15:55
Nach einer mehrtägigen Rekordjagd geht es an der Wall Street am Dienstag vorerst leicht nach unten. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte und der breiter gefasste S&P 500 notierten zur Eröffnung jeweils knapp im Minus bei 50.962 und 7590 Punkten. Der Index der Technologiebörse Nasdaq gab ebenfalls leicht nach und lag bei 27.039 Zählern.
Die Hoffnung auf eine Lösung im US-Iran-Konflikt und Kursgewinne im Technologiesektor hatten die US-Indizes in den vergangenen zwei Wochen um rund 3,5 bis 4,5 Prozent nach oben getrieben. «Die Märkte haben bereits einen deutlichen Optimismus hinsichtlich einer möglichen Einigung und der damit verbundenen Normalisierung der Energielieferungen eingepreist», sagte Tom Nelson, Chefstratege bei der Investmentgesellschaft Franklin Templeton. «Sollten sich diese Erwartungen als verfrüht erweisen, könnte ein Teil der jüngsten Euphorie schnell verfliegen.»
Im Fokus bei den Einzelwerten standen weiterhin Aktien aus dem Technologiesektor. Der IT-Konzern Hewlett Packard Enterprise erzielte dank des rasanten Ausbaus von Rechenzentren für Künstliche Intelligenz (KI) im zweiten Quartal Rekordergebnisse und zog seine langfristigen Finanzziele um zwei Jahre vor. Die Aktien schossen daraufhin um fast 35 Prozent nach oben.
+++
15:45
Der Nasdaq 100 sinkt 0,24 Prozent auf 30'442 Punkte. Derweil verbessert sich der Dow Jones Industrial um 0,11 Prozent auf 51'129 Zähler.
Bei den Einzelwerten schiessen die Aktien von Marvell Technology um rund 20 Prozent nach oben. Gefragt sind auch Caterpillar (plus 3,5 Prozent) und Cisco (plus 3,4 Prozent). Auf der anderen Seite fallen Intuit (minus 8,3 Prozent), Strategy (minus 6,5 Prozent) sowie Zscaler (-6,9 Prozent).
+++
15:20
Die Aktien von ABB markieren am Dienstagnachmittag bei 85,74 Franken ein neues Allzeithoch.
+++
15:10
Eine optimistische Prognose für das Geschäft mit Rechenzentren ermuntert Anleger zum Einstieg bei Microchip Technology. Die Papiere des US-Halbleiterherstellers stiegen vorbörslich um fast zehn Prozent. Microchip rechnet für das laufende Jahr mit einem Umsatzsprung von 65 Prozent auf rund 500 Millionen Dollar im Geschäft mit Rechenzentrumslösungen, nach 302,7 Millionen Dollar im Vorjahr.
Als Grund nannte der Konzern eine sich weiter beschleunigende Nachfrage, angetrieben von Rechenzentren und KI-Anwendungen. Zudem teilte er mit, dass geplante Preiserhöhungen für seine Produkte den Ausblick für das laufende Quartal nicht beeinträchtigen würden. Seit Jahresbeginn hat die Aktie um fast 45 Prozent zugelegt.
+++
15:05
Eine angehobene Jahresprognose hat den Aktien des US-Dessousherstellers Victoria's Secret kräftigen Auftrieb gegeben. Die Papiere legen im vorbörslichen Handel um mehr als 35 Prozent zu. Das Unternehmen rechnet nach einem starken ersten Quartal mit einem Jahresumsatz zwischen 7,03 und 7,13 Milliarden Dollar. Zuvor hatte die Spanne bei 6,85 bis 6,95 Milliarden Dollar gelegen.
Heraufgesetzt wurde auch das Ziel für das operative Ergebnis. Als Grund für seinen Optimismus nannte der Konzern erhöhte Verkaufspreise und weniger Rabattaktionen. «Die Marken Victoria's Secret, PINK und Beauty gewinnen an Ansehen und erweitern ihren Kundenstamm», sagte Firmenchefin Hillary Super.
Die Ergebnisse unterstreichen die jüngste Zweiteilung im US-Konsumverhalten: Während einkommensstärkere Käufer weiterhin für entbehrliche Artikel Geld ausgeben, halten sich Haushalte mit geringerem Einkommen angesichts der anhaltenden Inflation mit Käufen zurück
+++
14:45
Eine Äusserung von Nvidia-Chef Jensen Huang hat den Aktien des Chipentwicklers Marvell ein Kursfeuerwerk beschert. Die Titel schiessen im vorbörslichen Handel an der Wall Street um mehr als 20 Prozent nach oben. Sollten sich die Kursgewinne halten, würde die Marktkapitalisierung um mehr als 47 Milliarden Dollar steigen. Huang bezeichnete Marvell als das nächste «Billionen-Dollar-Unternehmen».
