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17:35

Der SMI gewinnt am Dienstag 0,04 Prozent auf 11’534.18 Punkte. Sorgen bereiteten den Anlegern die wirtschaftlichen Belastungen des Ukraine-Kriegs und die maue Konjunktur in China wegen der dortigen Corona-Lockdowns im Frühjahr.

Die Aktien des Nahrungsmittelriesen Nestle büssten 0,92 Prozent ein, nachdem der US-Einzelhändler Target binnen weniger Wochen die zweite Gewinnwarnung ausgesprochen hatte. Weil die hohe Inflation die Konsumlaune dämpft, kürzte der Target seine Margenziele. Auch Swisscom und der Bauchemiekonzern Sika mussten Federn lassen.

Finanzwerte waren dagegen gesucht. Der Rückversicherer Swiss Re gewann 1,86 Prozent an Wert. Die Grossbanken UBS (+0,66 Prozent) und Credit Suisse (+1,7 Prozent) rückten vor. Stützend wirkten Spekulationen auf baldige und rasche Zinserhöhungen, nachdem die australische Notenbank den Schlüsselsatz so stark angehoben hatte wie seit 22 Jahren nicht mehr.

Bei den Nebenwerten kletterten Newron 6,9 Prozent. Die Biotechfirma legte vielversprechende Zwischenergebnisse für den Wirkstoff Evenamide zur Behandlung von Patienten mit therapieresistenter Schizophrenie vor. 

Prozentual unter die Räder kamen dagegen Santhera (-9,7 Prozent auf 1,044 Fr.), nachdem das Biotechunternehmen Santhera erneut die Publikation des Geschäftsberichts 2021 verschoben hatte. Auch Zur Rose (-4,2 Prozent) und Interroll (-3,5 Prozent) wurden von Kurszielreduktionen belastet.

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17:25

Der Euro hat am Dienstag frühe Verluste abgeschüttelt und ist über 1,07 US-Dollar gestiegen. Die Gemeinschaftswährung war im Handelsverlauf bis auf 1,0652 Dollar gefallen, notiert derzeit aber bei 1,0707 Dollar.

Nachdem der Euro zum Franken am Vormittag die 1,04-Marke überstiegen hatte und im Mittagsgeschäft bis auf 1,0440 Franken geklettert war, sank die Gemeinschaftswährung am Nachmittag wieder auf knapp 1,04 Franken. Derzeit kostet der Euro dennoch wieder 1,0412 Franken. Auch der Dollar verlor zum Franken nach leichten Gewinnen am Vormittag wieder etwas an Wert und wird aktuell bei 0,9725 Franken in etwa auf dem Niveau vom Morgen gehandelt.

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16:55

Der Leitindex Dow Jones Industrial legte im frühen Geschäft um 0,10 Prozent auf 32'946,44 Punkte zu. Für den marktbreiten S&P 500 ging es um 0,24 Prozent auf 4131,44 Punkte aufwärts. Der technologielastige Nasdaq 100 gewann 0,44 Prozent auf 12'655,50 Zähler.

Die Anleger sind allerdings nach wie vor sehr nervös und die Stimmung schwankt zwischen Optimismus und Pessimismus. Von einer klaren Richtung lässt sich daher nicht sprechen. Immer wieder flammen Sorgen auf, dass die Politik der Notenbanken zur Eindämmung der hohen Inflation über das Ziel hinausschiessen und den wirtschaftlichen Aufschwung ausbremsen oder gar wieder zunichte machen könnte, hiess es.

Unsicherheit herrscht besonders angesichts der Frage, wie stark und wie schnell sich die Notenbanken gegen die hohe Inflation stemmen. Die Europäische Zentralbank dürfte am Donnerstag das Ende ihrer Wertpapierkäufe beschliessen und eine erste Zinsanhebung signalisieren. Mitte Juni steht die nächste Zinsentscheidung der US-Notenbank (Fed) an. In Australien hatte an diesem Dienstag die dortige Notenbank überrascht und die Leitzinsen stärker als erwartet angehoben.

