19:05

Nach einem verkürzten Handelstag schloss der Dow-Jones-Index der Standardwerte am Freitag 0,45 Prozent höher bei 34'347,03 Punkten. Der breiter gefasste S&P 500 war knapp behauptet bei 4026,12 Zählern. Der technologielastrige Nasdaq 100 war 0,7 Prozent tiefer bei 11'756,03 Punkten.

18:20

Der Schweizer Aktienmarkt ist am Freitag wenig verändert aus der Sitzung gegangen. Der SMI rückte letztlich um 0,09 Prozent auf 11'168,03 Punkte vor. Im Wochenvergleich ergab sich ein Plus von 1,1 Prozent. Der breite SPI gewann 0,03 Prozent auf 14'292,13 Punkte, wogegen der SLI der 30 wichtigsten Titel 0,19 Prozent auf 1712,97 Punkte einbüsste. Im SLI kamen auf 19 Verlierer 11 Gewinner.

Nach unten abgestützt wurde der Markt von den stabilen bis gesuchten Schwergewichten. Wie schon die gesamte Woche verlief der Handel auch am Berichtstag mangels impulsgebender Nachrichten weitgehend richtungslos. Der seit Ende September andauernde Aufwärtstrend blieb dennoch intakt, wenn auch in abgeschwächtem Tempo. Einen weiteren Einbruch erlebten derweil Credit Suisse.

Kaum Impulse kamen von der Wall Street, wo der Handel am so genannten "Black Friday" nur verkürzt stattfand. Mit Spannung werden deshalb die Berichte aus dem Detailhandel von kommender Woche erwartet, da dieser Konsumtag als Startschuss für das Weihnachtsshopping gilt und erste Hinweise liefert, wie dieses laufen könnte. Sorgen bereitete den Marktteilnehmern vor dem Wochenende die Corona-Situation in China, wo die Zahl der Neuinfektionen den höchsten Stand seit dem Ausbruch der Pandemie erreicht hat und deshalb weitgehende Einschränkungen in grossen Städten gelten.

— cash (@cashch) November 25, 2022

Verluste des Gesamtmarktes verhinderten Roche (+0,9%) und noch etwas ausgeprägter Novartis (+1,1%), welche gemeinsam die Tabellenspitze bildeten. Zu Roche hiess es im Handel, dass diese mit dem Sinkflug seit Anfang Monat und dem Dämpfer in der Alzheimerforschung nun genug korrigiert hätten, bzw. überverkauft gewesen seien. Die am Mittwoch eingeleitete Gegenbewegung sei deshalb erwartbar gewesen.

News gab es von Ypsomed (+2,2%). Die auf Injektions- und Infusionssysteme spezialisierte Firma hat ein System auf den Markt gebracht, das nun auch in Deutschland angewendet werden darf. Analysten sprachen von einem wichtigen Schritt in Sachen Konkurrenzfähigkeit.

Am stärksten nach unten ging es für CS (-6,6%), welche am Nachmittag bei 3,307 ein neues Allzeittief markierten. Sie setzten damit ihren seit Mittwoch anhaltenden Abwärtstrend fort, als die angeschlagene Grossbank einen neuen Milliardenverlust sowie hohe Abflüsse von Kundengeldern angekündigt hatte. Das Aktienresearch der Bank Vontobel hat sein Kursziel auf gerade noch 3,50 Franken von vorher 4,00 Franken gesenkt. Die Bank erwartet nun auch ein Minus im kommenden Jahr 2023 sowie ein nur knapp positives Resultat 2024.

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Dahinter verlor mit Partners Group (-2,3%) ein weiterer Finanzwert etwas deutlicher an Terrain, sowie mit AMS Osram (-1,4%) eine Technologie-Aktie.

UBS (-0,6%) hielten sich klar besser als CS, während Julius Bär (+0,3%) gar zu den Gewinnern gehörten. Für letztere hat die Royal Bank of Canada das Kursziel erhöht und die Kaufempfehlung bestätigt. Marktteilnehmer verweisen auf die mittlerweile "ansprechende" Dividendenrendite der Valoren.

