16:39

Der deutsche Konzern Bayer will nach seinem juristischen Erfolg vor dem US-Supreme-Court die Abweisung gebündelter Klagen im Streit um mutmassliche Krebsrisiken des Unkrautvernichters Glyphosat erreichen. Offiziellen Gerichtsakten zufolge sind in dem ‌Verfahren ⁠auf Bundesebene noch knapp 4000 Klagen anhängig. Bayer spricht wiederum von rund 200 Klagen und verweist darauf, ⁠dass die Daten noch nicht aktualisiert worden seien.

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15:51

Die jüngste Verschärfung der Krise im Nahen Osten hat am Mittwoch Kursverluste an den Aktienmärkten der USA nach sich gezogen. Der Leitindex Dow Jones Industrial verlor im frühen Handel 0,8 Prozent auf 52'510 Punkte. Damit ist der jüngste Rekordlauf des Dow vorerst beendet.

Nach der jüngsten Eskalation im Iran-Krieg hat US-Präsident Donald Trump mit weiteren Angriffen gedroht. Das Militär habe den Iran mit seinen Attacken vergangene Nacht «hart getroffen» und «wir werden sie höchstwahrscheinlich auch heute Nacht wieder hart treffen», sagte er bei einem Treffen mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj am Rande des Nato-Gipfels im türkischen Ankara.

Der marktbreite S&P 500 Index gab um 0,4 Prozent auf 7472 Zähler nach. Beim von den Tech-Giganten Nvidia, Apple, Microsoft und Amazon dominierten Nasdaq 100 fiel der Verlust mit 0,1 Prozent auf 29'146 Punkte moderat aus.

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15:43

Die Ölpreise haben am Mittwoch nach Aussagen von US-Präsident Donald Trump zum Iran-Krieg deutlich zugelegt. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im August stieg auf 78,16 US-Dollar. Damit stieg der Preis der globalen Referenzsorte um 5,35 Prozent.

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15:30

Die US-Börsen eröffnen tiefer. Der Dow Jones steht 1,1 Prozent tiefer, während der S&P 500 Index 0,63 Prozent nachgibt und der Nasdaq 100 Index 0,57 Prozent verliert. 

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14:45

vor Handelsbeginn taxierte der Broker IG den Dow Jones Industrial 0,9 Prozent tiefer auf 52.475 Punkte. Den technologielastigen Nasdaq 100 sieht IG ebenfalls 0,9 Prozent im Minus bei 28.919 Zählern.

Im vorbörslichen Handel am Mittwoch standen nach Trumps Äusserungen vor allem Aktien von Fluggesellschaften und Kreuzfahrtunternehmen unter Druck. So verbuchten die Papiere von United Airlines , Delta Air Lines und American Airlines Verluste zwischen 2,6 und 3,5 Prozent. Die Titel von Carnival und Royal Caribbean büssten jeweils 2,0 Prozent ein.

Dagegen profitierten die Anteilsscheine von Ölkonzernen vorbörslich von deutlich gestiegenen Ölpreisen. Für Chevron ging es zuletzt um 1,6 Prozent nach oben, ExxonMobil legten um 1,3 Prozent zu.

Die Aktien von Apple und Broadcom reagierten im vorbörslichen Handel kaum auf die Nachricht über einen neuen Deal beider Unternehmen im Volumen von mehr als 30 Milliarden US-Dollar. Der iPhone-Hersteller will von dem Halbleiter-Hersteller mehr als 15 Milliarden Chips in den USA produzieren lassen. Dabei werde es sich um Technik rund um die Anbindung zu Kommunikations-Netzen handeln, hiess es. Allerdings hatte Broadcom bereits am Montag eine bis zum Jahr 2031 verlängerte Technologiepartnerschaft mit Apple angekündigt.

Die Aktien von FuelCell Energy brachen vorbörslich um knapp 20 Prozent ein. Das Wasserstoff-Unternehmen hatte eine Kapitalerhöhung um 200 Millionen Dollar angekündigt und diese wenig später auf 225 Millionen Dollar ausgeweitet.

Die Titel des Halbleiter-Unternehmens Navitas sackten vorbörslich um 5,3 Prozent ab, nachdem der Wettbewerber Wolfspeed bei einem US-Bezirksgericht im Staat Delaware Klage gegen Navitas wegen angeblicher Patentverletzungen eingereicht hatte. Wolfspeed-Titel verloren 2,6 Prozent.