Der Börsenwert des Konzerns aus Delaware lag zum Handelsschluss am Montag bei knapp 192 Milliarden Dollar und damit weit unter der Billionen-Dollar-Marke. Seit Jahresbeginn hat das Papier jedoch um 158 Prozent zugelegt und damit den Anstieg des US-Technologieindex Nasdaq von 16,5 Prozent weit übertroffen. Nvidia hatte Anfang des Jahres zwei Milliarden Dollar in Marvell investiert.
+++
14:30
Knapp anderthalb Stunden vor Handelsbeginn taxierte der Broker IG den Leitindex Dow Jones Industrial 0,4 Prozent tiefer auf 50.861 Punkte. Den technologielastigen Nasdaq 100 sieht IG 0,1 Prozent im Minus bei 30.486 Punkten. Dank der anhaltenden Halbleiter-Hausse sowie optimistischer Aussagen von US-Präsident Donald Trump zu einer Einigung mit dem Iran zeichnen sich aber nur moderate Verluste ab.
Trump nannte zuletzt die «nächste Woche» als Zeitraum für eine mögliche Einigung mit dem Iran auf ein Rahmenabkommen, das die Öffnung der Strasse von Hormus umfasst. Das berichtete der US-Sender ABC News unter Berufung auf ein Telefon-Interview mit Trump. Dieser habe ergänzt, dass er noch Punkte klären müsse und dem Abkommen noch nicht zugestimmt habe. Auch aus dem Iran gibt es bislang keine öffentliche Zusage für eine Einigung. Trump hat in der Vergangenheit immer wieder optimistische Zeitpläne bekanntgegeben, die dann schnell von der Realität eingeholt wurden.
Bei HP Enterprise dürfte angesichts eines vorbörslichen Kurssprungs von 30 Prozent die Rekordrally weitergehen. Schon zuletzt lag der Aktienkurs fast doppelt so hoch wie noch zu Jahresbeginn. Dank der anhaltend hohen Nachfrage nach KI-Infrastruktur überraschte der Server- und Speicherlösungs-Spezialist im vergangenen Quartal positiv. Zudem hob er die Umsatzziele für das laufende und kommende Geschäftsjahr deutlich an und lag damit ebenfalls klar über den Erwartungen. Damit folgte HP Enterprise dem Branchenkollegen Dell , der die Anleger vergangene Woche mit einer herausragenden Geschäftsentwicklung euphorisiert hatte.
Positive Aussagen von Nvidia- Chef Jen-Hsun Huang katapultierten die Aktien von Marvell Technology um 19 Prozent hoch, womit sich hier ebenfalls ein weiterer Rekord abzeichnet. Huang adelte den Hersteller von Speicher-, Telekommunikations- und Halbleiter-Produkten auf der jährlichen IT- und Computermesse Computex in Taiwan als «nächstes Billionen-Dollar-Unternehmen». Bis dahin hat Marvell zwar noch eine Wegstrecke vor sich: Auf Basis des Montags-Schlusskurses war das Unternehmen an der Börse knapp 192 Milliarden US-Dollar wert. Doch mit dem Höhenflug, der Ende März begonnen und den Aktien schon ein Jahresplus von 158 Prozent beschert hat, stimmt die Richtung.
Huangs Aussagen zur zunehmenden Bedeutung von Kupfer und optischen Verbindungen für KI-Infrastruktur gaben auch anderen Branchentiteln schon vor Handelsbeginn Auftrieb. So zogen Lightwave Logic , Lumentum und Applied Optoelectronics um bis zu 8,3 Prozent an.
Die Anteile von Microchip Technology verteuerten sich um 8,5 Prozent. Der Halbleiterkonzern berichtete für 2025 einen Umsatz von mehr als 300 Millionen Dollar mit Rechenzentrumslösungen - dieser soll im laufenden Jahr auf rund 500 Millionen Dollar steigen.
