10:08

Die Aussicht auf niedrigere Abgaben nach dem Zollurteil in ‌den USA ⁠lässt Anleger in Asien bei Technologie-Aktien zugreifen. Vor allem China dürfte Analysten von Morgan Stanley zufolge von ⁠Zollsenkungen profitieren. Feiertagsbedingt blieb der Handel in Fernost jedoch dünn. Wegen des chinesischen Neujahrsfest waren die Märkte in Shanghai und Shenzhen ‌zum Wochenstart geschlossen. Auch in Tokio wurde nicht gehandelt. In Hongkong zog der ‌Hang-Seng-Index unterdessen mehr als zwei Prozent an. In ​Südkorea und Taiwan kletterten die Indizes zeitweise auf frische Höchststände. Angetrieben von Kursgewinnen bei Chip- und Autowerten stieg der Kospi-Index in Südkorea zeitweise mehr als zwei Prozent. Angesichts der herrschenden Unsicherheit bröckelten die Gewinne im Handelsverlauf aber wieder ab. «Die Unsicherheit über Trumps Zölle ist unvermeidlich», sagte Lee Kyoung-min, Analyst von Daishin Securities. US-Präsident Donald ‌Trump hatte nach einem Urteil des Obersten Gerichtshofs der USA gegen sein bisheriges Zollprogramm eine neue pauschale Abgabe von 15 Prozent auf Importe angekündigt. Das im vergangenen Jahr unterzeichnete Handelsabkommen Südkoreas mit den USA bleibe aber ​weiterhin gültig, sagte Finanzminister Koo Yun-cheol.

Auch in Hongkong griffen Anleger bei ​Aktien aus dem Technologiesektor zu. Börsianer gingen davon aus, dass ​China nach dem Urteil des Supreme Courts mit niedrigeren Zöllen rechnen kann. Die Analysten von Morgan Stanley rechnen mit einem Rückgang ‌von 32 auf 24 Prozent. Positiv wurde zudem Trumps Ankündigung gewertet, vom 31. März bis zum 2. April nach China zu reisen. «Das US-Zollurteil und der endgültige Termin für Trumps China-Besuch stützen die Risikobereitschaft», teilte der Analyst ​Zhang ​Qiyao von Industrial Securities mit. Trump könne zwar nach ⁠anderen Zollinstrumenten suchen, was für Unsicherheit sorge. Das Risiko abrupter ​Wendungen in den Beziehungen zwischen den ⁠USA und China sei vor seinem Besuch aber beherrschbar. Der Hang Seng Tech Index stieg um ‌bis zu vier Prozent und erholte sich damit von einem am Freitag erreichten Sieben-Monats-Tief. Bei den Einzelwerten zogen die Aktien von Alibaba um 3,5 Prozent an, die Titel von Tencent ‌gewannen gut drei Prozent. Die Papiere des Chipherstellers SMIC verteuerten sich um ​rund fünf Prozent und erzielten damit den grössten Tagesgewinn seit fast zwei Monaten. 

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09:32

Die neuen Zollankündigungen von US-Präsident Donald Trump haben am Montag die Anleger an den in Asien geöffneten Börsen kaum beunruhigt. In Südkorea setzte der Kospi seine Rekordrally mit einem Anstieg um 0,7 Prozent fort, während der Hang Seng in Hongkong mit einem Kurssprung um 2,4 Prozent deutliche Gewinne einfuhr. Der australische ASX jedoch gab um 0,6 Prozent nach.

Richter des Obersten Gerichtshof der USA entzogen Trump am Freitag die rechtliche Grundlage für Zölle, die der Präsident gegen zahlreiche Länder verhängt hatte. Nur wenige Stunden danach kündigte er neue Zölle für alle Länder der Welt an, zunächst in 10-prozentiger Höhe, die dann später noch auf 15 Prozent erhöht wurden. Dies belastete an den Devisenmärkten den US-Dollar und die Futures an den US-Börsen.

