16:40
Die Aussichten für die wirtschaftliche Lage europäischer Unternehmen haben sich verbessert, wie die neuesten LSEG-Gewinn-Prognosen am Donnerstag zeigten. Dies fällt mit neuen Höchstständen europäischer Blue-Chip-Indizes zusammen, die von einer besseren als erwarteten Ergebnis-Saison profitieren.
Laut LSEG-IBES-Daten wird für europäische Unternehmen im vierten Quartal 2025 im Durchschnitt ein Rückgang der Gewinne um 1,1 Prozent erwartet - eine deutliche Verbesserung gegenüber der noch vor einer Woche prognostizierten Minderung um 3,1 Prozent. Dennoch wäre dies das schlechteste Ergebnis der vergangenen sieben Quartale.
Zuversicht in Europa stützen derzeit vor allem die überraschend positiven Ergebnisse des Luxusgüterherstellers Hermès und des Ray-Ban-Produzenten EssilorLuxottica sowie die optimistischen Ausblicke für 2026 des weltgrössten Brauereikonzerns Anheuser-Busch InBev und von Siemens.
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15:59
Laut einem Bericht des Manager Magazins vom Montag plant Volkswagen, die Kosten bis Ende 2028 um 20 Prozent zu senken. Damit will der deutsche Automobilkonzern seine Finanzen stabilisieren, um den Folgen steigender Kosten, des schwierigen chinesischen Marktes und US-Zölle entgegenzuwirken.
Wo genau die Einsparungen erfolgen, bleibt jedoch unklar, so das Manager Magazin. Werksschliessungen könnten dem Bericht zufolge zur Diskussion stehen. Doch die Vorsitzende des Volkswagen-Betriebsrats, Daniela Cavallo, verwies bereits auf eine Vereinbarung mit der Volkswagen AG von Ende 2024: «Mit dieser Vereinbarung haben wir Werksschliessungen und betriebsbedingte Kündigungen ausdrücklich ausgeschlossen», betonte Cavallo in einer Stellungnahme. Angesichts der fehlenden Details zeigen die Volkswagen-Papiere kaum eine Reaktion - sie steigen um weniger als 1 Prozent.
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15:40
Klammheimlich klettern die Nestlé-Valoren über die Marke von 80 Franken und markieren den höchsten Stand seit Ende November. Trotz der noch nicht vollständig abgeklärten Vorfälle im Zusammenhang mit Babynahrung in mehreren europäischen Ländern haben Anlegerinnen und Anleger bei den Aktien des Nahrungsmittelmulti kräftig zugelangt. Seit Ende Januar steigen die Nestlé-Papiere von zeitweise unter 72 auf über 80 Franken - ein Plus von mehr als 10 Prozent.
Der Kursanstieg kommt vermutlich nicht von ungefähr: Am Donnerstag, 19. Februar präsentiert der Konzern das Jahresergebnis 2025 sowie ein Strategie-Update. Sollte CEO Philipp Navratil - wie bereits bei der Vorstellung der Neunmonatszahlen am 16. Oktober 2026 - erneut positiv überraschen, könnte es laut ZKB zu einem «zahlenbedingten ’Short-Squeeze’ kommen».
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15:05
Die Logitech-Aktien avancieren zum Wochenauftakt deutlich - zeitweise sogar um 1,9 Prozent. Impulse gehen dabei von einem Kommentar der Bank of America aus. Als ermutigend werden insbesondere die Aussagen des zuständigen Analysten zur Absatzentwicklung von Gaming-Zubehör beurteilt.
Im Kommentar berichtet die US-Bank über eigene Nachforschungen im Markt für Consumer Electronics. Über sämtliche Produktkategorien hinweg sieht sie eine deutliche Absatzverschlechterung. Hauptverantwortlich hierfür sei allerdings insbesondere der enttäuschende Absatz mit Smartphones. Als erfreulich erachtet der zuständige Analyst hingegen die Trends im weiterhin wachsenden Markt für Gaming-Zubehör.