Derweil mussten die Anleger bei Alphabet einen Kursrückgang von 2,8 Prozent verkraften. Der Google-Mutterkonzern will für den Ausbau seiner KI-Rechenzentren mit der Ausgabe neuer Aktien eine historische Summe von 80 Milliarden Dollar einnehmen. Im Vergleich zur Marktkapitalisierung von Alphabet erscheint die Massnahme allerdings in einem ganz anderen Licht. Zuletzt wurde das Unternehmen von den Investoren mit gut 4,5 Billionen Dollar bewertet, womit es der zweitwertvollste Konzern weltweit hinter KI-Chipriese Nvidia mit einem Wert von 5,4 Billionen Dollar ist.
Eine Analystenabstufung dürfte den Buchhaltungssoftware-Spezialisten Intuit nach der jüngsten Erholung wieder unter Druck setzen: Vorbörslich ging es für die Anteile um 5,9 Prozent auf 333 Dollar bergab. Analystin Gabriela Borges von der US-Investmentbank Goldman Sachs rät mit einem deutlich gesenkten Kursziel von 276 Dollar nun zum Verkauf. «Zunächst dürfte sich die Lage noch verschlimmern», so ihre Begründung. Es werde angesichts zunehmender Konkurrenz schwer für Intuit, die langfristigen Ziele und die Markterwartungen zu erreichen.
+++
14:00
Bayer-Aktien geben weiter nach und fallen in der Spitze um mehr als sechs Prozent auf den niedrigsten Stand seit sechs Monaten. Bereits am Vortag waren die Titel um knapp vier Prozent abgerutscht.
Dies sei vermutlich auf Nervosität am Markt vor der Annahmefrist für den Sammelvergleich zu Glyphosat am 4. Juni zurückzuführen, sagte ein Börsianer. Mehr dazu hier.
+++
Mit Fokus auf wachstumsstarke Segmente will der neue Konzernchef von Barry Callebaut mittelfristig das Geschäft ankurbeln. An der Börse löste die Strategie keine grossen Wellen aus. Die Titel legten am Nachmittag um rund 0,6 Prozent zu.
+++
13:20
Die US-Futures notieren vor dem Start im Minus:
+++
12:50
Am Devisenmarkt hat sich die Lage nach den deutlichen Schwankungen vom Vortag beruhigt. Der US-Dollar zeigte sich am Dienstag gegenüber den wichtigsten Währungen weitgehend stabil. Im Fokus der Anleger bleiben die Entwicklungen im Nahen Osten sowie die Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran.
+++
12:10
Europas Aktienmärkte haben trotz der unklaren Entwicklung im Iran-Konflikt am Dienstag zugelegt. Am Mittag stand der EuroStoxx 50 0,91 Prozent höher bei 6.089,99 Punkten. Der britische FTSE 100 zog um 0,31 Prozent auf 10.371,05 Punkte an und wurde damit von den sinkenden Ölwerten etwas in Zaum gehalten.
Stärkster Sektor waren die Technologiewerte. Hier ragten STMicroelectronics mit über zehn Prozent Anstieg hervor. Das Management hatte seine Prognose für den Umsatz mit Rechenzentren in diesem Jahr nahezu verdoppelt und rechnet nun mit Erlösen von rund einer Milliarde US-Dollar (ca 860 Mio Euro). Zuvor hatte der Halbleiterhersteller für dieses Geschäft noch einen Betrag von «deutlich über 500 Millionen US-Dollar» in Aussicht gestellt. Im Jahr 2027 könnten sich die Einnahmen im Geschäft mit Rechenzentren sogar noch einmal auf 2 Milliarden verdoppeln, falls das Nachfragewachstum anhalte.
+++
11:40
Der Swiss Market Index (SMI) gewinnt gegen Mittag 0,50 Prozent auf 13'371,45 Punkte. Von den 20 SMI-Titeln notieren lediglich vier im Minus. Der SMIM der mittelgrossen Werte steigt um 0,32 Prozent auf 2992,58 Punkte, während der breite SPI um 0,50 Prozent auf 18'931,99 Punkte zulegt. Auch andere europäische Börsen können sich am Dienstag vom Dämpfer des Vortages erholen.
An den internationalen Aktienmärkten prägt weiterhin die Begeisterung rund um das Thema Künstliche Intelligenz das Geschehen. Nachdem die US-Börsen am Montag neue Rekordstände erreicht hatten, stehen auch hierzulande Technologiewerte im Fokus.
An der Spitze des SMI liegen Logitech (+5,0 Prozent), die von starken Vorgaben aus den USA profitieren. Ebenfalls gesucht sind die Halbleiterwerte VAT (+1,0 Prozent) oder noch stärker AMS-Osram (+5,7 Prozent). Zusätzlichen Rückenwind erhält der Sektor durch eine angehobene Prognose des europäischen Chipkonzerns STMicroelectronics.
