+++Börsen-Ticker+++ - Autobauer und Fluggesellschaften treiben Wall Street an

Eine Rally bei den Aktien von Autobauern und Fluggesellschaften hat die Anleger an der Wall Street in Kauflaune versetzt. Die drei wichtigsten Indizes erreichten am Dienstag in New York Höchststände.
03.10.2017 22:30
Der Tag der Autoaktien an der Wall Street: Nach den grossen Hurrikanschäden verkaufen die US-Autobauer deutlich mehr Autos.
Der Tag der Autoaktien an der Wall Street: Nach den grossen Hurrikanschäden verkaufen die US-Autobauer deutlich mehr Autos.
Bild: Bloomberg

22:30

Vor allem die Absatzzahlen von General Motors und Ford bereiteten Investoren Freude: Die beiden Unternehmen profitieren davon, dass viele Autobesitzer in den Hurrikangebieten in Texas und Florida ihre zerstörten Wagen ersetzen. Zudem wirkten an der Wall Street starke Konjunkturdaten vom Montag nach.

Der Dow Jones mit den 30 Standardwerten legt um 0,4 Prozent auf 22'641 Punkte zu, während das Plus beim S&P 500 0,2 Prozent beträgt. Er notiert bei 2534 Zählern. Der Nasdaq legt um 0,2 Prozent auf 6531 Stellen zu. Auch an den europäischen Handelsplätzen überwog der Optimismus: Der Eurostoxx50 rückte um 0,1 Prozent vor.

Bei den Einzelwerten können vor allem GM und Ford zulegen. Sie gewinnen 3,1 beziehungsweise 2,1 Prozent. Der dritte grosse US-Hersteller Fiat Chrysler muss anders als seine Rivalen ein Absatzminus verbuchen. Das schlägt sich auch in der Aktie nieder, die sich nur minimal nach oben bewegte.

Für Begeisterung sorgt die Fluggesellschaft Delta Air Lines mit ihrem Ausblick: Zwar drückt Hurrikan "Irma" den Gewinn im abgelaufenen Quartal um 120 Millionen Dollar. Analysten zufolge deuten andere Zahlen jedoch daraufhin, dass sich die Preise stabilisieren. So soll die operative Marge zwischen 15,5 Prozent und 16,5 Prozent liegen. Die Aktie legt um 6,6 Prozent zu. Auch die Papiere der Rivalen verzeichnen Gewinne, etwa American Airlines mit 5,8 Prozent.

Für den Eigenheimbauer Lennar gehts es um 4,8 Prozent nach oben. Er hat im abgelaufenen Quartal einen überraschend hohen Gewinn verbucht

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17:45

Die Schweizer Börse hat im Verlauf des Nachmittags Fahrt aufgenommen und ist auf den höchsten Stand seit August 2015 gestiegen. Der Rekordlauf an der Wall Street, der festere Dollar und die Hoffnung auf Wirtschaft stark belebendes Steuersenkungsprogramm in den USA regten die Marktteilnehmer zu Käufen an. Der Leitindex SMI steigt um 0,5 Prozent auf 9284 Punkte. Der SPI erklimmt mit 10'592 Zählern ein Rekordhoch.

Wegen des Feiertags "Tag der deutschen Einheit" wurde in Deutschland nicht gehandelt. "Der Feiertag war durchaus zu spüren, wenn auch nicht ganz so stark wie bei einem Feiertag in Grossbritannien", sagt ein Händler. Am Montag hatte der Dax um 0,6 Prozent höher bei 12'902 Punkten auf einem neuen Höchststand geschlossen.

Der paneuropäische EuroStoxx50 notiert mit 3190 Zählern minimal höher. Einzelne europäische Börsen stimmten im Verlauf einen freundlicheren Ton an. Die Börsen in London, Paris und Lissabon sind fester. Mailand gibt leicht nach.

Die Börse in Madrid setzte nach einer gehaltenen Eröffnung die Talfahrt fort und büsst 0,5 Prozent ein. Der spanische Ibex-Index hatte am Montag nach dem von massiver Polizeigewalt überschatteten Unabhängigkeitsreferendum in Katalonien 1,2 Prozent nachgegeben.