SGS fielen nach einer Rückstufung durch Barclays um 1,6 Prozent zurück. Das Rating für den Warenprüfer wurde um zwei Stufen direkt auf "Underweight" gesenkt. Die Genfer hatten unlängst die Prognosen für 2022 gesenkt.

Swatch (-2,0%) und Richemont (-1,0%) wurden von sich wieder verstärkenden Corona-Sorgen in China zurückgebunden.

Im breiten Markt fielen Zur Rose mit einem markanten Abschlag um 8,2 Prozent auf. Die Versandapotheke hat am Vorabend die Schliessung eines Logistikstandorts in Deutschland sowie Einstellung der Marke Eurapon angekündigt.

Kardex (-3,6%) fielen nach Bekanntgabe des baldigen Abgangs des CEO ebenfalls klar zurück.

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17:45

Europas Börsen sind vor dem ersten Adventswochenende auf Richtungssuche gegangen. Investoren lauerten am Online-Verkaufstag Black Friday, der als Startschuss fürs Weihnachtsgeschäft im Einzelhandel gilt, auf Hinweise zur Konsumstimmung in Zeiten hoher Inflation. Der Dax schloss nahzu unverändert mit 14'541 Punkten, der EuroStoxx50 schloss ebenfalls unverändert.

Daten sowohl zum Wirtschaftswachstum als auch zur Konsumlaune in Deutschland lagen zwar über den Erwartungen: Das Bruttoinlandsprodukt stieg von Juli bis September um 0,4 Prozent zum Vorquartal, das GfK-Barometer für die Konsumstimmung im Dezember kletterte um 1,7 auf minus 40,2 Punkte. Jubelschreie löste das an den Börsen aber nicht aus. "Die Stimmungsaufhellung ist nicht der Rede wert, Verbraucher zeigen sich weiter gelähmt", sagte Alexander Krüger, Chefvolkswirt von Hauck Aufhäuser Lampe Privatbank.

An der Wall Street dürfte die Woche nach der Thanksgiving-Pause ebenfalls ruhig ausklingen. Börsianer rechnen an dem verkürzten Handelstag mit mageren Umsätzen, da viele Marktteilnehmer ein langes Wochenende nehmen.

Industriemetalle wie Kupfer verteuerten sich erneut. Der sinkende Dollarkurs machte es für Investoren aus anderen Währungsräumen günstiger, sich mit den in der US-Devise notierten Rohstoffen einzudecken.

Massive staatliche Geldspritzen der chinesischen Regierung für den heimischen Immobiliensektor zeigten an den Finanzmärkten zudem positive Wirkung. Aktien des gemessen am Umsatz grössten chinesischen Bauentwicklers Country Garden legten 9,5 Prozent zu nach einem Kurssprung von rund 20 Prozent am Donnerstag. Der Branchenindex Hang Seng Mainland Property stieg um 4,5 Prozent. Chinas grösste Geschäftsbanken wollen gemeinsam mindestens 162 Milliarden Dollar frische Kredite in den Immobiliensektor pumpen. Auch die Zentralbank kündigte erweitere Kreditlinien an. Die Behörden der Volksrepublik haben in den letzten Wochen ihre Hilfen verstärkt, nachdem viele Firmen ihren Schuldenverpflichtungen nicht nachgekommen waren und gezwungen waren, Bauprojekte einzustellen.

In London zählten die Aktien der Hausbauer Taylor Wimpey und Persimmon zu den grössten Verlierern. Branchenbeobachtern zufolge treiben die anziehenden Hypothekenkredite die Erstkäufer von Eigenheimen in den Mietmarkt.

In Frankfurt schwächten sich die Aktien von Shop Apotheke um 4,1 Prozent ab.