Laut Marktbeobachter Jim Reid von der Deutschen Bank hinterlassen Trumps Ankündigungen «ein erhebliches Mass an Unsicherheit». Er begründete die davon ungetrübte Rally in Hongkong auch mit einer Erholung, nachdem der Hang Seng dort zuletzt seinem niedrigsten Stand seit Anfang Februar erreicht hatte.

An den Börsen in Japan und Festland-China wurde feiertagsbedingt nicht gehandelt. In Tokio wurde der «Geburtstag des Kaisers» gefeiert und in Shanghai sowie Shenzhen pausierte das Börsengeschäft ein letztes Mal anlässlich des chinesischen Neujahrsfestes. Erst am Dienstag wird dort der Handel nach einer mehr als einwöchigen Pause wieder aufgenommen.

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09:28

Die zurückgekehrte Unsicherheit rund um die US-Zölle hat zum Wochenstart die Preise für Gold und Silber nach oben getrieben. Zuletzt liess der Schwung aber insbesondere bei Silber wieder nach.

Für eine Feinunze Silber (etwa 31,1 Gramm) wurden am Morgen zuletzt 85,47 US-Dollar bezahlt. Damit bewegt sich der Silberpreis auf dem Niveau von Mitte Februar. Eine Feinunze Gold kostete 5127 Dollar. Hier wurde im Handelsverlauf mit knapp 5177 Dollar der höchste Stand seit Ende Januar erreicht.

Grund für die Preissprünge bei Gold und Silber sind die jüngsten Entwicklungen im Zollstreit der USA mit dem Rest der Welt. Nach der am Freitag verkündeten Entscheidung des Obersten US-Gerichtshofs gegen Teile der Zollpolitik von Präsident Donald Trump legte dieser mit einem neuen Zollsatz nach. Der Republikaner kündigte am Samstag auf der Plattform Truth Social einen weltweiten Zoll auf Importe in die USA von 15 Prozent an - statt der kurz davor bereits veranschlagten 10 Prozent. Damit schöpft Trump die Höchstgrenze eines Handelsgesetzes, auf das er sich beruft, voll aus.

«Die Unsicherheit hat sich wieder einmal erhöht, was deutlich am Goldpreis und noch stärker bei Silber abzulesen ist», schrieben die Experten der Dekabank. Anleger griffen damit bei den Edelmetallen zu, die oft in turbulenten Zeiten als Depotabsicherung gefragt sind. Hinzu kommt, dass der Euro auf die jüngsten Entwicklungen mit Kursgewinnen zum US-Dollar reagierte. Damit werden Gold und Silber, die in Dollar notieren, für die Anleger günstiger; auch dadurch stieg die Edelmetall-Nachfrage.

ChefökonomThomas Gitzel von der VP Bank äusserte sich ähnlich: «Da die USA in den vergangenen Monaten mit zahlreichen Ländern Handelsabkommen geschlossen haben, stellt sich nun die Frage, was denn nun eigentlich gilt.» Eigentlich sollte der Handelsausschuss des EU-Parlaments am morgigen Dienstag die mit den USA vereinbarten Zollvereinbarungen absegnen, nun wird es aber zunächst am Montag eine Sondersitzung des EU-Verhandlungsteams geben.

«Zu Wochenbeginn gibt es also eine ganze Reihe an Fragezeichen», fuhr Gitzel fort. Besonders schwer wiege die Situation für Unternehmen, die aktuell Waren in die USA versenden. Unter welchen Bedingungen ihre Güter über den Atlantik gehen, ist ungewiss. Die Unsicherheiten könnten im schlimmsten Falle dazu führen, dass Waren zurückhalten werden. Der globale Güterhandel bleibt damit Gitzel zufolge belastet. In den meisten Weltregionen werde man deshalb auf die Aktivierung binnenwirtschaftlicher Kräfte setzen.

