10:00

Die weiter nachgebenden Energiepreise sorgen am deutschen Aktienmarkt auch am zweiten Börsentag der Woche für Entspannung. Der Dax knüpfte im Handel mit plus 0,60 Prozent auf 25'513 Punkte an seine Vortagesgewinne an. Bis zu seinem vor drei Wochen erreichten Rekord fehlen ihm weniger als 400 Punkte.

Dem Druck im weltweiten Tech-Sektor, vor allem bei Halbleiterwerten, kann sich der Dax entziehen, weil in dem Index Techwerte keine allzu grosse Rolle spielen. Stattdessen verbuchten Aktien aus der «Old economy», allen voran Autowerte, deutliche Kursgewinne nach gut aufgenommenen Quartalszahlen von Mercedes.

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09:57

Das Niedrigwasser am Rhein kann Experten zufolge die deutsche Wirtschaftsleistung drücken. «Insgesamt könnten die Effekte stark genug sein, um das Bruttoinlandsprodukt im dritten Quartal um 0,1 bis ‌0,2 Prozent zu ⁠dämpfen», sagte der Direktor der Forschungsgruppe Konjunktur und Wachstum am Kieler Institut für Weltwirtschaft (IfW), Stefan Kooths, ⁠am Dienstag der Nachrichtenagentur Reuters. Da viele Experten für die Sommermonate nur ein leichtes Wachstum von maximal 0,2 Prozent erwarten, ‌könnte Europas grösste Volkswirtschaft damit in eine Stagnation rutschen.

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09:40

Der Schweizer Aktienmarkt knüpft am Dienstag an die Kursgewinne vom Wochenstart an und setzt den Rekordtrend fort. Der Leitindex SMI gewinnt gegen 09.25 Uhr 0,37 Prozent auf 14'475,62 Punkte, wobei 15 der 20 Titel zulegen. Kurz zuvor hatte der SMI bei 14'477 erneut eine Bestmarke gesetzt. Der Mid-Cap-Index SMIM der mittelgrossen Werte avanciert im frühen Handel um 0,34 Prozent auf 3096,45 Punkte und der SPI um 0,33 Prozent auf 20'251,04 Zähler.

«Die Anspannung am Markt spiegelt die Unsicherheit im Vorfeld einer für Aktien wichtigen Woche wider, in der die Gewinnmeldungen von Amazon, Meta Platforms und Microsoft auf dem Programm stehen», fasst es ein Händler zusammen. Auch Apple legt diese Woche Zahlen vor. «Die grosse Gefahr liegt derzeit in den teils astronomischen Markterwartungen. Selbst exzellente Quartalszahlen könnten paradoxerweise Enttäuschungen auslösen, falls der Ausblick nur minimal schwächelt», ergänzt ein weiterer Börsianer. 

Nach dem ruhigen Wochenstart dreht sich das Zahlenkarussell wieder schneller. Dabei weiss der Blue Chip Sika (+5,8 Prozent) zu überzeugen. Die Wachstumsbeschleunigung ab Anfang April kommt in Analystenkreisen gut an. Dasselbe gilt für die überarbeiteten Jahresvorgaben.

Erst nach Börsenschluss wird mit Logitech (+0,5 Prozent) dann noch ein weiterer Blue Chip über den jüngsten Geschäftsverlauf berichten.

Daneben sind der Industriekonzern Sulzer (+6,1 Prozent), der Bauzulieferer Forbo (+4,1 Prozent) und der Verpackungsspezialist SIG (+4,5 Prozent) nach Zahlen gesucht.

Die erneute Schwäche im Techsektor in den USA und Asien färbt auch auf den hiesigen Markt ab. VAT, Inficon, Comet und AMS Osram fallen um bis zu 3,4 Prozent zurück.

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09:25

Die ⁠Anteilsscheine von Teamviewer geben nach einem Umsatz- und Gewinnrückgang ⁠im zweiten Quartal nach. Die Titel des Spezialisten für Fernwartungssoftware rutschen ‌im Frankfurter Frühhandel um 4,6 Prozent ab. ‌Teamviewer habe im zweiten Quartal ​die Umsatzerwartungen verfehlt, sagte ein Händler. Der Umsatz ging um 1,4 Prozent auf rund 183 Millionen Euro zurück. Erwartet worden seien dagegen 187 Millionen Euro.