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17:20

Die Schweizer Börse hat sich am Freitag kaum von der Stelle bewegt. Investoren warteten an dem sogenannten Black Friday, der als Startschuss fürs Weihnachtsgeschäft im Einzelhandel gilt, auf Hinweise zur Konsumstimmung in Zeiten hoher Inflation. Der SMI notierte kurz vor Handelsschluss praktisch unverändert auf 11'156 Punkten. Im Wochenvergleich steuerte das Börsenbarometer damit auf ein Plus von rund einem Prozent zu.

Aufwärts ging es für Pharmatitel. Roche zogen ein Prozent an, Novartis 0,8 Prozent.

Dagegen sackten die Papiere der Online-Apotheke Zur Rose acht Prozent ab. Das Unternehmen zieht sich aus dem Vertrieb in Deutschland weiter zurück. So wird das Logistikzentrum in Bremen zum Jahresende geschlossen.

Credit Suisse markierten bei 3,307 Franken einen neuen Tiefststand. "Die Anleger hassen Unsicherheit", erklärte Plutos-Fondsmanager Stephan Sola: "Auch nach der Kapitalerhöhung weiss man nicht, wohin die Reise geht."

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Kardex verloren über drei Prozent an Wert, nachdem die Lagerlogistik-Firma den Rücktritt von CEO Jens Fankhänel angekündigt hatte. 

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16:45

Der Euro hat Freitag in einem insgesamt ruhigen Handel etwas nachgegeben. Die europäische Gemeinschaftswährung wurde am späten Nachmittag mit 1,0393 US-Dollar gehandelt. Am Mittag hatte sie noch knapp über 1,04 Dollar notiert.

Der Franken tendierte derweil am Nachmittag zu einer leichten Schwäche. So verteuerte sich der US-Dollar gegenüber dem Mittag auf 0,9479 von 0,9464 und der Euro auf 0,9852 von 0,9834.

16:30

Nach der Thanksgiving-Pause sind die US-Anleger mit angezogener Handbremse an die Aktienmärkte zurückgekehrt. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte stand am Freitag 0,4 Prozent höher bei 34'331 Punkten. Der breiter gefasste S&P 500 zog 0,1 Prozent an auf 4030 Zähler. Der technologielastrige Nasdaq 100 lag rund 0,4 Prozent tiefer bei 11.788 Punkten.

Im Fokus der Anleger standen die Verkaufszahlen der Einzelhändler in der Rabattschlacht zum Start der Weihnachtssaison. "Die Black-Friday-Deals sind jetzt in vollem Gange, und die Einzelhändler hoffen, dass sie einen Teil ihrer überschüssigen Lagerbestände loswerden können", sagte Russ Mould, Investmentexperte beim Vermögensverwalter AJ Bell. "Dies sollte zwar etwas Platz in ihren Lagern schaffen, aber es wird nicht unbedingt gut für ihre Gewinnmargen sein, da die Verbraucher unter erheblichem finanziellem Druck stehen und die einzige Möglichkeit, sie dazu zu bringen, ihre Ausgaben aufrechtzuerhalten, darin besteht, die Preise massiv zu senken." Target, Macy's und Best Buy haben vor noch mehr Rabatten im November und Dezember als in den beiden vorangegangenen Jahren gewarnt.

Zu den Verlierern gehörten die Aktien von Apple, die 2,2 Prozent abrutschten. Im chinesischen Zhengzhou haben mehr als 20.000 Mitarbeiter das Werk des Apple-Zulieferers Foxconn verlassen. Das taiwanesische Unternehmen hatte am Donnerstag "technische Fehler" bei der Bearbeitung von Neuanstellungen eingeräumt und sich entschuldigt, nachdem es am Mittwoch aus Frustration über einbehaltene Löhne und Prämien sowie wegen der weitreichenden Corona-Beschränkungen zu Ausschreitungen im Werk gekommen war.

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15:40

US-Staatsanleihen sind am Freitag mit moderaten Verlusten in einen verkürzten Handelstag gegangen. Der Terminkontrakt für zehnjährige Anleihen (T-Note-Future) fiel zum Auftakt um 0,25 Prozent auf 112,67 Punkte. Zehnjährige Treasuries rentierten mit 3,74 Prozent.