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16:50

Die Aussicht auf eine baldige Übernahme durch die Franchise Group gibt Kohl's Auftrieb. Die Aktien der Kaufhauskette steigen an der Wall Street um knapp elf Prozent auf 46,05 Dollar. Die beiden Unternehmen verhandeln den Angaben zufolge exklusiv über einen Zusammenschluss. Die Aktionäre von Kohl's sollten die Offerte von 60 Dollar je Aktie annehmen, rät Analyst David Swartz vom Research-Haus Morningstar. Da er mit fallenden Margen bei der Kaufhauskette rechne, sei es riskant, auf ein höheres Angebot zu warten.

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16:05

Der Leitindizes Dow Jones, Nasdaq und S&P 500 fielen zur Eröffnung am Dienstag um jeweils mehr als ein halbes Prozent.

Auslöser der Verkäufe war die zweite Gewinnwarnung von Target binnen weniger Wochen. Weil die hohe Inflation die Konsumlaune dämpft, kürzte der Einzelhändler seine Margenziele. Da sich das Branchenumfeld in den vergangenen Wochen noch einmal verschlechtert habe, intensiviere Target die Bemühungen, die Lager mit Rabattaktionen zu leeren, kommentierte Analyst Michael Baker vom Research-Haus D.A. Davidson. Das drücke zwar kurzfristig auf die Margen, bilde aber die Basis für eine Erholung des Geschäfts in der zweiten Jahreshälfte. Er halte daher an seiner Kaufempfehlung fest, senke aber das Kursziel auf 171 von 205 Dollar.

Target-Aktien brachen dennoch um knapp acht Prozent auf 147,25 Dollar ein. In ihrem Sog verloren Konkurrenten wie Walmart, Costco, Dollar Tree oder Dollar General bis zu 2,4 Prozent.

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16:00

Drohende Geschäftseinbussen durch die Konkurrenz von Apple veranlasst Anleger zum Rückzug aus Anbietern von Ratenzahlungsangeboten. Die Aktien von Affirm, Block oder PayPal fallen an der Wall Street um bis zu sieben Prozent. Apple bietet seinen Kunden an, Geldsummen in bis zu vier Einzelzahlungen aufzuteilen - ohne Zinsen und Gebühren.

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15:35

Der Dow Jones startet mit einem Minus von 0,8 Prozent. Auch der Nasdaq (-1,1 Prozent) und der S&P 500 (-0,8 Prozent) geben nach. 

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15:00

Der Broker IG taxiert den Leitindex Dow Jones Industrial mit rund 0,7 Prozent im Minus bei 32'675 Punkten. Der technologiewertelastige Nasdaq 100 wird mit einem Abschlag von rund 1,2 Prozent erwartet.

Am Vortag hatte die Wall Street sich noch von ihrem Ende letzter Woche erlittenen Rückschlag etwas erholen können. Doch von den positiven Impulsen angesichts der Corona-Lockerungen in China scheint nur noch wenig übrig - stattdessen macht der vorabendliche Anstieg der Renditen an den US-Anleihemärkten den Börsianern Kopfzerbrechen. Marktteilnehmer werteten ihn zuletzt als Hinweis auf steigende Zins- und Inflationssorgen. Gepaart mit der überraschend starken Zinsanhebung in Australien trübt das die Stimmung.

Gleichzeitig steigt die Spannung vor den wichtigen Sitzungen der Europäischen Zentralbank (EZB) in dieser Woche, der dann in der kommenden Woche die Leitzinsentscheidung der US-Notenbank Fed folgt. Angesichts der sehr hohen Teuerung steht die Frage einer womöglich schnelleren Straffung der Geldpolitik im Raum.

Auf der Konjunkturagenda stehen am Dienstag eher Daten aus der zweiten Reihe, die dem Handel wenig Impulse geben dürften. Bei den Einzelwerten werden die Anleger wohl weiter ein Auge auf Twitter und den wackelnden Übernahmedeal mit Elon Musk haben, während die Apple -Aktie wegen zahlreicher Ankündigungen des iPhone-Herstellers auf der Entwicklerkonferenz WWDC im Fokus steht.