Die weiteren Aussichten für den Schweizer Aktienmarkt seien positiv, erklären Händler. Der Leitindex sei aus dem seit Monaten geltenden und von 8800 bis 9200 Punkte reichenden Seitwärtstrend nach oben ausgebrochen. Die Charttechniker der Zürcher Kantonalbank (ZKB) orten den nächsten Widerstand bei 9400 Punkten. Ein Angriff auf das Rekordhoch aus dem Jahr 2007 bei 9548 Punkten rücke in Reichweite.

Die meisten Schweizer Standardwerte notieren etwas fester. Die Kursgewinne fallen mit meist weniger als 1 Prozent aber moderat aus. Den stärksten Anstieg verbuchen die Aktien des Luxusgüterkonzerns Richemont mit plus 1,4 Prozent. Händler verweisen auf Kaufempfehlungen für die Titel der Rivalen LVMH und Kering. "Das hat auf Richemont angefärbt", sagt ein Händler.

Die Anteile des Vermögensverwalters Julius Bär steigen 1 Prozent. Die Anteile der Grossbanken Credit Suisse und UBS rücken um 0,8 und 0,5 Prozent vor.

Den stärksten Kursrückgang verbuchen die Anteile von Adecco, die um 0,7 Prozent fallen. Der Personalvermittler übernimmt die US-Karriereberatungsfirma Mullin International. Zum Kaufpreis für das in New York ansässige Unternehmen hielt sich der Weltmarktführer aus Zürich am Dienstag bedeckt.

Am breiten Markt stechen die Papiere von Addex mit einem Plus von 13,6 Prozent heraus. Die US-Gesundheitsbehörden unterstützen eine Studie der Biotechfirma an Menschen mit dem Wirkstoff ADX1441 zur Behandlung von Kokainmissbrauch mit 5,3 Millionen Dollar.

Die Papiere von Orascom klettern um 8,7 Prozent nach oben und verbuchen bei 8,75 Franken ein Jahreshoch. (Lesen Sie den ausführlichen Börsenkommentar zum Dienstag.)

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17:00

Gleich zu Handelsstart am Dienstag erklommen der US-Leitindex Dow Jones Industrial und der breit angelegte S&P 500 Höchststände. Bald darauf war auch beim Technologiewerte-Index Nasdaq Composite eine Bestmarke erreicht.

Die Stimmung an der Wall Street sei nach wie vor gut, heisst es an der US-Börse. Momentan würden die Marktteilnehmer allerdings die Erfolgaussichten einer Steuerreform auswerten, nachdem der republikanische Senator Bob Corker am Montag Bedenken geäussert hatte, dass eine solche Reform das Haushaltsdefizit weiter aufblähen könnte.

Im frühen Handel nahm der Dow Jones erstmals die Hürde von 22'600 Punkten und steigt zuletzt um 0,3 Prozent auf 22'624 Punkte, während der S&P 500 den Grossteil seiner Gewinne wieder abgab. Er tritt nun mit plus 0,1 Prozent bei 2530 Punkten auf der Stelle. Kaum anders erging es dem breiten Nasdaq Composite, der zuletzt nur noch um 0,1 Prozent auf 6522 Punkte vorrückt. Alle drei Indizes hatten bereits zu Wochenbeginn Rekordhöhen erreicht. Der Auswahlindex Nasdaq 100 klettert am Dienstag um 0,1 Prozent auf 5990 Zähler hoch und blieb damit nach wie vor unter seinem Mitte September erreichten Rekordhoch bei knapp unter 6013 Punkten.

Die Rally des Dollar stoppte unterdessen zunächst einmal wieder. Nach Ansicht der US-Investmentbank Goldman Sachs hat der Greenback aber dank solider Wachstumsaussichten und womöglich aggressiver als bisher erwarteter Zinsschritte seitens der US-Notenbank weiterhin Spielraum nach oben.

Unter den Einzelwerten legten die Papiere des Detailhandelskonzerns Wal-Mart an der Dow-Spitze um 1,3 Prozent auf 79,50 Dollar zu. Goldman hat sich lobend zum Gewinnwachstum im kommenden Jahr geäussert und das Kursziel leicht auf 87 Dollar angehoben. Zudem machte Wal-Mart einen weiteren Schritt im New Yorker Online-Handel und erwarb das Lieferdienst-Startup Parcel.

