+++Börsen-Ticker+++ - Lonza und Roche verhelfen Schweizer Börse zu neuer Bestmarke - Bitcoin fällt unter 32'000 Dollar

Eine starke Nachfrage nach den Titeln des Arzneimittel-Auftragsherstellers Lonza und des Pharmakonzerns Roche hat die Schweizer Börse den vierten Handelstag in Folge auf ein Allzeithoch gehievt.
08.06.2021 18:28
Logo am Lonza-Hauptsitz in Basel.
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Bild: ZVG

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17:35

Der Leitindex SMI stieg am Dienstag vorübergehend bis auf 11'703 Punkte und notierte kurz vor Schluss noch um 0,2 Prozent höher bei 11'656 Zählern.

Die Lonza-Aktien kletterten vorübergehend um mehr als fünf Prozent auf ein Rekordhoch von 642,60 Franken und lagen zuletzt noch 2,3 Prozent im Plus. Die Anleger setzten auf Produktionsaufträge für das neue Alzheimer-Medikament von Biogen und griffen zu. Die Nachfrage nach dem Präparat dürfte Analysten zufolge riesig sein - und Lonza als ein bedeutender Pharma-Auftragshersteller dürfte davon profitieren. Goldman Sachs empfahl die Titel zum Kauf. Die US-Arzneimittelbehörde FDA liess mit Aducanumab erstmals ein Mittel zu, das die zugrundeliegende Ursache der Nervenerkrankung behandelt. Auch Indexschwergewicht Roche gab das Schub, die Scheine stiegen um 0,7 Prozent. Der Pharmariese arbeitet ebenfalls an neuen Alzheimer-Mitteln.

Zu den Verlierern gehörten Finanzwerte. Die Anteile der Grossbank Credit Suisse sanken um 1,65 Prozent und die des Rückversicherers Swiss Re um 0,8 Prozent.

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16:30

Die Talfahrt der Kryptowährungen beschleunigt sich. Bitcoin fällt um fast acht Prozent auf 31'823 Dollar. Ethereum, Ripple und Litecoin bauen ihre Verluste ebenfalls aus und rutschen um bis zu zehn Prozent ab.

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16:00

Die Leitindizes Dow Jones, Nasdaq und S&P 500 lagen zur Eröffnung am Dienstag jeweils knapp im Plus.

"Der Markt macht eine gute und gesunde Verschnaufpause", sagte Sean O'Hara, Manager beim Fondsanbieter Pacer ETFs. Daran werde sich bis zur Veröffentlichung der Konsumentenpreise am Donnerstag wohl auch nichts ändern. Entscheidend sei die Frage, ob der Preisdruck vorübergehend oder dauerhaft sei. Experten erwarten für Mai im Jahresvergleich einen Anstieg der Inflation auf 3,4 von drei Prozent.

Bei den Unternehmen gehörte Tesla mit einem Kursplus von drei Prozent zu den Favoriten. Der Elektroauto-Bauer steigerte den Absatz in China den Angaben zufolge im Mai auf 33'463 Fahrzeuge, ein Plus von 29 Prozent zum Vormonat. Die in den USA notierten Titel chinesischer Tesla-Rivalen wie Nio, Li Auto und Xpeng gewannen bis zu 7,3 Prozent.

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15:35

Der Dow Jones eröffnet 0,16 Prozent im Minus bei 34'573 Punkten. Der Nasdaq legt 0,55 Prozent zu bei 13'958 Zählern. Der S&P 500 startet 0,13 Prozent höher bei 4232 Punkten.

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15:10

Der Höhenflug der deutschen "Meme"-Aktien Windeln.de setzt sich fort. Nachdem sich ihr Wert am Vortag mehr als verdoppelt hatte, schiessen sie erneut um rund 125 Prozent auf 5 Euro nach oben. "Im Endeffekt ist das Zockerei", sagte ein Händler. Fundamental gebe es keine Gründe für den Kursanstieg. Am Wochenende sei der Wert auf einer Internetseite gepusht worden.

