bis 555 (600) Franken.

Geberit: Kepler Cheuvreux ist für HOLD bis 515 (580) Franken.

Huber+Suhner: UBS erhöht bis 320 (230) Franken mit BUY.

Kühne+Nagel: Jefferies geht auf BUY (Hold) bis 220 (190) Franken.

SoftwareOne: Berenberg Bank verteidigt die Aktie mit BUY bis 8.70 Franken.

UBS: Kepler Cheuvreux ist für BUY bis 39.50 (39) Franken.

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08:00

Der SMI steht bei Julius Bär 0,67 Prozent höher. Alle 20 Titel dürften positiv in den Handel starten.

Kühne+Nagel und Logitech gewinnen vorbörslich je 2,3 Prozent. Alcon legt nach Vorlage der Quartalszahlen um 1,5 Prozent zu.

Am breiten Markt fallen ams (+3,2 Prozent) positiv auf, ebenso Comet (+2,5 Prozent), und VAT (+2,4 Prozent). Die Chipaktien werden von starken Kursverläufen der Techtitel in den USA getrieben. Weitere Gewinner sind Galenica (+2,5 Prozent) und Huber+Suhner (+2,2 Prozent).

«An den Märkten ist über Nacht wieder Ruhe und Stabilität eingekehrt», schrieben die Analysten von Westpac in einer ‌Studie. Das Risiko einer Eskalation im Nahost-Konflikt werde als geringer ‌eingeschätzt. Donald Trump selbst hatte in den sozialen Medien von «grossen Fortschritten in Richtung eines vollständigen und endgültigen Abkommens mit Vertretern des Iran» gesprochen.

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07:15

Am Mittwoch ziehen die Aktien von Alcon und Logitech besondere Aufmerksamkeit auf sich. Beide Unternehmen haben am Dienstagabend nach Börsenschluss Quartalszahlen vorgelegt.

Während Logitech im Schlussquartal 2025/26 auf allen Ebenen zu überzeugen scheint, hat Alcon im Startquartal zwar mehr Umsatz erzielt, jedoch etwas an Schwung verloren. Die Aktie hat seit Januar 8 Prozent eingebüsst, diejenige von Logitech nur knapp 1,7 Prozent.

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06:45

«Sell in May and Go Away» zählt zu den langlebigsten Börsenweisheiten überhaupt. Gemeint ist, dass Anleger im Mai ihre Aktien verkaufen und erst im September, traditionell rund um den St. Leger Day (üblicherweise Mitte September), wieder einsteigen sollten.

In diesem Jahr erhält die Börsenweisheit zusätzliche Aufmerksamkeit, weil sie mit einem bekannten politischen Zyklus zusammenfällt.

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06:15

Der SMI dürfte 0,6 Prozent höher in den Handel starten.

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05:00

Die asiatischen Aktienmärkte haben am Mittwochmorgen Rekordstände erreicht. Nach dem ‌Ende einer Feiertagspause gewann der Leitindex der Shanghaier Börse 1,1 Prozent auf 4.155,44 Stellen. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzhen stieg um 1,4 Prozent auf 4.876,55 Punkte. An der ​japanischen Börse wurde wegen der «Golden Week» erneut nicht gehandelt.

In Seoul stiegen - ​ebenfalls nach einem Feiertag - die Aktien von Samsung Electronics ​um zwölf Prozent. Damit übertraf der Börsenwert des Konzerns die Marke von einer Billion Dollar. Samsung zog an Berkshire ‌Hathaway vorbei und rückte näher an Walmart heran.

Zuvor hatte US-Präsident Donald Trump von «grossen Fortschritten» auf dem ‌Weg ⁠zu einem «endgültigen Abkommen» mit Teheran gesprochen. Zugleich beschleunigte sich der Handel mit Werten rund um ⁠Künstliche Intelligenz (KI). «An den Märkten ist über Nacht wieder Ruhe und Stabilität eingekehrt», schrieben die Analysten von Westpac in einer ‌Studie. Das Risiko einer Eskalation im Nahost-Konflikt werde als geringer ‌eingeschätzt. «Die Anleger haben bei den Gewinnern des Jahres ​2026 zugegriffen und bauen ihre Positionen weiter aus», sagte Chris Weston, Research-Chef bei der Pepperstone Group in Melbourne. «Es gab einige Käufe bei Rohstoffwerten aus dem S&P 500, aber es sind weiterhin die Technologieaktien, die den Grossteil der Mittelzuflüsse anziehen, insbesondere Apple und die Speicherchip-Werte.»