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13:05

Die Futures der US-Aktienmärkte befinden sich in der Verlustzone:

- Dow-Jones-Futures: minus 1,02 Prozent.
- S&P-500-Futures: minus 0,81 Prozent.
- Nasdaq-Futures: minus 1,16 Prozent.

Unterdessen steht die Schweizer Börse gemessen am SMI 1,38 Prozent tiefer. Am schwächsten sind dabei die Aktien von Sika (minus 4,2 Prozent). Swisscom ist am ehesten gefragt und verteidigt knapp die Nulllinie.

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11:35

Der SMI fällt um 1,6 Prozent auf 14'126 Punkte. Der SPI sinkt ebenfalls um 1,6 Prozent und fällt damit unter die 20'000-Punkte-Marke.

Damit baut der Schweizer Aktienmarkt die Verluste vom Mittwochmorgen aus. US-Präsident Trump hatte am Nato-Gipfel den Waffenstillstand mit Iran als beendet erklärt, was den zuvor schon schwachen Leitindex noch einmal absacken liess. Dies und schon die zuvor wieder aufgeflammten Scharmützel belasten die Stimmung deutlich, wobei insbesondere Bauzulieferer unter Druck geraten. Auch der Ölpreis hat seinen Anstieg noch einmal beschleunigt.

Konjunkturell gesehen rückt am Berichtstag das Protokoll der jüngsten Zinssitzung der US-Notenbank in den Fokus, das nach Börsenschluss in Europa publiziert wird. Die Investoren versprechen sich davon Hinweise auf die künftige Zinspolitik, zumal der neue Fed-Chef Kevin Warsh noch nicht so gut gelesen werden kann. Die Notenbanken befänden sich wegen der steigenden Inflation in Kombination mit einer nachlassenden Konjunkturdynamik in einem Dilemma, heisst es etwa in einer Einschätzung von Raiffeisen Schweiz in diesem Zusammenhang. Für eine expansivere Geldpolitik bestehe trotz nachlassender Konjunkturdynamik derzeit kein Spielraum. Die zu Jahresbeginn vom Markt erwarteten Zinssenkungen seien damit vom Tisch

Entsprechend der neuen Eskalationen in der Golfregion hat sich auch der Ölpreis bereits über Nacht wieder über 76 US-Dollar verteuert. Der Preis für ein Fass der Sorte Brent ist nach den Aussagen von Trump am Rande des Nato-Gipfels in Ankara mittlerweile gar auf über 78 Dollar geklettert. Der Bitcoin hingegen hat den umgekehrten Weg eingeschlagen und ist wieder unter 62'000 US-Dollar gesunken.

Die neueste Pirouette des US-Präsidenten drückt insbesondere auf baunahe Aktien. Nebst Sika (-4,7 Prozent) am Tabellenende geben auch Holcim (-3,2 Prozent) oder Geberit (-3,3 Prozent) markant nach. Auch die im frühen Geschäft noch in der Gewinnzone liegenden Amrize (-1,7 Prozent) stehen mittlerweile klar tiefer.

Betroffen sind davon auch einige Werte im breiten Markt wie Belimo (-7,3 Prozent), Implenia (-3,6 Prozent) oder Georg Fischer (-3,3 Prozent).

Bei den Blue Chips geben weiter Richemont (-3,3 Prozent), Givaudan (-2,3 Prozent) und ABB (-1,8 Prozent) oder aus dem Finanzsektor Partners Group (-2,1 Prozent) und UBS (-1,4 Prozent) klar nach. Kühne+Nagel schwanken zwischen minus und plus 0,1 Prozent.

Auch die Schwergewichte entziehen sich dem Abwärtssog nicht, am meisten fallen Roche (-1,7 Prozent) zurück, gefolgt von Novartis (-1,0 Prozent) und Nestlé (-0,8 Prozent).

Im breiten Markt fallen zudem einige Industrie-Aktien wie Komax (-5,1 Prozent), OC Oerlikon (-4,0 Prozent) Bystronic (-3,9 Prozent), Dormakaba (-3,8 Prozent) oder Bossard (-3,7 Prozent) mit deutlichen Abschlägen auf.

Gegen den Trend ziehen dagegen Kuros um 8,6 Prozent massiv an. Mit Berenberg hat ein viertes Analysehaus die Abdeckung der schwankungsanfälligen Biotech-Aktien aufgenommen. Und wie bereits die anderen drei empfiehlt auch der Berenberg-Experte die Aktien zum Kauf.