Schätzungen zufolge steuert dieses Geschäft bei Logitech rund einen Drittel zum Gruppenumsatz bei. Die Aktien des Lausanner Unternehmens sind denn auch in der Favoritenrolle beim Analysten. Er zählt sie zu den fünf Favoriten unter den führenden europäischen Unterhaltungselektronikherstellern.
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14:18
An der Marke von 25'000 Punkten hat sich der Dax am Montag in ruhigem Handel weiter schwer getan. Etwas darunter bei 24'916 Punkten pendelte der deutsche Leitindex am Nachmittag um seinen Schlusskurs vom Freitag.
Verluste von 4,2 Prozent für das Index-Schwergewicht Siemens belasteten. Am vergangenen Donnerstag waren Siemens noch auf ein Rekordhoch geklettert. Für die Deutsche Telekom dagegen ging der jüngste Aufwärtsschwung mit plus 1,9 Prozent weiter.
Der MDax mit den mittelgrossen deutschen Werten notierte kaum verändert bei 31'309 Zählern. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 verbuchte ein moderates Plus beim Stand von 6000 Punkten.
Impulse von den Überseemärkten gibt es am Montag nicht. In den USA ist Feiertag und die Börsen dort sind geschlossen. Auch an einigen Handelsplätzen in Asien wurde nicht gehandelt, etwa in China wegen des Neujahrsfestes. Von konjunktureller Seite kommen erst im weiteren Wochenverlauf wieder wichtigere Signale aus den USA und aus Europa.
Für viele Anleger dürfte der am Montag geschlossene US-Markt eine willkommene Erleichterung bedeuten, nachdem in der Vorwoche die Sorgen wegen KI heftige Schwankungen mit sich gebracht hätten, erläuterte Analyst Matthew Britzman vom britischen Vermögensverwalter Hargreaves Lansdown.
Am vergangenen Donnerstag war der Dax bis auf 25'239 Punkte geklettert und damit in Sichtweite seines Rekords bei gut 25.507 Punkten gekommen. Letztlich gelang ihm aber auch dieser Ausbruchsversuch über die Charthürde im Bereich von 25'000 Punkten nicht.
Baustoffwerte waren am deutschen Aktienmarkt zu Wochenbeginn gefragt. Bei Heidelberg Materials im Dax dämpfte JPMorgan die jüngst aufgekommenen Sorgen um den Emissionshandel. Die Papiere legten um 2 Prozent zu. Hochtief im MDax erreichten ein Rekordhoch und gewannen zuletzt 3,4 Prozent. Als führende Auftragnehmer im Bereich des Baus von Rechenzentren seien Hochtief und der Mutterkonzern ACS bestens positioniert, hiess es von Jefferies.
Ein gestrichenes «Outperform»-Votum für Flatexdegiro von Exane BNP Paribas brockte den Aktien des Online-Brokers ein Minus von 5,4 Prozent ein.
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13:05
Wegen des «Presidents' Day» bleiben die Aktienmärkte in den USA am Montag geschlossen. Hingegen werden die Futures auf US-Aktien gehandelt, welche im Plus tendieren:
- Dow Jones: +0,41 Prozent
- S&P 500: +0,38 Prozent
- Nasdaq 100: +0,24 Prozent
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12:45
An den europäischen Aktienmärkten geht es am Montag mit moderaten Kursgewinnen in die neue Woche. In einem insgesamt dünnen Handel blieb die Dynamik am Rosenmontag aber begrenzt. Im Tagesverlauf werden keine Impulse aus den USA kommen, wo ein Feiertag zu Ehren aller US-Präsidenten für ein verlängertes Wochenende sorgt.
Der EuroStoxx 50 stieg am Vormittag um 0,3 Prozent auf 6001 Punkte. Der Eurozonen-Leitindex kehrte damit wieder knapp über die zuletzt umkämpfte Marke von 6000 Punkten zurück. Ausserhalb der Eurozone stieg der britische Leitindex FTSE 100 um 0,1 Prozent auf 10'458 Zähler. Der Schweizer SMI konnte seinen Rekord weiter nach oben schrauben, indem er am Montag um 0,2 Prozent auf 13'634 Punkte zulegte.