Aus den USA blieben die Impulse schwach. Grund ist, dass viele Marktteilnehmer den nach Thanksgiving liegenden Shoppingtag Black Friday für ein verlängertes Wochenende nutzen. Die Aktivität an den US-Märkten ist entsprechend gering. Entscheidende Konjunkturdaten werden nicht veröffentlicht. Am Anleihemarkt endet der Handel ebenfalls früher als gewöhnlich.

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15:35

Die US-Börsen sind am Freitag nach dem Thanksgiving-Feiertag ohne eine einheitliche Linie in den Handel gestartet. Der Dow Jones festigte sich um 0,17 Prozent auf 34'253 Zähler. Der marktbreite S&P-500-Index fiel 0,16 Prozent auf 4021 Punkte und der technologielastige Nasdaq 100 verzeichnete ein Minus von 0,58 Prozent auf 11'770 Punkte. Die Aktienmärkte in New York sind heute nur verkürzt bis 19 Uhr unserer Zeit geöffnet.

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14:45

Vorweihnachtliche Schnäppchen wittern Investoren wohl eher in den Läden als an der Börse, denn an diesem Freitag wird traditionell das Weihnachtsgeschäft mit besonders hohen Rabatten eingeläutet. In New York wird zu diesem Anlass nur verkürzt bis 19 Uhr europäischer Zeit gehandelt.

Bei US-Aktien sind grössere "Rabatte" nicht in Sicht: Nach der "Thanksgiving"-Pause dürften die New Yorker Indizes am Freitag ihr Niveau vom Mittwoch mehr oder weniger halten. Eine Stunde vor dem Auftakt wurde der Dow Jones Industrial vom Broker IG 0,1 Prozent höher auf 34'235 Zähler taxiert. Für den technologielastigen Nasdaq 100 zeichnet sich derweil ein leichtes Minus von 0,2 Prozent ab.

Im Wochenverlauf steuern beide New Yorker Indizes derzeit auf ein Kursplus von etwas mehr als 1,3 Prozent zu. Durch die bald 20-prozentigen Gewinne seit Mitte Oktober hatte sich der Dow zuletzt bis auf wenige Punkte seinem August-Hoch von 34 281 Zählern angenähert. Diese Marke gilt es nun zu überwinden, um weiteres Kurspotenzial freizulegen. Zwischenzeitlich lagen die Taxen für den US-Leitindex mit bis zu 34 288 Zählern schon einen Tick darüber.

 

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"Hilfreich sind die seit einigen Handelstagen wieder fallenden Renditen an den US-Anleihemärkten", sagte der Marktbeobachter Andreas Lipkow. Am Mittwoch hatte das spät veröffentlichte Sitzungsprotokoll der US-Notenbank Fed noch für Erleichterung gesorgt. Aus ihm ging hervor, dass sich die Mehrheit der Fed-Mitglieder für künftig behutsamere Zinsschritte ausspricht. Zu Wochenschluss rechnet Lipkow mit einer eher ruhigen Handelssitzung. Viele Anleger nutzen den verkürzten Handel für ein langes Wochenende.

In den Fokus rückt am Freitag der Einzelhandel: "Die ersten Zahlen zu den Black-Friday-Umsätzen haben das Potenzial, über die zukünftige Richtung an den Börsen zu entscheiden oder zumindest mitzuentscheiden", sagte am Morgen der Marktbeobachter Thomas Altmann von QC Partners. Denn angesichts steigender Lebenshaltungskosten werde es in diesem Jahr besonders spannend, wie viel Geld die US-Verbraucher noch für Weihnachtsgeschenke parat haben. Aktienseitig ging es vorbörslich bei Einzelhändlern wie Walmart oder dem grossen Online-Kontrahenten Amazon aber gemächlich zu.

