10:05
Die Swiss-Life-Aktie ist am Donnerstag mit deutlichen Abgaben in den Handel gestartet. Der Versicherungskonzern hat vorbörslich seine Jahreszahlen vorgelegt und dabei die Erwartungen der Investoren weitgehend erfüllt. Im Handel wird auf die noch immer hohe Bewertung der Titel verwiesen.
Die Swiss Life-Titel notieren am Donnerstag gegen 9.50 Uhr um 3,5 Prozent im Minus bei 830,20,Franken nachdem sie kurz zuvor ein Jahrestief bei 793 Franken erreichten. Der Gesamtmarkt (SMI) notiert derweil ebenfalls im negativen Bereich.
Etwas enttäuscht zeigen sich die Investoren vor allem vom Dividendenvorschlag des Versicherers, der am unteren Rand der Markterwartungen ausgefallen ist. Insgesamt habe Swiss Re aber ein solides Kennzahlenset ausgewiesen, das den Konsenserwartungen weitgehend entspreche, kommentierte etwa ZKB-Analyst Georg Marti. Er verweist auf die guten Neugeldzuflüsse im Asset Management wie auch auf steigende Gewinne in den einzelnen geografischen Geschäftsbereichen des Versicherers.
Kritisch gesehen wird am Markt vor allem das Ergebnis im Asset Management, das im Vorjahresvergleich leicht zurückgegangen ist. Dazu trug unter anderem ein geringerer Beitrag aus Immobilienprojekten bei. Die UBS-Analysten verweisen in einem Kommentar ausserdem auf höhere projektbezogene Kosten vor allem im Bereich IT.
Für Vontobel-Analyst Matteo Lindauer ist Swiss Life-Aktie zudem im Vergleich mit anderen europäischen Versicherern bereits sehr hoch bewertet: Qualität und eine hohe Konstanz hätten allerdings ihren Preis, betont er. Der Versicherungskonzern bleibe mit der nächsten Erhöhung der Ausschüttung einer der führenden «Dividendenkönige» unter den Schweizer Unternehmen.
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10:00
Nach den Zahlen zum vierten Quartal 2025 und angepassten Erwartungen für das Medikament Petrelintide reduziert Analyst Richard Vosser seine Umsatz- und Gewinnschätzungen für die Jahre 2026 bis 2030 leicht. Der Fokus bleibe auf der Pipeline des Pharmakonzerns, so der Analyst weiter.
Besondere Aufmerksamkeit gelte den detaillierten Studiendaten zu den Multiple-Sklerose-Studien FENhance 1 und 2, die im April präsentiert werden sollen, wobei insbesondere Sicherheitsaspekte im Fokus stehen dürften. Danach richtet sich der Blick auf neue Daten zu den Adipositas-Wirkstoffen CT-388 und Petrelintide, die im Juni erwartet werden. Insgesamt sieht der Analyst aus den kommenden Pipeline-Ereignissen jedoch nur begrenztes Potenzial für wesentliche Anpassungen der Schätzungen, weshalb er bei seiner neutralen Einschätzung bleibt.
Der Roche-Bon notierte am Donnerstag im frühen Handel fast 3 Prozent im Minus bei 320 Franken.
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09:54
Die Aktien von Accelleron geben am Donnerstag im frühen Geschäft Vollgas. Der Hersteller von Turboladern konnte mit seinen Jahreszahlen durchwegs überzeugen und kündigte zudem ein erstes Aktienrückkaufprogramm sowie eine Erhöhung der Dividende an.
Die Accelleron-Aktien notieren um 9.30 Uhr mit 14,2 Prozent auf 75,75 Franken im Plus. Zuvor hat der Kurs das Allzeithoch von letztem Sommer nochmals nach oben geschraubt auf 77,75 Franken. Der Gesamtmarkt (SPI) steht derweil mit minus 1,05 Prozent klar im Minus.
Accelleron präsentierte laut den Analysten der ZKB ein Zahlenkranz, der «auf allen Ebenen» über den Erwartungen lag. Und gemäss der Kantonalbank dürfte sich das Umsatzwachstum aufgrund des stabilen Geschäftsmodells und der langfristigen Wettbewerbsvorteile auch «mittelfristig fortsetzen». Positiv sehe man zudem die «wesentliche» Steigerung des freien Cashflows, der nicht zuletzt ein Aktienrückkaufprogramm und die höhere Dividende erlaube.
Bei Vontobel heisst es, dass zwar mit der Dividendenerhöhung und dem Aktienrückkauf gerechnet wurde, diese aber dennoch positiv bewertet werden sollten. Die Prognosen für das Geschäftsjahr 2026 seien zudem ein Zeichen dafür, dass eine Aufwärtskorrektur des Konsens bevorstehe, was den Aktienkurs stützen dürfte.