Ebenfalls gesucht sind ABB (+1,6 Prozent). Der Industriekonzern baut die bereits im vergangenen Oktober angekündigte Zusammenarbeit mit dem US-Chiphersteller Nvidia weiter aus. Positiven Schub erhalten Richemont (+0,8 Prozent) und Swatch I (+2,4 Prozent) von den jüngsten Exportzahlen der Uhrenindustrie.
Überdurchschnittlich gefragt sind darüber hinaus zyklische Werte wie Sika (+2,6 Prozent), Geberit (+1,8 Prozent), Holcim (+1,3 Prozent), Kühne+Nagel (+2,6 Prozent) und Partners Group (+2,3 Prozent).
Auf der Verliererseite stehen vor allem defensive Titel. So zählen die Pharmakonzerne Roche (-1,0 Prozent) und Novartis (-0,3 Prozent) sowie Alcon (-0,2 Prozent) zu den schwächsten Blue Chips. In den folgenden Reihen verlieren aus dem Gesundheitsbereich auch Sandoz (-2,0 Prozent) und Galenica (-1,2 Prozent) an Terrain.
Unter Druck stehen zudem im Rahmen einer Brancheschwäche die Aktien von Swiss Re (-0,7 Prozent). Die Titel sind zuletzt auf den tiefsten Stand seit November 2024 gefallen. Belastend wirken neue Warnungen der Weltwetterorganisation (WMO) vor einem möglichen El-Niño-Ereignis. Für Rückversicherer bedeuten häufigere und intensivere Wetterextreme potenziell höhere Schadensbelastungen.
Im breiten Markt überwiegen derweil die Gewinner. Besonders stark präsentieren sich neben den Techwerten Implenia (+3,5 Prozent), nachdem der Baukonzern vorbörslich ambitionierte Wachstumsziele vorgestellt hat. Leicht im Plus zeigen sich auch Barry Callebaut (+0,3 Prozent) mit neuen Mittelfristzielen.
Gefragt sind schliesslich auch MindMaze Therapeutics (+2,9 Prozent). Das Unternehmen trennt sich von Aktivitäten ausserhalb des Kerngeschäfts Neurologie und schärft damit seinen strategischen Fokus.
+++
11:00
Gegen 10.50 Uhr legen vor allem die Swatch-Titel (+2,5 Prozent auf 220,40 Fr.) zu. Sie bleiben im Aufwärtstrend und liegen nun seit Jahresbeginn mit gut 30 Prozent im Plus.
+++
10:30
Auf dem aktuellen Niveau befand sich die Kryptowährung zuletzt Anfang April und stieg daraufhin auf 82'000 Dollar, bevor ein erneuter Rücksetzer folgte. Im Monat Mai fiel der Preis total um über 5 Prozent, seit anfang Jahr sind es 20 Prozent.
+++
10:00
Der Swiss Market Index notiert um 10 Uhr um 0,62 Prozent höher bei 13'387,27 Punkten. Von den 20 SMI-Aktien geben nur deren drei nach. Der SMIM der mittelgrossen Werte gewinnt 0,30 Prozent auf 2991,91 Punkte und der breite SPI 0,53 Prozent auf 18'936,08 Punkte.
An den internationalen Aktienmärkten dominiert derweil weiterhin die Begeisterung rund um das Thema Künstliche Intelligenz. Nachdem die US-Börsen am Montag neue Rekordstände erreicht hatten, stehen auch in der Schweiz Technologiewerte im Fokus.
Ebenfalls gesucht sind ABB (+1,6 Prozent). Der Industriekonzern baut die bereits im vergangenen Oktober angekündigte Zusammenarbeit mit dem US-Chiphersteller Nvidia weiter aus. Positiven Schub erhalten Richemont (+1,7 Prozent) und Swatch I (+2,4 Prozent) von den jüngsten Exportzahlen der Uhrenindustrie.
Im breiten Markt dominieren ebenfalls die Gewinner. Besonders gefragt sind Implenia (+3,6 Prozent), nachdem der Baukonzern vorbörslich ambitionierte Wachstumsziele vorgestellt hatte. Kaum bewegt zeigen sich dagegen die Aktien von Barry Callebaut (+0,1 Prozent), obwohl der Schokoladenhersteller neue Mittelfristziele präsentiert hat.