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15:00

Der Dow Jones Industrial dürfte sich nach den leichten Vortagesverlusten zunächst etwas stabilisieren. Gut eine Dreiviertelstunde vor dem Start am Dienstag taxierte der Broker IG den US-Leitindex minimal im Plus bei 34'639 Punkten. Besser sieht es bei den Tech-Werten aus. Die Fututes auf den Nasdaq 100 notieren 0,5 Prozent im Plus. 

Generell unterstützten die Erholung in der grössten Volkswirtschaft der Welt und die anhaltende Zurückhaltung der US-Notenbank immer noch ein risikofreudiges Umfeld, sagten Börsianer. Zwischenzeitlich aber könnte die aktuelle Rally von Inflationssorgen, hohen Bewertungen und Ungleichheiten bei der weltweiten Einführung von Impfstoffen unterbrochen werden.

Unter den Einzelwerten steht Tesla im Blick. Der Elektroautopionier hat im zuletzt für ihn problematischen chinesischen Markt im Mai spürbar Boden gutmachen können. Ob sich die Erholung aber verstetigen lässt, wird sich erst noch zeigen müssen. Tesla umgeht mit seinem Vertriebsmodell lokale Autohäuser vor Ort und setzt auf Online-Bestellungen von Kunden. Wegen längerer Lieferzeiten bilden die Auslieferungen daher die Nachfrage von womöglich einigen Monaten zuvor ab.

In den vergangenen Wochen war Tesla in China nach einem Kundenprotest in Kritik geraten und musste sich für eine verspätet in Angriff genommene Beschwerde rund um das Bremssystem eines Teslas öffentlich entschuldigen. Im vorbörslichen US-Handel aber lagen die Aktien zuletzt rund drei Prozent im Plus.

Die am Vortag stark gelaufenen Aktien von Fastly lagen vorbörslich nun knapp zwei Prozent im Minus. Zahlreiche Websites weltweit waren an diesem Dienstag wegen der Störung bei dem Web-Dienstleister rund eine Stunde nicht erreichbar gewesen. Betroffen waren unter anderem die Seite der britischen Regierung sowie die Nachrichtenportale des "Guardian", der "New York Times", der "Financial Times" und der französischen Zeitung "Le Monde". Grund für den Ausfall dürfte ein zwischenzeitliches Problem bei dem Cloud-Dienst Fastly gewesen sein, der Internetseiten zwischenspeichert, damit sie schneller abgerufen werden können.

Die am Montag ebenfalls stark gestiegenen Anteilsscheine des Corona-Impfstoffherstellers Curevac büssten nun vorbörslich mehr als zehn Prozent ein. Börsianer verwiesen auf einen Bericht der Wirtschaftsnachrichten-Website "Business Insider", wonach die erwarteten Lieferungen der deutschen Firma weiter auf sich liessen. In einer Sitzung der hiesigen Gesundheitsminister am Montag habe es geheissen, eine Zulassung komme wohl erst im August.

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14:15

Tesla ist im vorbörslichen US-Handel gesucht. Der US-Elektroautopionier hat im zuletzt für ihn problematischen chinesischen Markt im Mai spürbar Boden gutmachen können. Laut Daten des Branchenverbands PCA (China Passenger Car Association) vom Dienstag in Peking haben die US-Amerikaner aus chinesischer Produktion 33'463 Fahrzeuge an Kunden ausliefern können und damit rund 29 Prozent mehr als schwachen Vormonat April.

Die Aktie reagiert vorbörslichen Handel positiv und steigt um 3,4 Prozent. 

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13:15

Angesichts der Unsicherheit über die Konjunktur- und Inflationsentwicklung wagen sich die Anleger in Europa nur vorsichtig weiter voran. "Die Märkte sind im Warte-Modus. Die Bewertungen sind hoch, und sie brauchen neue Katalysatoren, um weitere Käufe zu rechtfertigen", sagte Teeuwe Mevissen, Ökonom bei der Rabobank. Der Dax zog am Dienstag 0,2 Prozent auf 15.707 Punkte an. Der EuroStoxx50 zeigte sich ebenfalls fester bei 4109 Zählern. Zum Wochenauftakt war der Dax vorübergehend auf ein frisches Rekordhoch geklettert.