Enttäuscht reagierten die Anleger auf den binnen weniger Wochen erneut gesenkten Ausblick des Einzelhändlers Target, der mit den durch die Inflation und Lieferkettenstörungen steigenden Kosten zu kämpfen hat. Die Aktien gaben im vorbörslichen Handel deutlich nach. Das Unternehmen versucht nun, die Probleme mit mehr Preisnachlässen, weniger Bestellungen und einem Lagerabbau in den Griff zu bekommen. Target stellte deshalb jedoch noch weit weniger operative Marge für das zweite Quartal in Aussicht als Mitte Mai.

Auch ein wegen eines Produktrückrufs ebenfalls gesenkter Ausblick des Lebensmittelherstellers JM Smucker könnten den Anlegern womöglich wenig schmecken. Dagegen verteuerten sich vorbörslich die Aktien von Kohl?s Corp stark, denn die Aussichten auf eine Übernahme des US-Einzelhändlers durch den Konzern Franchise Group steigen. Der Verwaltungsrat hat exklusiven Verhandlungen zugestimmt.

Einen Blick wert sein dürften auch die Papiere von Novavax , hier stützten Hoffnungen auf eine Zulassung des Covid-19-Vakzins zuletzt die Aktie. Papiere des Ölkonzerns Exxon könnten wiederum von einer positiven Einstufung durch die Evercore-Analysten profitieren.

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14:20

Der US-Discounter Target hat die Anleger mit der zweiten Gewinnwarnung innerhalb weniger Wochen verschreckt. Die Aktien gerieten am Dienstag vorbörslich an der Wall Street stark unter Druck und verloren fast zehn Prozent. Die Titel von Konkurrent Walmart gingen mehr als vier Prozent in die Knie.

Auch in Europa reagierten die Investoren nervös und warfen Papiere europäischer Mitbewerber aus den Depots. Tesco, Hennes & Mauritz (H&M) oder Marks & Spencer fielen um bis zu 3,8 Prozent. Der Branchenindex büsste 2,5 Prozent ein.

Target nahm seine nur wenige Wochen zuvor veröffentliche vierteljährliche Margenprognose zurück und rechnet nun mit rund zwei Prozent statt 5,3 Prozent. Dem Konzern setzen die durch die Inflation eingeschränkten Verbraucherausgaben zu. Target wird deswegen grössere Rabatte anbieten und die Lagerhaltung von Sonderartikeln einschränken. Die überraschende Gewinnwarnung ist ein schwerer Schlag für das Unternehmen, das im Mai ebenso wie Walmart einen viel stärker als erwarteten Rückgang der Quartalsgewinne meldete und Schockwellen durch die Einzelhandelsbranche schickte. "Jetzt bekommen wir mehr Hinweise darauf, dass es ein anhaltender Druck ist, nicht nur eine einmalige Sache auf Quartalssicht", sagte Strategin Andrea Cicione von TS Lombard.

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13:35

Vor sechs Wochen hat Elon Musk, der reichste Mann der Welt, den Twitter-Aktionären rechtlich verbindlich 54,20 Dollar je Aktie angeboten. Seitdem sind Social Media-Aktien gefallen und der Preis sieht für den potenziellen Käufer gar nicht mehr so günstig aus.

Nun kommt Elon Musk gefühlt alle paar Wochen mit Gründen um die Ecke, warum er seine Zusage nicht einhalten muss. Zuerst meinte er, dass auf Twitter mehr Bots unterwegs seien als Twitter selbst zugibt. Das wäre nach Ansicht von Rechtsexperten aber kaum ein ausreichender Grund, von seinem Angebot zurückzutreten. Jetzt sind Musks Anwälte auf ein neues Argument gekommen: Twitter stelle nicht genügend Informationen zur Verfügung, um die Bot-Vermutung zu prüfen und verstosse damit gegen die Übernahmevereinbarung.