+++
09:30
Der deutsche Leitindex Dax zog zur Eröffnung am Dienstag um 0,8 Prozent auf 25'197 Punkte an. Bei den Einzelwerten war Infineon mit einem Plus von mehr als fünf Prozent der grösste Kursgewinner im Dax. Auch SAP war weiter gefragt. Die Titel des Softwarekonzerns zogen rund 1,5 Prozent an, nachdem sie am Vortag gut acht Prozent zugelegt hatten.
+++
09:00
Der SMI startet 0,47 Prozent höher.
Avolta verliert nach der gestrigen Newsmeldung 4,3 Prozent. Über ein beschleunigtes Bookbuilding (ABB) sollen 7,3 Millionen Aktien verkauft werden. Der angestrebte Verkaufspreis liegt bei 45,20 Franken je Aktie und damit rund 5 Prozent unter dem jetzigen Niveau. Das gesamte Aktienpaket hätte einen Wert von etwa 330 Millionen Franken.
Marktteilnehmer sehen die Finanzmärkte derzeit zwischen zwei gegenläufigen Kräften. Auf der einen Seite sorgt die anhaltende Begeisterung rund um das Thema Künstliche Intelligenz, insbesondere in den USA, weiterhin für Unterstützung. Auf der anderen Seite bleiben die geopolitischen Spannungen im Nahen Osten ein Belastungsfaktor. Trotz verschärfter Rhetorik und widersprüchlicher Signale gehen viele Anleger davon aus, dass die diplomatischen Gespräche vorerst fortgesetzt werden. Der Ölpreis gab zuletzt leicht nach: Ein Fass der Nordseesorte Brent kostete am Morgen 94,16 US-Dollar und damit etwas weniger als am Vorabend.
+++
08:30
Neue Kursziele und Ratings für Schweizer Aktien:
Richemont: Royal Bank of Canada erhöht auf 175 (165) Fr. mit SECTOR PERFORM.
SoftwareOne: Aktie für die UBS ein Kauf bis 9.40 (8.75) Fr.
+++
08:00
Der SMI wird bei Julius Bär 0,5 Prozent höher erwartet. Alle 20 Titel dürften im Plus sein.
Derweil erfreut sich SoftwareOne dank einer Kurszielerhöhung eines 2,5-prozentigen Gewinns, Ams legt vorbörslich 1,9 Prozent zu.
Spannend am heutigen Handelstag dürfte zudem die Entwicklung der Aktien von Barry Callebaut sein. Der Schokoladenproduzent möchte mit einer neuen Strategie wieder zu stärkerem Wachstum zurückfinden. Mehr hier.
+++
07:05
Sollten die Abgaben bei den beiden Pharmariesen anhalten, könnte dies auch den Handel am Dienstag belasten. Die Vorzeichen stehen derzeit jedoch eher auf Grün.
Mehr dazu hier.
+++
06:10
Der SMI steht vorbörslich 0,35 Prozent im Plus.
+++
+++
05:00
Die asiatischen Börsen sind verhalten in den Handel gestartet. Die Anleger zeigen sich angesichts der unsicheren Friedensgespräche im Nahen Osten und allgemeiner geopolitischer Risiken zurückhaltend. Dies bremst den Optimismus im Bereich der Künstlichen Intelligenz (KI).
Der breit gefasste MSCI-Index für asiatisch-pazifische Aktien ausserhalb Japans gab nach anfänglichen Schwankungen um 0,5 Prozent nach. Verantwortlich dafür war vor allem ein Rückgang um zwei Prozent bei koreanischen Aktien. Der japanische Aktienindex Nikkei gab nach, nachdem er am Vortag ein Rekordhoch erreicht hatte. Der Nikkei-Index verlor bis 01.46 Uhr GMT 1,46 Prozent auf 65.991,21 Punkte. Der breiter gefasste Topix-Index gab um 1,18 Prozent auf 3.894,29 Zähler nach.
«Widersprüchliche Nachrichten aus dem Nahen Osten sorgten für Kursschwankungen», berichten die Analysten von Westpac in einer Studie. Der Iran hatte erklärt, die Verhandlungen mit den USA seien ausgesetzt, woraufhin US-Präsident Donald Trump versicherte, die Gespräche würden «in hohem Tempo» fortgesetzt. Dann sagte Trump in einem Fernsehinterview am Montagabend, er erwarte eine Einigung mit dem Iran «binnen der nächsten Woche».
