16:54
Frankreich unterstützt im Streit um Grönland eine Aussetzung des Handelsabkommens zwischen der Europäischen Union und den USA. «Die Androhung von Zöllen wird als Erpressung benutzt, um nicht zu rechtfertigende Zugeständnisse zu erhalten», sagt Aussenminister Jean-Noel Barrot im Parlament mit Blick auf die USA. Die EU-Kommission verfüge über «sehr schlagkräftige Instrumente», um auf die Drohungen von US-Präsident Donald Trump zu reagieren.
Die EU will am Donnerstag bei einem Sondergipfel über mögliche Gegenmassnahmen beraten. Im Raum stehen Zölle im Wert von 93 Milliarden Euro gegen die USA. Denkbar sind auch bislang nicht eingesetzte Anti-Zwangsmassnahmen wie Investitionsbeschränkungen und die Einschränkung des Exports von US-Dienstleistungen, was vor allem auf die dominanten US-Digitalfirmen abzielen würde.
+++
16:34
Die Androhung von US-Strafzöllen gegen europäische Staaten im Streit um Grönland haben nach einem feiertagsbedingt langen Wochenende am Dienstag auch die Börsen in New York unter Druck gebracht. Europas Börsen sind bereits seit Wochenbeginn auf Talfahrt.
Zwischen Washington und Europa war es am Wochenende zur Eskalation gekommen, nachdem US-Präsident Donald Trump im Streit um die zu Dänemark gehörende Insel Grönland Strafzölle gegen einige europäische Länder angedroht hatte. Ab dem 1. Februar sollen diese bei 10 Prozent liegen. Vom 1. Juni an sollen sie auf 25 Prozent steigen, sofern kein Abkommen über den Kauf Grönlands durch die USA erzielt wird. Europäische Staats- und Regierungschefs erörtern unterdessen mögliche Gegenmassnahmen.
Entgegen den Erwartungen wurde zuletzt noch bekannt, dass es an diesem Dienstag doch noch keine Entscheidung über die Rechtmässigkeit schon geltender US-Zöllen durch den Obersten Gerichtshof geben wird.
Der Dow Jones Industrial kann die frühen Verluste stabilisieren und steigt auf einen Verlust von 1 Prozent auf 48'886 Punkte. Für den marktbreiten S&P 500 geht es noch um 1,1 Prozent auf 6863 Zähler abwärts. Der von Technologiewerten geprägte Nasdaq 100 büsste zeitweise 1,6 Prozent auf 25'125 Punkte ein, notiert nun bei einem Verlust von 1,2 Prozent.
«Der Grönland-Streit zeigt: Handelsstreitigkeiten sind bei weitem noch nicht beigelegt», sagte Chefvolkswirt Thomas Gitzel von der VP Bank. Und sie dürften unter einer Trump-Administration wohl auch ein «Dauer-Störfeuer» bleiben.
Im Dow war die Aktie von 3M Schlusslicht mit minus 4,5 Prozent. Der Mischkonzern legte Quartalszahlen vor und enttäuschte mit seinem Gewinnausblick. Zwar will 3M die Gewinnentwicklung im laufenden Jahr weiter beschleunigen, doch Analysten hatten mit Blick auf die Mitte der Prognosespanne mehr erwartet, als das Management in Aussicht gestellt hat.
Dagegen ging es für die Aktie des Streaming-Anbieters Netflix an der Nasdaq um 0,7 Prozent nach oben. Im Bieterkampf um das Hollywood-Urgestein Warner Brothers legte Netflix nach. Das bisherige Gebot von knapp 83 Milliarden US-Dollar inklusive Schulden für das Studio- und Streaming-Geschäft von Warner wird zu einem kompletten Barangebot. Konkurrent Paramount bietet gut 108 Milliarden Dollar für den gesamten Warner-Brothers-Konzern, einschliesslich der dazugehörigen Fernsehsender wie CNN. Paramount verloren 1,0 Prozent, Warner Bros gaben um 0,5 Prozent nach.
Die Anteilsscheine der Edelmetall-Produzenten Newmont und Agnico Eagle Mines verteuerten sich um 3,2 und 5,0 Prozent. Sie profitierten von neuen Rekorden der Gold- und Silberpreise. Die Edelmetalle sind angesichts der vielen geopolitischen Krisenherde wie der Lage im Iran und Trumps Zoll-Drohungen als «sichere Häfen» derzeit stark gefragt.
