+++Börsen-Ticker+++ - Schweizer Anleger bleiben vor dem Wochenende in Deckung – Sika trotz dem Trend

Die Schweizer Börse hat zum Wochenausklang nachgegeben.
21.02.2020 18:02
Der Bauchemiekonzern Sika gewinnt 4,7 Prozent und bleibt auf Rekordkurs.
Der Bauchemiekonzern Sika gewinnt 4,7 Prozent und bleibt auf Rekordkurs.
Bild: ZVG

18:05

Der Leitindex SMI ermässigte sich um 0,39 Prozent auf 11'110,78 Punkte. Auch wenn überraschend gute Konjunkturzahlen aus Deutschland und der Euro-Zone die Angst vor den Folgen der Coronavirus-Epidemie etwas dämpften, blieben die Anleger vor dem Wochenende vorsichtig. In der Bilanz der Handelswoche steht ein leichtes Minus nach einem vorübergehenden Anstieg auf ein Rekordhoch von 11'270 Zähler.

Die Standardwerte lagen überwiegend im Minus. Dass die Einbussen nicht stärker ausfielen, war zu einem guten Teil dem Lebensmittelkonzern Nestlé und dem Arzneimittelhersteller Roche geschuldet: Die beiden Indexschwergewichte hielten sich mit jeweils 0,2 Prozent Kursabschlag merklich besser als der Markt. Credit Suisse hat die Anlageempfehlung für Nestlé auf "Neutral" von "Underperform" angehoben. An die Spitze der Bluechips setze sich Sika mit einem Kurssprung von 4,7 Prozent. Der Bauchemiekonzern blieb auch 2019 auf Rekordkurs und stellte weitere Umsatz- und Gewinnzuwächse in Aussicht.

Erneut unter die Räder kam Swiss Re. Die Anteile sanken nach dem Kurssturz vom Vortag um weitere 2,9 Prozent auf den tiefsten Stand seit mehr als drei Monaten. Analysten äusserten sich skeptisch zum US-Haftpflichtgeschäft des Rückversicherers und zur Aufstockung von Schadenreserven. JP Morgan senkte das Kursziel.

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16:15

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte verlor 0,8 Prozent auf 28'962 Punkte. Der breiter gefasste S&P 500 und der Index der Technologiebörse Nasdaq gaben je rund ein Prozent ab auf 3341 und 9623 Zähler.

Die Ausbreitung des Coronavirus schürt zunehmend Sorgen vor einer nachhaltigen Belastung der Wirtschaftsentwicklung vor allem in Asien. "Der Wirtschaft hier in den Vereinigten Staaten geht es gut, aber die Menschen machen sich Sorgen über die Gewinnsaison des nächsten Quartals und darüber, welche Auswirkungen das Coronavirus haben wird", sagte Stratege Robert Pavlik vom Vermögensverwalter SlateStone Wealth in New York. Auch schwächer als erwartet ausgefallene Stimmungsindikatoren für das verarbeitende Gewerbe und den Dienstleistungssektor in den USA im Februar trübten die Stimmung.

Die Ölpreise gingen ebenfalls auf Talfahrt. Im Zuge dessen zählten Aktien der Ölkonzerne Exxon Mobil und Chevron mit einem Minus von bis zu 1,2 Prozent zu den grössten Verlierern. Auch durch die Unterbrechung von Lieferketten in Asien stark betroffene Technologiewerte gerieten unter die Räder. Microsoft Aktien gaben 1,5 Prozent ab.

In der Hoffnung auf einen raschen Zusammenschluss mit T-Mobile stiegen Anleger bei Sprint ein. Die Aktien des US-Mobilfunkers kletterten mehr als sechs Prozent. Mit dem überarbeiteten Fusionsvertrag schwinde das Risiko von Verzögerungen, sagten Börsianer.

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14:55

Die Wall Street dürfte zum Wochenschluss zunächst etwas weiter nachgeben. Der Broker IG taxierte den US-Leitindex Dow Jones Industrial knapp eine Stunde vor Handelsbeginn am Freitag 0,44 Prozent tiefer auf 29'090 Punkten.

