16:23

Die Ölpreise sind mit leichten Kursverlusten in die Handelswoche gestartet. Die Eskalation im Grönland-Streit bremste die Risikofreude der Anleger, was die Ölpreise unter Druck setzte. Allerdings hielten sich die Kursbewegungen in engen Grenzen. Der Preis für ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im März gab am Montag zuletzt um 19 Cent auf 63,94 Dollar nach. Der Preis für US-Öl der Sorte West Texas Intermediate (WTI) mit Lieferung im Februar sank um 14 Cent auf 59,30 Dollar.

Nach Einschätzung von Robert Rennie, Rohstoffexperte bei der australischen Westpac Bank, befinden sich die Ölpreise in einem Spannungsfeld zwischen geopolitischen Risiken und einer steigenden Fördermenge. Zuletzt hatten unter anderem Massenproteste im wichtigen Förderland Iran und die Sorge einer Ausweitung der geopolitischen Risiken auf die gesamte Region am Persischen Golf die Ölpreise in der vergangenen Wochen zeitweise deutlich nach oben getrieben.

Zudem drohen mit der jüngsten Zuspitzung im Streit um Grönland zwischen den USA und europäischen Ländern neue US-Zölle und eine Gegenreaktion der Europäischen Union, was die weitere konjunkturelle Entwicklung der Weltwirtschaft und damit verbunden die Nachfrage nach Rohöl belasten könnte. Gleichzeitig gilt der Ölmarkt als überversorgt. Zuletzt hatte die Internationale Energieagentur (IEA) vor einem zu hohen Angebot gewarnt, nachdem Länder des Ölverbunds Opec+ ihre Fördermenge stabil gehalten hatten.

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15:16

Angedrohte Zölle durch US-Präsident Donald Trump im Streit um Grönland haben den Dax am Montag belastet. Zeitweise sackte der Leitindex unter die psychologisch viel beachtete Marke von 25'000 Punkten.

Am Wochenende war der Streit zwischen Washington und Europa eskaliert, weshalb sich nun ein nächster Handelsstreit anbahnen könnte. Trump beansprucht die zu Dänemark gehörende Arktisinsel Grönland für die USA. Die europäischen Nato-Partner lehnen dies ab, weshalb der US-Präsident ab dem 1. Februar neue Strafzölle von 10 Prozent verhängen will. Vom 1. Juni an sollen es dann 25 Prozent sein.

Am Nachmittag verlor der Dax 1,0 Prozent auf rund 25'043 Punkte. In der vergangenen Woche noch war er auf ein Rekordhoch über 25.500 Punkte geklettert. Der MDax der mittelgrossen Börsenwerte sank zuletzt um 1,3 Prozent auf 31'482 Punkte und auch europaweit wurden Verluste verbucht.

Die US-Zölle, die acht europäische Nato-Länder inklusive Deutschland beträfen, sollen gelten, bis ein Abkommen über den Kauf Grönlands durch die USA erzielt wird. Am Donnerstagabend soll dazu ein EU-Sondergipfel in Brüssel stattfinden, um zu beraten, wie die EU am besten auf Trumps Drohungen reagieren kann.

«Trumps Vorstoss in Richtung Grönland und der Einsatz von Strafzöllen als politisches Druckmittel verschärfen die geopolitische Lage», kommentierte Marktanalyst Maximilian Wienke von eTorro. Zugleich schadeten Zölle «letztlich allen Beteiligten», da sie wie eine Steuer auf Handel und Wachstum wirkten. Die Reaktion des Marktes, fallende Aktienkurse und steigende Gold- und Silberpreise, überrasche nicht. «Die Unsicherheit schlägt sofort durch.» Portfoliomanager Thomas Altmann von QC Partners erwartet zudem, dass dieses Mal die EU wohl nicht klein beigeben werde.