Der SMI kann deutlicher gewinnen und steigt um 0,5 Prozent auf 11'689 Zähler. Die Aussicht auf Produktionsaufträge für ein neues Alzheimermedikament haben die Aktien des Arzneimittel-Auftragsherstellers Lonza am Dienstag auf ein Allzeithoch geschoben. Die Anteile des Konzerns aus Basel stiegen an der Börse in Zürich um 5,3 Prozent auf 642,60 Franken. Lonza setzte sich damit an die Spitze sowohl der Schweizer Standardwerte als auch der europäischen Gesundheitstitel.

Bei den Einzelwerten traten Anleger bei europäischen Auto-Werten nach einer sechs Tage dauernden Kursrally auf die Bremse und nahmen Gewinne mit. Der entsprechende Branchenindex gibt rund ein Prozent nach und entfernt sich damit leicht von seinem Rekordniveau. Im Dax büssten BMW, Daimler und Volkswagen zwischen einem und 1,8 Prozent ein. Dagegen zog der Reise- und Freizeitindex rund ein Prozent an. Die Billigfluglinie Easyjet profitierte von einer Hochstufung ihrer Aktien auf "buy" durch die Bank Goldman Sachs und legte 1,6 Prozent zu.

Einen Höhenflug wie zuletzt sogenannte "Meme"-Aktien in den USA erlebten die Titel von Windeln.de. Nachdem sich ihr Wert am Vortag mehr als verdoppelt hatte, schossen sie erneut um rund 90 Prozent auf 4,30 Euro nach oben. "Im Endeffekt ist das Zockerei", sagte ein Händler. Fundamental gebe es keine Gründe für den Kursanstieg. Am Wochenende sei der Wert auf einer Internetseite gepusht worden. "Trader versuchen einfach, in sehr kleinen Werten ihr Glück zu machen." Davon profitierten auch die Adler Modemärkte, deren Titel um rund ein Drittel auf 1,37 Euro anzogen.

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12:50

An den US-Börsen zeichnet sich eine uneinheitliche Eröffnung ab. Während der Dow Jones vorbörslich etwas tiefer notiert (-0,15%) steigen die Futures auf den Technologie-Index Nasdaq 100 um 0,3 Prozent. Der breite S+P 500 wird vorbörslich unverändert gehandelt. 

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11:40

Die Aufwärtsbewegung an der Schweizer Börse hält am Dienstag an. Der SMI erreicht dabei vorübergehend gar ein neues Rekordhoch. Geschuldet ist das Plus weitgehend den Kursgewinnen von Lonza und den beiden Schwergewichten Roche und Nestlé. Andere Impulse wie Firmenergebnisse oder wichtige Konjunkturzahlen sind dagegen nicht auszumachen. Erst am Donnerstag, wenn sich die Europäische Zentralbank (EZB) zu ihrer Geldpolitik äussert und die US-Inflationszahlen veröffentlicht werden, stehen kursbewegende Ereignisse auf dem Programm.

Nach einem festen Start sind die Gewinne im Verlauf von den Höchstwerten wieder etwas abgeschmolzen. Der Markt stehe auf einem sehr hohen Niveau und sei auch technisch überkauft. Doch solange die Zentralbanken die Hausse mit billigem Geld am Leben erhielten, mache es keinen Sinn sich dagegen zustellen, sagte ein Händler. Die Anleger sollten sich dabei aber auf Papiere von soliden und gut finanzierten Unternehmen fokussieren. "Und auch Gewinnmitnahmen sollten nicht vergessen werden."

Der SMI notiert nach einem Rekordhoch auf 11'690,45 Zählern um 11:40 Uhr noch um 0,43 Prozent höher auf 11'680,10 Punkten. Der SLI, in dem die 30 wichtigsten Aktien enthalten sind, steigt um 0,41 Prozent auf 1904,44 und der breite SPI um 0,39 Prozent auf 15'033,35 Zähler. Von den 30 SLI-Werten legen 21 zu, acht geben nach und einer (Schindler PS) sind unverändert.

