09:35
Der Schweizer Aktienmarkt ist am Freitag mit leichten Gewinnen in den Handel gestartet. Schwache Pharmatitel bremsen im SMI eine deutlichere Erholung etwas aus. Grundlegend helfen positive Vorgaben von der Wall Street, während in Asien die Märkte mehrheitlich nachgaben. Nach wie vor sorgen die hohen Anleiherenditen sowie die gestörte Energieversorgung durch den Nahostkonflikt für Kopfzerbrechen. Dabei helfen auch wohl weitere Truppenverlegungen der USA in die Region nicht.
Am Indexende fallen die Pharmawerte negativ auf. So geben Schwergewicht Roche (-1,2 Prozent) nach, auch Novartis (-0,5 Prozent) zeigen ein rotes Vorzeichen. Letztere bauen über ein Lizenzabkommen mit dem chinesischen Biotech-Unternehmen Abogen Biosciences sein Portfolio von RNA-basierten Therapien aus. Die SMI-Aufsteiger Sandoz (-0,3 Prozent) und Galderma (-0,3 Prozent) liegen ebenfalls im Angebot.
Julius Bär (+2,1 Prozent) startet ein neues Aktienrückkaufprogramm im Umfang von 600 Millionen Franken und hat zudem die Ausschüttungspolitik überarbeitet.
Der Blick richtet sich am Nachmittag hauptsächlich auf die US-Arbeitsmarktdaten. «Starke Daten wären zwar ein Zeichen für eine robuste Konjunktur, könnten aber gleichzeitig die Renditen erneut nach oben treiben und damit unmittelbar negativ auf die Aktienmärkte durchschlagen», erklärt ein Händler. Zudem würde bei einer positiven Überraschung wohl die Zinserhöhungserwartungen an die US-Notenbank wieder akzentuiert.
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09:29
Der Dax hat vor der Veröffentlichung der US-Arbeitsmarktdaten am Freitag zugelegt. Der deutsche Leitindex notierte mit 25'055 Punkten 0,5 Prozent im Plus. Anleger erhoffen sich von den Zahlen neue Hinweise auf die Geldpolitik der US-Notenbank Fed. Ökonomen erwarten ein Stellenplus von 90'000, nachdem im August 162'000 Arbeitsplätze in den USA hinzugekommen waren. Ein schwacher US-Arbeitsmarktbericht könnte den Dax entlasten, da er die akuten Zinserhöhungssorgen dämpfen würde, sagte Frank Sohlleder, Analyst bei ActivTrades. «Ein starker Arbeitsmarktbericht droht hingegen, die aktuelle Talfahrt drastisch zu beschleunigen.» Auf Wochensicht hat der Dax gut 1,6 Prozent nachgegeben.
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09:09
Der Swiss Market Index (SMI) geht 0,17 Prozent tiefer in den Handel. Roche (-1,5 Prozent) und Novartis (-0,6 Prozent) ziehen den Index nach unten. Sandoz verlieren 2,2 Prozent.
Im breiten Markt geht es mit Feintool und Schlatter um mehr als fünf Prozent herunter. Auf der anderen Seite legen Huber+Suhner weiter zu mit einem Plus von 2,8 Prozent. Sensirion gewinnen 2,0 Prozent hinzu.
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08:55
Neue Kursziele und Ratings für Schweizer Aktien:
Adecco: Goldman Sachs erhöht das Kursziel für Adecco auf 30,50 von 29 Fr. und belässt das Rating auf Buy.
Flughafen Zürich: Goldman Sachs senkt das Kursziel auf 260 von 274 Fr., belässt Rating auf Buy.
Lindt&Sprüngli: JPMorgan senkt das Kursziel auf 73'000 von 87'000 Fr. mit Rating Underweight.
Rieter: Research Partners senkt das Kursziel auf 2,11 von 3,80 Fr., die Einstufung lautet weiterhin Halten.
Schweiter: ZKB senkt das Rating auf Marktgewichten von Übergewichten.
Sika: Goldman Sachs erhöht das Kursziel auf 225 von 220 Fr. mit Rating Buy.
