Zu den aktuellen Kursen des Dow Jones geht es hier.

Zu den aktuellen Kursen des Nasdaq 100 geht es hier.

17:43

Der Schweizer Aktienmarkt geht gemessen am Swiss Market Index (SMI) mit einem Minus von 1,46 Prozent bei 13'023 Punkten aus dem Handel. Damit schliesst der hiesige Leitindex knapp über den Tagestiefstkursen. 

Einen turbulenten Handelstag verzeichneten die Aktien von Logitech. Während die am Mittwoch präsentierten Quartalsergebnisse die Erwartungen der Analysten übertrafen, bestünden weiterhin Bedenken hinsichtlich der stark steigenden Komponentenpreise und der anhaltenden makroökonomischen Herausforderungen. Zuerst ging es entsprechend mit dem Valor runter, dann hoch, ehe ein Tagestief von minus 10 Prozent zustande kam um 15 Uhr. Zum Börsenschluss konnten die Verluste auf minus 5,2 Prozent eingegrenzt werden.  

Als weitere Belastung für den hiesigen Markt erwies sich die Pharmabranche, nachdem die amerikanischen Pendants bereits am Vortag unter die Räder gekommen waren. Alle Gesundheitswerte unter den hiesigen Blue Chips geben nach. Roche verlieren 3,3 Prozent und Novartis 1,99 Prozent.

Auf der anderen Seite profitieren die Valoren von Partners Group mit einem Plus von 1,48 Prozent nach einer Hochstufung durch Kepler Cheuvreux. SikaZurich Insurance und Swisscom rückten je um rund 0,5 Prozent vor. 

Eine Herunterstufung bei den Aktien des Stromkonzerns BKW sorgte für Abgaben von 4,3 Prozent. Die ZKB hatte gleich eine doppelte Rückstufung vorgenommen. Nach der starken Kursentwicklung im Vorjahr und dem jüngsten Abschreiber sei die Bewertung mittlerweile ausgereizt, hiess beim zuständigen Analysten. 

Bewegung gab es auch bei den Immobilienwerten. PSP Swiss Property (+2,1 Prozent) und Swiss Prime Site (+1,9 Prozent) zogen an, da beide Titel von der UBS in einer Branchenstudie hochgestuft wurden. Demgegenüber ging es mit Mobimo (-0,77 Prozent) und Intershop (-2,0 Prozent) nach Rückstufungen in derselben Studie in die umgekehrte Richtung. 

Die Volatilität dürfte am Donnerstag anhalten, da die zur Veröffentlichung anstehenden Unternehmensresultate für deutliche Schwankungen führen könnten. Bei Roche wird eine implizierte Auf- oder Abwärtsbewegung von 2,8 Prozent erwartet, bei ABB eine von 4,4 Prozent sowie bei Givaudan von 3,0 Prozent. 

Bei den Techwerten Microsoft, Meta und Tesla, welche am Mittwoch nach US-Börsenschluss ihre Quartalszahlen vorlegen, werden noch höhere Volaititäten erwartet. Gemäss Daten von Bloomberg sollen sich die Kurse zwischen Plus und Minus 6 bis 8 Prozent bewegen. Fallen die Zahlen der Tech-Schwergewichte zudem schwach aus, könnte der Dollar erneut unter Druck geraten. 

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17:15

US-Finanzminister Scott Bessent hat die Notenbank Fed kurz vor ihrem Zinsentscheid aufgefordert, unvoreingenommen vorzugehen. In einem Interview mit CNBC erklärte ‌er ‌am Mittwoch ausserdem, er habe am Dienstag mit US-Präsident Donald Trump über dessen Wahl des nächsten Fed-Vorsitzenden gesprochen. Der Kreis der Kandidaten sei weder erweitert noch ​verkleinert worden. Neben dem Wirtschaftsberater des Weissen Hauses, ‌Kevin Hassett, und dem Ex-Notenbankdirektor Kevin ‌Warsh hatten auch Fed-Direktor Christopher Waller und der BlackRock-Manager Rick Rieder im Weissen Haus als Kandidaten für den Top-Job bei der Fed vorgesprochen. Vielleicht schon in der letzten Januarwoche könne Trump seine Entscheidung ⁠bekanntgeben, hatte Bessent jüngst wissen lassen.

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16:47

Europas grösster Kupferkonzern Aurubis hat ‌seine ‌Prognose für das Gesamtjahr angehoben. Das Unternehmen teilte am Mittwoch ​mit, für das Geschäftsjahr ‌2025/26 einen ‌operativen Vorsteuergewinn (EBT) von 375 bis 475 Millionen Euro anzupeilen. Bislang hatte Aurubis 300 ⁠bis 400 Millionen Euro erwartet. Als Grund verwies der Konzern ​auf höhere Metallpreise und ‌eine sehr ‍gute Nachfrage nach Kupferprodukten. Im ersten ​Quartal des Geschäftsjahres habe Aurubis im Rahmen der Markterwartungen ‌einen operativen Vorsteuergewinn ⁠von 105 Millionen ‌Euro erzielt nach 130 Millionen Euro vor ‍Jahresfrist. 