Im Blick bleiben die Papiere des britischen Fussballclubs Manchester United, die in New York gelistet sind. Bei dem Club überschlagen sich derzeit die Ereignisse: Auf den Abgang von Superstar Ronaldo folgte zuletzt die Nachricht, dass die Eigentümerfamilie Glazer über einen Verkauf nachdenkt. Am Vortag hiess es dann in einem vagen Medienbericht, dass der Apple-Konzern Interesse zeigen könnte. Eine Rally um 44 Prozent in den vergangenen Tagen ging vorbörslich mit einem Plus von mehr als zehn Prozent weiter. Damit dürfte die Aktie dann mehr als die Hälfte an Wert gewonnen haben.

An anderer Stelle kommen auf Apple ausgerechnet im Weihnachtsgeschäft neue Probleme zu, hier verlieren die Titel vorbörslich 1,2 Prozent an Wert. Wie es in einem Kreise-Bericht der Nachrichtenagentur Reuters hiess, könnten die zuletzt angehäuften Unruhen unter den Mitarbeitern des iPhone-Fertigers Foxconn die ohnehin schon gehemmte Produktion zusätzlich beeinträchtigen. Im grössten iPhone-Werk der Welt kommt es derzeit wegen Chinas Corona-Massnahmen immer wieder zu Protesten. Die Herstellung werde um mindestens 30 Prozent statt wie bislang angenommen um bis zu 30 Prozent zurückgehen, heisst es nun in dem Bericht.

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14:05

Der SMI kommt nicht auf Touren. Zum Wochenausklang und angesichts eines verkürzten Handels in den USA notiert der Index am Nachmittag bei 11'176 Punkten leicht im Plus (+0,16 Prozent).

Auffälligste Einzelaktien sind Roche (+1,22 Prozent), sowie Partners Group (-1,59 Prozent) und Logitech (-1,20 Prozent), vor allem aber Credit Suisse (-2,25 Prozent). Der Aktienpreis lautet im Moment auf 3,47 Franken und liegt damit de facto auf dem tiefsten Stand seit jeher. Die Meinungen zur zweiten Schweizer Grossbank sind nach wie vor sehr kritisch, wie ein Kommentar von Vontobel mit Kurszielabstufung von 4 auf 3,50 Franken zeigt. Nicht nur die erneuten Milliardenverluste im vierten Quartal, die diese Woche in Aussicht gestellt worden sind, beschäftigen den Markt. Auch hohe Geldabflüsse bei den wichtigen asiatischen Kunden trüben das Bild der Grossbank weiter. 

Am Montag werden nach der jüngsten beschlossenen Kapitalserhöhung ex-Bezugsrechte gehandelt werden. Die neuen Aktien werden für 2,52 Franken ausgegeben. Der Bezugsrechtehandel läuft bis 6. Dezember, mit Einlösefrist bis 8. Dezember. 

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13:45

 

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12:45

Am europäischen Aktienmarkt war das Geschehen am Freitag verhalten, während die Titel auf ihre sechste Woche mit Gewinnen zusteuerten, die längste Gewinnsträhne seit einem Jahr. Der Stoxx Europe 600 Index lag gegen Mittag knapp im Plus, nachdem er den Vormittag meist im roten Bereich verbracht hatte. “Es gibt eine positive Saisonalität, mit ruhigen Handelssitzungen vor uns, während wir auf die US-Arbeitsmarktdaten am kommenden Freitag und die Inflation und die Fed-Sitzung später im Monat warten”, sagte Francisco Simon von Santander AM. “Bis dahin sollte der positive Ton erhalten bleiben”. In Deutschland fielen Fielmann nach Kommentaren bei Berenberg. Deutsche Bank stiegen nach einer Anhebung bei RBC.

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11:35

Der SMI notiert nur leicht im Plus. In einem impulslosen Handel würden vor dem Wochenende die jüngsten Avancen verdaut, sagten Marktbeobachter. Zuletzt hatte die Hoffnung auf ein langsameres Tempo bei den künftigen Zinserhöhungen in den USA die Börsen gestützt. Impulse im Tagesverlauf sind kaum auszumachen. Die Agenda hält lediglich Makrotermine aus der zweiten Reihe bereit.