Fresenius Medical Care macht einem Händler zufolge eine Herabstufung zu schaffen. Die Titel des Dialysespezialisten geben im Frankfurter Frühhandel ​um 2,8 Prozent nach und sind damit schwächster ​Dax-Wert. Hintergrund sei, dass die ​Analysten von BNP Paribas die Titel auf «Underperform» von zuvor «Neutral» zurückgestuft ‌hätten.

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09:08

Die Schweizer Börse startet leicht höher in den Tag. Der SMI legt um 0,20 Prozent auf 14'449 Punkte zu. Sika legen mit einem Kurssprung von 7,3 Prozent los. Swiss Re geben nach einer Ratingänderung 0,9 Prozent nach und können die vorbörslichen Kursverluste deutlich eingrenzen. Gewinnmitnahmen drücken Roche PS um 1,1 Prozent. Novartis und ABB geben ebenfalls um 0,5 Prozent nach. 

Bei den Small und Mid Caps geben VAT um 5,4 Prozent nach, Inficon 3,3 Prozent. Forbo steigen nach Zahlen um 6,7 Prozent höher, Sulzer ziehen um 5,9 Prozent und SIG Group um 3,0 Prozent an. 

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08:30

Neue Kursziele und Ratings für Schweizer Aktien:

Dätwyler: UBS senkt das Kursziel auf 181 von 201 Fr., Rating unverändert Buy. 

Galderma: Berenberg Bank bestätigt Einstufung Buy, erhöht Kursziel auf 204 von 200 Fr.

Kühne + Nagel: LBBW erhöht das Kursziel auf 197 von 181 Fr. und belässt die Einstufung auf Halten.

Kühne + Nagel: CFRA senkt das Rating auf Hold von Buy. Das Kursziel bleibt unverändert bei 216 Fr.

Kühne + Nagel: Goldman Sachs erhöht das Kursziel auf 235 von 230 Fr., Rating Kaufen unverändert. 

Kühne + Nagel: Julius Bär hält an Einstufung Hold fest, erhöht Kursziel auf 210 von 190 Fr.

Medmix: Octavian bestätigt das Rating Kaufen, geht beim Kursziel auf 12,50 von 13 Fr.

Nestlé: Julius Bär bestätigt Rating Buy und senkt das Kursziel auf 94 von 95 Fr. 

Roche: Bernstein SG erhöht das Kursziel auf 434,50 von 395 Fr. und belässt die Einstufung auf Outperform.

SFS Group: Octavian nimmt Kursziel auf 142 von 145 Fr. zurück, bleibt bei Einstufung Hold. 

SGS: Bernstein Société Générale bleibt bei Outperform, hebt Kursziel auf 110 von 103 Fr. an.

SGS: Julius Bär bleibt bei Hold mit höherem Kursziel von 98 nach 94 Fr.

SIG Group: Vontobel bestätigt Rating Hold mit einem Kursziel von 13,50 Fr. 

Swiss Re: JPMorgan geht bei Rating auf Underweight von Neutral und kürzt das Kursziel auf 125 von 140 Franken.

Temenos: JPMorgan bestätigt Kauf-Rating mit einem gesenkten Kursziel auf 90 von 95 Fr. 

VAT: Goldman Sachs erhöht das Kursziel auf 766 von 719 Fr. mit Rating Buy. 

VAT: Citigroup erhöht Kursziel auf 850 von 730 Fr., hält an Einstufung Buy fest. 

Ypsomed: WIlliam O'Neill nimmt Abdeckung mit Rating Buy wieder auf. 

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08:05

Der Swiss Market Index (SMI) wird von der Bank Julius Bär vorbörslich um 0,1 Prozent tiefer indiziert. 18 von 20 SMI-Titeln stehen tiefer. Sika führen das Tableau an mit einem Plus von 5,3 Prozent nach Zahlen. Richemont legen leicht um 0,4 Prozent zu. Derweil finden sich Swiss Re am Ende mit einem Abschlag von 2,6 Prozent nach einer Rating-Kürzung. Alle anderen SMI-Titel leicht tiefer gestellt. 

Bei den Mid Caps im SMIM können SIG Group nach Zahlen profitieren und notieren 4,4 Prozent höher, gefolgt von Sulzer, ebenfalls nach Zahlen, mit 0,8 Prozent. Leichte Kursgewinne von 0,3 Prozent gibt es bei Sunrise, Swatch und Forbo. AMS Osram geben dagegen um 1,8 Prozent nach. Alle anderen Mid Caps leicht im Minus. 