Bloomberg-Kolumnist Matt Levine, seines Zeichens nicht gerade erklärter Musk-Fan, findet das zwar immer noch nicht überzeugend, sieht es aber als grösseres rechtliches Risiko für Twitter, als Musks ersten Versuch und daher als Hebel für den Tesla-Chef, den Preis nachzuverhandeln. “Es wird alles noch viel dümmer kommen”, so Levine.

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12:10

Die Termingeschäfte deuten auf eine negative Eröffnung der US-Börsen hin.: 

Dow Jones Futures: -0,46 Prozent
S&P 500 Futures: -0,49 Prozent
Nasdaq Futures: -0,60 Prozent

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11:50

Der SMI gewinnt 0,1 Prozent auf 11'536 Punkte. Der SLI, in dem die 30 wichtigsten Aktien enthalten sind, steigt um 0,2 Prozent auf 1803 Punkte. Der breite SPI hingegen steht 0,03 Prozent im Minus bei 14'798 Zählern.

In den ersten zwei Handelsstunden hatte der SMI zumindest einen Teil der Gewinne nachvollzogen, die andere Börsenplätze am Pfingstmontag eingefahren hatten. Dass die Schweizer Börse mit angezogener Handbremse unterwegs ist, hat vor allem mit den Abgaben in Roche zu tun.

Finanzwerte sind nach dem Anstieg der Rendite zehnjähriger US-Anleihen gesucht. Ausgelöst wurde die jüngste Zinsrally am Freitag vom stärker als gedacht ausgefallenen US-Arbeitsmarktbericht. Mit der näherrückenden Zinsentscheidung der EZB am Donnerstag und den US-Inflationsdaten am Freitag steht das Thema Inflation- und Zinsen weiter im Fokus. In Australien hat die Notenbank die Zinsen erneut angehoben, diesmal in einem grossen Schritt um 50 Basispunkte.

Gestiegene Marktzinsen helfen den Finanzpapieren auf die Beine. Allen voran Credit Suisse rücken um 1,2 Prozent vor und erholen sich weiter von den Abgaben, die vor einer Woche Berichte über die Prüfung einer Kapitalstärkung bei der Grossbank ausgelöst hatten.

UBS gewinnen 1,0 Prozent und Julius Bär 1,6 Prozent. Die Vermögensverwaltungsbank hatte am Morgen gemeldet, mit der Expansion in Katar ihre Präsenz im Nahen Osten auszubauen. Bei den Versicherern stechen Zurich Insurance (+1,3 Prozent), Swiss Life (+1,4 Prozent) und Swiss Re (+1,5 Prozent) heraus.

Holcim gehen 1,2 Prozent höher um. Der Baustoffkonzern setzt seine Verkäufe von Zementgeschäft in Schwellenländern fort: Nun soll die Mehrheit an Lafarge Cement Zimbabwe veräussert werden, wie am Pfingstmontag bekannt wurde. Die Papiere des Mitbewerbers Sika geben hingegen um 0,9 Prozent nach.

Die Roche-Bons (-1,0 Prozent) müssen auch am Dienstag hinter Novartis (+0,1 Prozent) anstehen und belasten den Leitindex SMI massgeblich. Roche hat am vielbeachteten Onkologie-Fachkongress Asco keine kursbewegenden News vorgelegt, was dem Kurs nach einer Reihe von Forschungsrückschlägen gut getan hätte.

Auch die zuletzt gut gesuchten Medtechaktien Sonova (-0,5 Prozent) und Straumann (-1,3 Prozent) liegen am Dienstag im Angebot.

Swatch büssen deutliche 1,8 Prozent ein, nachdem die UBS ihr Kursziel für das Papier gesenkt hat. Die Hoffnungen auf gelockerte Covid-Einschränkungen in China, dem wichtigsten Absatzmarkt für Uhren und andere Luxusprodukte, treten in den Hintergrund. Auch für Richemont (+0,5 Prozent) hat die zuständige UBS-Analystin ihr Kursziel gesenkt, bleibt aber bei ihrer Kaufempfehlung.