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11:05

Angesichts ‌der ⁠steigenden Ölpreise sind die Aktien europäischer Ölkonzerne im Aufwind. Der entsprechende Branchenindex ⁠rückt um 1,9 Prozent vor. Die Titel von TotalEnergies, OMV, Shell und BP ‌gewinnen zeitweise mehr als zwei Prozent. ‌

Die wiederaufgeflammten Spannungen im Nahen Osten ​haben die Preise für das Nordseeöl Brent und WTI nach oben getrieben. US-Präsident Donald Trump erklärte die Absichtserklärung zur Beendigung des Konflikts mit dem Iran für hinfällig. Zuvor hatte der Iran als ‌Reaktion auf jüngste US-Luftangriffe militärische Einrichtungen der USA in Bahrain und Kuwait attackiert.

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10:55

Die Aktien von Kuros steigen um fast 10 Prozent auf 21,50 Franken und sind damit die stärksten am breiten Schweizer Aktienmarkt.

Grund für die Gewinne ist die Erstabdeckung durch die Privatbank Berenberg. Der zuständige Analyst stuft die Titel des Biopharmaunternehmens aus Schlieren mit «Buy» ein und sieht das Kursziel bei 32 Franken.

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09:45

Der Schweizer Aktienmarkt fällt gemessen am SMI um 0,9 Prozent. Der Leitindex steht bei 14'227 Punkten. Derweil verliert der SPI ebenfalls 0,9 Prozent, womit er auf 20'016 Zähler absinkt.

Belastet wird die Stimmung insbesondere von neuen Eskalationen im Nahen Osten, welche gleichzeitig den zuletzt stabilen Ölpreis wieder nach oben treiben. Zudem sind die Vorgaben sowohl aus den USA als auch aus Asien mehrheitlich negativ. In Asien ist insbesondere der südkoreanische Kospi nach der Samsung-Schwäche des Vortages weiter nach unten gerauscht. Aber auch an anderen grösseren Börsenplätzen in Europa gehen die Kurse Richtung Süden.

In Reaktion auf Attacken gegen Tanker in der Strasse von Hormus hat das US-Militär Dutzende Ziele im Iran angegriffen. Zudem setzen die USA Sanktionen auf iranisches Öl wieder in Kraft. Irans Militär wiederum kündigte eine Reaktion auf die US-Angriffe an. Kurz darauf meldete die Armee des mit Washington verbündeten Golfstaats Kuwait feindlichen Beschuss. Auch in Bahrain heulten am frühen Morgen die Sirenen. «Was für ein friedvoller Friedensprozess!», kommentierte dies die Onlinebank Swissquote in einem Kommentar.

Parallel zu den neuen Eskalationen im Iran hat der Ölpreis zuletzt auf über 76 US-Dollar wieder stark angezogen. Der Preis für ein Fass der Sorte Brent liegt damit so hoch wie seit zwei Wochen nicht mehr.

Zu den grösseren Verlierern gehören derzeit Roche (-1,4 Prozent). Die Inhaberaktien geben damit die Vortagesgewinne von über 2 Prozent zu einem guten Teil wieder her. Die Aktie fällt in jüngster Vergangenheit mit einer unüblich hohen Volatilität auf.

Aber auch die Verluste von Novartis (-0,7 Prozent) und Nestlé (-0,8 Prozent) belasten den Gesamtmarkt.

Unter erhöhtem Abgabedruck stehen zudem baunahe Werte wie Sika (-1,7 Prozent) am Tabellenende, Holcim oder Geberit (je -1,0 Prozent). Eine deutliche Kurszielerhöhung durch Goldman Sachs verbunden mit der Bestätigung der Kaufempfehlung scheint damit zumindest für den Moment wirkungslos zu verpuffen. Gegen den Trend halten sich bei den Bauzulieferern Amrize (+0,4 Prozent) knapp im Plus.

Stärker legen einzig noch Kühne+Nagel (+1,2 Prozent) zu.

09:10

Der SMI startet 1 Prozent im Minus und notiert damit bei 14'360 Punkten. Der SPI fällt um 0,8 Prozent auf 20'046 Zähler.

Den grössten Zuwachs verzeichnet Kühne+Nagel, die Aktien des Logisikkonzerns steigen um 1,3 Prozent. Deutliche Verluste sehen Sika (-2 Prozent) und Roche (minus 1,5 Prozent).

