09:15
Vor dem Wochenende und der kommenden Notenbank-Woche wolle sich niemand zu weit aus dem Fenster lehnen, heisst es im Handel. Zudem gebe es derzeit zu viele Unruheherde, die über das Wochenende für Schlagzeilen sorgen könnten. Die Vorgaben der Wall Street und aus Asien sprechen für Zurückhaltung.
Holcim hat Umsatz und Betriebsgewinn deutlich gesteigert und legt die Ziele für das Gesamtjahr teilweise erneut höher.
Auch der Bauchemie- und Klebstoffhersteller Sika hat in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2026 weiter zugelegt. Der Innerschweizer Konzern ist dabei organisch weiter gewachsen.
Neben den beiden Zahlen-Werten ziehen Logitech (+1,6 Prozent) und Amrize (+1,8 Prozent) klar an. Beide Unternehmen werden in der kommenden Woche mit Zahlen erwartet. Roche (-0,1 Prozent) starten tiefer. Der Pharmakonzern hatte am Vortag zwar solide Zahlen vorgelegt, der «Aha»-Effekt habe aber gefehlt.
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08:10
Der SMI wird bei Julius Bär vorbörslich 0,05 Prozent fester indiziert. 16 von 20 SMI-Titeln sind im Minus. Auffallend ist das Plus von fast 5 Prozent bei Holcim. Der Baustoffkonzern hat die Quartalszahlen publiziert.
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06:20
Der SMI wird bei der IG Bank kaum verändert indiziert. Schon am Vorabend hatte er unverändert geschlossen.
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06:00
Ein massiver Ausverkauf bei US-Technologiewerten und geopolitische Spannungen haben die asiatischen Aktienmärkte am Freitag ins Minus gedrückt. Die japanische Börse hat schwächer tendiert. In Tokio gab der 225 Werte umfassende Nikkei-Index 1,7 Prozent auf 61'825,26 Punkte nach, und der breiter gefasste Topix notierte 1,8 Prozent niedriger bei 3924,70 Zählern.
Auch in China setzten sich die Verluste fort. Die Börse Shanghai verlor 1,5 Prozent auf 3604,76 Stellen. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzhen fiel um 0,8 Prozent auf 4.003,00 Punkte.
In Japan belastete neben den schwachen US-Vorgaben auch die heimische Inflation die Stimmung. Die Kernteuerungsrate stieg im September auf 2,1 Prozent und übertraf damit das Ziel der Bank of Japan (BOJ), was die Wahrscheinlichkeit einer baldigen Zinserhöhung erhöht. «Die Kerninflation dürfte sich aufgrund der steigenden Energiekosten durch den Nahost-Konflikt weiter beschleunigen», erklärte Masato Koike vom Sompo Institute Plus.
Unter den Einzelwerten litten vor allem Chip- und KI-Titel. Zu den grössten Verlierern gehörten Sumco mit einem Minus von fast neun Prozent. Gefragt waren hingegen defensive Werte: Aeon, Sapporo Holdings und Kikkoman verbuchten Gewinne von jeweils knapp vier Prozent.
Die chinesischen Märkte litten unter einer Kombination aus globaler Risikoaversion und geopolitischen Ängsten. Der CSI300 ist seit seinem Höchststand im Juni um mehr als 20 Prozent eingebrochen und befindet sich damit in einem Bärenmarkt.
Analysten der Bank UOB machten dafür drei Faktoren verantwortlich: «Ein sich vertiefender Ausverkauf bei KI-Technologieaktien, eskalierende Spannungen im Nahen Osten nach tödlichen Angriffen auf die Infrastruktur von Saudi Aramco und zunehmender Stress an den französischen Staatsanleihemärkten haben über Nacht eine scharfe Abkehr von Risiken ausgelöst.» Investoren fürchten, dass eine platzende KI-Blase den Investitionsboom bremsen und die US-Wirtschaft schwächen könnte, was auch die asiatischen Exportnationen treffen würde.
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05:30
Im asiatischen Devisenhandel suchten Anleger angesichts der globalen Unsicherheiten nach sicheren Häfen, wenngleich der Yen nachgab. Der Dollar gewann 0,2 Prozent auf 157,02 Yen und legte leicht auf 6,6721 Yuan zu. Zur Schweizer Währung rückte er etwas auf 0,8211 Franken vor. Parallel dazu blieb der Euro fast unverändert bei 1,1213 Dollar und zog leicht auf 0,9207 Franken an.