Im breiten Markt geht es mit den Valoren von Ems-Chemie um 3,0 Prozent nach unten. Der Autozulieferer hatte am Morgen seine Jahresprognose bekräftigt - trotz des nach Angaben des Unternehmens widrigen Umfelds. Laut Analysten könnte die Nachricht als Gewinnwarnung interpretiert werden.

Newron steigen um 3,5 Prozent. Das Unternehmen hat mit seinem Medikament Evenamide vielversprechende Ergebnisse bei der Behandlung von Patienten mit therapieresistenter Schizophrenie (TRS) erzielt.

Aryzta verteuern sich um 1,4 Prozent - seit Publikation der Quartalszahlen Ende Mai bewegen sich die Papiere deutlich nach oben. Der explodierende Weizenpreis kann damit den Aktien des Backwarenkonzerns keinen Schaden anhaben. Marktbeobachter stellen vielmehr gute Käufe im Vorfeld des morgigen Investorentages fest.

Aevis ziehen um 6,6 Prozent an. Der Gesundheitsdienstleister hat sich an der digitalen Gesundheitsplattform Well beteiligt.

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11:00

An der Schweizer Börse schmelzen die frühen Handelsgewinne im Verlauf des Vormittags ab. Der SMI gewinnt 0,1 Prozent auf 11'539 Punkte. Der SLI, in dem die 30 wichtigsten Aktien enthalten sind, steigt um 0,2 Prozent auf 1803 und der breite SPI um 0,0 Prozent auf 14’801 Punkte.

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10:40

Die Aktien von Zur Rose verlieren 2,3 Prozent auf 104,50 Franken.

Barclays senkt zwar das Kursziel für Zur Rose auf 173 von 178 Franken. Die Einstufung lautet aber weiterhin "Overweight". Und das implizite Aufwärtspotenzial beträgt 70 Prozent.

Mit Blick auf die Einführung des E-Rezepts in Deutschland sei er nun etwas vorsichtiger eingestellt, schreibt Analyst Andrew Ross. Die verpflichtende Einführung in ganz Deutschland komme langsamer als angenommen und zudem nehme auch die Konsumentenstimmung ab. Auf mittlere Sicht bleibe Zur Rose aber trotzdem sehr gut positioniert und auch das stabile Geschäft im Heimmarkt Schweiz sei weiterhin konstant profitabel.

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09:40

Der SMI gewinnt 0,2 Prozent auf 11'547 Punkte. Der SLI, in dem die 30 wichtigsten Aktien enthalten sind, steigt um 0,3 Prozent auf 1804 und der breite SPI um 0,1 Prozent auf 14'813 Punkte.

Davor waren die US-Aktien am Pfingstmontag nach einer Reihe positiver Nachrichtenmeldungen über China, auch über die Lockerung einiger Covid-Einschränkungen, gestiegen. Doch an der Wall Street waren die Kursgewinne gegen Handelsende zusammengeschmolzen, nachdem der Anstieg der Rendite der zehnjährigen US-Anleihen die zuvor gute Laune der Anleger wieder etwas gedämpft hatte.

Ausgelöst wurde die jüngste Zinsrally am Freitag vom stärker als gedacht ausgefallenen US-Arbeitsmarktbericht. Mit der näherrückenden Zinsentscheidung der EZB am Donnerstag und den US-Inflationsdaten am Freitag steht das Thema Inflation- und Zinsen weiter im Fokus. In Australien hat die Notenbank die Zinsen erneut angehoben, diesmal in einem grossen Schritt um 50 Basispunkte.

Gestiegene Marktzinsen helfen den Finanzpapieren auf die Beine. Allen voran Credit Suisse rücken um 1,6 Prozent vor, und erholen sich weiter von den Abgaben, die vor einer Woche Berichte über die Prüfung einer Kapitalstärkung bei der Grossbank ausgelöst hatten.

UBS gewinnen 0,6 Prozent, Julius Bär 0,8 Prozent und bei den Versicherern stechen Zurich Insurance (+1,2 Prozent), Swiss Life (+1,2 Prozent) und Swiss Re (+1,3 Prozent) heraus.