Angeführt werden die Gewinner von Lonza (+4,9%). Goldman Sachs hat die Aktie auf "Buy" von "Neutral" hochgestuft, was dem Titel bei 641,40 Franken gar ein neues Rekordhoch bescherte. Der Pharmazulieferer profitiert auch davon, dass die Aktien im Zusammenhang mit der Entscheidung der US-Zulassungsbehörde FDA, das Alzheimer-Mittel von Biogen trotz schwacher Daten zuzulassen, stark nachgefragt werden. Firmen wie Lonza, Bachem (+2,3%) und Siegfried (+1,8%), die Medikamenten-Wirkstoffe herstellen, könnten sich auf zusätzliche Aufträge und steigende Umsätze freuen, heisst es am Markt.

Die FDA-Entscheidung verhelfe dem gesamten Sektor überhaupt zu einer höheren Bewertung. Davon profiterten auch Roche (+0,7%), die ebenfalls in der Alzheimerforschung aktiv sind. Die Aktien von Rivale Novartis (-0,2%) rutschen dagegen nach anfänglichen Gewinnen leicht ab.

Ebenfalls eine Stütze des Marktes sind Nestlé (+0,4%), die im Verlauf ebenfalls ein neues Rekordhoch erreichten. Damit habe der Lebensmittelwert einen wichtigen Widerstand geknackt und nun stünden dem substanzstarken Titel keine kursmässigen Hindernisse mehr entgegen. "La Hausse amène la Hausse", sagte ein Händler.

Bei den Gewinnern sind zudem Technologietitel wie Logitech (+1,1%) und Temenos (+0,5%), die Bauzulieferer Geberit (+0,8%) und Sika (+0,4%), die defensiven Swisscom (+0,7%) oder der Finanzwert Partners Group (+0,7%) zu finden.

Dagegen sind mit Straumann (-1,7%), Alcon (-0,4%) und Sonova (-0,6%) defensive Werte tiefer gehandelt. Zudem leiden auch Zykliker wie Adecco (-0,5%) und Richemont (-0,5%) und der Finanztitel CS (-0,2%) unter Abgaben.

Im Prozess einer kursmässigen Bodenbildung befänden sich zudem AMS (+0,2%). Über ihren Ausgang bestehe allerdings Unsicherheit. Sollte AMS Apple als Kunden (teilweise) verlieren, wie am Markt spekuliert wird, könnte dies die Erträge schmälern. Andere sehen dagegen gerade darin eine Chance: Wenn AMS die Kundenbasis erweitere, wozu es nicht zuletzt durch die Übernahme von Osram kommen werde, sei der Chiphersteller besser und stabiler aufgestellt, was sich auch in höheren Kursen auszahlen dürfte, heisst es am Markt.

Am breiteren Markt gewinnen Landis+Gyr 4,2 Prozent. Das Messtechnikunternehmen hat einen bestehenden Service-Vertrag mit Tepco Power Grid Inc. verlängert. Gesucht sind zudem Montana Aerospace (+4,7%) und Molecular Partners (+3,7%). Aryzta (+3,8%) setzen den Mitte Mai gestarteten Höhenflug fort.

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11:20

Nach einigen ruhigeren Tagen ist der Markt für Kryptowährungen abermals unter erheblichen Druck geraten. Viele Digitalanlagen, von denen es mittlerweile rund 10'000 geben soll, verloren am Dienstagvormittag prozentual zweistellig an Wert Bitcoin büsst auf der Kryptobörse Bitstamp rund 10 Prozent ein und notiert bei 32'921 Dollar, Ethereum verliert ebenfalls 10 Prozent auf 2516 Dollar

Als Belastungsgrund gilt einigen Marktteilnehmern der jüngste Fund von Bitcoin-Lösegeld durch US-Ermittler. Das Digitalgeld stammt aus einem Hackerangriff auf den Betreiber einer grossen US-Ölpipeline. Offenbar hat der Ermittlungserfolg den unter Bitcoin-Befürwortern vorherrschenden Eindruck ins Wanken gebracht, Digitalwährungen seien aufgrund der hohen Anonymität von Transaktionen immun gegen staatliche Eingriffe.

