14:05
Die Aktien von Netflix geben in der US-Vorbröse über 7 Prozent nach, nachdem die Ergebnisse für das vierte Quartal die Erwartungen nur knapp übertroffen hatten, während der Ausblick für das erste Quartal schwach ausfiel und von dem geänderten Übernahmeangebot für Warner Bros. Discovery überlagert wurde. Netflix stellte für das erste Quartal einen Umsatz von 12,16 Milliarden Dollar in Aussicht und lag damit knapp unter dem Konsens von 12,17 Milliarden Dollar. Der Gewinn je Aktie lag 0,76 Dollar unter den Prognosen von 0,81 Dollar.
Für 2026 rechnet der Streaming-Anbieter mit einem Umsatz von 50,7 bis 51,7 Milliarden Dollar und liegt damit im Rahmen der Schätzungen, getragen von Abonnentenwachstum, Preiserhöhungen und einer «annähernden Verdoppelung» der Werbeerlöse. Netflix erwartet für 2026 eine operative Marge von 31,5 Prozent, nach 29,5 Prozent im Jahr 2025, trotz der Berücksichtigung von rund 275 Millionen Dollar an übernahmebedingten Kosten sowie eines Anstiegs der Content-Amortisation um 10 Prozent. Das Unternehmen erklärte, es gebe weiterhin «reichlich Spielraum» für eine jährliche Ausweitung der Margen.
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13:38
Silber setzt seine Kursgewinne in diesem Jahr weiter fort und liegt im bisherigen Januar bereits um nahezu ein Drittel im Plus. Bank of America weist darauf hin, dass Silber inzwischen mehr als 100 Prozent über seinem 200-Tage-Durchschnitt notiert – der stärkste Überkauft-Zustand seit 1980.
Goldman Sachs erklärte, man «erwarte weiterhin extreme Preisschwankungen sowohl nach oben als auch nach unten und rate volatilitätsscheuen Kunden zur Vorsicht». Dazu sagte Analystin Lina Thomas, US-Zölle auf Silber erschienen zwar unwahrscheinlich, sollten sie jedoch ausbleiben und das Metall nach London zurückkehren, könnten die Preise mit der Normalisierung der Liquidität sinken. Dennoch sieht sie eine durchaus realistische Chance, dass Silber in New York verbleibt.
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13:05
Die Futures für die US-Aktienmärkte notieren vor dem Start unverändert:
Die Schweizer Börse gemessen am Swiss Market Index (SMI) notiert mit 0,6 Prozent im Minus.
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11:40
Der Schweizer Aktienmarkt bleibt am Mittwoch im Rückwärtsgang, und der Leitindex SMI hat seine Verluste noch etwas ausgeweitet. Die Anspannung unter Anlegern bleibt hoch, angesichts der weiter ungelösten Diskussion um Amerikas geplante Annexion von Grönland. Mit Spannung wird nun der Auftritt von Donald Trump am WEF in Davos am Nachmittag erwartet - zumal sich seine Ankunft durch eine kleine Flugzeugpanne wohl verzögert.
«Viele harte Makrodaten und auch Unternehmensergebnisse rücken angesichts der Gemengelage in den Hintergrund und der Markt wird nun genau auf das Auftreten und die Worte des US-Präsidenten achten - und natürlich auch auf die Reaktion der Europäer», sagte ein Händler. Insgesamt sei die zum Jahresstart positive Stimmung derzeit klar in Richtung Unsicherheit und Anspannung gekippt. Ein guter Indikator dafür sei der starke Anstieg des Goldpreises, der mittlerweile die nächste Marke von 5000 Dollar in den Blick nimmt.
Nestlé (-1 Prozent) gehören mit zu den schwächsten Werten. Nach dem Rückruf von Säuglingsnahrung des Lebensmittelriesen und dem Tod eines Säuglings ist in Frankreich eine gerichtliche Untersuchung eingeleitet worden. Ein Zusammenhang sei bislang aber nicht nachgewiesen, teilte das französische Gesundheitsministerium am Dienstag der Nachrichtenagentur AWP mit. Analysten befürchten einen Imageschaden für Nestlé.
Auch die Titel von Swiss Re (-0,7 Prozent) geben nach. Mit Goldman Sachs kappte ein weiteres Analystenhaus die Einstufung für die Titel des Rückversicherers auf «Sell». Die Analysten befürchten einen verstärkten Preisdruck und sehen den Zyklus überschritten.