Besonders belastet von den Zollsorgen waren vor allem deutsche Autoaktien. Der europäische Branchenindex fiel zwischenzeitlich auf den tiefsten Strand seit Oktober. BMW brachen zeitweise um gut 7 Prozent ein - zusätzlich belastet durch eine zurückhaltendere Einschätzung der Berenberg Bank. Analyst Romain Gourvil sieht im Premium-Segment eine schwierige Nachfragesituation in China. Zuletzt gaben BMW noch um 3,5 Prozent nach und Mercedes um 2,7 Prozent. VW und Porsche AG verloren etwas mehr als 3 Prozent.

Ebenfalls am Dax-Ende büssten Adidas 4,0 Prozent ein. Laut Analyst Thierry Cota von der Bank of America dürfte der Sportartikelhersteller mit seinem Umsatz im Schlussquartal 2025 die Markterwartung verfehlt haben. Mit dieser Einschätzung belastete er die zollbedingt ohnehin schwache Anlegerstimmung weiter.

Deutliche Kursgewinne gab es mit 6,5 Prozent hingegen für die Bayer -Aktie. Worauf Anleger spätestens seit Anfang Dezember 2025 gehofft hatten, ist eingetreten: Der Oberste Gerichtshof der USA hat am Freitag den Glyphosat-Fall «Durnell» zur Prüfung angenommen. Damit steigen die Aussichten auf ein Grundsatzurteil im jahrelangen, belastenden Rechtsstreit um das Unkrautvernichtungsmittel.

Rüstungswerte wie Rheinmetall, Renk und Hensoldt legten angesichts der erneut wachsenden geopolitischen Unsicherheit zu. Dabei näherten sich Rheinmetall wieder ihrem Rekord vom Oktober und stiegen zuletzt um 2,4 Prozent.

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14:40

Die Aktien der Zurich Insurance Group büssen am Montagnachmittag in einem schwachen Gesamtmarkt klar an Wert ein. Grund dafür sind die Übernahmepläne des Versicherers für den britischen Konkurrenten Beazley Group.

Die Zurich-Aktien notieren um 1,7 Prozent schwächer bei 567,40 Franken. Derweil sinkt der Gesamtmarkt gemessen am SMI 1,1 Prozent. Kurz vor der Bekanntgabe der Übernahmepläne standen Zurich noch bei 580 Franken und damit gar über dem Stand vom Freitag (578,80 Fr.). Kurz danach ging es dann aber nach unten bis 566 Franken. Zuletzt erholte sich der Kurs wieder ein wenig, bleibt am klar im Minus.

Übernahmen kosteten eben Geld und sorgten für eine Verunsicherung, meinte ein Händler. Immerhin sei die Transaktion rund 10 Milliarden Dollar ewrt. Daher würden Anleger in einer ersten Reaktion in solchen Situation zunächst Aktien verkaufen.

Die Zurich-Gruppe bietet je Beazley-Aktie 1280 Pence, wie der Konzern am Montag mitteilte. Das entspreche gegenüber dem am vergangenen Freitag an der Londoner Börse gesetzten Schlusskurs der Beazley-Titel einer Prämie von 56 Prozent. Zuvor hatte die Zurich laut eigenen Angaben 1230 Pence in bar je Beazley-Papier geboten. Diesen Vorschlag habe der Verwaltungsrat der Briten Ende letzter Woche aber klar zurückgewiesen.

Sollte die Übernahme gelingen, würde laut weiteren Angaben ein weltweiter Marktführer im Bereich Specialty-Versicherungen mit rund 15 Milliarden US-Dollar Bruttoprämien entstehen.

Zudem stehe die Transaktion im Einklang mit den strategischen Prioritäten von Zurich, heisst es weiter. Finanziert würde der Zukauf durch bestehende Barmittel, neue Schuldinstrumente sowie durch eine Aktienplatzierung. Dabei soll die Übernahme auch zur Erreichung der Finanzziele 2027 der Zurich beitragen.