Im Blick bleibt die jüngste Entwicklung in puncto Coronavirus. Dabei richtet sich die Aufmerksamkeit inzwischen nicht nur nach China, sondern auch nach Südkorea: Einen Monat nach dem erstmaligen Nachweis eines Falls der neuen Lungenkrankheit Covid-19 in dem Land stieg die Zahl der dort Infizierten den zweiten Tag in Folge sprunghaft. Es ist der bisher grösste bekannte Ausbruch ausserhalb Chinas.

Südkoreas Präsident spricht von ernster Situation

Unter den Einzelwerten richtet sich der Fokus auf die Mobilfunkbranche. Die lang erwartete Fusion der Telekom-Tochter T-Mobile US mit dem kleineren Wettbewerber Sprint nähert sich offensichtlich mit grossen Schritten der Zielgeraden. So sieht ein neues Abkommen vor, dass der Bonner Telekom-Konzern 43 Prozent anstelle der zuvor vereinbarten 42 Prozent am verschmolzenen Unternehmen erhält. Dafür wird der japanische Sprint-Mehrheitseigner Softbank nun nur noch 24 statt 27 Prozent erhalten, während 33 Prozent an freie Aktionäre gehen.

Die Sprint-Aktionäre hatten bis Mitte Februar lange unter der Unsicherheit mit Blick auf den Zusammenschluss gelitten und reagierten nun erleichtert auf die Nachrichten: Die Papiere zogen im vorbörslichen US-Handel um gut 6 Prozent an. Für die Anteilsscheine von T-Mobile US ging es vorbörslich um 0,6 Prozent nach unten.

Die Aktien des Filehosting-Dienstes Dropbox schnellten nach der Vorlage von Quartalszahlen vorbörslich um knapp 13 Prozent in die Höhe. Der Nettoverlust war geringer als erwartet ausgefallen. Auch insgesamt habe das Unternehmen besser als befürchtet abgeschnitten, schrieb Analystin Heather Bellini von der Investmentbank Goldman Sachs.

Das Agrartechnikunternehmen Deere & Co überraschte mit seinen Geschäftszahlen ebenfalls positiv. Der Sektor zeige erste Anzeichen einer Stabilisierung, teilte Deere mit. Die Anteilsscheine stiegen im vorbörslichen Geschäft um gut 6 Prozent.

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14:50

Der Goldpreis pro Unze liegt bei 1645,05 Dollar (+1,6 Prozent).

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13:30

Die Ölpreise haben am Freitag ihre Verluste aus dem frühen Handel ausgeweitet. Marktbeobachter verwiesen darauf, dass sich die Sorgen wegen der von China ausgehenden Virus-Krise wieder verstärkt hätten. Gegen Mittag kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent 58,11 US-Dollar (-1,7 Prozent). Der Preis für amerikanisches Rohöl der Sorte WTI fiel um 1,9 Prozent 52,87 Dollar.

Das chinesische Coronavirus, das die Finanzmärkte seit Wochen in Atem hält, sorgt für neue Belastung. Aufgrund steigender Infektionen in grossen asiatischen Ländern wie Südkorea herrscht die Befürchtung, dass das Virus sich in der asiatischen Region ausbreiten könnte. Dies würde die ohnehin fragile Rohölnachfrage zusätzlich belasten. So blieben bereits in China zahlreiche Fabriken im Zuge der Viruskrise vorübergehend geschlossen.

"Die Erholung der Ölpreise ist vorerst beendet", kommentierte Rohstoffexperte Carsten Fritsch von der Commerzbank das Marktgeschehen. Die Erleichterung über die Eindämmung sei nur von kurzer Dauer gewesen. Darüber hinaus sei eine Vorverlegung der Sitzung der Opec+ endgültig vom Tisch, sagte Fritsch. In der Opec+ sind die Mitglieder des Ölkartells und verbündete Förderstaaten wie Russland zusammengefasst.

Zuletzt hatten sich russischen Ölproduzenten gegen ein schnelles Treffen der Opec+ ausgesprochen. Experte Fritsch wies aber darauf hin, dass das nächste planmässige Treffen ohnehin in zwei Wochen stattfindet.

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13:20

Derweil ist der Franken zum Euro wie auch zum US-Dollar heute Freitag leicht gestiegen. So bewegt sich der Euro am frühen Nachmittag mit 1,0609 Franken weiter in einem Bereich, auf den er letztmals im Sommer 2015 gesunken war. Der Dollar notiert mit 0,9819 ebenfalls etwas tiefer zum Franken.