Unter den weiteren Verlierern befinden sich auch die Pharmaschwergewichte Novartis (-0,1 Prozent) und Roche (GS -0,6 Prozent). Erstere können damit nicht von einer Hochstufung durch Vontobel profitieren, denn Goldman hält als Gegengewicht an der Verkaufsempfehlung fest. Roche werden derweil von Vontobel weiter nur mit «Hold» bewertet.
Schwach zeigen sich auch diverse Finanztitel wie Julius Bär (-1,3 Prozent), Partners Group (-1,5 Prozent) oder die UBS (-0,5 Prozent). Mit Zurich (-1,1 Prozent) und Swiss Life (-0,7 Prozent) liegen auch Versicherer im Angebot. Händler verweisen auf die Zins-Unsicherheit durch die Zolldrohung. Darunter leide die ganze Branche.
In der zweiten Reihe gewinnen Barry Callebaut (+3,5 Prozent) nach Zahlen und einem überraschenden CEO-Wechsel. Analysten konzentrieren sich auf die Personalveränderung, die gemischten Zahlen rückten daher in den Hintergrund. Der Führungswechsel sei überfällig gewesen, heisst es beispielsweise bei Vontobel.
Noch kräftiger nach oben geht es für die Titel von Polypeptide (+10,2 Prozent). Hier sorgen Analystenkommentare für ein Aufholen der Vortagesverluste. Sowohl die UBS als auch Berenberg erhöhen ihre Kursziel und raten unverändert zum Kauf.
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11:00
US-Finanzminister Scott Bessent hält Sorgen vor einem Ausverkauf von US-Staatsanleihen nach dem angekündigten Ausstieg eines dänischen Pensionsfonds für unbegründet. «Die Investitionen Dänemarks in US-Staatsanleihen sind, wie Dänemark selbst, irrelevant», sagte Bessent am Mittwoch am Rande des Weltwirtschaftsforums in Davos vor Journalisten. Die dänischen Investitionen seien gering. «Ich bin überhaupt nicht besorgt», fügte er hinzu. «Als Finanzminister sehe ich ja unsere Auktionen von Staatsanleihen. Wir verzeichnen ausländische Investitionen in Rekordhöhe.»
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10:30
Berenberg erwartet, dass «diese beispiellose Phase an Chancen für Versorger anhalten wird», und nennt den britischen Energiekonzern SSE zu seinem neuen Top-Favoriten. Gleichzeitig stuft das Analysehaus den französischen Versorger Engie von «Kaufen» auf «Halten» herab. Auch die deutsche RWE zählt zu den bevorzugten Aktien.
Die Privatbank identifiziert mit Blick auf das neue Jahr vier zentrale Themen: steigende CO2-Preise, flexible Energieerzeugung und -speicherung, eine enorme Nachfrage infolge der fortschreitenden Elektrifizierung sowie des hohen Stromverbrauchs von Rechenzentren und eine Beschleunigung der Investitionen in Energienetze.
«Wir sehen weiterhin Wertschöpfungspotenziale in den Bereichen Netze, erneuerbare Energien und zunehmend auch in der wichtigen flexiblen Stromerzeugung – gestützt durch die Aussicht auf eine neue Ära wachsenden Strombedarfs», heisst es.
Die Herabstufung von Engie begründet Berenberg mit dem Fehlen klarer kurzfristiger Katalysatoren, die eine Prognose eines im Vergleich zu Wettbewerbern langsameren Wachstums verändern würden.
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09:55
Am Schweizer Aktienmarkt bewegen sich die Kurse am Mittwoch vor dem mit Spannung erwarteten Besuch von Donald Trump am WEF in Davos weiter leicht abwärts. Weder die Vorgaben von der Wall Street nach dem langen Wochenende noch die aktuelle Gemengelage bieten Unterstützung. Der von den USA losgetretene Zank um Grönland hinterlässt immer deutlichere Spuren an den Finanzmärkten. «Der starke Anstieg des Goldpreises ist ein guter Indikator dafür, wie unsicher und angespannt die Märkte geworden sind», beschrieb eine Händlerin die Stimmung.
Abgesehen vom WEF ist der heutige Kalender überschaubar, auch international und von Seiten der Konjunktur stehen keine wirklichen Highlights im Programm. Einen Blick wert sein dürfte allerdings der Fall Trump gegen Cook vor dem US Supreme Court. Das Gericht diskutiert über die von Trump initiierte Entlassung der Notenbankerin und je nach Ausgang könnte sich ein brisanter Präzedenzfall ergeben.
