13:00

Die Futures auf die US-Aktienmärkte verzeichnen eine geringe positive Tendenz:

- Dow Jones: +0,06 Prozent

- S&P 500: +0,11 Prozent

- Nasdaq: +0,03 Prozent

Währenddessen notiert der Schweizer Aktienmarkt gemessen am SMI 0,16 Prozent im Plus bei 13'539 Punkten.

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12:40

An den Devisenmärkten sind am Dienstagvormittag keine grösseren Veränderungen auszumachen. Damit neigt der Franken weiter zur Stärke, während der US-Dollar schwächelt.

Gegenüber dem Franken schwächte sich der «Greenback» noch weiter ab und wird zurzeit bei 0,7661 Franken gehandelt nach 0,7672 am Morgen. Das Euro/Dollar-Paar hat sich am Vormittag kaum bewegt und wird aktuell zu 1,1911 gestellt.

Am Vorabend noch hatte das Paar bei 1,1920 den höchsten Stand seit Januar erklommen. Das Euro/Franken-Paar tritt bei Kursen von 0,9124 ebenfalls auf der Stelle. Im Handelsverlauf hatte das Paar allerdings bei 0,9118 einen weiteren Negativ-Rekord gesetzt.

Auslöser für den Druck auf den Dollar war eine Meldung der Nachrichtenagentur Bloomberg vom Montag, wonach chinesische Beamte die Banken des Landes aufgefordert haben, den Kauf von US-Staatsanleihen zu begrenzen. Wie es von mit der Angelegenheit vertrauten Personen weiter hiess, sollen Finanzinstitute mit hohem Engagement in Staatspapiere der Vereinigten Staaten angewiesen worden sein, ihre Positionen abzubauen. Damit würde die Nachfrage nach den als sicher geltenden Treasuries sinken, worunter dann auch die US-Währung leidet.

Angesichts der anhaltenden Frankenstärke rückt die Schweizerische Nationalbank (SNB) verstärkt in den Fokus der Marktteilnehmer. Laut einem Kommentar der Valiant Bank gelten Devisenmarktinterventionen weiterhin als erste Handlungsoption. Aufgrund der Überwachung durch das US-Finanzministerium dürfte die SNB dieses Instrument jedoch nur sehr zurückhaltend einsetzen. Die Einführung von Negativzinsen wird von Experten nach wie vor als wenig wahrscheinlich eingeschätzt.

Unterdessen verweisen Marktbeobachter darauf, dass weitere schwache US-Konjunkturdaten den Abwärtsdruck auf den Dollar zusätzlich erhöhen könnten. Zwar dürfte die Inflation in den USA vorerst über dem Zielwert bleiben, doch auch eine Abschwächung am Arbeitsmarkt gilt als möglich und könnte den Greenback weiter belasten.

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12:20

Die Anleger an Europas Aktienmärkten haben sich am Dienstag eher zurückgehalten. «Nach den Turbulenzen am Edelmetall- und Kryptowährungsmarkt fokussieren sich die Anleger nun wieder verstärkt auf Unternehmenszahlen und anstehende Konjunkturdaten», so Marktanalyst Andreas Lipkow vom Broker CMC Markets. «Die Störfaktoren aus der vergangenen Woche nehmen ab, geopolitische Spannungen treten in den Hintergrund und die Volatilität am Aktienmarkt kehrt so langsam wieder in den normalen Bereich zurück.»

Der Eurozone-Leitindex EuroStoxx 50 erreichte zwischenzeitlich knapp ein neues Rekordhoch, trat gegen Mittag dann aber mit 6061,4 Punkten wieder nahezu auf der Stelle.

Ausserhalb der Eurozone sank der britische Leitindex FTSE 100 um 0,37 Prozent auf 10'348,2 Zähler. Der Schweizer SMI legte dagegen um 0,12 Prozent auf 13'522,5 Punkte zu.