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16:16

Der israelische Pharmakonzern Teva und Sandoz-Konkurrent hat im vierten Quartal dank ‌starker Geschäfte ‌mit Markenmedikamenten besser abgeschnitten als gedacht. Der bereinigte Gewinn je Aktie stieg auf 96 Cent ​nach 71 Cent im Vorjahreszeitraum, ‌wie die Mutter ‌der deutschen Ratiopharm am Mittwoch mitteilte. Analysten hatten lediglich 64 Cent erwartet. Der Umsatz legte um elf Prozent auf 4,71 Milliarden ⁠Dollar zu. Rückenwind brachte auch eine Meilensteinzahlung für den Start einer klinischen Studie zur Behandlung ​der chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen Colitis ulcerosa und ‌Morbus Crohn. 

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16:04

An den US-Börsen haben zur Wochenmitte Gewinne im Technologiesektor den S&P 500 zum Auftakt erstmals über die Marke von 7'000 Punkten gehievt. Zuletzt stieg der marktbreite und daher besonders aussagekräftige Index um 0,31 Prozent auf 7'000 Punkte.

Der technologielastige Auswahlindex Nasdaq 100 legte um 0,82 Prozent auf 26'153 Zähler zu und kratzt damit an seinem Höchststand vom Oktober 2025. Verhalten präsentierte sich im frühen Mittwochshandel der Leitindex Dow Jones Industrial, der mit 48'010 Punkte um seinen Vortagesschluss pendelte.

Anleger verteilen im Tech-Sektor womöglich Vorschuss-Lorbeeren für die nach Handelsschluss angekündigten Geschäftszahlen der Tech-Riesen Microsoft , Meta und Tesla , auch wenn sich deren Aktienkurse am Mittwoch zunächst noch nicht allzu weit nach oben wagten.

Papiere von Halbleiter-Aktien waren gefragt nach überzeugenden Geschäftszahlen und Prognosen von Texas Instruments und dem niederländischen Chipindustrie-Ausrüster ASML . Die Tech-Rally sei wohl noch nicht vorbei, schrieb Claudia Panseri von UBS Wealth Management.

Im Fokus steht neben Quartalszahlen von US-Unternehmen ab 20.00 Uhr mitteleuropäischer Zeit der Zinsentscheid der US-Notenbank Fed. Dass die Währungshüter ihre Leitzinsen erst einmal nicht weiter senken werden, gilt am Markt als nahezu sicher.

Die Anleger interessiert vor allem der Konflikt um die Unabhängigkeit der Notenbank. Zuletzt eskalierte dieser mit der Einleitung rechtlicher Massnahmen gegen Fed-Chef Jerome Powell, dessen Amtszeit im Mai ausläuft.

US-Präsident Donald Trump übt schon seit längerer Zeit deutliche Kritik an der Geldpolitik der Fed und will einen neuen Notenbankchef nominieren, der sich für Leitzinssenkungen einsetzt. Gehandelt werden Rick Rieder, Top-Manager beim Vermögensverwalter Blackrock, der frühere Notenbanker Kevin Warsh und Trumps Wirtschaftsberater Kevin Hassett.

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15:32

Die Aktien an den US-Märkten entwickelten sich am Mittwoch kurz nach Börseneröffnung freundlich. Der Dow Jones notiert 0,1 Prozent höher, während der  S&P 500 um 0,3 Prozent zulegt. Kräftiger nach oben geht es mit dem Nasdaq Composite, der 0,66 Prozent hinzu gewinnt. 

Der Schweizer Aktienmarkt, gemessen am SMI, baut die Verluste weiter aus und notiert 1,3 Prozent tiefer. Einzig Partners Group und Sika stehen höher. 

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15:12

Ein überraschend starker Ausblick für das dritte Quartal treibt die Aktien von Seagate an. Die Papiere des Festplattenherstellers legen im ‌vorbörslichen US-Geschäft ‌um mehr als zehn Prozent zu. Im Sog dessen gewinnen auch die Papiere des Konkurrenten Western Digital mehr als acht Prozent. Seagate-Chef Dave Mosley zufolge treibt die Nachfrage nach Speicherlösungen für KI-Anwendungen das Geschäft an.

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15:00

An den US-Börsen zeichnen sich zur Wochenmitte unterschiedliche Entwicklungen ab. Vor Handelsbeginn notieren die Dow-Jones-Futures mit 0,1 Prozent minimal im Minus. Am Vortag hatte er unter dem Kurseinbruch des Versicherers UnitedHealth gelitten, der ein Schwergewicht im Index ist.

Dem technologielastigen Auswahlindex Nasdaq 100 winkt am Mittwoch indes ein fester Auftakt - die Futures notieren 0,7 Prozent im Plus, womit er auf Kurs zu seinem Ende Oktober markierten Rekord bleibt. Hier verteilten die Anleger offenbar schon Vorschuss-Lorbeeren für die erst nach Handelsschluss angekündigten Geschäftszahlen der Tech-Riesen Microsoft, Meta und Tesla, auch wenn sich das in deren vorbörslichen Kursen noch nicht bemerkbar machte. Die Tech-Rally sei wohl noch nicht vorbei, konstatierte Claudia Panseri von UBS Wealth Management.