Um 64 Prozent auf 57,55 Dollar sprangen die Aktien von Rapt Therapeutics nach oben. Der britische Pharmakonzern GSK will das US-Biotech-Unternehmen kaufen und bietet den Rapt-Aktionären 58 Dollar je Aktie, was einem Firmenwert von 2,2 Milliarden Dollar entspricht.
+++
16:00
Die jüngsten Entwicklungen im US-Streit um Grönland haben an der Wall Street einen Ausverkauf ausgelöst. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte notierte zum Eröffnung am ersten Handelstag nach dem Feiertag Martin Luther King Day rund 1,5 Prozent tiefer bei 48'694 Punkten. Der breiter gefasste S&P 500 und der Index der Technologiebörse Nasdaq verloren in etwa genauso viel auf 6846 und 23'130 Zähler.
US-Präsident Donald Trump hatte am Samstag damit gedroht, weitere Zölle gegen acht europäische Staaten zu verhängen, bis den USA der Kauf Grönlands gestattet wird. «Die Schlagzeilen sorgen für Verunsicherung über die weitere Entwicklung», sagte David Lundgren, Chefstratege bei der Investmentfirma Little Harbor Advisors. «Zudem sehen wir eine breitere Umschichtung weg von den Magnificent Seven hin zu Neben- und Mittelwerten, und möglicherweise auch eine stärkere Abkehr vom US-Markt hin zu bislang schwächer gelaufenen Auslandsmärkten.»
Gefragt waren auch die Papiere von Netflix, die um rund 1,5 Prozent zulegten. Wenige Stunden vor Bekanntgabe seiner Geschäftszahlen hat der Streamingdienst ein überarbeitetes Übernahmeangebot für den Rivalen Warner Bros Discovery vorgelegt.
Um gut vier Prozent nach unten ging es hingegen für den Mischkonzern 3M. Der Hersteller von Klebeband, Post-it-Notizzetteln und Elektrowerkzeugen hat eine pessimistische Prognose für 2026 abgegeben.
+++
15:32
Die US-Börsen starten nach einem verlängerten Wochenende deutlich tiefer. Die Zoll-Rhetorik von Donald Trump wirkt sich besonders auf den Nasdaq aus. Dieser fällt zum Wochenauftakt rund 1,5 Prozent auf 25’148 Punkte. Der industrielastige Dow Jones verliert 1,3 Prozent auf 48’772 Zähler. Und der breite S&P 500 fällt um 1,4 Prozent auf 6'845 Punkte.
+++
14:55
Der Dow Jones wurde vom Broker IG eine Stunde vor dem Handelsauftakt 1,3 Prozent tiefer bei 48.713 Punkten taxiert. Der von Tech-Werten geprägte Nasdaq 100 wird 1,8 Prozent im Minus bei auf 25.081 Zählern erwartet.
Für Belastung sorgen Drohungen von US-Präsident Donald Trump, Strafzölle gegen einige europäische Länder ab Februar einzuführen. Sie sollen ab 1. Juni noch steigen, sofern kein Abkommen über den Kauf Grönlands durch die USA erzielt wird. Europäische Staats- und Regierungschefs erörtern derweil mögliche Gegenmassnahmen. In den USA könnte der Oberste Gerichtshof ein Urteil über die Rechtmässigkeit von Trumps Zöllen fällen.
Nach einem kräftigen Ergebnisplus im vergangenen Jahr will der US-Mischkonzern 3M seine Gewinnentwicklung 2026 noch weiter beschleunigen. Für die neue Zwölfmonatsperiode hat sich das Management um Konzernchef William Brown vorgenommen, den bereinigten Gewinn im besten Fall um rund 8 Prozent zu steigern. Analysten hatten aber in der Mitte der Spanne mehr erwartet. Vorbörslich ging es für die lange Zeit stark gelaufene Aktie um 4,7 Prozent abwärts.