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10:45

In Deutschland scheint der Hype um Meme-Aktien angekommen zu sein. Die Aktie des Onlineversandhändlers windeln.de steigt um 99,1 Prozent auf 4,40 Euro. Bereits gestern ist der Kurs um 132 Prozent angestiegen. Neue fundamentale Nachrichten gibt es nicht. Im Netz kursieren lediglich Spekulationen über eine möglicherweise steigende Nachfrage aus China nach Babyprodukten wegen der Lockerung der Zwei-Kind-Politik. 

"Im Endeffekt ist das Zockerei", sagte ein Händler. Am Wochenende sei der Wert auf einer Internetseite gepusht worden. Spekulationen über Rückenwind durch Chinas Schwenk in der Geburtenpolitik seien dagegen "an den Haaren herbeigezogen".

Kursentwicklung der Aktie von windeln.de in den letzten zwölf Monaten, Grafik: cash.ch. 

In den USA hatten zum Wochenstart erneut die sogenannten "Meme"-Aktien ein Kursfeuerwerk gezündet. Diese von Kleinanlegern in sozialen Netzwerken hochgejubelten Titel wie etwa der Kinobetreiber AMC Entertainment oder der US-Videospielehändler Gamestop fuhren erneut zweistellige Kursgewinne ein. Angesichts des steilen Kursanstiegs von Aktien mit Fan-Gemeinden im Internet will die US-Börsenaufsicht SEC nun genau hinschauen. 

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10:15

Die Aktien von Aryzta steigen im frühen um 3,9 Prozent auf 1,287 Franken. Damit ist de Aktie so teuer wie seit Mai 2019 nicht mehr. Mehrere Analysten äusserten zuletzt positiv über das Unternehmen. Der Analyst der ZKB etwa betont, dass Aryzta ein gutes organisches Umsatzwachstum "trotz eines immer noch widrigen Covid-19-Umfelds" gelungen ist.

Bei Vontobel hält man die Arbeit, die unter dem neuen Management in den letzten Monaten geleistet wurde für "ziemlich beeindruckend". Und Baader Helvea betont, dass das solide erste Quartal nach den turbulenten Ergebnisupdates der letzten Monate das richtige Signal sende für Investoren, die Aryzta als Investment Case in Betracht ziehen.

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09:45

Nach einer sechs Tage dauernden Kursrally treten Anleger bei europäischen Auto-Werten auf die Bremse. Der entsprechende Branchenindex gibt knapp ein Prozent nach und entfernt sich damit leicht von seinem Rekordniveau. Im Dax büssen Volkswagen, Daimler und BMW jeweils rund ein Prozent ein.

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09:10

Die Schweizer Börse setzt am Dienstag den Rekordkurs zunächst fort. Unterstützend dabei sind höhere Kurse beim Marktschwergewicht Roche und beim Pharmazulieferer Lonza, die dem Markt schon am Vortag Auftrieb verliehen hatten. Da andere Impulse wie Firmenergebnisse oder wichtige Konjunkturzahlen aber fehlen, könnten die Gewinne im Verlauf auch wieder abschmelzen, heisst es am Markt. Erst am Donnerstag wird sich die Europäische Zentralbank (EZB) zu ihrer Geldpolitik äussern und es werden die US-Inflationszahlen veröffentlicht.

Der SMI notiert um 08.20 Uhr um 0,23 Prozent höher bei 11'657 Punkten. Am Vortag hatte der Leitindex mit 11'641,31 Punkten ein Rekordhoch erreicht und nur wenig darunter geschlossen. 

An der Spitze steht mit einem Kursplus von 3,3 Prozent Lonza. Auch Roche (+0,8%) gewinnen. Bei Roche und Lonza sorgen die Gründe vom Vortag für weitere Gewinne. Auslöser war dabei die Entscheidung der US-Zulassungsbehörde FDA, das Alzheimer-Mittel von Biogen trotz schwacher Daten zuzulassen. Es gilt als erstes Medikament, das die Ursache der Alzheimer-Krankheit bekämpft. Auch Roche forscht in diesem Gebiet.