Am breiten Markt verbessern sich Centiel (plus 1,7 Prozent) sowie BVZ und Idorsia (je plus 1,5 Prozent). Im Minus stehen dagegen die Titel von Belimo (minus 4,6 Prozent), Schlatter (minus 3,2 Prozent) und Lem (minus 2,7 Prozent).

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08:45

Der jüngste Ausverkauf von Tech-Aktien an der Wall Street hat den japanischen Aktienmarkt am ‌Mittwoch ⁠belastet. Der Nikkei-Index rutschte unter die Marke von 67.000 ⁠Punkten und verlor gut zwei Prozent, der breiter gefasste Topix gab ‌1,4 Prozent nach.

Technologieaktien gerieten unter ‌Druck, nachdem der Nasdaq am ​Dienstag deutlich schwächer geschlossen hatte. Zweifel an der Nachhaltigkeit der KI-getriebenen Rallye an der Wall Street brachten vor allem die Chipwerte ins Straucheln. Das Vertrauen in KI-Aktien ‌sei angeschlagen, sagte Daisuke Hashizume, Senior-Stratege bei Daiwa Securities.

Die Aktien des Herstellers von Chip-Fertigungsanlagen Tokyo Electron fielen um 3,1 ​Prozent, die des Herstellers von Chip-Testgeräten Advantest ​gaben 4,7 Prozent nach. Auch am ​chinesischen Aktienmarkt hielt sich die Kauflaune in Grenzen.

Der Shanghai-Composite ‌lag knapp im Minus, der CSI300 knapp im Plus. Anders als an der Wall Street oder in Japan erholten ​sich ​die Chip-Aktien. Der CSI Semiconductor ⁠Index gewann drei Prozent. «Es handelt sich ​um eine technische ⁠Erholung», sagte Jason Chan, Stratege bei der Bank of ‌East Asia. Die Chip-Rallye in anderen Märkten verliere an Schwung.

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08:20

Neue Kursziele und Ratings für Schweizer Aktien: 

Swatch: JPMorgan erhöht auf 130 (125) Fr. – Underweight
- Swatch: Research Partners erhöht auf 160 (155) Fr. – Halten
- Barry Callebaut: Deutsche Bank senkt auf 960 (1000) Fr. – Sell
Burkhalter: UBS erhöht auf 140 (133) Fr. – Neutral
- DSM-Firmenich: Jefferies erhöht auf 95 (77) EUR – Buy
Kuros: Berenberg startet mit Buy - Ziel 32 Fr.
Alcon: Goldman Sachs erhöht auf 74 (71) Fr. – Buy
Galderma: RBC erhöht auf 175 (155) Fr. - Sector Perform
Galderma: Octavian erhöht auf 189 (180) Fr. – Buy
Cicor: Kepler Cheuvreux senkt auf 165 (175) Fr. – Buy
ABB: Goldman Sachs erhöht auf 74 (72) Fr. – Neutral
Geberit: Goldman Sachs erhöht auf 596 (561) Fr. – Buy
Schindler: Research Partners erhöht auf 299 (293) Fr. – Halten
Givaudan: CFRA erhöht auf Buy (Hold) - Ziel 4000 (3200) Fr.
- Emmi: Research Partners erhöht auf 1050 (990) Fr. – Kaufen
Dormakaba: Research Partners senkt auf 69 (78) Fr. – Kaufen

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08:05

Der SMI steht im vorbörslichen Handel bei Julius Bär 0,07 Prozent tiefer. 

18 von 20 SMI-Titel verzeichnen Verluste. Ausnahmen sind Geberit (plus 0,91 Prozent) und  Alcon (plus 0,66 Prozent). Einen grösseren Rückgang sieht Kühne+Nagel (minus 0,58 Prozent).

Der breite Markt ist praktisch unverändert (minus 0,01 Prozent). Gewinner gibt es auch hier kaum. Einzig Galderma (plus 0,42 Prozent) und Accelleron (plus 0,19 Prozent) bewegen sich im Plus.

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07:25

Der Dax wird am Mittwoch der Kursentwicklung an den Terminmärkten zufolge niedriger in den Handel starten. Am Dienstag hatte der ‌deutsche Leitindex nach ⁠seiner jüngsten Rally 1,4 Prozent auf 25'465 Punkte nachgegeben. Auch an der ⁠Wall Street ging es bergab. Ein Ausverkauf bei Chip-Werten setzte den Aktien zu.