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14:00

Schweizer Technologieaktien können sich der eingetrübten Stimmung nicht entziehen. Im Sog des allgemeinen Verkaufsdrucks fallen Logitech (-1,3 Prozent), ABB (-2,4 Prozent), AMS Osram (-5,8 Prozent), Comet (-2,8 Prozent), Inficon (-3,8 Prozent) und VAT (-3,8 Prozent) stärker als der Gesamtmarkt. Dieser steht gemessen am SPI 1,2 Prozent im Minus.

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13:00

Während die US-Börsen am Montag feiertagsbedingt geschlossen bleiben, verläuft der Handel an den europäischen Märkten in der Verlustzone.

Der SMI sinkt um 1,06 Prozent, der Euro-Stoxx-50 fällt um 1,7 Prozent. 

Der deutsche Leitindex Dax geht um 1,4 Prozent zurück, die französische Börse - der Cac 40 - liegt mit 1,6 Prozent im Hintertreffen.

Zu den Verlierer-Aktien zählen mitunter jene aus dem Luxusgütersektor. Etwa ist Richemont 3,4 Prozent zurück, doch auch die Branchennachbarn LVMH (-3,9 Prozent) und Hermes (-3,15 Prozent) büssen angesichts des aktuellen Wiederaufflammens des internationalen Zollstreits ein.

Grosse Gewinnerin am europäischen Aktienmarkt ist derweil Bayer. Die Aktie des Mischkonzerns steigt um 7 Prozent auf 44,70 und somit den höchsten Stand seit mehr als zwei Jahren. Anlass ist eine sich abzeichnende Lösung im Glyphosat-Streit. 

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12:00

Der SMI fällt um 1,15 Prozent auf 13'259 Punkte, und der SPI geht um 1,2 Prozent auf 18'302 Zähler zurück.

Richemont (-3,5 Prozent), Alcon (-4 Prozent) sowie Kühne+Nagel (-2,8 Prozent) fallen stark zurück. Gekauft werden hingegen Swisscom (+1,2 Prozent). Die Aktien des Telekommunikationsunternehmens profitieren angesichts neuer Zolldrohnungen von ihren defensiven Qualitäten.

Am breiten Markt schiesst Ascom um 12 Prozent nach oben, Polypeptide verbessern sich um 5,3 Prozent und Medartis ziehen um 3 Prozent an. Belimo bewegt sich nach der Zahlenvorlage knapp über der Nulllinie (+0,28 Prozent). Lem, Newron, AMS Osram, Inficon und Kardex sind mit Verlusten von zwischen 4 und 6 Prozent im Hintertreffen.

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11:10

Die Aktie von Mobilezone ist eine der wenigen, die sich in einem insgesamt fallenden Markt behaupten können. Sie legt 0,3 Prozent auf 13,50 Franken zu. Damit bewegen sich die Valoren auf dem höchsten Stand seit Dezember 2024.

Support erfahren sie am Montag durch die Zürcher Kantonalbank. Die hohe Dividende bleibe dank der Kombination aus Freiem und Cash-Bestand für die kommenden Jahre gut abgesichert, schreibt der zuständige Analyst. Die Dividendenrendite von 6,7 Prozent sei denn auch attraktiv und für dividendenorientierte Investoren interessant. Allerdings seien die Wachstumsperspektiven beschränkt.

Mobilezone verkauft das Deutschland-Geschäft und fokussiert sich auf den Schweizer Telekommunikationsmarkt. Mit dem Verkauf habe das Unternehmen eine solide Cash-Position geschaffen, die die hohe Dividende absichere und voraussichtlich signifikante Zinseinnahmen generieren könne, so der Experte weiter. Hingegen sei der Wettbewerb auf dem Schweizer Markt intensiv. Das erschwert Marktanteilsgewinne und Wachstum.

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10:40

Der sich zuspitzende Streit um Grönland lässt Anleger zu ‌Aktien ‌europäischer Rüstungsunternehmen greifen. Rheinmetall-Valoren ziehen mehr als drei Prozent an. Die Aktien von Hensoldt verteuern sich ​um vier Prozent und ‌die des ‌deutschen Panzergetriebe-Herstellers Renk klettern um fünf Prozent.