Der Streaming-Anbieter Netflix legt im Bieterkampf um das Hollywood-Urgestein Warner Brothers nach. Das Unternehmen will sein bisheriges Gebot von knapp 83 Milliarden US-Dollar inklusive Schulden für das Studio- und Streaming-Geschäft von Warner jetzt komplett in bar bezahlen. Bislang sollten die Warner-Aktionäre einen Teil der Summe in Netflix-Aktien erhalten. Konkurrent Paramount bietet hingegen gut 108 Milliarden Dollar für den gesamten Warner-Brothers-Konzern, einschliesslich der dazugehörigen Fernsehsender wie CNN. Die Papiere von Netflix stiegen vorbörslich um 1,0 Prozent, während die Warner-Titel 0,3 Prozent verloren und jene von Paramount 0,7 Prozent einbüssten.
Die Anteilsscheine der Edelmetall-Produzenten Newmont und Agnico Eagle Mines verteuerten sich vorbörslich um 3,1 beziehungsweise 3,7 Prozent. Sie profitierten von neuen Rekordhochs bei den Gold- und Silberpreisen. Die Edelmetalle sind angesichts der vielen geopolitischen Krisenherde wie der Lage im Iran und Trumps Zoll-Drohungen als «sichere Häfen» derzeit stark gefragt.
Die Aktien von Rapt Therapeutics wurden vorbörslich um knapp 64 Prozent auf 57,50 US-Dollar nach oben katapultiert, nachdem der britische Pharmakonzern GSK die Übernahme des US-Biotech-Unternehmens angekündigt hatte. GSK bietet den Rapt-Aktionären 58 Dollar je Aktie, was einem Firmenwert von 2,2 Milliarden Dollar entspricht.
+++
14:20
Die Aktie von Netflix notiert vorbörslich 1,22 Prozent höher.
Der Streamingkonzern wird seine Ergebnisse zum vierten Quartal 2025 nach US-Börsenschluss präsentieren. Konsensschätzungen bewegten sich zuletzt beim bereinigten Gewinn je Aktie und beim Umsatz bei 55 Cents bzw. 11,97 Milliarden US-Dollar.
+++
13:45
Der SMI notiert am Nachmittag weiterhin 1,05 Prozent im Minus.
Alcon (+0,85 Prozent) und Kühne+Nagel (+0,35 Prozent) sind die einzigen Titel im Plus.Nestlé nähert sich der Gewinnzone (-0,05 Prozent)
+++
13:15
Die US-Futures notieren vor dem Start tiefer:
+++
12:45
Gewinnmitnahmen nach der jüngsten Rally belasten die Aktien französischer Luxusgüterkonzerne. Die Stimmung trübte zudem US-Präsident Donald Trump mit der Drohung ein, französischen Wein und Champagner mit Zöllen in Höhe von 200 Prozent zu belegen. Damit will er offenbar den französischen Präsidenten Emmanuel Macron dazu bewegen, seiner Initiative «Board of Peace» zur Lösung globaler Konflikte beizutreten.
«Die Kursbewegungen in der Branche hängen mit Gewinnmitnahmen vor den anstehenden Jahreszahlen zusammen», sagte Analyst Luca Solca von Bernstein. Insbesondere bei Kering sei es sinnvoll, Kasse zu machen. Die Aktie sei deutlich gestiegen, obwohl das Geschäft vor allem in China weiterhin schwierig sei. Zugleich verwies der Analyst auf wachsende Sorgen über eine Verschlechterung der Beziehungen zwischen den USA und der EU und mögliche Zölle auf europäische Exporte.
+++
12:15
Wenn an den Finanzmärkten die Unsicherheit steigt, fliehen Investoren gerne in sichere Anlagen. Das erklärt, warum der Schweizer Franken derzeit eher zur Stärke neigt. Auslöser ist einmal mehr US-Präsident Donald Trump. Mit seiner Rhetorik zum Thema Grönland hat er die Märkte in Aufruhr versetzt.
Die Konfrontations-Politik von Trump setzt vor allem dem US-Dollar zu. Der Greenback gibt aktuell im Handel mit fast allen anderen wichtigen Währungen nach. Analysten der Dekabank sprechen von «Sell-America-Trades», die derzeit zu beobachten seien.
Auch das Euro/Dollar-Paar hat weiter angezogen und kostet aktuell 1,1718 US-Dollar. Am frühen Morgen wurde es noch zu 1,1664 Dollar gehandelt. Derweil hat der Franken auch zum Euro etwas hinzugewonnen und geht zu 0,9270 um. In dem aktuellen Umfeld erweise sich der Franken als der «ultimative» sichere Hafen, schreibt die Commerzbank.