Holcim gehen 0,9 Prozent höher um. Der Baustoffkonzern setzt seine Verkäufe von Zementgeschäft in Schwellenländern fort: Nun soll die Mehrheit an Lafarge Cement Zimbabwe veräussert werden, wie am Pfingstmontag bekannt wurde.

Im breiten Markt geht es mit den Valoren von Ems-Chemie um 2,2 Prozent nach unten. Der Autozulieferer hatte am Morgen seine Jahresprognose bekräftigt - trotz des nach Angaben des Unternehmens widrigen Umfelds. Laut Analysten könnte die Nachricht als Gewinnwarnung interpretiert werden.

Newron springen um 9,3 Prozent an. Das Unternehmen hat mit seinem Medikament Evenamide vielversprechende Ergebnisse bei der Behandlung von Patienten mit therapieresistenter Schizophrenie (TRS) erzielt.

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Neue Kursziele bei Schweizer Aktien:

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09:10

Der Swiss Market Index (SMI) steht 0,3 Prozent höher auf 11'559 Punkten.

Dabei waren die US-Aktien am Pfingstmontag nach einer Reihe positiver Nachrichtenmeldungen über China, auch über die Lockerung einiger Covid-Einschränkungen, gestiegen.

Doch an der Wall Street waren die Kursgewinne gegen Handelsende zusammengeschmolzen, nachdem der Anstieg der Rendite der zehnjährigen US-Anleihen die zuvor gute Laune der Anleger wieder etwas gedämpft hatte. Der wichtigste Termin der Woche folgt am Donnerstag mit der Zinsentscheidung der Europäischen Zentralbank (EZB). Im Juni wird aber noch nicht mit einem Drehen der Zinsschraube gerechnet.

Für den stabilen Leitindex sorgen Kursgewinne in den Aktien der Grossbanken Credit Suisse (+1,8 Prozent) und UBS (+1,1 Prozent). Gestiegene Marktzinsen helfen den Finanzpapieren auf die Beine.

Holcim gehen 0,9 Prozent höher um. Der Baustoffkonzern setzt seine Verkäufe von Zementgeschäft in Schwellenländern fort: Nun soll die Mehrheit an Lafarge Cement Zimbabwe veräussert werden, wie am Pfingstmontag bekannt wurde.

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08:10

Der Swiss Market Index (SMI) wird bei Julius Bär vorbörslich 0,01 Prozent höher geschätzt. Die grössten vorbörslichen Kursgewinne verzeichnen Holcim (+0,9 Prozent), Credit Suisse (+0,6 Prozent), UBS (+0,6 Prozent) und Richemont (+0,5 Prozent).

Der breite Markt verliert 0,03 Prozent. Dabei verzeichnen vorbörslich die Aktien von Ems Chemie (+0,9 Prozent) die grössten Kursgewinne. Der Spezialchemiekonzern ist trotz eines widrigen Umfelds auf Kurs. Das Unternehmen bestätigte am Dienstag seine Prognose für das laufende Geschäftsjahr 2022.

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07:55

Die Ölpreise sind am Dienstag im frühen Handel moderat gestiegen. Am Morgen kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent 120,15 US-Dollar. Das waren 64 Cent mehr als am Vortag. Der Preis für ein Fass der US-amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) stieg um 65 Cent auf 119,15 Dollar.

Marktteilnehmer erklärten die Preisaufschläge vor allem mit Lockerungen in der Corona-Politik Chinas. In den grossen Metropolen Peking und Schanghai werden die sehr strengen Gegenmassnahmen aufgrund rückläufiger Infektionen Zug um Zug gelockert. Dies sorgt nicht nur für Entspannung im Welthandel, der stark vom Export Chinas abhängig ist. Auch der Energieverbrauch der Volksrepublik dürfte steigen, was den Erdölpreisen zugute kommt.

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Der Euro hat am Dienstag weiter unter der Marke von 1,07 US-Dollar notiert. Am Morgen kostet die Gemeinschaftswährung 1,0672 Dollar und damit etwas weniger als am Vorabend.