Unter den Autobauern gewinnen nach Autoabsatzdaten für September die Papiere von General Motors 2,9 Prozent und die von Ford 1,9 Prozent. Fiat Chrysler hingegen geben um 0,1 Prozent nach. Der italienisch-amerikanische Autokonzern ruft in Nordamerika wegen eines möglichen Bremsdefekts in grossem Stil SUV in die Werkstätten. Insgesamt sind mehr als 700'000 Fahrzeuge vom Typ Dodge Durango und Jeep Grand Cherokee der Modelljahrgänge 2011 bis 2014 in den USA, Kanada und Mexiko betroffen.

Die Aktien des Elektroauto-Pioniers Tesla büssen als einer der schwächsten Werte im Nasdaq-Auswahlindex 1,8 Prozent ein. Die Produktion des neuen Modells 3 war im dritten Quartal aufgrund von Engpässen hinter den eigenen Erwartungen zurückgeblieben.

Die Aktien des Wohnungsbau-Unternehmens Lennar sowie jene von Paychex, einem Spezialisten für Gehaltsabrechnungsdienste, legen jeweils um etwas mehr als 3 Prozent zu. Beide Unternehmen hatten im abgelaufenen Quartal mit ihrem Gewinn je Aktie die bereits hohen Erwartungen übertroffen.

Gilead Sciences geben um 1,2 Prozent nach. Der Pharma-Konzern hat die 12 Milliarden Dollar schwere Übernahme der Biotech-Firma Kite Pharma abgeschlossen. Gilead meldete die erfolgreiche Andienung aller noch ausstehenden Kite-Aktien zum Preis von 180 Dollar je Stück.

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16:50

Der Versicherungskonzern Zurich erwartet im Zusammenhang mit den Schäden aus den Wirbelstürmen "Irma" und "Harvey" bei Farmers Re im zweiten Halbjahr 2017 eine Belastung von maximal 10 bis 20 Millionen Dollar. Zurich sei nur indirekt von den von Farmers gezeichneten Risiken betroffen, teilte das Unternehmen am Dienstag mit. Zurichs Quote bei der von ihr gemanageten Farmers Re betrage acht Prozent und die Gesamtbelastungen seien auf 100 Millionen Dollar im Jahr limitiert.

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16:05

Im New Yorker Morgenhandel steigt der Dow Jones um 0,2 Prozent auf 22'606 Punkte, während der S&P 500 um 0,1 Prozent auf 2531 Zähler zulegt. Beim Nasdaq beträgt das Plus 0,2 Prozent auf 6527 Stellen. Für Optimismus sorgen Konjunkturdaten, die schon am Montag die Kurse angetrieben haben.

Zunehmend konzentrieren sich die Investoren auch auf die Unternehmensbilanzen für das dritte Quartal. Nach Zahlen von Thomson Reuters erwarten Analysten, dass die im S&P gelisteten Unternehmen im Schnitt einen 6,2 Prozent höheren Gewinn im Vergleich zum Vorjahresquartal einfahren werden.

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15:40

Star-Investor Warren Buffett steigt bei einem der grössten US-Raststätten-Betreiber ein. Seine Investmentgesellschaft Berkshire Hathaway übernehme zunächst knapp 39 Prozent an Pilot Flying J, in wenigen Jahren dann auch die Mehrheit, teilte das Unternehmen am Dienstag mit.

Pilot Flying J betreibt mehr als 750 Raststätten in 44 US-Bundesstaaten, die vor allem von Lastwagenfahrern angesteuert werden. Die Firma mit Sitz in Knoxville im US-Bundesstaat Tennessee ist das fünfzehntgrösste Unternehmen in Privatbesitz in den USA. Chef ist Milliardär Jimmy Haslam, dessen Familie zunächst knapp die Mehrheit an Pilot Flying J behalten wird. "Die Firma hat eine kluge Wachstumsstrategie, und wir freuen uns auf eine Partnerschaft, die die Transportindustrie auf Jahre unterstützt", erklärte Buffett.

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14:45

Die Hoffnung auf ein sich belebendes Tourismusgeschäft in Nordafrika lässt die Anleger nach den Aktien der Orascom Holding greifenn. Die Aktie des schwergewichtig in Ägypten tätigen Hotel- und Baukonzerns legen um 5,1 Prozent auf 8,46 Franken zu. Bei 8,70 Franken erreichte der Kurs kurzzeitig den höchsten Stand seit April 2016. Seit Jahresanfang hat der Kurs um mehr als 50 Prozent zugelegt.