Zeitweise haben dem Euro noch die überraschend robusten Konjunkturdaten aus dem Währungsraum klaren Aufwind gegeben. Der vom Markit-Institut erhobene Einkaufsmanagerindex legte trotz grosser Ungewissheit über die konkreten wirtschaftlichen Folgen der Coronavirus-Krise zu. Besonders positiv überraschte die Industriestimmung in Deutschland. Markit relativierte die Ergebnisse jedoch mit Verweis auf die stützende Binnennachfrage und Schwierigkeiten im Aussenhandel.

Am Nachmittag stehen in den USA ebenfalls die Markit-Einkaufsmanagerindizes an, die jedoch wesentlich geringere Marktrelevanz aufweisen als der vom ISM-Institut erhobene Indikator. Zudem werden Daten vom Immobilienmarkt erwartet.

Die Verbreitung des Virus auf andere asiatische Länder macht sich unterdessen am Devisenmarkt bemerkbar. Am Freitag stehen die Währungen zahlreicher Länder aus der Region unter Druck, darunter der koreanische Won oder der thailändische Baht. Vor allem in Südkorea sind die Infektionen zuletzt deutlich gestiegen.

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13:05

Die US-Börsen werden voraussichtlich tiefereröffnen. Darauf deuten die Terminkontrakte des Dow Jones, des S&P 500 und des Nasdaq hin. Sie sinken 0,32, 0,33 und 0,44 Prozent. Die Aktien von Deere & Co steigen wegen guten Quartalsergebnissen 1,3 Prozent, die Aktien von ConocoPhilipps fallen 1,2 Prozent.

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11:45

Nachrichten über steigende Infektionszahlen ausserhalb Chinas haben die Sorgen um die negativen Fpolgen für die Weltwirtschaft zum Wochenschluss weiter geschürt. Der SMI notiert denn auch nach einem schwächeren Start weiterhin im Minus, auch wenn er dieses zuletzt etwas eingedämmt hat.

Unternehmensstimmung hellt sich in der Eurozone auf

Der SMI verliert  0,05 Prozent auf 11'149 Punkte. Der SLI, in dem die 30 wichtigsten Werte enthalten sind, sinkt um 0,1 Prozent auf 1'705 und der umfassende SPI um 0,05 Prozent auf 13'446 Zähler. 

Unter den wenigen Gewinnern sind vor allem Sika zu erwähnen. Nachdem die Aktien im frühen Handel mit Abgaben von mehr als 2 Prozent noch der grösste Verlierer waren, sind sie mittlerweile mit +1,7 Prozent der grösste Gewinner unter den Blue Chips. Die Bauchemieherstellerin hat 2019 wie angekündigt das beste Resultat der Unternehmensgeschichte erzielt. Die frühen Verluste erklären Händler mit Gewinnmitnahmen nach dem zuletzt guten Lauf. Die Zahlen selbst liegen im Rahmen der durchschnittlichen Erwartungen, heisst es von Analysten.

Auf den Einkaufslisten stehen zudem noch Vertreter der Gesundheitsbranche. Sowohl Vifor (+1,0 Prozent) als auch Alcon (+0,9 Prozent) und Sonova (+0,5 Prozent) können gegen den Trend leicht zulegen. Der Augenspezialist Alcon wird in einer Woche seine Jahreszahlen vorlegen.

Als tendenzielle Stützen für den Markt erweisen sich auch Nestlé, die um 0,3 Prozent steigen. Am Morgen hatte die CS die Titel auf "Neutral" hochgestuft. Nach anfänglicher Skepsis bezüglich des neuen CEO Mark Schneider sei nun dessen Strategie klarer geworden und er begrüsse den Fokus auf Produkte-Kategorien mit überdurchschnittlichen Wachstumsmöglichkeiten, so der zuständige Analyst.

Derweil wird die Verliererliste erneut von den Aktien der Swiss Re (-1,5 Prozent) mitgeprägt. Die Titel knüpfen damit an den Kursrutsch vom Donnerstag an, als die schwächer als erwartet ausgefallenen Zahlen die Titel um mehr als 8 Prozent in die Knie gezwungen hatten.