Gefragt waren am Montag vor allem die Aktien aus dem Bankensektor, deren Teilindex sich um 1,8 Prozent von seinem Tief seit der Vorweihnachtszeit erholte. Im EuroStoxx gehörten neben Santander auch Unicredit , BNP Paribas , ING und Nordea zum Favoritenkreis. Die Augen blieben hier auf den Anleihemarkt gerichtet, denn die Rally des Bund-Futures verlor am Montag an Schwung. Dieser gilt als wichtigstes Zinsbarometer in Europa.
Unter die Banken in der Favoritenliste mischten sich die Aktien von L'Oreal , die um drei Prozent anzogen. Sie erholten sich damit von einem Kursrutsch, der am Freitag davon ausgelöst worden war, dass das Wachstum des Kosmetikkonzerns im vierten Quartal enttäuschte. Analysten der UBS und der Barclays Bank bleiben am Montag aber optimistisch gestimmt. Guillaume Delmas von der UBS verwies auf überzeugende Investitionsargumente.
Unter Druck standen dagegen vor allem die Titel aus dem Rohstoffbereich, dessen Teilindex 1,3 Prozent verlor und damit sein jüngst erreichtes Hoch seit 2008 weiter konsolidierte. In London gehörten die Titel von Rio Tinto oder Glencore mit bis zu zwei Prozent zu den Verlierern, während die Metallpreise zu Wochenbeginn etwas nachgaben.
In London waren Rüstungswerte dagegen begehrt, wie BAE Systems , Babcock der Qinetiq mit Anstiegen um bis zu 3,7 Prozent zeigten. David Perry von JPMorgan verwies auf Spekulationen, dass sich die Regierung in Grossbritannien mit einer Erhöhung des Verteidigungsbudgets beschäftige. Er nannte dabei diese drei Unternehmen als wichtige Profiteure - vor allem Babcock nach einem Kursrutsch in der Vorwoche.
Titel des Baukonzerns ACS erreichten im Madrid mit einem Anstieg um mehr als drei Prozent ein erneutes Rekordhoch nach einer Kaufempfehlung des Analysehauses Jefferies. Analyst Graham Hunt sieht in den Spaniern einen starken Profiteur des Baus von Rechenzentren. Anders als bei der Tochter Hochtief , deren Aktionäre die Potenziale schon voll erkannt hätten, würden sie bei ACS noch unterschätzt.
Zu den Verlierern zählten die Aktien der Reederei Moller-Maersk mit fast zwei Prozent Minus. Für Gesprächsstoff in dieser Branche sorgt, dass der Konkurrent Hapag-Lloyd Übernahmegespräche mit der Reederei ZIM aus Israel führt.
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12:30
Der Schweizer Franken hat am Montag im Laufe des Vormittags leicht an Wert eingebüsst. Angesichts von Feiertagen in den USA und einigen Handelsplätzen in Asien ist aber von einem ruhigen Wochenauftakt die Rede.
Franken nach BIP-Daten leichter
Die Schweizer Wirtschaft ist im Schlussquartal 2025 auf den Wachstumspfad zurückgekehrt. Dies zeigt sich am Bruttoinlandprodukt (BIP), das im vierten Quartal auf bereinigter Basis zum Vorquartal real um 0,2 Prozent gestiegen ist. Für das Gesamtjahr 2025 ergibt sich laut der ersten Seco-Schnellschätzung ein reales BIP-Wachstum von 1,4 Prozent nach 1,2 Prozent im Jahr davor. Dies liegt deutlich unter dem durchschnittlichen Wirtschaftswachstum der Schweiz, das laut Seco ab 1981 bei 1,8 Prozent lag.
Während der Dienstleistungssektor im Schlussquartal ein verhaltenes Wachstum zeigte, stagnierte der Industriesektor, wie das Seco mitteilte. Die Zahl liegt im Rahmen der Expertenschätzungen, die gemäss Umfrage der Nachrichtenagentur AWP in der Bandbreite von +0,1 Prozent bis +0,4 Prozent lagen.