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09:20

Mit der Unsicherheit zu den US-Zöllen auf Exporte ausländischer Handelspartner ist Bitcoin weiter abgesackt. Der Preis der grössten Digitalwährung fiel am Montagmorgen um bis zu 4,8 und damit unter die wichtige Marke von 65'000 Dollar.

Zeitweise notierte Bitcoin bei nur 64'327 Dollar. Die Ethereum-Notierung fiel 5,2 Prozent auf zeitweise 1848 Dollar. Für Solana ging es bis zu 7,5 Prozent abwärts, für XRP (Ripple) 4,4 Prozent nach unten.

US-Beamte erklärten am Sonntag, dass bereits mit Partnern ausgehandelte Handelsabkommen weiterhin gültig bleiben, obwohl der Oberste Gerichtshof die Nutzung der Notstandsbefugnisse durch Präsident Donald Trump zur Verhängung von Zöllen für unzulässig erklärt hat.

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09:13

Der Start in die neue Börsenwoche steht ganz im Zeichen des Dauerthemas US-Zölle und der damit verbundenen Unsicherheit. Für den SMI bedeutet dies entsprechend eine schwächere Eröffnung. Nach seiner Niederlage vor dem Obersten Gerichtshof am vergangenen Freitag kündigte US-Präsident Donald Trump an, einen weltweiten Zollsatz von 15 Prozent zu erheben. Die Zolllandschaft sei jetzt unsicherer als zuvor, kommentiert ein Stratege. Und Unsicherheit sei sowohl für die Wirtschaft als auch den Markt eine schlechte Nachricht.

In einer ersten Reaktion kündigte China eine «vollständige Bewertung» der Lage an und forderte Washington auf, die «einseitigen Zollmassnahmen» aufzuheben. Die Schweiz und Europa bewerten ebenfalls zunächst die neue Lage, wobei Marktexperten davon ausgehen, dass sie weiter an den bestehenden Vereinbarungen festhalten werden. Unterdessen bleibt auch der Iran ein Schwerpunkt für Investoren. In der vergangenen Woche forderte Trump den Iran auf, eine Einigung über sein Atomprogramm zu erzielen, und warnte, dass andernfalls «schlimme Dinge» passieren könnten.

Der Schweizer Leitindex SMI tendiert gegen 09.10 Uhr um 0,17 Prozent tiefer bei 13'836 Punkten. Am Freitag hatte sich der Leitindex mit seinem vierten Wochenplus in Folge aus dem Handel verabschiedet. Dabei lag die Wochenbilanz bei +1,9 Prozent.

Dass Investoren unsicher sind, zeigt sich etwa beim Bitcoin. Der Kurs der bekanntesten Kryptowährung fiel am Montagmorgen unter die Marke von 65'000 US-Dollar. Der Rückgang unterstreiche die erneuten Unsicherheiten hinsichtlich der Zölle, heisst es im Handel. Unter Druck ist auch der US-Dollar geraten.

Aktuell tendieren von den 20 SMI-Werten 13 im Minus und sieben im Plus. Dabei tragen moderate Kursgewinne von jeweils 0,2 Prozent beim defensiven Schwergewicht Nestlé und den Finanzwerten Roche dazu bei, dass das Minus des SMI etwas eindämmt wird.

Mit -1,9 Prozent weisen Partners Group derweil die grösste Schwäche auf. 

Insgesamt sollten Investoren auch die Techbranche in den kommenden Tagen im Auge behalten. Im Wochenverlauf steht mit den Zahlen des Chip-Giganten Nvidia ein wichtiger Test für den gesamten Sektor an.

Nachrichten lieferte aus den hinteren Reihen Belimo (-9,1Prozent). Der Hersteller von Antrieben, Ventilen und Sensoren für die HLK-Industrie hat am Morgen Jahreszahlen vorgelegt, die etwas unter den Erwartungen ausgefallen sind.