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04:00

Im asiatischen Devisenhandel gewann der Dollar geringfügig auf 157,81 Yen und gab 0,1 Prozent auf 6,8195 Yuan nach. Zur Schweizer Währung notierte er 0,1 ​Prozent ​niedriger bei 0,7817 Franken. Parallel dazu stieg der ⁠Euro um 0,2 Prozent auf 1,1716 Dollar und zog ​leicht auf 0,9158 Franken an.

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03:00

Die ⁠Rohölpreise haben ihren gestrigen Anstieg teilweise wieder abgegeben. So verbilligte sich die Rohöl-Sorte Brent aus ‌der Nordsee um 1,6 Prozent auf 108,07 Dollar je Barrel (159 Liter) und das US-Öl WTI notierte 1,5 Prozent schwächer bei 100,70 Dollar.

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02:00

Der Dow Jones schloss 0,73 Prozent höher bei 49.298,25 Punkten. Der marktbreite S&P 500 erreichte im Handelsverlauf erneut einen Höchststand und gewann letztlich 0,81 Prozent auf 7.259,22 Zähler. Für den technologielastigen Nasdaq 100 , der ebenfalls ein Rekordhoch erklomm, ging es am Ende um 1,31 Prozent auf 28.015,06 Punkte nach oben.

Die Anleger zeigten sich optimistisch, dass robuste Quartalsberichte von Unternehmen die Aktienkurse antreiben dürften. Zudem stützten Anzeichen, dass der Waffenstillstand zwischen den USA und dem Iran weiterhin Bestand hat. Dies sorgte für fallende Ölpreise und dämpfte Befürchtungen vor einem umfassenden Krieg, der die wirtschaftlichen Aussichten beeinträchtigen könnte. Tags zuvor hatten erstmals seit Beginn der Waffenruhe zwischen den USA und dem Iran die Spannungen deutlich zugenommen.

Aktuelle US-Konjunkturdaten hatten nur wenig Einfluss auf die Kurse. Die Stimmung im Dienstleistungssektor trübte sich im April etwas ein. Der ISM-Einkaufsmanagerindex fiel auf 53,6 Punkte. Volkswirte hatten im Schnitt mit 53,7 Zählern gerechnet. Die Verkäufe neuer Häuser stiegen im März um 7,4 Prozent, während Experten mit einem Anstieg von lediglich 3,0 Prozent gerechnet hatten.

Unter den Einzelwerten standen die Aktien von Intel und Apple mit Kursgewinnen von 13 beziehungsweise 2,7 Prozent im Anlegerfokus. Laut der Nachrichtenagentur Bloomberg führt der iPhone-Hersteller Gespräche mit dem US-Halbleiterkonzern und mit Samsung über die Lieferung von Prozessoren. Das Ziel von Apple sei es, die Abhängigkeit vom taiwanesischen Zulieferer TSMC zu verringern und Lieferengpässe abzufedern.

Der Pharmakonzern Pfizer meldete für das erste Quartal ein überraschend deutliches Umsatzwachstum, was vor allem neuen Medikamenten zu verdanken war. Dies konnte Pfizer aber nicht in ein höheres Ergebnis ummünzen, auch weil die Verwaltungskosten und Ausgaben für Forschung und Entwicklung stiegen. Die bekräftigten Jahresziele erscheinen laut der US-Bank JPMorgan nun konservativ. Die Aktie stieg um 0,6 Prozent.

Das Geschäft der für ihre Zusammenarbeit mit US-Sicherheitsbehörden bekannten Datenanalyse-Firma Palantir ist im vergangenen Quartal erneut rasant gewachsen. Das KI-Unternehmen steigerte den Umsatz im Jahresvergleich um 85 Prozent und hob seine Jahresziele an. Allerdings blieben die Erlöse mit US-Firmen Analysten zufolge hinter den Erwartungen zurück. Die Palantir-Papiere büssten 6,9 Prozent ein.

Die Anteilscheine von Shopify brachen um 15,6 Prozent ein. Der Ausblick des Software-Unternehmens für Online-Shops signalisierte Händlern zufolge, dass sich das Umsatzwachstum verlangsame und höhere Kosten die Rentabilität im zweiten Quartal beeinträchtigen könnten.

Um 6,9 Prozent ging es für Pinterest nach oben. Das Social-Media-Unternehmen übertraf mit seinem Zahlenwerk erneut die Erwartungen und überraschte zudem mit einem unerwartet hohen Umsatzziel für das zweite Quartal.

Die Aktien von Rockwell gewannen 8,9 Prozent. Das Automatisierungstechnik-Unternehmen überzeugte mit seinem Quartalsbericht und dem Ausblick.

(cash/Reuters/AWP)

Aisha Gutknecht arbeitet seit Juli 2024 als Redaktorin für cash.ch.
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