An der Wall Street gab es am Donnerstag eine Feiertagspause für "Thanksgiving". Auch zum Wochenausklang findet dort am "Black Friday" nur ein verkürzter Handel statt. Die Aktienmärkte Asiens haben derweil am Freitag überwiegend nachgegeben. In China nähren die hohen Corona-Zahlen weiter Sorgen, dass umfangreiche Lockdowns abermals auf der Wirtschaft des Landes und damit auch auf der Weltkonjunktur lasten könnten.

Im Schwiezer fallen Credit Suisse um 1,6 Prozent zurück. Bei 3,48 Franken wurde im Vormittagshandel ein neues Allzeittief notiert. Bei der angeschlagenen Grossbank geht die wichtige Kapitalerhöhung demnächst in eine wichtige Phase. Zu Wochenschluss hat zudem die Bank Vontobel das Kursziel auf nunmehr gerade noch 3,50 Franken gesenkt.

Der Bericht zur Schweizer Mittagsbörse findet sich hier.

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11:25

Die Futures für den US-Aktienmarkt sind wenig bewegt. In den USA fand am Donnerstag wegen Thangsgiving kein Handel satt. Am Freitag ist der Handel verkürzt. 

Dow Jones Futures: +0,08 Prozent
S&P 500 Futures: +0,05 Prozent
Nasdaq Futures: -0,07 Prozent

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10:55

Massive staatliche Geldspritzen der chinesischen Regierung für den heimischen Immobiliensektor zeigen an den Finanzmärkten positive Wirkung. Aktien des gemessen an den Umsätzen grössten chinesischen Immobilienentwicklers Country Garden legten am Freitag 9,5 Prozent zu nach einem Kurssprung von rund 20 Prozent am Donnerstag. Die ebenfalls in Hongkong notierten Firmen China Vanke, CIFI Holdings und Greentown China gewannen zwischen 4,2 und 6,7 Prozent. Der Branchenindex Hang Seng Mainland Property stieg um 4,5 Prozent.

Chinas grösste Geschäftsbanken wollen gemeinsam mindestens 162 Milliarden Dollar frische Kredite in den Immobiliensektor pumpen. Die Behörden der Volksrepublik haben in den letzten Wochen ihre Hilfen verstärkt, nachdem viele Firmen ihren Schuldenverpflichtungen nicht nachgekommen waren und gezwungen waren, Bauprojekte einzustellen. Sorgen bereiten den Anlegern in diesem Zusammenhang vor allem die sich wegen der Null-Covid-Politik der Regierung eintrübenden Wirtschaftsaussichten und die steigenden Neuinfektionen.

Die finanzielle Unterstützung konzentriere sich auf die grossen und besser dastehenden Entwickler, da diese nach wie vor Mühe hätten, durch Verkäufe, Anleihen und Eigenkapitalfinanzierungen genug Barmittel einzusammeln, sagte Gary Ng, Ökonom bei der Natixis Corporate Investment Bank. "Aber ich mache mir ein bisschen Sorgen um die Kleineren, sie könnten aufgrund der Herausforderungen beim Hausverkauf oder bei der Finanzierung noch immer nicht in der Lage sein, ihre Schulden zurückzuzahlen." 

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10:25

Barclays senkt das Rating für SGS von "Overweight" auf "Underweight" und reduziert das Kursziel auf 2250 von 2550 Franken. Analyst Paul Sullivan sieht den Warenprüf- und Inspektionskonzern zwar gut positioniert, wertet die Bewertung der Aktien inzwischen aber als ausgereizt. Der Investorentag hat aus Sicht des Analysten bestätigt, dass SGS zwar sehr gut dasteht, wenn es darum geht, von Mega-Trends profitieren. Ein ausgewogenes Portfolio sollte es SGS erlauben zu wachsen und Marktanteile zu gewinnen, so Sullivan.