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09:35
Die Angst vor einem längeren Irankrieg und steigenden Ölpreisen hat die Börsen weiter im Griff. Der Dax gab am Donnerstag erneut nach und verlor 0,4 Prozent auf 23'543 Punkte. «Die Zeit läuft gegen die Entwicklungen an den Finanzmärkten, und wenn das hohe Preisniveau beim Rohöl weiter anhält, könnte dies zu einer Rezession in Europa führen», sagte Andreas Lipkow, Chef-Marktanalyst von CMC Markets. Die Ölpreise zogen weiter an, nachdem Angriffe auf Tanker im Persischen Golf die Versorgungsängste schürten.
Anleger legten sich Rüstungswerte in die Depots. Rheinmetall zogen 3,6 Prozent an, nachdem sie am Mittwoch acht Prozent nachgegeben hatten. Hensoldt und Renk standen 5,5 und 3,6 Prozent im Plus. Gute Stimmung herrschte bei Zalando-Aktionären: Ein Wachstumsschub dank KI und ein geplanter Aktienrückkauf beflügelten die Aktien, die als grösster Dax-Gewinner mehr als sieben Prozent zulegten. Die Analysten von Raiffeisen Research bezeichneten die Zahlen des Online-Modehändlers für 2025 als «solide». Grösster Dax-Verlierer waren BMW-Aktien mit einem Minus von 2,5 Prozent. Die operative Gewinnmarge sank im Kerngeschäft Automobil im vierten Quartal stärker als erwartet.
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09:15
Den internationalen Finanzmärkten steht am Donnerstag voraussichtlich ein weiterer verlustreicher Handelstag bevor. Die Sorge vor einer Eskalation im Persischen Golf und sprunghaft steigende Ölpreise haben die asiatischen Börsen bereits stark belastet. Auch für den hiesigen und die europäischen Märkte deuten die vorbörslichen Indikationen Verluste an.
Berichte über Angriffe auf Tanker und die Schliessung von Ölterminals haben die Rohölpreise erneut über die psychologisch wichtige Marke von 100 Dollar je Barrel steigen lassen - ein Niveau, das die Inflationssorgen weltweit anheizt und höhere Zinsen befürchten lässt.
Die Ankündigung der Internationalen Energieagentur (IEA) sowie der US-Regierung, Öl aus strategischen Reserven freizugeben, habe sich als homöopathisches Beruhigungsmittel entpuppt, das lediglich die Symptome behandelt, heisst es in einem Kommentar. Die Sicherung und Wiederbelebung der Schifffahrt um Hormus wäre die eigentliche Lösung zur Bewältigung der Krise. Entsprechend werde die extreme Volatilität im Energiesektor auch weiter das Geschehen an den Märkten bestimmen, ergänzt ein Händler.
Und als wären die Nerven der Investoren nicht schon angespannt genug, bringt die US-Regierung auch das Thema Zölle zurück auf die Tagesordnung: Die Trump-Regierung kündigte am Mittwoch neue Handelsuntersuchungen gegen China, Mexiko, die Europäische Union und mehr als ein Dutzend weitere Volkswirtschaften an, darunter auch die Schweiz. Ziel ist es, die sogenannten reziproken Zölle von Präsident Donald Trump zu ersetzen, die kürzlich vom Obersten Gerichtshof der USA für rechtswidrig erklärt wurden.
Diese Nachrichtengemengelage drückt denn auch auf die Stimmung. Am hiesigen Markt eröffnet 0,77 Prozent tiefer bei 12'866 Punkten. Der SPI-Index fällt um 0,22 Prozent tiefer bei 17'919 Punkten indiziert.
Auch Swiss Life (-3,2 Prozent) wird nach Zahlen gemieden. Der Versicherer hat das Betriebsergebnis im Geschäftsjahr 2025 gesteigert. Dabei erwies sich der Versicherungsbereich als stabiler Anker, verdiente aber im Gebührengeschäft weniger Geld.
Zudem fallen Roche (GS -3,4 Prozent) mit einem überdurchschnittlichen Kursrückgang auf. Dieser ist aber optischer Natur, da der Pharmakonzern ex Dividende (9,80 Fr.) gehandelt wird.
Hingegen beflügeln die Zahlen den Kurs von Accelleron (+13,12 Prozent).
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08:58
Die Sorge vor einer Eskalation im Nahen Osten und sprunghaft steigende Ölpreise haben die asiatischen Börsen stark belastet.