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05:00
Am Rohstoffmarkt trieben Sorgen vor einer Eskalation im Nahen Osten die Preise auf den höchsten Stand seit fünf Monaten. Angriffe der Huthi-Rebellen in Saudi-Arabien schürten Ängste vor weiteren Unterbrechungen der Energieversorgung. Vor diesem Hintergrund verteuerte sich die Rohöl-Sorte Brent aus der Nordsee um 0,5 Prozent auf 113,70 Dollar je Barrel (159 Liter). Das US-Öl WTI notierte 0,6 Prozent fester bei 100,05 Dollar.
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01:00
Deutlich gestiegene Ölpreise und negativ aufgenommene Investitionspläne des Technologiekonzerns Meta haben der Nasdaq-Börse am Donnerstag wieder einen kräftigen Dämpfer verpasst. Mit der Erholung vom Vortag war es somit schnell vorbei. Der Nasdaq 100 fiel unter 29'000 Punkte auf den tiefsten Stand seit Mitte September. Zum Börsenschluss verlor er 2,9 Prozent auf 28'958,69 Zähler.
Die Ölpreise legten nach einem Drohnenangriff auf ein Ölfeld in Saudi-Arabien nochmals zu und schürten Inflationssorgen und damit Zinsangst - zulasten der Technologie-Aktien. Anleger fürchten, dass diese ihren hohen Bewertungen nicht gerecht werden könnten.
Weitere Pläne von Meta zur Aufstockung der Investitionen gaben einmal mehr Anlass zur Sorge, dass die Technologiegiganten in einem bereits gesättigten Markt mehr Anleihen für den Ausbau der KI-Infrastruktur auflegen werden. Allein Meta steckt in diesem Jahr mindestens 135 Milliarden Dollar in den Ausbau seiner KI-Infrastruktur. Das Geld dafür liefert weiter das boomende Werbegeschäft. Die Aktien des Social-Media-Riesen rutschten am Donnerstag nach den am Vorabend präsentierten Quartalszahlen um 7 Prozent ab.
«Die Botschaft scheint immer deutlicher zu werden: Der Markt ist nach wie vor bereit, hohe Investitionen in KI zu belohnen, stellt jedoch immer höhere Anforderungen an die Renditen», sagte Santiago Mateo, Leiter des Aktienbereichs der CaixaBank AM. «Die Anleger wollen Nachweise dafür, dass sich die Investitionen in ein stärkeres Wachstum, eine bessere Monetarisierung und letztendlich in Gewinnen niederschlagen.»
Die Aktien von Tesla sanken um mehr als 3 Prozent. Der E-Fahrzeugbauer hatte das vergangene Quartal mit einem Gewinneinbruch abgeschlossen. Der Umsatz stagnierte. Analysten waren jedoch zufrieden und hoben eine überraschend gute Barmittelentwicklung hervor, die auf niedrigere Investitionen zurückgehe.
Tesla-Chef Elon Musk hatte am Tag vor der Zahlenvorlage Spekulationen zu Überlegungen über einen Zusammenschluss mit der ebenfalls von ihm geführten Weltraumfirma SpaceX bestätigt. Dies hatte den Tesla-Papieren am Mittwoch noch Auftrieb gegeben. Für die am Vortag um fast 8 Prozent gestiegenen SpaceX-Aktien ging es am Donnerstag um mehr als 9 Prozent in den Keller.
Die Titel des Chipindustriezulieferers Lam Research fielen nach Geschäftszahlen um fast 12 Prozent. Besser sah es für die Papiere des traditionsreichen IT-Unternehmens IBM aus, die nach dem Quartalsbericht knapp im Plus schlossen.
Die Aktien von Moderna brachen um rund 18 Prozent ein und jene von Merck & Co verloren 1,8 Prozent. Zuvor waren Daten zum erwarteten personalisierten Melanom-Impfstoff der Unternehmen aufgeflogen, die eigentlich erst an diesem Wochenende veröffentlicht werden sollten. Die Wall Street reagierte enttäuscht auf die Daten. Analyst Trung Huynh von der RBC schrieb, sie würden den hohen Erwartungen nicht gerecht. Auch wenn eine Zulassung wahrscheinlich erscheine, sei ein kommerzieller Erfolg weitaus weniger sicher.
Ein überraschend guter Start ins neue Geschäftsjahr bescherte dem Konsumgüterriesen Procter & Gamble ein Kursplus von 5,6 Prozent. Die Papiere notieren damit nur noch knapp unter ihrem Jahreshoch von Ende Februar.
(cash/Reuters/AWP)