Novartis (-0,1 Prozent) können nicht von einer Hochstufung durch Vontobel auf «Buy» profitieren. Gegengewicht sind Goldman Sachs, die zwar das Kursziel anheben, aber an der Verkaufsempfehlung festhalten. Roche (GS -0,4 Prozent) werden derweil von Vontobel weiter nur mit «Neutral» bewertet.
An der Indexspitze stehen Straumann (+1,2 Prozent), gefolgt von Lonza (+1,3 Prozent). Hingegen leiden Swiss Re (-0,5 Prozent) unter einer Abstufung von Goldman Sachs. Die Analysten befürchten einen verstärkten Preisdruck und sehen den Zyklus überschritten.
Für Nestlé (-0,5 Prozent) gab es erneut schlechte Nachrichten. Nach dem Rückruf von Säuglingsnahrung des Lebensmittelriesen und dem Tod eines Säuglings ist in Frankreich eine gerichtliche Untersuchung eingeleitet worden.
In der zweiten Reihe steigen Barry Callebaut (+4,4 Prozent) nach Zahlen und einem überraschenden CEO-Wechsel.
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09:30
Der angekündigte CEO-Wechsel beflügelt die Barry-Callebaut-Aktien. Im frühen Handel preschen sie zeitweise 7,2 Prozent auf 1337 Franken vor. Die teilweise enttäuschenden Quartalsergebnisse rücken damit in den Hintergrund.
Hier zum vollständigen Artikel gehts hier lang.
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09:05
Am Schweizer Aktienmarkt dürften die Kurse auch am Mittwoch eher unten tendieren. Denn die Vorgaben aus den USA sind nach dem langen Wochenende negativ. Sowohl der Dow Jones als auch die Nasdaq haben deutlich korrigiert und sehr schwach geschlossen. Damit hinterlässt der von den USA losgetretene Zank um Grönland immer deutlichere Spuren an den Finanzmärkten. Nun wird mit Spannung die Rede von Donald Trump am WEF in Davos erwartet.
«Der starke Anstieg des Goldpreises ist ein guter Indikator dafür, wie unsicher und angespannt die Märkte geworden sind», beschrieb eine Händlerin die Stimmung. Abgesehen vom WEF ist der heutige Kalender recht dünn gefüllt, auch international und von Seiten der Konjunktur stehen keine wirklichen Highlights im Programm. Einen Blick wert sein dürfte allerdings der Fall Trump gegen Cook vor dem US Supreme Court. Das Gericht diskutiert über die von Trump initiierte Entlassung der Notenbankerin und je nach Ausgang könnte sich ein brisanter Präzedenzfall ergeben.
Der SMI notiert kurz nach Börsenbeginn um 0,3 Prozent tiefer bei 13'129 Punkten. Bereits mit den Verlusten am gestrigen Dienstag hatte der Leitindex seine Gewinne seit Jahresbeginn schon wieder aufgezehrt.
Erneut gab es schlechte Nachrichten für Nestlé (-0,9 Prozent). Nach dem Rückruf von Säuglingsnahrung des Lebensmittelriesen und dem Tod eines Säuglings ist in Frankreich eine gerichtliche Untersuchung eingeleitet worden. Ein Zusammenhang sei bislang aber nicht nachgewiesen, teilte das französische Gesundheitsministerium am Dienstag der Nachrichtenagentur AWP mit. Analysten befürchten einen Imageschaden für Nestlé.
Für die Aktien der Swiss Re (-1,4 Prozent) geht es nach einer neuen Studie nach unten. Goldman Sachs senkt die Einstufung auf «Sell» und reduziert auch das Kursziel. Die Analysten befürchten einen verstärkten Preisdruck und sehen den Zyklus überschritten.
Derweil sieht UBS-CEO (-0,2 Prozent) Sergio Ermotti die Bank gut für die Zukunft aufgestellt und stark kapitalisiert. Das sagte er in einem Interview mit Bloomberg TV anlässlich des WEF.
Im Rampenlicht stehen auch Barry Callebaut (noch keine Kurse). Der Schokoladehersteller legte Zahlen vor und wechselt zudem überraschend den CEO aus. Der frühere Unilever-CEO Hein Schumacher übernimmt das Amt.
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08:25
Neue Ratings und Kursziele für Schweizer Aktien:
Alcon: Deutsche Bank erhöht auf Buy (Hold) - Ziel 77 (69) Fr.
BKW: Kepler Cheuvreux senkt auf HOLD (Buy): Ziel 160 (190) Fr.
Comet: Deutsche Bank erhöht auf 300 (260) Fr. - Buy
Geberit: Goldman Sachs senkt auf 657 (661) Fr. - BUY.
Inficon: Deutsche Bank erhöht auf Buy (Hold) - Ziel 140 (95) Fr.