Händler sagen, die Meldung des bedeutenden europäischen Reiseveranstalters Thomas Cook, wonach die Touristen vermehrt Reisen nach Ägypten und Tunesien sowie in die Türkei buchten, habe die Hoffnung auf ein anziehendes Geschäft bei Orascom geschürt. Orascom unterhält unter anderem Resorts am Roten Meer.

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12:55

Der Schweizer Aktienmarkt tendiert am Dienstag zur Mittagszeit weiterhin mit leicht festeren Kursen. Das neue Jahreshoch vom Wochenstart konnte der SMI am Vormittag nochmals überbieten. Da die US-Börsen den europäischen schon deutlich vorausgeeilt sind, würden US-Anleger vermehrt in europäische Aktien investieren, heisst es am Markt. Gleichzeitig seien wegen der Spannungen in der Euro-Zone - mit befürchteten Verwerfungen an den Währungsmärkten - Schweizer Aktien in Franken gegenwärtig als Sicherer-Hafen-Anlagen gefragt, heisst es im Handel. Nach dem umstrittenen Referendum in Katalonien hätten sich die Fronten in Spanien verhärtet.

Am Schweizer Markt wird insgesamt von einer unverändert positiven Stimmung gesprochen. Analysten weisen darauf hin, dass das letzte Jahresviertel traditionell das stärkste an der Börse sei. Die Kauflaune aus dem September setze sich fort. Allerdings halte sich die Volatilität am Dienstag in Grenzen. Zumal in Deutschland der Tag der deutschen Einheit gefeiert, weshalb die Börse dort geschlossen ist. Auch die internationale Konjunkturagenda ist weitgehend leer.

Der SMI steht gegen Mittag 0,2% höher bei 9258 Punkten. Ein neues Jahreshoch erreichte er am Vormittag bei 9264 Punkten. Der 30 Aktien umfassende und noch stärker gekappte SLI legt 0,3% zu auf 1486 Punkte und der breite SPI 0,2% auf 10'560 Zähler. Von den 30 wichtigsten Titeln notieren 20 im Plus und 10 im Minus.

Mit Abstand grösste Gewinner unter den Bluechips bleiben Sonova (+2,8%), nachdem die Deutsche Bank die Aktie mit "Buy" wieder aufgenommen hat. Der zuständige Analyst sieht im Hörsystem-Spezialisten einen gut geführten Branchenführer, der Synergien in der Forschung und Entwicklung, im Vertrieb und in der Infrastruktur maximieren könne. Das Management habe kurzfristig Mühen hingenommen, um längerfristige Gewinne zu erzielen.

Fester tendieren zudem auch die Bankenwerte Julius Bär (+1,2%), UBS und CS (je +0,6%), nachdem sie sich am Vortag nach dem Referendum über die Unabhängigkeit Kataloniens von Spanien weniger gut entwickelt haben. Bankenwerte reagieren für gewöhnlich sensibel auf politische Unsicherheiten und eine mögliche Schwächung von Ländern der Euro-Zone. Im September waren alle drei Titel gut gelaufen.

Zu den grössten Verlierern gehören hingen Adecco (-0,9%) nach der Ankündigung einer Akquisition. Der Personalvermittler übernimmt das US-Karriere-Entwicklungs-Unternehmen Mullin International, das sich im Privatbesitz befindet. Weder zu den Konditionen der Transaktion noch zum Umsatz wurden Angaben gemacht.

Auch Aryzta (-1,4%) geben nach wie vor ab. Baader Helvea senkte das Kursziel und bestätigte das Rating "Hold". Die erheblichen kurzfristigen Risiken und mittelfristige Unsicherheiten würden keine Kaufempfehlung erlauben, so das Fazit.

Von den drei Schwergewichten belasten zudem Roche (-0,3%) den Markt, während Nestlé (+0,1%) und Novartis (+0,4%) fester tendieren. Für Nestlé bekräftigte RBC die Kaufempfehlung. Der neue CEO scheine eine relativ strikte Haltung gegenüber einer strengeren Kostenkontrolle zu haben, heisst es.

Am breiten Markt profitieren indes Addex (+10% auf 2,18 Franken) von erfreulichen Neuigkeiten: Das Biotechunternehmen erhält Forschungsgelder vom US-Institut für Drogenmissbrauch für Studien zur Behandlung von Kokain-Abhängigkeit. Auch Coltene, Züblin (je +2,3%) und Temenos (+1,6%) verzeichnen nach Unternehmensnews Gewinne. (Lesen Sie den ausführlichen Börsenbericht zum Mittag.)