Auch für Swatch (-1,3 Prozent) und Richemont (-0,7 Prozent) geht es angesichts der Nachrichten zum Coronavirus einmal mehr gen Süden. Zudem haben die Experten von Goldman Sachs die Kursziele für beide Titel im Rahmen einer Branchenstudie gesenkt. Für das laufende Jahr gehen sie bestenfalls noch von einem verhaltenen Wachstum aus. Schlimmstenfalls dürfte die Branche schrumpfen.

Zum ausführlichen Bericht geht es hier.

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10:45

In China sind die Autoverkäufe in der ersten Hälfte des Februars um 92 Prozent eingebrochen. Die Autozulieferer an der Schweizer Börse sind unter Druck: Die Aktien von Autoneum verlieren 1,2 Prozent. Die Aktien von Feintool stehen 0,7 Prozent im Minus. 

Auch die Aktien wichtiger Autohersteller verlieren am Freitag. So fallen Volkswagen (-1,3 Prozent), Fiat (-0,6 Prozent) oder BMW (-0,5 Prozent) deutlich.

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10:25

Erholungssignale aus der deutschen Industrie haben am Freitag die Stimmung am Aktienmarkt gestützt. Der Dax dämmte nach überraschend positiven Einkaufsmanager-Indizes aus der Eurozone seine anfänglichen Verluste etwas ein. Die weitere Ausbreitung des Coronavirus auch ausserhalb Chinas mahnt derweil weiter zur Vorsicht.

Zuletzt fiel der deutsche Leitindex um 0,2 Prozent auf 13'636 Punkte, womit sich auf Wochensicht ein Minus von 0,9 Prozent abzeichnete. Für den MDax ging es um 0,4 Prozent auf 29'065 Punkte nach unten. Der EuroStoxx 50 als Leitbarometer der Eurozone verlor 0,3 Prozent.

"Die Stimmung im deutschen Verarbeitenden Gewerbe hat sich unerwartet aufgehellt", kommentierten die Ökonomen der Helaba. Das Erholungsszenario des Sektors scheine damit intakt zu sein, wenngleich sich die Corona-Epidemie in den kommenden Wochen und Monaten noch bemerkbar machen könnte.

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09:05

Zum Wochenschluss knüpft der Schweizer Aktienmarkt an die Verluste vom Vortag an und startet leichter in den Handelstag. Dabei liefern die Börsen aus Übersee tiefere Vorgaben. Die Wall Street hatte sich am Vortag mit Verlusten aus dem Handel verabschiedet. In Asien dominieren ebenfalls die Kursverluste.

Daran änderten auch Nachrichten über die Wiederaufnahme der Geschäftstätigkeiten in China nicht viel. Sie verlaufe schneller als gedacht, teilte das chinesische Handelsministerium am Freitag mit. Dies bildet ein positives Gegengewicht zu den Berichten über steigende Infektionszahlen ausserhalb Chinas. Sie schüren die Sorgen um die wirtschaftlichen Folgen des Virus, ist wiederholt von Händlerseite zu hören. Im Tagesverlauf stehen zahlreiche Einkaufsmanagerindizes auf dem Programm. Marktteilnehmer befürchten eine Eintrübung wegen des Coronavirus.

Der SMI verliert 0,4 Prozent auf 11'103 Punkte. Schon am Vortag war der Leitindex um knapp ein Prozent gefallen, nachdem er zur Wochenmitte um mehr als ein Prozent gestiegen war.

Besonders deutlich fallen Sika (-2,0 Prozent) und Swatch (-1,4 Prozent). Die Bauchemieherstellerin Sika hat 2019 wie angekündigt das beste Resultat der Unternehmensgeschichte erzielt. Zum Wachstum trugen alle Regionen, Investitionen in neue Fabriken und nicht zuletzt eine grosse Übernahme bei. Für die Experten der CS fallen die Zahlen im Rahmen der Erwartungen aus, wie es in einem Kommentar heisst. Nach den jüngsten Kursgewinnen seien Gewinnmitnahmen durchaus denkbar, heisst es von Händlerseite.

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Sika legt weiteres Rekordjahr hin - verfehlt aber Erwartungen knapp

 

Bei Swatch drücken einerseits die Nachrichten über die Ausbreitung des Virus in der Region Asien. Experten hatten zuletzt gewarnt, dass der Markt noch nicht ausreichend berücksichtige, dass die Nachfrage auch in anderen asiatischen Ländern durch das Virus beeinträchtigt werde. Andererseits gab es am Morgen einen negativen Kommentar von Goldman Sachs inklusive Kurszielsenkung.