Bei Einzelwerten gab es dagegen starke Bewegungen nach neuen Zahlen. Mit Erleichterung reagierten Anleger auf das Zahlenwerk von Kering . An der Pariser Börse schnellte der Aktienkurs um zwölf Prozent nach oben. Analyst Adam Cochrane von der Deutschen Bank sieht den Luxusgüterkonzern am Beginn einer mehrjährigen Erholung. Darauf deute die solide Verbesserung im vierten Quartal im Vergleich zum dritten Jahresviertel hin.

Die Aktien von Philips waren mit über sieben Prozent Aufschlag ebenfalls gefragt. Die Analysten von JPMorgan sprachen von besser als erwarteten Zahlen für das vierte Quartal. Nach Ansicht der Experten des Investmenthauses Jefferies überzeugten zudem die Ausblicke für 2026 und für 2028.

Frohe Kunde gab es auch von Astrazeneca . Der Pharmakonzern stellt sich nach einem schwungvollen Jahr auf weiteres Wachstum ein und will zugleich mehr verdienen. Die Aktie lag zuletzt 0,7 Prozent im Plus.

Gefragt waren auch die Chemiewerte. Analystin Georgina Fraser von Goldman Sachs ist zuversichtlicher für den Sektor geworden. Die Stimmung sei zwar noch schlecht, aber es gebe erste Anzeichen einer Wirtschaftsbelebung. Sie erhöhte unter anderem das Kursziel für BASF . Die Aktie kletterte um 3,8 Prozent.

Nicht gut kam dagegen der Quartalsbericht von BP an. Der britische Ölkonzern verschärft seine Kostensparmassnahmen und kauft vorerst keine weiteren Aktien zurück. Überschüssige Barmittel sollen vollständig zur Stärkung der Bilanz eingesetzt werden. Da war es nur ein schwacher Trost, dass die Ergebnisse den Erwartungen entsprachen. Die Aktie sank um über vier Prozent.

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11:52

Der Schweizer Aktienmarkt zeigt sich am Dienstag wenig bewegt. Zwar arbeitete sich der SMI nach einer leicht negativen Eröffnung in den positiven Bereich vor, aber die Handelsspanne blieb sehr eng. Von einer Branchenschwäche erfasst werden die Versicherungsaktien. Die Vorgaben aus Übersee präsentierten sich erneut freundlich, nachdem die Wall Street am Montag etwas fester in die neue Woche gestartet war und in Asien vor allem die japanische Börse im Fokus stand.

Der japanische Markt profitiert weiterhin vom «Takaichi-Trade» nach dem klaren Wahlsieg von Premierministerin Sanae Takaichi. Der Nikkei schloss auf einem neuen Rekordniveau. Im Fokus stehen heute die US-Detailhandelsumsätze für Dezember sowie der verschobene monatliche US-Arbeitsmarktbericht. Hinweise auf die künftige Zinspolitik in den USA dürften auch neue US-Inflationsdaten zum Wochenschluss liefern, die am Freitag zu erwarten sind. Beide Datenpunkte sind dafür bekannt, die Märkte bewegen zu können. In der Schweiz sind neue Impulse erst ab Mittwoch zu erwarten, dann mit den Bluechip-Abschlüssen von SGS und Schindler. Der zuletzt stark aufgewertete Franken rückt zudem mögliche Reaktionen der SNB in den Fokus.

Der SMI gewinnt gegen 11.40 Uhr 0,10 Prozent auf 13'531 Punkte, wobei die Handelsspanne von 13'503 bis 13'553 Punkte sehr eng blieb. Der 30 Titel umfassende SLI steigt um 0,06 Prozent auf 2163 Punkte und der breite SPI um 0,04 Prozent auf 18'697 Zähler. Am SMI stehen elf Gewinner neun Verlierern gegenüber.

Zu den grössten Gewinnern im SMI zählen Richemont (+1,6 Prozent). Der Luxusgüterkonzern profitiert nach Einschätzung von Marktteilnehmern - ebenso wie Swatch (+1,6 Prozent) - von den überraschend starken Zahlen des französischen Branchenvertreters Kering.