+++
11:45
Da die Wall Street erst mit dem heutigen Handelstag in die Börsenwoche startet, wird auch die Reaktion der US-Anleger auf die «Causa Grönland» mit Spannung erwartet. Aktuell deuten die US-Futures auf eine deutlich schwache Börseneröffnung hin. Und auch sonst spiegeln Entwicklungen wie die Rekordpreise für Gold und Silber, der weiter erstarkende Franken oder auch der gestiegene Volatilitätsindex VSMI die erhöhte Nervosität der Börsianer wider.
«Im Falle von weiteren schlechten Nachrichten, also einer Eskalation auf dem WEF in Davos oder zusätzlichen Trump-Zöllen für Staaten, welche seinem Friedensrat nicht beitreten, könnte eine Aktienmarktkorrektur schnell dynamischer ausfallen», kommentiert ein Stratege. Immerhin scheint die EU dieses Mal eine gewisse Entschlossenheit zu zeigen. In Brüssel ist mittlerweile die Rede von einer «Handels-Bazooka». Neben diesem politischen Newsflow wird am Nachmittag interessant, ob es endlich ein Urteil vom US-Supreme Court zu Trumps Importzöllen gibt. «Die Wahrscheinlichkeit für eine Urteilsverkündung heute oder morgen erscheint hoch, weil es sonst bis Mitte Februar dauern könnte, bis es soweit ist», erklärt ein Marktbeobachter.
Tief im Kurskeller notieren Logitech mit einem Verlust von 6,6 Prozent auf 70,78 Franken. Bei dem Computerzubehör-Hersteller flattern sowohl Anleger als auch Analysten seit gut vier Wochen die Nerven. Zahlreiche Analysten ruderten zurück. So hagelte es jüngst Abstufungen von Exane BNP Paribas und Barclays in den neutralen Bereich und am heutigen Handelstag eine frische Rating-Senkung von Morgan Stanley sogar auf «Underweight». Hauptargumente für die Vorsicht sind die Preissteigerungen im Speichersegment, was die Nachfrage nach PCs und den passenden Geräten von Logitech dämpfen dürfte.
Mit einigem Abstand folgen dann erst die nächsten Verlierer. ABB etwa geben um 2,2 Prozent nach. Geschlossen im Minus rangieren zudem Finanzwerte. Julius Bär, UBS und auch Partners Group verlieren zwischen 1,8 und 2,2 Prozent.
Generell entwickeln sich Gesundheitswerte recht unterschiedlich. Während die beiden schwergewichtigen Pharmas zusammen mit dem Generikaspezialisten Sandoz (-1,8 Prozent) auf den Verkaufslisten stehen, gewinnen Sonova (+1,9 Prozent) und Alcon (+1,0 Prozent) gegen den Trend hinzu. Auch Straumann (-0,3 Prozent) hielten sich im frühen Handel noch in der Gewinnzone. Alcon erhalten durch eine neu ausgesprochene Kaufempfehlung der Deutschen Bank Auftrieb.
Die stärksten Ausschläge sind allerdings in den hinteren Reihen zu sehen. Dort gewinnen Komax (+3,7 Prozent) nach Zahlen hinzu, während DocMorris (-8,9 Prozent) nach einem freundlichen Start mittlerweile tief im Minus rangieren. Noch negativer reagieren Anleger auf die Gewinnwarnung des Energiekonzerns BKW (-11 Prozent).
Derweil können Clariant (+0,4 Prozent) von den Plänen des deutschen Henkel-Konzerns profitieren. Dieser will das niederländische Unternehmen Stahl Holdings für bis zu zwei Milliarden Euro zu kaufen. Clariant ist mit knapp 15 Prozent an Stahl Holdings beteiligt und könnte so frisches Geld in die Kassen gespült bekommen.
+++
11:30
Trotz der Vielzahl negativer Schlagzeilen, die Anlegerinnen und Anleger auf die Probe stellen, sollten die positiven Aspekte nicht aus dem Blick geraten: Das Unternehmen verfügt über eine solide Substanz, die Ausschüttungen erscheinen nachhaltig und bei einer Stabilisierung beziehungsweise Verbesserung der Rahmenbedingungen dürften die Gewinne pro Aktie stark steigen.