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11:00

Die Schweizer Börse verliert am Dienstag nach einer festeren Eröffnung etwas an Schwung. Rekordstände an der Wall Street und der feste Dollar sorgten laut Händlern für höhere Kurse. Nach dem Erreichen eines Zwei-Jahre-Hochs bei 9264 Zählern im SMI habe die Anleger der Mut aber wohl verlassen. "Der Markt ist dabei, den Anstieg zu konsolidieren", sagt ein Händler.

Der SMI notiert mit 9261 Punkten um 0,2 Prozent höher. Am Montag war der SMI um 0,9 Prozent auf den höchsten Stand seit mehr als zwei Jahren gestiegen. Die weiteren Aussichten seien positiv, erklären Händler. Der Leitindex sei aus dem seit Monaten geltenden und von 8800 bis 9200 Punkte reichenden Seitwärtstrend nach oben ausgebrochen. "Das dürfte uns Luft nach oben geben. Ein Angriff auf das im Jahr 2007 erreichte Allzeithoch von 9548 Punkten ist möglich", sagt ein Händler.

Wegen des Feiertags "Tag der deutschen Einheit" wird in Deutschland nicht gehandelt. Daher dürfte manch ein Marktteilnehmer dem Parkett fernbleiben und das Geschäft dürfte ruhiger als üblich verlaufen, heisst es. Die meisten Standardwerte wurden zu leicht höheren Kursen gehandelt. Die Kursausschläge halten sich aber mit Ausnahme von Julius Bär unter 1 Prozent.

Die Aktien von Adecco sinken um 0,9 Prozent und geben den Vortagesgewinn wieder ab. Der Personalvermittler übernimmt die US-Karriereberatungsfirma Mullin International. Zum Kaufpreis für das in New York ansässige Unternehmen hielt sich der Weltmarktführer aus Zürich am Dienstag bedeckt. Mullin beschäftigt nach Angaben auf der Internetseite etwa 1400 Fachberater.

Mehr zum Adecco-Deal: Adecco kauft in den USA zu

Die Aktien zyklischer Firmen tendieren meist freundlich. Der Elektrotechnikkonzern ABB gewinnt 0,8 Prozent an Wert. Für die Anteile der Sanitärfirma Geberit werden um 0,4 Prozent höhere Kurse bezahlt. Die Titel von Lafarge-Holcim legen um 0,5 Prozent zu und reduzieren damit den Vortagsabschlag zu einem Teil.

Fester sind die Finanzwerte. Bei den Banken gewinnen die Aktien der Credit Suisse und der UBS 0,7 Prozent.

Die schwergewichtigen Papiere des Lebensmittelriesen Nestlé und des Pharmakonzerns Novartis legen 0,2 Prozent zu. Der Genussschein von Rivale Roche gibt dagegen um 0,4 Prozent nach und büsst einen Teil des Vortagsanstiegs wieder ein.

Am breiten Markt stechen die Papiere von Addex mit einem Plus von gut 10 Prozent heraus. Die US-Gesundheitsbehörden unterstützen eine Studie der Biotechfirma an Menschen mit dem Wirkstoff ADX1441 zur Behandlung von Kokainmissbrauch mit 5,3 Millionen Dollar.

Die Anteile von Temenos gewinnen 1,6 Prozent. Die Bankensoftware-Firma hat die äthiopische Cooperative Bank of Oromia als Kunden gewonnen.

An den meisten europäischen Börsen zeigt sich ein ähnliches Bild: Der Eurostoxx50 Index ist mit 3603 Zählern praktisch unverändert. Die Börsen in London und Mailand sind knapp gehalten, während der französische CAC-40-Index um 0,2 Prozent anzieht.

Die Börse in Madrid legt ebenfalls leicht zu. Der spanische Ibex-Index hatte am Montag nach dem von massiver Polizeigewalt überschatteten Unabhängigkeitsreferendum in Katalonien 1,2 Prozent eingebüsst.