Im Fokus stehen zunächst die Zahlen einiger Unternehmen, bevor ab 20.00 Uhr mitteleuropäischer Zeit der Zinsentscheid der US-Notenbank Fed in den Vordergrund rückt. Dass die Währungshüter ihre Leitzinsen erst einmal nicht weiter senken werden, gilt am Markt als nahezu sicher.

Die Anleger interessiert vor allem der Konflikt um die Unabhängigkeit der Notenbank. Zuletzt eskalierte dieser mit der Einleitung rechtlicher Massnahmen gegen Fed-Chef Jerome Powell, dessen Amtszeit im Mai ausläuft. US-Präsident Donald Trump übt schon seit längerer Zeit deutliche Kritik an der Geldpolitik der Fed und will einen neuen Notenbankchef nominieren, der sich für Leitzinssenkungen einsetzt.

Gehandelt werden Rick Rieder, Top-Manager beim Vermögensverwalter Blackrock, der frühere Notenbanker Kevin Warsh und Trumps Wirtschaftsberater Kevin Hassett. Trump hatte allerdings zur Überraschung vieler Beobachter verlautbart, dass er Hassett lieber auf seinem Posten im Weissen Haus belassen wolle.

Beim Telekomriesen AT&T zeichnet sich mit einem vorbörslichen Plus von 2,6 Prozent eine Kursstabilisierung ab, nachdem die Aktien jüngst auf den niedrigsten Stand seit rund einem Jahr abgesackt waren. Für die Anleger wog die überraschend gute Umsatz- und Ergebnisentwicklung im vergangenen Jahr offenbar schwerer als die enttäuschende Entwicklung bei den Mobilfunk-Neukunden. Zudem überraschte AT&T auch mit den neuen Internet-Glasfaseranschlüssen positiv.

Ein überraschend robuster Ausblick auf das laufende Quartal bescherte Texas Instruments ein Kursplus von 7,4 Prozent. Der Halbleiterkonzern profitierte davon, dass sich die Nachfrage nach Chips für industrielle Anwendungen und Autos zu erholen scheint.

Den Aktienkursen von US-Branchenkollegen wie MicronLam Research und KLA gab zudem die Euphorie über den Auftragseingang des niederländischen Maschinenherstellers für die Chip-Industrie ASML Schwung. Überzeugen konnte auch der Quartalsbericht des südkoreanischen Chipherstellers SK Hynix.

Bei GE Vernova honorierte der Markt die Zahlenvorlage vorbörslich nicht dauerhaft - die jüngst erholten Titel sanken zuletzt um 2,2 Prozent. Dabei profitierte der Energietechnikkonzern im Schlussquartal 2025 vom weltweiten Energiehunger und kann auf pralle Auftragsbücher blicken.

Für die Papiere des Mischkonzerns Danaher ging es trotz guter Zahlen um 2,4 Prozent bergab. Hier setzten sich die Gewinnmitnahmen der vergangenen Tage fort, nachdem die Aktien den höchsten Stand seit einem Jahr erreicht hatten.

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14:35

Tether, der Emittent des weltweit grössten Stablecoins, zählt zu den grossen Profiteuren der jüngsten Rekordrallye beim Goldpreis. Das Unternehmen erklärte, inzwischen zu den 30 grössten Goldhaltern weltweit zu gehören und damit Staaten wie Griechenland, Katar oder Australien zu übertreffen.

Nach Angaben von CEO Paolo Ardoino hält Tether derzeit rund 140 Tonnen Gold. Der Grossteil davon dient als Reserve, ein weiterer Teil deckt den goldgedeckten Stablecoin Tether Gold ab. Der Wert dieser Bestände beläuft sich auf über 23 Milliarden US-Dollar. Damit verfügt Tether über den grössten bekannten Goldbestand ausserhalb von Zentralbanken, ETFs und Geschäftsbanken, deren Tresore die wichtigsten Handelsplätze stützen.

Ardoino zufolge entwickelt sich Tether zunehmend zu einer Art «Gold-Zentralbank». Das Unternehmen habe zuletzt wöchentlich ein bis zwei Tonnen Gold gekauft und wolle dieses Tempo in den kommenden Monaten beibehalten. Allein im vierten Quartal 2025 kamen rund 27 Tonnen hinzu. Das physische Gold wird in einem ehemaligen Atomschutzbunker in der Schweiz gelagert.

Zudem rechnet Ardoino damit, dass Tether Gold bis Jahresende ein Umlaufvolumen von fünf bis zehn Milliarden US-Dollar erreichen könnte, verglichen mit aktuell rund zwei Milliarden. Dies würde weitere Goldkäufe nach sich ziehen.

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14:15

Die Aktie von Intel stand am Mittwoch im Fokus und legt in der Vorbörse über 5 Prozent zu, nachdem Finanzchef David Zinsner einen Aktienkauf offengelegt hatte und zudem Berichte aufkamen, wonach der Technologiekonzern Nvidia ab 2028 Teile seiner Chipproduktion über Intels Auftragsfertigung abwickeln könnte.

Laut Intel kaufte Zinsner am 26. Januar 5’882 Intel-Aktien zu einem Preis von 42,50 Dollar je Aktie.