Zum Schweizer Franken verteuerte sich der Dollar zum Start der verkürzten Handelswoche auf 0,9726. Damit kostet der "Greenback" rund einen Rappen mehr als vor den Pfingstfeiertagen. Der Euro geht aktuell zu 1,0379 Franken um und damit ebenfalls etwas höher als noch am Freitag.

Unter Druck stand am Morgen das britische Pfund. Ministerpräsident Boris Johnson hatte am Montagabend zwar ein Misstrauensvotum überstanden, gilt angesichts zahlreicher Gegner in der eigenen Partei aber als politisch beschädigt. Auslöser des Misstrauensvotums ist eine Affäre um illegale Feiern während der Corona-Lockdowns im Regierungssitz.

Nur kurzzeitigen Auftrieb erhielt am Morgen der australische Dollar. Die Notenbank des Landes erhöhte ihren Leitzins zum zweiten Mal in Folge und deutlich stärker als erwartet. Der Zinsschritt um 0,5 Prozentpunkte ist gerade für die australische Notenbank beachtlich, weil sie zu den Notenbanken mit einer meist vorsichtigen Linie gehört. Hintergrund des Schritts ist die hohe Inflation.

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07:30

Zwei Tage vor der mit Spannung erwarteten Ratssitzung der Europäischen Zentralbank (EZB) wird der Dax Berechnungen von Banken und Brokerhäusern zufolge am Dienstag niedriger starten. Am Pfingstmontag hatte er rund ein Prozent auf 14'653 Punkte zugelegt.

Wegen der anhaltend hohen Inflation rechnen Experten damit, dass die Notenbank am Donnerstag eine erste Zinserhöhung für Juli signalisieren wird. Dabei stünden die Währungshüter vor einer Gratwanderung, sagte Portfoliomanager Robert Davis vom Vermögensverwalter NN. Sie müssten die Teuerung bekämpfen, ohne dabei die Wirtschaft abzuwürgen. Daneben richten Börsianer ihre Aufmerksamkeit auf die Auftragseingänge der deutschen Industrie, die am Dienstagmorgen veröffentlicht werden. Analysten sagen für Mai ein Plus von 0,5 Prozent voraus, nachdem sie im Vormonat um 4,7 Prozent eingebrochen waren.

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06:15

Der Swiss Market Index (SMI) steht vorbörslich gemäss der IG Bank um 0,4 Prozent tiefer.

Die Volatilität am Schweizer Aktienmarkt ist durchschnittlich. Gemessen am Volatilitätsindex VSMI wird sich der SMI am (heutigen) Dienstag in einer Schwankungsbreite von 0,93 Prozent bewegen. Dies entspricht +/- 107 Punkten gegenüber dem letzten Schlusskurs von 11'529,16 Punkten. Der VSMI ist am Freitag um 1,2 Prozent auf 17,69 Punkte gestiegen.

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05:40

Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index liegt 0,4 Prozent höher bei 28'029 Punkten. Der breiter gefasste Topix-Index steigt um 0,7 Prozent und liegt bei 1953 Punkten.

Die Börse in Shanghai liegt 0,4 Prozent im Minus. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzen verliert 0,2 Prozent.

Die Anleihemärkte schwankten, der japanische Yen erreichte einen 20-Jahre-Tiefststand. Die Investoren warten nervös auf die jüngsten Inflationszahlen aus den USA und die Ergebnisse der Zentralbank-Treffen in Australien und Europa. Auch die Lockerung der Covid-Beschränkungen in China trug wenig zu einer besseren Stimmung der Anleger bei.

"Selbst die tiefe Erleichterung in China wegen geringerer regulatorischer Risiken und die Lockerung von COVID-Beschränkungen wird durch die Risiken eines Liquiditätsabzugs und eines Schocks bei der Neubewertung von Risiken gelähmt werden", sagte Vishnu Varathan, Wirtschaftswissenschaftler bei der japanischen Bank Mizuho.