Das Schweizer Wirtschaftswachstum sei «nicht berauschend, aber beruhigend», sagte Chef-Ökonom Reto Cueni von der Bank Syz. Er wies darauf hin, dass die hiesige Wirtschaft den Zoll-Hammer aus den USA einigermassen verkraften konnte. Für den Chef-Ökonomen der VP-Bank, Thomas Gitzel, zeigen die Zahlen, dass sich exportorientierte Länder im gegenwärtigen Umfeld schwertun.
Arthur Jurus von Oddo BHF ergänzt, dass die begrenzte Dynamik einen stagnierenden Industriesektor widerspiegele, «insbesondere eine sehr geringe bis negative Wertschöpfung der verarbeitenden Industrie, während die Dienstleistungen den Hauptbeitrag zum vierteljährlichen Wachstum lieferten.»
Zur Erinnerung: Wegen des Zollhammers von US-Präsident Donald Trump war die hiesige Wirtschaft im Herbst deutlich ins Minus gerutscht. Das BIP war um 0,5 Prozent rückläufig und damit deutlich schlechter ausgefallen als damals erwartet.
EUR/USD weiter seitwärts
Derweil wird der Euro bereits seit einigen Tagen in einer recht engen Spanne knapp unter 1,19 Dollar gehandelt. Es herrscht aktuell Unsicherheit darüber, wie schnell die US-Notenbank Fed in diesem Jahr die Leitzinsen senkt. Nachdem Mitte letzter Woche robuste Arbeitsmarktdaten aus den USA veröffentlicht wurden, scheint das Fed zumindest aktuell nicht unter starkem Zugzwang zu stehen.
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11:50
Der Schweizer Aktienmarkt tendiert am Montagvormittag fester und setzt damit seinen Rekordkurs fort. Das Geschäft verläuft laut Händlern aber in ruhigen Bahnen. Da am (heutigen) Montag in den USA der «Presidents' Day» begangen wird und die dortigen Märkte geschlossen bleiben, dürfte es auch im weiteren Tagesverlauf ruhig bleiben. Zudem wird in China wegen der «Goldenen Woche» zum Frühlingsfest sogar die ganze Woche nicht gehandelt. Am Markt ist zudem die Rede von einer Rotation aus bisher im 2026 gut gelaufenen Aktien in solche mit einer negativen Performance. Dies sei auch eine Phase der Konsolidierung und damit kein schlechtes Zeichen, sagt ein Händler.
Am Berichtstag sind auch Unternehmensergebnisse, die das Geschehen beeinflussen könnten, Mangelware. Aber in den kommenden Tagen dürften wichtige Konjunkturzahlen aus dem In- und Ausland den Märkten neues Leben einhauchen, heisst es weiter. In den USA stehen am Mittwoch das Protokoll der jüngsten Fed-Sitzung und am Freitag die aktuellen Zahlen zum Wachstum und zum Teuerungsmass PCE im Fokus. Zudem werden hierzulande rund 20 an der Schweizer Börse kotierte Unternehmen Geschäftszahlen zum Jahr 2025 vorlegen. Im Fokus steht das Marktschwergewicht Nestlé am Donnerstag. Mit Amrize, Zurich und Sika werden weitere SMI-Firmen ihre Bücher öffnen.
Stark gesucht werden bei den Blue Chips Finanzwerte, die zuletzt unter anderem unter den KI-Sorgen, wenn nicht sogar eher unter KI-Ängsten, gelitten hätten, wie ein Händler meint. Dazu zählen die Aktien der UBS (+1,9 Prozent), die im bisherigen Jahresverlauf (Stand Freitagabend) um mehr als 13 Prozent gefallen waren. Auch Zurich (+1,6 Prozent) legen zu, die auf einen negativen Kursverlauf von gut acht Prozent zurückblicken, und auch Helvetia Baloise (+0,8 Prozent) und Partners Group (+0,3 Prozent) sind nach einem schwachen Jahresstart nun wieder gefragt. Damit würden wohl auch jüngste Übertreibungen nach unten etwas korrigiert, sagt ein Händler.