Gleichzeitig habe ihn der Margeneinbruch im zweiten Halbjahr angesichts angekündigten Wachstums und Kosteneinsparungen aber enttäuscht. Die Ziele für 2021 bis 2023 könnten damit hinfällig geworden sein und am Markt werde nun wohl erstmal abgewartet, so der Barclays-Experte. Den Bewertungsaufschlag der SGS-Aktien gegenüber der Konkurrenz hält er vor diesem Hintergrund nun nicht mehr gerechtfertigt.

Goldman Sachs senkt das Kursziel für SGS auf 2110 von 2165 Franken. Die Einstufung lautet weiterhin "Sell". Nach dem Geschäftsupdate, bei dem SGS auf den zunehmenden Margendruck verwiesen habe, hätten sie ihre Schätzungen für den Warenprüfkonzern gesenkt, schreiben die zuständigen Analysten.

Die Aktie von SGS notiert 2,16 Prozent tiefer.

Weitere neue Kursziele bei Schweizer Aktien: 

 

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10:00

Kupfer verteuert sich angesichts eines schwächeren US-Dollars erneut. Die Tonne des Industriemetalls kostet mit 8072 Dollar rund 0,4 Prozent mehr. Ein sinkender Dollarkurs macht es für Investoren aus anderen Währungsräumen günstiger, sich mit den in der US-Devise notierten Rohstoffen einzudecken. Die Sorgen um die chinesische Wirtschaft verhinderten allerdings grössere Kursanstiege, nachdem die Corona-Neuinfektionen dort weiter auf Rekordniveau zunehmen. 

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09:25

Der SMI notiert im frühen Handel mit 0,15 Prozent im Plus bei 11'175 Prozent leicht höher. Roche (+1,02 Prozent) führt den SMI an. Generell zeigen sich moderate Bewegungen, was auf einen bisher ereignisarmen Tag zurückgeht. Zudem fehlen Vorgaben aus den USA, da wegen Thanksgiving am Donnerstag nicht gehandelt wurde. Am heutigen Freitag, in der Konsumwelt der "Black Friday", ist der Handel zudem verkürzt. 

Nachrichten sind rar gesät, daher könnten auch andere Analystenvoten im Handel Gehör finden. So hat etwa die Bank Vontobel das Kursziel für Credit Suisse (+1,04 Prozent) auf nunmehr gerade noch 3,50 Franken gesenkt. Die Grossbank hat mittlerweile die erste von zwei Kapitalerhöhungen unter Dach und Fach gebracht.

Am breiten Markt spüren SGS (-1,10 Prozent) eine Abstufung. Barclays hat das Rating für den Warenprüfer auf "Underweight" von "Overweight" gesenkt und mit einem tieferen Kursziel versehen. SGS hatte unlängst die Prognosen für 2022 gesenkt.

Für Julius Bär (+0,33 Prozent) wiederum hat die Royal Bank of Canada das Kursziel erhöht und die Kaufempfehlung bestätigt.

In den hinteren Reihen zogen Ypsomed vorbörslich um 1,4 Prozent an, allerdings steht im Moment kein Kurs. Die auf Injektions- und Infusionssysteme spezialisierte Firma hat ein System auf den Markt gebracht, das nun auch in Deutschland angewendet werden darf.

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09:05

Der SMI eröffnet höher. Nach Handelsstart notiert der Index bei 11'774 Punkten um 0,14 Prozent im Plus. 

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08:10

Julius Bär berechnet den SMI knapp eine Stunde vor dem Beginn des Börsenhandels um 0,1 Prozent höher bei 11'1669 Punkten.

Auffälligkeiten zeigen sich bei den 20 SMI-Titeln nicht. Die Aktie der Credit Suisse (+0,25 Prozent) fällt nicht aus dem Rahmen. Die Bank zieht ihre Kapitalerhöhung jetzt durch (mehr dazu hier).

Ausserhalb des SMI stechen SGS (-0,94 Prozent) ins Auge. Barclays hat das Rating des Warenprüfkonzerns herabgesetzt auf "Underweight". Julius Bär (+0,37 Prozent) profitiert indessen von einer Kurszielerhöhung durch die Royal Bank of Canada

Ypsomed (+1,35 Prozent) hat Produktneuigkeiten veröffentlicht. 