Unter Druck sind dagegen Versicherungswerte wie Zurich (-2,5 Prozent), Swiss Re (-0,75 Prozent), Swiss Life (-0,45 Prozent) und Helvetia (-1,5 Prozent). Damit bewegen sich die Titel im ein Einklang mit den europäischen Versicherern gegen unten. Marktbeobachter machen die branchenspezifische Schwäche an schwellenden KI-Sorgen fest. Ähnliche Bedenken hatte zuletzt auch Titel aus der Software-Branche belastet.

Stützend auf den SMI wirken dagegen die beiden Pharmaschwergewichte Novartis (+0,5 Prozent) und Roche GS (+0,1 Prozent). Auch der Nahrungsmittelkonzern Nestlé (+0,4 Prozent) trägt zur Stabilisierung des Leitindex bei.

In der zweiten Reihe fallen bis zum Mittag AMS Osram (-0,55 Prozent) nachdem sie zuvor zwischenzeitlich über 8 Prozent zugelegt hatten, nach der Zahlenvorlage.

klar im Plus notieren Cicor (+5,7 Prozent) nach einer Kaufempfehlung der Privatbank Berenberg. Damit knüpfen die Titel an die positive Tendenz der Vortage an. Auch SIG (+3,9) ziehen deutlich an und profitieren von einer Kurszielerhöhung durch UBS.

Deutlich nach unten geht es hingegen für die Jungfraubahn (-1,75 Prozent) nach einer Rückstufung durch Baader Helvea. Ebenfalls im Minus liegen die Titel der R&S Group (-4,1 Prozent), wobei Händler auf Gewinnmitnahmen nach der zuletzt starken Kursentwicklung verweisen.

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11:18

Besser als erwartet ausgefallene Quartalsergebnisse lassen Anleger in Scharen bei Kering, dem Mutterkonzern der Luxusmarke Gucci, zugreifen. Die Papiere des französischen Luxuskonzerns schnellen um bis zu 14,4 Prozent in die Höhe. Der Umsatz von Kering fiel im vierten Quartal auf 3,91 ‌Milliarden Euro. ‌Damit hat er laut Barclays die Konsensprognose um zwei Prozent übertroffen.

Die Experten von RBC erläutern in einem Kommentar, die Ergebnisse bestätigten eine leichte weitere Verbesserung. Der Fokus werde nun jedoch darauf liegen, inwieweit Kering in einem nach wie vor recht schwierigen Luxusmarktumfeld in den Jahren 2026 und 2027 wieder Wachstum erzielen kann.

Die Quartalsbilanz von Kering sorgt in der Branche für gute ​Stimmung. Der entsprechende europäische Index steigt um bis zu 2,7 Prozent. Die Papiere von Moncler, Ferragamo, LVMH, Hermes, Richemont und Swatch ‌legen zwischen zwei und vier Prozent zu.

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10:49

Die Ölpreise haben am Dienstag etwas zugelegt. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im April kostete 69,36 US-Dollar. Das waren 32 Cent mehr als am Montag. Der Preis für US-Öl der Sorte West Texas Intermediate (WTI) zur Lieferung im März stieg um 23 Cent auf 64,59 Dollar.

Die Ölpreise stabilisierten sich nach den Kursgewinnen am Vortag. Der Konflikt zwischen dem Iran und den USA sorgt weiterhin für Verunsicherung. Die Verhandlungen im Oman gehen zwar weiter: So reiste der Generalsekretär des iranischen Sicherheitsrats für Gespräche in den Golfstaat. Allerdings hatten die USA am Montag US-Schiffe aufgefordert, soweit wie möglich von der iranischen Grenze wegzubleiben, wenn sie die Strasse von Hormus durchqueren. Dies hatte die Ölpreise am Montag gestützt. Seit Jahresbeginn treibt der Konflikt zwischen dem Iran und den USA die Ölpreise tendenziell an, sie legten seither um rund 10 Prozent zu.

Sollte es zu einem US-Angriff auf den Iran kommen, wird eine Ausweitung der Risiken auf die gesamte Region am Persischen Golf befürchtet. Gerade die Auswirkungen auf wichtige Schifffahrtsrouten werden gefürchtet. Sollte sich der Konflikt beruhigen, dann dürfte laut Händlern der grosse Überschuss am Rohölmarkt wieder stärker in den Fokus der Märkte geraten. Dies würde die Preise tendenziell belasten.