Für neue Unruhe ‌sorgte am Mittwoch die Entwicklung in Nahost. Die USA ‌haben nach Angriffen auf drei ​Tanker in der Strasse von Hormus eine neue Welle von Luftangriffen gegen den Iran gestartet und Teheran eine wichtige Lizenz zum Verkauf von Öl entzogen. Die Vorfälle stellen eine erhebliche Eskalation dar und gefährden den brüchigen Waffenstillstand, den beide ‌Länder im Vormonat geschlossen hatten.

Die Ölpreise sind wieder merklich im Aufwind. Seit Dienstag haben die Notierungen für Brent und WTI rund fünfeinhalb Prozent auf 76,12 beziehungsweise 72,31 ​Dollar je Fass zugelegt.

In den Fokus dürften auch die ​Protokolle der ersten Zinssitzung der US-Notenbank unter Leitung ​des neuen Fed-Chefs Kevin Warsh rücken. Sie werden am Abend veröffentlicht. Börsianer hoffen auf Einblicke in ‌die internen Diskussionen über den weiteren geldpolitischen Kurs der Fed. Die Währungshüter hatten den Leitzins auf der Sitzung im Juni konstant gehalten, aber eine mögliche Straffung im ​Jahresverlauf ​avisiert. Ein Schwächeanfall am US-Jobmarkt hatte ⁠zuletzt die Spekulationen über eine Zinserhöhung gedämpft.

Wie sehr ​der Nahost-Krieg die Wirtschaft ⁠bremst und wie stark er die Inflation anheizt, könnte eine neue Prognose ‌für die Weltwirtschaft zeigen, die der Internationale Währungsfonds (IWF) veröffentlichen will. Deutschland dürfte 2026 und 2027 angeschoben von staatlichen Investitionen deutlicher wachsen als in ‌den vergangenen Jahren.

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07:15

Die Ölpreise sind am Mittwoch nach den erneuten Angriffen der Vereinigten Staaten auf den Iran kräftig gestiegen. Ein Barrel (159 Liter) der Referenzsorte Brent zur Lieferung im August legte im frühen Handel 2,6 Prozent auf 76,09 Dollar zu. Bereits am Dienstag hatte der Brent-Preis wegen der Angriffe auf Tanker in der Strasse von Hormus drei Prozent zugelegt.

In der Nacht auf Mittwoch bombardierten die USA in Reaktion auf die Attacken gegen Tanker Ziele im Iran. Zudem setzten die USA Sanktionen auf iranisches Öl wieder in Kraft. Teheran verurteilte Washingtons Vorgehen umgehend als «schwerwiegenden Verstoss» gegen das Rahmenabkommen zur Beendigung des Krieges.

Der Iran werde «entschlossene Massnahmen ergreifen, um seine nationalen Interessen und seine Sicherheit zu wahren», schrieb Vizeaussenminister Kasem Gharibabadi auf der Plattform X.

Mit gut 76 Dollar liegt der Brent-Preis rund achteinhalb Prozent über dem Zwischentief von vergangener Woche. Anfang Juli war der Preis für ein Fass der Sorte Brent auf 70 Dollar gefallen und damit auf den tiefsten Stand seit Beginn des Iran-Kriegs Ende Februar.

Nach Beginn des Konflikts Ende Februar war der Ölpreis zunächst deutlich gestiegen. Ein Barrel der Referenzsorte Brent hatte zwischenzeitlich etwas mehr als 126 Dollar gekostet. Seit diesem Zwischenhoch Ende April ging es peu à peu nach unten. Grund für den Rückgang war die Hoffnung auf eine Lösung im Iran-Krieg, die durch die jüngsten Entwicklungen jedoch mal wieder einen Dämpfer erhielt.

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06:20

Der Swiss Market Index (SMI) fällt vorbörslich bei der IG Bank um 0,19 Prozent auf 14'332 Punkte.

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06:05

Ein Euro kostet 92,28 Rappen (plus 0,02 Prozent). Ein Dollar ist 80,87 Rappen wert (plus 0,04 Prozent). 

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04:55

Die Eskalation des Konflikts zwischen den USA und dem Iran hat am Mittwoch den Ölpreis in die Höhe getrieben ‌und ⁠für Nervosität an den Finanzmärkten gesorgt. Nach US-Luftangriffen auf Ziele im ⁠Iran und der Wiedereinführung von Sanktionen gegen iranische Ölexporte fürchten Anleger eine Störung der Lieferketten ‌im Nahen Osten.