Auch die Titel der französischen Firmen Thales und Dassault Aviation legen zu. Der italienische ⁠Konzern Leonardo verteuert sich in Mailand um rund drei Prozent. Der europäische Branchenindex für ​Luft- und Raumfahrt sowie Verteidigung gewinnt ‌in einem schwachen Marktumfeld ‍rund ein Prozent.

US-Präsident Donald Trump hatte am Samstag ​gedroht, zusätzliche Einfuhrzölle von zehn Prozent auf Waren aus acht europäischen Ländern zu ‌erheben, sollten diese sich ⁠dem Kauf Grönlands durch die ‌USA widersetzen. Deutschland und weitere europäische Staaten haben ‍empört auf die Zolldrohungen reagiert und Widerstand angekündigt.

10:00

Die Aktien von Medartis steigen um 1,8 Prozent auf 90,70 Franken, während der Swiss Performance Index (SPI) 0,7 Prozent nachgibt.

Die Valoren des Medizintechnikunternehmens zeigen schon seit Herbst 2024 Aufwärtsdrall, sind aber noch immer deutlich vom Allzeithoch bei 148 Franken entfernt. Dieses hatten sie Anfang März 2022 erreicht.

Zum Wochenauftakt gibt eine Kurszielerhöhung durch die US-Investmentbank Stifel Auftrieb. Der zuständige Analyst setzt das Preisziel auf 102 von 89 Franken hoch und versieht es mit einem Buy-Rating. 

Das Jahr 2025 habe die Voraussetzungen für ein beschleunigtes mittelfristiges Wachstum geschaffen, begründet der Experte seine Neueinschätzung.

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09:45

Der Schweizer Aktienmarkt fällt gemessen am SMI um 0,68 Prozent. Der Leitindex steht bei 13'323 Punkten. 

Die jüngsten Wendungen in der Causa Grönland sorgen für Kursverluste bei risikoreicheren Anlagen wie Aktien. Dagegen sind sichere Häfen wie Gold, Silber und der Schweizer Franken verstärkt gesucht.

Diesem Trend kann sich auch der Schweizer Aktienmarkt nicht entziehen, wie die Eröffnungsverluste zeigen. In Asien hatten die Drohungen von US-Präsident Donald Trump im Zusammenhang mit Grönland bereits für Abgaben gesorgt. Trump kündigte an, acht europäische Länder, ab Februar mit Strafzöllen zu belegen, sollten die USA nicht das arktische Gebiet komplett übernehmen und kontrollieren dürfen.

«Die Anwendung der US-Strafzölle nimmt immer groteskere Züge an», fasst ein Händler die Meinung zahlreicher Marktakteure zusammen.

Die europäischen Regierungschefs haben diese Forderungen als inakzeptabel zurückgewiesen. Neben diesen erneuten politischen Unruhen gilt es zudem die jüngsten Konjunkturdaten aus China zu bewerten, die gemischt ausfielen.

Auf eine Reaktion der US-Märkte müssen Investoren derweil bis zum morgigen Dienstag warten, da die Wall Street zum Wochenstart wegen des Martin Luther King-Feiertages geschlossen bleibt. «Die Marktteilnehmer hatten sich durch den heutigen Feiertag in den USA auf einen ruhigen Wochenstart eingestellt bis diese Vorstellungen durch die politische US-Realsatire durchkreuzt wurden», kommentiert

Damit hält sich der hiesige Markt etwas besser als etwa der deutsche Dax oder auch der französische Cac-40, die beide um jeweils mehr als 1 Prozent nachgeben. An den Devisenmärkten gerät vor allem der US-Dollar unter Druck, während der Franken klar gesucht ist.