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09:43

Die Aktien von AMS Osram schnellen am Montagvormittag zeiweise 8,59 Prozent hoch auf 8,90 Franken je Aktie. Zuvor waren die Papiere im vorbörslichen Handel bereits um 3,8 Prozent positiv aufgefallen, nachdem der Halbleiterkonzern eine starke Geschäftsentwicklung im vierten Quartal gemeldet hatte. Seit Jahresbeginn verzeichnen die Titel ein Plus von 4,5 Prozent, auf 52-Wochen-Sicht steht ein Gewinn von gut 20 Prozent zu Buche.

Die Bank Vontobel bewertet in ihrem Marktkommentar die Zahlen gemischt: Das vierte Quartal habe dank des Lampengeschäfts die Erwartungen übertroffen, während die Halbleitersparte im Rahmen der Prognosen geblieben sei. Der freie Cashflow profitierte von staatlichen Zuschüssen und der Auflösung von Pensionsrückstellungen, was die hohe Nettoverschuldung stützte, so der zuständige Analyst. Zudem werde die Euphorie durch den schwachen Ausblick gedämpft: Das bereinigte EBITDA im ersten Quartal 2026 dürfte rund 15 Prozent unter den Konsenserwartungen liegen.

AMS Osram bezeichnet 2026 als Übergangsjahr, in dem Sonderbelastungen, Stranded Costs und höhere Rohstoffpreise die Rentabilität belasten werden.Vontobel vergibt das «Hold»-Rating mit einem Kursziel von 9 Franken pro Aktie.

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09:30

Der Dax hat zum Handelsstart am Dienstag leicht nachgegeben. Der deutsche Leitindex verlor in den ersten ‌Minuten ‌0,3 Prozent auf 24'943 Zähler. Ein Ausbruch über 25'000 Punkte sei nur möglich, wenn sich die hoch gesteckten Erwartungen an das hohe ​Gewinnwachstum erfüllten, prognostizierte Jochen Stanzl von der Consorsbank. «Andernfalls ‌sind die in den ‌letzten Tagen gewonnenen 500 bis 600 Punkte (...) schnell wieder verloren.»

Die am Morgen veröffentlichten Bilanzen sorgten jedoch eher für Enttäuschung. Im MDax rauschten die Titel von TeamViewer um bis zu neun Prozent ⁠in die Tiefe. Das Softwarehaus bleibt nach einem mageren Umsatzplus 2025 für das laufende Jahr auf der Hut. Auch die Papiere ​von TUI mussten mit einem Abschlag von knapp ‌drei Prozent Federn lassen. Der Touristikkonzern ‍geht trotz etwas geringerer Buchungen von einer «robusten» Nachfrage nach Urlaubsreisen im Sommer ​aus. Mit den etwas schwächeren Buchungen sei es unwahrscheinlich, dass die Jahresprognose wie im vergangenen Jahr übertroffen werde, erklärten die Analysten von Bernstein ‌Research.

Zu den grössten Verlierern im ⁠Dax zählten die Aktien der Allianz, die ‌sich um zwei Prozent verbilligten.

Auf der Konjunkturseite warteten die Investoren mit Spannung auf ‍eine Reihe von US-Daten, von denen sie sich Rückschlüsse auf den künftigen Zinskurs der US-Notenbank Fed erhoffen. ​Im Tagesverlauf stehen die US-Einzelhandelsumsätze für Dezember an. Zur ‍Wochenmitte folgt der Arbeitsmarktbericht sowie Inflationsdaten am Freitag.

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09:21

Die Börse in Tokio hüpft nach dem Wahlsieg der japanischen Ministerpräsidentin Sanae Takaichi ‌von Rekord ‌zu Rekord. Der Nikkei-Index stieg am Dienstag um 2,3 Prozent auf rund 57'650 Punkte und damit auf den bislang höchsten Schlussstand. Bereits zum Wochenauftakt hatte der haushohe Sieg der Regierungspartei und die Aussicht auf ​höhere Staatsausgaben den Nikkei um knapp vier Prozent nach oben getrieben.