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13:55

Die Aktie von Texas Instruments legt vorbörslich um zeitweise 8 Prozent zu, nachdem der Halbleiterkonzern Zahlen für das vierte Quartal vorgelegt hatte, die insgesamt im Rahmen der Erwartungen lagen. Der Umsatz stieg um 10 Prozent auf 4,42 Milliarden Dollar, getragen von einer deutlichen Erholung in den Bereichen Analogchips und Embedded-Systeme.

Für das erste Quartal stellt das Unternehmen einen Gewinn je Aktie von 1,22 bis 1,48 Dollar in Aussicht. Der Mittelwert liegt damit über der Analystenschätzung von 1,26 Dollar. Der Umsatz soll zwischen 4,32 und 4,68 Milliarden Dollar liegen, wobei auch hier der Mittelwert von 4,5 Milliarden Dollar die Markterwartungen von 4,42 Milliarden übertrifft.
 

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13:30

Die Aktien von Seagate Technology legten in der US-Vorbörse um 10 Prozent zu, nachdem der Speicherhersteller überzeugende Ergebnisse für das zweite Geschäftsquartal vorgelegt und einen starken Ausblick präsentiert hatte.

Für das dritte Geschäftsquartal stellt das Unternehmen einen bereinigten Gewinn je Aktie von 3,20 bis 3,60 Dollar in Aussicht. Der Mittelwert von 3,40 Dollar liegt deutlich über den Markterwartungen von 2,99 Dollar. Beim Umsatz rechnet Seagate mit 2,8 bis 3,0 Milliarden US-Dollar und übertrifft damit ebenfalls die Analystenschätzungen von 2,79 Milliarden US-Dollar. Auf Basis des Mittelwerts entspricht dies einem Umsatzwachstum von rund 34 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

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12:55

Die Futures für die US-Aktienmärkte notieren vor dem Start im Plus: 

Dow Jones Futures: +0,04 Prozent
S&P 500 Futures: +0,4 Prozent
Nasdaq Futures: +0,9 Prozent

Die Schweizer Börse gemessen am Swiss Market Index (SMI) verliert dagegen rund 1,3 Prozent.

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11:45

Am Schweizer Aktienmarkt ist am Mittwoch eine deutliche Anspannung zu spüren. Im Vorfeld der Zinsentscheidung der Federal Reserve am Abend nach Börsenschluss in Europa sowie der Zahlen mehrerer US-Technologiekonzerne zeigen sich die Anleger zurückhaltend. Hierzulande üben die schwachen Pharmaschwergewichte zusätzlichen Abgabedruck aus.

Die US-Notenbank wird am Abend den Leitzins aus Sicht von Experten nicht weiter senken. Im Dezember hatte sie den Zins noch um 0,25 Prozentpunkte reduziert, im vergangenen Jahr um insgesamt 0,75 Punkte. Begründet wurden die Senkungen auch mit einem sich abschwächenden Arbeitsmarkt. Die Attacken von US-Präsident Donald Trump und seine geforderten Leitzinssenkungen sorgten jüngst für Verunsicherung an den Finanzmärkten. "Der Fed kommt die schon länger absehbare Pause bei den Zinssenkungen daher wohl gelegen, da sie mit ihr ihre Unabhängigkeit demonstrieren kann", heisst es in einem Kommentar der Commerzbank

Der SMI notiert um 11:45 Uhr um 1,1 Prozent tiefer bei 13'065 Punkten. Der 30 Titel umfassende SLI gibt 1,1 Prozent auf 2116,9 Punkte nach und der breite SPI 1,1 Prozent auf 18'095 Zähler.

Einen turbulenten Start in den Handelstag verzeichneten die Aktien von Logitech. Zum Börsenauftakt gaben die Titel zunächst deutlich nach, drehten im Verlauf jedoch wieder ins Plus, bevor es erneut zu einer Richtungsänderung kam. Aktuell notieren die Papiere um 0,5 Prozent tiefer. Analysten verweisen in ihren Kommentaren auf starke Zahlen im wichtigen Weihnachtsquartal, weisen zugleich aber auf bestehende Unsicherheiten im Ausblick hin.

Ins Minus gedreht nach einem zunächst festen Start haben auch die Aktien von Lonza (-1,3 Prozent) nach Zahlen. Der Pharmazulieferer ist 2025 nicht zuletzt dank des Kaufs einer grossen Produktionsanlage von Roche in Kalifornien deutlich gewachsen. Die Guidance für 2026 wird von Marktteilnehmern jedoch als eher zurückhaltend interpretiert.

Als massgebliche Belastung für den hiesigen Markt erweist sich die Pharmabranche. Alle Gesundheitswerte unter den Blue Chips geben nach. So verlieren die Branchengrössen Roche (-2,7 Prozent) und Novartis (-2,1 Prozent) deutlich an Terrain. Sandoz, Galderma, Alcon und Straumann fallen um bis zu 3,6 Prozent. Belastend dürfte ein Entscheid in den USA wirken, der den Spielraum für höhere Medikamentenpreise einschränkt. Für die Branche sei dies zwar nur indirekt relevant, dennoch dürfte die Unsicherheit im Sektor weiter zunehmen, heisst es am Markt.

Der Grösste Gewinner von den Bluechips ist derzeit Partners Group (+0,3 Prozent), die von einer Hochstufung durch Kepler Cheuvreux profitieren. Daneben weisen noch Sika, Lindt&Sprüngli sowie die beiden Versicherer Zurich und Swiss Life knappe Gewinne von bis zu 0,3 Prozent auf.