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08:20

Für den Dax zeichnen sich nach einem versöhnlichen Wochenausklang am Montag Verluste ab. Eine Stunde vor Handelsbeginn signalisierte der X-Dax für den deutschen Leitindex ein Minus von 0,9 Prozent auf 25'134 Punkte. Sein Eurozonen-Pendant EuroStoxx 50 wurde 0,5 Prozent tiefer erwartet, womit auch ihm ein Rücksetzer droht. Er hatte noch am Freitag seine Rekordjagd fortgesetzt.

Die positive Marktreaktion vom Freitagnachmittag auf die Entscheidung des obersten US-Gerichts gegen viele der globalen Zölle der US-Regierung droht damit zu verpuffen. Die EU-Regierungschefs hätten verhaltener auf den Gerichtsbeschluss reagiert als vor einem Monat auf Donald Trumps Drohungen wegen Grönland, betonte Experte Greg Fuzesi von der US-Bank JPMorgan. Zunächst ändere sich faktisch nichts an den Zöllen, die der amerikanische Präsident gegen die EU verhängt habe. Gegenmassnahmen der EU erwartet Fuzesi daher eher nicht.

Ifo-Präsident Clemens Fuest hält das Gerichtsurteil politisch zwar für eine gute Nachricht, warnte in einem Interview mit dem «Handelsblatt» aber vor wachsenden Risiken für die Wirtschaft.

Wenige Stunden, nachdem das oberste US-Gericht am Freitag einen Grossteil von Trumps Zöllen auf Basis eines Notstandsgesetzes aus den 1970er Jahren als unzulässig erklärt hatte, kündigte Trump einen weltweiten Zollsatz auf Importe in die USA von 10 Prozent an. Diesen hob er am Folgetag auf 15 Prozent an. Damit schöpft er die Höchstgrenze eines Handelsgesetzes aus den 1970er Jahren, auf das er sich beruft, voll aus. Nun versuchen die EU und andere Länder, die genauen Folgen für die globale Wirtschaft abzuschätzen. Im EU-Parlament ist an diesem Montag eine Sondersitzung des Rechtsdienstes und des Verhandlungsteams, das für ein Zollabkommen zwischen den USA und der EU zuständig war, geplant.

Unternehmensseitig sieht die Agenda am deutschen Aktienmarkt zu Wochenbeginn übersichtlich aus. Der Scheinwerferhersteller Hella habe mit dem Umsatz im vergangenen Jahr sowohl die Planung als auch die Erwartungen übertroffen, während die Margen der eigenen Zielsetzung entsprächen, kommentierte ein Händler. Der Umsatzausblick auf 2026 sei aber eine klare Enttäuschung. Auch bei den Margen lägen die Markterwartungen schon am oberen Ende der Unternehmenszielspanne. Mit einem vorbörslichen Kursrückgang um 0,7 Prozent dürfte die Aktie aus der Handelsspanne der vergangenen Tage nach unten abrutschen.

Den zuletzt rekordhungrigen Titeln des Baukonzerns Hochtief droht mit einem Minus von 2,6 Prozent ein Rückschlag. Die spanische Bank Santander strich ihre positive Anlageempfehlung. Sie hob zwar das Kursziel etwas an, liegt damit aber immer noch klar unter dem aktuellen Bewertungsniveau.

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08:13

Den Märkten sitzt die Verunsicherung nach den jüngsten Wendungen in der US-Zollpolitik zu Beginn der neuen Handelswoche weiter in den Knochen - auch dem Devisenmarkt.

Dort sorgt die Entscheidung des US Supreme Courts, weite Teile der US-Zollpolitik unter Trump für unrecht zu erklären und die darauf folgende Reaktion des US-Machthabers für erhöhte Alarmbereitschaft. Trump verhängte am Wochenende in Reaktion auf den Entscheid weltweit pauschale Zölle von 15 Prozent auf Importe in die USA.