In Tokio gab der Nikkei-Index am Donnerstag ein Prozent auf 54'452 Punkte nach, der breiter gefasste Topix notierte 1,3 Prozent niedriger. Die Börse Shanghai verlor 0,1 Prozent. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzhen fiel um 0,4 Prozent auf 4687 Punkte. «Der Markt stellt sich darauf ein, dass der Krieg sich verlängern wird», sagte Takamasa Ikeda, Senior Portfolio Manager bei GCI Asset Management. «Die Ölpreise steigen, und das veranlasst die Anleger zum Aktienverkauf.»
Nach Berichten über iranische Angriffe auf Tanker schossen die Rohölpreise zeitweise um mehr als zehn Prozent auf über 100 Dollar je Barrel - ein Niveau, das die Inflationssorgen weltweit anheizt. Die Ankündigung der Internationalen Energieagentur (IEA), 400 Millionen Barrel Öl aus strategischen Reserven freizugeben, konnte die Anleger nicht beruhigen.
Japan, das nahezu vollständig von Öllieferungen aus dem Nahen Osten abhängig ist, will etwa 80 Millionen Barrel Öl aus seinen strategischen Reserven freigeben. Das entspreche einem Vorrat für 45 Tage, um globale Versorgungsengpässe abzumildern. Auf den Verkaufszetteln der Anleger standen vor allem Halbleiterwerte.
In Tokio verloren Advantest und SoftBank Group 1,5 und 3,6 Prozent. Tokyo Electron fielen um 1,9 Prozent. In Südkorea gaben die Aktien des Chipherstellers Samsung Electronics um 1,5 Prozent nach, SK Hynix verloren 2,4 Prozent. Im japanischen Autosektor rutschten die Papiere von Honda Motor 1,2 Prozent ab. Der Automobilhersteller wirft seine Elektroauto-Pläne in den USA über den Haufen und warnt vor einem Milliardenverlust im zu Ende gehenden Geschäftsjahr.
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08:22
An den Ölmärkten zeichnet sich auch nach der Freigabe von Ölreserven durch die Internationale Energieagentur keine Entspannung ab. Sorgen vor einer dauerhaften Blockade der Strasse von Hormus halten die Preise auf dem höchsten Niveau seit Jahren - ein schlechtes Omen für Autofahrer in Deutschland und weltweit.
Während der Iran droht, kein Tropfen Öl für die USA und ihre Partner werde die Meerenge passieren, spielt US-Präsident Donald Trump die Gefahr herunter. Öltanker sollten die Strasse von Hormus durchfahren, sagte er am Mittwoch. Dass der Iran die Gewässer vermint habe, wie mehrere Medien berichteten, glaube er nicht.
Die etwa 55 Kilometer breite Strasse von Hormus liegt zwischen dem Iran und dem Oman. Sie gehört zu den wichtigsten Seerouten des internationalen Ölhandels.
Unterdessen suchen Regierungen nach Wegen, mehr Öl auf den Weltmarkt zu pumpen. Die Internationale Energieagentur (IEA) gab am Mittwoch bekannt, eine Rekordmenge strategischer Ölreserven freizugeben. Insgesamt werden die 32 Mitgliedsländer 400 Millionen Barrel Rohöl an den Markt geben. Ihr Ziel: die durch den Krieg angespannten Märkte zu stabilisieren.
Doch die Ölpreise steigen weiter kräftig. Ein Barrel (159 Liter) der Nordsee-Sorte Brent kostete am Donnerstagmorgen zeitweise wieder mehr als 100 Dollar und damit rund neun Prozent mehr als am Vortag. Bei der US-Sorte WTI fiel der Anstieg ähnlich aus. Die Ölpreise waren in den vergangenen Tagen auf den höchsten Stand seit Sommer 2022 gestiegen.
Die freigegebene Reserve könnte derweil ausreichen, um die Blockade der Strasse von Hormus einige Zeit zu überbrücken. Nach Angaben der IEA passierten die Meerenge im vergangenen Jahr durchschnittlich 20 Millionen Barrel pro Tag. Die angekündigten 400 Millionen Barrel würden also genügen, um einen Ausfall für 20 Tage auszugleichen.
Allerdings dürfte es Wochen oder sogar Monate dauern, bis das Öl ankommt. Die USA versprachen, sich mit 172 Millionen Barrel zu beteiligen. Nächste Woche solle es losgehen, und die komplette Auslieferung könne rund 120 Tage dauern.