Die ‌japanische Währung erholte sich nach dem Wahlsieg ‌den zweiten Tag in Folge und entfernte sich damit von den Rekordtiefständen gegenüber dem Schweizer Franken und dem Euro, um die sie sich zuletzt bewegt hatte. Analysten erwarten jedoch langfristig eine Abschwächung des Yen und weisen darauf hin, dass Takaichis Finanzpolitik die ohnehin schwache Währung belasten könnte.

In China bewegten sich die Börsen vor den Feiertagen zum chinesischen Neujahrsfest dagegen kaum vom Fleck. Gewinne im Kommunikationssektor glichen Verluste bei Immobilienwerten aus.

Der Leitindex in Shanghai und der Index der ​wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzhen notierten jeweils leicht fester.

Händler verwiesen auf ‌eine hohe Nachfrage nach Technologiewerten im Zusammenhang mit Künstlicher ‍Intelligenz (KI). Anleger griffen vor allem bei Medien- sowie Film- und Fernsehunternehmen zu, nachdem das zum Bytedance-Konzern gehörende soziale Netzwerk Tiktok ​ein neues KI-Modell zur Videoerstellung vorgestellt hatte. Das Modell Seedance 2.0 markiere einen Durchbruch für KI-Anwendungen bei Videos und könnte die Produktionskosten sowie technischen Hürden für KI-generierte Animationsserien deutlich senken, sagten Analysten von BOC ‌International.

Auch an anderen asiatischen Aktienmärkten ging es bergauf. «Insgesamt ⁠sind wir recht positiv, was die wirtschaftliche Lage angeht, auch ‌wenn wir vielleicht einige Risse sehen», sagte Kees Verbaas, Aktienexperte bei Robeco. «Die Investitionsprogramme der grossen Unternehmen nehmen eher zu als ‍ab, was typischerweise gut für die Wirtschaftsaktivität ist.»

In Thailand trieb die Hoffnung auf politische Stabilität nach den Wahlen die Börse auf ein 14-Monatshoch. Der Leitindex SET zog ​in der Spitze ein Prozent an. Der überraschend deutliche Sieg der ‍Bhumjaithai-Partei von Ministerpräsident Anutin Charnvirakul am Sonntag schürt die Erwartung wirtschaftlicher Reformen.

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09:15

Der Schweizer Aktienmarkt zeigt sich am Dienstag zum Handelsstart erneut von seiner zurückhaltenden Seite. Dabei sind die Vorgaben aus Übersee erneut freundlich. Die Wall Street ist am Montag etwas fester in die neue Woche gestartet, während in Asien vor allem die japanische Börse nach dem Wahlsieg der Premierministerin Sanae Takaichi neue Rekordstände erreicht.

Marktbeobachter verweisen darauf, dass die wichtigsten Impulse erst ab Mittwoch auf der Agenda stehen. Dann nimmt hierzulande die Berichtssaison mit SGS und Schindler Fahrt auf und in den USA wird der verschobene monatliche Job-Report veröffentlicht, bevor zum Wochenschluss dann Inflationsdaten folgen. Beide gelten als massgebliche Einflussfaktoren für die US-Zinspolitik. Derweil werden angesichts des zuletzt stark aufgewerteten Frankens mit Blick auf die SNB Fragen nach möglichen Reaktionen lauter.

Der Leitindex SMI notiert gegen 9.10 Uhr um die Nulllinie mit leicht positiver Tendenz (+0,02 Prozent) bei 13'520 Punkten. Damit rückt das bisherige Rekordhoch vom vergangenen Mittwoch bei 13'588 Zählern wieder etwas weiter in die Ferne.