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07:38

Der Dax wird am Dienstag der Kursentwicklung an den Terminmärkten zufolge wenig verändert in den ‌Handel ⁠starten. Am Montag hatte der deutsche Leitindex ein Prozent ⁠höher bei 25'361 Punkten geschlossen. Nach Ölpreisen von mehr als 100 Dollar ‌in der vergangenen Woche hatten sich ‌Anleger über einen Preisrutsch bei ​Rohöl erleichtert gezeigt. Dagegen hielten sich Anleger an der Wall Street vor den mit Spannung erwarteten Quartalszahlen der grossen US-Techkonzerne und dem Zinsentscheid der US-Notenbank zurück.

Auf Unternehmensseite haben ‌Anleger heute vor allem die Zahlen von Mercedes-Benz im Blick. Der Dax-Konzern hat im zweiten Quartal das operative Ergebnis wie ​erwartet gegenüber dem schwachen Vorjahreswert gesteigert. Der Absatz ​im Hauptgeschäftsfeld Mercedes-Benz Cars stabilisiert sich ​aber nicht wie erhofft, so dass der Autobauer jetzt einen leichten Rückgang ‌und kein Volumen auf Vorjahresniveau mehr erwartet. 

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07:07

Die Ölpreise haben am Dienstag nach dem Ende der US-Angriffsserie am vergangenen Wochenende weiter nachgegeben. Ein Fass (159 Liter) Rohöl der weltweiten Referenzsorte Brent zur Lieferung im September kostete im frühen Handel 87,37 Dollar und damit 1,1 Prozent weniger als am Montagabend. Zum Wochenauftakt hatte sich Brent-Öl fast neun Prozent verbilligt.

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06:42

Der Swiss Market Index (SMI) steht mangels positiver Impulse aus Übersee vor einem verhaltenen Start. Die IG Bank indiziert den Schweizer Leitindex 0,2 Prozent tiefer. 

Die von Sika vorgelegten Zahlen lagen über den Erwartungen. Die Frage ist offen, ob die Analysten zu viele Haare in der Suppe finden - mehr dazu hier.

Ferner legen Carlo Gavazzi, Forbo, Lem, SIG Group und Sulzer die Bücher vor Börsenstart offen. Am Abend nach US-Börsenschluss folgen noch die Zahlen von Logitech.

Ferner richtet sich der Blick der Anleger verstärkt auf den Zinsentscheid der amerikanischen Notenbank Fed vom Mittwoch, der um 20.00 Uhr (MEZ) mitgeteilt wird. Ebenfalls von Interesse ist, ob sich die Titel der Chipvaloren stabilisieren können. 

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06:16

Sorgen über die enormen Finanzierungsanforderungen des KI-Booms haben die asiatischen Börsen am Dienstag auf Talfahrt geschickt. Angeführt wurde der Ausverkauf von den ‌Chipherstellern. ⁠Der südkoreanische Kospi stürzte um mehr als acht Prozent auf ein Drei-Monats-Tief, was eine ⁠Handelsunterbrechung auslöste. Der japanische Nikkei-Index gab vier Prozent nach. Auslöser war ein Bericht des «Wall Street Journal», ‌wonach Nvidia im Rahmen eines riesigen Rechenzentrumsprojekts Finanzierungsgarantien in Höhe ‌von rund 250 Milliarden Dollar für OpenAI ​bereitstellen will. Die Nvidia-Aktie verlor daraufhin an der Wall Street fünf Prozent. Zudem drückte der wachsende Konkurrenzdruck aus China auf die Stimmung. So berichtete das Magazin «The Information», dass China mit der Herstellung eigener Lithografie-Maschinen begonnen habe, einem wichtigen Werkzeug für ‌die Chip-Produktion. Die Aktie des niederländischen Marktführers ASML fiel daraufhin um 8,5 Prozent. In Südkorea brachen die Papiere von SK Hynix um fast elf Prozent ein, Samsung ​verloren mehr als neun Prozent.

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06:12

Im asiatischen Devisenhandel gewann der ​Dollar geringfügig auf 163,73 Yen und legte leicht ​auf 6,7683 Yuan zu. Zur Schweizer Währung rückte er etwas auf 0,8190 Franken vor. Parallel dazu ‌blieb der Euro fast unverändert bei 1,1372 Dollar und zog leicht auf 0,9313 Franken an.