Kudelski: ZKB stellt Abdeckung ein
Logitech: Deutsche Bank senkt auf 80 (90) Fr. - Hold
Medacta: Stifel erhöht auf 180 (157) Fr. - Buy
Richemont: Research Partners erhöht auf 175 (160) Fr. - Halten
Sandoz: Deutsche Bank erhöht auf 62 (60) Fr. - Buy
SGS: Research Partners senkt auf Halten (Kaufen) - Ziel 100 (110) Fr.
Swiss Re: Goldman Sachs senkt auf Verkaufen - Ziel 121 Franken
Temenos: Deutsche Bank erhöht auf 77 (70) Fr. - Hold
VAT: Deutsche Bank erhöht auf 420 (340) Fr. - Hold
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08:05
Der Schweizer Aktienmarkt (SMI) wird im vorbörslichen Handel bei Julius Bär 0,27 Prozent tiefer auf 13'135 Punkten indiziert. Alle SMI-Titel dürften fallen - insbesondere Swiss Re, die um 2,2 Prozent vorbörslich fallen. Die Kursverluste der übrigen SMI-Titel fallen zwischen 0,1 und 0,2 Prozent.
Auch der breite Markt dürfte schwächer in den Tag starten - mit einem Minus von 0,19 Prozent. Die höchsten Bewegungen werden bei den Aktien von Bosshard (-1,6 Prozent), Komax (+2,8 Prozent), PolyPeptide (+1,8 Prozent), Barry Callebaut (+0,3 Prozent) und u-blox (+0,2 Prozent) prognostiziert.
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07:30
Ray Dalio gab in einem jüngsten Interview mit CNBC eine nüchterne Einschätzung zur Rolle von Bitcoin im globalen Finanzsystem ab und erkannte an, dass die Kryptowährung für einige Investoren eine Form von Geld darstellt. Zugleich verwies er jedoch auf ihre im Vergleich zu traditionellen Reservewerten wie Gold begrenzte Bedeutung.
«Ein Stück weit lässt sich die Grösse dieses Geldes an der Menge messen, die in Bitcoin steckt», sagte Dalio in einem am Rande des Weltwirtschaftsforums in Davos geführten Interview. «Für manche Menschen ist es Geld. Es ist aber nicht sehr groß. Es wird nicht von Zentralbanken gehalten und so weiter.»
Die Aussagen des Bridgewater-Gründers fielen im Rahmen einer breiteren Diskussion über den Wandel des Geldbegriffs und der Vermögensaufbewahrung. Er betonte, dass Zentralbanken und Staatsfonds bei der Diversifizierung weg von auf US-Dollar lautenden Schuldtiteln zunehmend auf Gold und nicht auf digitale Währungen setzen. Dalio merkte an, dass die Frage «Was ist Geld?» immer häufiger diskutiert werde, wobei darüber gestritten werde, ob es sich dabei um Bitcoin, digitale Währungen oder traditionelle Wertaufbewahrungsmittel handle.
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07:00
Der Swiss Market Index (SMI) notiert vorbörslich bei der IG Bank unverändert.
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06:20
Der Swiss Market Index (SMI) steht vorbörslich bei der IG Bank 0,06 Prozent tiefer bei 13'152 Punkten.
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05:12
Die Spannungen über die US-Drohungen, Grönland zu übernehmen, haben die asiatischen Börsen am Mittwoch belastet. Anleger trennten sich von US-Anlagen im Vorfeld einer Rede von US-Präsident Donald Trump in Davos. Zuvor war die Wall Street um mehr als zwei Prozent eingebrochen und der US-Dollar hatte den grössten Tagesverlust seit über einem Monat erlitten. Dies trieb Anleger in die Sicherheit von Gold und Silber, die beide Rekordhochs erreichten. «Der 'Sell America'-Handel war die treibende Kraft hinter den grossen Marktbewegungen über Nacht, da die Anleger ihr Engagement in den USA reduzieren wollten, die von vielen als unzuverlässiger Partner mit einer selbstzerstörerischen Politik angesehen werden», sagte Mantas Vanagas, ein leitender Ökonom bei Westpac. Der breiteste MSCI-Index für asiatisch-pazifische Aktien ausserhalb Japans fiel um 0,3 Prozent. Der japanische Nikkei-Index gab um 1,2 Prozent nach. Alle Augen sind nun auf das Weltwirtschaftsforum in Davos gerichtet, wo Trump am Mittwoch eine Rede halten soll.