Dabei notieren 11 von 20 SMI-Titel im Minus. Am stärksten unter Druck geraten Holcim (-1,48 Prozent), gefolgt von Kühne+Nagel (-1,16 Prozent) nachdem sich die Citigroup in einem Kommentar zurückhaltend geäussert hat. Leichte Abgaben verzeichnen Givaudan (-0,14 Prozent), nachdem Goldman Sachs das Rating für den Aromen- und Riechstoffhersteller von «Buy» auf «Sell» gesenkt hat.

Der breite Markt startet stärker in den Handelstag, mit 0,10 Prozent im Plus. Clariant-Aktien drehen ins Plus (+0,18 Prozent), nachdem sie vorbörslich infolge einer Verkaufsempfehlung von Goldman Sachs gefallen waren. Dabei setzen Stadler Rail (+0,75 Prozent) ihren positiven Lauf der vergangenen Tage fort.

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08:13

Neue Kursziele und Ratings für Schweizer Aktien:

Avolta: J.P. Morgan mit «Overweight» bis 52 (53) Franken

Novartis:  DZ Bank mit «Halten» (Kaufen) bis 127 (116) Franken

Bucher: UBS mit «Neutral» bis 373 (380) Franken

Ems Chemie: Kepler Cheuvreux mit «Reduce» auf 520 (505) Franken

Kühne+Nagel: Citigroup mit «Sell» bis 130 (128) Franken

Lem: Berenberg Bank mit «Hold» bis 375 (410) Franken

SIG Group: UBS mit «Neutral» bis 12.50 (9.50) Franken

Vontobel: Julius Bär mit «Hold» bis 65 (63) Franken

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08:10

Der Schweizer Aktienmarkt, gemessen am SMI, steht vor einem leicht tieferen Start. Gemäss dem vorbörslichen Handel der Bank Julius Bär tendiert der Schweizer Leitindex knapp eine Stunde vor Handelsbeginn 0,09 Prozent im Minus bei 13'505 Punkten. 

Sämtliche SMI-Titel indizieren im Minus. Die deutlichsten Abschläge verzeichnet Givaudan (-0,72 Prozent). Die übrigen Bewegungen tendieren zwischen 0,04 Prozent (Swisscom) und -0,27 Prozent (Partners Group).

Auch der breite Markt dürfte leicht tiefer starten. Positiv fallen die Valoren von AMS Osram nach Zahlen auf (+3,81 Prozent) und Stadler Rail (0,65 Prozent) sowie DKSH (+0,42 Prozent) und Ems Chemie (+0,44 Prozent).

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07:55

Am Montag war der US-Dollar unter die Marke von 0,77 Franken gerutscht und im Tief bis auf 0,7657 gefallen. Damit näherte sich das Währungspaar dem Mehrjahrestief bei 0,7605 von Ende Januar an. Am Dienstagmorgen wird der Dollar mit rund 0,7672 Franken gehandelt.

Auch gegenüber dem Euro zeigte sich der Franken zuletzt klar stärker: In der Nacht auf Dienstag markierte das Euro/Franken-Paar mit 0,9124 ein neues Rekordtief, bevor eine leichte Gegenbewegung einsetzte und sich der Kurs aktuell um 0,9133 stabilisierte. Das Währungspaar Euro/Dollar zeigte sich hingegen kaum verändert und notierte zuletzt bei 1,1905. Am Vorabend waren Kurse von 1,1920 verzeichnet worden - der höchste Stand seit Ende Januar.

Angesichts der anhaltenden Frankenstärke rückt die Schweizerische Nationalbank (SNB) verstärkt in den Fokus der Marktteilnehmer. Laut einem Kommentar der Valiant gelten Devisenmarktinterventionen weiterhin als erste Handlungsoption. Aufgrund der Überwachung durch das US-Finanzministerium dürfte die SNB dieses Instrument jedoch nur sehr zurückhaltend einsetzen. Die Einführung von Negativzinsen wird von Experten nach wie vor als wenig wahrscheinlich eingeschätzt.

Unterdessen verweisen Marktbeobachter darauf, dass weitere schwache US-Konjunkturdaten den Abwärtsdruck auf den Dollar zusätzlich erhöhen könnten. Zwar dürfte die Inflation in den USA vorerst über dem Zielwert bleiben, doch auch eine Abschwächung am Arbeitsmarkt gilt als möglich und könnte den Greenback weiter belasten.