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06:09

Am Rohstoffmarkt setzte sich der Ölpreisverfall fort. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent ​verbilligte ​sich um 1,6 Prozent auf 86,91 Dollar. ⁠Das US-Öl WTI notierte 1,9 Prozent schwächer bei ​81,02 Dollar. Als Grund ⁠galt eine Entspannung im Konflikt zwischen den USA und dem Iran, nachdem ‌Washington am Samstag Luftangriffe ausgesetzt hatte.

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00:05

Sinkende Ölpreise wegen neuer Hoffnung auf eine Deeskalation im Nahen Osten haben sich am Montag an den US-Börsen nicht eindeutig entfalten können. Im Technologiesektor wurde die Chipbranche wegen Sorgen vor Konkurrenz aus China zu einem Bremsklotz, der auch in der Breite die anfängliche Euphorie hemmte. Hinzu kamen anhaltende Sorgen um die Rentabilität grosser KI-Geschäfte.

Die Indizes konnten ihre Anfangsgewinne im Ein-Prozent-Bereich, die eine erneute Feuerpause im Krieg zwischen den USA und dem Iran ausgelöst hatte, nicht verteidigen. Am Ende kam nur der Leitindex Dow Jones Industrial mit 52'210,08 Punkten noch auf ein klares Plus von 0,51 Prozent. Der marktbreite S&P 500 schloss mit 7413,18 Zählern nur 0,02 Prozent höher.

Vor allem machten sich die China-Sorgen an der Nasdaq bemerkbar. Unter dem Gewicht der Chipwerte beendete der Nasdaq 100 den von Schwankungen geprägten Handel 0,3 Prozent tiefer bei 28'039,21 Punkten. Er knüpfte damit an seine jüngste Talfahrt an, die ihn bereits auf das niedrigste Niveau seit Anfang Mai getrieben hatte.

Zum Halbleiter-Thema wurde ein Bericht des Magazins «The Information» über eine beginnende Produktion von DUV-Lithografiesystemen in China. Danach ging unter Anlegern die Befürchtung um, dass die Anlagen des Branchenriesen ASML mehr und mehr ersetzt werden könnten, wenn die Chinesen es schaffen, in eine Massenproduktion überzugehen. Hinzu kam ein fulminanter Börsengang des chinesischen DRAM-Speicherherstellers CXMT, dessen Kurs sich am ersten Handelstag in Shanghai vervielfacht hatte.

Die Werte aus der Software- und Internetbranche erholten sich zwar, wie die Aktien von Salesforce, Microsoft und Alphabet als Dow-Gewinner zeigten. Die Titel von Nvidia jedoch waren in dem Leitindex mit fünf Prozent Minus das Schlusslicht. Anleger äusserten dabei auch wieder ihre Bedenken an den üppigen Investitionen grosser Konzerne. Medienberichten zufolge arbeitet der Chipriese an neuen KI-Geschäften im Wert von mehr als 750 Milliarden Dollar.

Eine positive Ausnahme waren im Technologiesektor noch einige Aktien aus dem Quantencomputer-Bereich. Vor allem galt dies für D-Wave Quantum mit einem Kurssprung um 20 Prozent. Sie profitieren davon, dass das Unternehmen mit dem Telekomkonzern AT&T eine Vereinbarung unterzeichnet hat, um den Einsatz dieser Technologie auszuweiten.

Die Tech-Anleger warten jetzt gespannt auf das, was die Schwergewichte Microsoft, Meta, Amazon und Apple im Wochenverlauf in ihren Quartalsberichten zu sagen haben. Hinzu kommt die zunehmende Anspannung vor der Zinsentscheidung der US-Notenbank Fed am Mittwoch.

Im Standardwertebereich blieb eine gewisse Restwirkung davon übrig, dass US-Präsident Donald Trump die jüngsten Angriffe im Iran vorerst gestoppt hat, um Verhandlungen eine weitere Chance zu geben. Die Titel von Chevron und ExxonMobil litten zwar unter dem nachgebenden Ölpreis, die Aktien der Autobauer Ford und General Motors waren aber nach Kaufempfehlungen des Analysehauses Jefferies begehrt.

Um fast 40 Prozent sprangen die Anteile von Forte Biosciences hoch. Der Biotech-Konzern Argenx will das US-Unternehmen für 77 Dollar je Aktie oder insgesamt rund 2,2 Milliarden Dollar in bar erwerben, um seine Immonologie-Pipeline zu erweitern. Diesem Preis näherte sich der Forte-Kurs bis auf wenige Cent.

(cash/AWP/Bloomberg/Reuters)

 

Thomas Daniel Marti
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