+++
11:00
Die Ölpreise sind am Dienstag leicht gesunken. Der Preis für ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im März gab um zehn Cent auf 63,84 Dollar nach. Der Preis für US-Öl der Sorte West Texas Intermediate (WTI) mit Lieferung im Februar sank um 49 Cent auf 58,95 Dollar.
Wie bereits zum Wochenbeginn hielten sich die Kursbewegungen in einer vergleichsweise engen Handelsspanne. Noch habe der Markt keine Eskalation des Grönlandstreits mit gegenseitigen Zöllen eingepreist, heisst es von Marktbeobachtern.
+++
10:30
Die Aktien von BKW geraten unter Verkaufsdruck. Am Vormittag verlieren die Titel 10,9 Prozent auf 157,00 Franken. Dabei wechselte bereits mehr als das durchschnittliche Tagesvolumen den Besitzer.
Auslöser ist eine Wertberichtigung auf ein Kohlekraftwerk, welche den operativen Gewinn 2025 mit 110 Millionen Franken belasten soll. Mehr dazu hier.
+++
10:00
Die Aktien von Logitech fallen am Dienstag deutlich. Die Titel notieren eine Stunde nach Börsenstart 5,5 Prozent im Minus und damit unter 72 Franken.
Grund ist eine Branchenstudie der US-Grossbank Morgan Stanley, welche die Titel auf die Verkaufsliste setzt. Mehr dazu hier.
+++
09:30
Die neuen Zolldrohungen im Grönland-Streit durch Donald Trump haben die Märkte seit dem Wochenende wieder in den Krisenmodus versetzt. Höhere Importzölle würden vor allem die Inflation in den USA weiter anheizen. Der Finger liegt Händlern zufolge weiter auf der Verkaufstaste.
Da die Wall Street wegen eines langen Wochenendes erst heute in die Börsenwoche startet, warten Investoren gespannt darauf, wie die Anleger dort auf Trumps neuesten politischen Eskapaden reagieren. Wie bereits zum Wochenstart sind auch weiterhin sichere Häfen gesucht. Gold hat erstmals die Marke von 4700 US-Dollar überschritten und auch Silber ist auf Rekordniveau. Der Franken bleibt ebenfalls gefragt.
Mit -5,0 Prozent auf 71,92 Franken sind Logitech-Aktien der mit Abstand grösste Verlierer unter den Blue Chips. Bei dem Computerzubehör-Spezialisten reissen die negativen Analysten-Reaktionen nicht ab. Eine Herunterstufung durch Morgan Stanley zusammen mit weiteren Kurszielsenkungen anderer Häuser belasten den Titel.
Dem stehen Aufschläge von 2,2 Prozent bei Sonova und +0,8 Prozent bei Alcon gegenüber. Bei Alcon empfiehlt die Deutsche Bank die Titel neu zum Kauf, was für Schub sorgt.
+++
09:00
Der SMI startet am Dienstag 0,8 Prozent tiefer.
+++
08:30
Der Goldpreis kennt weiter nur eine Richtung und knackt erstmals die Marke von 4700 Dollar. In der Spitze zieht der Preis für das Edelmetall auf ein Allzeithoch von 4717,53 Dollar je Feinunze an.
Treiber sind die jüngsten Drohungen von US-Präsident Donald Trump, weitere Zölle gegen europäische Verbündete zu verhängen. Dies schürte Sorgen vor einer Eskalation des Handelskonflikts und löste eine Flucht in als sicher geltende Anlagen aus.
Auch der Silberpreis notierte leicht fester bei einem Rekord von 94,72 Dollar, bevor vereinzelt Gewinnmitnahmen einsetzten. «Trumps unberechenbarer Politikansatz in internationalen Angelegenheiten und sein Wunsch nach niedrigeren Zinsen kommen Edelmetallen sehr zugute», sagte der Chef-Marktanalyst von KCM Trade, Tim Waterer.
Seit Beginn von Trumps zweiter Amtszeit vor einem Jahr hat der Goldpreis um mehr als 70 Prozent zugelegt. Zusätzliche Unterstützung erhielt der Goldpreis durch die Sorge um die Unabhängigkeit der US-Notenbank Fed. Der Oberste Gerichtshof der USA befasst sich voraussichtlich in dieser Woche mit dem Versuch Trumps, die Fed-Gouverneurin Lisa Cook zu entlassen.