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07:12

Der Dax wird am Dienstag der Kursentwicklung an den Terminmärkten zufolge wenig verändert ‌in ‌den Handel starten. Zum Wochenanfang hatte der deutsche Leitindex Fahrt aufgenommen und 1,2 Prozent fester bei rund 25'015 ​Punkten geschlossen.

Auch an der Wall ‌Street griffen Anleger wieder ‌bei US-Technologieaktien zu. Mit Spannung warten Anleger auf eine Reihe von US-Konjunkturdaten, von denen sie sich Rückschlüsse auf den künftigen Zinskurs der US-Notenbank Fed erhoffen. Im Tagesverlauf ⁠stehen die US-Einzelhandelsumsätze für Dezember an. Zur Wochenmitte folgt der Arbeitsmarktbericht sowie Inflationsdaten am Freitag.

Im Blick haben Börsianer ​zudem die Automobilbranche. Der Verband der ‌Automobilindustrie (VDA) stellt den Ausblick für ‍das laufende Jahr vor. Für Gesprächsstoff sorgen aktuelle Themen wie etwa ​die neue Elektroautoförderung oder die anstehende Lockerung der Regeln zu den CO2-Grenzwerten in der Europäischen Union. Zugleich ‌legen mit Mazda, Honda, Ferrari und ⁠Ford gleich mehrere Autokonzerne ihre Geschäftszahlen ‌vor. Der Reisekonzern TUI veröffentlicht ebenfalls Quartalszahlen und hält zudem seine Hauptversammlung ‍in Hannover ab. 

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06:20

Der Schweizer Aktienmarkt, gemessen am Swiss Market Index (SMI), tendiert im vorbörslichen Handel bei der Bank IG 0,22 Prozent tiefer bei 13'489,4 Punkten.

Am Dienstag legt der Halbleiterhersteller AMS Osram sein Ergebnis für das abgelaufene Jahr vor. Ansonsten bleibt es seitens der Unternehmensberichterstattung weitgehend ruhig. 

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05:50

Der Wahlsieg der japanischen Premierministerin Sanae Takaichi hat der Börse in Tokio am Dienstag Auftrieb gegeben. Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index ‌sprang ‌um 2,8 Prozent auf 57'664,6 Punkte. Auch an den anderen asiatischen Aktienmärkten ging es bergauf. Der MSCI-Index für asiatische Aktien ausserhalb Japans legte um 0,7 Prozent zu.

«Insgesamt sind wir ​recht positiv, was die wirtschaftliche Lage angeht, auch wenn ‌wir vielleicht einige Risse sehen», sagte ‌Kees Verbaas, globaler Leiter für fundamentale Aktien bei Robeco. «Die Investitionsprogramme der grossen Unternehmen nehmen eher zu als ab, was typischerweise gut für die Wirtschaftsaktivität ist.»

Die Börse in Shanghai und der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzhen ⁠stagnierten hingegen. Im weiteren Wochenverlauf richten sich die Blicke der Anleger auf wichtige US-Konjunkturdaten, darunter die verspäteten Arbeitsmarktdaten.

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04:00

Am Devisenmarkt stand der Dollar unter Druck. Er verlor 0,5 Prozent ​auf 155,16 Yen und gab 0,2 Prozent auf 6,9098 Yuan ‌nach.

Zur Schweizer Währung rückte er ‍etwas auf 0,7656 Franken vor. Der Euro notierte fast unverändert bei 1,1914 Dollar und zog zum ​Franken leicht auf 0,9124 Franken an.

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03:30

Die Ölpreise gaben leicht nach. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent verbilligte sich um 0,2 Prozent auf 68,87 Dollar. Das US-Öl WTI ‌notierte 0,3 Prozent schwächer bei 64,15 Dollar. ⁠Der Goldpreis fiel um 0,7 Prozent auf ‌5030,02 Dollar je Feinunze. Die Kryptowährung Bitcoin gab 1,5 Prozent auf 69'337,26 Dollar nach.