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07:40

Die Ölpreise haben sich am Freitag im frühen Handel leicht von ihren Verlusten in den vergangenen Tagen erholen können. Am Morgen kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent 85,54 US-Dollar. Das waren 20 Cent mehr als am Vortag. Der Preis für ein Barrel der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) stieg um 38 Cent 78,32 Dollar.

Die Rohölpreise dürften die laufende Woche mit Abschlägen beenden. Auslöser der Schwäche ist vor allem die angespannte Corona-Lage in China. Die Behörden haben in einigen wichtigen Metropolen strikte Gegenmassnahmen ergriffen, von denen sie sich eine Eindämmung des Virus erhoffen. Die Schattenseite ist eine erhebliche Belastung der Wirtschaft, die sich auch in einer geringeren Energienachfrage niederschlägt. Das lastet auf dem Erdölmarkt.

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07:35

Der Euro hat sich vor dem Wochenende zum US-Dollar bisher kaum verändert. Am Freitagmorgen bewegt sich die Gemeinschaftswährung mit 1,0409 Dollar wie schon am Vorabend weiter eng um 1,04er-Marke.

Der Schweizer Franken notiert derweil leicht tiefer. Ein Euro kostet am Freitagmorgen 0,9829 Franken und damit etwas mehr als am Vorabend. Auch der Dollar notiert mit 0,9443 ganz leicht höher.

Zum Wochenausklang blicken die Anleger auf einige Konjunkturdaten aus der Eurozone. Es handelt sich jedoch überwiegend um Daten aus der zweiten Reihe mit geringerer Marktrelevanz. In den USA herrscht weitgehend Ruhe, weil viele Bürger den nach "Thanksgiving" liegenden Einkaufstag Black Friday für ein verlängertes Wochenende nutzen. Entscheidende Konjunkturdaten werden aus Übersee nicht erwartet.

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06:10

Der SMI notiert in einem ausserbörslichen Chart der IG Bank um 0,21 Prozent tiefer.

Dank Zyklikern und Finanztiteln schloss der SMI am Donnerstg um 0,57 Prozent höher bei 11'158 Punkten. Einen positiven Einfluss auf das Marktgeschehen übten Hinweise der US-Notenbank Fed auf ein möglicherweise langsameres Tempo im Zinserhöhungszyklus aus. 

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05:30

Die asiatischen Börsen haben sich am Freitag zunächst uneinheitlich gezeigt. Die Aussichten auf ein weniger aggressives Tempo der geldpolitischen Straffung der Fed in den USA im kommenden Monat beflügelte weiterhin einige Aktienmärkte in Asien. Andererseits trübten die in China gemeldete Rekordzahl von Corona-Infektionen die Stimmung vieler Anleger: "Die Anleger sind zu Recht besorgt. Die Chinesen verfügen noch immer nicht über ein ausreichendes Gesundheitsnetz, um einen Ausbruch der Krankheit mit vielen Erkrankten bewältigen zu können", sagte ING-Ökonom Rob Carnell.

Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index lag 0,3 Prozent tiefer bei 28.298 Punkten. Der breiter gefasste Topix-Index sank um 0,1 Prozent und lag bei 2017 Punkten.

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05:25

Die Börse in Shanghai lag 0,4 Prozent im Plus. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzen gewann 0,5 Prozent.

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05:25

Im asiatischen Devisenhandel verlor der Dollar 0,1 Prozent auf 138,45 Yen und legte 0,1 Prozent auf 7,1579 Yuan zu. Zur Schweizer Währung notierte er kaum verändert bei 0,9427 Franken. Parallel dazu stieg der Euro um 0,2 Prozent auf 1,0425 Dollar und zog um 0,1 Prozent auf 0,9828 Franken an. Das Pfund Sterling gewann 0,1 Prozent auf 1,2121 Dollar

(cash/AWP/Reuters/Bloomberg)