Aus Branchensicht bleiben Tech-Aktien im Fokus. Nach einem überraschend starken Quartalsbericht und einem optimistischen Ausblick des Halbleiterindustrie-Ausrüsters ASML stehen die Titel ganz oben in der Anlegergunst. Der niederländische Konzern profitiert weiterhin stark vom KI-Boom, was auch auf hiesige Werte ausstrahlt. Nach einem starken Handelsstart haben bei VAT (-0,6 Prozent) und Inficon (-1,1 Prozent) mittlerweile aber Gewinnmitnahmen eingesetzt, während AMS Osram (3,9 Prozent) deutlich zulegen.

In den hinteren Reihen ziehen zudem die Immobilienwerte PSP Swiss Property (+1,9 Prozent) und Swiss Prime Site (+0,6 Prozent) an, die beide von der UBS in einer Branchenstudie hochgestuft wurden. Demgegenüber geraten Mobimo (-2,6 Prozent) und Intershop (-1,7 Prozent) nach Rückstufungen in derselben Studie deutlich unter Druck.

Durch Analystenkommentare sind auch SIG (+3,1 Prozent) bewegt. Sie fallen mit einem deutlichen Plus auf. Stützend wirkt hier eine Kurszielerhöhung durch die Citigroup.

Dagegen sorgt eine Herunterstufung bei den Aktien des Stromkonzerns BKW (-3,4 Prozent) für erneute Abgaben. Die ZKB hat gleich eine doppelte Rückstufung vorgenommen. Nach der starken Kursentwicklung im Vorjahr und dem jüngsten Abschreiber sei die Bewertung mittlerweile ausgereizt, heisst es

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10:58

Der Swiss Performance Index (SPI) notiert am Vormittag um 0,9 Prozent im Minus bei 18’140 Zählern. Lediglich Immobilientitel (+0,4 Prozent) befinden sich in der Gewinnzone. Versorger (-2,4 Prozent), Pharma (-2,1 Prozent) und der Industriesektor (-0,5 Prozent) gehören zu den Schlusslichtern. 

Von den 200 Unternehmen, sind 66 im Gewinn, 99 im Verlust und 35 unverändert.

Zur Heatmap der Schweizer Aktien geht’s hier lang.

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10:25

Die Aktien von LVMH fielen am Mittwoch nach der Veröffentlichung der Zahlen zum vierten Quartal um zeitweise über 7 Prozent. Der Markt zeigte sich enttäuscht über die schwächeren Margen des Luxuskonzerns sowie über den vorsichtigen Ton mit Blick auf erste Anzeichen einer Erholung der Nachfrage.

LVMH, der weltweit grösste Luxusgüterkonzern mit Marken von Louis Vuitton über Tiffany bis hin zu Moët-&-Chandon-Champagner, gilt als Gradmesser für die Branche. Die Kursbewegung belastete auch die Aktien von Richemont, des Gucci-Eigentümers Kering, von Moncler sowie von Hermès, die zwischen 1,3 und 5 Prozent nachgaben.

Der französische Konzern erklärte, dass die Verkäufe im wichtigen chinesischen Markt im Quartal gestiegen seien. Die Ergebnisse fielen jedoch weniger ermutigend aus als erwartet, nachdem Richemont und Burberry zu Monatsbeginn optimistischere Aussagen zu China gemacht hatten.

Analysten verwiesen zudem auf den deutlichen Umsatzrückgang im Wein- und Spirituosengeschäft von LVMH, der Anlass zur Sorge gebe, auch wenn dieser Bereich nur einen kleinen Teil des Gesamtumsatzes ausmache.

CEO Bernard Arnault sagte am Dienstag auf einer Pressekonferenz nach der Zahlenvorlage, LVMH werde auch in diesem Jahr die Kosten weiter begrenzen. Er betonte, dass geopolitische Krisen und wirtschaftliche Unsicherheit Gründe für Vorsicht seien.

Eine Kombination aus US-Zöllen, einem schwachen Dollar und einer nachlassenden Nachfrage habe die Gewinnmargen des Konzerns belastet. Finanzchefin Cécile Cabanis erklärte, für eine Erholung der Margen sei weiteres Umsatzwachstum erforderlich.

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10:00

Der Schweizer Aktienmarkt startet am Mittwoch mit Abgaben in einen datenreichen Handelstag. Im Vorfeld der Zinsentscheidung der Federal Reserve am Abend nach Börsenschluss in Europa sowie der Zahlen mehrerer US-Technologiekonzerne zeigen sich die Anleger zurückhaltend.

Zwar wird von der Fed keine Änderung des aktuellen Zinsniveaus erwartet, doch hoffen Investoren auf Hinweise zum weiteren geldpolitischen Kurs. Derzeit preisen die Märkte mögliche Zinsschritte frühestens ab März ein. Unterdessen setzt sich an den Devisenmärkten die Schwäche des US-Dollars fort, während der Franken weiter aufwertet. Auch der Goldpreis setzt seinen Rekordlauf fort.

Der SMI notiert um 09:55 Uhr um 0,70 Prozent tiefer bei 13'124,09 Punkten. Der 30 Titel umfassende SLI gibt 0,46 Prozent auf 2129,69 Punkte nach und der breite SPI 0,65 Prozent auf 18'177,09 Zähler.