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04:35
Am Devisenmarkt notierte der Dollar kaum verändert bei 158,19 Yen. Der Schweizer Franken erreichte gegenüber der japanischen Währung ein Rekordhoch von 200,19 Yen. Der Dollar-Index, der den Greenback mit einem Korb anderer wichtiger Währungen vergleicht, hielt sich nach einem Rückgang von 0,5 Prozent am Vortag stabil bei 98,56.
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03:16
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02:10
Sorgen über einen neuen Handelskrieg zwischen den Vereinigten Staaten und Europa haben am Dienstag die US-Börsen schwer belastet. Die Androhung von Strafzöllen gegen europäische Staaten im Streit um Grönland schickte die wichtigsten Indizes nach einem feiertagsbedingt langen Wochenende auf Talfahrt. Die Gewinne seit Jahresbeginn sind bereits wieder Geschichte.
Charttechnisch wichtige kurz- und mittelfristige Trendsignale zeichnen ein düsteres Bild für die weitere Börsenentwicklung. Der Volatilitätsindex (VIX), der die kurzfristig erwarteten Schwankungen im S&P 500 misst, stieg über 20 Punkte auf den höchsten Stand seit November. Anleger flüchteten in Edelmetalle wie Gold als sicheren Hafen. US-Staatsanleihen gaben nach.
Zwischen Washington und Europa war es am Wochenende zur Eskalation gekommen. US-Präsident Donald Trump drohte im Streit um die zu Dänemark gehörende Insel Grönland vom 1. Februar an Strafzölle gegen einige europäische Länder an, die im Juni weiter steigen sollen, sofern kein Abkommen über den Kauf Grönlands durch die USA erzielt wird. Europäische Staats- und Regierungschefs reagierten empört und erwägen Gegenmassnahmen.
Der Dow Jones Industrial büsste letztlich 1,76 Prozent auf 48.488,59 Punkte ein und schloss damit knapp über seinem wenig zuvor erreichten Tagestief. Für den marktbreiten S&P 500 ging es um 2,06 Prozent auf 6.796,86 Zähler abwärts. Der von Technologiewerten geprägte Nasdaq 100 sackte um 2,12 Prozent auf 24.987,57 Punkte ab. Alle drei Indizes rutschten unter die 21-Tage-Linie, die den kurzfristigen Trend signalisiert, S&P 500 und Nasdaq sackten ausserdem auch unter die 50-Tage-Linie für den mittelfristigen Trend.
«Der Grönland-Streit zeigt: Handelsstreitigkeiten sind bei weitem noch nicht beigelegt», sagte Chefvolkswirt Thomas Gitzel von der VP Bank. Und sie dürften unter einer Trump-Administration wohl auch ein «Dauer-Störfeuer» bleiben.
Die Aktie des KI-Chipherstellers Nvidia büsste als schwächste unter den sogenannten «glorreichen Sieben» 4,4 Prozent ein. Doch auch die anderen sechs - Alphabet , Amazon , Apple , Meta , Microsoft und Tesla - die zu den weltweit grössten und wichtigsten Technologieunternehmen zählen, gaben nach. Sie verloren zwischen 1,1 und 4,2 Prozent.
Intel sprangen dagegen um 3,4 Prozent hoch und profitierten von positiven Analystenkommentaren von HSBC und Seaport Global Securities. Eine Erholung des lange Zeit vor allem im Vergleich zur bärenstarken Konkurrenz schwächelnden Chipherstellers nahm damit weiter Form an. Am Aktienmarkt setzen Anleger schon länger auf eine Geschäftsbelebung.
Die Aktie des Streaming-Anbieters Netflix gab nach anfänglichen Gewinnen um 1,1 Prozent nach. Im Bieterkampf um das Hollywood-Urgestein Warner Brothers legte Netflix nach. Das bisherige Gebot von knapp 83 Milliarden US-Dollar inklusive Schulden für das Studio- und Streaming-Geschäft von Warner wird zu einem kompletten Barangebot. Konkurrent Paramount bietet gut 108 Milliarden Dollar für den gesamten Konzern. Dessen Aktie verlor 2,1 Prozent, während Warner Bros. 1,2 Prozent abgaben.
Die Anteilscheine der Edelmetall-Produzenten Newmont und Agnico Eagle Mines gewannen zwischen 4 und knapp 6 Prozent. Sie profitierten von Rekordhochs bei Gold und Silber. Die Edelmetalle sind angesichts der vielen geopolitischen Krisenherde wie der Lage im Iran und Trumps Zoll-Drohungen als «sichere Häfen» derzeit stark gefragt.
(cash/AWP/Bloomberg/Reuters)