Die Aktien von Lonza würden zusätzlich davon profitieren, dass Goldman Sachs das Rating auf "Buy" von "Neutral" angehoben hat, heisst es weiter.

Am breiteren Markt gewinnen Landis+Gyr 1,1 Prozent. Das Messtechnikunternehmen hat einen bestehenden Service-Vertrag Tepco Power Grid Inc. verlängert. Belimo (+0,7%) stehen dank einer Kurszielerhöhung (auf 420 von 400 Fr.) von Vontobel im Plus.

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08:05

Der SMI notiert im vorbörslichen Handel der Bank Julius Bär 0,34 Prozent höher. Gestern hatte der Schweizer Leitindex 0,52 Prozent im Plus bei 11'630 Punkten geschlossen. Am stärksten können die Gesundheitswerte Alcon, Roche und Lonza mit einem Plus von je 1 Prozent zulegen.

Die Titel konnten allesamt gestern bereits zugewinnen. Händler sagten, die US-Zulassung eines Alzheimer-Mittels des Biotechkonzerns Biogen habe die Anleger auch nach den Titeln von anderen Branchenvertretern greifen lassen. Alcon profitiert zudem von der Ankündogung, eine neue Kontaktlinse auf den Markt zu bringen.

Lonza wiederum profitiert von einer Analysten-Hochstufung. Goldman Sachs stuft das Rating für Lonza auf "Buy" von "Neutral" hoch und erhöht das Kursziel auf 745 von 565 Franken. Die verbesserte Endmarktdynamik sowie die zuletzt starke private und öffentliche Finanzierung von Biotechs habe sein Vertrauen in die langfristigen Fundamentaldaten von Lonza gestärkt, schreibt Analyst Krishna Chaitanya Arikatla.

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07:40

Der Euro hat am Dienstag im frühen Handel an der Marke von 1,22 US-Dollar notiert. Am Morgen kostet die Gemeinschaftswährung 1,2181 Dollar und damit etwas weniger als in der Nacht zuvor. Gegenüber dem Franken hat sich der Euro mit 1,0936 Franken gegenüber dem Vorabend minim abgeschwächt. Der US-Dollar zeigt sich mit 0,8978 Franken ebenfalls nur wenig verändert und steht weiterhin klar unter der Marke von 90 Rappen.

Am Dienstag stehen vor allem in Europa einige beachtenswerte Konjunkturdaten an, die für Kursbewegung sorgen könnten. In Deutschland veröffentlicht das Mannheimer Institut ZEW seinen monatlichen Konjunkturindikator. Zudem werden Produktionsdaten aus der Industrie erwartet. Im Euroraum stehen gesamtwirtschaftliche Wachstumsdaten auf dem Programm. In den USA werden Zahlen vom Aussenhandel bekanntgegeben.

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07:25

Nach dem Rekordhoch wird der Dax Berechnungen von Banken und Brokerhäusern zufolge am Dienstag erneut höher starten. Zum Wochenstart hatte der deutsche Leitindex seinen erst am Freitag markierten Höchststand mit 15'732,06 in den Schatten gestellt, bevor er vor Handelsschluss die Kursgewinne wieder abgab und leicht im Minus bei 15'677 Zählern schloss. "Trotzdem ist der Aufwärtstrend intakt", sagte Analyst Jochen Stanzl vom Analysehaus CMC Markets. Mit Spannung warten Börsianer auf die Beratungen der Europäischen Zentralbank am Donnerstag.

Experten rechnen allerdings nicht mit grossen geldpolitischen Änderungen. EZB-Präsidentin Christine Lagarde hatte zuletzt betont, die Wirtschaft der Euro-Zone sei auf ihrem Weg aus der Virus-Krise heraus immer noch auf kräftige geldpolitische Hilfen angewiesen. "Es ist derzeit schwer einzuschätzen, wann der richtige Zeitpunkt gekommen sein wird, die Geldpolitik etwas an die sich verändernden wirtschaftlichen Rahmenbedingungen anzupassen", betonte Stanzl. Auf der Konjunkturseite stehen am Morgen die Zahlen zur deutschen Industrieproduktion an. Wenige Stunden später folgt der ZEW-Index, der die Stimmung der deutschen Börsenprofis widerspiegelt. 