Die deutlichsten Abgaben unter den Bluechips verzeichnet Logitech mit einem Minus von 4,5 Prozent. Der Hersteller von Computer- und Gamingzubehör hatte zwar starke Zahlen zum wichtigen Weihnachtsquartal vorgelegt. Die ZKB verweist in einem Kommentar aber auf die Unsicherheiten im Ausblick für die Bereiche Videokollaboration und im gesamten PC-Markt.

Fester präsentiert sich nach Zahlen dagegen Lonza (+3,1 Prozent). Der Pharmazulieferer ist 2025 nicht zuletzt dank des Kaufs einer grossen Produktionsanlage von Roche in Kalifornien deutlich gewachsen.

Klar abwärts geht es für Richemont (-1,8 Prozent) und Swatch (-1,7 Prozent). Im Handel wird auf die Zahlen von LVMH verwiesen, die als tendenziell durchwachsen gesehen werden.

Ein anhaltender Fokus liegt auf den Technologiewerten. Titel wie VAT Group (+1,6 Prozent), Comet (+1,8 Prozent) und AMS Osram (+3,7 Prozent) knüpfen an die jüngsten Gewinne an, gestützt durch starke Zahlen des Chipherstellers ASML. Eine Ausnahme ist Inficon (-0,8 Prozent), wo Händler von Gewinnmitnahmen sprechen.

Ebenfalls höher notieren die Immobilienwerte PSP Swiss Property (+4,0 Prozent) und Swiss Prime Site (+2,0 Prozent), die beide von der UBS hochgestuft wurden. Deutlich nach unten geht es mit den Aktien des Stromkonzerns BKW (-2,6 Prozent), nach einer doppelten Rückstufung durch die ZKB

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09:35

Neue Ratings und Kursziele für Schweizer Aktien:

Allreal: UBS erhöht auf 210 (173) Fr. – Neutral

Autoneum: Kepler Cheuvreux senkt auf 150 (160) Fr. – Hold

Belimo: Jefferies erhöht auf 1038 (989) Fr. – Buy

BKW: ZKB senkt auf Untergewichten (Übergewichten)

Comet: Vontobel erhöht auf 335 (275) Fr. – Buy

Intershop: UBS senkt auf Neutral (Buy) - Ziel 170 (163) Fr.

Kühne+Nagel: Barclays erhöht auf 150 (145) Fr. – Underweight

Mobimo: UBS senkt auf Sell (Neutral) - Ziel 330 (308) Fr

Partners Group: Kepler erhöht auf Buy (Hold) - Ziel 1260 (1140) Fr.

PSP Swiss Property: UBS erhöht auf Buy (Neutral) - Ziel 162 (148) Fr.

Siegfried: Octavian erhöht auf Kaufen; Ziel 125 Franken

SIG: Citigroup erhöht auf 13,80 (11,80) Fr. - Buy

SPS: UBS erhöht auf Neutral (Sell) - Ziel 125 (106) Fr.

Swisscom: Vontobel erhöht auf 570 (548) Fr. - Hold

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09:09

Der Schweizer Aktienmarkt dürfte am Mittwoch zurückhaltend in einen datenreichen Tag starten. Die Vorgaben geben keine eindeutige Richtung vor. Und vor der Zinsentscheidung der US-Notenbank Fed am Abend nach dem europäischen Börsenschluss und den Zahlen wichtiger US-Techkonzerne werde sich aber niemand zu weit aus dem Fenster lehnen wollen, heisst es am Markt.

Vom Fed wird zwar keine Veränderung des aktuellen Zinsniveaus erwartet, allerdings erhoffe sich Investoren Anzeichen für den weiteren Kurs. Aktuell erwarten Marktteilnehmer eher ab März mögliche Zinsschritte der US-Währungshüter. Unterdessen setzt sich an den Devisenmärkten die Talfahrt des US-Dollars fort, während der Franken immer weiter aufwertet. Dies dürfte hierzulande Fragen mit Blick auf die SNB aufwerfen. Auch der Goldpreis setzt seinen Rekordlauf fort.

Der SMI notiert kurz nach Börsenstart um 0,5 Prozent tiefer bei 13'145 Punkten. 12 SMI-Werte notieren im Minus, ergänzt durch einige positive Ausreisser nach oben.

Die deutlichsten Verluste unter den Bluechips verzeichnet Logitech mit einem Minus von 4,5 Prozent. Der Hersteller von Computer- und Gamingzubehör scheint trotz starker Zahlen zum wichtigen Weihnachtsquartal Anlegerinnen und Anleger nicht überzeugt zu haben.

Dagegen präsentiert sich Lonza (+3,8 Prozent) deutlich fester. Der Pharmazulieferer ist 2025 nicht zuletzt dank des Kaufs einer grossen Produktionsanlage von Roche in Kalifornien deutlich gewachsen. Rückenwind erhalten zudem die Aktien der Partners Group (+0,3 Prozent) durch eine Kaufempfehlung von Kepler Cheuvreux.

Klar abwärts geht es dagegen für Richemont (-2,1 Prozent). Im Handel wird auf die Zahlen von LVMH verwiesen, die als tendenziell durchwachsen gesehen werden.