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08:05
Der Swiss Market Index (SMI) wird bei der Bank Julius Bär vorbörslich höher gestellt mit 0,24 Prozent. Amrize gewinnen 1,6 Prozent hinzu, UBS 1,0 Prozent und Logitech 0,4 Prozent. Alle anderen 17 SMI-Titel werden minimal fester indiziert.
Bei den Mid Caps können sich einzig Adecco mit einer Avance von 0,3 Prozent etwas absetzen. Alle anderen 29 Titel werden 0,07 bis 0,20 Prozent im Plus erwartet.
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07:57
Ein schwächerer Umsatzausblick von Nike sorgt für schlechte Stimmung in der Sportartikel-Branche. Die Aktien von Adidas verlieren im Dax im frühen Geschäft von Lang & Schwarz 1,3 Prozent. Puma notieren im MDax 1,7 Prozent niedriger. Für 2026/27 rechnet Nike mit einem Rückgang der Erlöse um einen hohen einstelligen Prozentsatz - er fällt damit deutlich stärker aus als von Analysten erwartet. Im ersten Quartal büsste der Adidas-Rivale vier Prozent Umsatz ein. Der Konzern will sich mit einem neuen Sparprogramm gegen die Krise stemmen. Die Probleme bei Nike seien vor allem hausgemacht, daher sollte die Konkurrenz nicht allzu sehr unter den Zahlen von Nike leiden, meint ein Händler. Nike-Aktien sind im nachbörslichen US-Handel um 8,5 Prozent gefallen.
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07:46
Am frühen europäischen Devisenmarkt hat der Franken auch am frühen Freitag weiter zugelegt. Weltweit gestiegene Anleiherenditen - zuletzt traf es Frankreich deutlich - schürten vermehrt Sorgen um die Staatsfinanzen und brachten insbesondere den Euro unter Druck. Experten erinnern teils bereits an die Schuldenkrise 2012. Nun richtet sich der Fokus auf die US-Jobdaten am Nachmittag.
Das Euro/Franken-Paar liegt mit Kursen von 0,9334 nochmals tiefer und damit setzt sich der gestrige Abwärtstrend für die Gemeinschaftswährung und die Erholung des Franken fort. Auch der US-Dollar schwächte sich in der Nacht leicht ab und wird zurzeit bei 0,8298 Franken gehandelt. Zum US-Dollar notiert der Euro mit 1,1249 ein wenig höher als am Vorabend mit 1,1234.
«In einer Welt, in der Anleiherenditen deutlich anziehen, gibt es nicht mehr viele Märkte, in denen man sich verstecken kann», schreibt die Commerzbank. Die Schweiz mit ihrer funktionierenden Schuldenbremse und tiefen Staatsverschuldung sei da für viele eine Alternative. Auch wenn es in den kommenden Wochen zu einer Stabilisierung kommen könnte, dürfte das Problem der Nachhaltigkeit der Staatsschulden bleiben und der Franken seinen Boden wohl zunächst gesehen haben.
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07:39
Die ungewisse Gemengelage im Nahen Osten sorgt für Zurückhaltung am Ölmarkt. Das Nordseeöl Brent und das US-Öl WTI notieren wenig verändert bei 101,99 beziehungsweise 92,40 Dollar je Fass. Am Donnerstag waren die Preise zeitweise deutlich in die Höhe geschossen, nachdem Reuters berichtet hatte, dass chinesische Raffinerien die Exporte von Ölprodukten für Oktober aussetzen, um inländische Lagerbestände zu schonen.
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07:20
Der Dax wird am Freitag der Kursentwicklung an den Terminmärkten zufolge höher in den Handel starten. Am Donnerstag hatte der deutsche Leitindex ein Prozent tiefer bei 24'939,35 Punkten geschlossen. Für schlechte Stimmung an den Börsen in Europa sorgten gestiegene Ölpreise und hohe Anleiherenditen. Die Sorge über die Staatsfinanzen Frankreichs trieb die Verzinsung der zehnjährigen französischen Titel auf den höchsten Stand seit 2002.