Die Schockwellen des Krieges sind derweil für Verbraucher in aller Welt zu spüren: In Deutschland stieg diese Woche selbst der Durchschnittspreis für die günstigste gängige Benzinsorte E10 auf über zwei Euro pro Liter. Die Bundesregierung will Tankstellen deshalb verbieten, die Preise mehr als einmal täglich anzuheben. Auch in den USA - selbst einer der grössten Ölproduzenten der Welt - zeigen die Tankstellen die höchsten Preise seit 2024 an.
Besonders gravierend dürften die Folgen derweil für Asien sein. Vier von fünf Ölfässern, die die Strasse von Hormus passieren, gehen nach IEA-Angaben dorthin. Viele Aktienmärkte in Asien gingen infolge der steigenden Ölpreise bereits auf Talfahrt, etwa in Japan.
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08:08
Der Schweizer Aktienmarkt notiert im vorbörslichen Handel bei der Bank Julius Bär im Minus. Dabei verliert der Swiss Market Index SMI 0,72 Prozent auf 12'865 Punkte.
Der breite Markt steht mit 0,36 Prozent im Minus. Dabei fallen die Titel von Also mit -1,798 Prozent auf. Hingegen überzeugen die vorgelegten Jahresergebnisse 2025 von Accelleron (+1,21 Prozent), Autoneum (+0,38 Prozent) und Bachem (+4,64 Prozent) die Anleger.
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07:54
Der US-Dollar hat seine Gewinne am Donnerstagmorgen weiter ausgebaut. Daran sind nicht zuletzt die erneut steigenden Ölpreise schuld. Der Dollar wird in diesem Umfeld als Weltleitwährung wieder verstärkt gesucht. Zudem dürfte die US-Wirtschaft weniger durch die Ölpreisentwicklung belastet sein. Schliesslich sind die USA ein Nettorohölexporteur.
Insgesamt aber bleibt die Lage am Persischen Golf undurchsichtig. Trotz der von US-Präsident zur Schau gestellten Zuversicht, gelingt es den iranischen Truppen, Schiffe in oder in der Nähe der Strasse von Hormus zu beschiessen. Die Passage ist weiterhin zu risikoreich und wird weitestgehend gemieden. Damit einhergehend lasten die erhöhten Öl- und Gaspreise auf dem Sentiment der Märkte.
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07:30
Der Dax hatte am Mittwoch 1,4 Prozent auf 23'640 Punkte verloren. Der weiter eskalierende Nahostkrieg dürfte nach Ansicht vieler Experten die Wirtschaft bremsen und die Inflation erhöhen. «Je länger die militärische Auseinandersetzung anhält und die Energiepreise ein hohes Niveau aufweisen, desto grösser sind die inflationären und konjunkturellen Auswirkungen», schrieben die Analysten der Helaba.
Anleger werden die im Tagesverlauf erwarteten Frühjahrsprognosen der Forschungsinstitute Ifo, IfW und RWI genau betrachten. Am Donnerstag legen zudem unter anderem Brenntag, Zalando SE, RWE und BMW ihre Zahlen vor, die Deutsche Bank veröffentlicht ihren ausführlichen Geschäftsbericht. Die Piloten der Lufthansa treten in einen zweitägigen Streik, der den Flugbetrieb am Donnerstag und Freitag erheblich beeinträchtigen dürfte.
Aus den USA stehen Daten zu den Hausbaubeginnen und die Arbeitslosenerstanträge an.
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06:55
Der Ölpreis ist wieder über 100 Dollar je Barrel gestiegen, nachdem der Oman alle Schiffe von seinem wichtigsten Ölexportterminal abgezogen hat und in irakischen Gewässern zwei Tanker angegriffen worden sind. Diese Entwicklungen verdeutlichen, wie sich die Risiken des Iran-Kriegs zunehmend über den Nahen Osten ausbreiten.
Der Preis der Nordsee-Sorte Brent, der als globales Marktbarometer gilt, ist am Donnerstag um zeitweise 10 PRozent gestiegen, womit das Barrel 101,59 Dollar kostete. Die Notierung der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) kletterte auf fast 96 Dollar.
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06:15
Der Swiss Market Index tendiert im vorbörslichen Handel bei der Bank IG 0,59 Prozent im Minus bei 12'803 Punkten.
Am Donnerstag stehen die Zahlenvorlagen der beiden Blue Chips Swiss Life und Geberit im Fokus.
Weiter legen die Technologiefirma Accelleron, die beiden Lagerlogistikfirmen Interroll und Kardex sowie der Medizintechniker Polypeptide, der Automobilzulieferer Autoneum und der Pharmazulieferer Bachem ihre Jahresergebnisse für 2025 vor.
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05:45
Die Sorge vor einer Eskalation im Persischen Golf und sprunghaft steigende Ölpreise haben die asiatischen Börsen am Donnerstag stark belastet.