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06:40

Goldman Sachs hat Roche nach der US-Zulassung für das Biogen-Alzheimermittel Aducanumab auf der "Conviction Buy List" mit einem Kursziel von 432 Franken belassen. Der schweizerische Pharmakonzern habe selbst zwei Phase-III-Studien zu einem eigenen Alzheimer-Mittel (Gantenerumab) am Laufen, dessen Zulassungsantrag 2022 erwartet werde, schrieb Analyst Keyur Parekh in einer am Montag vorliegenden Studie. Die Bereitschaft der US-Arzneimittelbehörde FDA, Aducanumab beschleunigt zulassen zu wollen, könnte auch die regulatorischen Hürden für andere, ähnliche Medikamente senken. Zugleich hob er hervor, dass die Konsenserwartungen für Roches Gantenerumab weiterhin recht gering seien.

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06:25

Der SMI notiert im vorbörslichen Handel der IG Bank 0,05 Prozent tiefer. Gestern hatte der Schweizer Leitindex 0,52 Prozent im Plus bei 11'630 Punkten geschlossen. 

06:10

Gewinnmitnahmen haben am Dienstag das Geschehen an den asiatischen Börsen bestimmt. Die Investoren hoffen auf weitere Hinweise zur Inflation und Geldpolitik im weiteren Verlauf der Woche. "Man kann sich des Eindrucks nicht erwehren, dass die globalen Märkte jetzt grösstenteils einfach von einem grossen Eventrisiko zum nächsten taumeln, ohne dass es dazwischen viel zu sehen gibt", sagte Ray Attrill, Stretege bei der National Australia Bank (NAB). Die Europäische Zentralbank wird am Donnerstag ihre geldpolitische Sitzung abhalten. Am gleichen Tag wird der US-Verbraucherpreisindex veröffentlicht, der möglicherweise die Gespräche über die Reduzierung der Anleihekäufe ('Tapering') der US-Notenbank Fed anheizen wird. In Asien stehen am Mittwoch die Inflationsdaten aus China an.

Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index lag im Verlauf 0,1 Prozent tiefer bei 28.988 Punkten. Der breiter gefasste Topix-Index stieg um 0,1 Prozent und lag bei 1962 Punkten.

Die Börse in Shanghai lag 0,3 Prozent im Minus. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzen verlor 0,5 Prozent.

05:55

Im asiatischen Devisenhandel gewann der Dollar 0,1 Prozent auf 109,34 Yen und gab 0,1 Prozent auf 6,3926 Yuan nach. Zur Schweizer Währung notierte er kaum verändert bei 0,8974 Franken. Parallel dazu fiel der Euro um 0,1 Prozent auf 1,2180 Dollar und gab 0,1 Prozent auf 1,0933 Franken nach. Das Pfund Sterling verlor 0,1 Prozent auf 1,4162 Dollar.

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22:45

In den USA haben die Standardwerte-Börsen am Montag geschwächelt. Den technologielastigen Nasdaq-Börsen gelang im späteren Handelsverlauf dagegen der Sprung in die Gewinnzone. Auftrieb gaben vor allem positive Nachrichten aus der Biotechnologie- und Pharmasparte. Allgemein spielte nach wie vor das Thema Inflation eine wichtige Rolle. Zudem wogen Marktteilnehmer den Einfluss einer möglichen weltweiten Mindestbesteuerung auf Grosskonzerne wie Apple, Amazon und Alphabet ab.

Der Wall-Street-Index Dow Jones Industrial gab letztlich um 0,36 Prozent auf 34 630,24 Punkte nach. Sein vor rund einem Monat erreichtes Rekordhoch bei knapp 35 092 Punkten befindet sich aber dennoch weiterhin in Reichweite. Der marktbreite S&P 500 verlor 0,08 Prozent auf 4226,52 Zähler. Der technologielastige Nasdaq 100 indes drehte und schloss letztlich mit einem Plus von 0,23 Prozent auf 13 802,89 Zähler.