Auch ein Blick auf die Kurstafel bestätigt, dass weniger konjunktursensible Titel angesichts der neuen Geschehnisse stärker gefragt sind. So gewinnen Swisscom gegen den Trend 0,8 Prozent hinzu. Auch Novartis (+0,3 Prozent) und Givaudan (+0,1 Prozent) halten sich knapp im Plus.

Dem stehen Kursverluste von bis zu 3,9 Prozent bei VAT, Straumann, Alcon oder Richemont gegenüber - allesamt zyklische Werte, die auch stark vom US-Geschäft abhängig sind.

Zahlen gab es unterdessen in den hinteren Reihen von Polypeptide (+3,5 Prozent) und Belimo (+0,2 Prozent).

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09:15

Der SMI verliert 0,66 Prozent und steht bei 13'325 Punkten.

Richemont fällt 3,1 Prozent zurück, Alcon (-2,7 Prozent) und ABB (-2 Prozent) stehen ebenfalls stärker unter Druck. Gefragt sind defensive Werte wie Swisscom (+0,84 Prozent). Schwergewicht Novartis (+0,24 Prozent) hält sich ebenfalls in der Gewinnzone. 

Der SPI sinkt 0,73 Prozent auf 18'393 Punkte. Lem verliert 4 Prozent, Sulzer 3,5 Prozent und VAT 3,4 Prozent. Polypeptide ziehen an (+6 Prozent), ebenso Ascom (+2 Prozent) und Belimo (+1,2 Prozent).

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09:00

Neue Kursziele und Ratings für Schweizer Aktien: 

Temenos: UBS erhöht auf 56,50 (53,50) Fr. – Sell
Richemont: Royal Bank of Canada senkt auf 165 (170) Fr. -Sector Perform
Swissquote: Goldman Sachs erhöht auf 485 (479) Fr. – Neutral
- Swissquote: Deutsche Bank erhöht auf 620 (610) Fr. – Buy
Swissquote: Research Partners erhöht auf 590 (580) Fr. - Kaufen
Sika: JPMorgan senkt auf 143 (160) Fr. – Underweight
Geberit: JPMorgan senkt auf 625 (630) Fr. – Neutral
Ascom: Research Partners erhöht auf 10,30 (6,80) Fr. – Kaufen
- Sensirion: Research Partn erhöht auf Kaufen (Halten) - Ziel 90 (83) Fr.
Dormakaba: Research Partners senkt auf 78 (89,50) Fr. - Kaufen
Galenica: Research Partners erhöht auf 95 (93) Fr. - Halten
Zehnder: Research Partners erhöht auf 102 (95) Fr. - Kaufen
Belimo: ODDO BHF SCA erhöht auf 865 (815) Fr. - Neutral

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08:05

Der SMI steht im vorbörslichen Handel bei Julius Bär 1,33 Prozent tiefer.

Einzige Gewinnerin ist Givaudan (+0,44 Prozent). Unter den anderen SMI-Aktien, die alle an Boden verlieren, fallen Logitech (-2,4 Prozent), Richemont (-2,3 Prozent), Alcon (-2,2 Prozent) und UBS (-2,2 Prozent) besonders stark zurück.

Am breiten Markt, der 1,5 Prozent einbüsst, ziehen Belimo (+1,85 Prozent), Polypeptide (+3,46 Prozent) und Burckhardt (+0,62 Prozent) an. Grössere Verluste sehen hingegen DocMorris (-2,8 Prozent), Also (-2,6 Prozent), Sandoz (-2,4 Prozent) und Aryta (-2,3 Prozent).

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07:30

Nach der Zoll-Drohung von US-Präsident Donald Trump im Grönland-Streit wird der Dax Berechnungen von Banken und ‌Brokerhäusern ‌zufolge am Montag mit Verlusten starten. Am Freitag hatte der deutsche Leitindex 0,2 Prozent tiefer bei 25'297 Punkten geschlossen.