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06:22
Der Swiss Market Index (SMI) wird bei der IG Bank unverändert indiziert. Börsenhändler gehen von einem verhältnismässig ruhigen Wochenausklang aus, wobei sich viele Marktteilnehmer eher vorsichtig an der Seitenlinie bewegen dürften vor der anstehenden Berichtssaison zum dritten Quartal. Der Fokus richtet sich auf die Zinsentwicklung an den Bondmärkten. Am Freitag stehen in der Schweiz keine Termine an.
Im nachbörslichen Handel zeigte sich der S&P 500 Index kaum verändert. Bei den Unternehmen aus dem Bereich der zyklischen Konsumgüter ist das Bild gemischt. Mattel führte den Sektor mit einem Plus von 0,6 Prozent an, nachdem das «Wall Street Journal» über Gespräche der Authentic Brands Group bezüglich eines Übernahmeangebots berichtet hatte, das das Unternehmen mit mehr als 20 US-Dollar pro Aktie bewerten würde.
Nike hingegen bildete mit einem Minus von 6,2 Prozent das Schlusslicht, nachdem das Unternehmen für das Geschäftsjahr 2027 einen Umsatzrückgang im hohen einstelligen Prozentbereich in Aussicht gestellt hatte.
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06:15
Die asiatischen Aktienmärkte haben am Freitag im Vorfeld wichtiger US-Arbeitsmarktdaten und angesichts geopolitischer Spannungen nachgegeben. In Tokio gab der 225 Werte umfassende Nikkei-Index 0,9 Prozent auf 68'326,72 Punkte nach. Der breiter gefasste Topix notierte 1,0 Prozent niedriger bei 4089,26 Zählern. Die Börse Shanghai blieb feiertagsbedingt geschlossen. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzhen wurde ebenfalls nicht gehandelt. Schwankungen an den Anleihemärkten sorgten bei den Anlegern zusätzlich für Verunsicherung.
In Japan drückten überraschend hohe Inflationsdaten und Gewinnmitnahmen nach dem jüngsten Sechs-Wochen-Hoch auf die Stimmung. Die Kerninflation in Tokio stieg im September auf 2,7 Prozent und schürte Erwartungen auf weitere Zinserhöhungen der Bank of Japan (BOJ). «Die Inflationszahlen sind stark und zeigen, dass die Unternehmen die steigenden Kosten durch den schwachen Yen und den Iran-Krieg stetig weitergeben», sagte Analyst Yoshiki Shinke vom Dai-ichi Life Research Institute. Zudem belasteten der Krieg zwischen den USA und dem Iran sowie die Aussetzung chinesischer Ölexporte die Märkte.
Trotz der trüben Gesamtstimmung gab es an der Tokioter Börse auch Lichtblicke. Zu den grössten Gewinnern im Nikkei zählten Furukawa Electric mit einem Plus von 6,25 Prozent, gefolgt von Baycurrent und Mitsui Kinzoku. Auf der Verliererseite standen hingegen Technologiewerte unter Druck: Die Aktien der SoftBank Group rutschten um 5,27 Prozent ab, auch Taiyo Yuden und Tokyo Electron verzeichneten deutliche Verluste. Analyst Yuta Okamoto von Tokai Tokyo erklärte den Rücksetzer des Leitindex mit der starken Rally vom Vortag: «Sorgen über eine kurzfristige Überhitzung dürften zu Gewinnmitnahmen führen.»
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06:11
Am Währungsmarkt profitierte der Dollar von seiner Rolle als sicherer Hafen angesichts der Turbulenzen an den europäischen Anleihemärkten, wo Haushaltssorgen in Frankreich die Renditen in die Höhe trieben. Im asiatischen Devisenhandel gewann der Dollar geringfügig auf 157,94 Yen und legte leicht auf 6,7045 Yuan zu. Zur Schweizer Währung gab er auf 0,8292 Franken nach. Der Euro, der zuvor stark unter Druck geraten war, blieb fast unverändert bei 1,1242 Dollar und ging auf 0,9330 Franken zurück.
06:05
Die Ölpreise blieben auf hohem Niveau, angetrieben von der Sorge vor weltweiten Angebotsengpässen. Berichte über eine Truppenaufstockung der USA im Nahen Osten sowie der Stopp chinesischer Ölexporte stützten die Notierungen. Am Rohstoffmarkt verteuerte sich die Rohöl-Sorte Brent aus der Nordsee um 0,2 Prozent auf 102,52 Dollar je Barrel (159 Liter). Das US-Öl WTI notierte kaum verändert bei 92,85 Dollar.