Mit den Anteilen von Logitech (+1,7 Prozent), Holcim (+1,1 Prozent) und Kühne + Nagel (+0,4 Prozent) sind weitere Papiere mit einer bisher negativen Performance im laufenden Jahr gefragt.
VAT (+0,6 Prozent) haben im Verlauf anfängliche Verluste wieder abgeschüttelt und sind ins Plus vorgestossen. Dabei ist die Aktie 2026 bisher um mehr als 30 Prozent in 2026 gestiegen.
Die Aktien von Nestlé (+0,4 Prozent) ziehen im Vorfeld der am Donnerstag erwarteten Jahreszahlen etwas an. Neben den Zahlen hoffen die Marktteilnehmer auch auf ein Strategie-Update des Nahrungsmittelriesen.
Die Genussscheine von Roche (-0,1 Prozent) - bisherige Performance fast 10 Prozent - sind ebenfalls wenig gefragt. Dabei hat der Pharmakonzern in einer Phase-III-Studie mit Gazyva/Gazyvaro einen Forschungserfolg vermeldet. Der Wirkstoff wurde bei Patienten eingesetzt, die an membranöser Nephropathie, einer chronischen Autoimmunerkrankung der Nieren, leiden.
Am breiten Markt setzt Gurit (+8,5 Prozent) den Höhenflug fort. Die Aktie hat sich seit Jahresanfang mehr als verdoppelt.
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10:53
Bereits in der Vorwoche hatten die Titel rund 8 Prozent zugelegt und somit den Gesamtmarkt geschlagen. Seit Jahresbeginn hat sich der Kurs von 11,50 auf über 28 Franken mehr als verdoppelt (+130 Prozent). Hintergrund ist die Erholung im weltweiten Windmarkt: Das Preisdumping chinesischer Konkurrenten hat nachgelassen, was Margen und Volumen bei Gurit stützt. Die Zürcher Kantonalbank stufte die Aktie nach dem vorläufigen Jahresbericht von «Untergewichten» auf «Übergewichten» hoch – die Restrukturierung des Unternehmens trägt Früchte.
Anfang März legt Gurit die definitiven Zahlen für 2025 vor. Anleger werden dabei besonders auf den Ausblick für 2026 achten.
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10:45
Dem Ölmarkt fehlt es zu Wochenbeginn an klaren Impulsen. Weiterhin steht der Konflikt zwischen dem Iran und den USA im Blick der Märkte. Die Gespräche sollen am Dienstag fortgesetzt werden. Dabei geht es unter anderem um Irans umstrittenes Atomprogramm. US-Präsident Donald Trump drohte der iranischen Führung wegen der Niederschlagung von Massenprotesten mit einem militärischen Eingreifen und liess die Militärpräsenz rund um den Iran verstärken. Angesichts der Spannungen haben die Ölpreise seit Jahresbeginn um rund 10 Prozent zugelegt.
«Während die Geopolitik kurzfristig für Unterstützung sorgt, wird die Versorgungslage in den kommenden Monaten wieder zum treibenden Faktor für Rohöl werden», sagte Robert Rennie, Analyst bei der Westpac Banking Corp. «Wir gehen weiterhin davon aus, dass Brent im Laufe des ersten Halbjahres dieses Jahres wieder auf ein Niveau von knapp über 60 Dollar zurückfallen wird, da die steigende weltweite Produktion beginnt, auf die Preise zu drücken.»
Etwas belastet wurden die Ölpreise durch Aussagen von einigen Vertretern des Ölverbundes Opec+. Es gebe Spielraum für eine Ausweitung der Fördermenge ab April. Die Sorge vor einem Überangebot sei übertrieben. Die Gruppe hat offiziell aber vor ihrer Sitzung am 1. März noch keine Massnahmen in Aussicht gestellt.
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10:00
Nachdem der Swiss Market Index SMI kurz nach Börseneröffnung ein neues Rekordhoch erreichte bei 16'640 Punkten, legte der Swiss Performance Index nach. Während der ersten Handelsstunde kletterte der SPI ebenfalls auf einen neuen Höchststand bei 18'805 Punkten.