Allerdings soll es Ausnahmen geben und ob die rechtliche Grundlage diesmal trägt, sorgt zudem für Verunsicherung, heisst es in einem Kommentar der Helaba. Dies alles bringt vor allem den US-Dollar unter Druck. So notiert das Dollar/Franken-Paar aktuell bei 0,7717, nachdem es Freitagabend noch zu 0,7756 umging. Auch das Euro/Dollar-Paar hat merklich angezogen auf 1,1831. Am Freitagabend stand es noch bei 1,1779. Das Euro/Franken-Paar tritt unterdessen bei 0,9130 auf der Stelle.

Wie eine Händlern sagt, dürfte diese Woche voller weiterer Nachrichten über Trump und Zölle sein.

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08:10

Der Schweizer Aktienmarkt, gemessen am SMI, steht vor einem tieferen Start in die neue Handelswoche. Der Schweizer Leitindex SMI tendiert bei der Bank Julius Bär im vorbörslichen Handel mit 0,21 Prozent im Minus bei 13'830 Punkten.

Dabei notieren 16 von insgesamt 20 SMI-Titel im Minus. Aufschläge verzeichnen Nestlé (+0,20 Prozent), Novartis (+0,15 Prozent), Partners Group (+0,10 Prozent) und die UBS (+0,06 Prozent). Die Abschläge bewegen sich in einer Bandbreite von -0,86 Prozent (Alcon) bis -0,18 Prozent (Swisscom).

Auch der breite Markt bewegt sich im negativen Bereich. Dabei fallen die Titel des Klimaspezialisten Belimo (-3,3 Prozent) nach Zahlen deutlich. Hingegen positiv tendieren die Aktien von SGS

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07:35

Nach dem erneuten Anziehen der Zollschraube durch US-Präsident Donald Trump wird der Dax Berechnungen von Banken ‌und ⁠Brokerhäusern zufolge am Montag mit Verlusten starten.

Am Freitag ⁠hatten Anleger zunächst erleichtert reagiert, nachdem der Oberste Gerichtshof der USA Trumps bisheriges, ‌auf einem Notstandsgesetz basierendes Zollprogramm für verfassungswidrig ‌erklärt hatte. Der deutsche Leitindex verabschiedete ​sich mit einem Plus von 0,9 Prozent auf 25'260 Punkte ins Wochenende. Nach dem Urteil verhängte Trump jedoch noch am Freitag vorübergehende Zölle in Höhe von zunächst zehn Prozent und ‌hob den Satz am Samstag auf 15 Prozent an.

Neben dem Zollchaos halten Börsianer weiter die Atomgespräche zwischen den USA und ​dem Iran in Atem. Einem Insider zufolge hat ​der Iran die Bereitschaft zu ​Zugeständnissen signalisiert. Dafür müssten aber Sanktionen aufgehoben und Irans Recht auf Urananreicherung anerkannt ‌werden, sagte ein Beamter des Iran der Nachrichtenagentur Reuters. Der iranische Aussenminister Abbas Araghchi sagte, er rechne damit, sich am Donnerstag in ​Genf ​mit dem US-Sonderbeauftragten Steve ⁠Witkoff zu treffen und sehe «gute Chancen» für ​eine diplomatische Lösung. 

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07:30

Neue Kursziele und Ratings für Schweizer Aktien:

- Valiant: UBS mit NEUTRAL (Buy) bis 168 (155) Fr.

- Amrize: Julius Bär mit HOLD (Buy) bis 53 (50) Fr.

- Allreal: Basler KB mit ÜBERGEWICHTEN bis 240 (192) Fr.

- BB Biotech: Kepler Cheuvreux mit BUY bis 73 (66) Fr.

- Cembra Money Bank: Basler KB mit ÜBERGEWICHTEN bis 110 Fr.

- Sika: Royal Bank of Canada mit SECTOR PERFORM bis 170 (169) Fr.

- Sonova: Basler KB mit MARKTGEWICHTEN bis 200 (220) Fr.