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00:05
Die US-Börsen haben am Donnerstag anfängliche leichte Verluste wettgemacht und moderat im Plus geschlossen. Für etwas Erleichterung sorgte, dass die Renditen am Anleihenmarkt zuletzt wieder sanken. Deren Anstieg hatte jüngst Befürchtungen mit Blick auf die Tragfähigkeit der exorbitant hohen Staatsschulden geweckt. Insgesamt hielten sich die Bewegungen an der Wall Street am ersten Tag des neuen Quartals in engen Grenzen.
Der Dow Jones Industrial legte geringfügig auf 50'926,56 Punkte zu. Der marktbreite S&P 500 gewann 0,19 Prozent auf 7666,45 Zähler. Für den technologielastigen Nasdaq 100 ging es um 0,31 Prozent auf 30'501,56 Punkte nach oben.
Gestützt wurde der Markt auch durch Äusserungen des stellvertretenden Vorsitzenden der Notenbank, Philip Jefferson. Seiner Auffassung nach kann es noch einige Zeit dauern, bis sich beurteilen lässt, ob weitere Zinserhöhungen erforderlich sind.
Derweil stiegen die Ölpreise wieder, was im frühen Handel noch für Verunsicherung gesorgt hatte. Ein Barrel (159 Liter) Rohöl der Referenzsorte Brent aus der Nordsee zur Lieferung im Dezember wurde zuletzt über der stark beachteten Marke von 100 US-Dollar gehandelt. Es wird befürchtet, dass die hohen Ölpreise zeitversetzt und spürbar auf das allgemeine Preisniveau durchschlagen.
An der Spitze des S&P 500 schnellten die Anteilsscheine von Accenture um fast 16 Prozent in die Höhe. Die Unternehmens- und Strategieberatung hatte die Anleger mit überraschend starken Quartalszahlen euphorisiert. Im Kielwasser gewannen die Papiere des Technologie- und Beratungsunternehmens IBM 2,6 Prozent.
Die Aktien von Synopsys zogen als zweitbester Wert im S&P 500 um knapp 13 Prozent an. Analysten hatten sich positiv zu dem Hersteller von Software für die elektronische Entwurfsautomatisierung geäussert, nachdem das Unternehmen im Rahmen eines Investorentags langfristige Ziele vorgestellt hatte, die als vielversprechend angesehen werden.
Im Dow hatten die Anteilsscheine von Boeing mit einem Plus von 3,4 Prozent die Nase vorn. Die gewerkschaftlich organisierten Angestellten des Flugzeugbauers hatten für die Ratifizierung eines neuen Tarifvertrags gestimmt. Damit wurde ein kostspieliger Streik verhindert, der zu weiteren Verzögerungen bei der Zulassung der neuesten Modelle von Boeing hätte führen können.
Ferner richtete sich die Aufmerksamkeit auf Micron. Der Speicherchiphersteller hatte überraschend hohe Ziele für das laufende Geschäftsquartal ausgegeben. Die Aktien sind dank des Boom-Themas KI allerdings auch schon phänomenal gut gelaufen - für 2026 steht bislang fast eine Wertvervierfachung zu Buche. Die Anteilsscheine drehten im Handelsverlauf mit dem freundlicheren Gesamtmarkt ins Plus und schlossen drei Prozent höher.
In der zweiten Reihe schnellten die Papiere von Mattel um fast 19 Prozent auf 15 US-Dollar in die Höhe. Der Spielwarenkonzern hat laut einem Bericht des «Wall Street Journal» das Interesse des Markeninvestment- und Lizenzierungsunternehmens Authentic Brands Group an einer Übernahme geweckt. Authentic habe Gespräche über ein Angebot geführt, bei dem Mattel mit mehr als 20 Dollar je Aktie bewertet werden könnte, hiess es unter Berufung auf ungenannte, mit der Angelegenheit vertraute Personen.
(cash/AWP/Bloomberg/Reuters)