Damit gewinnt der Leitindex seit Jahresbeginn fast 3 Prozent hinzu, der SPI um 2,5 Prozent.
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09:33
Konjunkturdaten unter den Markterwartungen haben zum Wochenauftakt die Börsen in Japan gebremst.
Die Börsen in China, Südkorea und Taiwan blieben wegen des Neujahrsfestes geschlossen. Der Hongkonger Hang-Seng-Index legte an seinem letzten Handelstag vor den Feierlichkeiten um ein halbes Prozent zu.
Für Ernüchterung bei den Anlegern sorgten die jüngsten Konjunkturdaten aus Japan. Die japanische Wirtschaft wuchs im vierten Quartal um nur 0,2 Prozent und verfehlte damit die Prognosen der Analysten, die ein Plus von 1,6 Prozent prognostiziert hatten. «Da hatten Anleger mit deutlich mehr gerechnet», sagte Thomas Altmann, Portfoliomanager beim Vermögensverwalter QC Partners. Dies setze die im Amt bestätigte japanische Ministerpräsidentin Sanae Takaichi unter Druck. «Konsum, Investitionsausgaben und Exporte - Bereiche, von denen wir uns erhofft hatten, dass sie die Wirtschaft antreiben würden - waren einfach nicht so stark wie erwartet», sagte Kazutaka Maeda vom Meiji Yasuda Research Institute.
Zu den grössten Verlierern an der Börse in Tokio zählte die Aktie des Medizintechnikherstellers Olympus, die nach negativ aufgenommenen Geschäftszahlen um fast 13 Prozent einbrach. Um mehr als 20 Prozent nach oben ging es hingegen für Sumitomo Pharma. Der Arzneimittelhersteller hatte mitgeteilt, dass Japans Gesundheitsministerium in dieser Woche seine Therapie gegen fortgeschrittene Parkinson-Krankheit prüfen werde.
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09:15
Der Schweizer Aktienmarkt eröffnet zum Wochenstart etwas fester. Die Vorgaben aus den USA seien allerdings wenig richtungsweisend, heisst es am Markt. Risiko raus, war das Motto der Marktteilnehmer vor einem verlängerten Wochenende in den USA. Dort wird am (heutigen) Montag der «Presidents' Day» begangen und daher bleiben die Märkte geschlossen. In China wird wegen der «Goldenen Woche» zum Frühlingsfest sogar die ganze Woche nicht gehandelt. Damit fehlten wichtige Impulse, meinte ein Händler. Ausserdem seien am Berichtstag auch Unternehmensergebnisse, die das Geschehen stärker beeinflussen könnten, Mangelware.
In den kommenden Tagen werden dann allerdings wichtige Konjunkturzahlen aus dem In- und Ausland veröffentlicht. In den USA stehen am Mittwoch das Protokoll der jüngsten Fed-Sitzung und am Freitag die aktuellen Zahlen zum Wachstum und zum Teuerungsmass PCE im Fokus. Zudem werden hierzulande rund 20 an der Schweizer Börse kotierte Unternehmen Geschäftszahlen 2025 vorlegen. Sie dürften sich dabei auch über ihre Geschäftsaussichten äussern. Im Fokus steht das Marktschwergewicht Nestlé am Donnerstag. Mit Amrize, Zurich und Sika werden weitere SMI-Firmen ihre Bücher öffnen. Ob der SMI bei dieser Gemengelage seinen Rekordkurs beibehalten kann, wird sich zeigen.
Der SMI notiert um 09.15 Uhr um 0,21 Prozent höher auf 13'629,32 Punkten. Dabei verzeichnete er bei knapp 13'640 Punkten ein neues Hoch. Am Freitag hatte der Leitindex bei 13'634 Punkten ein neues Hoch erreicht, dann aber nur knapp über 13'600 Punkten geschlossen. Insgesamt rückte der SMI in der vergangenen Woche um 1,3 Prozent vor.