Trump hatte am Samstag angekündigt, ​ab dem 1. Februar zusätzliche Einfuhrzölle in ‌Höhe von zehn Prozent auf ‌Waren aus Deutschland, Dänemark, Norwegen, Schweden, Frankreich, den Niederlanden, Finnland und Grossbritannien zu erheben, sollte den USA der Kauf Grönlands verwehrt bleiben.

Da die Wall Street zum Wochenstart feiertagsbedingt geschlossen bleibt, müssen ⁠die Anleger ohne Impulse aus den USA auskommen. Dafür dürfte das in Davos beginnende Weltwirtschaftsforum (WEF) in diesem Jahr stark von der ​Präsenz der USA geprägt sein. Trump reist mit ‌der bislang grössten US-Delegation an.

Im Fokus ‍der Anleger steht zudem die Konjunktur in China. Mit einem Wachstum von ​5 Prozent im vergangenen Jahr hat die Wirtschaft in der Volksrepublik das offizielle Ziel der Regierung erreicht. Im vierten Quartal ‌legte das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ⁠um 4,5 Prozent zu, wie das ‌Statistikamt in Peking am Montag mitteilte.

Von der Agentur Reuters befragte Analysten hatten ‍mit einem Plus von 4,4 Prozent gerechnet. Im Tagesverlauf werden zudem endgültige Inflationszahlen für den Euroraum veröffentlicht.

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07:00

Gold und Silber legen zum Wochenstart wegen der Eskalation in dem von den USA ausgelösten Grönland-Konflikt weiter zu. Die Preise für beide Edelmetalle kletterten im frühen Handel am Montag auf weitere Rekordstände.

Der Preis für eine Feinunze Gold (etwa 31,1 Gramm) stieg in der Nacht auf Montag um bis zu zwei Prozent auf etwas mehr als 4.690 US-Dollar.

Das Niveau konnte der Goldpreis nicht ganz halten, lag aber am Morgen mit rund 4.670 US-Dollar immer noch 1,6 Prozent im Plus. Der Silberpreis zog im frühen Handel in der Spitze um bis zu 4,4 Prozent auf den Rekord von 94,12 US-Dollar an und verteuerte sich zuletzt um 3,7 Prozent auf 93,48 US-Dollar.

Marktteilnehmer begründeten den Anstieg mit der Zoll-Drohung des US-Präsidenten Donald Trump gegen einige europäische Staaten. Im Streit um Grönland befindet sich Europa auf Kollisionskurs mit den Vereinigten Staaten. Bei einem Sondergipfel der europäischen Staats- und Regierungschefs Ende der Woche dürfte es auch um die milliardenschweren Gegenmassnahmen gehen, die der EU als Handelsoption zur Verfügung stehen.

Trump will die zu Dänemark gehörende Arktisinsel Grönland den Vereinigten Staaten einverleiben und hatte am Samstag zusätzliche Zölle gegen Deutschland und weitere sieben europäische Nato-Partner angekündigt, um seinen Plan durchzusetzen. Ab dem 1. Februar sollen demnach 10 Prozent für in die USA gesendete Waren fällig werden, ab dem 1. Juni 25 Prozent.

Im neuen Jahr hat sich Gold hauptsächlich wegen der vielen geopolitischen Krisenherde wie der sich zuspitzenden Lage im Iran bereits um mehr als acht Prozent verteuert. Das gelbe Edelmetall war bereits im vergangenen Jahr eine der gefragtesten Anlageklassen. Der Preis war um 65 Prozent gestiegen und damit so stark wie seit 1979 nicht mehr.

Bei Silber war das Jahresplus 2025 mit fast 150 Prozent noch deutlich höher; im laufenden Jahr ging es bereits um weitere 30 Prozent nach oben. Während der Preis für Gold seit etwa einem halben Jahr kontinuierlich gestiegen ist, hat der Höhenflug beim Silber seit Anfang Dezember deutlich an Tempo gewonnen.

Edelmetalle - allen voran Gold - gelten bei vielen Investoren als sichere Häfen in Zeiten politischer Unsicherheiten. Silber ist zudem ein wichtiges Industriemetall, das für zahlreiche Anwendungen rund um KI, Robotik und Energie benötigt wird.