Ein anhaltender Fokus liegt auf den Technologiewerten. Titel wie VAT (+2,3 Prozent), Comet (+2,2 Prozent), AMS Osram und Inficon (+2,1 Prozent) knüpfen an die jüngsten Gewinne an, gestützt durch starke Zahlen des Chipherstellers ASML.

Ebenfalls höher notieren die Immobilienwerte PSP Swiss Property (+2,4 Prozent) und Swiss Prime Site (+1,2 Prozent), die beide von der UBS hochgestuft wurden.

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08:08

Der Schweizer Aktienmarkt (SMI) wird im vorbörslichen Handel bei Julius Bär 0,1 Prozent tiefer auf 13'205 Punkten indiziert. Logitech (+2,6 Prozent), Lonza (+1,4 Prozent), Partners Group (+1,1 Prozent) und Zurich (+0,5 Prozent) legen zu. Die Kursverluste der übrigen SMI-Titel fallen zwischen 0,1 und 2,1 Prozent (Richemont).

Der breite Markt dürfte dagegen stärker in den Tag starten – mit einem Plus von 0,4 Prozent. Die höchsten Bewegungen werden bei den Aktien von ams-Osram (+1,8 Prozent), Belimo (+2,4 Prozent), Comet (+2,4 Prozent), Inficon (+1,9 Prozent), PSP Swiss Property (+4 Prozent), SPS (+2 Prozent), Siegfried (+0,9 Prozent), VAT (+4,6 Prozent) und BKW (-1,5 Prozent) prognostiziert.

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07:30

Elon Musks SpaceX erwägt laut einem Bericht der Financial Times vom Mittwoch einen Börsengang zur Jahresmitte im Juni und strebt dabei eine Kapitalaufnahme von bis zu 50 Milliarden US-Dollar bei einer Bewertung von rund 1,5 Billionen US-Dollar an. Die Zeitung beruft sich dabei auf mit der Angelegenheit vertraute Personen.

Reuters konnte den Bericht zunächst nicht unabhängig verifizieren. SpaceX reagierte nicht auf eine Anfrage von Reuters zur Stellungnahme.

Das kolportierte Emissionsvolumen würde frühere Berichte verdoppeln und den Börsengang des Raketen- und Satellitenunternehmens zum grössten IPO der Geschichte machen – nach dem 29 Milliarden US-Dollar schweren Börsengang von Saudi Aramco im Jahr 2019.

SpaceX-Finanzchef Bret Johnsen führt der Zeitung zufolge seit Mitte Dezember zudem Gespräche und Zoom-Calls mit bestehenden privaten Investoren, um einen Börsengang zur Jahresmitte 2026 auszuloten.

Reuters hatte vergangene Woche berichtet, dass SpaceX vier Wall-Street-Banken für führende Rollen bei seinem Börsendebüt in Stellung bringt.

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07:00

Am Mittwoch wird der europäische Stoxx 600 vorbörslich tiefer gesehen. Die Futures-Kontrakte notieren um 0,1 Prozent im Minus. Der deutsche Dax dürfte gemäss Berechnungen von Banken und Brokerhäusern ebenfalls leicht fallen (-0,06 Prozent).

Der Swiss Market Index (SMI) notiert vorbörslich bei der IG Bank um 0,28 Prozent niedriger bei 13'181 Punkten.

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06:20

Der Swiss Market Index (SMI) steht vorbörslich bei der IG Bank 0,31 Prozent tiefer bei 13'174 Punkten.

Die Schweizer Börse geht mit gemischten Vorgaben in den neuen Handelstag. In den USA haben sich die Indizes am Vorabend uneinheitlich entwickelt. So hat der Leitindex Dow Jones mit deutlichen Abgaben geschlossen, während die technologielastige Nasdaq vor den Quartalsbilanzen wichtiger Tech-Firmen wie Microsoft, Meta oder Tesla klar zulegen konnte. Der breite S&P 500 erreichte ein weiteres Rekordhoch, während sich der Ausverkauf des Dollars am Dienstagabend beschleunigt hat.

Im Fokus steht für die Finanzmärkte am Mittwoch aber der am Abend Schweizer Zeit anstehende Zinsentscheid der US-Notenbank Fed. Zwar wird allgemein erwartet, dass das Fed die Zinsen unverändert lässt - dies trotz der anhaltenden Forderungen von US-Präsident Donald Trump nach weiteren Zinssenkungen.

Das Treffen könnte aber erste Hinweise über die künftige Besetzung des Fed-Vorsitzes liefern, heisst es. Die reguläre Amtszeit von Fed-Chef Jerome Powell läuft im Mai aus und es ist klar, dass Präsident Trump nicht beabsichtigt, ihn erneut als Vorsitzenden zu ernennen. Zuletzt eskalierte der Konflikt mit dem US-Präsidenten mit der Einleitung rechtlicher Massnahmen gegen Powell.

Hierzulande setzt sich am Mittwoch die Berichtssaison mit den Jahreszahlen des Pharma-Zulieferers Lonza fort, nachdem der PC-Zubehörhersteller Logitech in der Nacht seine Quartalszahlen publiziert hat. Am Abend erfolgt dann ein Trading-Update des Stromzähler-Spezialisten Landis&Gyr. Von volkswirtschaftlicher Seite steht der UBS-CFA Index für den Januar auf dem Programm.