Die Genusscheine von Roche geben kurz nach Handelsstart 0,39 Prozent nach. Zuvor waren die Titel im vorbörslichen Handel am deutlichsten nach oben ausgeschlagen. Der Pharmakonzern hat in einer zulassungsrelevanten Phase-III-Studie mit Gazyva/Gazyvaro einen Forschungserfolg vermeldet. Der Wirkstoff wurde bei Patienten eingesetzt, die an membranöser Nephropathie, einer chronischen Autoimmunerkrankung der Nieren, leiden.
Auch der breite Markt, gemessen am SPI, eröffnet leicht höher mit 0,07 Prozent bei 18'776 Punkten. Dabei geraten die Titel von Mobilezone mit -2,5 Prozent unter Druck, während Orell Füssli fast 2 Prozent gewinnt.
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08:07
Der Schweizer Aktienmarkt, gemessen am SMI, tendiert im vorbörslichen Handel bei der Bank Julius Bär 0,25 Prozent im Plus bei 13'635 Punkten.
Dabei indizieren sämtliche SMI-Titel höher, angeführt von Roche (+0,61 Prozent) nach positiven Studienergebnissen, gefolgt vom Rückversicherer Swiss Re (+0,58 Prozent) und Kühne+Nagel (+0,50 Prozent).
Auch der breite Markt dürfte höher in die neue Handelswoche starten. Knapp eine Stunde vor Börseneröffnung tendiert der SPI 0,08 Prozent höher, dabei notiert ein Grossteil der Titel im positiven Bereich.
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07:58
Über das Wochenende haben sich die Kurse am Devisenmarkt kaum verändert. Die mit Spannung erwarteten US-Inflationsdaten hinterliessen am Freitag keine allzu grossen Spuren. Der US-Dollar gab zwar leicht nach, konnte sich dann aber auf einem leicht niedrigeren Niveau stabilisieren.
Die Jahresteuerung in den USA ist im Januar auf 2,4 Prozent von 2,7 Prozent im Dezember gesunken. Das ist weniger als mit 2,5 Prozent erwartet worden war. Das grösste Phänomen sei, dass bislang von den US-Zöllen kein nennenswerter Inflationsdruck ausgehe, meinte ein Ökonom. Für die US-Notenbank sei die Inflation aber dennoch weiterhin zu hoch: Entsprechend gebe es wohl keinen Handlungszwang für das Fed.
Der Wochenauftakt dürfte nun aber weitgehend impulslos verlaufen, denn einerseits stehen kaum wichtige Daten zur Veröffentlichung an, andererseits wird in den USA der Presidents' Day begangen und die Märkte bleiben geschlossen.
Dafür werden im Laufe der Woche einige wichtige Konjunkturdaten veröffentlicht. Dazu zählen etwa die regionalen Fed-Indizes aus New York und Philadelphia sowie Einkaufsmanagerindizes aus Europa und den USA. Aber auch die US-Auftragseingänge für langlebige Gebrauchsgüter und der marktrelevante PCE-Preisindex dürften Beachtung finden.
Hierzulande veröffentlicht das Seco heute die erste Schätzung für die Entwicklung des BIP im vierten Quartal. Ökonomen erwarten etwas zwischen +0,1 und +0,4 Prozent (gegenüber Vorquartal).
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07:52
Neue Kursziele und Ratings für Schweizer Aktien:
- Kühne+Nagel: Goldman Sachs bleibt für Buy bis 210 Franken
- SGS: J.P. Morgan mit Overweight bis 117 Franken
- Holcim: J.P. Morgan mit Overweight bis 84 Franken
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07:42
Der Dax wird am Montag der Kursentwicklung an den Terminmärkten zufolge mit Gewinnen in den Handel starten. Am Freitag war er 0,3 Prozent höher bei 24'914,9 Punkten aus dem Handel gegangen. Die Wall Street schloss mehr oder weniger stabil. Ein schwächer als erwartet ausgefallener US-Preisauftrieb beruhigte zum Wochenschluss die Nerven der Anleger.