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09:10

Der Swiss Market Index steigt im frühen Handel am Dienstag um 0,16 Prozent. Die Aktien der UBS (+0,7 Prozent) und der Credit Suisse (+1,1 Prozent) führen dabei das Feld an. Der SMI hatte den Handel am Vortag bereits auf einem neuem Jahreshoch über 9'240 Punkten beendet. Auch an der Wall Street erreichten die wichtigsten Indizes zu Quartalsbeginn neue Rekordhöhen. Asien präsentierte sich ebenfalls stark, wobei jedoch einige Börsen wegen Feiertagen geschlossen sind. 

Deutliche Ausreisser nach oben sind auch Sonova (+2,2 Prozent), nachdem die Deutsche Bank die Aktie mit "Buy" wieder aufgenommen hat. Adecco (-0,4 Prozent) notieren nach der Ankündigung einer Akquisition unter dem Schnitt. Der Personalvermittler übernimmt den US-Branchennachbarn Mullin International. Die drei Schwergewichte Roche, Novartis, Nestlé sind unverändert oder leicht im Minus.  

Am breiten Markt steigen die Aktien von Addex um 12 Prozent. Die US-Gesundheitsbehörden unterstützen eine Studie an Menschen mit dem Wirkstoff ADX1441 zur Behandlung von Kokainmissbrauch mit 5,3 Millionen Dollar.

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08:35

Die Börsen in Fernost schliessen. Rekordstände an der Wall Street haben am Dienstag auch an den Asien-Börsen für gute Stimmung gesorgt. In Tokio ging der Leitindex Nikkei 1 Prozent höher bei 20.614 Punkten aus dem Handel. Unterstützung kam von einem schwächeren Yen, der die Exportchancen japanischer Firmen verbessert.

Auch an den übrigen Märkten in Fernost dominierten die positiven Vorzeichen. Der Leitindex in Hongkong stieg um knapp zwei Prozent. Der MSCI-Index für Aktien ausserhalb Japans kletterte um 0,44 Prozent.

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08:30

Der SMI steigt vorbörslich um 0,22 Prozent auf 9263 Punkte. Am stärksten performen die beiden Luxusgüter-Aktien Swatch und Richemont, die je um 0,70 Prozent zulegen. Adecco steigen um 0,5 Prozent, nachdem der Stellenvermittler die Übernahme des US-Unternehmens Mullin International bekanntgegeben hat.

News gab es auch bei Roche, wo eine neue Software-Lösung für Krebsbehandlungen angekündigt wurde. Der Genusschein steigt allerdings nur um 0,15 Prozent (zu den vorbörslichen Kursen).

Neue Rekordstände an der Wall Street und der feste Dollar dürften die Anleger zu Käufen ermutigen, sagten Händlern. Zudem habe sich spreche die Charttechnik für einen weiteren Anstieg des SMI. Der Leitindex habe am Montag den seit Monaten hartnäckigen Widerstand bei 9200 Punkten überwunden. "Das gibt uns Luft nach oben. Ein Angriff auf das im Jahr 2007 erreichte Allzeithoch von 9548 Punkten ist möglich", sagte ein Händler.

Da in Deutschland ein Feiertag (Tag der Deutschen Einheit) ist, dürfte manch ein Marktteilnehmer dem Parkett fernbleiben und das Geschäft dürfte ruhiger als üblich verlaufen, hiess es.

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06:40

Neue Rekordstände an der Wall Street haben den asiatischen Aktienmärkten am Dienstag Auftrieb gegeben. In Tokio notiert der Leitindex Nikkei 0,9 Prozent höher bei 20.583 Punkten, nachdem er zuvor mit 20'582 Zählern ein Zwei-Jahres-Hoch erklommen hatte.

Weitere Unterstützung kam von einem schwächeren Yen, der die Exportchancen japanischer Firmen verbessert. Der MSCI-Index für Aktien ausserhalb Japans stieg 0,4 Prozent. Am Montag hatten die US-Börsen getragen von ermutigenden Konjunkturdaten auf Höchstständen geschlossen.

An den Devisenmärkten in Fernost verhalfen die Wirtschaftsdaten dem Dollar zu Kursgewinnen. Der Euro verlor zur US-Währung 0,2 Prozent auf 1,1712 Dollar. Zum Yen stieg der Dollar um 0,3 Prozent auf 113,07 Yen. Der Schweizer Franken notierte bei rund 0,9774 Franken je Dollar und bei 1,1449 Franken je Euro.

(cash/AWP/Reuters)