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05:35

Im asiatischen Devisenhandel gewann der Dollar 0,6 Prozent auf 132,63 Yen und legte 0,2 Prozent auf 6,6671 Yuan zu. Zur Schweizer Währung notierte er 0,1 Prozent höher bei 0,9718 Franken. Parallel dazu fiel der Euro um 0,2 Prozent auf 1,0676 Dollar und gab 0,1 Prozent auf 1,0376 Franken nach. Das Pfund Sterling verlor 0,2 Prozent auf 1,2501 Dollar

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00:00

Die US-Börsen haben nach ihrem Ende letzter Woche erlittenen Rückschlag wieder etwas zugelegt. Positive Impulse kamen am Montag aus China: Die gelockerten Covid-19-Beschränkungen in den Metropolen Shanghai und Peking schürten Hoffnungen auf eine baldige Erholung der Weltwirtschaft. Gleichwohl nährten diese Erwartungen auch wieder die jüngsten Inflations- sowie Zinserhöhungssorgen, so dass die anfänglich noch deutlichen Aufschläge im Handelsverlauf merklich zusammenschmolzen.

Der Leitindex Dow Jones Industrial hatte anfängliche Gewinne von rund 1 Prozent zwischenzeitlich komplett eingebüsst und schloss 0,1 Prozent höher bei 32'915,78 Punkten. Für den marktbreiten S&P 500 ging es um 0,3 Prozent auf 4121,43 Punkte nach oben. Der technologielastige Nasdaq 100 stieg um 0,4 Prozent auf 12'599,63 Zähler.

Derweil befindet sich die Übernahme von Twitter weiter in der Schwebe. Elon Musk warf dem Konzern nun einen Bruch der Bedingungen für die milliardenschwere Übernahme des Kurznachrichtendienstes vor.

In einem offenen Brief von Musks Anwälten hiess es, Twitter weigere sich, von dem Tesla-Gründer eingeforderte Daten zu Spam- und Fake-Nutzerkonten auf der Plattform herauszurücken. Twitter sei laut den Bedingungen des Übernahmedeals aber dazu verpflichtet, Daten und Informationen zu liefern, die Musk mit Bezug zur Transaktion einfordere. Anders als von Twitter dargestellt gelte diese Auskunftspflicht nicht nur für ganz beschränkte Zwecke. Musk behält sich den Angaben zufolge auch das Recht vor, das Übernahmevorhaben wieder abzublasen. Die Anleger zweifeln indes schon seit längerem daran, dass der Deal noch zustande kommt. Die Twitter-Aktien gaben am Ende um anderthalb Prozent nach.

Die in den USA gehandelten Aktien des chinesischen Fahrdienstvermittlers Didi schnellten nach einem Pressebericht über möglicherweise fallende Geschäftsbeschränkungen in China um fast ein Viertel nach oben. Wie das "Wall Street Journal" meldete, könnten chinesische Aufseher die Überprüfung von Didi abschliessen und das Verbot für die Aufnahme neuer Nutzer beenden. Das Verbot gilt seit dem Beginn der Untersuchungen rund um Datensicherheit und nationale Sicherheit im vergangenen Juli und führte zu einem massiven Verfall der Papiere.

Auch insgesamt profitierten in New York gelistete Aktien chinesischer Tech-Unternehmen von der Hoffnung auf eine weniger strenge Regulierung im Heimatland. So setzten sich Pinduoduo mit Gewinnen von 5,6 beziehungsweise 6,5 Prozent an die Nasdaq-100-Spitze. Die Anleger der Handelsplattform Alibaba freuten sich über ein Plus von gut 6 Prozent.

Die Anteilscheine von Amazon legten um rund zwei Prozent zu. Bei den Papieren des Online-Handelskonzerns war der beschlossene Aktiensplit im Verhältnis 20:1 in Kraft getreten. Das bedeutet, dass aus einer Aktie nun zwanzig wurden und dadurch der Kurs optisch tiefer aussieht.

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(cash/Reuters/AWP/Bloomberg)