- Straumann: Julius Bär mit HOLD bis 100 (110) Fr.

- Swatch Group: Royal Bank of Canada mit UNDERPERFORM bis 160 (130) Fr.

- Temenos: Citigroup mit NEUTRAL bis 70 (80) Fr.

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06:20

Der Schweizer Aktienmarkt, gemessen am Swiss Market Index (SMI), notiert im vorbörslichen Handel bei der Bank IG 0,12 Prozent tiefer bei 13'879 Punkten.

Zum Wochenauftakt legt der Klimaspezialist Belimo seine Bücher für das abgelaufene Geschäftsjahr offen. Im Verlauf der Woche folgen weitere Ergebnisse von Mid- und Smallcaps, bevor am Freitag mit Holcim und Swiss Re die beiden SMI-Schwergewichte ihre Zahlen präsentieren.

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05:45

Die Verunsicherung über die US-Zollpolitik hat die asiatischen Aktienmärkte am Montag uneinheitlich tendieren lassen. Während die Börse in Japan wegen eines Feiertags geschlossen blieb, gaben die Nikkei-Futures ‌um ein ⁠Prozent nach. Demgegenüber legte der breiter gefasste MSCI-Index für asiatische Aktien ausserhalb Japans um 0,8 ⁠Prozent zu. Die Börse in Südkorea und der Leitindex in Taiwan setzten ihre Rekordjagd mit einem Plus von jeweils 1,2 ‌Prozent fort. Die Märkte in Shanghai und Shenzhen blieben ebenfalls geschlossen.

Auslöser ‌der Nervosität war die Ankündigung von US-Präsident Donald ​Trump, nach einer Niederlage vor dem Obersten Gerichtshof einen neuen weltweiten Zollsatz von 15 Prozent zu erheben. «Die Zolllandschaft ist jetzt unsicherer als zuvor, und Unsicherheit ist für keine Wirtschaft oder keinen Markt eine gute Nachricht», sagte Rodrigo Catril, Devisenstratege bei der NAB. China kündigte eine «vollständige Bewertung» der ‌Lage an und forderte Washington auf, die «einseitigen Zollmassnahmen» aufzuheben.

Zu den Gewinnern zählten Technologiewerte in Südkorea und Taiwan, die von der jüngsten Rally im KI-Sektor profitierten. Die Anleger blicken jedoch gespannt auf die Quartalszahlen ​des Chip-Giganten Nvidia im weiteren Wochenverlauf, die als wichtiger Test für den ​gesamten Sektor gelten.

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04:30

Am Devisenmarkt geriet der Dollar angesichts ​der politischen Unsicherheit in den USA unter Druck. Er verlor 0,5 Prozent auf 154,34 Yen und notierte zur Schweizer Währung ‌0,5 Prozent niedriger bei 0,7722 Franken.

Zum chinesischen Yuan gab er leicht auf 6,9080 nach. Im Gegenzug stieg der Euro um 0,3 Prozent auf 1,1818 Dollar.

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04:00

Die Ölpreise gaben nach, nachdem für Donnerstag ​eine ​neue Runde der Atomgespräche zwischen den USA und ⁠dem Iran angesetzt wurde. Dies linderte die Sorgen vor einer ​militärischen Eskalation in der Region. ⁠

Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent verbilligte sich um ein Prozent auf 71,02 Dollar. Der ‌Preis für US-Leichtöl WTI fiel um 1,1 Prozent auf 65,75 Dollar.

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03:45

Die US-Börsen hatten am Freitag fester geschlossen. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte beendete den Handel mit einem ‌Plus von 0,5 Prozent auf 49'626 Punkten. Der breiter gefasste S&P ​500 gewann 0,7 Prozent auf 6909 Zähler, während der technologielastige Nasdaq um 0,9 Prozent auf 22'886 Stellen zulegte. 

(cash/AWP/Reuters)

Monique Misteli Ringier
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