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05:12

Äusserungen von US-Präsident Donald Trump haben den Dollar am Mittwoch auf Talfahrt geschickt. Anleger werteten seine ‌gleichgültige ‌Haltung zum jüngsten Kursverfall als grünes Licht für weitere Verkäufe. «Dem Dollar geht es grossartig», sagte Trump auf die Frage eines Journalisten, ob der ​Dollar zu stark gefallen sei. «Devisenmarkt-Teilnehmer sind ‌immer auf der Suche ‌nach einem Trend, auf den sie aufspringen können», sagte Steve Englander, Währungsexperte bei Standard Chartered. «Wenn der Präsident Gleichgültigkeit äussert oder die Bewegung sogar gutheisst, ermutigt das Dollar-Verkäufer, weiter Druck zu machen.» An ⁠den asiatischen Börsen sorgte die Entwicklung für gemischte Kurse. Während der südkoreanische Kospi auf ein Rekordhoch kletterte, gab der japanische Nikkei-Index nach.

Der Dollar-Verfall ​hievte den Euro erstmals seit 2021 über die ‌Marke von 1,20 Dollar. Der ‍australische Dollar stieg auf ein Drei-Jahres-Hoch von über 70 US-Cent. Auch der japanische Yen ​legte deutlich zu.

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04:20

Die Dollar-Schwäche verhalf dem Goldpreis zu einem neuen Rekordhoch von 5.188,95 Dollar je Feinunze. US-Rohöl der Sorte WTI verteuerte ‌sich auf 62,54 Dollar je ⁠Barrel. Die Kryptowährung Bitcoin profitierte kaum von ‌der Entwicklung und notierte weiter unter 90.000 Dollar.

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02:30

Hohe Kursverluste der Aktien von Krankenversicherern und steigende Tech-Schwergewichte haben am Dienstag das Bild an den US-Börsen geprägt. Im Leitindex Dow Jones Industrial brachen die Papiere des Versicherers UnitedHealth um fast 20 Prozent ein. Als ein Schwergewicht im Index drückten die Verluste den Dow um 0,83 Prozent nach unten auf 49.003,41 Zähler.

Der S&P 500 erreichte dagegen ein weiteres Rekordhoch. Der marktbreite Index schloss mit 0,41 Prozent im Plus bei 6978,60 Punkten. Hier ist nun die runde Marke von 7.000 Zählern in unmittelbarer Reichweite.

Auch an der technologielastigen Nasdaq-Börse ging es mit den Kursen überwiegend nach oben. Anleger könnten sich damit kurz vor den Quartalsbilanzen von Branchengrössen wie Microsoft , Apple und Tesla für erfreuliche Geschäftszahlen positioniert haben. Der Nasdaq 100 legte um 0,88 Prozent auf 25.939,74 Punkte zu, angetrieben vor allem von Aktien aus der Chip-Industrie.

Die Papiere von Krankenversicherern litten stark unter regulatorischen Vorgaben. So knickten die Papiere von CVS Health um mehr als 14 Prozent ein. Humana rutschten um gut 21 Prozent ab. Die US-Regierung hatte angekündigt, die Zahlungen an private Medicare-Versicherungen für die von den Konzernen betreuten, sogenannten Advantage-Pläne im nächsten Jahr quasi unverändert lassen zu lassen. Analysten hatten hingegen einen Anstieg von bis zu 6 Prozent erwartet. Entsprechend gross war die Enttäuschung der Anleger. Diese waren bislang davon ausgegangen, dass Präsident Donald Trump privaten Medicare-Plänen gegenüber wohlwollender eingestellt ist als sein Vorgänger.

Daneben sorgten die Quartalsbilanzen der Unternehmen für Bewegung und überwiegend für Kursgewinne. Der Autokonzern General Motors (GM) will nach einem milliardenschweren Quartalsverlust seine Anleger mit einem Aktienrückkauf bei Laune halten. Die Anleger überzeugte zudem die Gewinnprognose des Unternehmens. Dessen Anteilsscheine zogen um 8,8 Prozent an auf ein Hoch seit etlichen Jahren. Ford -Aktien gewannen im Fahrwasser von GM 3,7 Prozent.

Bei dem Luftfahrt- und Rüstungskonzern RTX sind die Geschäfte Ende 2025 deutlich besser gelaufen als gedacht. So erzielte der konzerneigene Triebwerkshersteller Pratt & Whitney im vierten Quartal deutlich mehr Umsatz als von Analysten erwartet. Am Finanzmarkt kamen die Neuigkeiten gut an: Die RTX-Aktien stiegen um 3,7 Prozent.

Der US-Rüstungskonzern Northrop Grumman profitiert ähnlich wie die gesamte Branche von den global steigenden Rüstungsbudgets. Nach anfänglichen Kursverlusten drehten die Aktien ins Plus, das am Schluss 2,7 Prozent betrug.

Aktien von UPS gewannen 0,2 Prozent. Nach einem Umsatzrückgang im Vorjahr will der DHL-Konkurrent im laufenden Jahr wieder zulegen.

(cash/AWP/Bloomberg/Reuters)

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