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06:20

Der Swiss Market Index (SMI) sinkt vorbörslich bei der IG Bank um 0,77 Prozent auf 13'305 Punkte.

Am Montag stellt Belimo die Umsatzzahlen für 2025 vor. In Davon startet das World Economic Forum (WEF). Die Börsen in den USA bleiben feiertagsbedingt geschlossen.

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06:14

Ein Euro kostet 92,91 Rappen (+0,02 Prozent). Der Dollar wird zu 79,86 Rappen gehandelt (-0,41).

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05:00

US-Präsident Donald Trumps Drohung mit neuen Zöllen im Streit um Grönland sorgt an den asiatischen Börsen am Montag für ein uneinheitliches Bild. Führende Staaten der Europäischen Union bezeichneten die Zolldrohungen am Sonntag als Erpressung. ‌

Analysten der ‌Deutschen Bank verwiesen darauf, dass europäische Länder US-Anleihen und -Aktien im Wert von acht Billionen Dollar hielten. Dies sei fast doppelt so viel wie der Rest der Welt zusammen. Sie könnten erwägen, einen Teil dieses Geldes abzuziehen. «Angesichts des auf einem Rekordtief liegenden Nettoauslandsvermögens ​der USA war die gegenseitige Abhängigkeit der europäischen und US-amerikanischen Finanzmärkte noch nie so hoch», ‌sagte George Saravelos, globaler Leiter der Devisenanalyse bei der ‌Deutschen Bank.

«Kapital als Waffe einzusetzen, wäre für die Märkte weitaus schädlicher als Handelsstreitigkeiten.» Die Spannungen dürften auch das bevorstehende Weltwirtschaftsforum in Davos prägen, zu dem eine grosse US-Delegation unter Führung von Trump erwartet wird.

In Tokio gab der 225 Werte umfassende Nikkei-Index 0,9 Prozent auf 53'467 Punkte nach und der breiter gefasste Topix notierte 0,4 Prozent niedriger bei 3645 Zählern. Die Börse Shanghai ⁠gewann hingegen 0,1 Prozent auf 4107 Stellen während der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzhen um 0,2 Prozent auf 4721 Punkte fiel.

Der Blick der Anleger richtete sich zudem auf Japan und die dortige Geldpolitik. Am Freitag tagt die ​japanische Notenbank. Zwar wird keine sofortige Zinserhöhung erwartet, doch könnten die Währungshüter eine Straffung für April ‌in Aussicht stellen. Diese Aussicht stützte den Yen und setzte im ‍Gegenzug den Dollar unter Druck. Für zusätzliche Unsicherheit sorgt die innenpolitische Lage: Es wird erwartet, dass Ministerpräsidentin Sanae Takaichi in Kürze das Parlament auflöst, um ​den Weg für Neuwahlen im Februar freizumachen.

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03:40

Im asiatischen Devisenhandel verlor der Dollar 0,1 Prozent auf 157,89 Yen und legte leicht auf 6,9630 Yuan zu. Zur Schweizer Währung notierte er 0,5 Prozent niedriger bei 0,7989 Franken. Parallel dazu stieg der Euro um ‌0,2 Prozent auf 1,1620 Dollar und gab um 0,3 Prozent auf ⁠0,9284 Franken nach.

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01:50

Die Ölpreise zeigten sich kaum verändert, im Spannungsfeld von Nachfragesorgen und ‌geopolitischen Risiken. Während die Furcht vor einem Handelskrieg zwischen den USA und Europa die Nachfrageerwartungen dämpfte, stützten Sorgen über einem möglichen US-Militärschlag gegen den Iran ‍die Notierungen. In dieser Woche wird die Ankunft einer Flugzeugträgergruppe der US-Marine im Persischen Golf erwartet. So verteuerte sich die Rohöl-Sorte Brent aus der Nordsee um 0,2 Prozent auf 64,23 Dollar je Barrel (159 Liter) und ​das US-Öl WTI notierte 0,2 Prozent fester bei 59,55 Dollar.