Nach Berichten über Angriffe auf Tanker und die Schliessung von Ölterminals schossen die Rohölpreise um neun Prozent auf über 100 Dollar je Barrel - ein Niveau, das die Inflationssorgen weltweit anheizt und höhere Zinsen befürchten lässt. Die Ankündigung der Internationalen Energieagentur (IEA), 400 Millionen Barrel Öl aus strategischen Reserven freizugeben, konnte die Anleger nicht beruhigen.
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05:15
Auslöser waren Berichte, wonach zwei Tanker in irakischen Gewässern von mit Sprengstoff beladenen iranischen Booten getroffen wurden. Zudem hätten irakische Ölhäfen den Betrieb komplett eingestellt, meldeten Staatsmedien. Bloomberg berichtete, Oman evakuiere vorsorglich alle Schiffe aus seinem wichtigen Öl-Exportterminal Mina Al Fahal.
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04:45
Am Devisenmarkt suchten nervöse Anleger Zuflucht im Dollar, während Währungen von Netto-Energieimporteuren unter Druck gerieten. Der Euro gab 0,3 Prozent auf 1,1536 Dollar nach und markierte damit den schwächsten Stand seit November. Der Dollar legte zum Yen um 0,1 Prozent auf 159,12 Yen zu - das höchste Niveau seit Januar. Der australische Dollar verlor 0,3 Prozent auf 0,7133 Dollar.
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23:00
Inflationssorgen im Zuge des Iran-Krieges haben den Dow Jones Industrial am Mittwoch erneut belastet. Denn die Angst vor einer längeren Unterbrechung von Öllieferungen durch die Strasse von Hormus hatte die Ölpreise wieder ein Stück weit nach oben getrieben. Bei Techwerten sah es indes teils besser aus, nachdem der Soft- und Hardware-Hersteller Oracle mit aktuellen Quartalszahlen und einem optimistischeren Geschäftsausblick überzeugt hatte.
Der US-Leitindex Dow fiel um 0,61 Prozent auf 47'417,3 Punkte. Der technologielastige Nasdaq 100 legte geringfügig auf 24'965,1 Punkte zu. Und auch der marktbreite S&P 500 profitierte ein Stück weit von den Oracle-Zahlen, er gab nur minimal auf 6775,8 Punkte nach.
Im Fokus stand unverändert die faktisch gesperrte Strasse von Hormus. Irans Militärführung hat jedes Schiff und jede Ölladung für die USA, Israel und ihre Partner in der für den weltweiten Handel wichtigen Meerenge als legitimes Ziel von Angriffen bezeichnet.
Die Sperrung hält die Preise von Energieträgern wie Rohöl und Flüssiggas auf hohem Niveau, obwohl die Internationale Energieagentur als Reaktion auf den Iran-Krieg eine Rekordmenge strategischer Ölreserven freigeben will. Damit droht der weiter hohe Ölpreis unverändert die Inflation anzuheizen und gleichzeitig das Wirtschaftswachstum zu bremsen.
Aktien sind angesichts dieses Szenarios Experten zufolge mit hohen Risiken verbunden. Denn am Markt wird mittlerweile davon ausgegangen, dass die US-Notenbank wegen der aktuellen Inflationsgefahren die Leitzinsen in diesem Jahr nur einmal senken dürfte.
In diesem unsicheren Umfeld mieden Anleger die Aktien konjunktursensibler Unternehmen. So fielen am Dow-Ende die Titel des Produzenten von Beschichtungen und Farben Sherwin Williams um 2,3 Prozent. Für die Anteilsscheine des Konsumgüterproduzenten Procter & Gamble ging es um 1,7 Prozent nach unten.
Oracle kletterten um gut neun Prozent in die Höhe. Das Unternehmen habe mit dem beschleunigten Wachstum «geliefert», schrieb Analyst Mark Murphy von der Investmentbank JPMorgan. Er nahm die guten Nachrichten zum Anlass, die Aktien hochzustufen. Denn nach den zuletzt hohen Kursverlusten sei das Verhältnis von Chancen zu Risiken nun attraktiver geworden.
Freude kam auch bei den Aktionären von Unifirst auf. Der Bekleidungshersteller Cintas will den Uniformverleiher übernehmen und zahlt 310 US-Dollar je Aktie in bar sowie eigenen Papieren. Die Anteilsscheine von Unifirst schnellten um 6,6 Prozent auf knapp 275 Dollar nach oben. Cintas machten anfängliche Verluste schnell wett und stiegen am Ende um mehr als ein Prozent.
(cash/AWP/Reuters)