Am Rosenmontag müssen die Investoren ohne Impulse aus den zwei weltgrössten Volkswirtschaften auskommen, da die Wall Street wegen des Nationalfeiertags zum Gedenken an George Washington geschlossen bleibt. Zugleich beginnt die einwöchige Auszeit an den chinesischen Börsen zum chinesischen Neujahr, das im Zeichen des Feuer-Pferdes steht.
Daher dürften die Umsätze an der Frankfurter Börse nach Einschätzung von Experten unterdurchschnittlich bleiben. Der Konjunkturreigen startete am Montagmorgen mit vorläufigen Zahlen zum japanischen Wirtschaftswachstum. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) legte im vierten Quartal auf das Jahr hochgerechnet nur um 0,2 Prozent zu, von Reuters befragte Analysten hatten mit einem Plus von 1,6 Prozent gerechnet. Um 11.00 Uhr (MEZ) folgen die Daten zur Industrieproduktion in der Euro-Zone im Dezember.
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06:20
Der Schweizer Aktienmarkt gemessen am SMI tendiert im vorbörslichen Handel bei der Bank IG 0,07 Prozent im Minus bei 13'610 Punkten.
Bühler präsentiert am Montag die Geschäftszahlen für das abgelaufene Jahr. Zudem publiziert das Seco die Schweizer BIP-Zahlen für das vierte Quartal 2025.
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05:20
Die schwächer als erwartet ausgefallenen Konjunkturdaten aus Japan haben zum Wochenauftakt die Börsen in Asien gebremst. In Tokio blieb der 225 Werte umfassende Nikkei-Index am Montag fast unverändert bei 56'930,3 Punkten, während der breiter gefasste Topix 0,7 Prozent auf 3791,2 Zähler nachgab. Die Börsen in China, Südkorea und Taiwan blieben wegen des Neujahrsfestes geschlossen.
Die japanische Wirtschaft ist im vierten Quartal nur um 0,2 Prozent gewachsen und verfehlte damit die Prognosen der Analysten deutlich, die mit einem Plus von 1,6 Prozent gerechnet hatten. Die schwachen Daten gelten als Belastungsprobe für die Regierung von Ministerpräsidentin Sanae Takaichi. «Das zeigt, dass die Erholungsdynamik der Wirtschaft nicht sehr stark ist», sagte der Ökonom Kazutaka Maeda vom Meiji Yasuda Research Institute. «Konsum, Investitionsausgaben und Exporte - Bereiche, von denen wir uns erhofft hatten, dass sie die Wirtschaft antreiben würden – waren einfach nicht so stark wie erwartet», so Maeda weiter.
Zu den grössten Verlierern an der Börse in Tokio zählte die Aktie des Medizintechnikherstellers Olympus, die nach enttäuschenden Geschäftszahlen um fast 13 Prozent einbrach. Gegen den Trend legten die Papiere von Sumitomo Pharma um knapp 14 Prozent zu. Analysten blicken jedoch mit Sorge auf die Technologiewerte in der Region. «Unsere Befürchtung in Asien ist, dass es zu einer scharfen Korrektur bei Speicherchip-Aktien kommen könnte, wenn die Technologie-Giganten eine Pause bei den Investitionsausgaben ankündigen», sagte Nick Ferres, Investmentchef bei Vantage Point.
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04:45
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04:15
Die Ölpreise zeigten sich am Montag kaum verändert. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent kostete 67,69 Dollar. Der Preis für US-Leichtöl WTI notierte bei 62,83 Dollar. Händler verwiesen auf einen Bericht der Nachrichtenagentur Reuters, wonach die Opec eine Wiederaufnahme der Fördererhöhungen ab April anstrebt. Dies dämpfe die Preise.
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04:00
Am Freitag hatte sich an der Wall Street kaum etwas bewegt. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss bei 49'500,9 Punkten. Der breiter gefasste S&P 500 notierte bei 6836,2 Zählern. Der Index der Technologiebörse Nasdaq gab 0,2 Prozent auf 22'546,7 Stellen nach. Die US-Börsen bleiben am Montag wegen des «Presidents' Day»-Feiertags geschlossen.
(cash/AWP/Reuters)