+++
08:00
Der SMI wird bei Julius Bär 0,2 Prozent gestellt. Alle 20 Titel notieren ebenfalls im Minus, dabei bildet Logitech mit -1,1 Prozent Kursverlust das Schlusslicht.
+++
07:35
Am Dienstag nimmt das Weltwirtschaftsforum in Davos mit prominenten Rednern Fahrt auf. Im Fokus diplomatischer Bemühungen am Rande dürften neben den jüngsten Zolldrohungen aus den USA der Krieg in der Ukraine und der Grönland-Streit stehen.
Eine Übersicht des Programms finden Sie hier.
+++
07:15
Neue Kursziele und Ratings für Schweizer Aktien:
Avolta: Berenberg Bank will es wissen und erhöht auf 58 (52) Fr. mit BUY.
Belimo: Berenberg Bank ist für BUY bis 1020 (1000) Fr.
Belimo: Kepler Cheuvreux ist für BUY bis 1070 (970) Fr.
Dätwyler: Aktie für Kepler Cheuvreux ein Kauf bis 185 (165) Fr.
Inficon: Deutsche Bank geht auf BUY (Hold) bis 140 (95) Fr.
Logitech: Morgan Stanley geht auf UNDERWEIGHT (Equal-weight) bis 89 (107) $.
Sika: Aktie für Bernstein Société Générale ein Kauf mit OUTPERFORM bis 180 (200) Fr.
Temenos: Bank of America erhöht auf 89 (77.50) Fr. mit NEUTRAL.
Zurich: Kepler Cheuvreux erhöht auf 538 (532) Fr. mit REDUCE.
+++
06:55
Die Bestseller-Autorin und Beraterin Sandra Navidi äussert sich im cash-Interview über die US-Übermacht am WEF, das Machtgebaren von Donald Trump und die Frage nach dem «Endgame» des US-Präsidenten.
+++
06:35
Der Goldpreis legt am Dienstag weitere 0,6 Prozent auf 4'698 Dollar je Unze zu. Trumps Drohung, wegen des Konflikts um Grönland zusätzliche Zölle gegen europäische Länder zu verhängen, bescherte dem Goldpreis bereits zum Wochenstart ein neues Rekordhoch. Während an den Finanzmärkten die Aktien mit Kursverlusten reagierten, konnten sichere Häfen wie Gold und der Franken zulegen.
«Trumps Vorstoss in Richtung Grönland und der Einsatz von Strafzöllen als politisches Druckmittel verschärfen die geopolitische Lage», heisst es in einem Kommentar. Trump hatte angekündigt, ab dem 1. Februar Strafzölle gegen acht EU-Länder zu verhängen, sollte es bis dahin keine Einigung geben, dass sich die USA Grönland einverleiben können.
+++
06:10
Der SMI steht vorbörslich 0,12 Prozent tiefer.
+++
05:00
Anleger flüchteten in als sicher geltende Anlagen wie den Schweizer Franken und Gold. Zudem gewann der sogenannte «Sell America»-Handel an Fahrt, bei dem Investoren US-Aktien, den Dollar und US-Staatsanleihen verkaufen. «Auch wenn es zu einer Deeskalation kommt, wird diese Episode viele dazu veranlassen, an der Glaubwürdigkeit eines jeden Abkommens mit Trump zu zweifeln, so dass die Unsicherheit über die Zölle hoch bleiben wird», sagte Henry Cook, Europa-Volkswirt bei MUFG.
+++
04:00
An den asiatischen Börsen drückte die Furcht vor einem neuen Handelskrieg auf die Stimmung. Der japanische Nikkei-Index gab 1,1 Prozent auf 52.992,02 Punkte nach. Hier belasteten zusätzlich Sorgen vor den Wahlen im kommenden Monat. Die von Ministerpräsidentin Sanae Takaichi in Aussicht gestellten Steuersenkungen und Mehrausgaben könnten die Staatsfinanzen weiter belasten. Die Börse in Shanghai verlor 0,3 Prozent.
+++
03:00
+++
02:00
+++
01:00
In den USA blieben die Börsen am Montag wegen des Feiertags Martin Luther King geschlossen.
(cash/AWP/Reuters)