Im Nasdaq-Auswahlindex waren die Aktien von Biogen Spitzenreiter mit etwas mehr als 38 Prozent Kursgewinn auf knapp 400 US-Dollar. Zeitweise war es sogar bis auf ein Rekordhoch von 468,55 Dollar nach oben gegangen, nachdem die US-Arzneimittelbehörde FDA das Alzheimer-Mittel Aducanumab zugelassen hatte. Damit bringe Biogen die erste neue Alzheimer-Therapie seit fast zwei Jahrzehnten auf den Markt, weshalb das Mittel ein Blockbuster - also ein Medikament mit enormem Umsatzpotenzial - werden könnte, sagte Marktanalyst Konstantin Oldenburger von CMC Markets.

(cash/AWP/Reuters/Bloomberg)

 
Aktuell+/-%
SMI11'841.30+0.26%
Lonza Grp N661.60+1.25%
EUR/CHF1.0875-0.17%
Biogen Rg396.64-4.36%
Goldman Sachs Gr Rg378.05+1.10%
Roche Hldg G342.00+0.37%
CS Group N9.602+0.08%
Swiss Re N84.48+0.81%
Bitcoin in USD39'118.4250+0.65%
USD/JPY109.7700+0.12%
Ethereum in USD2'507.5950-0.53%
Ripple in USD0.88330.00%
Litecoin in USD170.9700-0.24%
EUR/USD1.2106-0.03%
DOW JONES34'479.60+0.04%
NASDAQ14'069.42+0.35%
S&P 5004'247.44+0.19%
Tesla Rg609.89-0.04%
Bauer I12.740+3.75%
Nio Sp ADS-A45.68+6.83%
Li Auto Sp ADS-A28.11+4.11%
XPeng ADS-A41.50+7.49%
windeln.de I2.850+13.55%
NASDAQ 10013'998.30+0.27%
New York Times -A-41.46-0.93%
CureVac Rg82.04-5.37%
DAX15'693.27+0.78%
EURO STOXX 504'126.70+0.75%
BMW I94.74+2.04%
Volkswagen Vz I233.30+1.41%
Daimler N79.74+1.63%
Easyjet Rg9.584+1.18%
Delta Air Lines Rg46.50+0.48%
Nestle N113.82+0.07%
SLI1'918.68+0.37%
SPI15'203.04+0.34%
Schindler Hldg N259.20+0.47%
BACHEM HLDG N -B-529.00+1.34%
Siegfried Hldg N825.50+0.86%
Novartis N83.32-0.29%
TEMENOS N148.00+4.08%
Logitech Intl N115.60-3.18%
Geberit N666.20+0.51%
Sika N294.10+0.68%
Swisscom N523.00-0.80%
Part Grp Hldg N1'387.50+1.28%
Alcon Rg63.32+1.38%
Straumann Hldg N1'401.50+0.29%
Sonova Hldg N321.00-0.06%
CieFinRichemont N114.60-0.04%
ams I18.770+0.72%
OSRAM Licht N52.40+0.10%
Apple Rg127.35+0.98%
Montana Aerosp N36.00+2.56%
Molecular Partn N23.15-1.28%
LandisGyr Gr N70.10+1.15%
ARYZTA N1.245-0.72%
AMC EntertHldg Rg-A49.40+15.39%
GameStop-A233.34+5.88%
Vontobel Holding N71.70+1.77%
Julius Baer Grp N60.90+1.20%
GAM Hldg N2.300+4.55%
FTSE 1007'134.06+0.65%
NIKKEI29'079.81+0.45%
Next Rg80.54+0.68%
Gold 1 Uz1'872.79-0.26%
EUR/GBP0.8578-0.05%
Alphabet-A Rg2'430.20-0.20%
Amazon.Com Rg3'346.83-0.08%
GBP/CHF1.2680-0.03%

Tops SMI

63.32+1.38%
1'387.50+1.28%
661.60+1.25%
84.48+0.81%
294.10+0.68%

Flops SMI

523.00-0.80%
83.32-0.29%
4'228.00-0.05%
114.60-0.04%
30.95+0.06%