«Offensichtlich mag der Markt diese Angriffe ‌nicht, aber es ist auch ​keine ausgewachsene Panik», sagte Jason Wong, Stratege bei der Bank of New Zealand. Die Anfälligkeit des Marktes sei jedoch wegen der weltweit niedrigen Reserven hoch.

Daten aus dieser Woche zeigten, dass die strategischen Ölreserven der USA ‌auf den niedrigsten Stand seit 1983 gefallen sind. An den Aktienmärkten deuteten die Termingeschäfte auf eine schwächere Eröffnung in den USA hin.

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03:15

Am Devisenmarkt profitierte ​der Dollar von der Unsicherheit. Er gewann 0,2 Prozent ​auf 162,35 Yen und legte leicht ​auf 6,7990 Yuan zu. Zur Schweizer Währung notierte er 0,1 Prozent höher bei 0,8086 Franken. ‌Der Euro gab leicht nach und notierte bei 1,1400 Dollar. Zum Franken zog der Euro leicht auf 0,9225 Franken an.

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02:05

Am Rohstoffmarkt verteuerte sich die ​Rohöl-Sorte ​Brent aus der Nordsee um 2,3 ⁠Prozent auf 75,85 Dollar je Barrel (159 Liter). ​Das US-Öl WTI notierte ⁠2,4 Prozent fester bei 72,12 Dollar.

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23:55

Der US-Leitindex Dow Jones Industrial hat sich am Dienstag den vierten Börsentag in Folge zu einem Rekordhoch aufgeschwungen. Wie am Vortag gab das Börsenbarometer jedoch die ohnehin moderaten Gewinne rasch wieder ab und schloss am Ende mit 0,25 Prozent im Minus bei 52'925 Zählern. Damit kam die jüngste Kurs-Rally zum Halt.

Weitaus höhere Verluste als der Dow mussten die Technologie-Aktien hinnehmen. Allen voran die der Halbleiterbranche, nachdem der südkoreanische Elektronik- und Chip-Gigant Samsung den Markt trotz eines Rekordergebnisses nicht hatte überzeugen können. Der am Vortag noch starke Nasdaq 100 büsste 1,77 Prozent auf 29'173 Punkte ein.

Für den marktbreiten S&P 500 ging es um 0,45 Prozent auf 7504 Zähler nach unten. Auch hier bremsten die in dem Index schwer gewichteten Halbleiteraktien. Unter diesen erlitten Micron , Intel , Applied Materials und AMD Kursabschläge zwischen knapp 5 und fast 10 Prozent ein. Die Chip-Branche litt unter Quartalszahlen von Samsung.

Die Resultate des Elektronikriesen seien auf den ersten Blick hervorragend gewesen, stellte Marktbeobachter Stephen Innes fest. Die Aktien seien aber mit derart hohen Ansprüchen der Investoren belegt, dass die Erwartungen kaum noch zu übertreffen gewesen seien. Insgesamt ändere sich gerade die Erwartungshaltung, sagte Innes. Nicht mehr die starke KI-Nachfrage sei entscheidend, sondern ob das Tempo dynamisch genug bleibe, um die bereits hohen Bewertungen zu rechtfertigen.

Grösster Verlierer im Dow waren aber Caterpillar mit einem Verlust von gut drei Prozent. Anleger schichteten Mittel um und zogen sich dabei aus dem Maschinenbausektor zurück. Papiere des Landmaschinenherstellers Deere sackten um fünf Prozent ab.

Der Aktienkurs von Crinetics Pharmaceuticals verdoppelte sich fast auf 83,53 US-Dollar. Zuvor hatte Vertex Pharmaceuticals mitgeteilt, das Unternehmen für 85 Dollar je Aktie in bar übernehmen zu wollen. Die Transaktion hat ein Volumen von rund 10 Milliarden Dollar. Die Vertex-Anteilscheine verloren 1,4 Prozent.

Die Titel von Fiserv gewannen 1,8 Prozent. Am Vorabend waren Berichte bekannt geworden, wonach der Anbieter von Zahlungstechnologie den Verkauf seines Star-Netzwerks - einer wichtigen Infrastruktur für die Abwicklung von Debitkartentransaktionen - an ein Konsortium der grössten US-Banken prüft. Zuerst hatte das «Wall Street Journal» darüber berichtet.

(AWP/Bloomberg/Reuters/cash)

Reto Zanettin
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