Im breiten Markt fallen vor allem die Aktien der Cembra Money Bank mit überdurchschnittlichen Verlusten von 0,5 Prozent auf. Dabei hat die auf die Vergabe von Konsumkrediten spezialisierte Bank 2019 besser als von Analysten erwartet abgeschnitten. Auch die Cembra-Aktien hatten im Vorfeld der Zahlen einen guten Lauf, so dass es auch hier zu Gewinnmitnahmen kommen könnte.

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08:15

Die Ölpreise haben am Freitag ihre Erholung der vergangenen Tage vorerst gestoppt. Am Markt war von neuen Sorgen wegen der von China ausgehenden Virus-Krise die Rede. Am Morgen kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent 58,65 US-Dollar (-0,8 Prozent). Der Preis für amerikanisches Rohöl der Sorte WTI fiel um 1,0 Prozent auf 53,35 Dollar.

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08:05

Der Swiss Market Index notiert vorbörslich 0,1 Prozent tiefer. Alle 20-SMI-Aktien stehen tiefer.  Auch der breitere Markt verliert 0,1 Prozent.

Sika erfüllt mir den Geschäftszahlen 2019 die Erwartungen nicht. Die Aktien verlieren im vorbörslichen handel 1,8 Prozent. Am breiten Markt gibt Cembra Money Bank mit 1,4 Prozent nach. Die Zahlen enttäuschen.

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07:55

Zum Franken bewegt sich der Euro derweil bei Kursen von 1,0610 Franken weiterhin auf einem Niveau, das er letztmals im Sommer 2015 gesehen hatte. Der US-Dollar hält sich dagegen weiterhin stabil bei 0,9832 Franken.

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07:40

Der Goldpreis gewinnt am Freitagmorgen erneut 0,7 Prozent und liegt neu bei 1631 Dollar pro Unze.

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06:10

Von den Asien-Börsen sind am Freitag wegen der sich ausweitenden Coronavirus-Epidemie weiter Mittel abgezogen worden. Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index in Tokio lag im Verlauf 0,1 Prozent niedriger bei 23'457 Punkten.

Die Börse in Shanghai lag 0,46 Prozent im Minus. Der MSCI-Index für asiatische Aktien ausserhalb Japans verlor 0,58 Prozent.

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06:05

Im asiatischen Devisenhandel legte der Dollar zu auf 112,02 1,35 Yen. Zur Schweizer Währung notierte er kaum verändert bei 0,9835 Franken. Parallel dazu notierte auch der Euro kaum verändert bei 1,0789 Dollar.

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06:00

Die Wall Street hat am Donnerstag ihren jüngsten Schlingerkurs mit nun wieder erlittenen Verlusten fortgesetzt. Nach der Vortagserholung ging es für den Dow Jones Industrial um 0,44 Prozent auf 29'219,98 Zähler bergab. Das New Yorker Kursbarometer fiel zwischenzeitlich sogar unter die Marke von 29'000 Punkten, die er im Januar erstmals übersprungen hatte.

Auch für seine Indexkollegen, die am Vortag erneut Rekorde für sich verbuchen konnten, standen am Ende Verluste auf der Kurstafel. Der marktbreite S&P 500 verlor 0,38 Prozent auf 3373,23 Zähler. Der technologielastige Index Nasdaq 100 fiel nach seiner Vortagsrally besonders deutlich um 0,94 Prozent auf 9627,83 Punkte.

Im Blick blieb die jüngste Entwicklung in puncto Coronavirus. Zwar ging die Zahl der Neuinfektionen in China auf den tiefsten Stand seit Wochen zurück. Südkorea meldete nun aber einen deutlichen Anstieg der Fälle und in Japan sind zwei infizierte Passagiere des Kreuzfahrtschiffes "Diamond Princess" gestorben. Dies trieb den Anlegern wieder Sorgenfalten auf die Stirn.

Der Goldman-Sachs-Experte Peter Oppenheimer sieht mittlerweile die Gefahr einer kurzfristigen Korrektur steigen, wenn auch ein "Bärenmarkt" mit länger fallenden Kursen unwahrscheinlich bleibe. Als Folge der Virus-Epidemie verwies er in einer Studie auf eine vorübergehend nachlassende Gewinndynamik in den Unternehmen.

(cash/AWP/Reuters)