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23:55

 

Die US-Aktienmärkte hatten am Freitag nur wenig bewegt geschlossen. Für etwas Unsicherheit sorgten Aussagen von US-Präsident Donald Trump im Rennen um den Chefposten bei der US-Notenbank Fed. Konjunkturdaten aus den USA spielten kaum eine Rolle. Die Industrieproduktion war im Dezember stärker als erwartet gestiegen.

Der Dow Jones Industrial endete 0,17 Prozent tiefer bei 49'359 Punkten. Daraus resultierte ein Wochenverlust von 0,3 Prozent. Für den marktbreiten S&P 500 ging es am Freitag um 0,06 Prozent auf 6940 Zähler abwärts. Der von Technologiewerten geprägte Nasdaq 100 sank um 0,07 Prozent auf 25'529 Punkte, woraus sich ein Wochenminus von knapp einem Prozent ergab.

Trump äusserte sich zurückhaltend zu der am Markt erwarteten Nominierung von Kevin Hassett als Nachfolger von Notenbankchef Jerome Powell. Er wolle seinen Wirtschaftsberater eigentlich in dessen aktuellem Job behalten, sagte Trump bei einem Auftritt in Washington. Hassett, der Vorsitzende des Nationalen Wirtschaftsrats im Weissen Haus, gilt als umstritten, da er wie der US-Präsident eine sehr lockere Geldpolitik befürwortet und damit das Risiko steigender Inflation in Kauf nimmt.

Aus Branchensicht standen Bau- und Immobilienwerte in der Anlegergunst ganz oben, gefolgt vom Industriesektor. Versorgeraktien wurden hingegen mit am stärksten gemieden. Dazu trugen auch die Papiere von Constellation Energy bei, die um knapp 10 Prozent absackten. Händlern zufolge reagierten Anleger auf die wachsenden regulatorischen Risiken, nachdem die jüngsten Massnahmen der US-Regierung zur Begrenzung der Netzauktionen Bedenken hinsichtlich der künftigen Gewinne der Stromversorger aufkommen liessen.

Die Anteilsscheine von Mosaic standen mit einem Abschlag von 4,5 Prozent negativ im Rampenlicht. Das Unternehmen enttäuschte die Anleger, indem es für das vierte Quartal von einem deutlichen Rückgang der Düngemittelnachfrage in Nordamerika berichtete. Laut dem Experten Andrew Wong von RBC unterstreicht dies schwache Marktbedingungen bei Düngemitteln.

Derweil setzte sich die Tendenz fort, dass viele Analysten zum Jahresbeginn ihre Aktienfavoriten neu definieren. So geschehen bei JPMorgan, deren Experte Stephen Tusa die Papiere des Mischkonzerns Honeywell hochstufte und jene des Mischkonzerns 3M abwertete. Honeywell verteuerten sich um 2,1 Prozent, während 3M um 1,9 Prozent nachgaben.

Morgan Stanley gab im Konsumgüterbereich zwei bisher optimistische Urteile auf, worauf hin die Aktien von Kraft Heinz und JM Smucker um 2,9 beziehungsweise 2,6 Prozent fielen. Analystin Megan Clapp stellte in ihrer Studie fest, dass der US-Lebensmittelmarkt erhöhten Wettbewerbsrisiken ausgesetzt sei.

Vor dem US-Feiertag am Montag ‍hatte sich der US-Standardwerteindex Dow Jones am Freitag mit einem Minus von 0,2 Prozent bei 49.359,33 Punkten aus dem Handel verabschiedet. Der breit gefasste S&P 500 notierte kaum verändert bei 6.940,01 Zählern, und der technologielastige Nasdaq stagnierte bei 23.515,39 Stellen.

(cash/AWP/Bloomberg/Reuters)

Reto Zanettin
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