Aussagen von Nvidia-Chef Jensen Huang zur Robotik sorgen in Südkorea für starke Kursbewegungen bei den Technologiewerten. Die Anleger greifen bei den Robotik-Aktien zu. Jensen Huang hatte die Bedeutung der Robotik für Südkorea am Montagabend am Rande der Computex-Messe in Taipeh hervorgehoben. Das Land sei zudem ein entscheidender Teil des Nvidia-Ökosystems. Die Aktien von Doosan Robotics, Robostar und Robotis stiegen daraufhin um bis zu 22,8 Prozent, 29,95 Prozent beziehungsweise 15,3 Prozent und erreichten neue Rekordhochs.
+++
04:00
Im asiatischen Devisenhandel gewann der Dollar geringfügig auf 159,70 Yen und legte leicht auf 6,7629 Yuan zu. Zur Schweizer Währung rückte er etwas auf 0,7866 Franken vor.
+++
03:00
Die Ölpreise geben nach den kräftigen Gewinnen vom Vortag etwas nach. Grund dafür ist die Unsicherheit über den Stand der Waffenstillstandsgespräche zwischen den USA und dem Iran und die mögliche Wiedereröffnung der Strasse von Hormus.
+++
02:00
Getrieben vom Boom-Thema KI haben die US-Indizes am Montag nach und nach an ihre Rekordserie angeknüpft. Zuerst war es der Leitindex Dow Jones Industrial , der eine Bestmarke erreichte. Andere Indizes folgten spätestens, als US-Präsident Donald Trump die zwischenzeitlichen Sorgen zerstreute, dass der Iran seinen Austausch mit den USA über ein Kriegsende einstellen könnte. Aufgrund der Hängepartie in den Iran-Gesprächen blieben die Kursgewinne aber zumeist moderaten Ausmasses.
Der Dow mühte sich zu einem Plus von 0,09 Prozent auf 51.078,88 Punkte, während der technologielastige Nasdaq 100 um 0,60 Prozent auf 30.513,86 Zähler stieg. Der marktbreite S&P 500 verbuchte mit einem Anstieg um 0,26 Prozent auf 7.599,96 Punkten seinen achten positiven Handelstag in Folge.
In den Verhandlungen gab es zunächst wieder Rückschritte. Nach US-Bombardierungen am Wochenende wurde von den iranischen Revolutionsgarden ein Vergeltungsschlag vermeldet. Ausserdem hiess es zwischenzeitlich, der Iran wolle den Austausch aus Protest gegen eine erneute Eskalation der Lage im Libanon einstellen. Trump kündigte später aber an, die Gespräche gingen in «schnellem Tempo» weiter und die Hisbollah-Miliz sowie Israel würden im Libanon auf weitere Angriffe verzichten.
Im KI-Bereich drehten sich viele Nachrichten um den Chipriesen Nvidia . Dessen Konzernchef Jensen Huang wiederholte im Rahmen einer Fachkonferenz seine Meinung, dass die KI für den Softwarebereich eher Chance als eine Bedrohung sei. Dies half den Werten dieser Branche, die lange Zeit unter Verdrängungssorgen gelitten hatten. Aktien von Microsoft , Oracle und Adobe legten um 2,3 bis 9,9 Prozent zu.
Relativ stark sprangen auch die Salesforce -Aktien an der Dow-Spitze um zehn Prozent nach oben. Stützend wirkte sich bei dem Unternehmen auch Fantasie für einen Börsengang des KI-Plattformanbieters Anthropic aus, hiess es. Salesforce hat stetig in diesen investiert und nun wird der Beteiligungswert auf fünf Milliarden Dollar geschätzt.
Aus dem Kreise der «Magnificent 7» notierten viele Werte im Minus. Nvidia machten aber mit 6,3 Prozent Plus einen Schritt in Richtung Rekordhoch nach der Nachricht, dass der Chipriese neben seinen bekannten Grafikprozessoren künftig auch im Bereich der PC-Prozessoren angreifen will. Dort führende Konkurrenten wie Intel und AMD gerieten unter Druck.
Abseits der Tech-Branche gab es einen Kurssprung um 16 Prozent bei dem Kasino- und Hotelbetreiber MGM Resorts , für den das Unternehmen People Inc ein Übernahmeangebot von 48,30 Dollar abgab. Anleger preisten noch Luft nach oben ein, denn der Schlusskurs übertraf dieses mit mehr als 50 Dollar. Der Kurs des Konkurrenten Las Vegas Sands zog um mehr als fünf Prozent an.
(cash/AWP/Reuters)