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23:45

Nach seinem Rekordhoch über 50'000 Punkten am Freitag hat sich der Dow Jones Industrial zum Wochenstart über der runden Marke behauptet. Nachdem der US-Leitindex im frühen Montagshandel zunächst weiter bis auf etwas über 50'219 Zähler gestiegen war, beendete er den Handel mit plus 0,04 Prozent beim Stand von 50'135,9 Punkten.

Der marktbreite S&P 500 legte um 0,47 Prozent auf 6964,8 Zähler zu. Der technologielastige Nasdaq 100 stieg um 0,77 Prozent auf 25'268,1 Punkte und setzte so seine bereits am Freitag eingeleitete Erholung fort. Davor hatten es Technologiewerte tendenziell schwerer als Standardwerte, Anleger schichteten vor allem aus Sorge vor zu hohen Investitionen in Künstliche Intelligenz (KI) in traditionellere Werte um.

«Wochenlang mäanderte das US-Index-Flaggschiff Dow Jones unterhalb der magischen Marke von 50'000 Punkten seitwärts, blieb aber immer in Schlagdistanz zu einem Ausbruch. Der ist am Freitag endlich gelungen», schrieb Analyst Ronald Gehrt vom Broker Lynx. Nun seien die kommenden Tage entscheidend. Sollte der Dow wieder deutlich unter die runde Marke fallen, «brennt hier etwas an». Zumal zuletzt vor allem solche Aktien nachgefragt worden seien, die von einem breiten Wachstum der US-Wirtschaft profitieren dürften. Das jedoch sei «so aber gar nicht existent», warnte der Experte.

Wie es um die Wirtschaft bestellt ist, dürften zur Wochenmitte der verspätete Arbeitsmarktbericht für Januar sowie am Ende der Arbeitswoche die Inflationsdaten zeigen. Beide Veröffentlichungen sind mit Blick auf die Zinsentwicklung wichtig.

Unter den «glorreichen Sieben», den sieben grössten und bedeutendsten Tech-Konzernen in den USA, knüpften am Montag Nvidia und Microsoft an ihre jüngste Erholung mit Kursgewinnen von 2,5 beziehungsweise 3,1 Prozent an. Im Minus notierten Apple und Amazon. Die Aktien des Online-Handelsgiganten und Cloud-Anbieters hatten am Freitag - wie am Tag zuvor bereits Alphabet - unter der Ankündigung milliardenschwerer Investitionen in den Megatrend Künstliche Intelligenz (KI) gelitten.

Im Tech-Bereich stachen zudem Oracle mit einem Plus von 9,6 Prozent hervor. Auch hier ging die Erholung weiter, gestützt von einer Hochstufung durch das Investmenthaus D.A. Davidson. Es strich seine neutrale Einschätzung für die Aktien des Software-Entwicklers und empfiehlt sie stattdessen zum Kauf.

Eli Lilly legten nur anfangs klar zu und schlossen mit minus 1,3 Prozent, während Hims & Hers um 16 Prozent einbrachen. Das Telemedizinunternehmen hat eine Nachahmer-Kopie der Abnehmpille Wegovy des dänischen Diabetesspezialisten Novo Nordisk zurückgezogen. Die Konkurrenz durch eine günstigere Pille von Hims & Hers sei damit vom Tisch, sagte Analyst James Gordon von der Barclays Bank. Eli Lilly hat mit Zepbound wie Novo Nordisk ebenfalls ein Abnehmmittel auf dem Markt.

Für die Aktien von Kroger ging es um 3,9 Prozent nach oben. Der Lebensmittelhändler ernannte mit sofortiger Wirkung den ehemaligen Walmart, Chef Greg Foran, zum neuen Vorstandsvorsitzenden. Zudem bestätigte Kroger die Jahresziele für 2025. Walmart hingegen zollten am Montag ihrem jüngsten Rekordlauf Tribut mit minus 1,7 Prozent.

(cash/AWP/Reuters)

Monique Misteli Ringier
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